Schenken und Minimalismus.

Weihnachten naht. Alle rennen in die Läden und kaufen noch am 23.12. bis 20 h wahllos irgendwelches Zeug, das sie den lieben Freunden und Verwandten unter das Bäumchen legen können. Das dabei viel Mist herauskommt ist ja wohl klar.
Richtig schenken oder viel mehr „richtige Geschenke ausdenken“ lernt man nämlich auch nicht in der Schule…

Aber was tun Menschen, die das ihr Hab und Gut aufgegeben haben (oder gerade dabei sind, sich mehr und mehr von ihren Sachen zu trennen) und trotzdem gerne schenken wollen? Wie können diese Menschen das mit sich vereinbaren? Die Philosophie „Ich entmülle mein Leben und mülle anderen das Leben zu!“ – scheint da ja nicht so ganz zu passen.

Deshalb habe ich mir in einem Brainstorming überlegt, was man auch als Minimalist schenken könnte, ohne dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Schenken geht natürlich leichter, wenn man die Interessen des Anderen sehr gut kennt. Also immer schön die Ohren spitzen und auf dem Laufenden bleiben…:)

1) Essbares schenken. Zartschmelzende Trüffel-Sahne-Pralinen, ein deftiger Fresskorb, 18 Jahre alter Balsamico-Essig. Tee, Kaffee, Bio und Fairtrade, normal oder exquisit, da passt ja alles! YUMMY!
Gute Idee, weil: Budget lässt sich selbst stecken und das Geschenk löst sich selbst auf ;) – kein Kram, der herumsteht.

2) Verbrauchsmaterial schenken. Was da dazu gehört, ist wohl typabhängig. Ich bezeichne gerne Socken als Verbrauchsmaterial, weil ich mir da so oft Löcher hineinrubbel und die dann ziemlich schnell kaputt gehen. Als witzige Idee könnte man das z.B. als „Socken-Abo“ verschenken, dann kommt da jeden Monat ein Paar Socken in den Briefkasten. Entweder man kauft selbst ein, oder aber man lässt das Abonnement über einen Anbieter laufen, z. B. diesen hier. Google hilft bei der Suche. Ansonsten ist dieser Punkt offen zur freien Interpretation. Der Beschenkte ist leidenschaftlicher Bastler? Dann schenk ihm Klebstoff oder schönes Papier. Der Beschenkte schneidert gerne? Wie wäre es mit Schneiderkreide, Garn und Nadeln? Oder Origami-Papier für Faltkünstler?
Gute Idee, weil: dem Beschenkten gehen die Materialien nicht mehr so schnell aus, er muss also weniger oft los um sich seine Materialien zu besorgen und hat so mehr Zeit für sein Hobby. Hmm…man schenkt ihm/ihr also auch Zeit!

3) Erlebnisse schenken. Erlebnisse zu schenken ist wirklich was Feines! Vor allem für Leute, die sich nicht so oft sehen ist das eine wunderbare Art, mal wieder gemeinsam was Tolles zu unternehmen. Und auch hier gibt es keine Grenzen! Egal, ob man das richtig groß aufzieht und z.B. bei Jochen Schweitzer bucht oder selbst etwas organisiert – Spass macht es bestimmt! Vielleicht ist das ja auch mal die Gelegenheit was richtig Verrücktes zu machen?! Etwas, was man noch nie zuvor gemacht hat. Das muss ja nicht gleich Fallschirmspringen sein oder über Feuer laufen…es kann etwas ganz einfaches sein. Etwas, was man sich schon lange vorgenommen hat, aber noch nie so wirklich getraut hat…etwas, wo man ins Kalte Wasser hüpfen muss!
Gute Idee, weil: einfach so gut wie alles passt und gemeinsame Erlebnisse die Beziehung stärken. Wenn es dann auch noch ein Erlebnis mit hohen Nutzen ist, sammelt man auch noch Erfahrungen. Wenn man da auch noch Vitamin B oder die richtigen Tricks parat hat, geht das bestimmt leichter und schneller zu organisieren.

