Selfchallenge Oktober beendet

Leider kann ich nicht nicht behaupten, dass die Selfchallenge ein voller Erfolg war. Wenn ich tief in mich hineinhorche, war es nicht mal ein „Erfolg.“ Ein totaler Reinfall war es aber auch nicht, da ich mich ja doch etwas verbessert habe. Zwei Wochen liefen gut, zwei Wochen liefen nicht so gut. Gerade in der letzten Woche war ich 4 mal beim Bäcker, aus diversen Gründen. Hauptgrund war aber der, dass ich nix daheim hatte. Gott, wie kann man nur so verplant einkaufen?! da mal (Toast-)Brot vergessen, dann war der Aufstrich aus und puff – schon steht man da.
Und warum hab ich immer zu den unpassendsten Zeiten Hunger?

Hier werde ich einen festeren Essensrhythmus trainieren (weils Spaß macht und das ziemlich einfach geht, ich war bisher nur zu faul) und das mit dem Einkaufen…mmh…doch einen Menüplan machen? Bisher hat der Menüplan selten für’s Frühstück geklappt…
Ich komm auch meistens nicht pünktlich raus, wenn ich morgens daheim Tee trinke und frühstücke, da will ich lieber schneller zur Arbeit, damit ich früher anfangen und dann eher gehen kann. Allerdings bekomme ich dann auf dem Weg zur Arbeit doch Hunger und ich muss zum Bäcker. Mist.
Hier hat Tee/Kaffee im Becher immer gut geholfen, den hab ich mir aufgebrüht und er war fertig als ich die Schuhe anzog. Einziger Nachteil: Der Becher ist nicht komplett dicht, weshalb er mir ein paar Mal in der Tasche ausgelaufen ist. Da muss wohl ein besserer Becher her. Hat da jemand Tipps? Angeblich sollen die von Starbucks super sein, aber Genaues weiß ich nicht.
Trotz diesen eher Schwierigkeiten habe ich es geschafft, mir ein bisschen Geld bis Monatsende aufzuheben. Was bei mir bedeutet: Ich war nicht am 15. pleite, sondern erst eine Woche später :D
Das macht aber schon einen Unterschied, auch wenn dieser Unterschied nur psychisch ist.

Das Tolle an solchen Selbstversuchen ist, dass man ein anderes Bewusstsein entwickelt. Weil man für ein paar Wochen (naja, oder Tage?) aus seinen bisherigen Gewohnheiten ausbricht und erfährt, wie es anders sein kann. Ich werde deshalb besser drauf achten wieviel ich unterwegs kaufe und versuchen die gewonnenen Erkenntnisse weiter zu verfolgen.
Machst du eigentlich auch irgendwelche Selbstversuche? Wenn ja, welche? Was tust du, wenn es nicht klappt?

Wochenrückblick

Ach, wie immer habe ich ein bisschen was gelernt und mein Mantra aufgesagt: „Bald ist es vorbei“
Ausserdem habe ich damit weitergemacht, zu zählen, wie oft mich andere um irgendwelche Gefallen bitten, um zu prüfen, wie oft das tatsächlich vorkommt, oder ob ich mir das einbilde. Fünfzehn mal. Ist das oft? Vermutlich hat das noch nie jemand bei sich gezählt… der Statistik-Freak muss das einfach machen :D
„Nein“ sagen ist also immer noch ein Thema in meinem Leben. Verflucht. Dabei weiß ich gar nicht, ob ich mich geehrt fühlen sollte, oder ob ich einfach nur ausgenutzt werde.
Heute bin ich im Wald herumgerannt und das tat so wahnsinnig gut. Wie eine Woche Urlaub. Das tröstet auch ein bisschen darüber hinweg, dass die letzte Woche der Selfchallenge nicht so lief, wie ich erhoffte.

