Gesehen im Oktober

31 Oktober, 2014 — 10:09am

The Machine
Kybernetiker Vincent entwickelt für das Militär Roboter mit künstlicher Intelligenz, die im Krieg zwischen dem Westen und China den Sieg einbringen sollen. Hilfe erhält er von der jungen Programmiererin Ava. Gemeinsam scannen sie Avas Bewusstsein und experimentieren mit den Robotern. Als eines Tages ein Cyborg Ava um Hilfe bei der Befreiung bittet, kommt Ava dem Geheimnis der Forschungsanlage auf die Spur. Kurz darauf wird sie ermordet. Ein Roboter wird nach der Ermordung Avas mit deren Persönlichkeit versehen. “Maschine” bekommt daraufhin Bewusstsein und entwickelt moralische Werte. Dies wird zum Problem für das Militär…
Fazit: sehenswerter Sci-Fi Film aus Großbritannien. Caity Loitz als Cyborg ist großartig. Düster, spannend, teilweise gruselig. Schöne Soundscapes. Von der Stimmung erinnert der Film sehr an Blade Runner.

American Hustle
USA, in den 70ern: Trickbetrüger Irving Rosenfeld macht mit Hilfe seiner Geliebten Sydney ordentlich Knete, in dem sie Verbindungen zu britischen Banken vortäuschen. Eines Tages werden sie von FBI-Frischling Richie DiMaso überführt, der sie zwingt, mit ihm zusammenzuarbeiten um die großen Fische dingfest zu machen. Sie hecken einen Plan aus, doch das geht gründlich schief. Oder wirkt es nur so?
Fazit: Tolle Ausstattung, toll geschauspielert, fiese Frisuren. Trotzdem sprang bei mir der Funke nicht über. Der Film ist zwar als Drama deklariert, aber ich hätte mir ein bisschen mehr “Oceans Eleven” gewünscht.

47 Ronin
Die Geschichte der 47 herrenlosen Samurai. Ich erspar mir die Inhaltsbeschreibung und verlinke faul auf Wikipedia. Mit Keanu Reeves
Fazit: Fällt leider in die Kategorie: “kann man sich anschauen, muss man aber nicht” Schade. Die Geschichte ist ansich episch, die Bilder und Effekte sind toll, aber irgendwie plätschert alles vor sich hin und Keanu Reeves Rolle ist eher nebensächlich. Das Ende lässt mich auch kalt.

Der 100-jährige der aus dem Fenster stieg und verschwand
Buchverfilmung nach dem gleichnamigen Bestseller von Jonas Jonasson.
Der alte Allan flüchtet an seinem 100. Geburtstag aus dem Altenheim und stolpert in ein neues Abenteuer. Ein Koffer voll Geld, ein paar Leichen zwischendurch, ein Elefant on tour und leckere Melonen.
Fazit: sehenswerte Buchverfilmung, klasse Roadmovie. Ich hab sehr gelacht, die Umsetzung fand ich gelungen. Klar fehlen einige Abenteuer aus Allans Erzählung, aber das macht nichts.

Chuck, Staffel 3
Fulcrum ist erledigt, doch Chuck hat ein neues Problem: Der Intersect 2.0 hat sich in sein Gehirn geladen und befähigt ihn zu Dingen, von denen er bisher nur geträumt hat! Er beschließt daher sein altes Loser-Leben hinter sich zu lassen. Er will ein echter Spion sein und fängt seine Ausbildung an. Doch schon hat es eine andere CIA-Splittergruppe die sich “Der Ring” nennt auf die Intersect-Technologie abgesehen….
Fazit: Die Serie bleibt auch in der dritten Staffel gewohnt frisch und actionreich. Diese Staffel war bisher die Lustigste, man merkt den Schauspielern an, dass sie Spaß bei der Arbeit hatten. Großes Lob an Chuck-Darsteller Zachary Levi, der den Spagat zwischen Nerd und Spion super hinkriegt.

absolutley fabulous, Staffel 1
Edina und Patsy sind High-Society Ladies und im Modebusiness, irgendwie. Denn außer wilde Parties schmeissen, saufen, koksen, kiffen und verkatert irgendwo aufwachen machen sie nicht viel. Und das, was sie machen, geht meistens total schief.
Fazit: total crazy, ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Einige Sketche fand ich ziemlich witzig, andere entlockten mir nur ein müdes Gähnen…aber ich mochte auf jedenfall den 90er Jahre Trashlook :D

