Werte finden und zufrieden leben: Klarer denken, besser entscheiden

Kennst du eigentlich deine Werte?
Komische Frage, oder?
Denn üblicherweise denkt man da überhaupt nicht drüber nach. Zumindest habe ich es bislang nicht getan, weil es mir immer zu komplex war und ich nicht wusste, wo anfangen.
Und es geht ja auch irgendwie so, das Leben. Ohne Nachdenken.
Ich bin über das Thema gestolpert, weil alle immer vom „Wertewandel der Gesellschaft“ reden. Irgendwie hat mein Gehirn dann einen Umweg genommen und dachte: Hey, das Thema ist ja essentiell und passt zum Minimalismus (Oder?)

Denn wenn man sich mit Minimalismus beschäftigt und sämtliches Zeug rausgeworfen hat, fängt man an, sein Leben selber zu designen. Man streift Schicht für Schicht seine Ideen, Gedanken und Gewohnheiten ab und guckt nach, was da sonst noch ist.
Werte sind toll. Wenn man Werte für sich herausgefunden hat, wird es irgendwie leichter. Zumindest empfinde ich es so. Ich muss mich dann immer nur fragen: Lebe ich im Einklang mit meinen Werten? Und wenn die Antwort „nein“ heißt, kann ich etwas anpassen und mir so ein gutes Leben basteln. Das steckt auch in diesen ganzen Jahresmottos und „Word of Year“ Zeugs mit drin.

Entscheidungen – ich meine die heftigen, die einen neuen Job oder eine neue Beziehung u.ä. betreffen, kann man dann irgendwie einfacher treffen. Weil man gar nicht mehr wirklich drüber nachdenken muss. Weil man sich selbst besser kennengelernt hat.
Schade, dass ich die Sache mit den Werten nicht in der Schule gelernt habe.

Nun, wie findet man seine Werte?
Die Liste ist lang und geht von A wie Abenteuer bis Z wie Zufriedenheit…wer Inspiration braucht, kann ja mal nach Werte-Listen gogolen.

Ich habs mir einfach gemacht und mich gefragt:

Was ist mir wichtig? Und welcher Wert steckt dahinter?
Beispiel: „Ich möchte viel reisen und finanziell unabhängig sein“ – Wert, der möglicherweise dahinter steht: Freiheit

Weitere mögliche Fragen, um deine Werte zu finden:
– Wovon braucht die Welt mehr? Wovon weniger?
– Wie reagiere ich bei Stress oder Konflikten (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Worüber rege ich mich ständig auf? (und welcher Wert wird hier missachtet?)
– Wann fühle ich mich richtig wohl in meiner Haut?
– Was möchtes ich in meinem Leben erreichen?
– Woran sollen sich meine Freunde erinnern, wenn ich nicht mehr bin?

Hast du ein paar Werte gesammelt? Auf wie viel bist du gekommen?
5? 30? 200? 10?
Wie immer gilt: Fokussieren und Prioritäten setzen!
Welcher Wert ist der Wichtigste? Welcher kann als Leitprinzip in deinem Leben gelten?
Sortiere deine Liste neu, setze den wichtigsten Wert nach oben, den nicht ganz so wichtigen nach unten auf die Liste. Lass die Liste ein paar Tage liegen, denk drüber nach, streich was durch, füge etwas hinzu.

Bist du es wirklich? Lebst du diese Werte? Falls nicht: Zeit was zu ändern.

Wie kannst du diese Werte leben?
Wie definierst du ganz persönlich diese Werte?
Was passt jetzt gerade nicht gut zu dem Wert?

Wenn dein Wert „Freiheit“ ist, du dir aber keine Fernreisen leisten kannst oder willst, überlege dir, wie du den Wert trotzdem ausleben kannst.
Vielleicht reicht ja schon ein Tagesausflug an die See oder in die Berge oder mit der U-Bahn bis zur Endstation?

