Gelesen: Weg damit! – Das Handbuch: So entrümpeln Sie Ihr Leben und Zuhause von Rita Pohle

Das 500 Seiten starke Handbuch verspricht laut Klappentext „zahlreiche Tipps“ und „kreative Ideen“ die „Lust aufs Entrümpeln“ machen. Ja, das würde es auch – wenn da nicht so viel drin stehen würde. Diese umfassenden „Weg-damit“-Strategien zu den Themen Gerümpel in der Wohnung, im Job, in der Beziehung und in einem selbst sind eher ein willkommenes Werkzeug zur Prokrastination. Leider. Denn ich erhoffte mir gerade zum Thema Entrümpeln der Seele (Probleme, Sorgen, Zukunftsängste usw.) einige Erkenntnisse, doch ich verstehe nicht, wie man mit Hilfe der 3-Kisten-Methode* sein geistig-seelisches Gerümpel loswerden soll. Ein bisschen viel Blabla und der Hinweis, das man alles einfach nur los lassen soll…
Es gibt zwar nach jedem Kapitel Fragen, die zum Nachdenken anregen, aber konkrete Hinweise, wie man diese Art von Gerümpel los wird, fehlen komplett. Da muss man wieder zu anderer, spezieller Ratgeberliteratur ausweichen – und kann sich so eigentlich gleich dieses Buch sparen.

Gut gemeint sind auch die eher stichwortartigen Zusammenfassungen nach jedem Kapitel – und die braucht man, um den Überblick in dieser aufgeblähten Informationswüste nicht zu verlieren. Leider hilft es nicht, NUR die Zusammenfassungen zu lesen, da man die Zusammenhänge nicht ganz so gut nachvollziehen kann. Zwischendurch gibt es immer mal wieder die Ansage, ein Space-Clearing durchzuführen, um den Raum von negativer Energie zu befreien. Mag ja ganz nett sein, wenn man sowas machen will, aber wie das genau geht, steht da nicht. (Is was ausm Feng Shui und ich kenne das auch nur durch Karen Kingstons „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“)
Fazit: eindeutig keine Leseempfehlung meinerseits. Die einzig brauchbaren Infos zum Entrümpeln finden sich versteckt in Kapitel 1 und wenn man weiß, wie Gerümpel-Entfernung grundsätzlich in der Wohnung geht, weiß auch irgendwie intuitiv wie der Rest funktioniert. Auch wenn das „innere“ Gerümpel ein bisschen schwieriger zu entfernen ist, wird man nach großen, äußeren Entrümpelungsaktionen zu mehr innerer Klarheit gelangen, die alles schon richten wird. Wer einen guten Entrümpelungsratgeber für den Anfang sucht, wird hier enttäuscht. Schade.

*Bei der 3-Kisten-Methode nutzt man 3 Kartons, in die man Sachen zum Wegwerfen (Kiste 1) und Sachen zum „vielleicht“ behalten oder reparieren (Kiste 2) hineingibt. Kiste Nr. 3 ist eine Schatzkiste, in die nur Sachen kommen, die man wirklich wirklich WIRKLICH unbedingt behalten will.

(© Coverbild von randomhouse)

Wochenrückblick

Tja, das war’s dann. Prüfung bestanden, Ausbildung beendet. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Seltsam, das bewusst mitzuerleben. Euphorisch bin ich trotzdem nicht, eher heiter-gelassen. Jetzt schwebe ich in einer angenehmen Leere zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ist das nun das „Hier“ und „Jetzt“? Woran erkennt man, das man an DIESEM Schnittpunkt von Zeit und Ort ist?

Gesehen: The Big Bang Theory. Kommt eigentlich noch was anderes?? :D
Getan: meine praktische Abschlussprüfung bestanden, Kaffee getrunken mit Freundinnen, einer Freundin beim Umzug geholfen
Gehört: „Sie haben bestanden!“
Gelesen:“Federkleid” von Banana Yoshimoto und “Ein geschenkter Tag” von Anna Gavalda
Geklickt: Forever’s not so long
Gedacht: was hat er vor???
Geärgert: ne 3 im Prüfungszeugnis…wie langweilig
Gefreut: die lobende Erwähnung meiner Null komma Null Fehlstunden, die beweisen, dass ich bei bester Gesundheit bin!
Gekauft: eine Sport-DVD
Gewünscht:
Geplant: mein Vorstellungsgespräch

Original, einfach oder minimal?

Im weiten Feld des Verpackungs- und Logodesigns funktioniert Minimalismus übrigens großartig! Der minimalste Informationsgehalt auf der Packung lässt alles doch irgendwie edler und ruhiger (im Gegensatz dazu) wirken, findest du nicht auch? Stell dir mal vor, wenn es im Supermarkt nur von eher einheitlichen Farbflächen statt bunt-hysterischer-KAUFMICH-Werbung wimmeln würde…das fände ich toll!
Welche Version ist dein Favorit?

via Antrep04.com / flickr.

