List-o-Manie

Da mein Blog nun 1 Jahr alt ist, dachte ich mir, ich erstelle mal wieder eine neue Kategorie!
– List-o-Manie –
Als Listenverrückte (wobei ich das eigentlich normal finde, aber andere nicht :D) dachte ich mir, ich könne ja ab und an mal eine veröffentlichen…
Listen sind so ungemein praktisch. Komplexe Sachverhalte werden runtergebrochen auf das Wichtigste, werden mit Sternchen, Zahlen, Pünktchen oder Striche markiert und geben alles klar und sachlich wieder. Das ist doch toll!
(Mehr Gründe für das Führen von Listen gibt es hier)

Aber blabla..
hier die nun die erste Liste:

Sachen/Situationen, bei denen ich regelmäßig die Beherrschung verliere:

  1. …wenn ich mit einem Gutschein in einer Buchhandlung stehen
  2. …wenn ich mit einem gültigen Leseausweis in einer Bücherei herumflaniere
  3. …wenn ich Washi-Tape sehe
  4. …wenn ich Haftnotizen in verschiedenen Größen sehe
  5. …wenn irgendein technisches Gerät nicht so funktioniert wie ich will
  6. …wenn jemand sagt: „ich verschenke Bastelkram“
  7. …wenn jemand etwas verdammt gutes zu Essen auftischt
  8. …wenn ich ungeschickt bin und mir ständig Sachen runterfallen
  9. …wenn ich keine Ruhe finde und mir der Lärm meine Gehirnzellen löscht
  10. …wenn Leute auf Umsteigeplätzen (Haltestellen, Rolltreppen, Fahrstühle) langsam sind oder im Weg stehen

Hast du Lust, mitzumachen? Wann verlierst du die Beherrschung? :D
(Gerne kannst du diese Liste auch in deinem Blog beantworten oder ganz einfach hier im Kommentarfeld)

Sauerteigbrot backen (und essen)

Ich habe es geschafft – eines meiner übrig gebliebenen Jahresziele habe ich nun auch erreicht. Ich weiß, eigentlich sollten Ziele ein bisschen hochtrabener sein und nicht so etwas Profanes wie Brot backen, aber ich habe dadurch viel gelernt und es hat wahnsinnig viel Spaß gebracht.
Ich gehe sogar soweit und behaupte: Jeder müsse einmal in seinem Leben Brot backen.
Man braucht Geduld und Beobachtungsgabe, ein bisschen Mehl, Wasser und Salz und vor allem viel Bauchgefühl.
Nachdem mich Gontran Cherrier mit seinen Beschreibungen eher verwirrt hat, probierte ich das Sauerteigbrot-Rezept aus „Genial kochen mit Jamie Oliver“ – aber auch hier eine kleine Ernüchterung: Wann ist ein Teig weich genug? Wieviel Wasser? Wieviel Salz? Anscheinend haben es Spitzenköche nicht so mit genauen Maßangaben für Anfänger…

Die Vorbereitungszeit erstreckte sich fast über eine ganze Woche und ich fühlte mich wie Wissenschaftler und Urmensch gleichzeitig. Als sich bierartiger Geruch in meinem Zimmer ausbreitete, fühlte ich, dass ich es bis jetzt richtig gemacht habe. Sauerteigbrot herzustellen ist irgendwie merkwürdig. Es ist aufregend und beruhigend zugleich. Wie kommt das nur?

Weil schon einige gefragt haben, hier die Anleitung:

Montag: 500 g Roggenvollkornmehl (aus kontrolliert biologischen Anbau, da is noch mehr Mikroflora drin, sagt Jamie) mit „etwas“ Wasser zu einem weichen Teig vermischen. Das Teiggemisch eine Stunde ins Freie stellen. Bei mir stand Teigi am Fensterbrett. Nach der Stunde, den Teig wieder in die Wohnung bringen, mit Frischhaltefolie abdecken und an einen warmen Platz stellen.

Dienstag: Ruhen lassen. Es bilden sich Blasen. Weil bei mir nichts Großartiges passierte, habe ich ihm eine Wärmflasche und ein Bettchen aus einer Decke gemacht, weil es in meiner Wohnung recht kühl ist. Dann gings aber los! Die Mikroflora hat gefeiert! Falls es normal warm in deiner Wohnung ist, musst du das natürlich nicht machen ;D

Mittwoch: Der Teig bildet weiter blasen. Ein bisschen Mehl und ein bisschen Wasser einrühren, damit der Teig eine Konsistenz wie am Vortrag aufweist. In meinem Zimmer stinkt es nach Brauerei. Gutes Zeichen.