Gesehen: „Remember me“ mit Robert Pattinson. Pattinson kann schauspielern. Man erwartet einen Liebesfilm, es geht aber nur um den Tod. War seltsam, aber ich fand ihn gut.
Getan: „gelernt“, mit einer Freundin selbstgemachte Kürbissuppe gegessen, ein Motivationsposter gebastelt, im Wald herumgewandert und F’s gezählt (es sind 131), Kaffeeklatsch mit Freunden mit ein bisschen zu vielen medizinischen Witzen.
Gehört: Regen, der auf Blätter fällt, Nebelflirren
Gelesen: Immernoch “Malina” von Ingeborg Bachmann.
Geklickt: http://prettysimplelife.tumblr.com/
Gedacht: “Soll ich zu Halloween die Türen öffnen oder lieber nicht?”
Geärgert: irgendwo muss ich meinen Lieblingskuli verloren haben…arrgh
Gefreut: bald ist es vorbei
Gekauft: außer Lebensmittel, nix
Gewünscht: eine Zeitmaschine
Geplant: was ich so aus dem November mache…

Motivation, hausgemacht.

Wenn man so viel lernt und dabei das echte Leben vergisst, fliegt man ganz schnell in ein Motivationsloch. In diesem Loch verbringt man dann seine Freizeit und denkt: „Lernen mach ich später, das passt schon!“
Um der zukünftigen Prokrastination vorzubeugen, dachte ich, ich könnte mir doch einen „cheer me up“ – Spruch an die Wand hängen, damit ich wieder aus dem Loch rauskraxeln kann.
Also habe ich mal eine Suchmaschine genutzt um mir einen Überblick über Motivationsposter zu schaffen und siehe da: die meisten sind hässlich. Oder irgendwie langweilig. Nichtssagende Allerweltsweisheiten. Und das beliebte „KEEP CALM AND CARRY ON“-Poster finde ich zwar recht schick und passend, aber doch schon recht ausgelutscht. Da finde ich die spoof Varianten viel lustiger. (Vor allem das Poster mit dem Transformers-Spruch ist genial!!!)

Gut, nix gefunden, deshalb selbst gebastelt. Geht auch schneller und spart Geld. (lenkt auch schön ab…)

Dazu habe ich meinen Leuchtkasten genutzt, der ewig rumlag (Geschenk) und den ich noch kaum benutzt habe.
Geht aber sicherlich auch mit einem Overheadprojekter und ähnlichem. Man braucht genügend Lichtleistung, denn je nach Papierstärke sieht man viel bis gar nix.
(Da ich mir gleich zwei Sprüche ausgesucht hab, gibt es unterschiedliche Fotos vom Ablauf)

Was muss man tun?

1. In einem Schreibprogramm deiner Wahl den ausgesuchten Spruch oder das Zitat in einer schönen Schriftart tippen und ausdrucken. (Schöne Schriftarten gibt es zum Beispiel auf www.dafont.com)
2. Rubbelkrepp („Masking fluid = nichts anderes als flüssiges Latex, stinkt auch so) kaufen oder idealerweise hast du das Zeug schon daheim.
3. Vorlage auflegen, die Buchstaben einzeln wie bei Window-Color (ja, auch das habe ich früher mal gemacht, ich gebs zu) nachmalen, darauf achten, dass dir der Latex-Gestank nicht das Hirn zersetzt und du nicht mit dem Ärmel deiner superschicken neugekauften Lieblingsstrickjacke drin herumsaust…äh…achso ich schweife ab…
4. trocknen lassen (mind. 1 Std.)
5. Wasserfarben oder flüssige Acrylfarben auspacken, drüber kippen
6. trocknen lassen.
7. Rubbelkrepp entfernen.
8. Motiviert sein.

Und, wie motivierst du dich? Verrätst du mir dein Geheimrezept?

Minimalismus vs. vollgestopfte Wohnung

Endlich! Da hatte endlich mal jemand wieder eine gute Idee – nämlich mal in bewegten Bildern zeigen, wie so ein Minimalist wirklich lebt.
Und im Gegensatz dazu auch eine Person, die es – meiner Meinung nach – einfach nur übertrieben hat.
Obwohl. Ich finde der Minimalist übertreibt ja auch irgendwie, oder!? Es ist wirklich einfach so wenig zu besitzen, aber warum hat er denn so eine wahnsinnig große Wohnung wenn kaum was drin ist? Zum Feiern? Weil er am liebsten mit dem Rad durch die Wohnung fährt?
Selbst die Küche ist riesig und er lebt allein.
Für so jemanden reicht doch locker ein 1-Zimmer Appartment mit Schlafsofa, Schreibtisch und Kochnische.
Ich will nicht lästern, ich bewundere das irgendwie, aber verstehen tue ich das immer noch nicht so richtig.
Gemeinsam haben wir alle etwas: Wenn die Wirtschaft abflaut und das Geld knapp wird, muss man sich eben was ausdenken. Die einen verstecken sich hinter ihren Kram und die anderen geben einfach alles weg – bis zum (fast) letzten Hemd.
Gibt es eigentlich auch deutsche Minimalisten? Oder ist das nur ein amerikanisches Phänomen?

something for an empty briefcase

Toll, was man alles findet, wenn man seine Augen offen hält und so lange warten kann, bis man sich ganz sicher ist, dass sie niemanden gehört!