Unterwegs: Im Miniaturwunderland

Gestern beim „Durchblättern“ meines digitalen Fotoalbums ist mir wieder aufgefallen, wie toll die Besuche im Miniaturwunderland sind!
Es ist unglaublich, wie viel Mühe sich die Leute dort geben! Man kann unter anderem Trolle in Skandinavien sehen, Ausserirdische beobachten und einen Waldbrand per Knopfdruck löschen. Ab und zu – aber nur wer ganz genau hinschaut! – kann aktuelle Ereignisse entdecken, die in liebevoller Kleinstarbeit detailgetreu nachgebaut sind. Bald muss ich wieder hin, denn dann ist der Flughafen fertig. Momentan muss man sich allerdings mit einem Miniatur-Shuttle-Start in Cape Canavarel begnügen, aber das hat auch was. Versprochen!

…mmh…kommt mir irgendwie bekannt vor

Immer ein Besuch wert und das nicht nur für Fans von Modelleisenbahnen! Allerdings empfiehlt sich aufgrund der Beliebtheit eine Ticketreservierung, da der Andrang manchmal ganz schön nervig sein kann. Und vor allem: SEEEEEEHR viel Zeit mitbringen, man kann sich die Augäpfel aus dem Kopf glotzen! :D

Miniatur-Wunderland
Kehrwieder 2-4 Block D
20457 Hamburg – Speicherstadt

Bonus: Wer diesen „Miniaturlook“ mal selbst bei Fotos ausprobieren möchte, sollte sich mal mit dem Tilt-Shift-Fotogenerator auseinandersetzen oder sich das Photoshop-Tutorial ansehen. Viel Spaß! :)

Blog des Monats: lifeisbunt

Vor ein paar Monaten habe ich dieses Kleinod in der deutschen Blogosphäre entdeckt: – „life is bunt“ ist ein hübscher Heim-und-Herd/Bastel- und Organisationsblog nach meinem Geschmack. Gerade probiert Nicole ihr persönliches Happiness-Projekt aus und für mich als Fan von selbstgemachen Experimenten ist das natürlich spannendes Lesefutter. Außerdem gibt es jede Menge Tipps zum Entrümpeln, Aufräumen und zur Haushaltsorganisation, Kindererziehung, Rezensionen von traumhaften Bastel- und Nähbüchern, tolle Give-Aways und fotografieren kann sie auch noch. Das Nicole auch noch eine gute Schreibe hat, brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen. Und dieses Pensum ist ganz schön erstaunlich, als „Mutter. Nerd. Schreiber. Handwerker.“