4) Gutscheine schenken. Ja. Gähn. Langweilig und unpersönlich sagen da viele. Aber warum? Warum muss man sich mit den Geschenken immer so abmühen? Warum nicht einfach einen Gutschein für das bevorzugte Geschäft verschenken, wo sich das Glückskind dann wirklich die Dinge aussuchen kann, die es wirklich braucht? Ist das wirklich so schlimm? Man muss ja nicht die Langweiler-Verpackung des Ladens nehmen (obwohl leider viele dazu übergegangen sind, diese hässlichen Aufladekarten zu nutzen) sondern kann sich was Hübsches dafür einfallen lassen! Ein edler Umschlag, ein nettes Kartenetui…mit ein bisschen Kreativität kann man das bestimmt hinbiegen. Vielleicht könnte man vorher im Laden nachfragen, ob das nicht auch geht, dass sie die Plastikkarten oder sonst was in selbst mitgebrachte, gebastelte Umhüllungen geben?
Gute Idee, weil: Das Budget selbst bestimmbar ist und man nicht viel Falsch machen kann.

5) Zeit schenken. Wie das geht? Man übernimmt einfach mal ein paar (ungeliebte) Aufgaben für jemanden, der mal eine Pause braucht. Das können Paare mit Kindern sein, auf die man mal einen Abend aufpasst, damit die beiden mal einen ungestörten Abend miteinander verbringen können Das kann Bügeln, Aufräumen und Organisieren sein, damit ein Chaot endlich mal zur Ruhe kommen kann. Das können kleine Reparaturen im Haushalt sein, für die im hektischen Alltagsleben eines Berufstätigen keine Zeit bleiben. Das kann so vieles sein!
Gute Idee, weil: man seine Talente dafür einsetzen kann und das nicht mal was kostet. Vielleicht lernt der Beschenkte dadurch sogar noch was!

6) Gutes tun im Namen des Beschenkten.
Um dem Konsumwahn noch ein extra Schnippchen zu schlagen, kann man sich selbst und den Beschenkten auch ganz anders eine Freude machen. Wie wäre es, wenn man z.B. 1 Monat Trinkwasser für 100 Menschen verschenkt?
Oder 10 junge Bäume, die im Kongo angepflanzt werden um später einen Schutz vor Erosion zu bieten? Bei oxfam ist sowas möglich.
Natürlich kann man Gutes auch in der eigenen Heimat tun. Viele kulturellen und sozialen Einrichtungen brauchen Hilfe, man muss sich nur vorher informieren. Weitere Ideen wären z.B. vom Verfall bedrohte Bücher retten oder Weihnachtsmann für Kinder aus einem SOS Kinderdorf spielen!
Gute Idee, weil: das perfekt passt für Leute, die schon alles haben und nichts brauchen! ziemlich stressfrei und man tut auch noch was Gutes.

7) Selbstgemachtes verschenken. Ich glaube, dieser Punkt ist selbsterklärend. Natürlich ist das einfacher für Leute, die gerne Dinge selbst machen. Aber auch die anderen, die immer behaupten sie wären völlig „talentfrei“ sollten sich mal daran versuchen. Ideen gibt es genug! Und wer hierbei wirklich ahnungslos ist, kann zumindest ein Witziges T-Shirt designen und das drucken lassen. Oder auf kunsthandwerkliche Weihnachtsmärkte gehen, sich inspirieren lassen und/oder den jungen Kreativen was abkaufen. Das freut nicht nur die Jung-Designer.
Gute Idee, weil: sehr persönlich, macht kreativ und gute Laune! wenn Kreativität mit Design gekoppelt wird, landet man ja doch meistens einen Volltreffer. Frei nach dem Motto: „ein Unikat für ein ein Unikat!“

