Türchen Nr. 17 – Kollegen, Teamwork und Networking

17 Dezember, 2014 — 10:18am

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: “Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?” Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Türchen Nr. 17, es geht ganz arg auf Weihnachten zu. Die meisten haben bestimmt schon Urlaub, oder? Auch wenn du im Urlaubsmodus bist, sollten wir uns heute kurz über Kollegen, Teamwork und Netzwerken unterhalten.
Wie komme ich mit meinen Kollegen klar? Fühle ich mich wohl und kann mich gut im Team einbringen? In wiefern haben sich meine Networking-Skills verbessert? Was habe ich über mich in diesem Zusammenhang gelernt? Und wie passt Minimalismus da rein?

Ich weiß nicht, wie das kommt, aber “netzwerken” mmmh…seit wann ist das eigentlich ein richtiges Wort?
So ganz habe ich noch nicht begriffen, wozu das gut sein soll. Als Selbstständiger ja, aber sonst? Bringt das überhaupt was? Was macht man denn genau dabei? Was erwartet man?
Und: Kann man das nicht minimalisieren? Es klingt für mich ein bisschen anstrengend und gewollt.

Oder “netzwerke” ich auch, wenn ich mit meinen Kollegen in einer Dienstbesprechung sitze? Oder kann ich das nur mit noch Fremden, potentiellen Geschäftspartnern?

Ich weiß eigentlich gar nicht genau, wie ich das Thema Minimalismus mit Kollegen verbinde. Ich kann aber auch ganz ehrlich sein und sagen: Ich mag meine Kollegen sehr gerne. Die eine oder den anderen mehr, die eine oder den anderen weniger. Aber ich mag sie alle so gern, dass ich mich wirklich freue zur Arbeit zu gehen und mit diesen Menschen doch einen Großteil meiner Lebenszeit zu verbringen und gemeinsam etwas zu er-arbeiten.
Und ich glaube, das hat dann schon was mit Minimalismus zu tun.
Klar, manchmal läufts im Team nicht ganz rund. Wenn z.B. jemand dabei ist, der gerade ein schweres Päckchen zu tragen hat. Aber gerade dann bewusst hinschauen, sich die Zeit nehmen, sich gegenseitig trotz Stress achtsam und respektvoll verhalten – das ist es doch, was zählt?

Hier der Beitrag von Daniel.

Wie kommst du mit deinen Kollegen klar? Hast du überhaupt welche? :D Wie passt Netzwerken mit Minimalismus zusammen?

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Türchen Nr. 16 – Freundschaften

16 Dezember, 2014 — 10:33am

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: “Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?” Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Heute geht es um Freundschaften. Wie zeigt sich Minimalismus in Freundschaften? Habe ich mehr Zeit (und Spaß) mit meinen Freunden? Was kann ich tun, um meine Freunde zu unterstützen? Habe ich Verabredungen so geplant, dass sie mich nicht stressen, weil sie unter Zeitdruck stattfinden?

Obwohl sich das mit neuen sozialen Gewohnheiten nicht soooo entwickelt hat, wie ich das gerne gehabt hätte, klappte das mit bestehenden Freundschaften ganz ok.
Ja, auch da ist Nachbessern angesagt, deshalb verpasse ich mir selbst nur ein “ok”. Öfter mal telefonieren und verabreden. Aber immerhin bin ich ab und zu zu Einladungen und Treffen gegangen, auch wenn Herr DingDong nicht mit wollte und ich auch nicht sooooo die Kraft und Laune dafür gehabt habe. Meistens verpeile ich das auch, wenn lose Verabredungen im Raum stehen. Das tut mir immer sehr Leid, ist wohl ein Zeichen für Stress. Aber das will ich ändern.

Ansonsten kann ich berichten, dass ich keine Energievampire oder Doofies in meinem Freundeskreis habe. Klingt zwar jetzt total fies, aber jeder sowas mal erlebt hat, weiß wovon ich rede.
Im Endeffekt beruht das meistens ja sogar eh auf Gegenseitigkeit. Glaube ich zumindest. Passt halt manchmal nicht.

