To Do – im September

Die Social Media Challenge war gut, aber auch ein bisschen anstrengend. Ein ausführlicher Beitrag darüber folgt. Ich werde die Challenge für die kommenden Monate weiterlaufen lassen, da ich ja jetzt „aufgewärmt“ bin.
Was Soziales und Beziehungen im September angeht, habe ich ehrlich gesagt noch überhaupt keine konkreten Ideen. Der Monat wird aufgrund meiner Arbeit zu einer Herausforderung, da ich das Thema „Abgrenzung“ näher beleuchten muss und es nicht zur Ausgrenzung werden soll. Ich muss mich um die Frage kümmern, warum ich IMMER den Schweinehund überwinden muss, wenn es um Soziales geht oder ob ich es einfach mal dabei belassen soll. Ich erhoffe mir dadurch einen Schritt nach vorn.
Vielleicht hilft mir dabei dieses Übungsheft.

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Wenn ich mich mit Hilfe des Minimalismus von ungesunden Beziehungen verabschiede (oder sie zumindest stärker einschränke), habe ich dadurch natürlich mehr Zeit für Menschen, die mir wirklich wichtig sind. Aber Beziehungen muss eben man auch gestalten und irgendwie gelingt mir das nicht so gut. Früher war das leichter, vermutlich weil alle mehr Zeit hatten und das „draussen rumhängen“ eine völlig legitime Beschäftigung war. Dafür brauchte man nicht mal (viel) Geld.

Gut, ich versuche es erstmal mit dem Monatsmotto „unter die Leute gehen“

  • Den Denkmaltag besuchen
  • Diese Ausstellung besuchen
  • Mich mit Ornithologie beschäftigen
  • den neuen Murakami lesen
  • eine Weiterbildungsmesse besuchen
  • endlich mal ein paar DIY Projekte fertig machen, die hier schon wieder rumliegen…

Was planst du im September? Was ist für dich eine „soziale Herausforderung“?

Nur Mut, bitte Lächeln! #bloggerfuerfluechtlinge

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Noch habe ich zwar nicht viel darüber zu erzählen, aber mir gefällt die Aktion, deshalb mache ich mit.
Meine Erfahrung mit Flüchtlingen beschränkt sich bisher nur auf meine berufliche Tätigkeit, aber da ich momentan als Quartalsmotto „Soziales und Beziehungen“ habe und ich mir den Kopf um Herausforderungen zerbreche, kam die Einladung zum „refugges welcome“ – Fest für die in den Messehallen untergebrachten Menschen genau richtig!

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Ich liebe Twitter und das Bloggen, aber mein Kopf ist mittlerweile verschmutzt von dieser medialen Filterblase, in der ich mich befinde. Ich finds gut mitzudenken und gesellschaftspolitisch informiert zu sein, aber es wird mir momentan einfach zu viel. Mein Mitgefühl, meine Aversionen und die mediale Reizüberflutung passen gerade überhaupt nicht zusammen. #Minimalismus ist angesagt und ich suchte nach einer einfachen Lösung dafür.
Deshalb war ich Samstagnachmittag offline und bin rausgegangen. Mit Franzbrötchen, Kaffee und nem Teleskop im Gepäck haben wir uns mit Freunden beim Fest verabredet, haben in einer weltoffenen und sehr dankbaren (Party-)Atmosphäre geteilt, gelacht und diskutiert. Mit dem Teleskop haben wir uns die Sonne angesehen und wieder mal festgestellt: Der Blick zum Himmel ist uns allen gemein und funktioniert auch ohne Worte.

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Worauf ich hinaus will: Angst hat man, wenn man etwas nicht kennt. Man weiß nicht, wie man neue Situationen einschätzen soll und ist unsicher und muss seine Vorurteile gegenüber anderen überwinden. Das ist unbequem und deshalb eine Herausforderung. Ich erinnere mich an den Kultur-Großstadt-Schock, als ich Kleinstadtmädchen hier in Hamburg ankam und im Umgang mit den vielen unterschiedlichen Nationen und deren Akzenten noch total unsicher war. Das führte teilweise zu ein paar peinlichen Missverständnissen LOL
Aber das ist doch gerade das Schöne und Spannende am Menschsein: Herausforderungen annehmen und sich selbst vewandeln. Neugierig bleiben, lernen und die Welt entdecken.
Am Anfang braucht man nur ein bisschen Mut für ein Lächeln. Und das ist im Grunde doch ziemlich einfach.