Donnerstag: Ruhen lassen. (Bedeutet: Angucken und besorgt sein und verwirrt und voller Vorfreude sein)

Freitag: Der Teig sollte jetzt „bierartig und aschfarben“ sein und nach „Malz riechen“. Jetzt wird geknetet! Den Teigansatz mit 1kg kräftigen Mehl vermischen (ich habe wieder Roggenvollkornmehl benutzt) und so viel Wasser dazugeben, bis der Teig geschmeidig ist und nicht mehr klebt. Gut 5 Minuten lang kräftig durchkneten. Wenn man mag, kann man jetzt 500g Ansatz entnehmen, damit kann man dann angeblich täglich Brot backen. Dann Salz (ich habe 1 TL genommen, Herr DingDong meinte, das sei zu wenig. Jamie Oliver sagt dazu gar nichts.) hinzufügen und das Brot zu einem Laib formen. In eine mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüssel legen und weitere 14 Stunden gehen lassen.

Samstag: Den Laib aus der Schüssel nehmen, ein Backblech bemehlen, das Brot tief einritzen und bei 190 °C im Ofen ca. 1 Stunde backen. Alter Bäckertrick: eine feuerfeste Schüssel mit Wasser unten einstellen und/oder das Brot mit Wasser bepinseln für eine schöne, knusprige Kruste.

Und das Ergebnis sieht so aus:

und schmeckt himmlisch!

Wirst du es auch mal versuchen? Oder hast du schon mal Brot gebacken? Wie war es für dich? Hast du etwas daraus gelernt? Oder backst du sogar regelmäßig Brot? Hast du eine spezielle Brotbackempfehlung für mich?

Brot zum Lesen:
Übrigens auch ganz interessant: Die Geschichte des Brotes auf Wikipedia!
Das Brot der frühen Jahre von Heinrich Böll
Esaus Kuss von Meir Shalev (gaaaaanz toll!!!)

Gelesen: Information Overload von Alexander Greisle

Das kleine Büchlein „Information Overload – so organisieren Sie sich im Online-Zeitalter“ umfasst zwar nur knappe 130 Seiten, hat aber viel zu bieten. Ich habs mir aus der Bücherei mitgenommen, weil mich der Titel angesprochen hat und 130 Seiten ja auch nicht so viel sind. Es ist definitiv für Leute gemacht, die wenig Zeit für dieses Thema nutzen wollen.
Zunächst wird kurz erklärt, wie das Buch zu benutzen ist. Es gibt Markierungen, Merkregeln, Zusammenfassungen und (leider etwas kleingeratene) Grafiken.
Danach gibt es eine Definition der Informationsflut und ein Kapitel, wie man seinen Informationsbedarf feststellt. Dann springt man gleich direkt in die Themen, die man natürlich nicht der Reihe nach lesen muss:
Inbox Zero – Effizienter E-Mails schreiben – Ablagestrukturen perfektionieren – Notizen ohne Chaos – Professionell Finden im Internet – Auf dem Laufenden bleiben – Quellenbewertungen vornehmen.
Ganz besonders hat mich das Kapitel über Notizmanagement interessiert, da ich zu diesem Zeitpunkt auch selbst dabei war, mir dazu etwas auszudenken.
Fazit: Ein tolles Büchlein zu diesem Thema! Es ist lösungsorientiert und gut strukturiert, man nimmt viel mit. Leider ist das Buch aber eher was für Leute, die sich mit dem Thema Organisation am Arbeitsplatz schon einmal beschäftigt haben, denn für Anfänger gibt es meiner Meinung nach zu viele Begrifflichkeiten, die eher verwirren als erklären. Wenn du schon ein bisschen Ahnung hast und du eine kurze Ergänzungsliteratur brauchst, könnte das Buch hilfreich sein.

Bloggeburtstag!

Hallo ihr Hübschen,
heute feiere ich ein bisschen, denn vor einem Jahr ist Frau DingDong’s Leben in die Blogsphäre eingetaucht und es hat mir bisher sehr viel Spaß gemacht!
Seit ich immer mehr Kommentare bekomme und ich so bemerke, dass ihr da seid, freut mich das wie bekloppt. Durch meinen Blog habe ich viel gelernt und ich habe mich durch ihn auch ein bisschen verwandelt. Ich sammle stückchenweise Inspiration, nehme meine Umwelt bewusster war und freue mich jedesmal, wenn ich auf „veröffentlichen“ klicken kann.

Ohne euch und eure Kommentare würde das natürlich überhaupt nicht so sein, deshalb ein herzliches D-A-N-K-E-S-C-H-Ö-N ! von meiner Seite.
Danke für eure Aufmerksamkeit und eure Unterstützung, die ihr mir auch entgegen bringt, wenn ich mal wieder mit meinen Vorhaben gescheitert bin :D
Verrückt, dass wir uns gar nicht kennen, findest du nicht? :D

Ich lade euch zu einer virtuellen Geburtstagsparty ein, es gibt Digitalkuchen und virtuellen Kaffee!

