eine übervolle Schädelschüssel

10 April, 2014 — 6:56pm

Das Gehirn denkt nur noch zylindrisch. Essen, Schlafen, Arbeiten.
Ist das Stress? Wahrscheinlich? Immer noch! Mist!

Momentan muss ich einiges für mich klären, deshalb werde ich erstmal nicht bloggen.
Es gibt ja eh genug im Internet zu lesen :)

Viel Spaß und bis bald!

Das Ding.

2 comments » | Alltägliches

Ein Tipp von Miranda July

7 April, 2014 — 10:14am

Es folgt ein Produktivitätstipp von der großartigen Miranda July:

Also, was lenkt dich heute ab? Und wie kannst du es in Gefahr bringen? :D

6 comments » | Clip, Inspiration, machen

To Do – im April

2 April, 2014 — 8:10pm

Der Monat März kam mir lang und gut vor. Ich habe nichts gemacht, zumindest habe ich mir nichts bewusst vorgenommen. Zuerst dachte ich, dass es einen Unterschied machen würde, aber es fühlte sich genauso an, wie etwas vornehmen und nicht schaffen. Im Übrigen bedeutet “Nichts machen”, einfach nur rumzusitzen oder zu liegen und auf etwas zu warten, was nicht passieren wird. Immerhin habe ich es geschafft dies für mich zu definieren. Mich hat es bisher immer gestört, wenn man sich Montagmorgen von seinen Wochenende berichtet und die einen sagen “Nichts” und beim genauen hinterfragen kommen dann solche Sachen wie “DVD geguckt” oder “gelesen” oder “ich war spazieren”.
Das ist doch nicht NICHTS.

Hm.

April ist noch frisch und ich habe Lust etwas zu tun. Ich weiß nur noch nicht ganz genau was das sein soll.

comment » | machen

Gelesen im März

28 März, 2014 — 10:16am

Tja, was soll ich sagen, das Comic-Fieber hat mich gepackt und verschlungen. Ich weiß gar nicht, warum ich das bisher nicht entdeckt habe. Bücher lesen ist ja wie Fernsehen im Kopf. Comics lesen ist wie Lesen und Fernsehen im Kopf -gleichzeitig!. WOOOW! Gut, das kapiert vermutlich keiner…(oder?)
Jedensfalls war der März ein Lesemonat und das war dabei:

“Ist mein Kopf noch im Büro” von Anna Otto und Carola Kleinschmidt
Egal ob Working-Mom, Hausfrau oder auf der Karriereleiter ganz oben: Stress hat jeder. In “In 10 verblüffend einfachen Schritten zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Spaß im Leben” – so der Nebentitel, zeigen Anna Otto und Carola Kleinschmidt diverse Tipps und Tricks wie man aus dem Stresskarussell aussteigt, Luft holt und Kraft tankt. Mit Übungen, Nachdenkfragen und Fallbeispielen.
Fazit: alltagsnah und praxistauglich, daher lesenswert! Die Tipps sind einfach, übefordern niemanden und können sofort aufs eigene Leben transferiert werden. Hat mir sehr geholfen. Leider eher für Frauen.

“Mein Wohnbuch” von Claire Nolan
- 1001 Ideen für ein persönliches Zuhause –
Das mit den 1001 Ideen ist nicht übertrieben, das Buch ist so voll von Tipps und Ideen, man hätte auch drei daraus machen können :D
Es werden nicht nur die Basics aus dem Interior-Design erklärt, sondern auch DIY Haushaltstipps geteilt. Von der Wandfarbe bis zum Blumengesteck wird alles abgedeckt.
Fazit: ein schönes Schmöker-Buch mit vielen tollen Ideen und schönen Bildern. Einziges Manko: Schriftgröße winzig! Das Lesen war daher etwas schwierig.