Wochenrückblick KW35/2015

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Die Woche ist rum, der Sommer auch. Zumindest sieht es hier schon so aus. Diese Woche war ich kaum im Netz unterwegs weil ich meine Krank-Abgammel-Zeit mit Serienglotzen (Schlümpfe, Downton Abbey) und Lesen verbracht habe. Traurigeslustiges Highlight der Woche war der SchlefaZ, den ich irgendwie immer noch nicht überwunden habe. Der war so schlecht! :D

Naja, jedenfalls habe ich über den Sharknado 3 Trailer auch ziemlich gelacht.

Diese Nerd-n-Geek-Linkparty sieht schon mal cool aus. Bin gespannt auf die DIYs.
Apropos Geek-DIYs. Das hier find ich ziemlich genial. Oder das hier.

ein Rezept für Universalflüssigseife, das ich sicher demnächst ausprobieren werde.

You look disgusting

Ein Katzenfisch und ein kaputter Basketball – und ein freundlicher Fischer

Stille in der Stadt finden

Wahnsinnig schöne Fotos

Das wars schon. Schönen Restsonntag und kommt gut in die Woche!

Gelesen im August

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Eigentlich wollte ich wieder sooo richtig viel lesen, aber dazu kam es nicht, weil sich Goethe dazwischen gedrängt hat.
Verzaubert durch meinen Urlaub wollte ich unbedingt noch mehr über ihn wissen, also habe ich mir den riesigen Klopper von Rüdiger Safranski vorgenommen.
Und da das Buch schwer zu schleppen ist, habe ich zwischendurch auch ein paar dünnere Bücher gefressen. Trotzdem, ein bisschen habe ich die Science-Fiction schon vermisst…

Goethe – Kunstwerk des Lebens von Rüdiger Safranski
Ausführliche Biografie über Goethe, aus Primärquellen zusammengestellt.
Fazit: manchmal ein bisschen spröde, aber gut und daher lesenswert. Vor allem gegen Ende hin fand ich es schwieriger, denn die Erläuterungen zu Goethes Werken wurden immer ausführlicher und ich verlor den Faden. Ein bisschen schade fand ich es auch, dass die eigenen Familienverhältnisse mit dem angespannten Vater-Sohn-Verhältnis zu kurz kam. Trotzdem: Ausführlich ist die Biografie und die Person Goethe erscheint klar und gegenwärtig, als hätte man ihn selbst gekannt. Das war schon klasse, aber auch viel Arbeit sich da durchzukämpfen. Die einführenden Textschnipsel am Anfang der Kapitel deuten zwar an, dass man jedes Kapitel unabhängig voneinander lesen kann, aber das trifft leider nicht zu. Diese Textschnipsel haben mich auch im Lesefluss irritiert weshalb ich sie dann einfach nicht mehr gelesen habe.

Streifzüge durch unser Gehirn: 34 Alltagssituationen und ihre neurobiologischen Grundlagen von Holger Schulze
Unter dem Motto: „Kennen Sie das auch…?“ erklärt der Autor ganz gewöhnliche Alltagsphänomene und deren neurobiologischen Vorgänge im Gehirn.
Fazit: nette, leicht zu lesende Lektüre für Zwischendurch, aber nichts Neues für mich. Der Aufbau des Buches war zwar logisch, aber ein bisschen hat mich dieses „so kenne sie das sicherlich auch“ am Ende eines jeden Textes genervt. Aber vermutlich ist es einfach nicht dazu gedacht, es in einem Rutsch durchzulesen. Es sind eher so Feierabend-Häppchen, damit man am nächsten Tag was zum Weitererzählen hat. Dafür ist es super geeignet. Gut zum Verschenken.

Hilda und der Troll von Luke Pearson (Comic)
Hilda will draussen übernachten und entdeckt einen versteinerten Troll. Damit ja nix passiert, bindet sie ihm eine Glocke um die Nase…
Fazit: das Erstlingswerk von Pearson ist genauso charmant wie alle anderen. Lesen. Sofort! Für Fans der Mumins.