Divergent – Die Bestimmung
Nach dem großen Krieg ist Chicago umzäunt und abgekapselt. Die Gesellschaft hat sich in 5 Fraktionen aufgeteilt: die Altruan (die Selbstlosen, stellen die Regierung), die Ferox (die Furchtlosen, Polizei & Militär), die Ken (die Gelehrten, Wissenschaft), die Candor (die Freimütigen, Justiz) und die Amite (die Friedfertigen, Landwirtschaft & Verwaltung).
Mit dem 16. Lebensjahr muss sich jeder einen Test unterziehen, um herauszufinden, welcher Fraktion er zukünftig angehören wird.
Auch Beatrice, die bei den Altruan aufgewachsen ist, muss sich diesem Test unterziehen. Doch das Ergebnis lautet: Unbestimmt. Diese Sorte ist gefährlich. Sie entscheidet sich für die Fraktion Ferox und muss sich ihren Platz dort erst erkämpfen.
Fazit: Ach ich weiß nicht. Der Film funktoniert, hat zumindest genügend Spannungsbögen um dabei zu bleiben. Irgendwie ne coole Story, aber mich nervt bei diesen Teenagerfilmen dieses epische Ausbreiten von Selbstfindungen, Zugehörigkeitsgefühlen und das obligatorische “Respekt verdienen” innerhalb einer bestimmten Gruppe, dabei immer schön keusch bleiben, ne? Die Bösen sind Böse, die Guten sind gut, blabla. Und dann versagt der Film in kritischen Situationen komplett….ich verstehe das nicht. Bin wohl zu alt dafür. Die Bücher kenn ich nicht.

Mein Freund Harvey
Der etwas seltsame Elwood stellt auf einer Party seinen Freund Harvey vor. Harvey ist ein großer, weißer Hase – und unsichtbar. Seine Schwester Veta beschließt, ihn in eine Irrenanstalt einweisen zu lassen, wird jedoch aufgrund eines Mißverständnisses selbst eingewiesen. Nachdem dieser Irrtum aufgeklärt worden ist, macht man sich auf die Suche nach Elwood und Harvey. Erst kurz vor der Spritze, die ihn wieder „normal“ machen soll, akzeptiert Veta den unsichtbaren Freund ihres Bruders.
Fazit: sehenswerter Klassiker mit einem charmanten Jimmy Stewart.

Was hast du dir im Oktober angeschaut?

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Gelesen im Oktober

29 Oktober, 2014 — 8:46pm

Dieser Monat hab ich eigentlich nur ziemlich viele Comics gefressen. Wenn dich das also nicht interessiert, brauchst du gar nicht weiterlesen :D

“Der Fremde” – Graphic Novel nach Albert Camus gleichnamigen Roman von Jacques Ferrandez
Ein junger, introvertierter Mann namens Meursault beerdingt in der Hitze Algeriens seine Mutter und beginnt tagsdrauf eine Liebschaft mit der schönen Marie. Meursault lebt emotionslos und routiniert seinen Alltag. Auch als sich sein gewalttätiger Nachbar mit ihm anfreundet und ihn anstachelt, ihm bei einem “Freundschaftsdienst” zu helfen, bleibt Meursault kühl und distanziert, lässt sich aber breitschlagen. Das Unglück nimmt seinen Lauf.
Fazit: auch wenn die Figuren manchmal etwas hölzern wirken, hat mir der Zeichenstil mit den vielen Aquarelllandschaften sehr gut gefallen. Mir gefiel außerdem gut, dass die Doppelseite zunächst als Einleitung eine Landschaft hatte, um die dann die einzelnen Panels gruppiert wurden. Insgesamt also lesenswert, wobei ich bestimmt mehr davon gehabt hätte, wenn ich den Roman schon mal gelesen hätte….