8) Das verschenken, was sich der andere wirklich wünscht. Ha! Könnte so einfach sein. Nur haben die meisten nie Wünsche, wenn man sie danach fragt. Wie kann man dieses Problem lösen? Tja, das ist nicht so leicht, weil man alle impfen muss, regelmässig Wunschlisten zu schreiben. Am Besten das ganze Jahr über. Wenn man hierfür aber elektronische Wunschlisten anlegt, kann man sich viel Zeit und schlechte Laune sparen. Weltweit einsehbar, relativ aktuell und mit entsprechender Verlinkung zum Online-Shop oder zur Produktbeschreibung. Online-Wunschlisten sind z.B. unter wishlistr.com oder http://www.yourlistonline.com/ oder Wunsch-Galerie anzulegen. Also, mit gutem Beispiel voran gehen und sich selbst eine Wunschliste anlegen. Dann spart man anderen Schenker auch viel Grübelei!
Gute Idee, weil: man auch hier nichts falsch machen kann. Wenn die Dinge auf der Wunschliste zu teuer oder immaterieller Natur sind, bekommt man wenigstens eine Idee, was der Beschenkte will/braucht und kann so weiter planen.

So, das war’s jetzt mit meinem Brainstorming. War das in irgendeinerweise hilfreich?
Was schenkst du dieses Jahr? Empfindest du zur Weihnachtszeit eine Art „Konsumterror“ oder geht das an dir vorbei?
Wie hältst du andere davon ab, Blödsinn zu verschenken?

Wochenrückblick

Diese Woche gab es Schnee und Glühwein! Leider habe ich es nicht zum Michel-Weihnachtsmarkt geschafft, dafür hatte ich aber ein bisschen mehr Gammel-Freizeit daheim im Warmen. Obwohl ich die klirrende Kälte sehr gerne mag und vor allem Schnee, der alles still und schön macht. Leider ist es zu kalt, dass es noch weiter schneit…aber das wird noch!

Gesehen: “Das Parfüm” (leider belanglos) und „On the town“ – mit Gene Kelly. ER IST WUNDERBAR!!! …aber Frank Sinatra kann sich da auch sehen lassen. :D
Getan: mit Freunden Glühwein getrunken und in Bars rumgehangen, in die ich sonst nie allein egegangen wäre; ein bisschen gelernt und festgestellt, dass ich nix kann, mir schöne und nicht so schöne Verliebtheitsgeschichten angehört
Gehört: den Soundtrack zu Garden State
Gelesen: Murakami ausgelesen!
Geklickt: http://www.eigenwerk-magazin.de/
Gedacht: wann verlieren die Leute den Spass an Facebook?
Geärgert: Brummschädel nach Glühwein
Gefreut: Schneeeeee!!!!
Gekauft: ein antiquarisches Buch. FimoSoft, Kerzen für den Adventskranz
Gewünscht: wie immer: mehr Schlaf, weniger Arbeit und dass sich mein Telefon nicht immer ausschaltet, wenn jemand versucht mich zu erreichen…
Geplant: meinen Geburtstag. Die nächste Woche. Was ich morgen alles mache bzw machen muss, damit nicht alles im Chaos untergeht..

Und du, wie war deine Woche? Was war dein persönliches Highlight?

Wie wird man Minimalist?

Sachen wegwerfen, Gewohnheiten ausmisten, ungesunde Beziehungen kappen. Ist das alles?
Hier gibt es ein paar gute Geschichten von Leuten, die minimalistisch leben, perfekt für’s Wochenende (alle auf Englisch):

Dusti Arab’s „Decluttering Story“ fand ich ziemlich heftig.

Leo Babauta’s Geschichte kennt ja wahrscheinlich jeder, der sich durch die amerikanischen Minimalismus Blogs wühlt.

Die „Downsizing Story“ von Tammy Strobel ist lesenswert. Glücklich ist, wer einen Partner hat, der das mitmacht.

Everett Bogue wurde von Leo Babauta inspiriert und lebt nun als Minimalist „location independent“, wo es ihm grad passt. Ein Umzug mit nur 57 Dingen ist ja wirklich leicht zu machen.

