Wochenrückblick KW20/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Sonntag!! Ich gleich zu ner Ausstellung, abe davor gibts noch ein paar Linkperlen. Diese Woche war schon wieder ordentlich Futter für mein Gehirn im Internet:

Eine moderne Version von Edward Hoppers Bildern gibts bei Arne Svenson in seinem Fotoprojekt „The Neighbors“

Schon mal was vom Tokoloshe gehört? Das ist die südafrikanische Version eines Vampir-Bigfoot-Verschnitts. Die Antwoord (bekannt nicht nur wegen schrägen Klamotten, speziellen Frisuren und deren Musik sondern auch aus dem Film Chappie) machen sich in diesem Film auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wesen.

Grundeinkommen und Automation – ja, diese Themen gehören zusammen! Dazu muss unbedingt auch die Frage gestellt werden, was wir tun werden, wenn Roboter unsere Arbeit machen. John Danaher hat ein paar interessante Ideen und Gedankengänge.
woah und dann auch noch total faszinierend: Trifft eine potentielle Arbeitslosigkeit durch Automation und Robotik hauptsächlich Männer? Da wird die Diskussion um „typische Frauenberufe“ und „typische Männerberufe“ nochmal aus einem neuen Blickwinkel betrachtet.

Ach, 3D Drucker… so viele tolle Möglichkeiten…
Hier druckt ein Soldat für verwundete Kameraden Prothesen aus und es gibt jetzt ganz neu ein Elektro-Motorrad aus dem 3D Drucker, was nur 35 kg wiegt!

Das Spiel „This War of Mine: The Little Ones“ holt den Krieg in unser Zimmer. Es ist kein Ballerspiel, sondern man schlüpft in die Rolle eines Zivilisten…

8 Dinge, die wir von Prince lernen können – toller Artikel, passt gut zu meinem Biografie-Projekt.

Make the heart light up

Das wars schon! Schönen Restsonntag wünsch ich dir!

Apokalypse light oder: ein Leben aus Eimern

apokalypse light - mein leben aus dem eimer

Mein Pfingstwochenende war gesegnet mit einer – für hiesige Verhältnisse und mit weichgespülten Charakteren – Katastrophe.
Im Nachbarhaus, mit dem wir zusammen an der Wasserversorgung hängen, gab es eine geplatzte Leitung. Das Treppenhaus stand unter Wasser, ebenso die Erdgeschosswohnungen. Ein Nachbar ist im Urlaub, der weiß noch nix von seinen schwer durchnässten Polstermöbeln…
Das bedeutete für mich und andere: Von Sonntagvormittag bis Dienstagnachmittag gabs kein Wasser aus der Leitung. Hamburgwasser hat netterweise einen Tank in die Straße gestellt (leider nicht direkt vor das betroffene Haus, sondern in die Nebenstraße) und wir konnten uns dort mit Eimern und Wasserbeuteln unseren Wasservorrat abzapfen. Dort traf man auch hin und wieder nette Leute, mit denen man sofort ins Gespräch kam.

Auch wenn es nervig war, war die ganze Erfahrung interessant.

Wie viel Wasser braucht man eigentlich täglich?
Welche Gefäße im Haushalt lassen sich gut befüllen und tragen?
Wann drücke ich tatsächlich mal die Klospülung und wann gönne ich mir einen Tee oder Kaffee?
Was mache ich, wenn ich nicht mal mehr Strom habe?

Hahn auf. Hahn zu.
So einfach. Jeden Tag.
Ein Reflex.