Und weil wir hier so schön am Feiern sind, dürft ihr nun auch mal viele Fragen stellen oder Kritik üben oder sagen, was euch besonders gut gefällt. (ist das nicht eine toll getarnte Umfrage?! :D)

(Jetzt noch etwas Partymäßiges/Hübsches zum Anklicken:)
confetti craze by creature comforts

Wochenrückblick

In dieser Woche habe ich angefangen, mich um Sauerteig zu kümmern. Und „kümmern“ trifft es richtig. Weil es in meiner Wohnung kühl ist, habe ich dem Teig ein Bettchen aus Decken gebaut und ein paar Tage später auch eine Wärmflasche. Er hat sich freudig mit Blubbern bedankt und müffelt nach Malz, so wie es sein soll. Morgen wird gebacken und ich platze vor Spannung! Hoffentlich funktioniert alles so wie es wie es im Rezeptbuch steht…

Gesehen: Tron (1982)
Getan: meine kleine, feine Videokassettensammlung ausgemistet, ein Mittwochnachmittagsdate mit Herrn DingDong veranstaltet, mich um Brotteig gekümmert und versucht, den Biergeruch aus meinem Zimmer zu vertreiben…
Gehört: tibetanische Meditationsmusik
Gelesen: „Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger“ von Meir Shalev
Geklickt: http://www.sinuousgame.com/
Gedacht: „Tron“ ist sowas von saucool dass es kracht!
Geärgert: Klugscheisserei von Fachfremden. Sorry Leute, nur weil ihr Geld habt, bedeutet das nicht, dass ihr euch zusätzliche Intelligenz kaufen könnt.
Gefreut: den 1. Hochsommertag des Jahres erlebt!
Gekauft: einen Regenmantel.
Gewünscht: Das Brot soll was werden!!!!
Geplant: schönes Wetter für die Gartenparty, Besuch einer Bastelmesse (wo ich vermutlich sehr viel Geld lassen werde, denn Bastelmaterial hat nicht wirklich was mit Minimalismus zu tun :D…)

Auf die Bastelmesse freue ich mich total, dort werden vermutlich auch Produkte aus Amerika verkauft und das finde ich sehr aufregend. Mal sehen wie das wird.
Hattest du eine gute Woche? Was hast du am Wochenende vor?

Dinge, die mich freuen…

Das kalt-nasse Wetter hinterlässt in meiner Seele spuren: Ich freue mich schon wie verrückt auf den Herbst, obwohl – oder – vielleicht weil der Sommer noch gar nicht richtig da war.

Ich freue mich über…

Ruhe + Atmen. Heilsame Stille.

…Abwarten und Tee trinken.

…Seedbombs, 2.Versuch. Beim ersten Mal haben anscheinend die Vögel alles weggefressen, oder lag es doch am Wetter? Egal, die Herstellung und Ausbringung der Saat macht Spaß, also starte ich einen neuen Versuch :D

…Essen.Schlafen.Lesen. Gute Bücher freuen mich eigentlich immer, aber nachdem ich die letzten Male immer nur Sachbücher gelesen habe, freuen mich schöne Geschichten umso mehr! Vor allem wenn was von einem meiner Lieblingsautoren dabei ist.

…bei einem Bloggewinnspiel teilnehmen und dann auch noch gewinnen. Woooohooooo!

…Musicalfilme mit Gene Kelly, die ich noch nicht gesehen habe. Dachte nicht, dass das noch möglich ist. Freut mich aber natürlich total!!!

Was freut dich zurzeit ganz besonders?

Wunderkur für Werbegeschenke

Eigentlich ist es ja schön, wenn man etwas geschenkt bekommt. Wenn es auch noch nützlich ist – und in Türkis daher kommt. Meistens lehne ich Werbegeschenke ab (außer ich merke, ich kann noch was daraus machen…) Aber ich finde es abgrundtief hässlich, dass ich dann immer auf einen Firmennamen glotzen muss. Deshalb ziehe ich nicht nur von allen Produkten die Etiketten ab, sondern versuche alles, um diese Botschaften und Markennamen loszuwerden. Die Welt da draussen ist so vollgepflastert mit Werbung, da brauch ich das auch nicht auf meinem Schreibtisch oder im Bad. (Wobei sich das ja eh erledigt hat…)

Wie dem auch sei – auch dafür gibt es eine Lösung!