Nowhere Men, Band 1: Schlimmer als der Tod von Eric Stephenson, Nate Bellegarde und Jodie Bellare (Comic)
„Wissenschaft ist der neue Rock ’n Roll!“ lautet das Motto von 4 jungen Wissenschaftlern, die mit ihrem visionären Genie gefeiert werden wie Rockstars. Gemeinsam gründen sie eine Firma und versuchen mit ihren Forschungsergebnissen, die Welt zu verändern. Das sich dabei auch Spannungen in der Gruppe aufbauen, weil jeder eine unterschiedliche Vision entwickelt, ist klar…und das gibt Probleme…
Fazit: Okay, mehr verrate ich nicht. Ich fands ziemlich gut und kann den 2. Band kaum erwarten. Die Story ist gut verschachtelt und bleibt dadurch spannend bis zum Schluss. Eine gelungene Mischung aus Horror und Sci-Fi. Die Zeichnungen fand ich jetzt nicht sooooo gut gelungen, aber die Panels waren detailliert genug, dass man auch darüber hinwegsehen kann. Außerdem ist die Geschichte auch mit Zeitungsberichten, Flyern und Plakaten unterbrochen, was ganz gut hilft um die Spannung zu halten und die Geschichte voranzutreiben. Für Fans von Alan Moore.

Das wars von mir. Was hast du im August gelesen?

Gesehen im August

Ich arbeite meine „to watch“ Liste des Frühjahrs ab. Fast alles, was ich im Winter und Frühjahr im Kino verpasst habe, steht nun auf DVD in der Bücherei bereit. Interessanterweise ist in diesem Monat ein Genre vertreten, das ich eigentlich überhaupt nicht mag: Biopics. Warum ich Biopics nicht so gut finde? Ich find sie einfach langweilig. Ich brauche Geschichten wo sich jemand verwandelt, der Knoten muss geschürzt sein, sonst habe ich das Gefühl meine Zeit zu vergeuden. Da kann ich ja dann gleich einen Wikipedia Artikel lesen…

Nun gut, die Neugier hat gesiegt und ich habe mir das hier angesehen:

Die Entdeckung der Unendlichkeit
Aus dem Leben von Stephen und Jane Hawking, basierend auf der Biografie von Jane Hawking.
Fazit: dieses Biopic war ganz ok. Es gibt von mir nur ein „ok“, weil es mir von allem ein bisschen zu wenig war. Es geht bei dem Film nicht um Stephen Hawking und seine Theorien sondern um Stephen Hawking in seiner Beziehung mit Jane. Das klappt anfangs ganz gut, aber im Laufe des Films verliert sich das ein bisschen. Insgesamt wurde mir Janes Seite ein bisschen zu wenig beleuchtet, weil alles von dem „großen Stephen Hawking und seiner Krankheit“ überschattet wurde. Trotzdem: Eddie Redmayne hat den Oscar mehr als verdient. Das ist wirklich große Kunst, Hut ab! Oh und als Bonbon: Charlie Cox spielt auch mit :D

Imitation Game
Biopic über Alan Turing und seine Arbeit im zweiten Weltkrieg.
Fazit: von diesem Film war ich positiv überrascht. Starke Schauspieler, interessantes Thema und auch wenn sich das eher auf BBC-Fernsehfilmniveau bewegt (die Effekte waren ähm..naja.) war es ein ziemlich guter Film. Mir hat die Art und Weise des Erzählens gut gefallen. Die Zeitsprünge von damals zu heute waren angemessen, nicht zu viel, nicht zu wenig, die Schnitte und die Musik passten auch gut. Aber dieser Oscar-Hype war ein bisschen übertrieben…