Hahn auf. Hahn zu.
Duschen mit warmen Wasser.
Hände waschen.
Wäsche waschen.
Ein Glas Leitungswasser trinken.
Plötzlich ein Luxus.

apokalypse light - mein leben aus dem eimer

Interessant an dieser Lightversion der Apokalypse fand ich, dass das ganz eng mit den Fragestellungen „Was brauche ich?“ und „Was ist wirklich nötig?“ zusammenhängt. Und auch über meine Sachen mache ich mir wieder Gedanken. Herr DingDong hat wundersame Dinge aus seinem Globetrotter-Sortiment gezogen! Einen Wasserbeutel zum Aufhängen, damit konnte man prima duschen und Haare waschen. Vor allem, wenn der Sack über Nacht auf der Heizung lag und man WARWMES Wasser hatte. Oder das Faltwaschbecken. Das hat das Hände waschen enorm erleichtert, weil man es endlich wieder alleine tun konnte und man niemanden brauchte, der einem Wasser über die eingeseiften Hände schütten musste. Alles Dinge, die man zwar nicht unbedingt als Großstadtminimalist braucht, die aber plötzlich ein Mehr an Komfort boten in diesem Szenario und das wiederum ist gut, um die Laune oben zu halten.
Wäsche haben wir gottseidank am Freitag schon gewaschen, daher war das kein Problem. Aber was wäre, wenn ich nur eine Mini-Garderobe hätte, wo ich jeden spätestens jeden zweiten Tag hätte waschen müssen? Klar – Waschsalon. Aber was wäre das in einem wirklichen Notfall geworden, wenn es nirgends Wasser gäbe?

Das sind für mich furchtbar interessante Gedankenspiele. Und es geht auch viel ums Aushalten können.

apokalypse light - mein leben aus dem eimer


Was ich gelernt habe und über was ich noch nachdenken muss:

  • In Krisenzeiten (auch wenn sie so lahm auf Level 0 sind wie gerade beschrieben) halten die Menschen zusammen. Ich glaube fest daran, dass das irgendwie in uns drin steckt
  • Pragmatisch denken und nicht jammern ist ein Key Skill. Immer.
  • Bei guter Laune bleiben hilft auch immer
  • Smalltalk mit Fremden ist in solchen Situationen überhaupt kein Problem mehr. Anlassbezogen kann man sofort gut ins Gespräch kommen. Das lässt sich sicherlich auf den Alltag übertragen. Irgendwie.
  • Keine Scheu vor Reden über Fäkalien. Wenn die Klospülung nicht funktioniert, ist alles anders.
  • besondere Lebensstile (z.B. Ernährungsformen, Diäten, müllfrei u.ä.) können unter katastrophalen Umständen nicht unbedingt berücksichtigt werden. Wie flexibel ist der eigene Lebensstil? Wie komm ich damit klar?
  • man kann anderen besser helfen, wenn man selbst weiß, was zu tun ist

Hier in Schland gibts weder große Tornados, Mega-Erdbeben oder Tsunamis, aber wir kennen starke Herbststürme und Hochwasser und den dazugehörigen stinki-Schlamm. Interessant sind Katastrophenszenarien trotzdem. Oder warum sonst schauen wir uns die Hollywood-CGI-gemachten Krisenfilme an?

Deshalb gibts für Interessierte noch ein paar Links:
Ratgeber für die Notfallversorgung
Eine persönliche Checkliste für eine Notfallausrüstung
Ein Buch, das schon länger auf meiner To-Read-Liste steht: Apokalypse jetzt – ein Selbstversuch von Greta Taubert
Und hurra – eine Liste mit apokalyptischen Katastrophen zu jedem Thema und wer Bücher mit dem Thema „Endzeit“ lesen will, kann ja mal in meine Liste gucken.


Welche Erfahrungen hast du ohne Strom oder Wasser gemacht? Wie lang war der längste Zeitraum, den du ohne fließend Wasser oder Strom verbringen musstest? Warst du mal von einem Hochwasser direkt betroffen?

