Wochenrückblick

Wie schön das Wetter war! Kühl, aber sonnig. Dienstag war es morgens wunderbar nebelig und das tröstet über die Tatsache hinweg, dass es schon gegen 19 h anfängt zu dämmern. Jetzt geht es doch schon sehr rasant auf das Jahresende zu…
Mit dieser Woche endet auch mein „Stop eating shit“-Experiment, dass ich über 21 Tage hinweg durchgezogen habe. Bilanz: Chips und Softdrinks habe ich mir abgewöhnt. Kaffee habe ich auch schon lange keinen mehr getrunken, aber trotzdem noch so viel, dass es mir immer wieder schlecht ergangen ist. (z.B. Kopfschmerzen, 3 Tage lang). Immerhin habe ich mich soweit entwöhnt, dass ich nicht mehr diese Abhängigkeit verspüre. Nun habe ich noch die Baustellen Süßkram und Fast-Food übrig. Wobei letzteres sich mit Hilfe des Menuplans ziemlich gut in Griff kriegen lässt. Süßigkeiten…tja…hmm…wie das wohl zu schaffen ist?

Gesehen: „Verdammnis“ aus der Millenium-Reihe von Stieg Larsson. Der Teil ist ja wahnsinnig schlecht geschnitten und Lisbeth Salander war mir etwas zu brav…aber immerhin trotzdem spannend! Achja, Vergebung habe ich auch noch geguckt. Cooles Ende. Mal sehen, was die Amerikaner daraus machen…
UND: Die Buddenbrooks (1959) mit Liselotte Pulver als Toni – toll! (wie jeder Film mit Lilo!)
Getan: den Flughafengeburtstag besucht, einen Brief geschrieben, meinen Filofax weiter gepimpt, das schöne Wetter genossen, bei einem interkulturellen Fest mitgeholfen.
Gehört: „Deine Frisur ist wirklich richtig cool“ – danke :D
Gelesen: „Lass los, was deinem Glück im Weg steht“ von Sigrid Engelbrecht
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Gedacht: Könnte ich ohne To-Do-Listen auskommen?
Geärgert:
Gefreut: kühle Herbstluft, goldener Himmel, Besuch bekommen!, wenn kleine Menschen plötzlich laufen lernen :)
Gekauft: eine neue Frisur :D
Gewünscht: Instant-Meditations-Pillen
Geplant: eine Fahrt mit verkehrshistorischen Fahrzeugen

Samstags werde ich vermutlich mit Herrn DingDong an die Küste fahren, Sonntag lasse ich mich in alten Omnibussen durch Hamburg kutschieren und Montag möchte ich auch noch mal raus in die Natur. (Wie wär’s mit Mölln?)

Was hast du geplant?
Ich wünsche euch allen ein schönes langes Wochenende!

Action for Happiness und Operation NICE

Oh, da wir gerade beim Glückstourismus sind!
Mir sind neulich zwei tolle Websites untergekommen, die ich hier kurz vorstellen will. Es geht bei beiden ums Glück bzw. Glücklich werden!

Die erste Seite, die ich gefunden habe ist „action for happiness“ – dort werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Glücksforschung vorgestellt und alle Artikel mit Buchtipps, Downloads und weiteren Links versehen.
In jedem Beitrag kann man einen Wo anfangen? Button anklicken. Es tauchen dann verschiedene Tipps auf, um diese Aktivität mit- bzw. nachzumachen, damit man selbst glücklicher wird.

Mir gefällt nicht nur die Aufmachung, sondern auch die Vorschläge, die unter „Take Action“ zu finden sind! Mal sehen wie sich das umsetzen lässt :)

Die zweite Seite heißt „Operation NICE“. Die sympathische Bloggerin Melissa schreibt über Operation NICE:

Don’t you love it when people go out of their way to be nice? Like when someone waits to hold the door for you. Or when a stranger waves you into a line a traffic. Or even when a coworker shoots you a friendly smile along with a „have a nice day.“ If everyone was a little bit nicer to the folks they encountered each day, perhaps the world would be a more pleasant place. Operation NICE was initiated to remind you that a little NICE goes a long way.

Die „NICE Assignments“ laden zum Mitmachen/Nachmachen ein – klingt alles sehr spaßig! Ja, auch Melissa hat mal schlechte Tage, aber immerhin versucht sie jeden Tag nett zu anderen sein. Das ist doch sehr lobenswert! :D
Interessant: Manchesmal holt sich Melissa auch Inspiration von anderen Seiten, z.B. von zenhabits

Klickediklick!
Action for Happiness
Operation NICE

Gibts solche Seiten auch auf deutsch bzw. aus Deutschland? Linktipps bitte ins Kommentarfach legen. :)

Schönen, nein, wunderschönen Tag noch!