Ich glaub, du verstehst schon was ich meine.

Da steckt ganz schön viel Kraft drin, non? Ich muss das noch weiter durchdenken, aber das ist schon mal ein guter Ausgangspunkt.

Was sind deine Werte?

Wochenrückblick KW33/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Bevor es gleich zum Eis essen geht, hier noch ein paar Links:
20 sehr interessante Fragen an Futuristen

Auch ne gute Frage: „The big question is: Will we be able to create new jobs as fast as we are losing them?“

Ein paar interessante Buchtitel für die Zukunftsforscher von morgen!

Project Moonbase ist ein toller, sehr seltsamer Podcast für Chiptune- und Retromusik-Liebhaber

Schöne, letzte Ruhestätte: 10 of the World’s Most Iconic Cemeteries, Mausoleums, and Crematoriums

Umwelt

Monogamie is anscheinend auch out?

auch noch lesenswert: Kapitalismuskritik: Was macht die Angst vorm Abstieg mit uns?

Das wars schon. Schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche!

Nachrichtendiät: Was muss ich eigentlich wissen?

Okay, das Thema Informations-Überfluss hatten wir schon mal. Aber irgendwie scheints mir gerade wieder wichtig zu sein, weil mich die Welt verrückt macht. Brexit, Anschläge, Putschversuch.
Ich WILL als politisch interessierter Mensch informiert sein, aber bitte nicht davon verrückt werden. Und in den letzten Wochen dachte ich oft, dass genau das mit mir passiert.
Das ist momentan echt ne richtige Herausforderung und ich freu mich ein klitzeklein wenig, dass die Olympischen Spiele ein bisschen so tun, als wären sie das Sommerloch. (Auch wenn ich es da auch nicht unproblematisch zu geht und ich es auch nicht gucke…)

Nachrichtendiät und Psychohygiene

Wie kann dieser Spagat gelingen? Wie ordentliche, gesunde, unangestrengte Psychohygiene in Zeiten globalen Wahnsinns betreiben?
Bringt es denn überhaupt was „weniger“ Nachrichten zu konsumieren? Muss man nur die richtigen Nachrichten anschauen? Oder sich etwas ausdenken, damit man selbst eine gute Balance hinkriegt? Aber – is das nicht eigentlich der Job von Journalisten genau das für mich zu tun?! (Und wenn es nicht deren Job is – warum eigentlich nicht?)

Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass ich mich ziemlich anstrengen muss, um diesen ganzen Social-Media-Spekulations-Noise zu filtern. Es werden Meldungen verbreitet noch ohne Genaueres zu wissen. Das geht über Stunden so. Trauriges Beispiel war der Anschlag in München. Da rennt ein Verrückter durchs Einkaufszentrum und schießt auf Menschen. Das war über Stunden das einzige, was man wusste, trotzdem waren ständig „Experten“ im Fernsehen, die irgendwelche Mutmaßungen von sich gegeben haben. Je nach Sender ging das auch 3 Tage so weiter. Und sobald man sich irgendwo eingeloggt hat, musste man sich auch noch durch die ganzen Hetzkommentare kämpfen…
Da hab ich einfach dann dicht gemacht und beschlossen: Es interessiert mich nicht mehr. Die Info „Verrückter schießt auf Leute“ hat mir dann als Info gereicht, denn ändern kann ich sowieso nichts mehr daran.

Was ist da mit den Medien los? Warum geht das nicht langsamer?
Und warum fehlen eigentlich gänzlich gute Nachrichten in den Abendnachrichten?
Es gibt sie doch! Und auch das Positive interessiert mich.

Als ich auf Twitter an einem Tag nur positive Dinge getweetet habe, wurde mir gleich besser. Es hat mich innerhalb weniger Stunden wieder eingenordet, es hat mich ziemlich beeinflusst.

Ich hoffe, das ändert sich auch bald in den Mainstream Medien. Immerhin gibts Leute, die den Anfang machen.