Wochenrückblick KW19/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Lieber spät als nie – heute ist Ausnahmesituation. Im Nachbarhaus mit dem wir hier zusammenhängen ist ne Rohrleitung geplatzt, das Wasser wurde abgestellt und wir sitzen auf dem Trockenen. (Hm. Kommt der Spruch vom Sitzen auf Klo ohne Spülung???)
Soll angeblich Dienstag repariert sein. Und dann haben wir tatsächlich gestern verpeilt einzukaufen. Es hing keine Einkaufsliste am Kühlschrank, der ESC kam wieder schneller als erwartet, ein bisschen erkältet bin ich auch – Hirn aus und nur noch eine Rolle Klopapier :D
Ich simuliere hier also ein bisschen die Apokalypse, aber da wir noch Strom haben, kann ich dir noch ein paar Links notieren.

Diese Woche habe ich mich mit dem Thema „leichte Sprache“ beschäftigt. Fürs Schreiben von leichter Sprache gibts klare Regeln, aber fürs Sprechen? Als ich neulich mal eine Führung für geflüchtete Kinder machen musste, war das ganz schön schwer, weil man sich so konzentrieren muss. Hat dein Arbeitgeber eigentlich ne Website in leichter Sprache? Falls nicht, kannst du das ja mal anregen.
Fragt sich jetzt nur wie dieses Gendersprech mit * _ in dieses Regelwerk passt. Denn so richtig barrierefrei stell ich mir das jetzt nicht vor?!??!

Joah, würd ich sehen wollen. :D

Something Extraordinary Is Happening in the World, And Most People Haven’t Noticed

Diese Geschichte zum Thema Ohrlöcher stechen ist nicht nur interessant, nein, sie beweist auch noch, dass JEDES Thema interessant aufbereitet werden kann.

Und zum Abschluss gibts noch eine schöne Geschichte, die mich sehr berührt hat.

Ein Rezept von Goethes Mutter

Ich weiß leider nicht mehr genau, wie ich darauf gestoßen bin und ich weiß auch nicht, ob es WIRKLICH von Goethes Mutter stammt. Aber alles, was ich bisher in seiner Biografie über ihn und seine Mutter gelesen habe, gibt mir das Gefühl, dass das hinkommt. Anscheinend war Catherina Elisabeth Goethe eine sehr kluge, selbstbewusste und warmherzige Philanthropin, eine gute Gastgeberin, Gesprächspartnerin und ja, auch manchmal eine genervte Mutter, weil ihr Sohn sie nicht oft genug besuchen kam. (Was er nach ihrem Tod – wenn ich mich recht erinnere – auch bereut hat…)

Jedenfalls wird ihr dieses Rezept zugeschrieben und weil ich es witzig finde, möchte ich es mit dir teilen:

rezept von goethes mutter

Ich stelle mir das fertige „Gericht“ sehr gut vor und frage mich, wo ich persönlich eine mehr als eine Prise Takt nötig habe oder ob es ab und an mal ein Esslöffel mehr Optimismus sein sollte. Vielleicht sollte man seinen Alltag mehr in diesem Hinblick betrachten und sich die Zutaten vorher genau bereitlegen. Gibt es Allergien? Wie Zeitaufwändig ist das Gericht? Hilfreiche Werkzeuge, wie scharfe Messer oder Töpfe in einer guten Größe sind auch wichtig. Ich muss unbedingt mal ein Rezept mit mehr Geduld und weniger Angst probieren und vielleicht auch mal ein anderes Messer benutzen um den Tag zu zerteilen :D

Also, wie kochst du dir deinen Tag?

Wochenrückblick KW18/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Ja ich gebs zu, den Wochenrückblick der KW 17 hab ich völlig unterschlagen, aber ich war faul und kaum online und da dachte ich, euch macht es auch nix aus. So ist es doch, oder? :D

Naja, dafür aber jetzt!

Relationship Salve – the practice of intentional dialogues von zenhabits und ebenfalls von Leo: ein lesenswerter Artikel über Orientierung in fremden Städten. Ich kann mich innerhalb kürzester Zeit sehr gut an fremden Orten orientieren und er hat sich die Mühe gemacht, das mal aufzuschreiben was da genau bei IHM im Gehirn passiert. Und das kann ich voll und ganz unterschreiben, ich mach das genauso. Vielleicht können das visuell-orientierte Menschen ein bisschen besser, aber trainieren kann das trotzdem jeder.

