Vorfreude

Eduard Mörike sagte (angeblich, Quelle Internet) schon: „Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut“ – und gerade in dieser merkwürdigen Zeit ist es doch so, oder? Was freuen wir uns wieder auf „normales“ Leben – was immer das auch für den/die Einzelne sein mag.
Vorfreude macht mich glücklich, weil sie mir vor Augen führt, dass ein „Highlight“ ansteht und das wiederrum motiviert und begeistert mich. In Superbetter hieß das übrigens „Future Boosts“.
Nun, diese „Lockerungen“ kommen für meinen Geschmack zu schnell, weil ich irgendwie den Überblick verloren habe, was jetzt wo und wie beachtet werden muss (ich muss das noch nachlesen), andererseits freue ich mich sehr auf Dinge und Aktivitäten, die ich hoffentlich bald wieder machen kann.

Und genau das ist ein toller Indikator, um sich selbst besser kennen zu lernen:

Was hat dir gefehlt während des Lockdowns?

Worauf freust du dich jetzt umso mehr?

Und: warum freust dich genau darauf und auf nichts anderes?

Was hat deine Vorfreude mit dir zu tun?

Ich freue mich aufs Schwimmen, auf einen Ausflug ins Museum und ich freue mich auch wieder darauf, ins Kino zu gehen. Einen Cappucino in der warmen Sonne mit Freunden trinken wäre auch sehr schön.

Vofreude macht gute Laune und Glücksgefühle kann ich nach dem Hin- und Her der letzten Wochen gut gebrauchen. Hoffnung hat sie auch mit im Gepäck und die schadet bekanntlich auch nicht.
Klar, ich kann noch warten. Auf Platz 1 der Prioritätenliste steht immer noch die Gesundheit und ich eier ein bisschen herum, weil ich mich zwischen Vernunft (Zuhause bleiben) und Vorfreude (yeah, irgendwann Schwimmbad!) einpendeln muss. In den letzten zwei Monaten konnte ich jedoch meine Anpassungsfähigkeit trainieren, deshalb ist es nicht so schlimm.


Worauf freust du dich?

5 Tipps, um die eigene Einkaufsroutine zu überdenken

Es ist mal wieder Zeit für ein Update des eigenen Alltags!
Als HSPlerin beobachtet man die Welt anders und hat so seine ganz eigenen Methoden, um möglichst entreizt und stressfrei durch den Tag zu kommen. Dazu gehört Einkaufen von Lebensmitteln als Teil des Alltags dazu. Leider ist es durch die „Coronakrise“ nochmal nerviger geworden, daher muss ich meine Einkaufsroutine wieder überdenken und ausprobieren. Vielleicht ist das auch für dich nützlich, wenn du auch genervt bist vom Einkaufen.

Bisher ging ich immer 2 x die Woche einkaufen. 1 x für frische Lebensmittel wie Milchprodukte und Gemüse und einmal für den ganzen Rest inkl. Getränke. Das legte sich meistens auf Freitagabend nach 20.00 Uhr und auf den Samstag(vor-)mittag. Seit den Hamsterkäufen von Klopapier und Nudeln ist alles ein bisschen anders und ich bin schon genervt, wenn ich schon die Schlange vorm Eingang des Supermarkts erblicke! Dazu diese Anstrengung sich pro Geschäft diverse Regeln merken zu müssen (mit Handschuhe oder ohne, Mund-Nase-Schutz oder nicht, hier dürfen nur 30 Leute gleichzeitig rein – ohne Kontrolle, da wird per Einkaufswagen abgezählt, auch wenn man nur ne Packung Chips holen will…es nervt.) UND obendrauf evtl. noch versperrte Wege durch Sonderaktionen, Kommissonierer und natürlich mein Favorit: ätzende Supermarktradiomusik, die einem die letzten Nervenstränge dünn fräst.