Apropos Umzug. Colin Wright zieht mit seinen 50 Sachen alle 4 Monate um, weil er dort so viel wie möglich lernen will. Wo er demnächst wohnen wird, entscheiden seine Leser. Nebenbei kümmert er sich um seine Geschäfte. Wie das geht, erfährt man hier.

So, und wo sind jetzt die deutschsprachigen oder europäischen Minimalisten?? Haben Europäer dieses Problem mit dem „Zuviel“ gar nicht?

Heißhunger?

Heißhunger und wieder nix daheim, weil man wieder versucht hat diszipliniert zu sein und extra KEINEN Süßkram gekauft hat. Tja. Und nun?
Dann mach dir doch einen Mikrowellenkuchen! Schmeckt zwar nicht wie ausm Ofen, aber wenns hart auf hart kommt ist das eine super Lösung!
(…dazu eine Tasse Tee oder Kakao und die Welt ist wieder in Ordnung)

Man nehme:
1 Tasse oder Schüssel

4 Esslöffel Mehl
4 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Kakaopulver
1 Ei
3 Esslöffel Milch
3 Esslöffel Speiseöl

Alles in der Tasse verrühren und bei drei Minuten 700 Watt in der Mikrowelle „backen“. Geht wirklich. Ob’s gesund ist, werden wir nie erfahren. Das Ganze lässt sich natürlich beliebig variieren. Vielleicht mit Schokostreuseln statt Kakao? Oder einen Teelöffel gemahlene Mandeln dazu?
Wichtig ist, dass die Zutaten gut durchgemischt werden und der Kuchen ordentlich abkühlen kann, wenn er aus der Mikrowelle kommt.

Noch ein Tipp: Der Becher wird sehr heiß und wenn der „Kuchen“ aus der Tasse flutscht, am Besten gleich mit heißem Wasser und Spülmittel einweichen, denn Teigreste aus ’ner kleinen Tasse will wirklich niemand rauskratzen.

Probiert? Sag mir, wie es dir geschmeckt hat!

Im Weihnachtsmarktfieber

Ich weiß nicht genau warum das so ist, aber ich bin im Weihnachtsmarktfieber.
Seltsamerweise bin ich überhaupt nicht auf Weihnachten eingestellt, das nicht, aber Weihnachtsmärkte besuchen, Köstlichkeiten probieren und schöne Dinge anschauen, das könnte ich den ganzen Tag machen.
Folgende Märkte/Basare möchte ich noch besuchen:

Holy.Shit.Shopping am 4./5. Dezember im Großmarkt Hamburg
180 Künstler und Designer verkaufen in der „Weihnachts-Shopping-Lounge“ ihre Produkte – dazu viel Musik. Da bin ich mal oberaffenmegagespannt, was das wird…

Michel-Weihnachtsmarkt in der Krypta vom 26. bis 28. November
Interessant, ein Weihnachtsmarkt in, um und unter dem Michel. O-Ton einer Ausstellerin: „Die Krypta ist ein wunderschöner Ort, aber Platzangst darf man keine haben“

3. Weihnachtlicher Klostermarkt des Völkerkunde Museums vom 26./28.November
Den Markt der Völker habe ich leider schon verpasst, aber der Klostermarkt könnte auch was Feines sein. Christliches Kloster- und Weihnachtsbrauchtum klingt in erster Linie ein bisschen verstaubt, aber wenn man weiß dass es da Leckereien und Kunsthandwerk aus aller Herren Länder zu probieren/kaufen gibt, ist das doch wie eine kleine Weltreise, oder?

Ökologischer Weihnachtsmarkt /Museum der Arbeit vom 3. bis 5. Dezember
Der Ökologische Weihnachtsmarkt kostet zwar Eintritt, aber so wie sich das auf dem Flyer liest, hat das auch einen Nutzen. Man kann auch seine kaputten Dinge mitbringen und reparieren lassen. Es heißt, es gibt ein „Bio-Schlemmerparadies“ und Mitmachaktionen (z.B. Setzen und Drucken in der Druckwerkstatt) Vielleicht kann man sich so noch ein paar Weihnachtsgeschenke basteln?

