Wochenrückblick

Kommt es nur mir so vor, oder war der April wirklich so extrem kurz? Das bisschen Osterurlaub hab ich auch rumgebracht und nun kämpfe ich mal wieder mit einer Allergie. Normalerweise merke ich davon nichts, aber jetzt haut es voll rein. Wie soll ich da bitte ordentlich laufen können? Vielleicht muss ich wirklich um 6 h morgens laufen, da soll die Pollenbelastung geringer sein. Oh man. Als ob die Wärme mit ihren 50000 Prozent Luftfeuchte nicht schon reichen würde :(
Was kann man da besser machen? Ich wäre für Tipps äußerst dankbar.
Aber gejammert wird nicht, ich zieh das jetzt knallhart durch. Immerhin ist es bald soweit, mit 30 Minuten Laufen…JUHU! :D

Gesehen: „Die nackte Wahrheit“ (joah, war okay), „Hangover“ (bitte in der Originalfassung gucken) und „Ratatouille“ (weil angeblich jeder kochen kann…;D)
Getan: meine Zukunft gestaltet, Freunde getroffen und gelaufen
Gehört: viel zu lautes Vogelgezwitscher
Gelesen: „Die Glasglocke“ von Sylvia Plath und wiedermal „Gefährliche Geliebte“ von Haruki Murakami
Geklickt:
Gedacht: viel zu viel
Geärgert: über meine müden Beine beim Laufen
Gefreut: neuer Job! meine tolle neue türkisfarbene Trinkflasche ist da!
Gekauft: Fahrkarten
Gewünscht: einen Masterplan
Geplant: das Gespräch mit meinem Chef.

Und wie sieht dein Wochenendprogramm aus?
Samstags gibts eine Mottoparty mit dem Titel „Helden deiner Kindheit“ und Sonntag wird (hoffentlich nicht völlig verkatert) 20 Minuten gelaufen :D

Margaret Howell Spring/Summer 2011

Himmel, wie ist das schön wenn einfache Styles wieder modern werden. Für die Hälfte der Looks braucht es nur einen Griff in den Kleiderschrank! Da werden Oma’s Pliseeröcke, Anzugjacken, Caprihosen und Männerhemden hervorgekramt und ich muss ganz vorsichtig mein Montagmorgengefühl von „schäbig“ in „schick“ umtauschen. Schreit nach „Closet Shopping“ (und ja, ich habe absichtlich keine Preise dazugeschrieben ;).
Wie schick diese Einfachheit sein kann, beweist Margaret Howell mit ihrer Frühlings- und Sommerkollektion:

Wie findest du es? Für Einige mag das vielleicht langweilig wirken, aber mich erinnert diese zeitlose, reduzierte Lässigkeit an wunderbare Sonntagnachmittagpicknicke im Park mit den besten Menschen der Welt.

Ein Blick auf die Männerkollektion – klick!

Amerikanische Arbeitsmentalität und schlechte E-Books

Ein hochtrabender Titel, ich weiß, aber eigentlich geht es nur um die Tatsache, dass Minimalismus zu einer Karikatur seiner selbst geworden ist, weil so viele Leute (aka Minimalisten) ihre „Dayjobs“ gekündigt haben und reihenweise schlecht geschriebene und noch schlechter illustrierte E-Books zu diesem Thema auf den „Markt“ hauen.
Mich nervt das, aber anscheinend ist die Welle wieder vorbei, nachdem sich eben diese Minimalisten selbst über diese E-Book-Publishing-Geschichte aufgeregt haben (LOL!)
Schlechte Literatur nervt mich aber generell, das war und ist nicht der Punkt. Der Punkt ist folgender: Auf jedem amerikanischen Minimalismus-Blog der mit den Schlagwörtern „out of debt“ und „freedom“ um sich wirft, kommt irgendwann auch die ellenlange Anleitung, wie man seinen „Dayjob“ kündigt, eben „out of debt“ kommt, um seinen persönlichen „freedom“ zu erreichen. Als ob man nicht frei sein könnte, wenn man einen erfüllenden „9-5“ Job hat, den man liebt oder einfach Teilzeit arbeitet…

Trotzdem habe ich immer wieder darüber nachgedacht, ob das erstrebenswert ist oder eben nicht, wie das hierzulande funktionieren könnte und was man dazu alles können und machen muss, damit es endlich auch klappt. Der Sprung ins kalte Wasser ist ja nicht jedermanns Sache.