Der Titel spielt übrigens auf gleichnamigen Fernsehfilm mit James Dean an. Kennst du den? James Dean spielt da einen Schurken (wider Willen?), der von etwas Besseren träumt, aber irgendwie keine Ahnung hat, wie und was er anstellen soll. Er rennt meistens mit einer leeren Aktentasche herum, weil das für ihn ein Symbol für den Aufstieg aus der Gosse ist. Irgendwann will er ein braves, naives Mädel beklauen, die ihn aber davon überzeugt, dass er es nicht tun soll, weil sie als Studentin doch selbst eine arme Sau ist und sie doch Tänzerin werden will. Drama ohne Ende.
Irgendwann taucht er bei ihr auf und sie gibt ihn etwas, was er in die Aktentasche tun kann…hach!

Gelesen: Aufgeräumt macht glücklich von Katherine Gibson

Ja, ich weiß. Eine Buchbesprechung im Blog, obwohl ich doch eigentlich nichts anderes tun sollte, als lernen, essen und schlafen. Aber man muss sich doch auch ablenken, oder entsteht dadurch etwa Unordnung im Kopf? Das Buch war gerade griffbereit im Bibliotheksregal, da landete es plötzlich wie von Zauberhand in meinem Körbchen.

Katherine Gibson war Lehrerin und anscheinend selbst chaotisch, nun hilft sie selbst anderen beim Aufräumen und nennt sich laut ihrer Homepage „Life Management expert“.
In dem Bestseller „Aufgeräumt macht glücklich“ erzählt Gibson kurz (und vielleicht etwas oberflächlich?) in 20 Kapiteln wie man materielle, geistige und seelische Unordnung beseitigt. Angefangen mit den Klassikern Papierchaos und zuviel Gerümpel bis Schuldgefühle abladen gibt es viele sympathische Anekdoten von ihr und Zitate von anderen Autoren und Experten, die sich mit dem Thema Entrümpeln beschäftigen. Mir hat der Teil über geistiges und seelisches „Ausmisten“ sehr gefallen, da dieser Bereich bei anderen Ratgebern zu diesem Thema oft zu kurz kommt oder gar nicht erwähnt wird. Man muss das eigentlich auch gar nicht extra erwähnen, denn wenn man Ausmistet und Ordnung schafft, entsteht das Bedürfnis alles neu und besser zu machen automatisch und das setzt sich – meiner Meinung nach – auch in den anderen Lebensbereichen fort, weil alles irgndwie zusammenspielt. Weniger Zeug bedeutet schneller fertig sein mit Putzen und Aufräumen bedeutet mehr Zeit für sich bedeutet Spass. So wäre das zumindest mal ganz unkonkret zusammengefasst.
Nunja, es wird zum Beispiel erzählt, wie sich Fernsehen als Faktor für entstehende geistige Unordnung auswirkt oder warum man Energie-Vampire unbedingt loswerden sollte. Und das war dann doch recht erfrischend so viele Tipps dazu zu lesen.
Ich gucke fast gar keine Glotze mehr, da so viel Müll kommt und ich mich ständig drüber aufrege. Ein paar mal Nachrichten, obwohl mich das auch irgendwie langweilt und meine Lieblingsserien, das war’s. Gibson empfiehlt, man solle auf Zeitung und Radio umsteigen, damit man auf dem Laufenden bleibt, oder stattdessen Bücher lesen, aber ich frage mich ob drei bis vier Bücher, die man mehr oder weniger gleichzeitig liest, nicht auch zur geistigen Unordnung beitragen?!
Wie siehst du das? Ich lese fast immer mehrere Sachen gleichzeitig, weil ich irgendwelche Sachbücher oder Ratgeberliteratur immer von den Romanen trenne. Hmm…

