Produktfrei leben – Update 2015

Kinder, wie die Zeit vergeht. Es ist unglaublich. Und es ist Unglaubliches passiert. Danke für eure immer mal wieder auftauchenden Mailanfragen – hier nun das traditionelle Update zu meiner (fast äh nicht mehr?) produktfreien Routine.
Falls du nicht weißt, worum es geht: Im Mai 2011 habe ich einen Monat lang auf sämtliche Körperpflegeprodukte verzichtet.
Zwischendurch haben sich ein paar Kleinigkeiten eingeschlichen und wieder rausgeschlichen. Nur jetzt…mmh…irgendwas ist anders. Es ist fast so als hätte ich vergessen wie toll das alles war…?! Lest selbst:

Duschen/Haare waschen:
Von der Haarwäsche mit Natron bin ich ganz weggekommen. Nicht weil ich nicht mehr davon begeistert bin, sondern einfach weil ich es nicht mehr brauche. Als meine Haare “umgestellt” waren, hat alle paar Tage eine Essigspülung gereicht. Und dann hat sich immer mehr die Sache mit der Haarseife eingeschlichen. Zuerst nur testweise, dann kam der Wellnesscharakter und plötzlich habe ich mir im letzten Urlaub ein Stück Haarseife gekauft, die ich auch regelmäßig nutze. Alle drei Wochen. Sonst trocknen meine Haare so dermaßen aus, dass ich Stroh aufm Kopf habe.
Warum ich das gemacht habe? Keine Ahnung! Vermutlich hatte ich wieder mal einen Bad-Hair-Day der von schlechter Ernährung oder Krankheit rührt. Ich habe übrigens immer noch nicht herausgefunden, was genau meine Haare bzw. meine Kopfhaut zum Durchdrehen bringt.
Für die Dusche nehme ich Seife. Ich hab letztes Jahr zum Geburtstag so dermaßen viel Seife geschenkt bekommen, das reicht für die Zombieapokalypse. Brauch ich zwar auch nicht, aber es ist das einzig gute Mittel um Sonnencreme oder fiesen Dreck wegzubekommen. Der Duft ist auch angenehm. Wenn es morgens aber richtig schnell gehen muss, dann verzichte ich aber aufs Einseifen.

Zahnpasta und Zahnpflege:
Hier gibts nichts Neues. Ich wechsel zwischen meinem selbstgemachten Zahnputzpulver und Bürste pur. Auf Reisen nehme ich manchmal auch Salz oder eben auch gar nichts. Die Zahnpflege dauert mit Bürste pur zwar länger, aber dafür putze ich auch gründlcher. Mein Zahnarzt ist zufrieden, Probleme habe ich keine. Oh und ich schwöre auch auf meinen Zungenschaber.

Deo:
Das selbstgemachte Natron-Sprühdeo ist und bleibt der Hammer. Herr DingDong und ich haben mit ätherischem Öl experimentiert und haben supereffektives, gut duftendes Deo gezaubert. Ich habe wirklich nichts besseres gefunden und ich weiß das, weil ich – aus Faulheit/Angst/geringes Selbstwertgefühl/wasauchimmer Deos gekauft habe. Meistens zwischendurch, in meiner Mittagspause. Bei einem normalen Sprühdeo ist der Sprühkopf kaputt gegangen, weshalb nur noch Spritzer rauskommen, bei einem handelsüblichen Deospray habe ich hinterher Asthmaanfälle, weil ich so eingenebelt bin. Ganz ganz furchtbar!

Körperpflege:
Da hat sich nix geändert. Ich benutze Sonnencreme und Öl. Und das auch nur selten.

Make-up:
Interessanterweise sind da auch wieder 1-2 Stücke dazu gekommen und ich hab richtig Lust mir einen bunten Lidstrich zu ziehen. Ich glaube, das kommt daher, dass meine Kleidung im Laufe der Zeit so langweilig geworden ist (wenn ich was gekauft habe, war es schwarz. Laaaaangweilig) und ich das Bedürfnis nach einer Art Verkleidung/Uniform habe.

