Wesentliches – und dann?

Minimalisten lassen los. Sie lassen Dinge, schlechte Gewohnheiten, ungesunde Beziehungen, Ängste und Verpflichtungen los, um Zeit für das Wesentliche zu haben. Was ist für dich Wesentlich? Was ist notwendig, damit dein Leben lebenswert ist und bleibt? (interessante Diskussion vom Juni auch hier: http://www.peterhinzmann.com/2011/06/minimalismus-und-kein-ende.html„>Minimalismus und kein Ende auf peterhinzmann.com) (sorry, gibts leider nicht mehr :/)

Und was ist, wenn das alles nicht wichtig ist? Was ist, wenn wir auch das Wesentliche loslassen. Unsere Familie, unsere Träume, den besten Freund, die Arbeit, die wir lieben. Was wäre dann?

Voll Freude lässt man alles los, sein ganzes Wissen und alles, was einem wichtig ist, um in den blauen Himmel der Leerheit hinein zu „sterben“

Aus: Zum Wohl aller Wesen, Kapitel: Die weiße Tara – den Tod überlisten

Adventskranz – minimalistisch ;)

Am Sonntag erst mit Erschrecken festgestellt, dass ja schon 1. Advent ist. Und wir ohne Adventskranz…
Was tun? Die einen rennen los und kaufen sich ein Adventskranzgesteck, die anderen binden sich sowas selbst. Und was machen Leute, die zu faul sind etwas Aufwendiges zu basteln, Geld auszugeben, Kerzenschein aber ganz schön finden und es möglichst einfach halten wollen?
Sie nutzen das, was sie haben! :D

Man braucht:
4 Teelichter
1 wasserfesten Marker
optional: Schere, schöne Papiere, Washi-Tape, einen schönen Untersetzer oder andere schöne Verzierungen

Schritt 1: Materialien zusammensuchen. Ich habe mich für Washi-Tape entschieden. Teelichte mit Washi-Tape umkleben.
Schritt 2: Mit einem wasserfesten Stift die Zahlen von 1-4 auf die Teelichte kritzeln
Schritt 3: Kerzen aufstellen, anzünden, Weihnachtslieder hören und wie ein besoffener Nikolaus durch die Wohnung tanzen.

Gelesen: Unterwegs von Jack Kerouac

Ich dachte, ein bisschen „Beat-Literatur“ fehlt mir noch, also hab ich nach ein bisschen Recherche zu Kerouacs autobiografisch gefärbten Roman „Unterwegs“ gegriffen.
Der Titel ist auch Inhalt des Romans. Sal Paradise, ein junger Schriftsteller, ist in mehreren Jahren immer mal wieder unterwegs von New York nach San Francisco und zurück. Meistens ist er unterwegs mit seinem Kumpel Dean Moriarty – mit Zwischenstop in Denver, New Orleans, Los Angeles, wo sie weitere Freunde treffen. Kurz zusammengefasst: Es geht um Sex, Drugs und Be-bop.
Fazit: Wer auf Geschichten im Roadmovie-Style steht oder gerne reist, sollte das Buch lesen. Aber ganz ehrlich: Mir hat es überhaupt nicht gefallen. Ich finde weder den Charakter des Sal Paradise noch den exzentisch-manischen Dean Moriarty interessant. Ich fand sie ziemlich flach. Selbst die weiblichen Charaktere waren entweder „Huren“ oder gutgläubige Dinger, die sich immer mit diesen drogensüchtigen Spinnern eingelassen haben und danach ewig schwanger herumgeflennt haben. Es war wirklich anstrengend und öde, habe aber trotzdem weiter gelesen, weil ich dachte, dass da noch mehr passiert. Irgendeine Entwicklung. Außerdem glaube ich auch, dass man als Europäer dieses uramerikanische Herumreisen und „unterwegs sein“ sowieso nicht so richtig nachvollziehen kann. Wartet also auf den Film. (Sorry, Jack.)

Wochenrückblick

Oh diese Woche war schön. Mein Körper hat mich nicht im Stich gelassen, ich kann selbst nach langer Pause immer noch bequem 15-20 Minuten am Stück laufen. Das motiviert natürlich ungemein.
Und dann war ich endlich im Kino, ach das war so schön. Und dann auch noch einen freien Mittwoch geschenkt bekommen,war das Tollste überhaupt! Was getan habe?! Ich bin auf dem Sofa in Murakami’s Traumwelten versunken.