Hilda und der Mitternachtsriese von Luke Pearson
Hilda lebt mit ihrer Mutter zurückgezogen am Stadtrand, nahe den großen Bergen. Als eines Tages ihr kleines Häuschen von Drohbriefen und mit Steinen bombadiert wird, reicht es Hilda! Sie will nicht umziehen, sie findet es gut dort. Nur gefällt das leider den kleinen Bewohnern des Waldes nicht. Sie macht sich auf die Suche nach den Übeltätern und trifft dabei auf erstaunliche Gestalten.
Fazit: wunderschöne und witzige Geschichte voller Poesie, toll gezeichnet und ein cooler Mädchencharakter! Hilda ist klug, mutig und selbstbewusst und es macht Spaß ihr in dieses Abenteuer zu folgen. Wer die Mumins mag, sollte sich mal diese Comics genauer anschauen.

50 Klassiker Comics von Andreas C. Knigge
Der Titel ist Programm: 50 Comicklassiker von den Anfängen bis jetzt werden dargestellt, mit vielen Fakten, Kurzbiografien und Bildern untermauert. Es gibt außerdem ein Register und ein Glossar.
Fazit: lesenswert! Was mir beim Buch “Comics!” gefehlt hat (Bilder!) ist hier reichlich und in Farbe vorhanden. Kann man auch selektiv lesen, muss man aber nicht. Klar, bei einer Auswahl von nur 50 Titeln kommen einige nicht oder nur als Nebensatz vor, irgendwo muss man eben Abstriche machen. Trotzdem ein gutes Buch um sich mal einen grundlegenden Überblick zu verschaffen. Die Faktenseiten bringen alles noch mal auf den Punkt. Die kurzen Abschnitte sind perfekt für Bus und Bahn.

Der Metronom von Eric Corbeyran und Grun
Band 1: Null Toleranz
Es beginnt mit einem Märchen: »Es war einmal ein König, der mithilfe eines Metronoms die Zeit beliebig kontrollieren und so seine Herrschaft ewig weiterführen konnte.« Nahe Zukunft. Totalitärer Staat. Das Märchenbuch findet sich in der Post des Präsidenten und sorgt für mächtigen Wirbel. Wer ist der Autor? Wer wagt es, das Regime zu kritisieren? Wer riskiert eine Gefängnisstrafe?
Zu den Regimekritikern gehören u.a. der Journalist Floreal Linman und Lynn, eine Frau, die versucht, ihren Mann zu finden, der einige Wochen zuvor zu einer Weltraummission aufbrach. Lynn bittet Floreal um Hilfe bei ihren Nachforschungen.

Band 2: Die Station im Orbit
Floreal Linman ist ein Dorn im Auge des Regimes. Er wird verdächtigt, das Märchenbuch geschrieben zu haben und verhaftet. Lynn wartet vergeblich auf Linmans Hilfe. Der wird kurz vor einer Gehirnwäsche im Gefängnis gerettet. Aber natürlich nicht umsonst. Er hat einen Auftrag. Gemeinsam mit Lynn macht er sich auf zu einer Station im Orbit, wo sie das Geheimnis lüften, das Lynns Mann umgibt. Doch die Mission scheitert…

Band 3: Selbstmorderoperation
Lynn und Linman, beide verhaftet, bekommen ein Angebot, dass sie nicht ablehnen können.

Fazit: puh, schwer zu beschreiben, wenn man nicht allzuviel spoilern will. Lesenswerte Sci-Fi Story, Band 4 ist in Vorbereitung. Es bleibt spannend. Und ja, ich gebs zu: ich finds oberaffengenial, dass Lynn fast die gleiche Frisur hat wie ich :D

Madie und die Liebe von Damien Raymond, Mathias Mercier, Paul Filippi
Madie lebt mit Edouard zusammen, von dem sie sagt, er sei der Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen will. Als sie erfährt, dass ihre Jugendliebe Fredo, der seit Jahren als tot gilt, doch lebt, spielen ihre Gefühle verrückt. Madie stellt ihr ganzes Leben und auch ihre Beziehung in Frage…
Fazit:Tolle Geschichte, direkt aus dem Leben gegriffen. Macht nachdenklich. Der lockere Zeichenstil passt ausgezeichnet.

