Pimp my Tablett

Ein Tablett zu besitzen ist wirklich praktisch. Damit schont man seine übrigen Körperteile, wenn man mit vollen Händen die Ellbogen und Hüften bemühen muss, um durch Flure und halboffene Türen zu stolpern.
Aber wo nett anzusehende Tabletts kaufen, die mich nicht mit ihren hässlichen Mustern langweilen?
Die Schönen sind wie immer zu teuer für einen Azubi-Geldbeutel, die Günstigen haben scheußliche Muster. Dann endlich doch noch ein Tablett entdeckt, im Euroshop. Das Muster: natürlich grenzwertig.
Also: aufpimpen!

Alles sauber abdecken und abkleben, Fenster aufmachen oder am Besten die ganze Aktion gleich nach Draussen verlegen und mehrere dünne Schichten Lackspray aufsprühen.
Die Trocknungszeit beträgt mindestens 3 Stunden.

Feierabend!

Hübsche Deko in letzter Minute! Für den Geburtstag meines Freundes habe ich vor 2 Jahren eine Girlande gebastelt – und weil wir sie so schön finden, hängt sie immer noch.

Alles, was man dazu braucht ist ein bisschen Klebstoff, ein Geschenkband von beliebiger Länge, buntes Papier oder alte Buchseiten und eine Schere. Ich habe mir vorher eine Schablone gemacht und dann die Seiten mit einem Cutter-Messer geschnitten.

Gelesen: Simplicity von John Maeda

Einfachheit. „Simplicity“. Das sind so schöne Wörter, die wie ein neues, unbeschriebenes Blatt Papier wirken. Für mich bedeutet Einfachheit in erster Linie Reduzieren. Aber John Maeda hat in seinem Buch 10 Gesetze beschrieben, die andere Aspekte der Einfachheit aufzeigen und zwar für alle möglichen Bereiche. Eigentlich sollte das Buch auch nur über Einfachheit und Design informieren, aber da viele daran interessiert sind, ihren Alltag einfacher zu gestalten, umfasst das Buch auch solche Themen wie „Gefühle“ und „Zeit“.
Man merkt seinen akademischen Hintergrund, aber genau das macht es so schön. Endlich mal was anderes zu dem Thema als diese über-engagierten Minimalismus-Freaks, die glauben, dass alles gut wird, wenn man um 4:30 h morgens aufsteht um seinen Kindern Butterbrote zu schmieren. (Dazwischen machen die auch noch Yoga!)
Wie auch immer. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Viele Dinge erschienen mir logisch, andere waren für mich eher schwerer nachzuvollziehen. Aber das macht nichts. Dazu kann man sich ja noch Gedanken machen.
Zum Beispiel habe ich dadurch entdeckt, warum so viele Leute in meinem Umfeld keinen E-Book-Reader benutzen wollen. Alle (ausnahmslos alle) reden immer von der Schönheit des Buches und dass sie das Gefühl mögen, wenn sie ein Buch aufschlagen – klar, wer liebt das nicht? ich glaube, da steckt mehr dahinter.
Aber in Wirklichkeit sind die E-Book-Reader – egal wie einfach sie gestaltet sind, immer noch kompliziert. Man muss sich erst Inhalte draufpacken und dafür sorgen, dass immer genügend Akku aufgeladen ist. Wenn man Pech hat, gibts zu viele Knöpfe oder zu wenig, und man weiß nicht wo man drücken soll. Man liest also erstmal die Bedinungsanleitung. Ah, und damit es geschützt bleibt, kauft man sich gleich noch ein Täschen oder Skin dazu, damit nichts zerkratzt und zerbricht. Und dann ist die Einfachheit auch dahin.
Warum tut man das?
Ein Buch hole ich mir ausm Regal, aus der Buchhandlung oder Bücherei. Ich schlage es auf und lese. So einfach ist das.

Fazit: „Simplicity“ ist überaus lesenswert. Wer es noch einfacher und abgespeckter haben will, kann die 10 Gesetze der Einfachheit auch auf dem Blog des Autors nachlesen.