Dinge, die mich freuen…

Ach, nun ist er da – der Herbst. Und alles ist bunt und kühl. Der Tee schmeckt morgens in der Kälte besser und wenn es – wie jetzt – noch ein bisschen sonnig-warm ist, freut mich das sehr.

Im September haben mich aber noch andere Sachen sehr gefreut und glücklich gemacht:

Herbstspaziergänge, zum Beispiel durch den Lustgarten Planten un Blomen („Pflanzen und Blumen“). Dort gibt es einen Rosengarten, einen Apothekergarten und einen japanischen Garten mit Teehaus und Zeitkapsel! :-o

mein nagelneuer Filofax! Ja, ich weiß, das war vermutlich in den 80ern modern, aber für 9 Euro (statt für 109 EUR) und in türkis dachte ich: „Kann man ja nix falsch machen!?“ – und wie sich herausstellt klappt meine Selbstorganisation besser als je zuvor, weil ich alles in einem Packen hab (nicht wie bisher verteilt auf Kalender und Notizbuch und diverse Schmierzettel). Und das bisschen „aufpimpen“ hat auch Spaß gebracht… :D

Dudelsackmusik LIVE!. Ich habe so lang zugehört, dass mir hinterher die Ohren geklingelt haben. Aber das war’s wert. Übrigens eine Truppe aus Hamburg!

eine riesige Kiste voll mit Tee, selbstgemachten Gelee und Gewürzen geschenkt bekommen! Knietief zu reinlegen! :D (Danke nochmal!!!)

…wenn mir Herr DingDong Kastanien schenkt :)

…diese Entdeckung! Ein öffentlich zugänglicher Büchereischrank, bei dem man sich bedienen kann und auch was hineinstecken kann :) Und dann auch noch in meiner Nachbarschaft!

…wenn eine BigBand Combo zum Nachmittags-Tanztee einlädt und quietschfidele Rentner das Tanzbein schwingen. Wirklich, das Rührendste was ich seit langem gesehen habe. Die hatten sooo viel Spaß! Das hat mich seehr gefreut :D Alle anderen genossen Füße zappelnd und Hände klatschend die Musik. War das toll! :D

Und, was freut dich zurzeit? Was macht dich so glücklich, dass du explodieren könntest?

Einkaufen, minimalistisch.

Hö? Einkaufen und Minimalismus? Wie passt das denn?
Eigentlich ja gar nicht – oder doch?!

Im „Minimalismus-Modus“ stelle ich mir ständig die Frage: „Wie sieht der geringstmögliche Aufwand aus, um xyz durchzuführen?“ oder „Wie kann man es sich so einfach wie möglich machen?“

Der minimalste Aufwand ist: Nur das zu kaufen, was man braucht. Und das ist erstaunlich wenig. Aber auch das Einkaufen von nötigen Dingen kann man sich meiner Meinung nach einfacher gestalten.
Lebensmittel einzukaufen ist und bleibt ein notwendiges Übel. (Außer man ist Selbstversorger…)
Und auch, wenn man etwas anderes ersetzen will/muss, gibt es ein paar Tricks, die ich mir so angewöhnt habe und mit denen ich gut klar kommen. Ich bummel zwar gerne an Sonntags an Schaufenster vorbei, aber „Shoppen“ oder Herumbummeln in Fußgängerzonen – oder noch schlimmer – an verkaufsoffenen Sonntagen ist für mich das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Deshalb mache ich mir zuerst viele Gedanken und plane alles daheim um möglichst wenig Zeit „draussen“ verbringen zu müssen.
So gehe ich vor:

1. Wissen, was man braucht und herausfinden, was man will.
Ja, bla. Weiß man doch. Aber eigentlich ist das gar nicht so einfach. Es gibt heutzutage eine so große Auswahl, dass ich nicht mehr „unvorbereitet“ in einen Laden gehen kann. Dieses „nur mal gucken was es so gibt“ überwältigt mich und lässt mich verwirrt zurück. Ich glaube, das ist auch bei anderen so und ich glaube auch, dass in dieser Phase ziemlich viele Fehlkäufe entstehen.
Mittlerweile überlege ich mir daheim, was ich eigentlich will, was das Produkt können oder nicht können soll und gehe dann erst in den Laden. Wenn ich mir Zeit zum Überlegen nehme, kann ich auch gleichzeitig prüfen, ob es ein „wollen“, also ein Wunsch oder ein „brauchen“, ist.