Elfen, mehrbändige Saga von Istin und Jarry (Splitter-Verlag)
Cooles Konzept, was sich die beiden da ausgedacht haben: In verschiedenen Bänden gibt es verschiedene Geschichten, die jeweils auch von einem anderen Autor-Zeichner-Team realisiert wurden. Trotzdem hängt alles in der gleichen Welt miteinander zusammen. Jeder Band der Reihe beschäftigt sich mit einem anderen Elfenvolk, den Blau-, Wald-, Weiß-, Halb- und Schwarzelfen.
Ich habe die ersten 4 Bände gelesen.
Band 1: Der Kristall der Blauelfen
Band 2: Die Ehre der Waldelfen
Band 3: Die Weißelfe mit der schwarzen Seele
Band 4: Der auserwählte Halbelf

Fazit: Der beste Band der Reihe war für mich Band 3, obwohl das Ende irgendwie offen war, zumindest erschien es mir so. Den Zeichenstil mochte ich nicht so gerne, er ist mir zu viel Manga-Disney. Trotzdem ein tolles Storykonzept, ich freu mich auf die anderen Teile. Man kann wunderbar darin versinken und für Fantasy-/HdR-Fans ein Muss!

Global Frequency – Planet in Flammen von Warren Ellis
Eine geheimnisvolle Frau namens Miranda Zero hat überall auf der Welt 1001 Agenten der Global Frequency verteilt. Die GF ist eine privatorganisierte Spezialeinheit, die für die heiklen Fälle gerufen wird.
Fazit: ähm, tja. Das war ja totaler Mist. Und dann war dieses Zeug auch noch für den Eisner Award nominiert? Ich versteh es nicht. Die Stories waren soooo lahm! Zeitverschwendung.

Ocean von Warren Ellis
Auf dem Jupitermond Europa haben Wissenschaftler seltsame Sarkophage im Ozean entdeckt. Weil sich auch noch die Doors Corp. einmischt, wird Waffenexperte Nathan Kane zu Rate gezogen….
Fazit: war okay, aber auch nix Besonderes.

Adventure Time #2
Während Beemo Finn und Jake Roboter baut, bauen die echten Finn und Jake ziemlich viel Mist mit einer Zeitmaschine.
Fazit: Wer AT mag, muss auch die Comics lesen. Wirklich, die machen richtig viel Spaß!! Auch wenn diese Ausgabe ziemlich bekloppt ist. Naja. Sind sie eigentlich alle. Aber das Thema Zeitreisen ist echt ne harte Nummer :D

So, der Oktober ist zwar noch nicht vorbei, aber ich mach hier mal nen Schnitt.
Was hast du im Oktober gelesen? Irgendwelche Lesetipps für graue Tage?

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Wochenrückblick KW43/2014

26 Oktober, 2014 — 3:54pm

Willkommen in der neuen Zeitzone!

Gestern habe ich eigentlich nur nach nem Blog gesucht (den ich leider nicht wieder gefunden habe), aber dann kam ich plötzlich bei “Cyberpunk-Musik” raus und dann habe ich gelernt, dass das Zeug “Glitch Hop” oder “Wonky” oder “Aquacrunk” heißt.
Musikgenres kapiert eh kein Mensch, aber die Musik ist heißer Scheiss. Ach ja, und so tanzt man dazu.

Richtig cool finde ich ja auch Lazerhawk. Wer Kraftwerk vermisst, sollte da mal reinhören.

Ein Zahnklammerdrama – das gut ausgeht.

Potty-mouthed Princesses sind fluchende Mädchen, die was Wichtiges zu sagen haben.

Bill Murray, meine Damen und Herren.

Ich finde diese Liste gut!:D Habt ihr schon mal jemanden getroffen, der einen Zimmerbrunnen “braucht” ?

Schönen Restsonntag!

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Social Money oder Ich kauf mir meine Freunde

22 Oktober, 2014 — 10:36am

Gestern. Im Bus. Buch vergessen. Zu dumm. Entweder andere Leute anglotzen, oder sich krampfhaft bemühen woanders hinzuschauen. Erst ein bisschen ins Smartphone geglotzt, dann aus dem Fenster. Werbung, mal wieder überall.
Dabei fiel mir eine Werbung ins Auge, die momentan fast überall hängt. Ein weißer Hintergrund, ein paar Skribbles, nette -wie immer- langweilige und gutaussehende Leute, die in ihr Handy Smartphone lächeln und darüber die Aufforderung man solle doch seinen Freunden “schnell und einfach” vom Handy aus das Taxi bezahlen, schon mal das Geld für die Kinokarten rüberschicken oder die Restaurantrechnung begleichen.