Wochenrückblick

Endlich offiziell Herbst! Und schon tanzen die Blätter langsam nach unten, die Farben werden milder, die Sonne steht später auf.
Diese Woche ist wieder mal im Zeitraffer vergangen und ich habe immer noch keine Idee, wie ich das ändern soll. Normalerweise habe ich nie Probleme damit, meine Zeit ordentlich zu nutzen, aber irgendwie klappt das gerade nicht. Die Berufsschule war einigermaßen entspannt, die Arbeit im Betrieb auch, obwohl wieder mal nichts funktionierte. Ich glaube, dadurch lernt man Gelassenheit.

Gesehen: diverse James Bond Filme. Die werden immer schlechter und witziger, je älter ich werde.
Getan: Ein Tablett aufgepimpt, mit ner Freundin Kaffee getrunken, Muffins gebacken und gelernt
Gehört: Bohrgeräusche
Gelesen: „Hamburg fast umsonst“
Geklickt: the realistic grimy totally great dollhouse
Gedacht: „Wieviel kostet ein Container-Haus?“
Geärgert: über das übliche: Technik.
Gefreut: bald „Urlaub“ :)
Gekauft: ein Tablett für 3 Euro
Gewünscht: Ruhe und Zeit
Geplant: wie ich die vorhandene Zeit ausdehnen kann

Backen, geordnet

Ist das nicht schön? Sowas lässt mein Herz höher schlagen! Alles hübsch geordnet und geschickt drapiert – fertig ist die tollste Zutatenliste der Welt. Dahinter steckt IKEA, die ein (kostenloses) Backbuch herausgegeben haben. Allerdings in Schweden. Ob das auch hier in Deutschland ankommt?
Mehr Gebäck-Fotos kann man sich auf der Seite von Carl Kleiner anschauen, der das Ganze für IKEA abgelichtet (und gestylt?) hat. Dort sieht man auch, was aus den jeweiligen Zutaten wird.
Ich glaube, ich backe heute auch was.

©Carl Kleiner. Via Craft Blog

…nur ein Gedanke

„Die wahre Funktion des Geldes besteht nicht darin, es zu besitzen, sondern es zu gebrauchen. Die Hauptmotivation beim Geldverdienen besteht darin, Erfahrungen zu kaufen. Sie möchten am Ende Ihres Lebens nichts auf dem Konto haben, aber sagen können: „Mein Gott, schau auf diesen gewaltigen Stapel von Erfahrungen“, denn keine dieser Erinnerungen ist verloren gegangen.“ –Stuart Wilde

Wochenrückblick

Oh je, schon wieder eine Woche um. Einerseits gut, andererseits schlecht. Muss ich noch entscheiden. Momentan bleibt mir nicht viel Zeit für mich, ich quetsche jede Minute zusammen, damit am Ende mehr dabei herauskommt. Gelingt mir leider nicht immer, aber ich strenge mich weiter an. Ich merke, wie sich mein Gehirn verdreht, denn durch dieses Blog werde ich wieder kreativer, nur passt das leider nicht zu der Einstellung die ich haben MUSS um meine Lernerei und die Abschlussprüfung sauber hinzubekommen. Das muss gut organisiert werden.

Gesehen: die ersten Kastanien dieses Jahr
Getan: das megalangweilige Referat vorgetragen, die Anschlussdiskussion in Pseudo-Illner-Manier moderiert und ziemlich viel aufgeräumt und umorganisiert. War beim Frisör und hab es sogar 2 x geschafft morgens ausgeschlafen zu sein. Auf einer Geburtstagsfeier war ich auch. WOW! Oh, den Betriebsausflug hab ich auch mitgemacht!
Gehört: Sparrow O.S.T. Mal wieder.
Gelesen: Simplicity von John Maeda
Geklickt: Wanken Blog
Gedacht: Wie kann ich es noch einfacher machen?
Geärgert: technischer Firlefanz, der einfach nicht funktioniert
Gefreut: das doofe Referat hab ich jetzt von den Hacken! und: hochglanzbeschichtetes weißes Papier und Papiertüten geschenkt zu bekommen ist SUPERMEGASPITZENGENIAL!!!!
Gekauft: Büromaterialien. Ja, also doch…Omi hat etwas Geld geschickt.
Gewünscht: Warum ist Selbstdisziplin sooo schwer?
Geplant: mein Leben als Strohwitwe am Wochenende