Und dann ist es mir erst aufgangen (mit einem Glühbirnen-Zeichen über meinen Kopf) – das liegt einfach daran, dass sich die Jungs und Mädels da drüben echt abknechten müssen! Wir jammern über unser Rentenalter und die putzigen Menschlein da drüben kriegen grad mal 10 Tage Urlaub im Jahr und wenn sie Pech haben und schlimm krank werden, müssen sie dafür den Urlaub aufbrauchen…

Diese „Hire-and-Fire“-Mentalität ist doch scheiße. Aber das ist auch der Grund, warum so viele von den amerikanischen Minimalisten kündigen und von Freiheit sprechen. Dann darf man endlich krank sein, wann man will. Und dann muss man eben auch E-Books schreiben, damit man über die Runden kommt.

Passend dazu ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:
Amerikanische Arbeitsmentalität – Leben um zu arbeiten

Das nur mal so als kurze Notiz.

Jetzt werde ich meinen Kopf beschäftigen, in dem ich ihn frage, was das eigentlich ist – „Freiheit“
Irgendwelche Ideen?

Das Internet, der zweite Wohnort in der Heimatlosigkeit

In meinem Urlaub musste ich notgedrungen auf das Internet verzichten. Ich konnte einmal kurz in der Bücherei online gehen und habe meine E-Mails gecheckt, bin kurz zu Twitter, hab mich dort in den Gedankenfluß anderer Leute ertränkt und habe gemerkt: Das Internet braucht mich nicht. Überhaupt nicht. Es ist dem Internet völlig egal, ob ich online bin oder nicht.
Verrückt, nicht wahr? In ein paar Stunden werde ich wieder so „drin“ sein, dass mir der Gedanke bis zur nächsten Zwangspause gar nicht mehr kommen wird. Ich könnte meine Gedanken so lange weiterspinnen, bis ich in eine Bloggerexistenzkrise gerate und nicht mehr weiterbloggen will, obwohl es mir eigentlich viel Spaß bringt (und auch viel Arbeit ist).
Was mich aber an diesen Gedanken interessiert, ist der Fakt, dass wir uns alle doch unheimlich wichtig vorkommen, wenn wir unser Blabla loslassen und uns damit gegenseitig verrückt machen oder abstumpfen.

Kommen wir uns denn im Netz überhaupt wichtiger vor? Ist das Netz der einzig mögliche Ort, wo man überhaupt wichtig sein kann und darf? Es sogar muss, weil es da draußen in der echten Welt gar nicht mehr geht? Kann man überhaupt noch unterscheiden zwischen offline und online? Was wäre mit der Welt, wenn es kein Internet gäbe?

Das sind nur ein paar der Fragen, die mir durch den Kopf geistern und wie gesagt, in ein paar Stunden wird das alles wieder vorbei sein. Ich gehe gleich Kuchen essen und erforsche das Gefühl der Langeweile, dass mir ein paar Mal im Urlaub untergekommen ist.