Der Kauf von so unnützen Produkten wie Deosprays oder Haarseife war glaube ich eine Mischung aus Faulheit und Verwöhnprogramm. Dabei hat es mir eigentlich nur Nachteile beschert. Ich werde das jetzt aufbrauchen bzw. entsorgen und nichts mehr nachkaufen und weiter erforschen woher das genau kam. Es scheint ja fast so, als hätte ich eine Art Minimalismus-Alzheimer?! Sehr seltsam.

Nachlese:
Produktfrei Leben – Update 2014, Update 2013,

Kleine Erinnerung – aus alt mach neu

Das schreib ich in erster Linie für mich auf. Als Erinnerung dafür, dass ich alten Sachen ein neues Leben einhauchen kann.
(Und wenn es dich auch inspiriert, juhu!!)
Als ich neulich meinen Kleiderschrank radikaler als sonst entrümpelt habe, hat sich das irgendwie merkwürdig angefühlt. Die Sachen, die übrig sind, tragen sich gemütlich, aber öfter als sonst hab ich sie auch nicht angezogen. (Das merke ich übrigens so.)
Ich habe mich gefragt, warum das so ist. Ich glaube, es liegt daran, dass mir die Sachen so langweilig geworden sind.

Beim Entrümpeln der Taschen und Rucksäcke wollte ich meinen Bundeswehrrucksack schon weggeben. Ganz Teenager-like war er vollgeschmiert mit total tiefen Gedankengängen und obwohl er praktisch war, fühlte ich mich zu erwachsen dafür. Also was tun? Glitzer drauf schmieren und aufs Erwachsen sein pfeifen. (Was soll das überhaupt sein, Erwachsen sein?! hat mir bisher auch niemand erklären können…)

Ta – Da! Er sieht BAM! aus, oder??? Kleines Highlight ist der Han Solo Textilsticker den ich im Phaeno-Museumsshop gekauft habe. Also wenn ihr mich daran erkennt, sagt mal “Hallo” okay?

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Das Glitzer heißt offiziell “Hologramm” und schimmert blau, grün und durchsichtig. Manchmal auch lila.

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Ich werde also jetzt meine “langweiligen” Klamotten ein Update verpassen. Knöpfe ändern. Stickereien. Buttons anbringen.

Wer für den Anfang ein paar Ideen braucht, kann mal in meinem DIY Pinboard gucken.
Meine Highlights:
Hausschuhe aus Filzresten
Comic-Schuhe, oh ja!!
Seidentücher werden zu nem schicken Sommertop
Aus Socken Handschuhe machen!

Verlink mir doch mal ein paar coole DIYs für die Garderobe! Welchem Kleidungsstück hast du zuletzt ein Update verpasst?

Einfach organisiert sein ist keine Zaubererei

Jup, ich bin gut organisiert. Manchmal gelingt mir was, manchmal sch*** ich drauf, manchmal schaff ich es nicht. Die Welt geht davon nicht unter. Mir ist nur wichtig, einen Überblick über meine Termine und meine Vorhaben zu haben, damit ich pünktlich bin und meine Zeit sinnvoll für alles einteilen kann, was ich machen will. Das gibt mir Sicherheit und bringt mir Spaß. Außerdem erfahre ich so, wofür ich mir Zeit nehme und wofür nicht.
Und ja, ich bin ein kleiner Büromaterial-Freak, und Listen liebe ich auch.

Anscheinend fällt meine Organisation auf. Denn ich werde hin und wieder gefragt, was ich denn so alles mache, damit mir meine Selbstorganisation gelingt.
Ich wedel typischerweise mit meinem Filofax rum und sage: Das ist mein Außenhirn.
Stimmt zwar, versteht nur niemand. Organisation ist in erster Linie ziemlich abstrakt und lässt sich leider schwer erklären (finde ich), weshalb so viele daran scheitern.
Es ist im Grunde aber ganz einfach und basiert auf der Frage: “Was willst du damit?”

Denn das machen sich die Frager nie wirklich klar.

Wenn du dir deine Termine, Vorhaben und Ideen merken kannst, hurra – Glückwunsch! Dann brauchst du gar nicht weiter lesen. Ich steh nicht drauf, in letzter Sekunde mords den Stress zu haben, weil ich wieder irgendwas verpeilt habe. Ich finds peinlich, Geburtstage zu vergessen oder zu spät zu einer Verabredung zu kommen. Das wollte ich meinen Freunden – und mir – nicht (mehr) antun. Also habe ich damals beschlossen, mich besser zu organisieren.