Gregs Tagebuch, Band 8: Echt übel!
Tja, es ist passiert: Gregs bester Freund Rupert hat ne Freundin. Und nun muss Greg alleine zur Schule und er hat niemanden mehr, der auf Hundehaufen achtet. Prompt latscht Greg mit seinem nagelneuen Turnschuhe in den Dreck. Er braucht schnell einen neuen besten Freund. Aber das ist gar nicht so einfach.
Fazit: wie die anderen Teile auch: lesenswert! Ich weiß nicht, ob die Kinder das auch so lustig finden, aber ich hab mich halb totgelacht. Dieser Teil ist einer der Besten.

Star Trek – Countdown von David Messina (Comic)
Die Vorgeschichte zum ersten neuen Star Trek Film von J.J. Abrams.
Nero, Captain des Bergbauschiffes Narada, entdeckt bei Routinearbeiten eine abnorm verlaufende Supernova. Er warnt den romulanischen Senat, doch nur Botschafter Spock glaubt ihm. Beide hecken einen Plan aus: Botschafter Spock soll mit Hilfe eines speziell ausgerüsteten Schiffes mittels roter Materie künstlich ein Schwarzes Loch erzeugen, das den explodierten Stern absorbiert. Klappt leider nicht. Der Planet Romolus wird zerstört. Getrieben von Rache für den Tod seiner Familie und die Vernichtung seines Volkes greift Nero Spock an. Doch das Gravitationsfeld des Schwarzen Lochs ist zu stark und beide werden in die Vergangenheit geworfen.
Fazit: lesenswert, für Trekkies ein Muss!

Einfach ein gutes Leben: Aufbruch in eine neue Gesellschaft von Peter Plöger
Immer mehr Menschen spüren: Es muss mehr im Leben geben als Konsum. Die Menschen, die Peter Plöger in seinem Buch beschreibt, sind anders. Sie nutzen ökonomische Lücken und versuchen sich als Guerilla Gärtner, Mülltaucher, Selbstversorger, machen Eigenarbeit und organisieren sich in Tauschringen. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, es geht um Selbstversorgung, DIY, andere Arten von Arbeit, Commons, Stadtentwicklung und wie man das Ganze für sich selbst umsetzen kann.
Fazit: schöne Lektüre, die perfekt zum Themenbereich “Minimalismus und anders Leben” passt. Der Stil hat mir manchmal nicht sooo gut gefallen, es wäre ab und an ein bisschen schöner gewesen, wenn es persönlicher gewesen wäre, aber dafür ist er klar und sachlich. Die vorgestellten “Macher” sind inspirierend und die Lektüre regt zum Nachdenken an.

Der Schimpansen-Komplex von Richard Marazano (Autor) und Jean-Michel Ponzio (Zeichner)
Band 1: Paradoxon.
Das Jahr 2035: Eine Raumkapsel stürzt in den Ozean und wird von der Navy geborgen. Die beiden Männer behaupten, sie seien Buzz Aldrin und Neil Armstong. Natürlich werden sofort inhaftiert. Helen Freeman, Astronautin und alleinerziehende Mutter, wird beauftragt, sie zu befragen: Wer waren denn die Männer, die damals von der Apollo-Mission zurückkehrten?
Band 2: Die Söhne von Ares.
2036: Helen und ihr Team fliegen zum Mond, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Was sie dort entdecken, wirft jedoch noch mehr Fragen auf: Sie erhalten eine mysteriöse Botschaft vom Mars. Eine Rückkehr zur Erde wird aufgrund des engen Zeitfensters vom Verteidigungsminister verworfen und Helens Tochter Sofia glaubt nicht mehr an eine Rückkehr. Helen muss Sofia auf der Erde zurücklassen. Und doch: Helens Traum wird wahr, sie betritt als erste Frau den Mars. Dort finden sie eine sowjetischen Marskolonie und Helen erkennt als Einzige, was hinter all dem steckt und das es wohl eine Reise ohne Wiederkehr wird.
Band 3: Zivilisation.
Auf der Rückkehr zur Erde triftet das Shuttle ab. Irgendwo im Weltall, nur nicht in der Nähe der Erde. Die Crew zählt 2 Überlebende: Helen und Aleksa. Nach Jahren im Cryoschlaf wachen beide auf und wollen nach Hause. Das funktionsuntüchtige Shuttle ist Weltraummüll, doch beide trauen ihren Augen nicht: Vor ihrem Fenster schwebt ein gigantisch großes Raumschiff. Die beiden machen sich auf den Weg und brechen in das scheinbar verlassene Raumschiff ein. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, die Erde zu erreichen…?
Fazit: absolut lesenswert! Der Zeichenstil hat mir ansich gut gefallen, nur manchmal passte Mimik und Gestik nicht soooo gut zusammen. Liegt das an der Übersetzung? Die Story ist allerdings der Hammer. Man denkt auch nach dem Ende über alles noch nach.