Mein konsumkritischer Reflex:”Hääää? warum sollte ich das denn tun?”

Meine Freunde haben Geld, ich lade auch gern mal jemanden ein. Das ist nicht das Problem. Ich kann auch meinen Freunden Geld pumpen, das ist auch nicht das Problem.

Ich habe ein Problem damit, wie das beworben wird. Das hat irgendwie einen faden Beigeschmack. Und ich weiß noch nicht mal genau was mich daran stört.
Da ich ja nichts zum Lesen dabei hatte, konnte ich mir ein paar Szenarien ausdenken.

Angenommen alle würden auf den Zug aufspringen und sich permanent alles Mögliche bezahlen… Was passiert dann?

Bin ich dann beliebter, weil ich immer aufgrund meiner Persönlichkeit schnell und zuverlässig irgendeine Summe auf das Telefon eines Freundes schicke? Habe ich dann mehr Freunde?
Erkaufe ich mir so Freundschaften?!
Bricht meine Clique auseinander, weil der eine mehr überweist und der andere fast nie was? Muss man das dann reglementieren, damit es gerecht für alle ist? Verwandle ich meine Freunde in monetäre Einheiten, die ICH dann (unterbewusst?) in Geizkragen oder Gönner einteile? Kommt da vielleicht irgendein seltsames Belohnungssystem raus?!

Oder was wäre, wenn das nur einen Nerv der Zeit trifft und das schon so üblich ist und ich zu den alten Säcken gehöre, die sowieso total uncool sind und alles was geil ist permanent verpassen? Ist Geld tatsächlich nur noch Nebensache? Hat ne Clique vielleicht heutzutage schon eine virtuelle Haushaltskasse, in der sich jeder einfach Geld rausnimmt, wenn er/sie es braucht.
Ist das dann “Social Money”? Nach flattr, sponsored content, bitcoin usw. ist das vielleicht nur noch der nächste logische Schritt?!

Die Busfahrt ging zu Ende, ich musste aussteigen, die Gedanken habe ich beiseite geschoben, aber loslassen kann ich sie noch nicht.

Wie würde sich das auf dich und dein Umfeld auswirken? Wäre das bei dir überhaupt möglich? Sollte ich vielleicht einfach mal die Klappe halten und mal ein Feierabendschnaps trinken? :D
Vielleicht.

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Wochenrückblick KW42/2014

19 Oktober, 2014 — 1:28pm

Joah, doch, das Wochenende war bisher sehr erholsam…kann so für den Rest des Sonntags auch so weitergehen :D
Damit du auch deine Zeit ganz famos im Internet vertrödeln kannst, hier ein paar Links, vor allem gibts heute was zu gucken:

Eine Übersicht über Bekleidungsfirmen, die in Deutschland herstellen
Es lohnt sich bestimmt, sich die Firmennamen und/oder Marken für den nächsten Second Hand Trip zu merken.

Ein schönes Video zum Thema Digital Sabbath.

Minimalismus u.a. in Australien. Das Video zeigt die sympathische Bloggerin Brooke McAlary, die die meisten wohl von ihrem tollen Blog “Slow your Home” kennen.

Und noch ein Video: Normale Frauen, die sich dank Bildbearbeitung in Covergirls verwandeln. Und ihre Reaktionen darauf.

Hab ich das hier eigentlich auch schon gepostet? Auf fluter gibts ja momentan eine Serie rund um das Thema Plastik. Diese Idee fand ich ganz besonders interessant. Das ganze Heft kann man sich übrigens in jeder Zentrale für politische Bildung kostenlos abholen oder einfach hier downloaden

Anna denkt über den DIY Trend nach.

Hm, nach diesem Artikel hab ich wieder Lust ins Museum zu gehen. “Twenty minutes these days is what three hours used to be, he noted.”

So, genug jetzt! Ein bisschen Haushalt muss ja auch noch gemacht werden :D

Schönen Restsonntag!!

comment » | müllfrei / ohne Plastik, Wochenrückblick

Sonntagsausflug: U Meiendorfer Weg bis U Volksdorf

17 Oktober, 2014 — 10:41am

Vor zwei Wochen waren Herr DingDong und ich unterwegs. Wir wollten raus, aber nicht allzu lange herum wandern. Ein Blick auf die Wanderkarte und schwupp – schon haben wir eine schöne, relativ kurze Strecke gefunden!