Es folgen nun meine Tipps für ein reizarmes Einkaufen:

  1. Verzichten
  2. Das hier wäre kein Minimalismusblog, wenn ich das nich zuerst schreiben würde :D
    Also: Prüfe, was du hast und was du wirklich brauchst. Vielleicht ist es ja sinnvoll überhaupt erstmal Vorräte aufzubrauchen. Eine bessere Zeit für Aufbrauch- oder No Spend Challenges gibt es nicht. Oh und wenn du gerade nicht weißt, was du alles im Schrank hast: Nimm dir die Zeit und inventarisiere mal deine Schränke. Du wirst Überraschungen finden, das garantiere ich :D

  3. Einkaufsliste nutzen
  4. Da draußen fliegen Viren rum, die nich gut für uns sind. Also vorher checken, was man braucht, sich ne Liste schreiben oder meinen Hack nachmachen und sich kurz fassen. Nicht lange im Laden gucken und überlegen, sondern zielgerichtet einkaufen.

  5. Intelligente Vorratshaltung
  6. Ha! Zuerst verzichten schreiben und dann was von bevorraten faseln? So ein Widerspruch! Aber ja, das geht für mich zusammen. Es macht Sinn, sich zu überlegen, was man oft und viel konsumiert und dann entsprechend einzukaufen, um ein erneutes Aufsuchen eines Supermarktes bleiben lassen zu können. Gerade als Mehrpersonenhaushalt in dem bestimmte Nahrungsmittel oft und viel verzehrt werden, lohnt eine passende Lagerhaltung und ein entsprechender Großeinkauf. Wer einen Ansatzpunkt für eine sinnvolle Vorratshaltung benötigt, klickt hier.

  7. Andere Zeiten, andere Orte
  8. Wie gesagt, normalerweise geh ich immer abends in den 3 min. entfernten Supermarkt einkaufen. Da war immer Schlange oder von Türstehern angemeckert werden. Also habe ich die Lage beobachtet und auch mal bei Geschäftsinhabern erfragt, wann denn viel los ist oder nicht. In meinem Viertel tauen alle erst so gegen 11 Uhr auf, daher ist es eine gute Zeit vorher alles zu erledigen. Heute war ich um 7:15 Uhr in einem anderen Supermarkt ein paar Straßen weiter einkaufen und der Laden war LEER. Ein Traum!
    Frage also in deinem Supermarkt wann am wenigsten los ist. Du kannst auch deinen Supermarkt in der Nähe bei google eingeben und siehst dann rechts, wann die Stoßzeiten sind und wann es leer ist. Such dir eine Zeit aus und prüfe, ob das stimmt und für dich angenehm ist. (So mach ich das übrigens auch mit allem anderen Einrichtung, z.B. Schwimmbad oder Museum. Supergut auch für die Urlaubsplanung)

  9. Müllfrei einkaufen
  10. So gut es geht abfallarm einkaufen bedeutet: Keine Supermärkte sondern Wochenmarkt, Gemüsehändlerin oder Zero Waste Laden. Kleiner Laden, lokale Unterstützung, kein bzw. kaum Müll, keine kreischend-bunten Werbeaufsteller oder bunte Etiketten, keine nervige Musik, übersichtliches Sortiment


Hier noch ein paar weitere Goldies aus dem Archiv:

Der Klamotten-Kalender zur Vorbereitung
Online-Shopping, Minimalismus und Umweltschutz
Einkaufen, minimalistisch
Secondhand-Shoppingtipps


Verrate mir: Hat sich durch Corona deine Einkaufsroutine schon geändert? Ist dir das egal? Was machst du dir einfacher?

Übrigens, meinen microblogging-social-media-mashup-blog-Kanal findest du auf Telegram: https://t.me/fraudingdongsleben

Neue Krise, neue Chancen – Minimalismus reloaded

Minimalismus, Klappe, die Dritte.

Die Welt steht still, die Menschen verstecken sich zwischen Türmen aus Pastaboxen und Klopapierrollen. Jeder der laut niest, hustet oder eine Haltestange im Bus anfasst, wird mit empörtem Blick zurecht gewiesen. Es ist Frühling in Deutschland, im Zeichen des Coronavirus.
Willkommen in der Zukunft.

Nach 2 Wochen Dauerberieselung durch „Liveticker“ auf allen Kanälen war mein Hirn so voll, dass ich gestern in der Natur war. Dort gabs keine Nachrichten und ich konnte Nachdenken und in meinem Gehirn sortieren.

Red Cross Christmas Parcels / 1952. Photograph. Britannica ImageQuest, Encyclopædia Britannica, 25 May 2016.
Accessed 16 Mar 2020.