Wie ist das bei dir? Gelingt es dir gut deine Freundschaften zu pflegen? Hast du dieses Jahr deine Beziehungen von Energievampiren entrümpelt?

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Türchen Nr. 15 – Neue Bekanntschaften und Soziale Gewohnheiten

15 Dezember, 2014 — 1:38pm

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: “Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?” Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Hä bitte was? soziale Gewohnheiten? Neue Bekanntschaften? Hm. JA! Weniger Schneckenhaus, mehr Offenheit! Habe ich Zeit und Raum freigeschaufelt um neue Bekanntschaften zu machen? Raus aus dem Schneckenhaus!

Tja, das ist wohl mein persönlich wichtigster Beitrag in diesem Adventskalender. Wegen meinem Jahresmotto.
Wie es gelaufen ist? Schlecht.
Ich habe zwar neue Bekannschaften gemacht und bin darüber sehr froh, allerdings haben sich meine üblichen sozialen Gewohnheiten nicht sonderlich weiter entwickelt. Und ja, das macht mich schon ein bisschen fertig.
Das Jahresmotto hat mich so dermaßen unter Druck gesetzt, dass ich dann zur Jahresmitte beschlossen habe, es aufzugeben. Bringt eh nix. Das Motto war zu locker, weil ich keine messbaren Ziele hatte und “5 neue Freunde finden” ein bescheuertes Ziel wäre. Und gleichzeitig hat es mich total gestresst. Immer wenn ich mit Leuten zusammen bin, habe ich durchaus meine Freude, aber der Akt des Sich-Aufraffens überhaupt zu irgendwelchen Meet-ups zu gehen oder Einladungen wahrzunehmen wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Und selbst einladen, z. B. zu Kaffee und Kuchen oder so mache ich ja auch nicht, weil ich meine spärliche Frei-Zeit für meine Projekte haben will. Ziemlich vertrackt.
Aber wenn ich genauer drüber nachdenke, voll logisch: Ich arbeite in einem großen Betrieb und bin im Kundenkontakt. Das bedeutet: ich muss reden. Viel Reden. Mich manchmal mit ärgerlichen oder unverschämten Kunden auseinander setzen.
Da ist es ganz natürlich, dass ich abends meine Klappe halten und es mir in meiner Höhle bequem machen will. Sonst würde ich durchdrehen! Nur neue Leute lernt man dadurch eben nicht kennen. Und das ist auch irgendwie doof.

Das ist also noch ne ziemlich große Baustelle für mich. Wie findet man da die Balance? Vor allem wenn man introvertiert und hochsensibel ist. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr zum Stadtteilverrückten mutiere, weil ich ja doch ziemlich oft alleine bin. Ich bin gerne allein und das macht mir überhaupt nichts aus, aber es wäre gut da mal einen Ausgleich zu haben.

Mal sehen was ich im nächsten Jahr dafür tun kann.

Hier findest du den Beitrag von Daniel.


Wie kriegst du das hin? Oder hast du damit keine Probleme?

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Türchen Nr. 14 – Partnerschaft und Familie

14 Dezember, 2014 — 9:44am

Mmadventskal
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Heute gehts um’s Thema Partnerschaft und Familie, also die engeren Beziehungen: Habe ich genügend bewusste Zeit für meine Familie und meinen Partner aufgebracht? Weniger Streit – mehr Harmonie! Wie zeigt sich Minimalismus in der Qualität der Beziehung zueinander? Wie kann man mehr aus familiären Beziehungen holen, fernab vom Alltag?