Ich mache mir aber nie klar, wie schwer es für “nicht-organisierte” Menschen ist, in dieses Thema reinzukommen. Deshalb habe ich mal darüber nachgedacht. Deshalb dieser Blogpost. (Und weil ich ne nette E-Mail bekommen habe! danke B.)
10 Jahre hat es bei mir gedauert, bis ich endlich ein System erdacht habe das für mich funktioniert. Dabei ist es so leicht (hahaha, wie immer), nur hat mir das damals niemand gesagt. Ich musste mir das alles mühsam selbst beibringen, weil man sowas natürlich nicht in der Schule lernt.

einfachorga

Also schmeiss alle GtD-Zeitmanagemant-Produktivitätssysteme aus deinem Kopf, deinem Rechner, deinem Bücherschrank, falls du dich schon mal damit beschäftigt hast. Fang ganz klein an. Bleib pragmatisch.

1. Such dir einen Kalender aus (oder Programm/ App)
egal ob Werbegeschenk oder Filofax, Ausdruck aus dem Internet, die eingebaute Kalender-App und die Erinnerungsform – die Form ist erstmal egal, nimm irgendwas womit du Termine eintragen kannst und was gerade vorhanden ist.
2. Trag deine Termine ein.
Fang mit Geburtstagen, Hochzeitstagen, Ferienbeginn bzw. -ende usw. an. Alles, was dir persönlich wichtig erscheint. Wenn du einen Kalender in Papierform benutzt: Bleistift!
3. Schau morgens und/oder abends in deinen Kalender.
Je nach Lust und Laune schaust du morgens nach dem Frühstück in deinen Kalender: Was steht heute an?
oder Abends beim Feierabendbierchen: Was steht morgen an?

Nimm das Teil überall hin mit. Schau, wie es sich entwickelt.
Wenn du eine Einladung bekommst oder du auf eine Ausstellungseröffnung aufmerksam wirst, trag den Termin ein. Du siehst Werbung für einen neuen Kinofilm, den du anschauen willst? Trag dir den Kinostart ein. Und so weiter, du verstehst schon. Falls du Platz für Notizen brauchst, klebe erstmal ein paar Post-its hinein und schmeiss sie weg, wenn sie sich erledigt haben.

That’s all. Das ist die einfachste Art sich selbst einen Überblick in seinem Leben zu schaffen.

Nach einem Zeitraum deiner Wahl, guckst du, was es dir gebracht hat. Hat es funktioniert? Super. Weitermachen. Hat es nicht funktioniert? Warum nicht?

Alles andere, z.B. Farbcodierungen und Symbole, Notizorganisation, To Do Listen erstellen und verwalten ist was für Nerds :D …und das kommt mit der Zeit. (Oder auch nicht, wenn du keiner bist hehe)

Hui! neues Layout

Liebe Leser,
nach fast 5 Jahren Bloggen hat mein digitales Zuhause ein neues Kleid bekommen. Eigentlich wollte ich das erst als Bloggeburtstagsüberraschung hochladen, aber ich war dann doch zu ungeduldig. Außerdem waren einige Sachen davon schon jahrelang überfällige Leserherzenswünsche. Ich bin kein Coder, deshalb seht es mir bitte nach, wenn Änderungen etwas (*hust*) länger dauern.
Im Grunde hat sich ja auch nicht viel verändert, auch wenn es zunächst so wirkt:

– responsive Design
– verändertes Schriftbild
– verschachtelte Kommentare
– Social Media Buttons

Ein paar Kleinigkeiten werde ich hier und da noch anpassen müssen, aber das kommt alles nach und nach.

So. Das wars schon. Weitermachen.