Funfact: Ich bin unfähig, mir die nächsten zwei Wochen vorzustellen. Ich kann nur langfristig denken und mich nicht gut auf Details konzentrieren. Also denke ich an die Zeit nach der Pandemie, falls es sie gibt, und ich frage mich, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird. Denn plötzlich scheint alles möglich, was in den letzten Jahren frustriert im Zuge des Klimawandels gefordert, verhandelt und ausgedacht wurde.
Plötzlich gibt es Ansagen der Politik. Mobilität wird eingeschränkt, wir sollen zu Hause bleiben. Keine Hamsterkäufe tätigen, Ruhe bewahren, Treffen abblasen. So viele Ansagen ist man gar nicht gewöhnt.
Aber die hätte man sich oftmals gewünscht: Auf unnötige Reisen wegen CO2 Ausstoß verzichten. Home-Office is okay, bitte allen ermöglichen. Bitte denkt an Mehrweg-Geschirr, wer Einweg nutzt und erwischt wird, zahlt Strafe.
Plötzlich geht alles, was vor ein paar Wochen noch als UNMÖGLICH angesehen wurde.

Faszinierend, oder?

Das Leben so wie wir es kennen, ist ausgesetzt. Wir sind im Warte-Modus. Sind vorsichtig und kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, den man weder riechen, hören noch schmecken kann.
„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es mich/uns erwischt“ denke ich und gehe mit der Angst spazieren.

Und doch, da, mitten in der Krise, sehe ich die Chance blühen wie die sich ausrollenden Blättchen an den Bäumen und Sträuchern, denen der Virus völlig egal ist:
Die Chance, etwas ganz bewusst anders zu machen als bisher.
Das ist ein sehr großes Geschenk und eine massive Verantwortung.

Wir brauchen einen angespannten, vorsichtig-produktiven Optimismus, damit wir da heil durchkommen. Das Beste daraus machen und gucken, wie sich das für uns anfühlt.

  • Ist mein Job home-office tauglich? Ist er überhaupt zukunftstauglich, oder kann die Gesellschaft auch darauf verzichten!? Will ich was anderes machen und merke ich das jetzt erst, dass er mir gar nicht fehlt? Was und wie kann ich anders arbeiten?
  • Muss ich immer durch die Welt jetten? Für Meetings und Geschäftsreisen sind E-Mails und Videotelefonie doch gar nicht so schlimm, wie man immer dachte und vielleicht sogar besser?
  • Reicht der Urlaub zuhause in der Heimat auch? Oder muss es immer für das beste Instagram-Bild von möglichst weit weg sein? Was erwarte ich von „Urlaub“ und „Erholung“? Für wen mache ich das? Geht es auch anders? Was entspannt mich eigentlich?
  • Wie sieht mein Sozialleben aus? Was brauche ich, damit ich mich wohlfühle? Oder ist es auch ganz schön mal, nicht immer irgendwo sein zu müssen?
  • Kann ich Langeweile aushalten und was macht das mit mir?
  • Wie schnell ist mein Leben und ist langsamer nicht besser für mich/meine Familie/meine Partnerschaft?
  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?
  • Wie viel von dem Zeug daheim tut mir gut? Muss ich wirklich hamstern und mich eindecken oder kann ich das nutzen, was ich habe? Was fehlt mir, was brauche ich wirklich?

Wir erproben anders zu lernen und arbeiten als sonst.
Wir erproben einen ÖPNV ohne Kontrollen.
Wir erproben eine neue Wir-Kultur.
Wir erproben neue Konsummuster.
Wir erproben eine neue Umwelt.

Manchmal muss man das Leben einfach ausprobieren. Wann, wenn nicht jetzt?

Offline ist das neue Bio

(Achtung, random Gedankengeschwurbel, noch nicht zu Ende gedacht)

Vor mir ging ein junger Mann, mit einem Button an seinem Rucksack. Auf dem Button stand: „Offline ist das neue Bio“.

Ich musste darüber kurz schmunzeln.
Mein erster Gedanke war „stimmt!“ – mein zweiter Gedanke war: „Nicht für jeden“.

Im Internet ist es kalt geworden.
Ich muss mich wärmer anziehen.