Dieses Jahr haben Herr DingDong und ich uns bewusst Dates vorgenommen. Klar, wir gehen ab und zu mal irgendwo essen, ab und zu ins Kino, aber das fühlte sich immer so normal an. Ich wollte ein bisschen mehr das Besondere unterstreichen. Gemeinsam als Paar eine schöne Zeit verbringen. Wir haben uns also 12 Dates vorgenommen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind es 29! Wir waren also erfolgreich und hatten jede Menge Spaß und haben viel gelernt. Ein paar Highlights waren: Momix Botanica Tanztheater, ein Ausflug nach Glücksstadt und einer nach Schwerin, an einem normalen Wochentag vor der Arbeit in einem Bäckerei-Cafe frühstücken, den Tag der offenen Tür im Uniklinikum besuchen, Chris Hadfield treffen und die SOFIA Führung in der Lufthansa-Basis mit anschließendem Spätzle essen :D

Wir wissen jetzt schon, dass wir das nächstes Jahr toppen wollen!
Ansonsten ist noch zu berichten, dass sich das Thema Minimalismus auch in Herrn DingDongs Kopf ein bisschen fester eingenistet hat. Vor der Schlafzimmer-Renovierung hat er viel ausgemistet und ich freue mich da rüber. SEEEEHR. :D

Tja, mit meiner Familie mehr und bessere Zeit zu verbringen ist aufgrund der 800 km, die zwischen uns liegen etwas schwierig. Aber wenn wir uns sehen stelle ich Fragen. Nicht nur “Wie gehts?” oder “wie läufts?” sondern wirklich wichtige Fragen. Was sie von diesem oder jenem halten. Und warum. Zumindest versuche ich das. Die Mitglieder meiner Familie ändern sich ja auch. Und mir ist es wichtig, sie besser und vor allem stetig kennenzulernen. Aber das geht auch telefonisch :)

Hier der Beitrag von Daniel.
Wie ist das bei dir? Wie gut kennst du deine Geschwister? Deine Eltern? Wie geht dein Partner mit deiner Art von Minimalismus um?

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Türchen Nr. 13 – Nicht abgeschlossene Projekte

13 Dezember, 2014 — 9:54am

Mmadventskal
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Türchen Nr. 13 ist wieder eine harte Nuss – für mich zumindest. Es geht heute um angefangene Projekte, ums Scheitern und Loslassen können.

Wenn ich an nicht abgeschlossene Projekte denke, fällt mir spontan mein blöder Schal ein. Meh. Ich will das bald hinter mich bringen.
Dann überlege ich weiter und mir fallen diverse Renovierungsprojekte in unserer Wohnung ein. Kleinigkeiten, die noch gemacht werden müssen. Die zwar auf den ersten Blick fertig sind, aber eben noch nicht wirklich. Und dann dieses saublöde Bild, an dem ich schon seit 2008 arbeite und mich in den Wahnsinn treibt. Dem Bild fehlt was, aber ich weiß nicht was. Die Idee dahinter ist komplett verblasst und ich bin soooo kurz davor es einfach schwarz oder weiß zu übermalen oder an den Straßenrand zu stellen. Andererseits hoffe ich noch auf einen Musenkuss, weil die Basis des Bildes ganz gut ist. MIST!

Du siehst also: Ich habe arge Schwierigkeiten mit dem Thema Loslassen. Ich kann das gut ausblenden, aber manchmal kommts dann plötzlich und ich stecke fest. Lasse ich es jetzt gut sein? Oder beende ich das Thema? Ich habe ja schon mal darüber nachgedacht, aber vom Nachdenken alleine passiert auch nicht viel. Muss ich das Bild rituell verbrennen, um es loslassen zu können? Bei den Renovierungsarbeiten stellt sich dagegen diese Frage gar nicht. Das muss gemacht werden, damit es fertig ist.
Der Schal fällt in die Kategorie “Reiss dich zusammen und zieh das jetzt durch verdammt” :D
Hm. Loslassen ist auf unterschiedlichen Ebenen unterschiedlich schwierig. Und blöd, dass man das auch sofort mit “Scheitern” oder “Versagen” in Verbindung bringt! Ich meine jetzt nicht solche popeligen Sachen wie Schals oder Bilder, sondern eher abgebrochene Ausbildungen, Trennungen oder so was ähnliches. Ist das nicht heftig, dass das in unserer heutigen Gesellschaft so ein Stigma ist? Sobald der Lebenslauf ein paar Lücken hat oder man nicht als Superman/Superwoman rüberkommt, wird man sofort schief angeguckt. Dabei hat es etwas mit Selbstliebe und Selbsterkenntnis zu tun. Und das dann auch noch durchziehen und eben abschließen…das finde ich sehr mutig.