Gesehen: Endlich: The Future von Miranda July! Mad Men Season 3, allerdings nur die ersten 4 Folgen davon. Musste es leider wieder abgeben :(
Getan:gelaufen, viel Fitnessübungen gemacht, viel gelesen, zuviel Dumle gegessen :(
Gehört: Future Nostalgica und Wishery im Dauerrepeat :D
Gelesen: Murakami und „An awesome book“
Geklickt: how to peel a banana (gut, dass ich mit fast 27 Jahren endlich weiß wie das geht)
Gedacht: Wieviele Menschen wohl noch ihre Bananen falsch geöffnet haben?
Geärgert:
Gefreut: früher Schluss, später zur Arbeit, dann doch noch spontan von der Chefin nach Hause geschickt werden – hach, ich liebe meinen Job!!! :D
Gekauft: Eimer Farbe, Spachtelmasse und Mundschutz: Wir renovieren wieder einmal.
Gewünscht: Herbst ist schön, aber jetzt WILL ICH SCHNEE!!!!!!
Geplant: Laufen und Lesen

Wie war deine Woche?

Dinge, die mich freuen…

November, eigentlich kalt, grau und langweilig, verwandelt sich anscheinend heuer in der dunkleren Jahreszeit zu meinem Lieblingsmonat. Wir hatten aber auch wirklich Glück mit dem Wetter. Fast so, als ob sich der Wettergott für den scheußlichen Sommer entschuldigen möchte…:D

Das freut mich im November ganz besonders:

Bunte Blätter im Park

Nebel im Hafen

Nachbarn, die auch trotz Kälte ihre Stifte auspacken

die träumerischen Nachwehen, die ein schöner Film hinterlässt

Weihnachtsbasare der nordischen Seemannskirchen (inkl. Glögg, Lefse, Leipaajuusto, Moltebeeren, karelische Piroggen, schwedische Mandeltorte, dänischen Apfelkuchen usw.)

…dort käuflich zu erwerben: einen ganzen Sack voll köstlicher Dumle! Das sind ganz fiese, süchtigmachende weiche Karamellbonbons aus Finnland/Schweden. Zum Reinsetzen. Dafür lass ich es auch mit der #SES-Challenge sein. (hey, diesen Monat keinen Kaffee u. keine Softdrinks getrunken, nicht mal Chips gegessen, da dürfen Dumle auch mal sein! :D)

…Weihnachtliches Washi-Tape (verwandelt alles!)

…mein Gingko, der langsam seine Blätter färbt (der braucht bei mir auf der Fensterbank immer länger)

…Chai Latte wärmt die Seele

Mad Men Season 3 (weil ich mir dann immer so elegant vorkomme und die Serie eine gute Erinnung an eine gerade Haltung ist)

…der neue Murakami (endlich! es ist herrlich!)

…und anderen Lesestoff aus der Bücherei, mit dem man es sich auf dem Sofa gemütlich machen kann

und zu guter Letzt: diese supercoole Geburtstagsidee. Ich stelle mir die Rührung des alten Herren vor, wenn er die Postkarten liest. Lässt sich bestimmt nachmachen :D

Was freut dich gerade ganz besonders?

7 Dinge über mich

Ja, ich weiß, nicht gerade einfallsreich für ein Thema einer Liste, aber das bin ich Biene schuldig. Ich hab zwar nix mit Awards zu tun (weiß auch gar nicht genau was das zu bedeuten hat), aber Biene ist eine treue Blogleserin der ersten Stunde, deshalb: der hier ist für dich! :D

…aaaaaalsoooooooooooo…mal überlegen…

1. Wenn ich nur noch eine bestimmte Anzahl von Gerichten für den Rest meines Lebens essen dürfte, wären das: Palak Paneer, Pizza, Dumle und karelische Piroggen mit Eibutter. :D
2. Im Kindergarten wollte ich im Sommer unbedingt rodeln. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass es klappt. Hat es im Übrigen auch, allerdings endete der „Rodelspaß“ nach zwei Sekunden mit einem gebrochenen Arm.
3. Ich sehe mir gerne Müll und tote Tiere an. (Die toten Tiere fotografiere ich auch)
4. Glitzer hypnotisiert mich. Auch wenn es irgendwas Sinnloses ist, z.B. glitzernder Moosgummi, könnte ich stundenlang davor stehen und es mir ansehen. Der arme Herr DingDong muss mich dann immer von den Sachen wegzerren oder wild mit den Händen vor meinen Augen herumfuchteln, damit ich wieder zu mir komme.
5. Je seltsamer eine Person, desto tiefer meine Liebe.
6. Ich wurde noch nie operiert.
7. Ich glaube an Hausgeister, Elfen, Trolle und Gnome weil es mir Spaß macht und meine Fantasie beflügelt. Ausserdem sind Hausgeister eine hervorragende Erklärung dafür, warum das Brot immer auf die beschmierte Seite fällt. :D

So, und jetz DU! Entweder ins Kommentarfach werfen oder Blogbeitrag verlinken!