Es ist so: Ich bin Offliner geworden. Ich mag das echte Leben da draußen jetzt lieber als das Internet. Es ist ruhig da draußen. Langsam.
Das Internet kommt mir langweilig und kreischig vor, alles ist zu viel, ich komme nicht mehr mit. Ich will ehrlich gesagt auch nicht mehr mitkommen, weils keinen Spaß mehr macht.
Ab und an verklicke ich mich und lande auf Twitter und bin richtig schockiert. Ich verstehe nicht mehr, wie ich das damals gemacht habe. Wie habe ich das ausgehalten?
Ständig frage ich mich, wie die anderen das aushalten. Und nein, mich wunderts nicht, wie die Welt da draußen is, wenn sich alle im Internet nur über irgendwas aufregen und oberflächlichen Kackmüll austauschen.
Wie kriegen die das hin? Diese Aufreger-Hate-Entertainment Kultur auf Twitter, Facebook und Instagram, dazwischen die ganze Werbung und Pop-ups und natürlich: zwölftrilliarden Mal das Rad neu erfinden, ein endloses Wiederkauen von Ideen, die es schon immer gab. Also wie geht das? Dieser „Spam“, das andere Ich im Internet, in Einklang zu bringen „mit dem da draußen“, in der offline Welt??
Wie geht das, sich nich selber zu langweilen mit den blöden Postings auf Instagram? Das Teilen von Gedanken von Gedanken auf die man kein Feedback bekommt? Dieses Flüchten vor Leuten, die einem etwas andrehen wollen…

In meinem Notizbuch befinden sich so viele Blogartikel-Ideen, dass ich vermutlich schon das komplette nächste Jahr vorplanen könnte, aber – erstaunlicherweise – habe ich überhaupt kein Mitteilungsbedürfnis mehr. Gedanken für sich allein reflektieren, ohne sie in einen virtuellen Raum hinauszupressen…das fühlt sich gut an. Es ist geheim. Es hinterlässt ein warmes Gefühl in meinem Herzen.

Ich frage mich, ob mein Blog noch ein Lagerfeuer sein kann, oder ob ich es aufgebe. Es ist mir bis jetzt nicht gelungen, eine frische Bloggingroutine auszudenken, die mich selber wieder inspiriert oder ob das Thema Bloggen 2020 einfach tot ist.

Keine Ahnung was passiert. Ich erkunde erstmal weitere Möglichkeiten. In der echten Welt.

Blogpause, leider.

Tut mir Leid, es geht nicht anders. Ich wusste zwar, dass der Oktober heftig wird, aber das er mich so überfährt, konnte ich nicht ahnen. Und es is noch nicht vorbei! Ich weiß nicht, wann ich dazu komme mit Gehirnschmalz und Formulierungsmuse einen sinnvollen Blogbeitrag zu schreiben (Themen hätte ich genug), auch eine Linksammelei für den Wochenrückblick gestaltet sich schwierig.
Vielleicht geschieht ein Wunder. Vielleicht passiert auch erstmal November.

Bis dann,
FDD

Wochenrückblick KW40/2019

Hach, was ist das für ein herrlicher Herbst da draußen? Ich war heute wandern im Büsenbachtal und in der Heide gibt es sogar „Berge“! Weite Heidelandschaften, Wolkenbilder, Fliegenpilze, Hunde, Pilze in allen Stadien und wenig Menschen…ein toller, kurzer Ausflug.

Genug der Naturschwärmerei, es folgen die Links der Woche:

Zuerst ein mal das Gespräch über Mode der Zukunft. Du kannst auch gerne mitchatten.

How to handle others people’s bad moods like a pro Da sind ein paar gute Tipps dabei. Vor allem Nr. 3 würde ich mir häufiger wünschen.

Erinnert ihr euch noch an Boyan Slat, der Niederländer, der mit 18 diese Meeresmüll-Sammelsache Ocean Cleanup angestoßen und erfunden hat? naja, der Prototyp wurde getestet – und es funktioniert!

Die Notfalldose im Kühlschrank

Was denken eigentlich Kunstwerke, wenn keiner hinschaut? :D Witzige kurze Clips bei denen man auch noch was über Kunstwerke lernt.