1. Die Stifte sind praktisch und türkis, also will ich sie behalten :D Werbung ist aber doof.
2. Das Wundermittel, das hilft, um Werbeaufdrucke zu entfernen heißt: Nagellackentferner. Und das ist dann auch noch so ein Ding OHNE Aceton. Funktioniert aber trotzdem.
3. Ein Wattebausch mit Nagellackentferner tränken und über die Stelle mit dem Werbeaufdruck rubbeln. Fertig.

Sieht doch besser aus, oder?

Ich habe diese Technik schon bei diversen Sachen angewendet. Es funktioniert gut bei Dingen aus Plastik, wie eben Kugelschreiber, Lippenpflegestiftpackungen usw.
Immerhin kann man so die Sachen noch retten, wenn man sie aufgedrängt bekommt. Danke Herr DingDong. :D

Gelesen: Die Kunst des stilvollen Verarmens von Alexander von Schönhausen

Oder: „Wie man ohne Geld reich wird“
Alexander von Schönhausen, freier Journalist und Kolumnist plaudert im vorliegenden Buch in guter journalistischer Manier über die Probleme der Neuarmen und die Peinlichkeiten, die sich Neureiche erlauben. Aus einer verarmten Adelsfamilie stammend kennt er beide Seiten: Den Reichtum seiner Verwandten (die ärmere Verwandten durchfüttern mussten) und den Abstieg in die Mittelschicht (denn arm ist der Gute ja nicht unbedingt)
In den 1-Stern Rezensionen wird ordentlich über das Buch geflucht, aber es ist einfach keine Lektüre für wirklich Arme und schon gar kein Ratgeber (Manchmal wundere ich mich, was einige Leser erwarten!!) – es ist bestenfalls unterhaltsame Schmökerliteratur für den Tag am Baggersee.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. In Teil 1 erzählt der Autor von den „Helden der Armut“ und seine eigene Geschichte, Teil 2 enthält amüsant-kritische Essays zu den Themen Arbeit, Wohnen, Essen, Fitness, Auto, Urlaub, Kleidung, Medien, Kinder und Shopping und wie man das als Neuarmer betrachten sollte und Teil 3 schließt mit zum Nachdenken anregende Gedanken, warum reich sein vulgär ist und wie man ohne Geld reich wird, da man die einfachsten und besten Dinge sowieso nicht kaufen kann. Auf den letzten Seiten findet sich ein Glossar mit sehr ironisch-sarkastischen Beschreibungen zu bestimmten Begriffen.
Fazit: fällt bei mir in die Kategorie „kann man lesen, muss man aber nicht“. Ich wollte nur ein kleines Büchlein für die morgendliche Fahrt zu Arbeit und wurde gut unterhalten. Es hat auch den Aspekt der Konsumkritik und der Lebensvereinfachung dabei und das machte es für mich interessant. Leider war auch vieles uninteressant. Seine langatmige Familiengeschichte interessierte mich kein Stück. Für 17,90 Euro auch viel zu teuer, also wenn dann nur ausleihen! (bin ich froh, dass ich das gemacht habe!!!)

Wochenrückblick

Das mit dem Sport hat wieder nicht geklappt, also lass ich es sein. Anscheinend darf man neue Erlebnisse und Erfahrungen nicht unterschätzen. Mein Gehirn braucht Zeit, alles zu verarbeiten, da passt irgendwie momentan keine Gewohnheitsänderung dazu. Wie lief es denn bei dir?
Nächste Woche werde ich aber eines meiner Jahresziele beginnen: Ich werde mich eine Woche um Sauerteig kümmern, damit ich nächstes Wochenende mein erstes Brot backen kann. Ich kanns kaum erwarten!!!

Gesehen: Inception und nochmal (500) Days of Summer, The Time Tunnel Vol. 3
Getan: gearbeitet und zu viel gefeiert (in dieser Kombi fatal!)
Gehört: Erykah Badu und alles andere an alten CDs die ich digitalisiert habe
Gelesen: „Lass los, was deine Seele belastet“ von Rita Pohle und „Winterreise“ von Amelié Nothomb
Geklickt: notizbuchblog
Gedacht: „schlafen.jetzt“
Geärgert: Sprung in meiner Lieblingstasse :(
Gefreut: ein Notizbuch gewonnen!!!!! WOHOOO!!!! mein neues weiches Kuschelkissen. sooooooo weich! UND: Das neue Buch eines Lieblingsautoren im Büchereiregal entdeckt.
Gekauft: ein meerjungfraublaues Kissen, perfekt für verregnete Nachmttage auf dem Sofa. Sonnenschein wird total überbewertet, oder etwa nicht!? :D
Gewünscht: Schlaaaaaaaaaf!
Geplant: Sauerteigbrot. Nach Jamie Oliver. Bin ich aufgeregt.

Was hast du geplant?