Archive for November 2010


Museum of useful things

November 18th, 2010 — 5:18pm

Ach, warum lernt man denn nicht in der Schule was wirklich nützlich ist?
Warum Wurzel ziehen und Vektoren berechnen, wenn man nicht weiß, welche Dinge nützlich sind und welche nicht?
Vielleicht wäre alles ganz anders. Vielleicht wäre es dann ja so, dass man nützliche Dinge anders behandelt, Qualität statt Billigmist kauft, diese Dinge nicht so oft verliert, damit den Planeten und seine Seele schont und so weiter.
Aber was ist nützlich?

Im virtuellen Museum für nützliche Dinge kann man sich darüber schlau machen.
http://www.museumofusefulthings.com/
Und wenn man Lust hat, kann man das dort auch gleich kaufen.

Nützlich sind so viele Sachen! Büroklammern zum Beispiel. Tolle Erfindung. Und wenn man kreativ ist, kann man dafür auch ein Haus bekommen.

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Minimalismus und Mode: Aus 1 mach x

November 17th, 2010 — 10:12am

Endlich ein lang erhoffter Geldsegen. Und obwohl sich schon eine lange Wunschliste aufgetürmt hat, grüble ich doch darüber nach, ein bisschen was davon in einen neuen Kleidungsstil anzulegen. Minimalismus wird ja momentan in der Mode gehypt, wiedie letzte Stella McCartney Modenschau zeigt. Trotzdem verstehe ich unter Minimalismus nicht nur Kleidung ohne Schnickschnack sondern nur eine Handvoll Kleidung, aber dafür qualitativ gute Sachen, die schick und schmeichelhaft sind und trotzdem funktional sind. Kennt da jemand gute Online-Shops?
Ich will wenige Dinge, die dafür aber mindestens bis 2029* halten!
Denn leider sehen die meisten Klamotten dann gleich so Globetrottermäßig aus und das ist meistens hässlich.

Minimalismus in der Mode funktioniert aber sehr gut mit Funktionalität, wie das Video zeigt:

Durchsichtiges würde ich jetzt nicht unbedingt anziehen, aber man sieht ja was gemeint ist, ne?
Jedenfalls hat sich die Designerin das Ganze gut überlegt.

Zurück zu meiner Ausgangsüberlegung:
Braucht man 2 Schwarze Hosen? 5 gleich aussehende Jeans? 4 weiße Blusen?
Bestimmt nicht. Aber warum tut man das? Denn eigentlich tragen wir ja sowieso nur immer diesselben Klamotten, denn das, was wir oft anziehen, liegt auch vorne im Schrank und gefällt uns, während der Rest irgendwo hinten im Schrank versauert.
Ich sortiere oft aus, und trotzdem wird es irgendwie nicht leerer, obwohl ich fast gar nix kaufe (= alle zwei Monate kaufe ich, wenn überhaupt, maximal 2 Teile), anscheinend lass ich mir zuviel schenken.
Zumindest bin ich schon zu dem Punkt gelangt, nur noch Klamotten zu kaufen, wenn ich sie auch WIRKLICH brauche.
Ach und “Shoppen” ansich verwandelt mich in ein hysterisches, leicht reizbares Monster und ich verstehe auch nicht, wie einem das Spaß machen kann.
Ein Kenner möge es mir bitte erklären, ich bin gern bereit dazuzulernen!

Herr DingDong und seine männlichen Freunde schaffen es, immer gut auszusehen, obwohl sie einen Minikleiderschrank besitzen. 2 Pullover, 2 Jeans, eine “gute Hose”, ein Sakko, 5-6 Hemden (darunter lang- und kurzärmlig), eine Handvoll unzerstörbarer T-Shirts (hallo?! ein T-Shirt kann 12 Jahre halten???) und dann noch Unterwäsche und Socken.
Ich nehme mir das zum Vorbild!

Neben der Funktionalität kann auch Kreativität ein toller Freund des Minimalismus sein.

Man kann es zum Beispiel so machen wie Matheiken mit ihrem Experiment The Uniform Project. Sie hat ein ganzes Jahr lang dasselbe Kleid getragen, immer verschieden kombiniert mit Accessoires, die sie sich von anderen hat schenken lassen.
In diesem Jahr und mit diesem Projekt hat sie Geld gesammelt um ein Schulprojekt in Indien zu unterstützen. Im 2. Jahr trägt sie ein Outfit, den ganzen Monat lang. – Auch interessant!