Was machst du, wenn dir das alles zu viel wird? Reicht bei dir eine Nachrichtendiät? Guckst du gar keine Nachrichten mehr, weil man „eh alles mitbekommt“?

Wochenrückblick KW32/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Guten Moooorgen! Draussen glänzt der güldene Sonnenschein und ich bin wach und ausgeruht. Großstadt um diese Uhrzeit ist wirklich immer gut. Der Grund für mein frühes Wachsein? Ein Ausflug mit Freunden! Ins Blaue! Soll heißen: Keine Ahnung wo wir hinfahren! Aber es ist egal, denn es ist Sonntag und wir haben ordentlich viel Zeit zu vertrödeln.

Es folgen nun ein paar Internetfundstücke, mit denen du dir auch die Zeit vertrödeln kannst:

Richard Jones on Against Transhumanism: the Delusion of Technological Transcendence

Okay, dass die Unternehmer den digitalen Wandel nicht schnallen macht mir schon ein bisschen Angst…

Mit wie wenig kann man leben? – Eine Familie wagt das Experiment

Wearable Tech – als schickes Tattoo? Ich überlegs mir!

Angst vor Bibliotheken. Ja. Das gibts und ist wohl das Gegenteil von der magischen Anziehungskraft, die ich bei Buchläden und Bibliotheken spüre…?

Keine Ahnung von Mathe und Physik? – Willkommen im Club. Diese Liste erscheint mir aber wie ein ganz brauchbarer Start. Ich habe die Hoffnung bei mir immer noch nicht aufgegeben, denn dafür isses zu spannend!

Kurzgesagt erklärt Genetic Engineering. Abgefahren. Gruselig. Science-Fiction. Gattaca!?

Die School of Life Clips sind einfach nur geil! kurz und knackig, Info galore und nett visualisiert. Hier am Beispiel „Higher Consciousness“
„‚Higher consciousness‘ sounds mystical and possibly irritating. It shouldn’t. It just captures how we see things when we go beyond our own egos.“

Interessant…Welche Fragen haben dein Leben verändert? Fragen wir zu wenig? Hm..!

Das wars! Ich muss jetzt meine Abenteuerausrüstung packen! Bis bald!

Kommt nach dem Minimalismus jetzt der Solarpunk?

Kommt nach dem Minimalismus jetzt der Solarpunk?Wenn ich im Bus mal nicht lese, dann wandern meine Gedanken oftmals zu der Frage, was mit dem Wörtchen „Minimalismus“ ist. Und was wir tun, wenn wir ausgemistet haben, klare Verhältnisse in Kopf und Körper geschaffen haben, wenn wir uns heiter-gelassen fühlen und sich der Nährboden für etwas Neues vor uns ausbreitet. Da frage ich mich: Was kommt nach dem Konzept „Minimalismus“? Nicht nur für mich als Einzelperson, sondern auch als Teil einer immer größer werdenden Masse und schließlich auch als Gesellschaft auf dem Raumschiff Erde.

Ich verfolge aufmerksam Futuristen, Statistiker und Trendforscher und denke immer wieder: Minimalismus ist der Anfang. Aber von was? Das Thema Reduktion kommt immer wieder vor.

Kein Wunder warum so viele darauf anspringen und jeder TV Sender und jede Zeitschrift schon darüber berichtet hat – die Welt ist groß, laut und wird immer dunkler. Wir haben Angst, wir verlieren die Kontrolle, wir sind überfordert. Da ist es gut und nützlich sich zurückzuziehen, einen Klarheits-Claim abzustecken und nach den eigenen Wichtigkeitsgoldklumpen zu suchen. Wenn ich das mithilfe einer minimalistischen Lebensweise nicht getan hätte bzw. tue, dann wäre ich bestimmt nicht so fröhlich. Ich wäre gestresster, trauriger, müder und wüsste nicht mal warum.