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit
Riggan Thomsons Karriere dümpelt seit seiner Superfilm-Trilogie über Birdman vor sich hin. Weil er sich einen Aufschwung erhofft, macht er sich daran mit seinem besten Freund und Produzenten eine Geschichte von Raymon Carver für die Bühne zu inszenieren. Kurz vor der Premiere gerät durch den Stress und Riggans Psychosen alles ins Chaos.
Fazit: äh ja…keine Ahnung. Interessanter Film über den Wahnsinn auf der Bühne. Die Geschichte war okay, aber plätscherte mir ein bisschen zu sehr an der Oberfläche. Großartige Schauspieler, vor allem hat mich Edward Norton ziemlich beeindruckt. Eigentlich waren alle Schauspieler total klasse. Mir gefiel auch die Kameraarbeit, da alles mit Steadycam gedreht wurde und es nur einen Schnitt gibt. Das Schlagzeugsolo das ab und zu auftaucht, wenn der Stresspegel für Riggan Thomson nach oben geht hat mich auch etwas fertig gemacht :D Hm hm…seht ihn euch am Besten an und hinterlasst mir eure Meinung.

Big Bang Theory, Staffel 7
Die übliche Clique hängt zusammen und es ergeben sich im Verlauf der Folgen interessante Entwicklungen: Penny dreht einen neuen Film, Sheldon und Amy küssen sich zum ersten Mal, Howards Mom macht mehr Probleme als sonst und Raj hat ein richtiges Date.
Fazit: für mich bisher eine der besten Staffeln, weil ernstere Zwischentöne drin vorkommen. Natürlich extrem witzig, aber da sie auch oft Bezug genommen haben auf Vorkommnisse aus früheren Episoden wird daraus ne Runde Sache. I

Abenteuer Survival: Ausgesetzt in der Wildnis Staffel 5.0
Bear Grylls, der Oberpfadfinder des British Empire, ist in dieser Staffel verloren in Nord-Afrika, in Georgien, strandet auf den Torres-Strait-Inseln, stolpert durch die Mojawe-Wüste, durch Australien und schwimmt an schottischen Inseln vorbei.
In Norwegen stößt er auf Extreme. Wie immer.
Fazit: gewohnte Kost, aber daher gut. In der Folge „in Schottland gestrandet“ bastelt er sich aus einer toten Robbe einen Schwimmanzug. Das war der eigentliche Grund warum ich mir diese Staffel ausgeliehen habe. Aber trotzdem habe ich wieder was Neues gelernt, vor allem in der Folge in Georgien.

Wieder angesehen: Stolz & Vorurteil, Die fabelhafte Welt der Amelie – beides Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann und niemals langweilig werden.

Was hast du dir angesehen?

Nachlese: Minimalismus-Stammtisch am 23.8.2015

Gestern war der Minimalismus-Stammtisch in Hamburg. Wir haben uns im Cafe Strauss getroffen, was wirklich ganz nett war (und mich sehr beruhigt hat, ich war etwas nervös, da ich die Locations nie mit einer größeren Gruppe besucht habe). Die Bedienung hat uns angemessen in Ruhe gelassen hat und es ging auch von der Atmosphäre so ruhig zu, dass man jeden gut verstanden hat.
Insgesamt waren wir 9 Leute und ein Teilnehmer ist extra aus Berlin gekommen! (Hey G., falls du das liest – ich hoffe du hast dich nicht gelangweilt!?)
Wir haben auch gerätselt ob mittlerweile Frauen bei diesem Thema deutlicher vertreten sind, als Herren…

Übrigens: Wer selbst mitorganisieren will (das muss ja nicht immer an mich gebunden sein, schlag was vor – ich komm gern hin, wenn es sich einrichten lässt) kann das über das angesprochene Minimalisten-Forum tun.
Ihr könnt dort auch selbst einfach Veranstaltungen eingeben und als User kann man anklicken, ob man hingeht oder nicht.

Im Grunde muss man ja nur einen Ort und ein Datum wählen und abwarten was passiert. :D

Es kamen vielfältige Themen zu Sprache und wir saßen von 16 h bis 20:45 und wir würden wahrscheinlich immer noch sitzen und reden ;D – so ist es aber immer und das macht Spaß!
Unter anderem haben wir über das Thema Geschenke gesprochen, übers Shoppen und den Konsumwahn generell, aber auch über Information Overload, minimalistische Ernährung und das Mysterium der plastikfreien Sonnencreme. Weil mich das nicht losgelassen hat, habe ich ein bisschen gegooglet und hab das hier gefunden.