Also hin da und Hallo sagen: life is bunt

Gelesen: Zen to Done von Leo Babauta

Hier habe ich geschrieben, dass es „Zen to Done“ in deutscher Übersetzung kostenlos zum Download gibt. Und nachdem ich von „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen so enttäuscht war, wollte ich nichts unversucht lassen und habe mich nochmal mit so einem System auseinandergesetzt. Denn angeblich ist es eine verbesserte Version von GTD! Gut, mal schauen. Runtergeladen, geöffnet, angefangen zu lesen.
Die erste Erleichertung: Ich verstehe die Sätze! Hurra.
Das Besondere an Zen to Done: Babauta erklärt, wie schwierig es ist, dieses Organisationssystem im Alltag umzusetzen! Eigentlich liegt darauf sogar der Hauptaugenmerk – Babauta erläutert gekonnt und verständlich, was man alles verändern muss und wie man das macht. Als Bonus gibt es quasi seine Minimalimus-Guru-Simplify-Weisheit gratis dazu! :D Es sind insgesamt 10 Gewohnheiten, die man sich aneignen kann/sollte, um besser mit dem Selbstmanagement voran zu kommen. Dabei sind einige der Gewohnheiten von GTD übernommen, z.B. dass man alle seine Vorhaben und Ideen notiert, sie aber dann nicht zwingend in eine Kontextliste einbauen muss. Ganz minimalistisch proklamiert Babauta, dass man sich einfach nur seine 2-3 wichtigsten Vorhaben auf die To-Do-List packen und diese dann erledigen sollte. Das finde ich ziemlich gut. Wenn man nur wenige Dinge auf der To-Do-Liste stehen hat und diese dann schafft, hat man ja auf jedenfall das Gefühl, produktiv gewesen zu sein. Den Rest kann man dann ganz flexibel in den Tagesablauf integrieren. Natürlich muss man lernen Prioritäten zu setzen. Ein guter Trick ist übrigens besonders kleine Zettel für seine To-Do Liste zu benutzen! (muhahahahrr, ich bin die Königin der Schweinehundverarsche!)
Ich habe das E-Book noch am gleichen Abend ausgelesen und bin immer noch hochmotiviert, mir mein nun erdachtes System auszubauen und zu nutzen. Nur das mit den „Eingangskörben“ wird echt schwierig, man hat ja soviele davon. Seit Neujahr versuche ich meinen Tag nach Zen to Done zu strukturieren und es klappt eigentlich ganz gut. Meine „Eingangskörbe“ sind zahlreich, aber zu bewältigen: E-mails werden sofort beantwortet (Stichwort „Inbox zero“), SMS bekomme ich so gut wie keine (wenn doch, antworte ich entweder ausführlich per Mail oder gleich per SMS) und Twitter checke ich maximal 3 mal am Tag. Mit zahlreichen Anrufen habe ich überhaupt keine Probleme, davor bewahrt mich mein schrottiges Telefon. Ich habe mir eine Hauptaufgabenliste erstellt und davon wähle ich mir immer etwas passendes aus und trage den ersten Schritt, der zu tun ist in meinen Kalender ein. Damit mein Kalender nicht aussieht wie ein Schlachtfeld, benutze ich Post-its in allen möglichen Größen und Varianten. Auch wenn viele sagen, dass Post-its hässlich sind und alles noch unübersichtlicher machen, fahre ich damit ganz gut. Immerhin stecken sie nur in meinem Kalender und sonst nirgends.
Mal gucken. Ich habe immer noch Probleme mit Aufschieberitis, vor allem bei so alltäglichen Kleinigkeiten wie z.B. Hausarbeit.
Fazit: Überaus lesenswert und hilfreich! Ist gut für den Einstieg, die Übersetzung klappte auch ganz gut und kann einem genügend unkomplizierte Anleitung und Inspiration geben, wirklich mal alles auf die Reihe zu bekommen. Gerade für die Leute, die sehr von Aufschieberitis geplagt sind, empfiehlt sich das Kapitel über Routinen. Das werde ich gleich nochmal lesen.

Wochenrückblick

Diese Woche war ja fürchterlich! Dienstag ist mir durch einen Hinweis meiner Sitznachbarin erst aufgefallen, dass meine praktische Abschlussprüfung schon nächsten Freitag ist und seit dem bin ich ein psychisches Wrack. Bin zurzeit ziemlich nah am Wasser gebaut und atme nicht tief genug. Vermutlich bin ich deshalb so abgestürtzt und hänge nur noch vorm Dschungelcamp und mache nichts anderes mehr als im Internet herumzugurken. Von schlechter Ernährung, zu viel Kaffee und zu wenig Schlaf will ich gar nicht erst anfangen. Die nächste Woche muss ich mich mehr zusammen reissen.

Gesehen: Big Bang Theory (ich könnte wirklich den ganzen Tag nichts anderes tun, als das zu gucken!!!) und ja, das Dschungelcamp. Ein merkwürdiges Gefühl, plötzlich mit anderen mitreden zu können…
Getan: mich auf meine praktische Abschlussprüfung vorbereitet, dabei ziemlich hysterisch gewesen, mich wieder beruhigt und versucht nicht wieder auszuflippen.
Gehört: eine selbst zusammengestellte CD eines Freundes (danke m.!)
Gelesen:„Hard-boiled und Hard-luck“ von Banana Yoshimoto und „Warum Geld vielleicht doch glücklich macht“ von Sibylle Berg
Geklickt: Rainbow melody maker
Gedacht: muss das sein?
Geärgert: über die Sinnlosigkeit, jetzt am Ende noch was in der Schule machen zu müssen
Gefreut: alle Daumen, die ich kenne werden gedrückt
Gekauft: Federn und Haarklammern für ein Geschenk
Gewünscht: es möge doch bitte schon vorbei sein
Geplant: wie meine Prüfungsvorbereitung laufen soll

Wie war deine Woche?

Federleichter Kopfputz

Wieder einmal steht ein Geburtstag vor der Tür! Und was schenkt man einem jungen Mädchen, das es sich noch leisten kann, bunt flippig durch die Welt zu laufen und sich auszuprobieren? Ich habe mich für etwas zum Aufhübschen entschieden.
Da kam das Federschmuck-Tutorial von papernstitch gerade Recht!

Kurz die Anleitung überflogen, mich im Bastelladen meiner Wahl für bunte Federn entschieden und fleißig geklebt. Ist wirklich in 10 Minuten fertig! Aufgepasst: Achtet auf Klebstoff auf euren Fingern, sonst macht das keinen Spaß :D
Und wenn man schon dabei ist, kann man sich selbst auch noch gleich eines basteln :)