Hier der Beitrag von Daniel.

Wie ist das bei dir? Welche Projekte willst du dieses Jahr noch fertig machen? Hattest du Schwierigkeiten mit dem Loslassen? Wann fällt es dir besonders leicht?

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Türchen Nr. 12 – Finanzen und Konsum

12 Dezember, 2014 — 9:34am

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: “Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?” Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Halbzeit! in 12 Tagen ist Heiligabend. Abgefahren. Die Leute drehen draußen durch, kaufen dieses Jahr für 238 Euro Weihnachtsgeschenke, die sie dann am 3.1. wieder umtauschen müssen :D
Grund genug uns heute mal Gedanke über unsere Finanzen und unser Konsumverhalten zu machen.
Inwiefern hat sich mein Konsumverhalten geändert? Gebe ich weniger aus? Habe ich Alternativen zum Geldausgeben entdeckt und genutzt? (z.B. Tauschkiste, Car-Sharing, DIY usw.) Habe ich eine Konsumdiät gemacht? Was hat es mir gebracht?

Eine Konsumdiät habe ich dieses Jahr nicht gemacht, weil ich so einkaufsfaul bin, dass ich das gar nicht machen muss. Ich gebe schon auch gerne Geld aus, z.B. für Comics, Malutensilien oder Washi-Tape aber laut meinem Haushaltsbuch hält sich das in Grenzen.
Die meiste Kohle verfeuere ich immer noch für Lebensmittel und Essen gehen, weil es mir das wert ist. Mein Haushaltsbuch ist wirklich eine wahre Fundgrube an Erkenntnissen! Falls du dich also fragen solltest, warum am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, lege eines an und pflege es gut. Ich habe eine xcel-Tabelle, wo ich seit 2011 eintrage, wofür ich mein Geld ausgebe. (Einnahmen interessieren mich als Angestellte nicht so sehr, da reicht mir ein Blick auf den Kontoauszug). Da erkenne ich sofort wo meine Konsumeigenschaften liegen (definitiv nicht Klamottenshopping) und wo Einsparmöglichkeiten (Essen und Trinken unterwegs, alles ohne Rechnung, z.B. Bäcker – diese Liste führe ich im Filofax und trage am Monatsende den Gesamtbetrag in die xcel-Tabelle ein) sind.

Mein Konsumverhalten war schon seit jeher von Sparsamkeit geprägt. Und von Platzmangel. Ich hätte damals gerne mein Geld für Bücher rausgeworfen, aber da ich in meinem winzigen Teenagerzimmerchen nur 2 Regalbretter zur Verfügung hatte, bin ich auf die Bücherei ausgewichen. Dem Minimalismus war es förderlich und das hilft mir jetzt. Ein Notgroschen für schlimme Zeiten ist vorhanden – aber auch die Idee vom weniger Arbeiten müssen ist schön langsam umsetzbar…

Alternativen zum Geld ausgeben habe ich nicht wirklich genutzt. Klar, DIYs sind das Mittel meiner Wahl, wenn ich etwas brauche und ich es schnell und einfach selbst basteln kann. Ich kaufe zwar mehr Second Hand als vorher, aber Tauschkisten, Swap-Partys oder Verschenkläden habe ich nicht genutzt. Das habe ich mir aber für 2015 vorgenommen.

Hier die Beiträge von Michael und Daniel

Wie ist das bei dir? Führst du Haushaltsbuch? Welche Erfahrungen hast du mit Tauschhandel gemacht? Hast du eine Shopping-Diät unternommen? Wie wars?

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Türchen Nr. 11 – persönliche Organisation

11 Dezember, 2014 — 10:48pm

Mmadventskal
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Heute im Angebot: Persönliche Organisation!
Wie komme ich mit meiner persönlichen Organisation klar? Hat sich dadurch mein Leben generell vereinfacht? Habe ich dadurch mehr Zeit für andere Sachen gewonnen?