Oder man probiert noch eine neue Strategie aus. Inspiriert von 333 Fashion Project, sucht man sich 33 Teile zusammen und zieht nur diese Teile dann für 3 Monate an. Merkt man einen Unterschied? Wird man anders behandelt? Muss man noch lange vorm Schrank stehen und sich was ausdenken? Muss man mehr Zeit für’s Waschen aufwenden?
Das sind interessante Fragen.

Wer es radikaler braucht, versucht es mit 6 items or less

Ich glaube, ich versuche auch mal so ein Experiment. Das muss ich mir erstmal zurecht denken, aber reizen würde mich sowas schon. Oder einfach ein bisschen radikaler ausmisten und sich nicht immer so viele Klamotten schenken lasssen.
Jetzt frage ich mich nur noch, ob ein Minimalist auch Stil haben kann. Und überhaupt verstehe ich das mit der Mode überhaupt nicht so ganz…Weiß da jemand eine Antwort? Bin für alle Ideen und Theorien offen!

*2029 kommt Apophis der Erde ziemlich nahe. Experten haben errechnet, dass uns nix passieren wird, aber kann man sich auf sowas verlassen?!

9 comments » | machen, Minimalismus, Mode & Schönheit

Unterwegs: Biokonditorei Eichel

November 16th, 2010 — 9:58am

Als alte Kaffeetante ist man immer auf der Suche nach schönen Orten, wo man herrlich leckere Torten und guten Cappucino trinken kann.
In meiner Nähe gibt es gottseidank so einen wunderbaren Ort – die Biokonditorei Eichel.
Neben Kleingebäcken, Torten und Rührkuchen, gibt es auch auch ein Sortiment an Keksen und Schokoladen. Und nicht nur das! Dort können auch Veganer oder Allergiker schlemmen, denn es gibt immer ein Sortiment an Glutenfreien Kuchen und Torten!

Mein Favorit: Schoko-Dinkel-Kirsch-Torte (vegan)! oder doch Schoko-Sahne-Trüffel? hm. Die Linzertorte ist auch immer fantastisch und mit der Nuss-Marzipan-Torte kann man auch nix falsch machen.
Hmm….eigentlich kann man dort mit jeder Auswahl alles richtig machen!

Biokonditorei Eichel
Osterstrasse 15
20259 Hamburg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr

(wobei man sonntags ab 17 h manchmal schon Schwierigkeiten hat noch was zu finden…)

Ein MUSS für jeden Einheimischen, Zugereisten und Besucher!
Warst du schon mal dort? Was sollte man auf jedenfall probiert haben?

1 comment » | Hamburg, Unterwegs

Bist du glücklich?

November 15th, 2010 — 9:57am

Vielleicht sollte man jede Frage in so eine schicke Grafik umwandeln, das ist nicht nur nützlich sondern auch dekorativ!

via ffffound

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Wochenrückblick

November 14th, 2010 — 12:47pm

Mittlerweile glaube ich, dass das mit der Prüfung echt was Gutes wird! Nur das Drumherum nervt ein bisschen. Mittlweile bin ich an meinem Lernziel angelangt und kann jetzt die nächsten 4 Wochen alles wiederholen und einüben, mir ein paar Gedanken dazu machen und dann klappt das!
Jetzt habe ich mir so viel Freizeit freigeschaufelt und nun weiß ich nicht so wirklich was ich damit anfangen soll. Was Neues lernen wäre jetzt tödlich, da meine Gehirnkapazität voll und ganz erreicht ist. Aber nach der Prüfung….jaaaaa!!! da geht wieder richtig los, mit dem echten Leben. Und die vielen kleinen Probleme, die man sich selber machen kann. Und dann nur noch Arbeiten und abends ein bisschen putzen und aufräumen und lesen und fernsehen und basteln und zaubern. Ach, das wird soooooo schön!!