Absolute Zero

Band 1: Mission Sibirien
Eine Einheit der Marines wird zwecks einer Routinemission auf den Eisplaneten Siberia geschickt, um die Forschungsbasis zu kontrollieren. Kurz vor der Landung erfährt die Crew, dass es sich bei dieser Mission um einen Code Red handelt: Menschliche Verluste erlaubt, Materialschäden sind verboten. Für den Kontrollgang bleiben ihnen 24 Stunden, aber kaum auf der Basis angekommen, wirds seltsam: Die Beziehungen zwischen den Soldaten sind gespannt, alle werden irgendwie agressiv. Einer der Soldaten wird sogleich von einem halbnackten Unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Ist dieser Unbekannte ohne Schutzkleidung der Auslöser für die Agressionen innerhalb der Crew?
Fazit: lesenswert, weil oberspannend! Der erste Teil hat es schon in sich. Bin gespannt wie die anderen Teile sind. Hat mich stellenweise an Alien erinnert. Genial gezeichnet, tolle Story!!


“Sechs Richtige und eine Falsche” von Birgit Hasselbusch

Schauplatz Hamburg: Jule Claussen, eine schuhverrückte Radio-Journalistin, die notorisch pleite ist, erhält von ihrem Chef den Auftrag einen Bericht über Lottomillionäre in Hamburg zu verfassen. Jule recherchiert und berichtet und seltsamerweise bekommen alle Interviewpartner von einem anonymen Spender ihre Wünsche erfüllt. Allerdings hält Jules Glückssträhne nicht sonderlich lange an: Sie verplappert sich im Radio und alle denken, SIE sei die anonyme Lottomillionärin. Plötzlich steht ein roter Mercedes vor ihrer Tür und der on-off-Volldepp Ulf auch. Während ihre Freundschaften zerbrechen und ihr Chef immer zorniger wird fragt sich Jule nur eines: Wie kommt sie aus diesem Schlamassel wieder raus?
Fazit: ja, ich war überrascht! Normalerweise lese ich solche Frauengeschichten nicht, aber das hier war eine durchaus lesenswerte, charmante, erfrischende Geschichte, die auch noch in Hamburg spielt. Die Hauptcharaktere sind sympathisch, die Geschichte ist witzig und muss daher unbedingt für den Sommerurlaub eingepackt werden :D Glück gehabt!

Neben diesen Büchern und Comics habe ich auch noch zwei Zeitschriften gelesen. Ich dachte nicht, dass ich sowas noch mal erlebe! Zwei Zeitschriften, beide von vorne bis hinten durchgelesen.

Die aktuelle “flow” ist wieder mal ein Schmuckstück. Das Thema Mut & Verletzlichkeit ist sehr einfühlsam beschrieben, die Geschenke sind top, die Illustrationen machen Spaß, die vorgestellten Produkte sind geschmackvoll ausgesucht und die portraitierten Frauen sind wahnsinnig interessant.

Das andere Heft war ein seltsamer Spontankauf. Vermutlich weil mich das Titelthema ansprach. Es handelt sich um die Zeitschrift “GEEK!” und Titelthema sind im aktuellen Heft Comicverfilmungen. Dazu einen Haufen Rezensionen zu Comics und Graphic Novels, Kinofilme, Serienhighlights, Games und Setberichte. Echt, ich hätte beinahe geheult, weil das Heft sooo toll ist.