AusflugHHH2014

Start: U Bahn Haltestelle Meiendorfer Weg (U1)
Ziel: U-Bahn Haltestelle Volksdorf (U1)
Optional: Einkehr in der Ohlendorffschen Villa (Kaffee & Kuchen als Ziel?! immer! :D) in Volksdorf

Ich habe mit scribblemaps mal eine Karte aus meinem Gedächtnis gezeichnet. Der Waldweg bis nach Volksdorf ist ausgeschildert. Mit Klick auf das Bild landet ihr großen Karte.
HerbstwanderungHamburg

Viel Spaß beim Entdecken!

1 comment » | Fotos, Hamburg, machen, Unterwegs

Veränderung

15 Oktober, 2014 — 10:00am

1 comment » | Gedacht, Inspiration, machen

Genug Weltverbesserung?

13 Oktober, 2014 — 1:48pm

Dieser Blogbeitrag liegt schon seit Juli 2013 in meinem Entwürfe-Fach. Das Dokument war leer, es gab nur die Überschrift. Und dann war da ein schwarzes Loch, weil ich plötzlich nicht mehr wusste, worüber ich eigentlich schreiben will. Das Thema ist zu komplex. Damals war ich verwirrt, weil ich zu viel gelesen habe und ich nicht mehr wusste wo ich mich einordnen muss: Ohnmacht oder Aktionismus?

Und diese Frage beschäftigt mich auch heute noch jeden Tag. Wie wird man angesichts der Lage der Welt nicht verrückt? Krieg, Seuchen, Quälerei, Umweltzerstörung in den Nachrichten, glücklich lächelnde Kinder und Tiere auf grünen Wiesen, im Hintergrund romantisch verklärte Windräder auf Werbeplakaten. Mir ist schwindelig und ich fühle mich weichgespült.

Was soll man tun? Ist das, was man macht, überhaupt gut? Bringt das was? Oder macht es alles nur noch schlimmer? Warum lernt man sowas nicht in der Schule? Gibts da jemanden, den man fragen kann? Wie bleibt man emotional in diesem Zusammenhang gesund und robust? Wie weiter lächeln, morgens aufstehen und die Hoffnung nicht verlieren?

Ich habe in mir geforscht und notiere meine Ideen:

  • aufmerksamer Beobachter

Ich bleibe wach und aufmerksam. Das gelingt zugegeben nicht immer, aber ich versuche es. Ich beobachte und versuche herauszufinden, wo sich meine Stadt, das Land, die Gesellschaft hinbewegt.

  • informiert sein

…und die Informationen in den richtigen Kontext setzen, filtern: Ist wirklich alles so, wie es die Medien darstellen? Nein. Kein Grund zur Panik. Wird mir was verheimlicht? Dann unbedingt recherchieren.

  • Heute gut, morgen schlecht.

Diese Einstellung ist zwar bitter, aber bewahrt mich davor, völlig auszuflippen und anderen mit missionarischem Eifer auf die Nerven zu gehen. Denn alles hat Konsequenzen. Mein Handeln, mein Nicht-Handeln. Ob das, was heute gut ist, morgen auch noch so toll ist, wird sich zeigen und vielleicht werde ich es nie erfahren. Trotzdem will ich mit meinen Beinen fest auf dem Bodem der Tatsachen stehen. Gedanklich spazieren gehen und einen Perspektivwechsel vollziehen.

  • Danke

Dankbarkeit für das, was ist und für das, was ich habe. Ich bin reich. Ich brauche nichts. Ich bin sterblich und alles macht irgendwie Sinn. Das darf ich nicht vergessen.

  • Und trotzdem!

Klein anfangen, bei sich selbst. Selber denken. Was kann ich tun? Wie kann ich es tun? Wenn ich selbstverantwortlich an Sachen arbeite, die mir wichtig erscheinen, beruhigt das ungemein, denn ich habe ein klein bisschen das Gefühl der Kontrolle. Ich kann entscheiden, ob und was ich konsumiere. Ich kann wählen. Ich kann Dinge selbst herstellen, wenn ich das möchte. Ich kann es aber auch sein lassen. So oder so: Ich schreibe mit an der Weltgeschichte. Ein sehr mächtiger Gedanke.