Das ist für mich das Tollste am Minimalismus – jeder bringt einen anderen Aspekt ins Gespräch mit ein, egal ob es das Leben als 9-5 Minimalist oder als leidenschaftlicher Foodsharing-Aktivist ist.
Hat echt Spaß gemacht und wieder mal zum Nachdenken angeregt!

Ich freu mich schon auf das nächste Treffen!!

Wochenrückblick KW34/2015

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Highlight dieser Web-Woche war die „Stuck in a Hole“ – Story von Ryan Nort, den man ja als Autor von den Dinosaurier-Comics kennt oder von Squirrel Girl
Er war mit seinem putzigen Hund spazieren und kletterte in so einen Skatepark-Pool und kam da nicht mehr raus. Es hat geregnet und mit Hund und Regenschirm so ne rutschige Steilwand hochzukommen war nicht einfach. Was macht man? Twittern.
Und dadurch wurde das irgendwie alles zu so nem textbasierten Rollenspiel :D Aber lest selbst!

Kritzeln ist ja jetzt wieder voll in. Es werden sogar Malbücher für Erwachsene verkauft. Aber warum kaufen wenn man auch einfach selbst kritzeln kann? In diesem YT-Kanal kann man das lernen. Macht Spaß und ist echt einfach.

Neues aus der Ameisenwelt!! Die nehmen auch Medizin.

Auf der Suche nach der nächsten Challenge bin ich über diesen Beitrag gestolpert. Die Kommentare sind soo super! Wovor hast du Angst?

Machen wir uns mit unserem Wunsch nach einem einfachen Leben lächerlich? Fragt Susanne Schäfer im Artikel „Das einfache Leben“

Im MIT kommt jetzt Glas aus dem 3D-Drucker!

Hier gibts eine Übersicht für alle, die Flüchtlingen helfen wollen.

Obwohl ich total unmusikalisch bin, gefallen mir solche Spielereien.

Und Banksy hat einen Vergnüngspark erfunden.

So! Heute ab 16 Uhr ist Minimalsimus-Stammtisch im Cafe Strauss (U Osterstraße) – kommst du?

Dresden für Geeks

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Herr DingDong und ich waren 1 Tag in Dresden und hatten daher nicht viel Zeit.
Aber wir haben uns spontan ein paar coole Sachen ausgesucht, die uns so sehr begeistert haben, dass wir sie mit dir teilen wollen:

1. Eine Runde mit der Park-Eisenbahn drehen
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Eigentlich bin ich gar kein Eisenbahn-Nerd, aber ja, doch – es gibt das kleine Glück auf 15 Zoll Spurweite! Das war vielleicht herrlich! Eine Fahrt mit der Dresdner Parkeisenbahn ist wirklich sehr merkwürdig, cool und absolut genial. Man kauft sich eine Karte, ein Kind von ca. 12 Jahren knipst sie ab und man steigt in eine kleine Eisenbahn. (Wir wollten eigentlich mit der Dampflok fahren, aber leider war die schon unterwegs. Die Elektrolok war aber auch völlig in Ordnun). Die Bahnsteige sind sauber und winzig, man steigt in einen kleinen Wagon, eine Kette wird vorgemacht, die Kinderschaffner schauen ernst, ein Pfiff – und zack – gehts los!
Bei schönstem Wetter fährt man eine Runde durch den Park und begegnet Leuten, die alle ein dickes Grinsen im Gesicht haben, sich wundern und winken. Natürlich winkt man zurück, weil man sich auch freut. Beim Bahnhof wird schrill gepfiffen, die Kinder halten Schildchen hoch, Fahrgäste steigen ein und aus und Sommerlicht glitzert durch die Bäume. Davor oder danach kann man entweder den Zoo oder das Deutsche Hygiene-Museum besuchen, da beides in der Nähe ist.

2. Den Mathematisch-Physikalischen Salon besuchen
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Und bitte mit Audioguide. Bekannte Sprecher erzählen etwas über Musikautomaten, Teleskope, Brennspiegel und Uhren. Die Ausstellung ist klein, aber fein und sehr geschmackvoll. Der absolute Oberhammer ist die Planetenuhr, die sich August der Starke hat anfertigen lassen. Wer auf Feinmechanik, Astronomie und technische Spielereien steht, sollte unbedingt dort hin. Wer sich überhaupt nicht dafür interessiert, wird aufgrund der Präzision und Schönheit nicht enttäuscht sein. Seit dem Besuch der Ausstellung gucke ich sehr gerne auf meine Armbanduhr, weil sie mir wie ein Wunder vorkommt. Also fragt mich das nächste Mal, wie spät es ist. :D
Mehr Infos, Filmchen und ein Panorama gibts hier.