In beiden Fällen gaben sich die Macher wahnsinnig Mühe mich zu unterhalten. Geschafft. Danke dafür.

Und was hast du im März gelesen?

1 comment » | Gelesen

Fehlerhafte Kommentarfunktion

26 März, 2014 — 11:00pm

Liebe Leser,
mittlerweile habe ich auch endlich gecheckt, dass es ein Problem mit der Kommentarfunktion gibt. (Danke an die 3 Menschen, die mir dazu Hinweise geschickt haben.)
Wenn man versucht, einen Kommentar abzuschicken, wird man aufgefordert die Datei comments.php runterzuladen. Was da genau kaputt ist, weiß ich noch nicht, aber ich arbeite daran. Manchmal klappt das kommentieren ja auch, ich weiß nicht, wieso.
SORRY!
Leider bin ich kein Programmier und bisher hatte ich noch keine Zeit mich großartig in php einzufuchsen. (soviel zum Thema minimalistische Hobbies ;D) – aber ihr sollt wissen, dass ich daran arbeite!

1 comment » | Alltägliches

Gesehen im März

26 März, 2014 — 10:01am

…viel gelesen bedeutet: wenig geguckt. Dafür aber das:

Bear Grylls, Abenteuer Wildnis, 1.1.
Blabla, gleiches Schema wie in den anderen Staffeln: Bear Grylls wird in der Wildnis ausgesetzt und muss sich um seine Grundbedürfnisse kümmern. Dann findet er Menschen und alles ist gut. In dieser Staffel passiert ihm das eben in Alaska, im Dschungel, in der Wüste, auf Hawaii.
btw: Ich fantasiere immer noch von einem Mash-up mit Jamie Oliver. Stellt euch vor, wie cool das wäre! Der Survivalfreak Grylls klettert am Fuße des Mount Kilaua auf Bäume um Avocados zu pflücken. Dann sammelt er noch Ameisen und Vogeleier und Küchenchef Oliver brät auf dem heißen Lavagestein ein leckeres Omlett, garniert mit Wildkräutern, die sie in Felsspalten gefunden haben! Das wär doch was.
Fazit: ähm. sorry, sehr voreingenommen. meine Meinung ist nicht objektiv. Bear Grylls ist ne harte Sau. Ich mag Katastrophen und er zeigt Auswege. Das finde ich toll. Kann man auch gut mit der ganzen Familie gucken.

R.E.D.
Der Titel steht für “Retired. Extremely Dangerous” und ist eine treffende Beschreibung für den Protagonisten, Frank Moses, ehemaliger CIA-Agent, der in die Rente verabschiedet wurde. Da er sich einsam und gelangweilt fühlt, ruft er jeden Monat mit einem Vorwand bei der Pensionskasse an, um mit der Telefonistin Sarah zu plaudern. Doch eines Nachts wird ihm von unbekannter Stelle ein Killerkommando auf den Hals gehetzt und er muss flüchten. Erster Anlaufpunkt: Kansas City – zu Sarah. Und weil er Hilfe braucht, ruft er seine ehmaligen Kollegen an.
Fazit: intelligent, komisch und viel Action. Ein cooler Bruce Willis, ein durchgeknallter John Malkovich, eine glamouröse Helen Mirren – toll! Beste Unterhaltung. So muss Kino!!!