Ich bin übrigens eine von den Verrückten, die sich im Herbst schon wieder Gedanken um einen Kalender für das neue Jahr machen. Mein Ziel für 2020 ist, meinen Filofax zu verschlanken (wobei meiner eher moderat vollgepackt ist), mehr vorhandenes Papier nutzen (Schmierzettel, Post-its usw.) und so wenig wie möglich Neues dazu kaufen. #minimalismus und so. Dieses Jahr habe ich ein Wochenformat benutzt, um herauszufinden, wie es mir tagtäglich so geht. Das war sehr erkenntnisreich, ist aber nicht mehr nötig. Dieses Bulletjournal-Zeugs ist zwar interessant, aber für mich leider auch ziemlich unbrauchbar. Und was machen die Franzosen? Die nennen das #Bujofax und das sieht für meine Belange dann doch interessant aus.

Naiv wie ich bin, dachte ich, dass Carbonfaser Prothesen der heiße Scheiß sind, aber nein! Drucksensoren auf Beinprothesen lassen den Untergrund fühlen. Ein gewaltiger Schritt.

Das wars schon. Auf in die neue Woche!

To Do – im Oktober

Guten Tag und ein herbstliches Willkommen zu den letzten 3 Monaten im Jahr!
Das August-Motto war ja „Entdecken und Entdecker“ und genau das habe ich im Urlaub auch getan. Ich hab mir ein paar Ecken im Harz angeguckt, wo keine Menschen sind, wunderschön in Quedlingburg gewohnt und den Rest des Sommers genossen. Es war traumhaft! Den zweiten Teil des Urlaubs habe ich in Hamburg verbracht und das war auch gut, auch wenn ich da hätte mehr draus machen können.
Vom Urlaubsfeeling ist jetzt eigentlich nicht mehr so viel übrig und der Oktober bietet ganz andere Herausforderungen.
Eigentlich habe ich meine Arbeitszeit gekürzt und montags immer frei (weil #minimalismus und so), aber es gibt so viele Planungstreffen für 2020, dass ich nicht drum herumkomme und ab und zu meinen freien, heiligen Montag dafür opfern muss. Es geht für mich im Oktober also hauptsächlich um Spaß und Entspannung.
Gleichzeitig mache ich in meinem Betrieb die „Global Challenge“ mit. Das ist ein Gesundheitsprogramm von virginpulse, bei dem man in 7er Teams gegeneinander antritt und möglichst viele Schritte „sammeln“ muss, damit man als Team gemeinsam einmal um die Welt geht. Das ist natürlich alles virtuell, aber die Schritte zeichnet man mithilfe eines Trackers auf.
Mit einer gesunden Portion Sportsgeist komme ich da bisher gut durch und es ist ziemlich interessant, was da mit mir passiert. Ich steige nicht nur 1 Haltestelle vorher aus, sondern in einem anderen Viertel :D Ich gehe also nicht nur meine 10.000 Schritte im Arbeitsalltag, sondern auch noch extra 5000 durch Umwege. Wandern und Schwimmen kommt dann noch obendrauf.
Oh und das Ganze dauert übrigens 100 Tage, in der Hoffnung, dass sich in dieser Zeit ein neuer Lebensstil mit mehr Bewegung einschleicht.
(Wenn du dich dafür interessierst, sprich mal deine Vorgesetzten an)

Für mich ist das ganz schön aufregend und passt perfekt zu meinem Jahresmotto

Was ich außerdem noch vorhabe:

  • meine persönliche Schritte Bestleistung überbieten. Ich muss zwischen dem 3.10 und 6.10. an einem der Tage mindestens 28.758 Schritte machen.
  • als Etappenziel habe ich 20.000 Schritte eingegeben…
  • einen neuen Rucksack finden, weil sich meiner auflöst :(
  • Cosplay! (ich gehe als „Hilda“)
  • Downton Abbey und Ad Astra im Kino anschauen
  • die neue Ausstellung im Bucerius Kunstforum angucken

So, und weil in meinem Umfeld schon wieder alle von „Herbst-Depressionen“ anfangen…gibts es nun die nächste

Sammle Memes, Bilder, Zeitungsausschnitte, Gifs, Videos (z.B. von Tieren oder Babys) – alles was dich zum Lachen bringt oder dir ein warmes Gefühl im Brustraum gibt und lege ggf. einen Ordner dafür an. Teile mind. einmal am Tag mit jemanden etwas, was fröhlich macht. Bonuspunkte gibt es dafür, wenn du es einem besonders mürrischen Mitmenschen zeigst. Guck, was passiert. Wie reagiert diese Person? Dokumentiere diese Reaktionen.