2. Sich an dem orientieren, was man hat(te).
Das ist mir erst aufgefallen, als ich mir damals eine neue Brille anfertigen ließ und ich stundenlang verschiedene Gestelle anprobiert habe. Als ich endlich eine Auswahl getroffen habe und glücklich den Laden verließ, stellte ich zu Hause fest, dass ich mir ein Gestell ausgesucht habe, dass meinem bisherigen sehr sehr ähnlich war. Wenn ich das nur vorher bemerkt hätte! Bei meinem Rucksack war es fast auch so. Mein alter war zwar praktisch, aber löchrig und nicht mehr wasserdicht. Ich habe Tipp Nr. 2 beherzigt und mir überlegt, dass es doch ganz praktisch wäre, wenn er zwei Netztaschen an der Seite hätte – zack! Basis + Upgrade = perfekte Lösung! :D
Aber auch bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln…wenn die eine Zahnpasta okay war, kann man sie ja wieder kaufen. Wenn die Creme gut für die Haut war, warum dann wechseln?
Natürlich peppt es den Alltag ein bisschen auf, wenn man sich ab und zu was Neues gönnt, aber ich kenne wahnsinnig viele Menschen die in dieser „Neues ausprobieren“-Sucht gefangen sind. Diese Leute knallen sich den Badewannenrand mit allerlei Duschgels und Badezusätzen voll, weil die Produkte selbst so unterschiedlich sind…

3. Online den Markt sichten und eine Einschränkung vornehmen.
Und damit meine ich nicht: stundenlang online herumtauchen um sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen, sondern mit dem „ich weiß was ich will“- Gedanken ein paar Herstellerseiten, Foren und Blogs anzusurfen. Blogs sind übrigens sehr gut geeignet, um herauszufinden, was es an Neuheiten gibt. Fleißige Blogger und Bloggerinnen testen Produkte und zeigen Fotos, wo man sich alles schon im Vorweg genau anschauen kann. Solche Beurteilungen helfen mir oftmals sehr weiter. Auch über Twitter und Facebook bekommt man oft Hilfestellungen. Ein kleines Achtung: Natürlich sind Produktempfehlungen „unter Freunden“ sehr viel weitreichender als normale Fernsehspots oder Plakatanzeigen, das wird natürlich von den Herstellern gerne genutzt. Prüf deshalb immer die Quelle und check nochmal andere Seiten/Blogs/Foren/etc. Für solche Recherchen setze ich mir Zeitlimits von max. 1 Stunde Recherche und nehme mir 2-4 Produkte in die engere Auswahl, die ich mir „live“ im Laden ansehen will.


4. Eine Liste mit Läden machen, die man abklappern will und – genau – abklappern.

Wenn ich mir was „ausgesucht“ habe, checke ich schnell die Bezugsquellen, oder denke mir welche aus. („was könnte es wo geben?“) Auch hier setze ich Limits, weil ich keine Lust habe, so viel Zeit dafür zu verschwenden oder aber ich bestelle online. Im Laden selbst löchere ich sofort einen Verkäufer mit meinen Fragen. Mit genauen Vorstellungen über ein Produkt kann man übertriebenes Verkäufergehabe schnell abwürgen. Am Beispiel des Rucksack-Kaufs war der Verkäufer mit der Aufgabenstellung „Den einfachsten Rucksack den Sie haben“ etwas überfordert, weil er auf alle möglichen Vor- und Nachteilsbeschreibungen aller vorhandenen Rucksäcke programmiert ist.

5. Eine Einkaufsliste machen.
Ja, der älteste Trick aller Zeiten, aber sehr hilfreich, weil man grundsätzlich die Milch vergisst, wenn man sie nicht aufschreibt ;D
Ich nutze Einkaufszettel hauptsächlich für den Lebensmitteleinkauf. Ich habe mal alle Lebensmittel aufgelistet, die wir immer verbrauchen, die Liste ein paar Mal kopiert und per Magnet an die Kühlschranktür gepinnt. Wenn uns etwas ausgeht, wird das sofort markiert. Am Ende der Wochen nehmen wir die Liste und gehen los. Obwohl das vor ein paar Monaten nur ein Test war, läuft das ziemlich gut, wir haben immer alles was wir brauchen und müssen nicht nochmal extra los rennen. Interessant ist auch, was wir immer so verbrauchen :D
Eine Freundin machte mich auf das Problem der Papierverschwendung aufmerksam. Ich habe mir deshalb angewöhnt, die Rückseite als Notizpapier zu nutzen, aber ein andere Idee wäre, diese Liste zu laminieren und mit wasserlöslichen OHP-Marker zu markieren. Eignet sich allerdings nicht so gut für den Anfang, weil man immer mal wieder sein Essverhalten ändert oder Sachen nach und nach dazukommen. Beispiele zum Anschauen und herunterladen gibt es z.b. bei lifeisbunt oder hier