Klimawandel und Armut in Europa

Ein Haus aus Plastik und den Mars entdecken.

Tolle Erklärung zum Thema Motivation

Wieder was gelernt: Yonic ist anscheinend das Gegenteil von Phallic

Plastik – Erfolgsgeschichte oder Zeitbombe?

Männer lesen fiese Tweets vor. Die Frau, die es betrifft, sitzt vor ihnen.

Gesehen im April

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Code 46
Die Erde ist ökologisch verwüstet und es gibt zu viele Menschen. Einige davon leben „drinnen“ und es gibt welche, die „draussen“ leben müsssen. Zugang zu den Städten ist nur möglich mit Papieren („Papeles“) und Fortpflanzung ist nur möglich, wenn ein Gentest erfolgt ist und kein inzestiöser Fall vorliegt. Dies ist im Code 46 geregt. Versicherungsermittler William reist nach Shanghai um einem Betrug auf die Spur zu kommen. Er hat sich einene Empathie-Virus spritzen lassen, mit dem er bisher sehr erfolgreich Lügner enttarnt hat. In der Firma, in der die papeles hergestellt wird, kommt er schnell dahinter, dass diese von einer jungen Frau namens Maria geschmuggelt werden. Doch er zeigt sie nicht an, weil er sich in sie verliebt hat…
Fazit: um ehrlich zu sein habe ich den Film nicht wirklich verstanden. Klar, schöne Bilder, tolles Setting, auch der Sprachmischmasch war super durchdacht. Schauspielerisch mit Tim Robbins und Samantha Morton gut ausgestattet – aber irgendwie wusste ich hinterher nichts mit dem Film anzufangen. Der Film ist sehr kühl und schafft es leider nicht – anders als bei Gattaca – das zwischenmenschliche Drama in dem Setting auszubreiten.

Tinkerbell and the pirate fairy
Fee Zarina wird nach einem fehlgeschlagenen Experiment aus dem Feendorf verbannt. Ein Jahr später kommt sie zurück und klaut eine besondere Art Feenstaub. Ihre sechs Freundinnen, darunter Tinkerbell, verfolgen sie und wollen sie zurückholen. Doch dann gibts ein Unglück und die Talente der jeweiligen Feen vertauschen sich. Das führt zu diversen Missverständniss und dann kommen sie auch noch dahinter, warum Zarina den Staub geklaut hat – Piraten!!!
Fazit: bunt, glitzernder Elfenfilm, den man sich schon anschauen kann. Die Ideen in der Elfenstaubfabrik fand ich sehr witzig und die Stimmen von Christina Hendriks, Tom Hiddleston und Jim Carter (u.a.) machen aus dem Filmchen ne schöne Sache. Ich wollte eigentlich nur kurz reinschauen und bin dann voll drauf hängengeblieben :D

Mondbasis Alpha 1 /Space 1999
Im Jahr 1999 existiert auf dem Mond eine Basis mit mehreren hundert Menschen, die dort leben und arbeiten. Zwischen Erde und Mond gibt es regen Verkehr, denn der Mond dient auch als Atommülldeponie. Aber am 13.September 1999 gibts ein Problem und irgendwas explodiert. Der Mond driftet von der Erde weg durchs All ins Unbekannte. Eine Zeit voller Gefahren, Merkwürdigkeiten und Abenteuer beginnt.
Fazit: megatrashig natürlich, aber damals war das sicherlich der Kracher! Mein Durchhaltevermögen bei alten Serien ist deutlich höher als bei gegenwärtigen Sendungen. Die erste Staffel hat übrigens auch Peter Cushin (General Oromoff aus Star Wars) und Christopher Lee als Aliens parat! Für Trekkies mit Trash-Anspruch ein Muss. Ab Folge 15 merkt man aber, dass wohl ein bisschen mehr Geld geflossen ist. Die Ausstattung ist besser, die Dialoge nicht ganz so hohl und die Effekte sind auch nett. Die waren übrigens noch vor Star Wars dran! Und überhaupt möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, dass die Produzentin eine Frau war. Nämlich die tolle Sylvia Anderson, der wir auch die Thunderbirds zu verdanken haben.