Aber ist das alles? Was kommt nach dem „Wesentlichen“? Kann man sich darauf ausruhen? Oder ist es angesichts dieser verrückten Welt nicht besser, ab und zu mal Position zu beziehen und die Zukunft gemeinsam neu zu denken?

Noch habe ich keine Ahnung, wie das für mich klappen kann, aber mir scheint, dass Minimalismus das kann und vielleicht auch muss. Achtsamkeit ist ein Megatrend. Entschleunigung ist nicht erst seit letztem Jahr ein Thema. Die Lust am Handwerk, zerowaste, DIY und Digital – das sind alles Symptome für die großen Veränderungen, die vor unserer Haustür stehen. Veränderung, die wir wollen. Weil wir merken: Irgendwie haut das alles so nicht mehr hin.

Das Entrümpeln auf der einen Seite ist erledigt, in der Wohnung habe ich aber noch genügend Baustellen. Trotzdem: ich habe meinen Frieden damit gemacht und ich hab nix gegen Konsum (wichtiges Stichwort an dieser Stelle: Experience Economy -was kann ich eigentlich in Zukunft noch konsumieren, wenn alles Software ist?) an sich. Die Dinge sind im Fluss. Ich will aber meine minimalistische Lebensweise auch dafür einsetzen, dass es anderen auch besser geht, also an meinem Überfluss teilhaben und die Welt in der ich lebe auch für nachfolgende Generationen ein bewohnbarer und schöner Ort bleibt.
Ich habe Schwierigkeiten an dieser Stelle weiter zu denken, weil ich nicht weiß, ob wir das hinkriegen. Die Medien übertrumphen sich mit Doomsday-Nachrichten und die ältere Generation denkt auch nur noch „WTF? Das hatten wir doch schon mal?“

Deshalb finde ich den Begriff „Solarpunk“ so toll, weil er eine kleine Tür in meinem Kopf öffnet.

Auf den Begriff bin ich vor 2 Jahren schon mal gestoßen und mir gefiel der Vibe, den der Begriff ausstrahlt. Ich erforsche gerne literarische Dystopien, aber in der echten Welt wünsche ich mir was Optimistischeres! Ta-Da Solarpunk!
Solar = grün, nachhaltig, Technik, Photosynthese, Sonne, Wachstum
Punk = Rebellion, Nonkonformismus

Oder wie es Adam Flynn, der Betreiber des solarpunks-tumblrs ist, ausdrückt:

If cyberpunk was ‘here is this future that we see coming and we don’t like it’, and steampunk is ‘here’s yesterday’s future that we wish we had’, then solarpunk might be ‘here’s a future that we can want and we might actually be able to get.’

Ich stelle mir vor:

Post-Peak-Oil/Zero City-Gesellschaft vermixt mit einem Weniger, weil wir ja gelernt haben, dass wir nicht so viel brauchen und uns das nur stresst, dazu ein bisschen Internet-of-Things-Zeugs und ner ordentlichen Portion DIY. Ein bisschen weniger. Aber eben besser. Entschleunigt. Trotzdem cool. (Und bunter.) Für alle. Weil wir nicht alle Aussteiger sein wollen, die sich mit ner kleinen Gruppe einen Resthof teilt. (Das will ich zumindest nicht. Ich find Technik super, Raumfahrt auch und meine Wohnung schätze ich auch sehr.)

Vielleicht geht das auch (noch) gar nicht. Ich weiß es nicht. Aber wenn ich mir anhöre, dass einige Länder umdenken (Schweden mit der 30 Stunden Woche; Finnland will das BGE ausprobieren, Oslo will die erste autofreie Stadt Europas werden etc.), dann stimmt mich das optimistisch und es macht mich sehr fröhlich, weil wir da schon mittendrin in einer gewaltigen Veränderung stecken!