Wochenrückblick KW 20/2015

Na toll, zur Abwechslung mal wieder krank. Ich muss mein Immunsystem mal ein bisschen besser unterstützen, sonst wird das nix mehr mit mir.
Dadurch hatte ich aber natürlich auch viel Zeit zum Lesen und im Internet-vergammeln, zumindest reichte meine Konzentration hierfür:

Eschergirls ist ein super Tumblr-Blog. Ami hat den Blog gestartet “as an archive of the way women are portrayed in fictional mediums because in my blogging I kept wanting to explain the ways women are portrayed in comics and I thought it would be helpful to have a collection of examples so critics couldn’t just say “oh that’s just an exception!” Also because analyzing ridiculous art amuses me.” Nachdem ich 8 Seiten durchgeblättert habe, ist mir erst aufgefallen wie falsch einiges gezeichnet ist. (Ich meine jetzt nicht nur die übernatürlich großen Plastikbrüste, die immer ihre Form behalten oder die peinlichen unnützen Kostüme sondern eher die verdrehten Rücken oder fehlenden Gliedmaßen. Wenn was anatomisch nicht korrekt gezeichnet ist, stört mich das sehr)
Achso und http://thehawkeyeinitiative.com/ ist auch sowas ähnliches.

Genau, die klugen Mädchen kriegt man mit Erstauflagen von Klassikern ins Bett. Laut Hollywood.

Schöne Geschenkidee für Minimalisten (über die Rohseife kann man diskutieren, ich würd sie weglassen)

Pff…Schmuckhalter…das malt man lebensecht an und stellt es in den Vorgarten!! Zombiehände sind die neuen Gartenzwerge sag ich euch!

Why slowing down is the new speeding up

Das war’s! Schönen Wochenstart wünsch ich dir!

Inspiration finden – immer und überall

Wer mit weniger auskommt, lernt sich selbst besser kennen, weil man weiß, was man mag – doch dann wie weiter?
Im Zuge meines Stilfindungsabenteuer versuche ich einen neuen Look. Aber welchen? Ich überlege gerade (mal wieder) mich beruflich zu verändern. Aber in welche Richtung? Und das blöde Bild ist seit Jahren noch nicht fertig, ich frage mich, was mich blockiert.
Ich glaube, Inspiration ist essentiell für uns, weil wir uns dann in eine für uns stimmige Richtung entwickeln können. Das geschieht auch völlig unbewusst, z.B. wenn wir Reisen oder in einem anderen Land Urlaub machen. Da ist man von einer anderen Sprache umgeben, man isst etwas, was man nicht kennt und guckt sich Dinge an, die man normalerweise nicht angucken würde. Wenn man wieder zu Hause ankommt, hat man sich verwandelt.
Aber ist es nicht traurig, immer nur von Urlaub zu Urlaub zu leben?

Letztlich findet man immer und überall mit ein paar Tricks Inspiration. Denn es geht es darum, sich selbst und seine Gedanken im Aussen zu spiegeln und mit diesen Informationen etwas zu gestalten. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
Das Tolle ist: Es funktioniert alles und für alles! Gedichte, Blogbeiträge und Kurzgeschichten schreiben? seine Berufung finden? einen neuen Look kreieren? ein Bild malen? ein Geschenk für jemanden finden? ein neues Hobby finden? eine Beziehung verbessern? einen Song schreiben? Im Grunde ist es doch genauso wie damals in der Schule: Man hat ein bestimmtes Thema und muss eine Bilderinterpretation oder eine Gedichtanalyse dazu basteln. Das gleiche Prinzip kann man auch hierbei anwenden, um möglichst viele Musenküsse zu sammeln.

inspiration

Meine bisherigen Erkentnisse:

Sinne – an!
Ohren auf, Augen auf, Dinge anfassen. Probieren. Aufmerksam sein. Achtsam sein. Schau dich um. Schau dir Filme an, lies ein Buch, hör Musik, geh raus.

Sammeln!
So viele Notizen wie möglich machen. Ich bin ein sehr visueller Mensch, deshalb macht mir Pinterest sehr viel Spaß. Ich knips mit meinem Handy permanent Fotos. Bilder sprechen mich auf sehr vielen Ebenen an und helfen mir beim Denken. Aufschreiben hilft mir auch, vor allem wenn man schönes Papier und einen tollen Stift hat. Die Diktiergerät-Funktion im Handy ist bestimmt auch nützlich.

Bauchgefühl!
Es geht bei Inspiration zuerst um das Bauchgefühl. Wenn dich etwas anspringt was dir ein “oh, find ich gut!” entlockt, mach dir ne Notiz. Man kann natürlich auch notieren, was man doof findet, aber ich glaube eher, dass das die Sache ein bisschen blockiert. (Sicher bin ich mir dabei allerdings noch nicht)

Hirn!
Im zweiten Schritt kannst du deine Notizen analysieren, indem du dich fragst WARUM du es magst. Was genau findest du daran so toll? was gefällt dir? Warum magst du es?
Und wieder: Schreib alles auf, jede Notiz gibt dir einen Hinweis.