Gesehen: „Exit through the gift shop“ und „Shoppen“ auf DVD
Getan: viel viel gelernt, gelesen, ein Geburtstagskind beglückwünscht, ein Kinodate mit Herrn DingDong erlebt, eine Austellung besucht
Gehört: Barbara Cuesta
Gelesen: im Buch „Allgemeine Wirtschaftslehre für Medienberufe“ und „Schönheit für Anfänger“
Geklickt: impossibly cool icons
Gedacht: „Ist es wirklich so verdammt schwer, alle seine 7 Sachen beisammen zu haben??“
Geärgert: nein, nicht geärgert. Eher schockiert-verwundert.
Gefreut: Bibliotheksnutzer, die zu Kreuze kriechen! Gemütlich an der Heizung sitzen, während es draussen kalt ist,
Gekauft: einen flutschigen Kugelschreiber für die Abschlussprüfung, eine schwarze Mütze, ein neues Uhrenarmband für meine alte neue Listelottepulver-Uhr
Gewünscht: Beruhigungspillen für alle!!!
Geplant: zu welchen Sportkursen ich kommende Woche gehen werde. Wann ich den finnischen Basar besuchen werde, wie ich wo am Besten lerne, wo ich meine Bücher hintue, wenn ich sie ausgemistet habe…

Wie war deine Woche?

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Gelesen: Malina von Ingeborg Bachmann

November 12th, 2010 — 10:38am

Dieses Buch hat mich die letzten Wochen begleitet und durch den Lernwahnsinn gerettet. Eigentlich wollte ich es nur ausleihen, um für ein Handout in Deutsch eine Textpassage abzutippen, aber in der U-Bahn fing ich an zu lesen und wusste nach einer halben Seite, dass ich nicht mehr würde aufhören können.
Ich dachte ab und zu, dass es schade ist, dass ich es erst so spät gelesen habe, aber vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt gewesen. Vielleicht braucht man für bestimmte Bücher doch eine Art Reife, ein anderes Gehirn, damit es wirkt.
Die namenlose Ich-Erzählerin ist eine in Wien lebende Schriftstellerin, Geliebte von Ivan und Freundin von Malina. Sie beschreibt im inneren Monolog im ersten Teil des Buches ihre Beziehung mit Ivan, mit den Ängsten, dem Chaos, die Verwirrtheit, Unsicherheit, Verliebtheit, sie geht sogar soweit und beschreibt die Liebe zu Ivan als Krankheit und Ivan als ihr einziges Heilmittel. Die Sätze reihen sich fast ohne Punkt aneinander und man rast durch die Zeilen von Seite zu Seite. Das “Traumkapitel” was danach folgt, war für mich schwere Kost, weil “ich” einen psychischen Zusammenbruch erleidet, davon spricht, dass “ich” wahnsinnig wird und in den Traumsequenzen dauernd gehetzt und ermordet wird. Vom eigenen Vater, der sich auch mal zur Mutter verwandelt. In diesem Kapitel wird zwischen den Zeilen deutlich, dass es sich um eine Aufarbeitung der Täter-Opfer Beziehung zwischen Eltern und Kind im 2. Weltkrieg handelt. Das dritte Kapitel besteht aus einem Dialog zwischen Malina und “Ich”, den man oft nicht ganz folgen kann. Es geht um Briefgeheimnisse, das Schreiben und die Zerstörung von Freiheit und Gleichberechtigung. Insgesamt wird im Verlauf des Romans die Aufspaltung des Ich in einen männlichen und einen weiblichen Teil deutlich, der dann im dritten Kapitel ein Ende nimmt. Das “Ich” verschwindet.

Fazit: Anfangs wollte ich nur herausfinden, warum einige meinten, dass Buch sei “schwer zu lesen” und keine “Abendlektüre” – ich weiß nicht genau was das bedeutet. Für Leute, die Dostojewski lesen oder Virginia Woolf oder James Joyce (Ulysses!) gelesen haben und sich auf Textcollagen einlassen können ist das Buch nicht schwer zu lesen. Der oft zitierte Feminismus, die Unterdrückung der Frau war für mich nur im Traumkapitel überdeutlich, stand aber für mich nicht so sehr im Mittelpunkt. Eher war für mich das Scheitern des weiblichen Individuums die Hauptaussage. Menschliches Scheitern interessiert mich total, dabei sind die genauen Gründe eher zweitrangig. Obwohl “Ich” ja absolut in Ivan verknallt ist, alles stehen und liegen lässt und nur auf seine Anrufe wartet, ist “Ich” ja doch nur die Geliebte und immer die, die passiv bleiben muss. Ivan kommt und geht, wann es ihm passt, “ich” wird nicht so wirklich einbezogen. Als Gegensatz dazu ist sie in der auf Vernunft basierenden, leidenschaftslosen Beziehung mit Malina verstrickt, der ihr zwar Aufmerksamkeit schenkt, sie aber trotzdem eher als chaotische Kindfrau sieht, die nicht wirklich was auf die Reihe kriegt. Sie ist abhängig von ihm, und das als eigentlich bekannte, unabhängige Schriftstellerin! Hier stellt sich die Frage, warum “Ich” nicht fähig war, sich aus diesen ungesunden Beziehungen zu befreien. Sie hätte ja auch einfach gehen können. Sie hätte doch auch einfach drauf scheissen können. Hat sie aber nicht. Das hat für mich nichts mit Feminismus und der Unterdrückung durch Männer zu tun, sondern einfach nur mit persönlicher Unfähigkeit.

Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus, schon allein wegen dem ersten Kapitel! Habe selten so eine geniale Textkomposition (im Sinne einer Collage) gelesen. Vor allem die aneinander gereihten, zuweilen recht grausamen symbolisch aufgeladenen Bilder im Traumkapitel sind absolut lesenswert und charakterisieren den entstehenden Wahnsinn erschreckend gut.
Für Männer, die wissen wollen, wie sich verliebte Frauen fühlen. Für Frauen, die lernen wollen, wie man es nicht machen sollte.

1 comment » | Gelesen

Gesehen: Exit through the gift shop

November 11th, 2010 — 1:54pm

Wie hier angekündigt, hatte ich vor, den Banksy Film zu sehen – und nun habe ich es endlich geschafft!

Darum geht es: Der etwas chaotische und naive Hobbyfilmer Thierry Guetta geht mit seinem Cousin Invader nachts mit auf StreetArt-Tour und lernt durch die Szene irgendwann zufälligBanksy kennen. Der von Banksy besessene Guetta bannt ALLES auf Bänder und die StreetArt-Szene freut sich auf einen Dokumentarfilm. Doch Thierry ist kein Filmemacher und überlässt das Material Banksy der feststellt, dass die Person Guetta viel interessanter ist als er selbst. Also schlägt er ihm vor, Guetta solle doch mal Kunst machen und Banksy kümmert sich um das Filmmaterial…

Darum geht es wirklich: Über die altbekannte Fragen “Was ist Kunst?” und “Wann ist man ein Künstler?” und alles Bunte, was zwischendurch und vor allem nachts auf unseren Straßen passiert

Fazit: Ich bin nicht enttäuscht! Im Gegenteil! Nach dem Film hatte ich das starke Bedürfnis alles mögliche mit Aufklebern und Poster zu plakatieren ;D
Der Film ist ein Who-is-Who der StreetArt-Szene, man bekommt Einblicke in Aktionen, die man so normalerweise nicht sieht. Banksy ist dabei, aber irgendwie auch nicht. Bleibt also genialerweise genau wie man es von ihm gewohnt ist. Seine trockenen Kommentare sind spitze! Und hinterher fühlt man sich wunderbar gehirngewaschen!

Für alle die sich für Kunst und vor allem StreetArt interessieren, die mal wieder einen gut gemachten Dokumentarfilm sehen wollen und dabei auch viel lachen wollen.

Comment » | Genial, Gesehen

Welcome back

November 11th, 2010 — 10:44am

Ich liebe gut gemachte Werbungen. Und ich liebe Flashmobs.
Und wenn das beides kombiniert wird, finde ich das großartig. Am meisten mag ich die Blicke der Leute, die nicht wissen was da gerade passiert, die aber dadurch anfangen sich unendlich zu freuen :)

Comment » | Clip, Genial

DIY-Abenteuer

November 10th, 2010 — 10:22am

Was wäre wenn du eine ganze Stadt fast für dich alleine hättest? Was wäre, wenn du dir eine Villa Kunterbunt bauen könntest, einfach so, für wenig bis gar kein Geld und im Vorgarten wächst dein eigenes Gemüse…?
Klingt utopisch, aber anscheinend kann man das in Detroit machen.

Selten so eine inspirierende Doku gesehen.

Comment » | Clip, Genial, Inspiration

Zeige Klarheit.

November 9th, 2010 — 10:30am

Comment » | Gedacht, Inspiration, machen

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