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. Die Leute, die entrümpeln wollen und noch nie solche Ratgeber gelesen haben, sollten am Besten mit einem anderen Buch zum Thema anfangen. (Dazu gebe ich gerne Tipps, hab schon viel zu viel von solchen Büchern gelesen :D) Für einen Ausmist-Anfänger ist das Ganze dann doch etwas zu unkonkret. Und die im Klappentext erwähnten „Checklisten“ waren auch nirgends zu finden. Der Zusatz zu obigen Titel lautet übrigens: „Der kleine Entrümpel-Ratgeber“ – und der muss dahin sonst wäre man vielleicht am Ende enttäuscht gewesen, da das Buch ja doch recht „klein“ ist. Wer grundsätzlich weiß, wie entrümpeln und organisieren geht, kann auch getrost nur die Teile über geistige und seelische Unordnung lesen. Wer mehr Zeit sparen will, sollte nur die Tipps am Ende jedes Kapitels lesen, das reicht auch. Ich hätte mich geärgert, wenn ich es gekauft hätte, aber ausleihen ist völlig okay.

Wochenrückblick

Diese Woche war sehr erfolgreich was die Selfchallenge angeht. Ich habe tatsächlich alles immer von daheim mitgenommen. Mein Thermo-to-go Becher wurde oft von mir benutzt und es war schön gleich etwas Heißes zu trinken, wenn man noch im Bus sitzt oder an der zugigen Haltestelle stehen muss. Ausserdem habe ich mir Muffins gebacken und mir einen Joghurt-Vorrat in den Kühlschrank gepackt, damit ich morgens immer mein Müsli damit anmischen kann. Leider ist der Becher nicht soooo optimal, weil er undicht ist. Selbst die restlichen Tröpfchen Tee kommen da noch raus, deshalb werde ich mir vielleicht bald einen Neuen zulegen. Angeblich sollen die Starbucks-Becher recht gut zu funktionieren. Weiß da jemand Genaueres?
Oh, und man verschwendet gar nicht mehr so viel Zeit beim Bäcker, d.h. ich kann früher anfangen zu arbeiten. Das Anstellen, Aussuchen, Ansagen, Bezahlen und Einpacken fällt nämlich weg und ich bekomme einen Bus früher. Ich bin durch diese Aktion ausserdem nicht Mitte des Monats pleite sondern erst eine Woche später. Nämlich jetzt.

Gesehen: Musikvideos von Alexander Marcus. Der Hawaii Toast Song ist mein neuer Favorit.
Getan: viel gelesen, wenig gelernt, eine Freundin besucht, auf einer Astronomie-Tagung mein Hirn durchspülen lassen
Gehört: Mint Julip
Gelesen: „Aufgeräumt macht glücklich“ von Katherine Gibson.
Geklickt: www.fuzzimo.com
Gedacht: “Wo ist die Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und Ausnutzen?”
Geärgert: warum sagt einem keiner, dass hohe Luftfreuchtigkeit, Regen und Wind in Kombination einfach nur EISKALT sind??!?!?!?!??! Und dann auch noch zu wenig anziehen. Super. Meine Apotheke freut sich.
Gefreut: die Selfchallenge hat super geklappt
Gekauft: die aktuelle NEON. Wie immer – ein Fehlkauf.
Gewünscht: Tausche zuviel eiskalten Wind gegen Regen oder grauen Himmel.
Geplant: Soll ich Geburtstag feiern oder nicht?

Zen Habits: Focus – kostenloses E-Book

Leo Babauta ist DER Simplicity-Blogger aus den USA. So ist zumindest mein Eindruck. Denn alle Blogger der Minimalismus-Bewegung in Amerika zitieren ihn laufend. Mit seinem Blog „Zen Habits“ hat er eine richtige Welle losgetreten. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Sein „Beginners Guide to zen habits“ ist aber wirklich äußerst informativ und hilfreich, nur habe ich noch nicht verstanden, was früh aufstehen (5:30h!!) mit Minimalismus zu tun hat.
Jedenfalls hat er nun ein neues E-Book mit dem Titel „Focus – a simplicity manifesto in the age of distraction“ rausgebracht und die abgespeckte Version mit 27 Kapitel gibt es kostenlos zum Download und zum Verteilen. Hab es mir gerade runtergeladen und bin gespannt.