Adventsmesse in der Koppel 66 – Haus für Kunst & Handwerk, an allen 4. Adventswochenenden vom 26.11. – 19.12
Ja, die Koppel. Dort kann man sehr gut essen, wenn man einen Platz im Café findet. Die Aussteller sind zahlreich, ebenso wie deren Produkte. Zentral gelegen ist das auch gut erreichbar :)

Diese Vorhaben jetzt koordiniert mit dem Lernen zu vereinbaren ist zwar eine organisatorische Meisterleistung, aber wenn ich die nächsten Tage brav lerne, klappt das vielleicht.
Wer geht mit?

Dinge, die mich freuen…

…Mülltonnen, die wie knuddelige Lieblingsomas aussehen. Ist sie nicht süß? Es riecht leider nicht nach Plätzchen.

…essbare Gummischnüre, die sich bei Bedarf auch in einen Bart verwandeln lassen. Haarrr!!!

…wenn man nach nicht so guten Geprächen etwas himmlischen Trost bekommt!

…Sprüche klopfen und Tee trinken gleichzeitig!

…Pilze, die wie kleine gemeine Waldmännchen aussehen!

…selbstgemachte Kürbissuppe, die sich als Spiegelei tarnt!

…Erfindungsreichtum in der Not! Da kommt man sich wahnsinnig clever vor!

…Tintenfische in jeglicher Form, diesmal: aus Gummibärchen!

Und, worüber freust du dich heute?

Wochenrückblick

Diese Woche wurde von glücklichen Ereignissen überstrahlt. Das langwelige Wetter und das noch langweiligere Arbeiten wurde von schönen Abenden gerettet. 1. Weil ich „Ich und Du und Alle, die wir kennen“ gesehen habe und das ist sooooo ein toller Film, den möchte ich am liebsten immer anschauen. Das ist so ein Film wo man an den seltsamsten Stellen weinen muss und man nicht weiß warum und trotzdem gehts einen total gut danach. Vielleicht musst du ja nicht weinen, aber gut geht es dir dann trotzdem. Oh und dann endlich der Besuch der Weihnachtsbasare. Endlich habe ich es geschafft und dann war es auch noch so schön! Eigentlich dachte ich, dass mich diese Menschenmassen und das viele Weihnachtszeug total überfordern, aber das war alles weit weg. Jetzt bin ich total im Weihnachtsmarkt-Fieber und werde demnächst noch weitere besuchen.

Gesehen:Ich und Du und Alle, die wir kennen“ von Miranda July. Man, die schreibt nicht nur schöne Geschichten, bei dem Film kann man sich gesund heulen!
Getan: die Weihnachtsbasare der nordischen Seemannskirchen besucht, dort alles mögliche gegessen und gewonnen ;) und ansonsten fast nichts gelernt
Gehört: „kommst du bitte zur Nahrungsmittelaufnahme?“ :D :D
Gelesen: oh gott, nix, sonst platzt mein Hirn
Geklickt: Paris vs. NewYork City
Gedacht: gutes Karma oder schlechtes?
Geärgert: dass die meisten minderwertig über allgemeine Befindlichkeitsstörungen denken. Das können nämlich ausgewachsene Krankheiten werden!!!
Gefreut: ein Wiedersehen mit den Mumins, finnische Schokolade, Leipajuusto und das es endlich bald losgeht mit der Prüfung
Gekauft: finnische Nahrungsmittel
Gewünscht: mehr Schlaf, weniger Arbeit
Geplant: ob ich mir zuerst ein Nintendo DSi XL kaufen werden oder zuerst die Spiele?!

Und, wie war deine Woche?