Die Frage ist nicht, ob eine Veränderung komm, sondern wann! Und wenn wir kurz innehalten und uns umsehen, stellen wir fest: Ups, da tut sich ja schon längst was.
Wie bereiten wir uns auf die Zukunft vor? Wie können wir die alten Pfade verlassen? Wie können wir neu denken? Was brauchen wir dazu als Einzelpersonen, als Kommune, als Gesellschaft?

Zum Weiterforschen:
Vortrag von Matt Cloyd (ca 5 Min.)
Solarpunk – notes toward a manifesto
Kurze Beschreibung der Solarpunk Ästhetik von Olivia Louise
Solarpunk Tumblr
Die politische Dimension von Solarpunk
Solarpunk will Science-Fiction den Optimismus zurückgeben

Wochenrückblick KW31/2016

So, schwupp, die Woche ist wieder um, Zeit für ein paar Links zu Kaffee und Kuchen! Bereit?

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove
Am meisten beeindruckt hat mich diese Woche die syrische Schwimmerin Yusra Mardini, die auf der Flucht ein defektes Boot 3 Stunden lang angeschoben hat, damit die anderen nicht ertrinken.

Welche moralische Entscheidung kann eine KI treffen? Und wie ist deine Meinung dazu?

Tiffany Trenda ist eine Performance Künstlerin, die mit neuen Technologien und Wearables arbeitet. Sehr interessante Projekte!

Interessiert mich brennend für meine Berlinvorbereitung: Verlassene Orte. Gibts auch als Buch zum Schmökern.

Wie kriegen Jugendliche ihr Leben mit der Digitalität und Dauer-On eigentlich hin? Ist das überhaupt so? Spannende Einblicke gewährt Sonia Livingstone, die ein ganzes Schuljahr mit den Teenagern verbracht hat.

Tesla ist und bleibt faszinierend. Ich will unbedingt dieses Jahr noch eine ausführliche Biografie über ihn lesen!

Mini-Roboter bauen ein gemütliches Nest an der Wand

Das wars schon. Schönen Restsonntag euch!

To Do – im August (Blogpause Ende!)

Hallööööchen – ist noch wer da?
Der Juli war privat betrachtet gut. Die Blogpause hat gut getan, die #fddblogpause16 fand ich spaßig und total gelungen (danke fürs Mitmachen, auch wenns nur sporadisch war! ich fand die verschiedenen Blickwinkel total klasse) und mein Urlaub war total erholsam. Er wurde zwar ein bisschen von politisch brisanten Ereignissen überschattet, weil ich mir natürlich schon wieder meine Gedanken mache…aber die Kombination: schöne Landschaft, schlechter Empfang und ein lahmer Handyakku reichen völlig aus, um ein bisschen digital detox zu üben.

Also mal sehen…zurück auf Anfang…wo war mein Kopf spazieren…? ich interessiere mich seit meinem Wismar Besuch für die Hanse und insbesondere für die Backsteingotik, was – zugegeben – nach 10 Jahren Hamburg ein bisschen peinlich ist :D, ich konnte in Dessau einen Bauhaus-Flash genießen und hab im Wald zum ersten Mal einen Neuntöter gesehen! Dann habe ich wieder mit meinem Lieblingsthema beschäftigt – der Zukunft!
Mein Urlaub war wieder einmal ein bisschen Mutproben behaftet: wie üblich eine Turmkraxelei trotz Höhenangst und ich bin wohl in jedes Volksfest gestolpert, das man finden konnte. Menschenmassen. Während der WMEM.