3. Eine Führung durch die Semperoper mitmachen
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Ideale Ergänzung nach dem Besuch des Mathematisch-Physikalischen Salons. Warum? Weil dort die 5-Minuten Uhr angebracht ist, die im Salon nur als Modell steht. Und sie funktioniert. Lasst euch erzählen, was es mit dieser besonderen Uhr auf sich hat und macht bei der Führung eine Zeitreise. Die Führung war total gut. Unser Tourguide war total engagiert und witzig, hat alle Fragen kompetent beantwortet und in der Kleingruppe (wir waren 6 Leute) hat es viel Spaß gemacht, weil es gleich so eine herzliche Gemeinsamkeit war.

Selbst wenn man nichts von den 3 vorgeschlagenen Sachen mitmacht, ist Dresden eine Reise wert. Die Straßen sind breit genug, damit man anderen Touristen nicht in die Quere kommt, die Architektur ist atemberaubend und es gibt ziemlich viele Flanier- und Bummelplätze, öffentliche Räume, auf denen man einfach nur so mit einem leckeren Eis abhängen kann. Alles recht entspannt, kann man machen :D


So – du bist dran! Was soll ich für meinen nächsten Dresden-Besuch einplanen?

Wochenrückblick KW33/2015

wrimg

Bin ich froh, dass die Woche vorbei ist. Irgendwas war los, mein Gehirn war falsch verdrahtet und es ging alles schief. Ich habe Fehler gemacht, Dinge vergessen, Taubenkacke, kaputter Tresor, unzufriedene Kinder – geistig umnachtet war ich! Gottseidank geht morgen eine neue Woche los.

Zur Ablenkung hier ein paar Links:

Wir starten mit Musik. Läuft seit vorgestern in Schleife.

Warum wir das Reisen ernster nehmen sollten und wie uns das bei der Persönlichkeitsentwicklung hilft von Alain de Botton. Sehr interessanter Gedanke. In der Goethe Biografie, die ich zurzeit lese, erforscht er gerade bei seiner ersten Italienischen Reise sein Innenleben und kehrt verwandelt nach Weimar zurück. Ich habe in meinem Urlaub dieses Jahr ziemlich viel gelernt, nicht nur über die damalige Zeit, sondern auch über mich. Vielleicht sollten wir das Reisen immer so angehen. Nur wie findet man Orte, die einem helfen können? Oder ist es essentiell, dass man sich treiben lässt?

Sibylle Berg über Flüchtlinge und Panikmache in den Medien.

Psychologie und Klimawandel – 5 ways to convince people to actually do something about climate change

Diese Übersicht über die Zukunft ist ein bisschen sperrig zu lesen, aber ziemlich genial. Danke, Sadfsh!

Tintenfische sind Aliens? Laut ner neuen Studie: ja! Wie aufregend :D

Kurz mal mithelfen – in Istanbul

Wir enden mit Musik.

Schönen Start in die neue Woche!

Meine Konsumgewohnheiten

…oder: „Kleinvieh macht auch Mist“

Neulich wurde ich gefragt, wie sich meine Kauf- und Konsumgewohnheiten durch das Thema Minimalismus geändert haben.
Das ist ne gute Frage, die ich total spannend finde! Ich überlege hier mal laut, denn es ist total paradox.

Ich gehe nicht gerne einkaufen. Das war schon immer so. Mir ist es immer zu laut, zu bunt und zu voll. Mich erschlägt die große Auswahl und wenn ich nicht weiß, wonach ich suchen soll, erscheint mir das Abhängen in Geschäften irgendwie sinnlos.
Komischerweise geh ich aber gerne Bummeln. Ich guck mir Schaufensterauslagen an und tue so, als wäre ich im Museum. Ich hing bis vor kurzem gern in Einkaufszentren herum, um Leute zu beobachten. Ich fass gerne Dinge an, die ich gar nicht haben will. (Vermutlich weil man es im Museum eben nicht kann). Ich seh mich eben gern um und ich mag auch den Übergang von ruhigen Waldspaziergang in die hektische, bunte Warenwelt. Nicht immer, aber manchmal. Das ist für mich zwar manchmal oberanstrengend, aber ich will mich da ein bisschen selbst herausfordern.