Unterwegs: Weihnachtsbasare der Nordischen Seemannskirchen

Endlich geschafft! Kann mir gar nicht erklären, warum ich so lange gebraucht hab das endlich mal durchzuziehen, aber es hat sich definitiv gelohnt!
Gleich bei der U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken kann man nach ein paar Metern den Basar der Schwedischen Gustav-Adolfs-Kirche besuchen. Ein bisschen klein und eng, aber dafür mit allerlei schwedischen Leckereien zu günstigen Preisen. Neben Spezialitäten des Landes wird auf allen Basaren auch Kunsthandwerk und andere Kleinigkeiten angeboten. Wer also noch auf der Suche nach schönen Geschenken oder Weihnachtsschmuck ist, wird dort sicherlich fündig.
Oh und nehmt unbedingt die Tombola mit!!! Überall stehen ältere Damen in Tracht und übermütige Herren drehen die Lostrommel und ich hatte gestern eine richtige Glückssträhne!!!!
Ha! und das sind meine Gewinne :D (…die ich eigentlich nicht brauche und deshalb verschenke oder verbastle…aber die Designer-Gläser behalte ich)

Bei der Tombola des Schwedischen Basars hab ich eine Tasche gewonnen. Leider nicht mein Stil, aber meine Schwester freut sich bestimmt :D

Beim finnischen Basar hab ich dieses höchst dekorative maritime Objekt gewonnen :D

Herr DingDong hat sich beim Eisangeln wahnsinnig angestrengt, aber nur weil ihn der kleine deutsch-finnische Schüler dazu überredet hat!

…und es hat sich gelohnt! Nach langem Ringen im eisigen Meer lag was richtig Schweres im Körbchen:

Und weil wir so richtig im Glücksrausch waren, kauften wir auch gleich noch Lose bei der Reise-Lotterie!
Die Preise sind ja wirklich toll, mal sehen ob wir da nochmal Glück haben.

Ach, ein herrlicher Abend! Vor allem für Finnland-Fans gibt es einen extra eingerichteten finnischen Supermarkt! Wem das dort zu teuer ist, kann sich in den jeweiligen Kirchen mit Leckereien verwöhnen lassen. Und das recht günstig. So schnell kann man zu neuen kulinarischen Eindrücken kommen und das Fernweh oder die Urlaubsvorfreude ein bisschen besser gestalten.

Auf der Seite der dänischen Kirche gibt es das Plakat als .pdf mit den weiteren Terminen. Wer es dieses Jahr nicht schafft, geht eben nächstes Jahr hin!

Alle Kirchen/Basare liegen in der Ditmar-Koel-Str. im „Portugiesenviertel“
Achtung, es kann sehr voll sein, deshalb lieber Sperriges zu Hause lassen und einen leeren Magen mitbringen ;)

Museum of useful things

Ach, warum lernt man denn nicht in der Schule was wirklich nützlich ist?
Warum Wurzel ziehen und Vektoren berechnen, wenn man nicht weiß, welche Dinge nützlich sind und welche nicht?
Vielleicht wäre alles ganz anders. Vielleicht wäre es dann ja so, dass man nützliche Dinge anders behandelt, Qualität statt Billigmist kauft, diese Dinge nicht so oft verliert, damit den Planeten und seine Seele schont und so weiter.
Aber was ist nützlich?

Im virtuellen Museum für nützliche Dinge kann man sich darüber schlau machen.
http://www.museumofusefulthings.com/
Und wenn man Lust hat, kann man das dort auch gleich kaufen.

Nützlich sind so viele Sachen! Büroklammern zum Beispiel. Tolle Erfindung. Und wenn man kreativ ist, kann man dafür auch ein Haus bekommen.

Minimalismus und Mode: Aus 1 mach x

Endlich ein lang erhoffter Geldsegen. Und obwohl sich schon eine lange Wunschliste aufgetürmt hat, grüble ich doch darüber nach, ein bisschen was davon in einen neuen Kleidungsstil anzulegen. Minimalismus wird ja momentan in der Mode gehypt, wiedie letzte Stella McCartney Modenschau zeigt. Trotzdem verstehe ich unter Minimalismus nicht nur Kleidung ohne Schnickschnack sondern nur eine Handvoll Kleidung, aber dafür qualitativ gute Sachen, die schick und schmeichelhaft sind und trotzdem funktional sind. Kennt da jemand gute Online-Shops?
Ich will wenige Dinge, die dafür aber mindestens bis 2029* halten!
Denn leider sehen die meisten Klamotten dann gleich so Globetrottermäßig aus und das ist meistens hässlich.