Hm, wenn man das hier alles so liest, wirkt das überhaupt nicht einfacher :D Aber da macht es die Routine. Ich muss mit der vorgefertigen Einkaufsliste nicht mehr rumsitzen und nachdenken oder tausendmal im Kühlschrank und im Vorratsschrank nachsehen, sondern erledige das nebenbei. Und durch die zeitlichen Grenzen, die ich mir beim Einkaufen oder recherchieren setze, gewinne ich sehr viel Zeit, weil ich nicht mehr alles ablaufen muss, um mir einen Überblick zu verschaffen. Die Basis ist aber nach wie vor „Nur kaufen, wenn nötig“. Wenn man zwischen Wunsch und Bedürfnis unterscheidet, kann man sich das „shoppen“ komplett sparen und das ist wohl richtig minimalistisch :D

Hast du auch noch einen Trick?

Gelesen: Finde deinen Style! Styling-Tipps von Fashion-Bloggern aus der ganzen Welt

Ach ja, das Buch gehört zum halbjährlich auftretenden Selbstbewusstsseinschwund. Ich denke dann immer, ich müsse etwas aus mir machen weil ich mich manchmal so schäbig fühle, so in Jeans und T-shirt. In meiner Naivität glaube ich daran, das ich das mit Schaufensterbummel und Typberatungsbüchern ändern könnte… ;D
Naja, jedenfalls ist „Finde deinen Style“ ausschließlich was für Mädchen. Das Besondere an dem Buch sind eindeutig die „Mode-Remixes“ der Fashion-Blogger und die insgesamt tolle Aufmachung. Beim Durchblättern ist mir das eine oder andere Mädchen untergekommen, das mir bereits aus der Mode-Blogosphäre bekannt ist. Auf ca. 250 Seiten wird von A wie Accessoires bis Z wie Zebraprint alles genauestens mit netten Illustrationen und tollen Layouts erklärt. Es werden so viele unterschiedliche Kleidungsstile beschrieben, dass bestimmt jeder etwas dazu lernen kann. Durch die vielen Bilder gibt es allerdings auch sehr wenig Text, weshalb man das Buch schnell durch hat (habe ca. 2 Stunden gebraucht, ich kann eigentlich die Überschrift „Gelesen“ nicht wirklich gelten lassen ;D), sicherlich aber als Nachschlagewerk auch ganz gut.
Fazit: hmmmmm…die Aufmachung gefiel mir sehr gut, allerdings hat sich bei den Fashion-Illustrationen zu den Oberteilen ein Fehler eingeschlichen (was das genau für Begriffe waren hab ich wieder vergessen, die Bildunterschriften passen aber nicht zu den dargestellten Oberteilen, die sind vertauscht…). Die einzelnen Kapitel sind gut erklärt und als Möchtegern-Minimalistin gefiel mir auch die Beschreibung von „richtig shoppen“ (nämlich nur das Nötigste und das man auf Qualität achten soll). Leider scheine ich mit meinen fast 27 Jahren schon aus der Zielgruppe rauszufallen (obwohl die vorgestellten Bloggerinnen auch eher in meinem Alter sind), aber das Buch könnte ein sehr gutes Geschenk für Fashionistas zwischen 12 und 16 Jahren sein.

Tja, und hat es mir weitergeholfen? Nö. Ich habe dadurch nur gelernt, dass ich Mode wirklich nicht begreife und ich mich ehrlich gesagt auch gar nicht so dafür interessiere. Ich finde es unlogisch, einen Rock über ein Kleid zu tragen, damit man das darunterliegende Kleid als Oberteil nutzen kann. Ich finde es auch nicht einleuchtend, eine offene Strickjacke in die Hose zu stecken, oder die Strickjacke verkehrt herum anzuziehen oder mit einem dünnen Gürtel zu tragen. Ich besitze nicht mal einen Gürtel! :D
Kleidung, nicht Mode. Kleidung erfüllt das notwendige Übel, nicht nackt herum laufen zu müssen, und das geht mit Jeans und T-Shirt ganz wunderbar. Ist vielleicht ab und zu ein bisschen langweilig, dafür aber ziemlich einfach :)

Und du? „Mode“ oder „Kleidung“?