Mission Impossible – Rogue Nation
Ethan Hunt findet nach einer Mission heraus, dass das IMF von einer Gruppe namens „Syndikat“ unterwandert wurde. Er versucht gemeinsam mit seinen Kollegen herauszufinden, was da los ist, aber die CIA sitzt dem IMF im Nacken…
Fazit: Kann man sich sparen, der Stern ist verglüht. Das einzig sehenswerte daran ist der tolle Simon Pegg. Der bringt ein paar Ecken in die glattgebügelte Hollywoodkost. Der Film ist so belanglos, ich musste den Inhalt nochmal nachgooglen. Ansonsten lieber zehnmal den ersten MI Film angucken.

Außerdem hab ich jetzt endlich mit „Jessica Jones“ angefangen und obwohl ich erst bei Folge 5 bin, muss ich sagen, dass mir die Serie doch ganz gut gefällt.

Was hast du dir angesehen?

Gelesen im April

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.

Die Leseliste im April ist kurz, weil ich einen Ratgeber mit vielen Aufgaben gelesen habe und einen langen Roman. Dazu ein paar Comics, die ich auch kurz vorstellen möchte. Und auch wenn jetzt schon Mai ist – nachreichen will ich sie trotzdem:

„Wo stehe ich und wo gehts jetzt hin?“ von Susanne Hofmeister
Die Idee der Biografie-Arbeit ist, mit Hilfe seiner Vergangenheit seinen jetztigen Standpunk auszumachen, um herauszufinden, warum man so tickt und wie es weitergeht. Am Anfang wird erklärt, was Biografie-Arbeit ist und wie sie mit Rudolf Steiners Idee der Jahrsiebte zusammenhängt. Die Ideen und Erlärungen zu den jeweiligen Jahrsiebten folgt dann und werden jeweils abgerundet durch einen Fragenkatalog, den man für sich beantworten kann. Zwischendurch gibt es auch „Stärkungsjoker“, damit man sich jetzt aktiv was Gutes tun kann. Am Ende des Buches findet sich noch eine Literaturliste.
Fazit: lesenswert, auch wenn ich nur die ersten 6-7 Kapitel durchmachen konnte. Diese waren aber hilfreich und es ist ein gutes Arbeitsbuch, was man immer wieder zur Hand nehmen kann. Auch bestimmt ein gutes Geschenk für Oma und Opa.

„Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr
Das blinde Mädchen Marie-Laure LeBlanc wohnt mit ihrem Vater in Paris und begleitet ihn täglich mit zur Arbeit ins Naturkundemuseum. Dort erfährt sie auf einer Führung etwas von einem ganz besonderem Edelstein namens „Das Meer in Flammen“. Mit der Lektüre von Jule Verne, den verschiedenen Geschichten und Fantasien und einem kleinen Holzmodell des 5. Arrondissment, das ihr Vater gebaut hat, erklärt sie sich die Welt. Doch dann bricht der Krieg aus und sie fliehen zu ihrem Onkel nach Saint-Marlo in der Bretagne, nichtsahnend, dass ihr Vater einen besonderen Auftrag hat…
Parallel dazu wächst der Waisenjunge Werner Hausner mit seiner kleinen Schwester Jutta auf dem Gelände der Zeche Zollverein auf, lernt französisch und bastelt aus Müll und Fundstücken Radios. Eines Abends empfängt er eine französische Stimme, die in einem wohligen Klang etwas über das Universum erzählt. Dann muss Werner nach Schulpforta und beginnt seine Ausbildung. Im Krieg verschlägt es ihn als Funker von der Ukraine, über Österreich in die Bretagne…
Fazit: schnell gelesen (leider zu schnell…), sehr melancholisch, aber eine ganz besondere Geschichte. Hat mich sehr berührt, daher lesenswert! Ein bisschen vom Feeling her wie die Filme von Jean-Pierre Jeunet, falls das hilft :)

und jetzt zu den Comics:

Wonder Woman Vol 1 „Blood“ und Wonder Woman Vol 2 „Guts“ von Azzarello/Chiang/Akins
Hippolyta, die Königin der Amazonen und Mutter von Diana aka Wonder Woman, hat jahrelang vor ihrer Tochter ein Geheimnis verborgen – und als Wonder Woman endlich erfährt, worum es sich handelt, bricht ihr Leben auseinander. Doch sie wäre nicht Wonder Woman, wenn sie sich da nicht auch durchbeissen würde.
Fazit: Coole Story, allerdings fand ich die Zeichnungen ein bisschen lahm. Trotzdem ein guter Einstieg für Neulinge.

Wicked + Divine Vol 1 „The Faust Act“ und Wicked + Divine Vol 2 „Fandemonium“von Gillen/McKelvie
Alle 90 Jahre manifestieren sich 12 Götter als Menschen auf der Erde. Sie werden geliebt, sie werden gehasst. Und nach zwei Jahren sterben sie.
Fazit: anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Story reinzukommen und mit den Namen aller Götter kam ich auch durcheinander, aber insgesamt eine spannende Story, mit tollen Farben und supercoolen Variants, die das who-is-who der Comiczeichner-Szene versammeln. Die Idee, das Leben-und-Tod Thema mit dem Popstarkult zu vereinen find ich ziemlich genial, also lesen!

Das wars schon. Was hast du gelesen?

To Do – im Mai

Auch der April ist vorbei, die Welt dreht sich weiter, es ist Mai und hoffentlich bringt er ordentlich gutes Wetter mit. Ich will mit der Sonne faul im Park schmelzen, herumlungern und Eis essen und Vögel zählen.
Aber erst mal kurze Rückschau: Im April hab ich auf verpackte Süßigkeiten verzichtet und das empfand ich als absoluten Habit-Hack-Geniestreich. Ich weiß, da draussen gibt es Leute, die überhaupt kein Problem mit Zucker haben, die nicht von zuckerfreien Kuchen traurig werden, die prima ohne klar kommen. ICH NICHT. Ich liebe Zucker und brauch den. Er macht mich satt und glücklich. Der weiche schaumige Kuchenboden, dazu matschige Schokosahne oder Früchteglibber obendrauf, alles ineinander mit Glück verbacken und verwoben, dieser Genuss macht mich richtig richtig glücklich und darauf zu verzichten fänd ich in meinem Fall ziemlich dämlich. Problem nur: Ich esse manchmal zu viele Süßigkeiten. Und dann auch noch ekliges Zeug, das nach zwei Stückchen oder Bissen irgendwie klumpig im Magen hängen bleibt.
Das meiste eklige Zeug ist verpackt und weil das mit dem Müll ja auch so ne Sache ist, dachte ich einfach: Dann gibts halt im April ne Challenge. Keine verpackten Süßigkeiten essen, aber sich doch noch Unverpacktes (also Kuchen, Torten und Eis) gönnen ist eine spitzen Idee. Und es hat super funktioniert, daher werde ich das auch weiterhin so beibehalten und als Neuerung einbauen, dass es diese Leckereien wenn überhaupt nur am Wochenende gibt.

Außerdem will ich noch das machen:

  • einen Berg Comics lesen und den Gratis Comic Tag am 14.5. besuchen
  • Ins Kino gehen und Captain America Civil War anschauen
  • weiter Sportangebote testen, die Spaß bringen und bei denen ich nicht nach der Arbeit einschlafe
  • ein paar plastikfreie Mittelchen herstellen und ausprobieren
  • auf dem grünen Ring entlang wandern
  • weitermachen mit „Projekte abschließen“, denn das hat im April überhaupt nicht geklappt

Und was willst du im Mai machen?