Nimmst du diese Quest an?

(Was daraus geworden ist, steht dann in der nächsten To Do Liste bzw. in meinem Channel, Accountability und so)

Wochenrückblick KW39/2019

Die Hand funktioniert prächtig, nur leider hat sich heimlich und sehr tückisch am Mittwochabend eine Erkältung angeschlichen, die mir ein Extra-Leben abgezogen hat. Mein Energiebalken ist fast leer und ich kann kaum mehr hören, weil mir der blöde Schnupfen alles dicht macht…
Es. NERVT!

Was bleibt da übrig, ausser mal wieder durchs Internet zu steigen? Genau:

Dieser Artikel über Gewohnheiten war sehr interessant! Gerade bin ich durch die global challenge dabei, das auch zu erforschen.
dazu passt die Frage, wie man eigentlich Fortschritt fühlen kann?

Musterbrecher

We’re Taking More Photos Than Ever—but Do We Still Treasure Them?

Dieser Film hat mir sehr gefallen.

In letzter Zeit höre und lese ich überall, dass wie wild Bäume gepflanzt werden oder Wälder gerettet werden sollen. Ja, schön und gut denk ich – aber warum jetzt? Is doch bekannt, dass Bäume toll sind und uns Luft für ein ganzes Leben schenken…
Naja. Jetzt hab ich die Antwort: Viele Bäume = weniger Klimakrise. Hat ne neue Studie ergeben.

Alt, aber gut: Auch wenn man für eine Halbjahresbilanz schon spät dran ist, sollte man sich mal kurz die Zeit nehmen und reflektieren, ob das mit seinen Zielen noch so hinhaut.

Soundtrack der Woche

Das wars. Ich werf jetzt ne Erkältungskapsel ein und wünsch euch beste Gesundheit!

Gesehen im August und im September

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Gesehen hab ich im August und September auch nicht viel…dafür war ich von dem wenigen sehr begeistert :D

„Shazam!“
Billy, Pflegekind und chronischer Ausreisser will seine Mutter finden. Dabei kommt ihm ein Zauberer in die Quere, der ihn als Champion aussucht. Billy erhält Kräfte wie ein Superheld und geht erstmal fleißig damit angeben. Dabei verscherzt er es sich nicht nur mit seinen Geschwistern sondern auch mit Dr. Sivana…
Fazit: launig, modern, ziemlich spaßig.

Fast & Furious: Hobbs and Shaw
Spin-off zur Fast & Furious-Reihe Zwei Jahre Fast & Furious 8 müssen sich der Bundesagent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) und der ehemalige britische Militärsoldat Deckard Shaw (Jason Statham) zusammenschließen, um dem perfekten Super-Bösewicht Brixton (Idris Elba) das Handwerk zu legen. Das gefällt ihnen nicht.
Fazit: Bäm! Der Film hat alles, was es braucht, um mich fröhlich hopsend aus dem Kino zu entlassen: Explosionen, blöde Witze, Dwayne Johnson und Jason Statham, coole Stunts, spektakuläre Verfolgungsjagden, einen genialen Idris Elba, völlig absurde Bilder und als Sahnehäubschen obendrauf auch noch Ryan Reynolds und Kevin Hart. Hoffentlich machen sie noch 5 Milliarden andere Filme.

Alita: Battle Angel
Dr. Ido findet in den Trümmern unterhalb der Himmelsstadt Zalem einen Teil eines weiblichen Cyborgs. Er bastelt sie zusammen und nennt sie „Alita“. Leider kann sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Sie freundet sich mit Hugo an und verbringt ihre Nachmittage damit, Motorball zu spielen. Doch immer wieder kehren durch Flashbacks Erinnerungen zurück und sie ahnt, dass sie ein größeres Schicksal zu erfüllen hat. Alita forscht nach und das bleibt nicht unentdeckt. Auch Nova, Herrscher auf Zalem, wird auf sie aufmerksam.
Fazit: der Anfang des Films war langweilig und wurde eigentlich nur durch die Figur der Alita getragen. Allerdings waren die Bilder ziemlich nah am Comic und ich glaub das könnte den Lesern des Comics supergut gefallen. Ansonsten: Coole Actionchoreografie und die Mischung aus Naives Teenager-Girly und knallharter Cyborg Panzerbrecher-Kämpferin war sehr interessant. Bin gespannt auf den 2. Teil.