Gelesen: Besser einfach – einfach Besser von Bianka Bleier und Birgit Schilling

Schon wieder ein Buch zum Thema Haushaltsführung und Vereinfachung. Ich weiß. Ich glaube immer noch, DEN ultimativen Tipp herauszufinden. Vermutlich versuche ich nur herauszufinden, wie man anderen Ordnung und Organisation beibringt. An dieser Stelle einmal herzliche Grüße an Herrn DingDong :D
Der Titel des Buches sagt erst mal gar nichts – man muss schon auch den Untertitel miteinbeziehen: Das Haushalts-Survival-Buch. Sagt auch nix? Naja, es geht im wesentlichen darum, das Chaos (mit Kind und Kegel) in den Griff zu bekommen und dann noch ein bisschen was mit seinem eigenen Leben anzustellen. Die zwei Autorinnen mussten sich laut Kapitel 1 und 2 selbst Ordnung, Zeitplanung und Haushaltsorganisation erkämpfen und geben deshalb ihr erworbenes Wissen weiter. In dem Buch geht es um Zeitplanung, Entrümpelung, Delegation von Aufgaben an Familienmitgliedern, Putzen, Wäsche waschen, Einkaufen und Mehrfachkochen. Zwischen den hilfreichen Tipps gibt es immer mal wieder die persönliche Leidens- und Erlösungsgeschichte der beiden Autorinnen und viele Illustrationen, die einem Mut machen sollen.
Fazit: bedingt lesenswert. Mit Tendenz zum „nicht lesen“. Es gibt ab Kapitel 3 gute und praktische Tipps für die Haushaltsführung, ganz nach dem Motto „Minimaler Aufwand – maximale Wirkung“, wer noch nie ein Buch zu dem Thema gelesen hat, sollte sich das mal durchsehen. Speziell wenn man eine Familie hat. Hier ist auch schon einer der Schwachpunkte: Viele der Tipps sind für Paare oder Singles ein bisschen unbrauchbar. Mehrfachkochen in einer gastronomischen Größenordnung halte ich nicht für sinnvoll. (Extra-Aufbewahrungsboxen, extra Platz für Tiefkühltruhen – und die Frage: Wer macht das alles wieder sauber?) Ebenso wie der Tipp, man sollte sich professionelle Reinigungsgeräte fürs Fensterputzen anschaffen. Auch waren die hässlichen Comics nicht so meins und ein dickes Minus gibt es für die permanente Erwähnung von „Kirchenchor“ oder „Gemeindearbeit“ – das war mir dann doch eine Spur zu heftig. Hätte man auch einfach als „Ehrenamtliche Tätigkeit“ oder sowas bezeichnen können. Grund für dieses Blabla könnte der Verlag sein, der sich auf christliche Literatur spezialisiert hat. Wer aber auf persönlich-gefärbte Ratgeberliteratur steht, wird das Buch wohl mögen.

Blogpause vom 18.4. bis 24.4.

Sehr geehrte Lieblingsleser,
meine Wenigkeit verschwindet vom 18.4. bis 24.4. in die Offline-Welt um Freunde und Familie zu besuchen und um mich mit Kuchen vollzustopfen. Deshalb gibt es hier in dieser Zeit keine Blogartikel. Blättert derweil in den vielen bisherigen Beiträgen oder besucht mich auf Twitter, wo ich ab und an vorbeischauen werde, um blödsinnige Links und interessante Dinge zu teilen. Am 22.4. gibt es hier noch eine kleine virtuelle Osterüberraschung.
Habt es schön und genießt das tolle Wetter!

Wochenrückblick

Ab nächster Woche ist Urlaub angesagt! Mal sehen, was da so alles passiert.
Diese Woche war irgendwie langweilig. Ich war weder besonders gut noch besonders schlecht gelaunt, ich habe gefroren und geschwitzt, ich war laufen, aber nicht, als es auf dem Plan stand, ich habe mich über alles Mögliche informiert aber keinen echten Gewinn sondern ein Gefühl von Resignation erhalten und erst folgender Satz aus Hermann Hesse’s „Siddharta“ hat mich wieder auf die Beine gebracht: „Meine Seele ist die ganze Welt“.
Und seit ich dieses wunderbare StreetArt-Kunstwerk erblicken durfte, ist alles wieder in Balance :)

Gesehen: „Kaufen für die Müllhalde“ – ein weiterer Grund für Minimalismus.
Getan: mich über die Menschheit gewundert
Gehört: habe ein Gespräch im Bus mitangehört, in der ein junger Deutscher eine Türkin zu ihren Einkäufen befragt hat. Ich weiß jetzt wo die Türkin für wenig Geld viel frisches Obst und Gemüse herbekommt. Muahhahahahar. Oh und weil der junge Mann so freundlich war, hat ihm die türkische Mutti noch 4 Tomaten geschenkt. Da haben sich alle gefreut.
Gelesen: „Barfuß in Manhattan“ von Colin Beavan und „Zen Running“ von Dr. Günter Heidinger, angefangen mit „Siddharta“ von Hermann Hesse
Geklickt: www.dailyotter.org und www.dailybunny.org
Gedacht: warum sind wir so maßlos geworden?
Geärgert: alle reden immer vom Atommüllentsorgungsproblem, aber was ist denn mit dem „ganz normalen“ Müll?
Gefreut: URLAUB!
Gekauft: einen Messbecher
Gewünscht: Seelenfrieden
Geplant: meinen Urlaub