Übersetzen!
Oha, das ist – finde ich – der schwierigste Teil. Wenn man genügend Informationen gesammelt hat, kann man weiterdenken und Assoziationen knüpfen: Wie krieg ich das, was ich mag, umgesetzt? Dabei schön querdenken: Wie kann man den Geruch eines Sommerregens in ein Bild übersetzen? Ist es der glitzrig-verwaschene Boden, den ich malen kann? kleine Pünktchen. Welche Farbe hat der Duft? An was erinnert er mich sonst? Wie krieg ich mehr Captain-Amercia-Feeling in mein Leben? Wie kann ich meinen Lieblingsfilm in meinem Style ausdrücken? Notier dir deine Ideen und überlege winzig kleine Schrittchen zur Umsetzung. Ist es ein bestimmter Haarschnitt? Ein bestimme Farbe? Ist es eine bestimmte Tätigkeit? Kann ich einen Kurs dazu machen? Wenn man nicht viel Zeit oder Geld aufwenden will, kann man etwas upcyclen?

Ausprobieren, Spaß haben und lernen
Anfangen und machen. Probieren und schauen, obs funktioniert und sich gut anfühlt. So oder so – man lernt immer etwas dabei. Auch wenn die Vision vielleicht doch die falsche war.

Meinst du, das kommt hin? Fehlt noch was?
Was inspiriert dich?

Minimalismus – eine Krankheit?

Blogleserin Christine hat einen interessanten Artikel gefunden, der mich nachdenklich gemacht hat. Ich wusste noch nicht, dass es sowas gibt, aber es hat schon einen Namen: Obsessive-Compulsive-Spartanism.
Es geht um das zwanghafte Ausmisten und Nicht-Behalten-Wollens und ist somit das Gegenteil zum “Hoarding”.
Je weniger desto besser. OCS gehört anscheinend als Untergruppe (?) zu den ZwangsstörungenOCD – genauso wie das Horten von Dingen.

Ich frage mich: Wo hört Minimalismus auf und wo fängt OCS an? Wie unterscheidet man das genau? Hängt das mit der Dauer und/oder der Art des Ausmistens zusammen? Oder ist das Blödsinn und man solle doch froh sein, nicht in altem Krempel zu ersticken?! Kennst du jemanden, der sowas haben könnte? Was hältst du davon?

Und: Kann es sein, dass Minimalismus nach all den Jahren, jetzt wo er so in Fahrt gekommen ist, seine Portion Negativität abkriegt?
Wie immer geht es um das richtige Maß. Oder?

Mehr Infos:
Aus der Sicht eines Betroffenen
Interessanter Artikel, wie das evtl. mit dem Messie zusammenhängt
Allgemeine Infos und eine eher positive Sicht auf OCS

Wochenrückblick KW19/2015

Oh yeah, beim Bloggen und beim Kommentieren ist gerade die Luft raus oder? Draussen ist es schön, das Leben erwacht, wir wollen nicht vorm PC hängen bleiben. Also ich zumindest nicht. Die Sonne gibt mir Energie, ich will draussen sitzen und meine Comics lesen. Ich bemühe mich wie immer regelmäßiger zu bloggen, aber momentan habe ich andere Prioritäten.

Ein paar interessante Links, die ich gefunden habe, werde ich aber trotzdem mit dir teilen:

Das Leben mit Smartphones ist ein grausames!

@AstroAlex berichtete am Freitag im Audimax der Uni Hamburg von seiner #BlueDot Mission. Sehr interessant!

Fünf Fragen an den Soziologen Hartmut Rosa via Simsalabim

Thema Verzicht bei Domian

20 Filme, die auf Comics basieren. Da waren für mich ein paar Überraschungen dabei.

Warum William Morris immer noch wichtig ist

Das wars schon. Viel Spaß beim Klicken und ruft ma Muddern an, ne?