Wochenrückblick

So, nachdem ich mich in meiner Müdigkeit im Datum geirrt habe und ihr sowieso schon alles kennt…trotzdem nochmal der Wochenrückblick, weil die Woche ja jetzt rum ist und ich mich auf mein Offline-Wochenende freue :D
Ui, außerdem ist heute offiziell Herbstanfang! Freust du dich auch schon so auf den Herbst? Irgendwie kommt’s mir so vor, dass viele Leute alle Jahreszeiten irgendwie gut finden, aber im Herbst flippen alle dann vor Freude aus. Woran liegt das? An den orange-goldenen Farbtönen? Der knackig-kühlen Luft morgens, gepaart mit dem leichten Nebel? Oder die Aussicht auf gemütliche Nachmittage auf dem Sofa, eingewickelt in Büchern, Decken und Heißgetränken? :D

Gesehen: „Verblendung“ von Stieg Larsson. Im Directors Cut, was ne saublöde Idee war. Die normale Fassung hätte bestimmt auch gereicht…naja..war aber total spannend und ich freue mich auf die Fortsetzung!
Getan: an einer Sitzung teilgenommen, wo der Azubi alle so beeindruckt hat, dass wir den Mund nicht mehr zu bekommen haben, mit Freunden in einem vegetarischen Restaurant gegessen (Bericht folgt), wieder einmal viel zu wenig geschlafen
Gehört:
Gelesen: „Das Kult-Buch: Glanz und Elend der Kommerzkultur“ von Robert Misik
Geklickt: a guide to typography
Gedacht: nicht viel. Dazu war ich zu müde.
Geärgert: mit Erschrecken festgestellt, dass ich um den Kauf einer neuen Jeans nicht drum rum komme :(
Gefreut: Es ist Herbst! Ich liiiiebe Herbst! und: eine Kiste voller Gewürze, selbstgemachten Gelees und Teesorten! die dunkle Jahreszeit kann kommen
Gekauft: Einlagen für meinen Filofax
Gewünscht:
Geplant: den Besuch des Flughafen-Geburtstags

Angeblich wird das Wetter hier gut und gülden. Ich will mir Flugzeuge angucken und den Flughafen erleben. Ich mag das Fliegen eigentlich nicht so sehr, aber den Flughafen als „Nicht-Ort“ finde ich extrem spannend. Mal sehen.
Alternatividee wäre eine Messe, aber mal sehen…

Wie war deine Woche? Was machst du am Wochenende?

Minimalist werden in 3 Schritten.

Meine Blogstatistiken sagen mir, dass viele Leser hierher stolpern, weil sie wissen möchten, wie man als Minimalist anfängt. (Also falls du deshalb hier bist: Ein herzliches Willkommen!)
Eine richtige Anleitung gibt es natürlich nicht, aber ich denke, es gibt ein paar Schritte, die man auf den Weg in ein einfacheres Leben gehen kann.

1. Weniger Zeug besitzen/kaufen
Der Grund, warum sich viele Minimalisten mit materiellen Besitztümern beschäftigen, ist ganz einfach: Dieses Zeug ist ständig um uns herum, will Aufmerksamkeit und gepflegt werden, man muss es aufräumen, organisieren, im Schlimmsten Fall sogar einlagern, weil man sonst irgendwann zu ersticken droht. An diesen Sachen hängen unsere Erinnerungen und leider auch oftmals noch Gefühle, die uns überhaupt nicht gut tun. Shopping als Freizeitbeschäftigung ist in diesem Fall natürlich kontraproduktiv.

Was du jetzt tun kannst:
Schau dich um, was stört dich am meisten? Ein vollgemüllter Schreibtisch? Ein Kleiderschrank der so voll ist, dass man „nichts zum Anziehen“ hat? Ein unordentliches, vollgestopftes Bücherregal?
Schnapp dir Kartons/Müllsäcke und sortiere alles aus, was Überflüssig ist. Bastel dir selbst visuelle Harmonie! :)
Durch visuelle Klarheit wird man auch innerlich klar, durch putzen, aufräumen und wegwerfen schafft man sich selbst ein gutes Gefühl.

2. Weniger Verpflichtungen und Termine
Arbeiten, Vereinstätigkeit, Ehrenamt, Partys, Freunde („Freizeitstress“), Leute, die dich um einen Gefallen bitten – lerne, auch mal Nein zu sagen. Oder auch mal um Hilfe zu bitten. Wenn man keine ruhige Stunde für sich hat, dreht man irgendwann durch. Naja, ich zumindest ;D
Muss man denn überall dabei sein? Hast du Angst etwas zu verpassen? Und wenn ja: Was verpasst du wirklich?

Was du jetzt tun kannst:
Mach dir eine Liste mit den Dingen, die dir wirklich wichtig sind und setze Prioritäten. Wenn ganz oben deine Gesundheit steht und du regelmäßig Sport treiben willst, gehe eine Verpflichtung mit dir selbst ein.
Lerne außerdem ab und zu mal nein zu sagen, wenn du keine Lust auf irgendwas hast. Erforsche, wie sich das anfühlt. Genieße die Zeit, die nur dir zur Verfügung steht.