Gelesen: Walden – oder Leben in den Wäldern von H.D.Thoreau

„Walden oder Leben in den Wäldern“ von H.D. Thoreau gilt als Bibel des Minimalismus, weil sich der Erzähler (Thoreau) in einem Wäldchen nahe des „Teiches“* Walden eine kleine Blockhütte zimmert, ein bisschen fischt, ein bisschen Bohnen zieht, ab und zu Tee trinkt und von morgens bis abends über Freiheit und Natur sinniert. Kann er auch, denn er hat Zeit.
Er behandelt in seinen Essays Themen wie Ökonomie, Einsamkeit, Natur und Gesellschaft. Obwohl das Buch schon recht alt ist, nämlich aus dem Jahre 1854, hat es nicht viel von seiner Aktualität eingebüßt. Bei seinen – teilweise doch recht langatmigen – Natur- und Arbeitstätigkeitenbeschreibungen kann man sich herrlich entspannen! Irgendwie finde ich so ein Aussteiger-Dasein anregend, trotzdem möchte ich den Komfort unseres täglichen Lebens nicht missen. Man muss ja nicht gleich zur Konsumschlampe werden, obwohl ich mir nach meinen Wochenendeinkäufen manchmal so vorkomme. Heutzutage kämen wir in der Natur auch überhaupt nicht mehr wirklich zurecht, oder? Weißt du, was du essen kannst und was nicht? Damit meine ich jetzt nicht, dass wir uns in Rüdiger-Nehberg-Jüngere verwandeln müssen, sondern die Tatsache, dass wir nicht mal mehr Bäume unterscheiden können. Wir werden ja schon nervös wenn eine Wespe länger als 30 Sekunden über unseren Köpfen herumschwirrt. Wie könnten wir dann alleine im Wald (über-)leben? Ohne Telefon und Handy, Fernseher, Internet, Zeitung, Freunde, die nur selten einen Besuch abstatten, ohne fließend Wasser, ohne E-Herd, ohne Mikrowelle, ohne Waschmaschine und Geschirrspüler…
Könntest du so Leben?
Thoreau schreibt z.B., dass er niemals Fachbücher über Landwirtschaft gewälzt hat, sondern einfach mit Hilfe seiner Naturbeobachtungen herausgefunden hat, was die jeweiligen Pflanzen brauchen. An einer Stelle scheint er sich tatsächlich ein bisschen darüber geärgert zu haben, weil er plötzlich viel zu viele Bohnen hatte…
Aber das kann man sich abschauen: Nicht wild herumdüngen, sondern gucken. Meinem Gingko gehts mit dieser Methode prächtig! (gut, wenn so ein Baum 2 Atombomben überleben kann, überlebt er auch in meiner Küche)
Oder ein bisschen mehr Zeit abknapsen und mal Brot selber backen, als viel zu salziges Fertigmischbrot zu kaufen. Vielleicht auch ein bisschen weniger im Internet herumlungern, und dafür einen Spaziergang machen. Alles ein bisschen ruhiger angehen und sich auch gut fühlen, wenn man nicht ständig über das aktuelle Weltgeschehen Bescheid weiß.

Fazit: lesenswert. Ich habe es mir aus der örtlichen Bücherei ausgeliehen. Ein bisschen hätte ich mich schon geärgert, wenn ich es gekauft hätte.

*Teich steht in Anführungszeichen, weil für mich ein Teich die Größe einer besseren Pfütze hat, in dem irgendwelche Fischlein herumschwimmen. Sowas, wie man halt im Garten hat. Der Waldenteich wird aber von Thoreau so beschrieben als handle es sich um einen See…ja was denn nu? keine Ahnung. Für mich ist der Waldenteich ein See.