Gesehen: The Future

Endlich habe ich es geschafft! Gestern war ich im Kino und hab mir den neuen Film von Miranda July angesehen. Ich mochte ihren ersten Film, ihr Buch „10 Wahrheiten“ auch (und freue mich auf das nächste) und vor allem ihre Website, die vielleicht einigen bekannt ist (klick) Aber zurück zum Film!

Worum gehts?
Sophie und Jason, ein Paar um die 30, stellt fest, dass sich nicht mehr viel in ihrem Leben (und in ihrer Beziehung) tut, weil sie abends nur vorm Internet hängen, ihre Jobs nicht mögen und von Tag zu Tag leben. Ja, 30 ist bald 40 und 40 ist fast so wie 50 „und dann bekommt man nur noch Wechselgeld“. Deshalb beschließen beide, in einem Monat eine verletzte Katze (die Erzählerin!!!) zu adoptieren, um ihrem Leben eine neue Bedeutung zu geben. Doch die neue, zukünftige Verantwortung macht beiden Angst und lässt sie Entscheidungen treffen, die alles verändern.

Worum gehts wirklich? Um Abschiede und Neuanfänge. Leben eben.

Für: Leute, die Miranda July mögen und generell eher auf exzentrische Persönlichkeiten stehen. Wer ruhige Filme mag, wird diesen Film lieben.

Fazit: traumhaft, wunderschön, tieftraurig und sehr komisch. Visuelle Poesie! Dieser Film eignet sich übrigens hervorragend, um mal alleine ins Kino zu gehen. Die Szenen mit der Katze haben mich Rotz und Wasser heulen lassen…könnt auch jetzt nochmal losheulen…also echt…solche Sätze…die dann auch noch eine verletzte Katze sagt…“Ich schreibe einen Brief ohne Stift und ich hoffe, ihr könnt ihn trotzdem lesen“
Seht ihn euch an, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.

http://thefuture-derfilm.de/

Bonus! Miranda July’s: A Handy Tip for the Easily Distracted

Hast du ihn gesehen? Wie fandest du ihn? Was hat dir am Besten gefallen?

Gelesen: Classy von Derek Blasberg

Derek Blasberg, Journalist und Society-Experte klärt auf! In seiner 241 Seiten -Benimmbibel ist alles drin: Wie man sich anzieht, wie man sich bei Einladungen verhält und wie man selbst eine Party schmeisst, wie man ordentlich verreist, platonische und sexuelle Freundschaften pflegt, wie man mit seinen Lastern lebt und welche Künstler und Filme man kennen sollte. Das alles in lockerem Plauderton, gewürzt mit Anekdoten aus den Kreisen der „oberen Zehntausend“, passend ausgewählte Zitate, coolen Illustrationen und ironischen Psychotests. (die im übrigen ergeben haben, dass ICH eine Lady bin :D) Wer gerne Klatschblätter durchguckt (und wer tut das nicht), sollte mal ein Blick in dieses Buch werfen!
Fazit: furchtbar lustig, unterhaltsam und meiner Meinung nach der beste und aktuellste Benimmratgeber für junge Frauen, der gerade auf dem Markt ist. Gut, wer sich wirklich mit Knigge auseinandersetzen will, kann das gerne tun, aber mir waren die wirklichen Benimmratgeber immer zu langweilig. Außerdem erklärt Blasberg, was man in der Onlinewelt zu tun und zu lassen hat! Und das hab ich bisher in noch keinem Benimmratgeber gelesen. Ja, auch wahr: Vieles weiß man schon, aber es macht trotzdem Spaß zu lesen, weil der Typ wirklich cool ist. (siehe @DerekBlasberg)
Während des Lesens hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, mein schwuler Bester Freund sitzt neben mir und erklärt mir plaudernd was gerade angesagt ist und was nicht – sehr hilfreich! Und bestimmt ein gutes Geschenk für Mädels zwischen 13 und 21.

Wochenrückblick

Oh, diese Woche habe ich mich ein paar Mal selbst erschreckt. Ich war zweimal (zwar nur kurz) so hirnlos unterwegs, dass ich mich hinterher richtig über mich gewundert habe. Einmal war es so, dass ich mich nicht mehr erinnern konnte, wie ich von A nach B gekommen bin und beim anderen Mal bin ich quer durchs Einkaufszentrum gerannt um in einen Laden Backpapier zu kaufen, das es in dem anderen Laden an meinem Ausgangspunkt auch gegeben hätte. Das war irgendwie seltsam, ich schiebe es auf meine Müdigkeit. Thank God, it’s Friday! Denn das bedeutet Wochenende und das wird eine kulinarische Reise nach Skandinavien! Die Seemannskirchen in Hamburg (Finnland, Norwegen und Schweden) machen wieder ihren allseits beliebten Weihnachtsbasar! JUHU!

