Unterwegs: Biokonditorei Eichel

Als alte Kaffeetante ist man immer auf der Suche nach schönen Orten, wo man herrlich leckere Torten und guten Cappucino trinken kann.
In meiner Nähe gibt es gottseidank so einen wunderbaren Ort – die Biokonditorei Eichel.
Neben Kleingebäcken, Torten und Rührkuchen, gibt es auch auch ein Sortiment an Keksen und Schokoladen. Und nicht nur das! Dort können auch Veganer oder Allergiker schlemmen, denn es gibt immer ein Sortiment an Glutenfreien Kuchen und Torten!

Mein Favorit: Schoko-Dinkel-Kirsch-Torte (vegan)! oder doch Schoko-Sahne-Trüffel? hm. Die Linzertorte ist auch immer fantastisch und mit der Nuss-Marzipan-Torte kann man auch nix falsch machen.
Hmm….eigentlich kann man dort mit jeder Auswahl alles richtig machen!

Biokonditorei Eichel
Osterstrasse 15
20259 Hamburg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr

(wobei man sonntags ab 17 h manchmal schon Schwierigkeiten hat noch was zu finden…)

Ein MUSS für jeden Einheimischen, Zugereisten und Besucher!
Warst du schon mal dort? Was sollte man auf jedenfall probiert haben?

Wochenrückblick

Mittlerweile glaube ich, dass das mit der Prüfung echt was Gutes wird! Nur das Drumherum nervt ein bisschen. Mittlweile bin ich an meinem Lernziel angelangt und kann jetzt die nächsten 4 Wochen alles wiederholen und einüben, mir ein paar Gedanken dazu machen und dann klappt das!
Jetzt habe ich mir so viel Freizeit freigeschaufelt und nun weiß ich nicht so wirklich was ich damit anfangen soll. Was Neues lernen wäre jetzt tödlich, da meine Gehirnkapazität voll und ganz erreicht ist. Aber nach der Prüfung….jaaaaa!!! da geht wieder richtig los, mit dem echten Leben. Und die vielen kleinen Probleme, die man sich selber machen kann. Und dann nur noch Arbeiten und abends ein bisschen putzen und aufräumen und lesen und fernsehen und basteln und zaubern. Ach, das wird soooooo schön!!

Gesehen: „Exit through the gift shop“ und „Shoppen“ auf DVD
Getan: viel viel gelernt, gelesen, ein Geburtstagskind beglückwünscht, ein Kinodate mit Herrn DingDong erlebt, eine Austellung besucht
Gehört: Barbara Cuesta
Gelesen: im Buch „Allgemeine Wirtschaftslehre für Medienberufe“ und „Schönheit für Anfänger“
Geklickt: impossibly cool icons
Gedacht: „Ist es wirklich so verdammt schwer, alle seine 7 Sachen beisammen zu haben??“
Geärgert: nein, nicht geärgert. Eher schockiert-verwundert.
Gefreut: Bibliotheksnutzer, die zu Kreuze kriechen! Gemütlich an der Heizung sitzen, während es draussen kalt ist,
Gekauft: einen flutschigen Kugelschreiber für die Abschlussprüfung, eine schwarze Mütze, ein neues Uhrenarmband für meine alte neue Listelottepulver-Uhr
Gewünscht: Beruhigungspillen für alle!!!
Geplant: zu welchen Sportkursen ich kommende Woche gehen werde. Wann ich den finnischen Basar besuchen werde, wie ich wo am Besten lerne, wo ich meine Bücher hintue, wenn ich sie ausgemistet habe…

Wie war deine Woche?