3. Mehr gute Beziehungen
(Ich will hier nicht zum Opportunismus aufrufen!!!)
Energievampire, Spacken und Langweiler – du kennst bestimmt auch solche Leute, die ewig rumnörgeln, die an allem und jedem was zu meckern haben, bei denen das Glas immer halb leer ist, die ständig lästern und einem permanent die Laune verderben, weil alle Schuld haben…blabla…sowas finde ich echt schlimm. Das hilft meiner Meinung nach niemanden. Im Grunde ist es eher die Unfähigkeit dieser Leute mit sich selbst oder bestimmten Situationen zufrieden zu sein. Und dann gibt es so großartige Menschen, wie deine Freunde, auf die du stolz bist, die dir gut tun, bei denen du entspannen kannst, bei denen man nichts sagen muss und trotzdem viel verstanden wird. Mit welchen Leuten willst du deine Zeit verbringen?

Was du jetzt tun kannst:
Verbring mehr Zeit, mit Leuten die du magst und verbring weniger – sehr viel weniger – Zeit mit Leuten, die dir deine gute Laune austreiben wollen. Wie geht es dir damit? Fühlt sich nicht alles sehr viel leichter an?

So, hoffe, das hat ein paar Fragen beantwortet. :)

10 Dinge, von denen ich absolut keine Ahnung habe.

Mal wieder Zeit für eine Liste. In Listen denken ist ziemlich cool (auch wenns jetzt gleich peinlich wird):D

Heutiges Thema: 10 Dinge, von denen ich absolut keine Ahnung habe. Also so gaaar nicht. Weils die Schulbildung damals nicht her gab, weil ich kaum Leute kenne, die sich damit auskennen, oder weil ich selbst zu viel anderes interessant finde, dass es bisher keinen Anlass gab mich auch mal mit solchen Sachen zu beschäftigen. Einiges wird ja auch in der Sendung mit der Maus gezeigt, ich weiß also wie viele Sachen hergestellt werden :D
Interessanterweise denken trotzdem einige, dass ich alles weiß und wenn ich ihnen klar mache, was ich NICHT weiß, lachen sie nur. Hmpf.

Also – 10 Dinge, von denen ich absolut keine Ahnung habe – in zufälliger Reihenfolge.

1. Chemie. Keine Ahnung. Es könnte also sein, dass ich durch Zusammenmixen von diversen Flüssigkeiten in die Luft fliege.

2. Musik. Das war damals ein Fach, wo in den Tests immer nur ne 6 bekommen habe. Die Tonleiter habe ich mir rein visuell eingeprägt, ohne zu verstehen, was diese Kügelchen auf den Linien zu bedeuten haben :D Weiß ich auch heute nicht.

3. Die Beatles. Woah. Dafür ernte ich bestimmt böse Kommentare. Wenn mir jemand ein Foto von den Beatles zeigen würde, würde ich immerhin noch John Lennon und Paul McCartney erkennen, aber wenn mich jemand nach einem Song fragen würde – oder noch schlimmer: welchen ich gut finde – KEINE AHNUNG. Ich mag aber Yoko Ono sowieso viel lieber.

4. Stochastik. Als mein Mathelehrer damals meinte, dass dieses Gebiet den Mädels eher liegen würde, habe ich mich gefreut. Ein paar Wochen später wusste ich: Es liegt mir überhaupt nicht. Mittlerweile kenne ich ein paar Beispiele für Anwendungsgebiete, aber warum man sich mit roten und blauen Kugeln auseinandersetzen muss, die in einem Beutel liegen, verstehe ich bis heute nicht. Ich fand Vectorrechnung schöner.

5. Essbare Pflanzen und Wiesenkräuter/Heilpflanzen. Sollte ich schleunigst ändern, falls ich als Vegetarier mal ums Überleben kämpfen muss. Obwohl…zur Not würde ich vermutlich auch geröstete Ameisen essen.

6. Kindesentwicklung. Klar, sie ploppen irgendwann aus ner Frau raus – und dann? Was passiert da in den Jahren 1-5 ? Da ist das Gehirn doch gar nicht fertig, was können die? Was sollten sie können? Wie misst man das? Da sollte ich mich wirklich mal schlau machen, damit ich meinen Freundinnen nicht immer so dämliche Fragen stellen muss…

7. Modisches Gespür. Ich kann mich anziehen und das sieht so aus: Jeans, T-Shirt. Oder Pullover. Zu mehr reicht es nicht. Und sowas kann man auch nicht lernen, oder?