R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser.
Frank Moses führt mit Sarah eine Beziehung, die schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Während Frank seine Sarah wie ein Porzellanpüppchen behandelt, langweilt sich Sarah in ihrem Normalo-Leben. Wie gut, dass wieder mal ein Typ namens Jack Horton vorbei kommt und Ärger macht. Frank und Marvin werden gejagt, weil sie mal Teil einer Operation namens “Nightshade” waren. Der Auftrag war, eine Atomwaffe stückchenweise nach Russland zu schmuggeln. Weil es Horton gelang, die Regierung davon zu überzeugen, dass Marvin und Frank Terroristen seien, ist es notwendig, beide zu töten. Er engagiert Victoria (Helen Mirren) und außerdem den Auftragskiller Han, der mit Frank noch eine Rechnung offen hat…
Fazit:sehenswerte Action, wenn auch nicht ganz so gut wie der erste Teil. Die Charaktere sind etabliert, die Actionszenen und die Stunts sitzen, die Story bekommt dafür etwas mehr Raum. Leider ist das Ende etwas abrupt und funktioniert nicht so ganz. Das hätte man besser machen können.

Jaha, traurig aber wahr! Das wars schon. Fast schon peinlich, das zu veröffentlichen. Und ins Kino hab ich es auch wieder mal nicht geschafft :(

Was hast du dir angesehen? Hast du schon “Grand Budapest Hotel” angeguckt? Ist der gut?

comment » | Gesehen

Zu-frieden-sein.

24 März, 2014 — 10:49am

Damals hat es mich immer irgendwie gestört, wenn ich meine Großeltern gefragt habe, wie es ihnen denn so gehe und sie antworteten: “Ach, wir sind zufrieden.”
Ich habe nicht verstanden, was das zu bedeuten hat.

lassgutsein

Ich habe oft darüber nachgedacht. Und irgendwann wusste ich: Es ist meine eigene Entscheidung, ob ich mir den Tag wegen einer Kleinigkeit versauen lasse. Ich bin nicht meine Gefühle. Wenn ich nicht glücklich bin, mit dem was ich habe oder was ich bin, werde ich es auch nicht mit dem, was ich gern hätte oder wäre. Ganz einfach. Denn eigentlich ist doch alles gut. Ich habe Arbeit, einen Freund und mein Körper funktioniert bestens. Warum also dieses Rumgenörgel? Dieses diffuse Ärgergefühl?
Stopp. Heute erinnern wir uns mal daran, dass wir es auch mal gut sein lassen können.

6 comments » | Gedacht, Glückstourismus, Inspiration, Minimalismus

Minimalismus und Hobbies Teil 2

21 März, 2014 — 10:44am

Nachdem wir eine Bestandsaufnahme von unseren Hobbies gemacht haben, stehen wir vor der Entscheidung:

Hobby beibehalten oder Aufgeben?

Du entscheidest dich für Beibehalten:
Glückwunsch! Anscheinend hast du herausgefunden, dass dir etwas wirklich Spaß bringt und du die Tätigkeit vermissen würdest, wenn du sie nicht mehr machen würdest. Also: Machs. Genieße es. Hab Spaß. Setz ein Zeichen. Feile so lange an deiner Technik, bis du Meister des Universums wirst. Bring es anderen bei. Erzähl anderen von deiner Begeisterung.
Aber Achtung: Verfall nicht in das Kauf-jedes-Gadget-Muster. Zeichnen kann man mit Stift und Papier, da braucht man keinen Markenbuntstiftkasten. Die Fähigkeit kommt aus dem Hirn, nicht von teuren Hilfsmitteln. Alles, was in diese “Nice to have”-Kategorie kommt, kann man erstmal weglassen.

Hm, aber was ist mit Hobbys und Interessen, die man gut findet, die man nicht unbedingt sofort aufgeben will, aber wo die Motivation auch nicht ausreicht, am Ball zu bleiben?
Die müssen wohl nochmal abgeklopft werden. Vielleicht reicht es bei diesen Tätigkeiten, ein paar Anpassungen vor zu nehmen? Vielleicht den Fahrtweg verkürzen oder sich auf einen bestimmten Aspekt konzentrieren? Einen anderen Tag dafür ausprobieren? Die Gruppe wechseln?