  • Allein gemeinsam, gemeinsam allein

Es gibt sie, da draussen. Im Netz. Leute, denen nicht alles scheißegal ist. Menschen, die was bewegen wollen. Die ihr Konsumverhalten verändern, die versuchen, keinen Müll zu verursachen, die auf Demos gehen und sich an Bäume ketten. Ich bin nicht allein. Du bist nicht allein. Das ist wichtig zu wissen.

Mehr:
Lesenswert:
Wie man die Welt verändert von John-Paul-Flintoff
Selbst denken von Harald Welzer
Protest! von Kirsten Brodde

School of Life – Moods
Geschichten des Gelinges von Futurzwei

Dieser Beitrag wurde inspiriert von @hng23

Was machst du, um nicht verrückt zu werden?

6 comments » | Gedacht, machen, Minimalismus

Wochenrückblick KW41/2014

12 Oktober, 2014 — 7:42pm

Hallo? Halloooooo? Ist noch jemand da?
Ich bin letzte Woche einfach so verschwunden. Blöd, ich weiß. Ging aber nicht anders. Das Leben hat mich wie ne Dampfwalze überrollt und ich konnte und wollte einfach nicht bloggen.
Letztens Wochenende wurde ich von Entspannung überrollt, im Laufe der Woche durch Stress auf der Arbeit und gestern von absoluter Begeisterung. Manchmal muss man sich dann doch zurücknehmen und sich selbst sortieren.

Am morgen gehts hier wieder weiter.

Und zum Beweis dafür gibts mal wieder ein paar Perlchen aus dem Netz zu den Themen, die mich beschäftigt haben:

Gestern Nachmittag war ich – wie letztes Jahr – auf .#vernetzterleben auf Kampnagel. Unter dem Motto “All ist lost – nichts ist schon zu spät” wurden wieder hochkarätige Gäste eingeladen um im Rahmen des Zukunftscamps die Zukunft zu erforschen und zu diskutieren. Das Ganze ist kostenlos, wenn ihr Interesse daran habt und nix verpassen wollt, meldet euch dort beim Newsletter an.

In diesem Rahmen habe ich zum ersten Mal einen Cyborg gesehen. Neil Harbisson ist Künstler und hat sich eine Antenne implantieren lassen, mit der er Farben hören kann. (Seine Lieblingsfarbe ist Infrarot) Als er das dem Publikum erklärt hat, ging ein Raunen durch die Menge, weil das niemand glauben konnte. Da hockt man auf bunten Kistchen und wird mal eben von der Zukunft überrollt. Abgefahren! Er und Kollegin Moon Ribas (die Erdbeben spüren kann) haben die Cyborg Foundation gegründet um das ganze Thema zu erforschen. Ich finde das total interessant!

Auf Kampnagel war auch wieder nexthamburg zu Gast, die ihr neue Projekt Stadtmacher vorgestellt haben. Stadtmacher ist eine Plattform für Bürger-Projekte. Man kann sich anderen Projekten anschließen oder selbst ein Projekt starten und so Mitstreiter gewinnen. Das Stadtmacher-Team unterstützt beim Realisierungsprozess. Mal sehen was daraus wird.

Der Buchhandel vor Ort bot auch interessanten Lesesstoff feil, zum Beispiel das “Handbuch für den Neustart der Welt”

Marisa zieht auch die Etiketten ab! YEAH! – Wer noch?

Star Wars Uncut – sehenswerte Filmchen von Fans

Neue Kunst von jungen Talenten gibts in diesem Blog.

Wer Lust auf ne Ausstellung hat, sollte mal nach München fahren. Dort läuft gerade “Der Luxus der Einfachheit” im Münchner Stadtmuseum.

Das wars! Viel Spaß beim Klicken!

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Blog des Monats: superheroesque

3 Oktober, 2014 — 10:17am

Mein Blog des Monats nennt sich “superheroesque” und das ist er auch. Er ist noch winzig, die beiden Macherinnen lassen sich (leider) viel Zeit mit neuen Beiträgen, aber dafür sind sie lang, informativ und lesenswert. Es ist ne schöne Idee, diese Geek-Girl-Themen in einen Blog zusammen zu führen.

superheroesque

Mir gefällt auch die einfache poppig-bunte Aufmachung im Comicstil.


superheroesque.com

1 comment » | Digitales, Fundstück

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