Und was ich mir sehr gerne anschau ist Büromaterial. Washi-Tape. Schöne Stifte. Besonderes Papier und Postkarten, mit nem guten Design. Letztes Jahr im Herbst war ich manchmal in Läden bummeln, um mir Wartezeit zu vertrödeln. Und hab tatsächlich das eine oder andere Schnäppchen gekauft. Ich dachte immer „oh wie schön, wenn ich es jetzt nicht mitnehme, ist es weg und es ist ja nicht teuer und es verbraucht sich ja selbst, also kein Problem – du kaufst ja eh sonst nix“, aber um den Jahreswechsel ist mir erst aufgefallen, dass sich im Laufe der Zeit unendlich viele Notizbücher, Nagellacke, Washi-Tapes und Klebenotizen angesammelt haben. Also habe ich beschlossen 2015 genau diese Sachen nicht zu kaufen.

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Bisher ist es seeehr gut gelaufen! Diese Liste hilft mir, obwohl ich sie nicht mal täglich lese.
Ich habe bisher keine einzige Rolle Washi-Tape gekauft. Keine Notizbücher und auch kein hübsches Papier!! Beim Nagellack hab ich 2 mal versagt, aber dafür habe ich letzte Woche 8 Flaschen ausgemustert.

Bisher dachte ich, eine Shopping-Pause ist nicht nötig, weil ich ja eh so selten einkaufe, aber diesen Kleinkram hatte ich dabei nicht aufm Zettel.

Hmm…was ist noch zu diesem Thema zu berichten?

  • Ich kaufe keine CDs, keine Filme und nur noch extrem selten Bücher. Daran hat sich in den letzten 5 Jahren auch nix geändert. Bücher kaufe ich nur, wenn ich weiß, dass mir die Leihfristen nicht reichen und sie mir eher als Nachschlagewerk dienen. Z.B. Bücher über Maltechniken, Laufguides, Tier- und Pflanzenbestimmführer oder Wanderkarten.
  • Ich bin zu faul fürs Online-Shopping. Also Bilder angucken und pinnen mag ich, aber mich wieder irgendwo anmelden und dann das Pakete abholen müssen und Rechnungen bezahlen müssen, das ist mir zu anstrengend. Vor allem, wenn es dann nicht passt.
  • In meinem Umfeld wird erleichtert aufgeatmet, wenn ich tatsächlich mal was kaufe und sie kommentieren das entsprechend (hahaha das find ich immer sehr lustig).
  • Ja, ich führe eine Einkaufsliste für alles was ich mir einbilde und ich lasse da auch mehr Zeit vergehen als 30 Tage. Ich mag die Sachen dann immer noch haben, aber das hängt wieder mit der bereits erwähnten Faulheit zusammen.
  • Ich kaufe wahnsinnig gerne Superhelden-Comics. Das Kaufen der Heftchen habe ich mittlerweile ziemlich ritualisiert und ich komm jedes Mal mit einem dicken Grinsem ausm Comicladen. Dann breite ich alle Hefte auf dem Boden aus, mache mir eine Tasse Tee und entscheide, mit welchem Heft ich anfange. Mal sehen wann sich daran was ändert. :D

Wie ist das bei dir? Welche Kleinigkeiten kaufst du? Tust du das bewusst im Sinne von „Ich gönn mir mal was“? Hast du mal ein Shopping-Sabbtical gemacht? Wie ist es gelaufen? Planst du eine?
Und: Wie ist es mit Freunden/Familie/Partner bei diesem Thema? Sind sie auch froh, wenn du nach langem Hin- und Herüberlegen was kaufst oder ist es ihnen egal? Haben diese Personen ein schlechtes Gewissen, wenn sie in deiner Gegenwart etwas für sich kaufen? Oder sind das „Einflüsterer“ die gemeinsam mit dem Verkäufer zusammenarbeiten? :D