Also Urlaub war gut. Ausbrechen aus der Alltagsroutine. Das will ich im August wieder haben, deshalb habe ich mir das vorgenommen:

  • auch wenn mein Selbstwertgefühl momentan unter Bett liegt und heult: ich wil ins Schwimmbad! das tut mir gut und macht Spaß und ich sollte mich nicht so anstellen
  • ein langes Wochenende in Berlin. Allein. Party mit mir unbekannten Leuten. Alleine essen. Alleine entdecken. Wuaaaaah. Mal sehen was DAS wird.
  • eine Stoffwechsselmessung machen. Säure-Basen-Dings is ja auch so ein Thema.
  • neue Leute kennenlernen, mich kennenlernen lassen und bestehende Beziehungen pflegen. Da muss ich irgendwie besser werden
  • meine Bücherei-Beute genießen
  • noch mehr über die Hanse lernen
  • und mehr bewegen

Was planst du im August? Hast du Urlaub? Mit was beschäftigst du dich gerade?

To – Do und Blogpause Juli 2016

blogpause3

Es ist Juli und ich verabschiede mich in eine Sommer-Blogpause.
Weil es bisher mit meinen Projekten nicht geklappt hat, werde ich ein paar Tage meines Sommerurlaubs opfern, um mich endlich um den Schweinehund zu kümmern! Aus Thüringen wurde doch nix, dafür ist Dessau dran. Bauhaus und so. Wer Tipps für Dessau parat hat, immer gerne her damit!

Damit es nicht allzu fad wird, habe ich mir eine Instagram-Photochallenge für den Juli überlegt und ich würd mich freuen, wenn du mitmachen würdest!

Keine Panik, sie geht nur 14 Tage! (Mehr würd ich selber auch nicht durchhalten, glaub ich :D)
Wichtig ist: Forder dich selbst mal ein bisschen heraus! Fotografierst du nur schwarz-weiß? Dann knips in Farbe! Du benutzt nie Filter? Dann versuchs mal damit. Lerne, anders zu sehen. Mach Bilder aus der Hocke, versuch ein Panorama, denke in Linien, benutze negativen Raum, Makro oder nur Hochkant – fotografier anders als sonst! Wer keine Lust auf Fotos hat, kann natürlich auch zeichnen, malen, kleben oder Videos drehen. Muss auch nicht unbedingt bei Instagram sein, du kannst auch deinen Blog/Tumblr/Twitter benutzen, hauptsache du verlinkst mir das irgendwie!
Erlaubt ist, was Spaß bringt und das Denken erfrischt. Denn dazu ist der Sommer ja da!

Die Photochallenge geht los am 4.7. und endet am 17.7.2016

Und hier sind die Prompts:

1. minimalistisch
2. bunt
3. kontrast
4. unterwegs
5. Wetterlage
6. lecker
7. weniger
8. mehr
9. türkis
10. Dreieck
11. Morgenroutine
12. Linie
13. klein
14. Punkt

#fddblogpause16

#fddblogpause16

Also mal sehen was die Blogpause so bringt! Der nächste Beitrag erscheint hier wieder am 3.8.2016

Machst du mit?

Gesehen im Juni

Im Juni hab ich fast nur Mist geguckt!

UFO (1 Staffel)
SHADO ist eine als Filmstudio getarnte Geheimorganisation zur Abwehr von UFOs mit einer Außenstelle auf dem Mond und einem U-Boot.
Fazit: puh, einige Folgen waren super, andere waren grottoid langweilig. Ganz großartig fand ich den Soundtrack und dass die Damen der Mondbasis als Teil ihrer Arbeitsuniform lilafarbene Perücken tragen :D Die Autos waren geil, aber ansonsten haben sie sich ein bisschen auf die Faule haut gelegt. Die Serie ist aus den 60ern und spielt in den 80ern, merkt man aber leider gar nicht. Trotzdem: Die Andersons sind die Eltern aller Nerds, wer Thunderbirds und Mondbasis Alpha 1 mag, kann da mal reinschauen.

Plan 9 from outer space
Außerirdische wollen die Erde retten, in dem sie Tote zu Vampire verwandeln, die dann die anderen Menschen abmurksen. Klappt so semi. Oder so.
Fazit: endlich – mein erster Ed Wood Film! er war genauso mies, wie ich ihn mir vorgestellt habe und ja, doch der sinnloseste und schlechteste Film, den ich seit langem gesehen habe :D Aber trotzdem sehr witzig. Bin ganz verliebt in Vampira!