Gesehen: Mic Macs – uns gehört Paris! (toller Film, seht ihn euch an!)
Getan: gearbeitet, gegessen, geschlafen und mich gewundert, wo die Zeit hinkommt.
Gehört: Kinder, die die Titelmelodie von Bibi Blocksberg gesungen haben :D Den Text konnte ich auch noch :D
Gelesen: angefangen mit Murakami
Geklickt: Collagen von Bill Zindel
Gedacht: Hoffentlich gibt es bald Schnee?!
Geärgert: wieder nicht ins Kino geschafft :(
Gefreut: über meine ausgeklügelte Geburtstagsgeschenksidee für meine Mutter (sie bekommt ein Buch-Abo, wobei ich die Literaturauswahl übernehme und sie nur sagt, in welche Richtung es gehen soll :D)
Gekauft: Trüffel, eine schöne Tasche, Tee und goldenes Washi-Tape. Ja, erraten, ist ein Geschenk für eine Freundin.
Gewünscht: mehr Zeit, mehr Gehirn
Geplant: den Besuch der nordischen Seemannskirchenbasare am Wochenende

Was wirst du am Wochenende tun?

Was schenkt man Minimalisten?

Geht ja stramm auf Weihnachten zu. Und als ich in meinen Statistiken diese Suchphrase gefunde habe, dachte ich mir: „Beantwortest das mal öffentlich!“ Schwieriges Thema, aber ich versuche es mal.

Frage: „Was schenkt man Minimalisten?“
Antwort: Nichts.

Klingt vielleicht ein bisschen ernüchternd, aber es ist so. Bei gut gemeinten Geschenken fange ich erstmal zu schwitzen an. Noch mehr Zeug. Das man sowieso bald wieder aussortieren muss. Wo man wieder überlegen muss, wie man es unterbringt. Wo der Nutzen evtl. noch nicht so ganz klar ist. Und dann der Gegenüber, bei dem man cool bleiben muss, weil er Freude hatte, das Geschenk auszusuchen. (Oder sich abgehetzt hat und dann die Mühe umsonst war)

Also ich bevorzuge KEINE GESCHENKE statt Überraschungsgeschenke oder „Mitbringsel“. Ich weiß, es macht dem anderen Spaß mir etwas zu schenken und ich FREUE mich ja selbst über Geschenke. Aber wenn das Geschenk nicht hundertprozentig zu mir passt oder mir dann doch einfällt, dass ich es nicht gebrauchen kann, bleibt das an mir hängen. Dann muss ich mich drum kümmern, es erstmal unterzubringen oder es wieder loszuwerden.
Gut, ich rede hier leicht herum. Meine richtig guten Freunde wissen gottseidank ziemlich genau, was sie mir schenken können und was nicht und da kommt gottseidank kein Mist dabei raus. Wenn mich jemand zu Weihnachten oder Geburtstag befragt, mache ich es immer so:
1. Ich verweise auf meine online-Wunschliste oder äußere einen konkreten Wunsch
2. Ich sage: es muss praktisch und nützlich sein und am Besten nicht viel Platz wegnehmen
3. „Sich selbst vernichtende“ Geschenke. (sprich: Essbares oder Erlebnisse)

Der einfachste Trick hierbei ist, den Minimalisten (to be – in meinem Fall) mal zu fragen, was er sich eigentlich wünscht. Wenn er/sie sich nichts wünscht, dann muss man auch nichts schenken. Ist doch stressfreier für alle Beteiligten, oder?

Manchmal gibt es aber vielleicht doch die eine oder andere Sache die man brauchen könnte, aber noch nicht dazu gekommen ist, sie zu kaufen. In diesem Falle erfüllt man einfach den geäußerten Wunsch. Puff, alle Beteiligten sind glücklich. Und warum sich nicht mal was Größeres wünschen und daraus ein Sammelgeschenk machen?

Andere Ideen:
Selbstgemachtes: Marmelade, Kuchen, Getränke, Seife, Socken usw.
überhaupt: Ess- und Trinkbares aller Art!
Einladungen ins Kino, Museum, Theater, Kaffee&Kuchen
Gutscheine
– das alles wird übrigens ausführlich in diesem Artikel aus 2010 beschrieben.

Hier wird auch noch diskutiert: Weihnachten unter Reduzierern

Hoffe, das hat geholfen!