Wie ihr bestimmt alle wisst, bin ich großer Fan von persönlicher Organisation. Weil ich ein Faultier bin und ich so alles einfacher regeln kann, wenn ich weiß was ich wann zu tun hab. Und wann ich nix tun muss. Mir hat der Zen to Done Ansatz damals geholfen und obwohl ich dieses Jahr über diese Bullet Journal Methode abgelästert habe, haben sich durch Instagram und Youtube doch einige Ideen in meinen Filofax geschlichen, was mir alles noch mehr erleichtert hat.

Durch dieses Bullet Journaling habe ich mich nämlich daran erinnert, wie ich mich damals während meiner Ausbildung organisiert habe. Da hatte ich einen Kalender und ein Notizbuch extra. In das Notizbuch habe ich eine Wochenaufgabenliste notiert und auf einem Post-it meine Tages-To-Dos.
Da mein Filo alles in einem hat, schreibe ich nun zwischen den Wochenseiten meine Wochenaufgabenliste (habe ein extra Blatt zwischen die Seiten geheftet) und den jeweiligen Tag daneben. Ich male auch wie beim Bullet Journal ein Kästchen, das ich halb ausfülle, wenn ich die Aufgabe angefangen habe. So sehe ich zumindest nicht ein “voll versagt” sondern nur “cool, geht ja eh was voran” :D Der Textmarker, mit dem ich vorher die erledigten Sachen markiert habe, bleibt zu Hause.
Und diese Wochen-To-Do-Liste reicht mir völlig. Ich kann also für nächstes Jahr mein Kalenderformat weiter einstampfen (1 Woche auf einer Seite für Termine, 1 To-Do-Seite daneben) und der Filo wird noch mal dünner.

Ich weiß, ich weiß. Jetzt kommen bestimmt diese Kommentare wie “also ICH brauche überhaupt keine To Do Liste und bin völlig frei vom Leistungsdruck!”, die man auf Organisationsblogs lesen kann…
Aber auf meinen Listen stehen 3-4 wichtige Dinge pro Woche drauf, die ich wirklich erledigen muss. Und dann stehen da noch viele Herzensdinge drauf. Z.B. Comics lesen. Ins Kino gehen. Glühwein trinken. Das MUSS ich nicht machen. Das WILL ich machen. Und wenn ich es nicht schaffe, ist es auch nicht schlimm.
Warum ich das dann überhaupt aufschreibe? Damit es sichtbar ist. Damit ich in stressigen oder traurigen Zeiten begreife, dass immer noch genügend Zeit und Raum in meinem Leben für Spaß ist. Meine Listen funktionieren als temporäres Logbuch jenseits der Leistungsgesellschaft. Weil ich nicht hier bin, um etwas zu leisten, sondern um das Leben zu erforschen.

Hier die Beiträge von Daniel und Michael

Wie ist das bei dir? Was steht auf deiner täglichen Spaß-Liste?

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Türchen Nr. 10 – Hobbies und Freizeitgestaltung

11 Dezember, 2014 — 10:45pm

Mmadventskal
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So, lieber spät als nie! Sorry, dass das erst jetzt kommt. Ich hatte leider Schwierigkeiten mit meinem Modem.

Findet ihr nicht auch, dass das Wort “Hobbies” immer ein bisschen komisch aussieht? Ich mag “Hobbys” lieber, aber das ist doch falsch. Sagt zumindest mein Gehirn aus dem Englischunterricht 5. Klasse. Oder gabs mal eine Rechtschreibreform in Großbritannien, die ich nicht mitbekomme habe? EGAL! Es geht um Freizeitgestaltung und eben Hobb-i-e-s:
Welche Hobbys passten nicht mehr zu mir? Konnte ich mein Hobby in irgendeiner Weise vereinfachen? Konnte ich überflüssiges Equipment/Material loswerden?

Mit dem Thema Hobby habe ich mich dieses Jahr zum ersten Mal beschäftigt.