Gelesen: Malina von Ingeborg Bachmann

Dieses Buch hat mich die letzten Wochen begleitet und durch den Lernwahnsinn gerettet. Eigentlich wollte ich es nur ausleihen, um für ein Handout in Deutsch eine Textpassage abzutippen, aber in der U-Bahn fing ich an zu lesen und wusste nach einer halben Seite, dass ich nicht mehr würde aufhören können.
Ich dachte ab und zu, dass es schade ist, dass ich es erst so spät gelesen habe, aber vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt gewesen. Vielleicht braucht man für bestimmte Bücher doch eine Art Reife, ein anderes Gehirn, damit es wirkt.
Die namenlose Ich-Erzählerin ist eine in Wien lebende Schriftstellerin, Geliebte von Ivan und Freundin von Malina. Sie beschreibt im inneren Monolog im ersten Teil des Buches ihre Beziehung mit Ivan, mit den Ängsten, dem Chaos, die Verwirrtheit, Unsicherheit, Verliebtheit, sie geht sogar soweit und beschreibt die Liebe zu Ivan als Krankheit und Ivan als ihr einziges Heilmittel. Die Sätze reihen sich fast ohne Punkt aneinander und man rast durch die Zeilen von Seite zu Seite. Das „Traumkapitel“ was danach folgt, war für mich schwere Kost, weil „ich“ einen psychischen Zusammenbruch erleidet, davon spricht, dass „ich“ wahnsinnig wird und in den Traumsequenzen dauernd gehetzt und ermordet wird. Vom eigenen Vater, der sich auch mal zur Mutter verwandelt. In diesem Kapitel wird zwischen den Zeilen deutlich, dass es sich um eine Aufarbeitung der Täter-Opfer Beziehung zwischen Eltern und Kind im 2. Weltkrieg handelt. Das dritte Kapitel besteht aus einem Dialog zwischen Malina und „Ich“, den man oft nicht ganz folgen kann. Es geht um Briefgeheimnisse, das Schreiben und die Zerstörung von Freiheit und Gleichberechtigung. Insgesamt wird im Verlauf des Romans die Aufspaltung des Ich in einen männlichen und einen weiblichen Teil deutlich, der dann im dritten Kapitel ein Ende nimmt. Das „Ich“ verschwindet.

Fazit: Anfangs wollte ich nur herausfinden, warum einige meinten, dass Buch sei „schwer zu lesen“ und keine „Abendlektüre“ – ich weiß nicht genau was das bedeutet. Für Leute, die Dostojewski lesen oder Virginia Woolf oder James Joyce (Ulysses!) gelesen haben und sich auf Textcollagen einlassen können ist das Buch nicht schwer zu lesen. Der oft zitierte Feminismus, die Unterdrückung der Frau war für mich nur im Traumkapitel überdeutlich, stand aber für mich nicht so sehr im Mittelpunkt. Eher war für mich das Scheitern des weiblichen Individuums die Hauptaussage. Menschliches Scheitern interessiert mich total, dabei sind die genauen Gründe eher zweitrangig. Obwohl „Ich“ ja absolut in Ivan verknallt ist, alles stehen und liegen lässt und nur auf seine Anrufe wartet, ist „Ich“ ja doch nur die Geliebte und immer die, die passiv bleiben muss. Ivan kommt und geht, wann es ihm passt, „ich“ wird nicht so wirklich einbezogen. Als Gegensatz dazu ist sie in der auf Vernunft basierenden, leidenschaftslosen Beziehung mit Malina verstrickt, der ihr zwar Aufmerksamkeit schenkt, sie aber trotzdem eher als chaotische Kindfrau sieht, die nicht wirklich was auf die Reihe kriegt. Sie ist abhängig von ihm, und das als eigentlich bekannte, unabhängige Schriftstellerin! Hier stellt sich die Frage, warum „Ich“ nicht fähig war, sich aus diesen ungesunden Beziehungen zu befreien. Sie hätte ja auch einfach gehen können. Sie hätte doch auch einfach drauf scheissen können. Hat sie aber nicht. Das hat für mich nichts mit Feminismus und der Unterdrückung durch Männer zu tun, sondern einfach nur mit persönlicher Unfähigkeit.

Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus, schon allein wegen dem ersten Kapitel! Habe selten so eine geniale Textkomposition (im Sinne einer Collage) gelesen. Vor allem die aneinander gereihten, zuweilen recht grausamen symbolisch aufgeladenen Bilder im Traumkapitel sind absolut lesenswert und charakterisieren den entstehenden Wahnsinn erschreckend gut.
Für Männer, die wissen wollen, wie sich verliebte Frauen fühlen. Für Frauen, die lernen wollen, wie man es nicht machen sollte.