To Do – im Mai

Obwohl ich im April nicht alles von meiner Ploop-Ideenliste geschafft habe, war der April super! Ich werde das Motto Ploop also auch noch im Mai fortführen, weil ich es noch nicht hinreichend erforscht habe.
Viele Dinge aus meiner Vergangenheit habe ich entfernt. Keine Reue, ich vermisse nichts. Im Gegenteil. Beim Angucken von alten Fotos stelle ich immer wieder erstaunt fest: “Ach, das hattest du ja auch mal”. Ich bin nicht der Typ für Sentimentalitäten (wobei das in der Gruppe oftmals ganz witzig ist). Ploop half und hilft mir, mich unabhängig von diesen Dingen kennenzulernen. Da ich keine Erinnerungsstützen mehr habe, zwinge ich mich dazu, darüber nachzudenken: Wie habe ich mich damals gefühlt? Was war anders? Woher kamen diese Gefühle, wie/durch was/wen wurden sie ausgelöst? Das ist total spaßig und megaspannend. Es festigt meine Gegenwart.

Und diese Gedanken machen mich dankbar, deshalb habe ich für Mai beschlossen 1 Monat Dankbarkeitstagebuch zu schreiben.

Ansonsten will ich:

  • Mad Max – Fury Road im Kino angucken
  • mein Gehirn mit nem MOOC füttern und was Neues lernen
  • den Gratiscomictag und die Comicmesse besuchen
  • meine Haushaltsroutine besser organisieren
  • mehr Biologie-Vorlesungen besuchen
  • eine GrandPrix Party feiern

Was planst du im Mai? Was macht er für dich neu?

Wochenrückblick KW 18/2015

Okay, das ist jetzt ein völlig anderer Wochenrückblick…

Gefühlt habe ich diese Woche nur Online-Shops und Pinterest durchwühlt, um mal zu sehen, was aktuell so als “trendy” bezeichnet wird. Was soll ich sagen? Ich bin frustriert. Nach meiner Beschäftigung mit dem Thema Style habe ich diesmal sogar richtig LUST darauf, mir etwas Neues zu kaufen und mich ein bisschen aufzumiezeln, aber es wird mir ziemlich verübelt. Zum einen bin ich selbst dran Schuld. Minimalismus. Yeah. Ich denke zu viel und rede mir selbst den Kauf aus. (“Brauchst du doch gar nicht!”, “Das ist bestimmt von Kindern hergestellt!” usw.) oder aber es ist so dermaßen grottenhässlich, das einem schon vom Anschauen die Augen bluten. Ich habe aus Spaß mal sämtliche Läden verglichen: Zara, Mango, C&A, Kik, Takko, Gerry Weber, Gina Laura, Promod und Vero Moda – egal was man anklickt, es gibt überall diesselbe Art von Prints: sinnfreie Motivationssprüche, Mickey Maus, Fotos von Models überblendet mit Sinnsprüchen und Blumen, Streifen, Lochstickereimuster, Fransen, Blumen. Überall nur diese fucking Blumen.
Warum ich das erzähle? Weil ich 1. auf twitter schon gejammert hab und ich 2. mich neugierig auf die Suche gemacht habe, wer für dieses Verbrechen verantwortlich ist.

Ob da jetzt ein einziger Superschurke Designer hinter allen T-Shirts steckt, konnte ich leider nicht herausfinden. Aber ich habe diese Publikation gefunden und hab seitdem irgendwie schlechte Laune. Es geht um zukünftige Trends und gesellschaftliche Veränderungen und was man marketingmäßig daraus machen könnte. Ein Stichwort in der Broschüre war z.B. “Happiness Economy” und es besagt, das Glück und Werte wichtig sind. Ein “Genug” ersetzt das “Mehr”.

Und DAS gefällt mir überhaupt nicht. Ein bisschen #Minimalismus, der dann gleich wieder verkauft oder konsumiert werden kann.

Und dann wurde in dem Bericht auch noch eine Happiness-Studie eines Brauseherstellers erwähnt (die ich nicht mehr verlinken will, guck in mein Twitterprofil). Jetzt will uns koffeinhaltige Brause auch noch sagen, dass Lachen gut tut und Familie wichtig ist. Brrrr…ich wollte eigentlich mit Hilfe von #Minimalismus aus dieser Welt raus, aber irgendwie hängt man da wohl oder übel wie in nem klebrigen Spinnennetz fest.

Aber praktischerweise ist mir die Lust zu kaufen wieder vergangen. :D