Die Satansweiber von Tittfeld
Die drei Stripperinnen Varla, Rosie und Billie rasen mit ihren Sportwagen durch die Wüste. Beim Chillen treffen sie auf ein naives, junges Pärchen. Der Typ lässt sich mit Varla auf ein Wettrennen ein, es kommt zu Streit, Varla bricht ihm das Genick. Die Kleine setzen sie unter Drogen und fahren an die nächste Tankstelle, wo sie mitkriegen, dass ein alter Sack ziemlich viel Kohle auf seinem Grundstück versteckt hat, deshalb planen die Mädels einen Coup…
Fazit: böse, gewalttätige Frauen mit großen Brüsten? check. Sieht man ja nicht gerade oft. Also bezogen auf die Gewalttätigkeit meine ich.

Bauhaus – Modell und Mythos
Anhand von Interviews von ehemaligen Bauhaus-Studenten wird die Geschichte und Bedeutung erläutert.
Fazit: ziemlich laaanger Film über Bauhaus, aber aus Sicht der Zeitzeugen dennoch interessant.

Edit: Fast vergessen! Ich hab ja doch noch was geguckt!

The Wave – die Todeswelle
Greianger, Norwegen. An seinem letzten Arbeitstag wird der Geologe Kristian auch noch paranoid. Sensoren haben Erschütterungen im Berg gemessen. Seine Kollegen verabschieden ihn trotzdem und er soll mit seiner Familie schon mal den Umzug vorbereiten und die Fähre nehmen. Doch es lässt ihm keine Ruhe. Er recherchiert und stellt fest, dass die Datenlage diesselbe ist wie damals, als der herabgerutschte Berg einen Tsunami im Fjord ausgelöst hat. Er warnt seine Kollegen, aber die nehmen ihn leider viel zu spät ernst…
Fazit: Der Film ist absolut krass und dadurch sehenswert. Durch diesen Film habe ich erstmal gemerkt, wie weichgespült man durch die Hollywood-Katastrophenfilme ist. Panik, Entsetzen, Angst, Verzweiflung…da sind äußerst fähige Schauspieler und grandiose Effekte am Start.

Kein einziges Mal im Kino, wie traurig! Aber bald…

Was hast du dir angesehen?

Gelesen im Juni

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.

Puuuuh, diesen Monat hab ich schon wieder so viel durcheinander gelesen! Ich wollte das eigentlich gar nicht. :D Vor allem nur Sachbücher! Wird mal Zeit für nen Roman. Aber da ich im Juli Urlaub habe, muss dieses Vorhaben ja nicht lange warten.

Hier also meine Liste für den Juni

„Wie wir morgen leben werden – 15 Lebensstiltrends, die unsere Zukunft prägen werden“ von Eike Wenzel et. al
In übersichtlich gestalteten Kapiteln werden die Konsumententrends von verschiedenen Zielgruppen der nächsten Jahre beleuchtet. Dabei zeigt sich, dass man nicht mehr in klassischen Sinus-Milieus denken kann, weil sich immer mehr vermischt. Toll fand ich das ergänzende Glossar am Ende des Buches
Fazit: lesenswert, perfekt für Einsteiger. Auch wenn einige Begriffe mir mittlerweile veraltet vorkommen (das Buch ist glaub ich von 2011 oder 2012), gibt es dennoch einen guten Überblick.