Once upon a time in Venice Beach
Steve Ford, ein Ex-Cop, verdient seinen Lebensunterhalt in Venice Beach als Privatdetektiv. Aber eigentlich will er nur ein entspanntes Leben, weshalb sein Assistent die meiste Arbeit macht. Steve geht surfen und skateboarden, versucht Kinder von Drogen abzuhalten,trifft sich mit Kumpel Dave oder geht mit seinem Hund spazieren. All das ändert sich jedoch schlagartig, als sein Hund Buddy von einer bekannten Gang entführt wird. Steve beschließt, sich auf seine Fähigkeiten zu besinnen und sich ins Gangster- und Drogenmilieu zu stürzen. Das bleibt nicht ohne Folgen. Und eigentlich muss er sich noch um andere Aufträge kümmern..
Fazit: Der Film ist so schräg und absurd, dass er schon wieder Spaß macht. Ich wurde sehr gut unterhalten, könnt jetzt aber nich sagen, was da genau los war :D

Gelesen im August und im September

Ja, es ist nicht Mittwoch. Die Hand ist zwar heil, aber jetzt bin ich erkältet und nur am Abschlaffen…ich tipp das schnell hier hin und verkriech mich gleich wieder ins Bett.

Der August war ja mein Urlaubsmonat und davon bin ich die meiste Zeit draußen gewesen. Abends war ich durch das Wandern so müde, dass ich dann auch nicht so viel lesen konnte und von diesem Zustand bin ich in eine richtige Leseflaute gerutscht. Mal sehen wann ich da wieder rauskomme. Die Liste sieht entsprechend aus.

„Die letzte Crew des Wandersterns“ von Hans-Arthur Marsiske
2028, Alltag auf der ISS: Die dort lebende Crew macht alles zur endgültigen Stilllegung fertig. Daher gilt es aufzuräumen. Beim Beenden der Testreihen und Experimente machen die Wissenschaftler bei einem Experiment mit Marsproteinen eine unerwartete Entdeckung. Parallel dazu beobachtet Jaija, Mitglied und „Seherin“ eines Naturvolks auf einer einsamen Insel, fern von jeglicher Zivilisation den ständig vorbeiziehenden „Wanderstern“. Ob das ein Zeichen ist? und wenn ja, welches?
Fazit: ich mochte es, aber ich kann es nicht so richtig weiterempfehlen, da es viel zu speziell ist. Für Fans von Kubriks 2001 oder der ISS ist es bestimmt sehr lesenswert. Stellenweise musste ich oft auch an die Bilder aus „Gravity“ denken. Ich mochte die Ideen die darin steckten, die nicht nur das Fachwissen des Autors sondern auch philosophische Betrachtungsweisen zulassen. Insgesamt war es mir aber dann doch zu wenig emotional und ich hätte dann doch mehr Drama erwartet, aber andererseits passiert das bei Astronauten, die ja bekanntlich Nerven aus Stahl haben, wohl nicht.