Und was ist, wenn du aus einem Pseudo-Hobby ein Happening machst? Statt mit einem Hobby richtig loszulegen, könnte man doch eine Sache für einen bestimmten Zeitraum ausprobieren. Z.B. geht das sehr gut im Urlaub. Malreisen, Töpferkurse oder Survivaltraining in der Wildnis. Fallschirmspringen, Motocrossfahren usw. – für alles mögliche gibt es heutzutage VHS-Kurse oder Erlebnispakete. Auch bieten einige Vereine Schnupperstunden an oder Freunde und/oder Nachbarn zeigen dir einen Nachmittag lang, wie etwas funktioniert.

Du entscheidest dich für Aufgeben?
Glückwunsch! Anscheinend hast du herausgefunden, dass dir Hobby XY nicht so viel Spaß bringt und du die Zeit/Finanzen/Räumlichkeiten für etwas anderes nutzen möchtest. Du kannst deine Ausrüstung verkaufen oder verschenken, die Befreiung wird sofort spürbar. Aber es fehlt noch was: Du musst anderen davon erzählen. Deshalb brauchst du eine Geschichte, die in Sekunden erzählt werden kann. Warum? Weil die anderen nicht unbedingt mitkriegen, dass du das Sammeln von Katzenfigürchen aufgegeben hast und du zum nächsten Geburtstag ein ganz besonderes Stück aus Indonesien geschenkt bekommst. Weil dich die anderen mit den neuesten Hightechinnovationen zulabern werden und du einen Knoten im Ohr bekommst. Also erzähl es allen, aber machs kurz.

So, das waren meine Gedanken dazu. War das hilfreich für dich?

Für mich schon. Es hat ein bisschen gedauert, alles zu durchdenken. Aber ich weiß jetzt, dass ich z.B. den Großteil meines bisher angesammelten Mülls (ja, im wahrsten Sinne des Wortes; das Zeug für Collagen) wegwerfen werde. Den Entschluss, das Stricken aufzugeben, habe ich schon länger gefasst. Ich werde also versuchen, alle angefangenen Projekte zu beenden und das übriggebliebenene Material zu verschenken.

Und du? Planst du ein Hobby aufzugeben? Oder noch tiefer einzusteigen?

8 comments » | Gedacht, Minimalismus

Minimalismus und Hobbies, Teil 1

19 März, 2014 — 10:47am

Vor diesem Thema fürchte ich mich. Erst als Karo Kafka darüber geschrieben hat, fasste ich neuen Mut.
Denn das Problem daran ist zweierlei: Minimalistische Hobbies oder eben Hobbies und Minimalismus.
Und bisher ist die Informationslage zu beiden Aspekten extrem dünn. (Zumindest glaube ich das, schick nen Link!)

Es scheint fast so, als hätten amerikanische 100-Dinge-Minimalismusblogger überhaupt keine Hobbies.
Also kann man sich da auch keine Inspiration holen.

Minimalistische Hobbies sind toll. Laufen. Radfahren. Schwimmen. Lesen. Schreiben. – Super. Kaum Aufwand. Kaum Zeug.

Aber was ist, wenn man Hobbies und Interessen hat, die etwas mit Zeug, ähemsehr viel Zeug, zu tun haben?
Ich denke spontan an Golf, Angeln, Hockey, Bogenschießen, Reiten, Malen, Basteln usw.
Wie mistet man Hobbies aus?

Da hilft nur eines: Prüfe dein Gewissen.
Wenn man zunächst eine Bestandsaufnahme des jeweiligen Hobbies macht, wird schon einiges klarer.

Motivation?
Warum hast du damit angefangen?
Was hat dich motiviert? Warum machst du es immer noch?
Macht es dir überhaupt Spaß? Was wäre, wenn du es nicht mehr tun könntest? Würde dich das traurig machen? Oder wärst du froh?

Stümper oder Profi?
Wie gut bist du in deinem Hobby? Ist das ausbaufähig? Wenn ja, was hält dich zurück? Oder reicht dir das Stümpern?