25 Ideen für ein persönliches Reisetagebuch

In meinem Kurzurlaub über Ostern habe ich zum ersten Mal ein Reisetagebuch geschrieben. Warum? Weil ich 1. gerne Sachen aufschreibe, damit ich mich besser daran erinnern kann und 2. meinen Lagerbestand an Notizbüchern reduzieren möchte. #minimalismus

Anstatt typische Souvenirs zu kaufen, habe ich meine Eindrücke und Erfahrungen im Büchlein sichtbar gemacht. Traditionell war es in den letzten Urlauben auch schon immer so, dass wir uns abends nach einem langen Tag voller neuer Begebenheiten unsere Fotos anschauten und so den Tag Revue passieren ließen. Das macht total viel Spaß! Aber nach ein paar Monaten verblasst die Erinnerung und man hat echt Schwierigkeiten die ganzen Ereignisse den einzelnen Tagen zuzuordnen. Vor allem muss das Gehirn joggen, wenn man mehrere Male am selben Ort war.
Da vermischt sich einfach alles!

25 Ideen für ein Reisetagebuch

Ein Reisetagebuch ist für mich ein ideales Hilfsmittel, um ganz bewusst zu reisen und den Urlaub richtig zu genießen.
Außerdem hilft es super, wenn man sich alleine im Lokal ein bisschen verloren vorkommt oder es durch Regenwetter kurzfristig zu Planänderungen kommt. Man kann drin rumkritzeln, schreiben, blättern, sich dran festhalten und sich so die Zeit vertrödeln.
Ich finde es immer ein bisschen traurig, wenn ich daran denke, dass für viele der Urlaub erst am Zielort anfängt. Dabei fängts doch schon mit Koffer packen und vor-sich-hin-träumen an, oder? Es wird zwar alles geknipst und gefilmt, aber die vielen neuen Eindrücke werden irgendwie dann doch nicht verarbeitet und die Fotos bleiben unbeachtet auf der Festplatte und schmurgeln vor sich hin. Good old Goethe meinte „Für Naturen wie die meine ist eine Reise unschätzbar: sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet.“, aber was bringt eine Reise, ein (für die eigene Geldbörse und die Natur kostspieliger) Urlaub, wenn man nix davon wirklich mitkriegt? Der Urlaub schrumpft zum Konsumgut zusammen, nur damit man ein bisschen was für seinen Instagramfeed hat. Das ist doch traurig, non?

Dinge aufschreiben ist schwierig, wenn man keine Übung drin hat. Wenn du gerne zu den Tagebuchschreibern gehören willst, es aber bisher nie durchgehalten hast: Versuchs mit einem Reisetagebuch! Der Zeitraum des Schreibens ist begrenzt, du hast ein vorgefertigtes Thema (der Urlaub) und es ist ein schönes Ritual, um den Tag anzufangen oder zu beenden.

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen


Und was soll ich da reinschreiben?
Hier ein paar Ideen:

1. Am Anfang der Reise: Wie stellst du dir den Urlaub vor? Ist es das erste Mal im Ferienhaus/Hostel/Gruppenreise/Luxusressort?
2. Was möchtest du dort unternehmen? Worauf freust du dich?
3. Gibt es etwas, was dich verunsichert?
4. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: _______ [eine Liste]
5. Angekommen! Dein erster Eindruck?
6. Beschreibe dein Hotel/-zimmer, Ferienwohnung
7. Wo und was hast du gegessen? Wie hat es dir geschmeckt? Beschreibe ortstypische Speisen und das Lokal. Hat dir das Lokal ein Einheimischer empfohlen?
8. Beschreibe dein Stadtteil/Ortschaft/Nachbarschaft in der du dich befindest. Was ist daran besonders?
9. Skizziere eine Sehenswürdigkeit, die du besucht hast
10. Wie hört sich die Stadt/das Land dort an?
11. Wie riecht es dort?
12. Wie ist das Klima und das Wetter? Kommst du gut damit zurecht? Ist es die gleiche Wärme/Kälte, wie an deinem Heimatort?
13. Beschreibe die Einheimischen. Worin unterscheiden sie sich? Was ist anders? Was habt ihr gemeinsam?
14. Was sind landestypische Souvenirs? Fertige eine Liste an oder zeichne sie.
15. Wer ist/sind dein/e Reisepartner? Welche Meinung haben sie zum Reiseort? Was gefällt ihm/ihr/ihnen? Was nicht?
16. Vergleiche den Zielort mit deiner Heimat – was ist anders? Was ist gleich?
17. Hast du ein paar Slang- Wörter (Dialekt?) aufgeschnappt? Wenn ja, welche?
18. Was hat dich – im Gegensatz zu deinen Erwartungen – am meisten überrascht?
19. Wie fühlst du dich?
20. Was hast du bei dieser Reise über dich gelernt? Hat dich die Reise verändert?
21. Hast du deine Komfortzone verlassen? Was war der Auslöser/Anlass?
22. Was hast du bei dieser Reise über die Leute und das Land gelernt?
23. Gibt es irgendetwas, was du für deinen Alltag übernehmen willst? Wenn ja, was?
24. Wovor hattest du Angst? Hast du eine Mutprobe überstanden?
25. Was wirst du am meisten vermissen, wenn du wieder zuhause bist? Was überhaupt nicht?

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen

Und noch ein kleiner Organisations-Tipp:
Hinten ins Notizbuch einen Umschlag kleben für Eintrittskarten, Bierdeckel etc. die du dann zuhause einkleben kannst (dann musst du nicht Klebstoff und Schere mitschleppen), dazu Briefmarken und eine Adressliste für Leute, die eine Postkarte bekommen sollen. Denn Postkarten schreiben ist auch etwas, was man alleine im Café erledigen kann.

Ich beschäftige mich momentan in meinem Reisetagebuch mit den verschiedenen Arten der Unterkünften und der Art des „Urlaubens“ und wie das zu mir passt…

Hast du schon mal ein Reisetagebuch geführt? Klebst du oder schreibst du?
Hast du weitere Ideen für Gedanken, die man sich im Reisetagebuch notieren kann?

Wochenrückblick KW16/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Moin, servus! Die Woche war aufregend. Ich hatte Migräne. Das passiert mir extrem selten und ich vermute gleich sterbenskrank zu sein. Solidarische Grüße daher an alle Betroffenen, das ist voll übel und ich weiß das jetzt. Dann war ich auch noch bei meinem ersten Streik. Das war ziemlich cool, obwohl mir vom Pfeifen immer noch die Ohren klingeln. So und bevor es zum Minimalismus-Stammtisch geht, hier noch ein paar Linkfundstücke der letzten Woche!

Gerade frisch in meinem TL gespült: Ein Guardian Artikel über zero-waste bloggers
Was jetzt noch so exotisch ist, minimalismus-zerowaste usw. ist in 10 Jahren völlig normal. Und das rede ich mir ein, weil ich in die Vergangenheit gucke. Wer hätte jemals gedacht, dass vegan SO eine Welle schlägt? Genau. Abwarten, Tee trinken, weitermachen.

Die 10 besten Sci-Fi Comics, die man gerade lesen kann/soll – schöne Liste! Empfehlung von mir dazu: Decender, Saga und Bitch Planet sind sehr lesenswerte Space-Geschichten.

Bienenfreundlich einkaufen

Don’t find yourself – make yourself! Team Neugier für immer!

Toller Kurzfilm über Social Media (Danke Frau Momo)

So. Und jetzt raus in den Schnee!!
:D