„Der Würfel“ von Bijan Moini
Der Würfel, eine alles durchdringende KI, bestimmt das Leben der Menschen in Deutschland. Für das Grundeinkommen ist gesorgt, es steigt, wenn man einen hohen Pred-Score hat. Je höher der Score, desto mehr kann der Würfel das Verhalten vorausahnen und entsprechend Vorschläge zu einem guten und gesunden Leben unterbreiten. Dann bekommt man auch noch mehr Geld und kann sich schöne virtuelle Tapeten „smalen“ oder mit seinen „smeyes“ und „smears“ die Obdachlosen aus den Straßen oder Schimpfwörter ausblenden.
Taso macht da nicht mit. Er ist Offliner und Gaukler. Seine Entscheidungen trifft er zufällig um seinen Predscore möglichst niedrig zu halten. Das klappt gut, aber viele Freunde hat er nicht und es gibt deshalb auch regelmäßig Differenzen mit seinem Bruder Peter, der „drin“ ist. Er lebt mehr schlecht als recht. Dann kommt allerdings unerwarteter Besuch: Jugendfreundin Dalia ist aus einer Offline-Sekte geflohen und will nun ein schönes Leben in Freiheit. Taso hilft ihr beim Eintritt in die Würfelwelt und das stellt sein Leben so ziemlich auf den Kopf…
Fazit: also es liest sich spannend wie ein Film. Ich hoffe, dass das Buch verfilmt wird. Es hat mich an eine Mischung aus „Blade Runner“ und „Minority Report“ erinnert und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Tolle Charaktere, gute Ideen und jede Menge grausliches „ah omg“ Gefühl. Ich fand das alles sehr realistisch, gut durchdacht und kann es daher nur empfehlen.


„Die Harz-Reise“ von Heinrich Heine

Student Heine kehrt Göttingen den Rücken und wandert in den Harz. Dort macht er nicht nur Bekanntschaft mit der Natur, sondern trifft auch nette Mädchen. :D
Fazit: wer mal in den Harz fährt sollte Heines Harz-Reise unbedingt lesen. Es ist kurz und ganz schön sarkastisch gewürzt, ich hab gut gelacht und wusste gar nicht, dass Heine so bösartig sein kann. Toll!

„Die Kunst, einfach gut zu sein“ von Robert Twigger
Robert Twigger ist Philosoph und kann das perfekte Omelett machen. Naja. Für seine Verhältnisse. Er nennt das „Mikromeisterschaft“ und davon gibt es viele. Die Idee hinter dem Buch ist, kleine Erfolge zu haben statt ständig große Anstrengungen zu machen. Wie das genau geht und warum das Vorteile bringt erklärt Twigger mit netten Illustrationen (zeichnen ist auch eine Mikromeisterschaft, btw) in seinem Buch.
Fazit: Sehr inspirierend und motivierend. Hab ich sehr gerne gelesen!

„Duell im ewigen Eis: Scott und Amundsen oder die Eroberung des Südpols“ von Rainer-K. Langner
Bekanntlich weiß man ja, dass die Norweger unter Amundsen die ersten am Südpol waren. Scott kam mit seiner Crew enttäuscht an und schaffte kaum mehr den Rückweg, während es für Amundsen eher ein Skiausflug war. Was da genau schiefgelaufen ist bzw. was die Expedition zum Erfolg führte, erfährt man in diesem (kurzen) Buch
Fazit: selten hat mich ein Buch so mitgenommen wie dieses! Ich musste darüber so viel reden und nachdenken…tu dir den Gefallen und lies es auch. Es sind nur 224 Seiten aber diese sind voller Drama, Arroganz, falschen Einschätzungen, Mitgefühl und Zorn.


„Space Girls“ von Maiken Nielsen

Juni wächst in den 50ern in New Orleans auf. Wenn sie nicht gerade irgendwo hin rennt, will sie fliegen, also macht sie unter den Fittichen von Stiefvater Ben mit 17 ihren Pilotenschein. Sie fliegt mit anderen Frauen Rennen und hat als Vorbild Jerry Cobb, die wiederrum von Dr. Lovelace gefragt wird, ob sie am Mercury Programm zur Astronauten Ausbildung teilnehmen will. Jerry zögert nicht lange und sagt zu. Wie gut das Dr. Lovelace noch andere Frauen für sein Testprogramm sucht.
Derweil überschattet ein dunkles Geheimnis Junis Familie…
Fazit: sehr lesenswert. Über das Mercury Programm weiß man ja einiges, von den Frauen, die als Mercury 13 Team getestet wurden fast gar nichts. Dieser Roman bietet einen idealen Einstieg und vermischt empathisch und spannend eine Flucht- und Familiengeschichte aus dem zweiten Weltkrieg mit dem amerikansichen Space-Race Gefühl der 60er unter Wernher von Braun und den Apollo Missionen. Hat mir sehr gut gefallen.

Welchen spannenden Roman hast du zuletzt gelesen?