Finanzen?
Wie viel Geld gibts du pro Monat dafür aus? Bedenke auch die Kosten, die damit in zweiter Linie verbunden sind: Fahrtkosten, Verpflegung, neue Gadgets usw.

Zeit?
Wie viel Zeit brauchst/nutzt du dafür? Bedenke auch hier wieder den mit dem Hobby zusammenhängenden Zeitaufwand, z.B. Fahrtaufwand zum Ausübungsort, Umziehen usw.

Raum?
Wie viel Zeug benutzt du für dein Hobby? Wie viel Platz brauchst du dafür? Müllt es dir die halbe Garage zu oder lässt es sich gut verstauen? Ist es im Weg? Musst du extra etwas einlagern? Geht es mit weniger?

Weiterbildung?
Bringt dich das Hobby in irgendeiner Weise weiter? Wie viel ist dir das Wert?

Sozialgefüge?
Wer ist an deinem Hobby noch beteiligt? Machst du es nur, weil du die Leute im Club so gern magst? Kann man die nicht auch mal so treffen? Übt irgendwer Druck auf dich aus? Gibt es noch mehr soziale Verpflichtungen, die mit dem Hobby zu tun haben, z.B. Öffentlichkeitsarbeit für den Verein, bestimmte Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.
Was würde passieren, wenn du dein Hobby aufgibst? Wäre jemand enttäuscht?

Und, lichtet sich der Nebel? Wenn man zuerst eine Liste mit all seinen Hobbys angelegt hat, kann man Hobby für Hobby mit diesen Fragen auf Herz und Nieren prüfen. Und dann die Entscheidung:

Hobby beibehalten oder aufgeben?

Teil 2 von Hobbies und Minimalismus gibts am Freitag.

4 comments » | Gedacht, Minimalismus

Der gelbe Sack + Aufkleberspaß

17 März, 2014 — 10:46am

Herr DingDong und ich wollten im neuen Jahr etwas Neues ausprobieren. Ausgehend von unserem (fast) plastikfreien Monat haben wir uns entschieden, den gelben Sack für unseren Plastikmüll zu nutzen. Mülltrennung ist in Hamburg nicht gerade üblich und eigentlich ist es hier wie im Mittelalter: Müll auf die Straße stellen und hoffen, dass das jemand abholt.

Nun gut, wir probieren das jetzt erstmalig aus. Ein “Starterset” mit 10 Beuteln zu je 70 L gibts kostenlos beim Recyclinghof. Dort kann man sich auch schicke Aufkleber für den Kalender holen, damit man die Abfuhrtermine für seinen Stadtteil markieren kann. Das hat mich natürlich ganz besonders gefreut :D

ffkelb

Ob das wirklich sinnvoll ist, wird sich zeigen. Langfristig keinen Müll zu produzieren wäre natürlich ein Traum, aber das ist doch noch ganz schön schwierig für uns. Aber schon die Trennung von Plastik- und Restmüll ist erkenntnisreich und sagt viel über unsere Gewohnheiten aus. Es sind 6 Wochen vergangen und der 70 L Sack ist immer noch nicht voll.

Tja und dann treibt uns noch die Frage um, ob das wirklich sinnvoll ist. Einige behaupten, der Müll wird sowieso verbrannt und zwar zu 100%. Andere wiederrum meinen, Recycling ist deshalb idiotisch, weil 2/3 davon verbrannt werden und dann noch ÖL(!!) hinzugefügt werden muss, damit es besser brennt. Das Hamburger Abendblatt berichtete neulich davon, wie Mülltrennfaul die Hamburger doch sind.
Ich bin verwirrt. Bisher konnte ich nur herausfinden: Müll verbrennen gehört angeblich auch zum Thema “Recycling”. Dann wird aus dem Plastikmüll eben kein neuer Joghurtbecher oder Parkbank sondern Fernwärme.

Weiß da jemand genaueres?

Wir sind verwirrt und machen erstmal weiter.

6 comments » | Hamburg, Heim & Herd, müllfrei / ohne Plastik, Organisation

Nach oben