8. Steckdosen einbauen. Herr DingDong kann das. Mir ist immer noch nicht klar, wie die einzelnen Kabel durch die Schutzkappe in die Steckdosenblende gelangen (heißt das überhaupt so? vermutlich nicht)

9. Wie man richtig mit Tieren umgeht. Damals hatten wir mal Kanninchen, die ich ab und zu mal getätschelt habe, aber mehr auch nicht. Ich weiß nicht wie man Tiere trägt, ihnen Befehle gibt oder was die Essen wollen. Ich bewundere Katzenmamis und Hundehalter, aber ich habe immer das Gefühl ich enge die Tiere ein. Deshalb lasse ich es. Außerdem machen mich hyperaktive Hunde nervös, genauso auch Katzen, Wale, Bären, Löwen, Mäuse, Rehe, Schwäne, Hamster, Ratten…

10. Die aktuelle Rechtschreibung. Früher war ich mal gut in Deutsch, aber als Dialektkind im hohen Norden, mit Englisch, Dänisch und ein paar Brocken Französisch im Gepäck, dazu noch diverse Rechtschreibreformen haben mir den Rest gegeben. Ich bin da jetzt wie so ein störrischer alter Rentner, der sich weigert Neues zu lernen. Sollte ich aber mal, immerhin habe ich einen Blog :D

Auch ohne diese Dinge habe ich bisher mein Leben gut gemeistert. Und nur weil ich JETZT keine Ahnung davon habe, heißt das ja nicht, dass das so bleiben muss.

Und, wovon hast du keine Ahnung? Wenn du mitmachen willst, kannst du deine Liste als Kommentar hinzufügen oder als eigenen Blogbeitrag verlinken :)

Fotografische Experimente

Durch photojojo bin ich wieder auf Einwegkameras aufmerksam geworden. Klar, kennt man ja von Festivals, Partys oder Hochzeiten. Aber einige knipsen nicht nur rum, sondern werfen die Kamera in den Pool, bekleben die Linsen oder machen sonst was damit. Auf flickr gibts mehr Bilder zu bestaunen. Ich finde die Effekte interessant, deshalb habe ich mir eine Einwegkamera gekauft und die Linse mit Glitzernagellack beschmiert. Das wilde Herumknipsen hat ziemlich viel Spaß gebracht.

Hier eine Auswahl:

Die besten Effekte kamen bei Sonnenlicht oder Blitzlicht zur Geltung…mmh…ob man sowas auch mit ner Digiknipse machen könnte? Wie könnte man die Optik ohne Beschädigung verändern? Mit Folie? Hast du eine Idee?

Gelesen, viel gelesen: Ein Roman-Special

Weil sich einige von euch doch für Romanbesprechungen interessieren und ich nicht mehr hinterher komme, werde ich hier mal einen riiiiiiiiiiiiesigen Beitrag posten, in dem es nur um die Romane geht, die ich in den letzten Wochen gelesen habe…

1) „Winterreise“ von Amélie Nothomb
Amélie Nothomb war vor Jahren mal eine Empfehlung einer Freundin. Seit mich „Metaphysik der Röhren“ schwer begeistert hat, habe ich alles andere von ihr auch gelesen. „Winterreise“ ist nun ihr neuestes Werk und ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch in der Bibliothek ergattern konnte.
Worum gehts?
Zoïle ist unsterblich verliebt in Astrolabe. Leider gibt es dabei aber ein Problem: Die geistig-behinderte /autistische (?) Schriftstellerin Aliénor, mit der Astrolabe in einer eisigkalten Dachwohnung zusammenlebt und sich ihr gegenüber zutiefst verpflichtet fühlt. Astrolabe lässt Aliénor nicht aus den Augen, was Zoïle in seiner leidenschaftlichen Liebe natürlich wahnsinnig auf die Nerven geht. Zoïle versucht sich mit der Situation zu arrangieren, besucht beide regelmäßig, macht sich im Haus nützlich, führt beide aus und bringt Geschenke mit, immer in der Hoffnung, Astrolabe möge Aliénor endlich verlassen. Astrolabe lässt sich leider nicht erweichen – und aus Zoïles Liebe wird Hass. Er plant einen terroristischen Anschlag, dessen Symbolik sich in Astrolabes Herz eingraben soll.
Fazit: Leider sind ihre Geschichten immer so kurz, dafür aber so skurril und humorvoll, dass man dadurch schnell entschädigt wird. Wer Fan von seltsamen Situationen, etwas verqueren Protagonisten und irrationalen Handlungen ist, sollte unbedingt mal was von Amelie Nothomb lesen. Gerade bei diesem Buch habe ich sehr oft gelacht, weil hier und dort ein paar Eindrücke aus einem Schriftstellerleben persifliert werden.