„Wir sind Cyborgs – wie uns die Technik unter die Haut geht“ von Alexander Krützfeldt
Wer sind eigentlich die Leute, die sich Elektronik implantieren lassen? Warum hat das einen Nutzen? Sind das Spinner oder Pioniere? Wo hört der Mensch auf, wo fängt der Roboter an? Diese und weitere Fragen werden von Alexander Krützfeldt nicht ohne Skepsis gestellt und erhält in Interviews mit Cyborgs, Philosophen und Wissenschaftlern interessante Antworten.
Fazit: Ich mochte das Buch sehr gerne. So persönlich gefärbte Sachbücher sind ja eher selten, aber hier wird man unterhalten UND erfährt was Neues ohne schwafelig oder langweilig zu werden. Das Buch gibt nen netten Rundumschlag von den Themen Singularität, Cyborgs, Bodymodification und Transhumanismus mit ner Portion Skepsis und gesunden Menschenverstand. Und das ist wirklich lesenswert.

„Die klugen Frauen von Weimar“ von Ulrike Müller
Wenn man an Weimar denkt, denkt man: Goethe, Schiller, Liszt und Gropius. Das ist zwar ganz nett, aber auch für Frauen ein bisschen langweilig. Denn interessant sind auch Geschichten von Frauen, die Weimar als Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Regentinnen und Salondamen geprägt haben und die auch als solche dargestellt werden (und nicht nur als Beiwerk zum Genie). Mit Witz, Sinn und Verstand drückten Frauen wie Anna Amalia, Christiane Vulpius, Maria Pawlowna, Fanny Lewald, Alma Buscher und Marianne Brandt Weimar einen facettenreichen Stempel auf.
Fazit: nette, unterhaltsame Portraits, denen man anmerkt, dass sie mit viel Begeisterung geschrieben wurden. Wer in Weimar zu Besuch war, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen. Tolle Frauen!

„Wenn die Zukunft kommt – eine Anleitung zum langfristigen Denken“ von Magnus Lindkvist
Wie denkt man eigentlich über die Zukunft nach? Also so richtig? Soll man das überhaupt? Welche Fehler kann man dabei machen? Wie wird man Futurist? Trendforscher Lindkvist erklärt es.
Fazit: philosophisch, unterhaltsam und witzig! Daher lesenswert.

„DIY Putzmittel: Natürlich sauber“ von Tatiana Wachola
Bloggerin Tatiana Wachola („https://natuerlichmama.de/„) hat in diesem kleinen Büchlein sämtliche natürlichen Putzmittel-Alternativen versammelt, die man im Haushalt von Küche bis Bad gebraucht bzw. gebrauchen kann.
Fazit:unkomplizierte erklärte einfache Rezepte, die jeder nachmachen kann. Die Aufmachung des Buches ist sehr sympathisch, das Format passt. Wir haben uns Glasreiniger und Duschreiniger gebastelt und sind begeistert! Für kleines Geld zu haben, daher auch sinnvoll als Nachschlagewerk. Das Buch „DIY Kosmetik“ werde ich mir auch mal anschauen.

„Statt Plastik: Schöne Sachen zum Selbermachen – das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle“ von Jutta Grimm
Eigentlich muss man zu dem Buch nix erklären, der Titel ist Programm!
Fazit: tatsächlich ein super Ideenbuch für plastikfreie Alternativen von A-Z. Für DIYer ein Muss!

„Projektbuch Tierfreundlicher Garten: 40 einfache Bau- und Pflanzkonzepte“ von Bärbel Oftring
Auch hier verrät der Titel gleich den Inhalt. 40 Projekte damit sich für Vögel, Insekten, Igel, Eidechsen und Frösche im heimischen Garten wohlfühlen!
Wer seinen Garten etwas tierfreundlicher gestalten möchte, findet hier Tipps, Tricks und Bauanleitungen. Igelhütten, Trockenmauern für Eidechsen und Hecken für Vögel – alles dabei. Für mich war zwar nix Neues dabei, aber das Buch ist trotzdem sehr empfehlenswert.

So Schluss jetzt – war eh schon viel zu viel!

Was hast du gelesen? Hast du eine Buchempfehlung, die Roman + Biografie verbindet? Das wäre famos! Momentan steht auf meiner Liste nur „Love letters to the dead“ – bin gespannt.