Minimalismus in der Mode funktioniert aber sehr gut mit Funktionalität, wie das Video zeigt:

Durchsichtiges würde ich jetzt nicht unbedingt anziehen, aber man sieht ja was gemeint ist, ne?
Jedenfalls hat sich die Designerin das Ganze gut überlegt.

Zurück zu meiner Ausgangsüberlegung:
Braucht man 2 Schwarze Hosen? 5 gleich aussehende Jeans? 4 weiße Blusen?
Bestimmt nicht. Aber warum tut man das? Denn eigentlich tragen wir ja sowieso nur immer diesselben Klamotten, denn das, was wir oft anziehen, liegt auch vorne im Schrank und gefällt uns, während der Rest irgendwo hinten im Schrank versauert.
Ich sortiere oft aus, und trotzdem wird es irgendwie nicht leerer, obwohl ich fast gar nix kaufe (= alle zwei Monate kaufe ich, wenn überhaupt, maximal 2 Teile), anscheinend lass ich mir zuviel schenken.
Zumindest bin ich schon zu dem Punkt gelangt, nur noch Klamotten zu kaufen, wenn ich sie auch WIRKLICH brauche.
Ach und „Shoppen“ ansich verwandelt mich in ein hysterisches, leicht reizbares Monster und ich verstehe auch nicht, wie einem das Spaß machen kann.
Ein Kenner möge es mir bitte erklären, ich bin gern bereit dazuzulernen!

Herr DingDong und seine männlichen Freunde schaffen es, immer gut auszusehen, obwohl sie einen Minikleiderschrank besitzen. 2 Pullover, 2 Jeans, eine „gute Hose“, ein Sakko, 5-6 Hemden (darunter lang- und kurzärmlig), eine Handvoll unzerstörbarer T-Shirts (hallo?! ein T-Shirt kann 12 Jahre halten???) und dann noch Unterwäsche und Socken.
Ich nehme mir das zum Vorbild!

Neben der Funktionalität kann auch Kreativität ein toller Freund des Minimalismus sein.

Man kann es zum Beispiel so machen wie Matheiken mit ihrem Experiment The Uniform Project. Sie hat ein ganzes Jahr lang dasselbe Kleid getragen, immer verschieden kombiniert mit Accessoires, die sie sich von anderen hat schenken lassen.
In diesem Jahr und mit diesem Projekt hat sie Geld gesammelt um ein Schulprojekt in Indien zu unterstützen. Im 2. Jahr trägt sie ein Outfit, den ganzen Monat lang. – Auch interessant!

Oder man probiert noch eine neue Strategie aus. Inspiriert von 333 Fashion Project, sucht man sich 33 Teile zusammen und zieht nur diese Teile dann für 3 Monate an. Merkt man einen Unterschied? Wird man anders behandelt? Muss man noch lange vorm Schrank stehen und sich was ausdenken? Muss man mehr Zeit für’s Waschen aufwenden?
Das sind interessante Fragen.

Wer es radikaler braucht, versucht es mit 6 items or less

Ich glaube, ich versuche auch mal so ein Experiment. Das muss ich mir erstmal zurecht denken, aber reizen würde mich sowas schon. Oder einfach ein bisschen radikaler ausmisten und sich nicht immer so viele Klamotten schenken lasssen.
Jetzt frage ich mich nur noch, ob ein Minimalist auch Stil haben kann. Und überhaupt verstehe ich das mit der Mode überhaupt nicht so ganz…Weiß da jemand eine Antwort? Bin für alle Ideen und Theorien offen!

*2029 kommt Apophis der Erde ziemlich nahe. Experten haben errechnet, dass uns nix passieren wird, aber kann man sich auf sowas verlassen?!