2) „Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger“ von Meir Shalev
Ach, Meir Shalev! Wie sehr liebe ich seine Geschichten! Meir Shalev war ein Tipp einer Buchhändlerin, als ich sie fragte, was ich lesen soll. Ich bin ihr bis heute zutiefst dankbar. Shalev schreibt wunderbare Familiengeschichten, verbindet sie mit naturwissenschaftlichem Forscherdrang und geschichtsträchtigen Ereignissen.
Worum gehts?
In „Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger“ geht es genau darum: Um Meir Shalevs Großmutter Tonia, die mit ihrem Putzzwang das Chaos im noch jungen Staat Israel bekämpfen will und um den amerikanischen Staubsauger, der als Protagonist ein ärmliches Dasein im dunklen, abgeschlossenen Badezimmer fristen muss. Um die Geschichte von seiner Großmutter Tonia vollständig erzählen zu können, ist er natürlich auch auf die verschiedenen Versionen seiner exzentrischen Verwandtschaft angewiesen, die allesamt dazu beitragen die wahre Geschichte ans Tageslicht zu fördern.
Fazit: sowas von lesenswert! Es ist zärtlich, tragisch, lustig, seltsam, unglaublich und nervig. Genau wie Familien eben so sind. Ich liebe dieses wohlige Gefühl, das am Ende bleibt.


3) „Populärmusik aus Vittula“ von Mikael Niemi

Mir wurde von einer Freundin „Erschieß die Apfelsine“ – das neueste Werk – empfohlen, aber das gabs noch nicht in der Bibliothek, also habe ich es erstmal mit diesem Roman versucht.
Worum gehts?
Pajala, eine kleine schwedische Gemeinde an der finnischen Grenze, 60er Jahre: Das Leben im Dorf ist eintönig. Es zählen Saunawettbewerbe, Saufgelage und Fingerhakeln. Die Bewohner sind wortkarg, störrisch, zäh und kräftig trotzen sie Wind und Wetter. Wer hier nicht mitzieht wird mit „knapsu“ beschimpft, eine Brandmarke für alles Weibisch-verweichlichte.
Im Stadtteil Vittula wachsen die Freunde Matti und Niila auf. Beide träumen von der großen, weiten Welt, die sich am Ende der Dorfstraße auftut. Zwischen Sonntagsgebeten und pubertierenden Geschwistern passiert es: Eine Beatles-Single platz in ihr Leben und verändert einfach alles.
Fazit: lesenswert, vor allem für Leute die auf dem Dorf aufgewachsen sind. Die Geschichte ist wunderbar erzählt, tragikkomisch, märchenhaft und ähm…teilweise ziemlich krass. Hatte die ganze Zeit Herzklopfen, weil es so spannend war. Oh, übrigens: Gibt es auch als Film!

4) „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ von Stefan Merrill Block
Hier hat mich einfach nur der Titel und das Cover interessiert – ein Glücksgriff!
Worum gehts?
Der 15-jährige Seth ist ein von Akne geplagter Aussenseiter, der versucht als „Meister des Nichts“ möglichst schnell durch die Pubertät zu kommen. Doch dann kommt alles anders: Seine Mutter erkrankt mit 35 Jahren an einer mutierten Alzheimer-Frühform. Weil sein desinteressierter Vater keine bessere Idee hat, kommt seine Frau in ein Heim, aber Seth beschließt berühmter Wissenschaftler zu werden um ein Heilmittel zu finden. Als Grundlage für seine Studien versucht Seth die genetische Historie seiner Mutter nachzuvollziehen, was schwieriger ist als zunächst gedacht.
Abel, der zweite Ich-Erzähler, ist ein buckliger, alter Einsiedler, der sich der Trostlosigkeit seines Lebens hingegeben hat. Er erinnert sich an seinen Bruder Paul und dessen Frau Mae, in die er unsterblich verliebt war. Er wird auch niemals die Geschichten seiner Mutter vergessen, die Geschichten der sagenumwobenen, goldenen Stadt Isidora, wo keine Erinnerung existiert….
Fazit: Erinnern, Vergessen, Schuld, Liebe und eine schlimme Krankheit sind die großen Themen des Romans, alles leichthändig und elegant erzählt und vielschichtig verwoben mit den Geschichten um die fiktive Stadt Isidora. Ein wunderbares Buch, passt perfekt für den Herbst!

Und, hast du eines dieser vorgestellten Titel schon gelesen? Kennst du etwas von den Autoren? Hast du eine Empfehlung?