Das Hobby Stricken habe ich aufgegeben. Ist mir echt zu lahm. Die übrige Wolle habe ich verschenkt, die Leute haben sich sehr gefreut. Der Schal ist immer noch nicht fertig. Vielleicht versuche ich es über Weihnachten, damit endlich mal das Projekt abgeschlossen ist.

Ein neues Hobby habe ich dagegen angefangen: Comics!!!
Zuerst wollte ich es gar nicht als Hobby bezeichnen, aber es begeistert mich so dermaßen, dass ich gar nicht anders kann. Ich mag es, mich im Comicladen umzusehen. Ich mag es sogar, dafür Geld auszugeben(!!!). Ich liebe es, mich darüber zu unterhalten und Dinge darüber auf anderen Blogs zu lesen. Ich lese meine Comics immer wieder und entdecke immer wieder neue Aspekte, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Ich tausche Comics mit meinem Arbeitskollegen und obwohl der Stapel an Comics, den ich bisher habe, in keinster Weise minimalistisch ist, ist mir das völlig egal. Ich freue mich einfach, wenn ich hingucke.
Keine Ahnung, wann da genau die Gehirnwäsche eingesetzt hat, aber ich finds ok.superkalifragiexpialigetisch!

Das Hobby “Bloggen” bzw. Schreiben ist auch wieder in bessere Bahnen gelenkt worden, seit ich den neuen Rechner habe.

Das Thema Sport als Hobby verschweigen wir an dieser Stelle :D Ich will so gerne, dass es mal ein Hobby wird!

Ich will mehr Zeit schaffen für Mikroskopie und Kunst, denn da habe ich das Material schon zu Hause herumliegen. Nur eben nicht in Benutzung.

Hier der Beitrag von Michael. Und der von Daniel.

Wie ist das bei dir? Hast du dieses Jahr ein neues Hobby angefangen? Oder eines aufgegeben?

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Türchen Nr. 9 – Morgen- und Abendroutine

9 Dezember, 2014 — 9:32am

Mmadventskal
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Willkommem zum 9. Türchen. Heute gehts um (m)eine Morgen- und Abendroutine.

Hat sich meine Morgenroutine und/oder meine Abendroutine vereinfacht? Wenn nicht, wie kann ich sie vereinfachen? (Z.B. morgens mal auf Make-up verzichten, abends schon die Tasche für den nächsten Tag packen)

Ich gestehe, ich liebe diese Thema schon immer. Als ich die ersten Versuche in Richtung Minimalimus gestartet habe, lernte ich durch diverse Organisationsblogs wie man seine Morgenroutine “streamlined”. Das hat mich fasziniert, das wollte ich wissen.
Und nun ist es echt ne coole Gewohnheit, die mir gute Dienst leistet. Ich kann nämlich 1 Stunde länger schlafen. Hammer, oder?

Durch mein weitgehend produktfreies Leben kann ich morgens in 10 Minuten fertig sein. Wenn ich will. Meistens gönne ich mir aber nach den 10 Minuten auch noch mehr Zeit zum trödeln. Ich sitze da und schreibe Mails oder lese in meinem Buch. Manchmal schreibe ich auch Tagebuch und trinke Kaffee. Und wenn ich Spätdienst habe, ist auch mal ein schönes, langes Frühstück mit Herrn DingDong drin. Da fühlt sich so ein blöder Dienstag wie ein Sonntag an. Ich halte dabei aber nicht viel von diesem “become an early riser” – Geschwätz. Warum soll ich denn um 5 oder 6 Uhr aufstehen, wenn ich weder will noch muss? Ich muss ja entsprechend früher ins Bett.
Das ist doch blödsinnig! Jeder Körper braucht eine bestimmte Menge an Schlaf. Ich bin abends generell fitter als morgens, also habe ich mir diese Routinen ausgedacht.

Meine übliche, minimalistische Morgenroutine:
Aufstehen
Anziehen
Tee oder Kaffee kochen und trinken
Haare spülen (Bed Head bei kurzen Haaren…) oder Duschen
Tasche nehmen, Schuhe und Jacke an und raus.