Gesehen: Exit through the gift shop

Wie hier angekündigt, hatte ich vor, den Banksy Film zu sehen – und nun habe ich es endlich geschafft!

Darum geht es: Der etwas chaotische und naive Hobbyfilmer Thierry Guetta geht mit seinem Cousin Invader nachts mit auf StreetArt-Tour und lernt durch die Szene irgendwann zufälligBanksy kennen. Der von Banksy besessene Guetta bannt ALLES auf Bänder und die StreetArt-Szene freut sich auf einen Dokumentarfilm. Doch Thierry ist kein Filmemacher und überlässt das Material Banksy der feststellt, dass die Person Guetta viel interessanter ist als er selbst. Also schlägt er ihm vor, Guetta solle doch mal Kunst machen und Banksy kümmert sich um das Filmmaterial…

Darum geht es wirklich: Über die altbekannte Fragen „Was ist Kunst?“ und „Wann ist man ein Künstler?“ und alles Bunte, was zwischendurch und vor allem nachts auf unseren Straßen passiert

Fazit: Ich bin nicht enttäuscht! Im Gegenteil! Nach dem Film hatte ich das starke Bedürfnis alles mögliche mit Aufklebern und Poster zu plakatieren ;D
Der Film ist ein Who-is-Who der StreetArt-Szene, man bekommt Einblicke in Aktionen, die man so normalerweise nicht sieht. Banksy ist dabei, aber irgendwie auch nicht. Bleibt also genialerweise genau wie man es von ihm gewohnt ist. Seine trockenen Kommentare sind spitze! Und hinterher fühlt man sich wunderbar gehirngewaschen!

Für alle die sich für Kunst und vor allem StreetArt interessieren, die mal wieder einen gut gemachten Dokumentarfilm sehen wollen und dabei auch viel lachen wollen.

Wochenrückblick

Letzte Woche habe mir noch eine Zeitmaschine gewünscht – nur habe ich diese Woche festgestellt, dass ich gar keine brauche! Die Zeit vergeht so rasend schnell, dass ich aufpassen muss, nicht verloren zu gehen. Ich bin mittlerweile total lernverwirrt, aus mir sprudeln Klugscheissersprüche, die ich eigentlich gelernt haben sollte, aber ich
mich gar nicht erinnern kann, dass ich sie schon wirklich aktiv gelernt habe!? Das ist zwar hoffentlich gut für die Prüfung, macht mir aber doch ein bisschen Angst. Ich kann mich an vieles andere nicht mehr erinnern, meistens weiß ich nicht mal mehr, was ich gestern getan habe, ich vergesse Name und Geburtstage, Sachen, von denen ich gut Bescheid weiß, sind auch schon aus meinem Gehirn ausgezogen um Platz für die Prüfungsthemen zu machen. Obwohl ich eigentlich entspannt bin, fühle ich wie sich mein Gehirn vom Körper ablöst. Wenn das mal gut geht… Die Themen wurden weiter eingegrenzt und nun kann ich mich gezielter auf die Abschlussprüfung vorbereiten. Sind ja nur noch mehr 5 Wochen!!!!

Gesehen: nur Mad Men und ein paar andere Serien. Herr DingDong und ich wollten eigentlich ins Kino und den Bansky Film anschauen, aber wir waren zu müde. Deshalb versuchen wir es nächste Woche. Ansonsten blieb der Fernseher aus.
Getan: gelernt, gelesen, Geburtstagsgeschenke gekauft, eingepackt und verschickt und verschenkt
Gehört: Regen, der durch die Wand rinnt (gott sei dank nicht in meine Wohnung!)
Gelesen: “Malina” von Ingeborg Bachmann und ein paar alte ZEIT-Artikel.
Geklickt: giant photostream
Gedacht: “sterben Zeitschriften wirklich bald aus? Liegen sie in den letzten Atemzügen?”
Geärgert: über kleine, grüne, zickige, ganz gemeine Schweinchen-Monster
Gefreut: bald ist es vorbei, juuuhuuuu
Gekauft: ein antiquarisches Buch für 2,20 €
Gewünscht: neue warme Hausschuhe
Geplant: die nächste Woche, denn da gibt es 2 freie Tage, die ich mit Lernerei ausfüllen muss