Yay, Wochenende! Was wirst du tun? Ich hab viele Kleinigkeiten auf dem Zettel, die ich die Woche über nicht geschafft habe (hatte keine Lust) und die getan werden müssen. Vielleicht werde ich auch gar nichts machen. Auf dem Sofa liegen und lesen ist ja schon viel genug.

Blog des Monats: sustainably creative

Auf dieses Blog bin ich per Twitter hingewiesen worden und wurde natürlich sofort neugierig. Da ist jemand, der Organisation mit Kreativität verbindet bzw. erklärt, wie man sich als Kreativer organisiert und den flüchtig-zerbrechlichen Kreativ-Flow am Leben erhält.
Michael Nobbs gibt praktische Tipps und verschönert das Ganze mit seinen – wie ich finde – ansprechenden Illustrationen. Ich bin schon gespannt, was nun 14-täglich in meinem E-mail-Postfach landet und wühle mich erstmal durch die Fülle an interessanten Artikeln.

http://www.sustainablycreative.net
Um einen Überblick zu bekommen, gibts hier eine Startpage mit dem Best-of.

Bonus: Wer Keri Smith liebt oder nach einer neuen Herausforderung sucht, kann sich mal mit dem kostenlosen E-Book „How to draw your life“ versuchen. Ich habe es bisher nur durchgeblättert, aber scheint wirklich spaßig zu sein! Mein Skizzenbuch liegt schon bereit.

(Hand-)Taschenorganizer

Neulich bin ich über einen Taschenorganizer gestolpert. Und war verwirrt.
Für alle, die das nicht kennen: Das ist eine Tasche, die man in der Tasche herumträgt, damit das Zeug, das man in der eigentlichen Tasche braucht und mit sich herumträgt nicht verrutscht und man alles immer finden kann.
Taschen und Rucksäcke sind nämlich so eine Art Schwarzes Loch für Kleinteile. Wir Mädels wissen das.
Und ich bin überzeugt, dass auch einige Männer das Problem kennen, wenn sie in ihrem 30 L Rucksack nach einem Bleistift oder Ähnlichem wühlen.

Naja, egal. Es geht jedenfalls um so ein Ding.

Ja, sowas wirkt auf den ersten Blick ganz praktisch, aber irgendwie auch ziemlich bekloppt oder nicht?
Das stinkt gewaltig nach gelangweilten Werbestrategen, die an Zeitersparnis und den Wunsch nach Organisation appellieren.

Geht aber auch anders, nämlich so:

Oder, wer es ein bisschen professioneller und haltbarer mag, so:

Der Trick ist, so wenig wie möglich mit zu nehmen, deine Schulter und dein Rücken werden es dir danken!

Lege dir ein Minimalprogramm fest und erweitere dieses wenn nötig schrittweise. Minimalismus ist das Ende der Organisation, aber wenn du noch nicht so weit bist oder du einfach zwischen mehreren Taschen und Rucksäcken hin- und herwechseln willst/musst, kannst du dir Kits zusammenstellen, die dann immer dort bleiben. Meistens hat man diverse Kleinigkeiten sowieso in mehrfacher Ausführung bereits zu Hause (Taschenspiegel, Nagelfeilen, Stifte und Notizblöcke etc.).

Mein Minimalprogramm besteht aus Geldbörse, Taschentücher, Lippenbalsam, Schlüssel, manchmal auch Handy.
Im Arbeitsalltag kommt dann noch mein Coffee-to-go Becher dazu, meine Mittagspause, ein Buch und mein Terminplaner, der gleichzeitig als Notizbuch und To-Do-Liste fungiert (wegen Zen-to-Done).
Sonstige Kleinigkeiten stopfe ich oben gezeigte Beutel.
Wie das bei mir aussieht und was andere so herumtragen, kannst du hier sehen.