Das ist Standard.

Meine übliche, minimalistische Feierabendroutine ist viel flexibler, beinhaltet aber immer:
Klamotten bereit legen
Tasche/Rucksack für den morgigen Tag packen
Filofax-Check: Was konnte ich nicht erledigen, was muss noch getan werden usw. Ich plane grob den morgigen Tag.

Mit solchen Routinen kann ich als Arbeitnehmer mehr aus meiner freien Zeit machen. Ich vergeude keine unnötige Zeit mit Schlüsselsuche oder “noch mal zurück in die Wohnung rennen”, weil ich was vergessen habe. Das finde ich sehr hilfreich und erleichternd.

Hier der Beitrag von Daniel und der von Michael

Wie ist das bei dir? Hast du eine Morgenroutine? Wie sieht deine Abendroutine aus? Bist du “early riser”?

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Türchen Nr. 8 – Ausmistaktionen

8 Dezember, 2014 — 11:51am

Mmadventskal
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Türchen 7 wohlbedacht, heute endlich: Nummer 8! Das Thema finde ich ziemlich einfach, weil so fast alle starten, oder?
Wie kam ich mit dem Entrümpeln voran? Welche Bereiche der Wohnung/im Haus sind nun aufs Minimum reduziert? Habe ich einen neuen Einrichtungsstil gefunden? Was muss noch erledigt werden?

Hm. Entrümpeln…
So richtige Projekte habe ich eigentlich nicht mehr, bei mir passiert Entrümpeln immer zwischendurch. Wenn ich ein T-Shirt anziehe und ich merke, dass es doch schon komplett hinüber ist, dann kommts weg. Vorteil: Es ist weg. Nachteil: Ich weiß gar nicht, wie viele T-Shirts ich noch habe. Vielleicht sollte ich mal wieder mehr Projekte machen, in kleinen Portionen, damit alles schnell erledigt ist und ich wieder den Überblick habe.
Große Entrümpelungsaktionen hatte dieses Jahr eigentlich nur Herr DingDong. Wir haben unser Schlafzimmer renoviert. Da mussten Regale abgebaut und sauber gemacht werden, Tapeten abgekratzt werden. Weiße Farbe drauf, alles wieder aufbauen und gottseidank wurde zwischendurch richtig viel entsorgt. Ich weiß gar nicht wie das kommt, aber ich hatte bisher nur wertlosen Plunder zu entrümpeln. Herr DingDong hat wirkliche Schätze, die bestimmt ein hübsches Taschengeld reinbringen.

Bad Nr. 1 ist total minimalistisch. Das stehen wenig Produkte drin und wir achten darauf, dass Duschvorhang und Handtücher immer in weiß sind um den Gesamteindruck zu verstärken. Ich fühle mich dort richtig wohl.
Überhaupt: weiß, weiß weiß! So viel wie möglich in Weiß. Das tut mir gut.

Das Ausmisten bei mir ist nicht mehr so klar definiert. Ich habe immer noch Zeug, viel Zeug. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht “minimalistisch” wirkt, kenn ich doch tatsächlich alle meine Sachen. Ich brauch auch irgendwie das kreative Chaos, um kreativ zu bleiben. Nur leider ist eine vollgestopfte Wohnung auch ein vollgestopfter Geist. Stress auf der Arbeit oder sonstige Verpeiltheit äußert sich sofort in Chaos, dass sich auf meinen Schreibtisch ausbreitet.
Das Zeug, das ich rauswerfe, macht optisch keinen allzu großen Unterschied.
Hm.
Da muss also noch mehr raus, damit es wieder einen Unterschied macht :D Also im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, nur der Kleinkram stört.
Der nächste Renovierungskandidat ist das Bad.

Die Beiträge von Michael und Daniel sind auch spannend!

Wie ist das bei dir? An welchem Punkt bist du angekommen? Muss noch das Grobe raus oder ist auch schon Feinschliff angesagt?

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