Gewohnheiten statt Vorsätze

Das Jahr schreitet mit großen Schritten voran, schon ist wieder Ende Januar. Ein Grund, sich mal hinzusetzen und innezuhalten: Wie viel von meinen Neujahrsvorsätzen ist eigentlich übrig geblieben? Welcher Teil ist im Alltag versunken?

Das Januar-Projekt war eigentlich ganz okay, wobei es in der letzten Woche schon weniger Spaß gemacht hat. Das lag nicht unbedingt an den Themen sondern eher an dem fast schon eintretenden Gewohnheitseffekt. Trotzdem war es eine gute Sache. Die Themenkategorien waren wichtig und richtig gewählt, haben also alles abgedeckt. Das Zeitlimit von einem Tag ließ die Sachen absehbar werden, und das einteilen in „MEHR“, WENIGER“, „NEUES VERSUCHEN“ und „ALTES LOSLASSEN“ brachte frischen Wind in die Sache. Wer seinen grauen Alltag ein bisschen aufpeppen will, sollte sowas mal versuchen.
Ich überlege, sowas immer mal wieder zu machen, vielleicht nur eine Woche oder nur eine Kategorie – dafür einen ganzen Monat lang.

Wie dem auch sei: Dieses Projekt sollte ja eigentlich nur eine Aufwärmübung sein, damit ich in den „Veränderungsmodus“ komme :D

Wie läuft es bei dir?

Dass man seine Vorsätze vielleicht inzwischen wieder fallengelassen hat, liegt vermutlich daran, dass sie zu unkonkret waren oder der Alltag nicht zum Konzept gepasst hat ;D
Wenn „abnehmen“ oder „mit dem Rauchen aufhören“ auf dem Zettel steht, ist das zwar lobenswert, aber es reicht nicht.
Wieviel will man denn abnehmen? Will man sofort mit dem rauchen aufhören oder eher seinen Konsum erst mal runter schrauben?

Wenn man sich diese Schritte überlegt, werden aus Vorsätze gute Gewohnheiten, die zum Ziel führen. Ich mach das schon lange so. Wenn man einmal den Mechanismus geknackt hat, kann man das immer wieder machen :)

Hier einige meiner Tricks, wie man Gewohnheiten etabliert:

1) Ich finde, es ist nich unbedingt nötig, sich nur auf eine Gewohnheit zu beschränken. Auch wenn Leo Babauta das ständig propagiert. Grundsätzlich ist das richtig, aber wenn die einzelnen Gewohnheiten nicht wirklich was miteinander zu tun haben oder so winzige Schritte beeinhalten, kann man sie auch problemlos miteinander einüben (z.B. „weniger Rauchen“ und „mehr Wasser trinken“ = bei jedem Gedanken an eine Zigarette einen Schluck Wasser trinken) und verbinden. Lorie Morraro hat dazu ein gutes Video (auf Englisch).

2) Das eigentliche Ziel oder die neue Gewohnheit erst mal schriftlich festhalten und davon ausgehend schriftlich weiterdenken: Was sind die einzelnen kleinen Schrittchen, die mich zum Ziel führen? Wie kann ich sie im Alltag umsetzen?

3) Wenn auf dem Zettel „Fit werden“ steht, sollten darunter einige Aktionen stehen: Treppe statt Aufzug, viel zu Fuß oder mit dem Rad erledigen, einen Sportkurs besuchen, mit dem Laufen anfangen. Gleich danach trägt man sich einen Termin im Kalender ein, an dem es passt. Ich ziehe meine Gewohnheitsveränderungen oftmals am (verlängerten) Wochenende durch, dann hat man sich schon mal für den Arbeitsalltag aufgewärmt und es fällt nicht mehr ganz so schwer.

4) Sich trotzdem permanent daran erinnern, dass man es auch wirklich macht. Gerade bei so Mini-Aktionen hilft der berühmte Post-it am Spiegel oder eine Handyklingeton-Erinnerung.

5) Versuche, das ganze mindestens 4 Wochen durchzuziehen. Am Allerwichtigsten dabei: Keine Ausnahmen erlauben. Wenn man 4 Wochen lang stark bleibt, ist das schon die halbe Miete. Man kommt sich vor wie ein Superheld, kann dann anfangen, den anderen davon zu erzählen, wird bewundert, man fühlt sich spitze und sofort wieder Motivation weiterzumachen.

6) Störquellen analysieren und sich überlegen, wie man sie vermeiden kann.

Mal ein Beispiel: Ich will wieder fitter werden. In den letzten Monaten war ich oft krank, mit dem Laufen haut es auch so gar nicht mehr hin und ich brauche mehr Muskeln, weil ich nicht wie ein kaputter Sandsack herumlaufen will. Außerdem will ich hier mitmachen, auch wenn mir die rosafarbene Aufmachung überhaupt nicht gefällt…
Das ist mein Ziel für dieses Jahr (oder eben Vorsatz, wenn man dieses doofe Wort benutzen will)
Was kann ich tun, um das zu erreichen? Und: Wie krieg ich meinen Schweinehund dazu, mich dabei zu unterstützen, obwohl er das Vorhaben vielleicht sabotieren will?

– auf meine Ernährung achten, mäßig essen (kein Völlegefühl = leicht wie eine Feder :D)
– viel Wasser trinken
– einmal in der Woche in den Sportverein gehen und da was für den Rücken tun
– wieder klein anfangen mit dem Laufen (Laufplan liegt schon bereit!, ich fang mal bei 10 Min. an :D)
– 10 Min. Stretching oder Gymnastik, und zwar morgens. Abends habe ich zu viele Ausreden parat, morgens ist mein Gehirn so müde, dass es das gar nicht merkt, wenn ich Sport mache :D

Ich werde damit gleich morgen starten, weil mir sowas im Urlaub immer leichter fällt. Mal sehen wie das wird.

Wie läufts bei dir?

Gelesen – in den vergangen Wochen – Roundup

So, weil ich nicht hinterher komme, gibts mal wieder ein Round-up mit dem Lesestoff der letzten Wochen, die ich nicht unterschlagen will.

1) „Ein gewisses Lächeln“ von Francoise Sagan
Nach „Bonjour Tristesse“ wusste ich: Ich muss mehr von Sagan lesen. Das habe ich dann ganz spontan auch getan. „Ein gewisses Lächeln“ ist mit seinen 126 Seiten eine perfekte Lektüre für zwischendurch.
Die gelangweilte Studentin Dominique lebt in den Tag hinein. Statt zu studieren, hängt sie lieber mit ihrem Kommolitonen/Bettgeschichte Bertrand in Cafès, Bars und im Kino ab. Eines Tages lernt sie Bertrands verheirateten Onkel Luc kennen und findet Gefallen an ihm. Da Luc einem Abenteuer nicht abgeneigt ist, lädt er Dominique für 2 Wochen nach Cannes ein, wo sie in einem Hotel eine wunderschöne Zeit miteinander verbringen. Die zynische Dominique erkennt in dieser Zeit, dass sie sich in Luc verliebt hat, verdrängt ihre Gefühle aber, weil sie weiß, dass sie für Luc nur ein Abenteuer ist.
Wieder in Paris wartet sie auf Treffen, Anrufe und schwankt zwischen Hoffung und Verzweiflung. Als Luc wieder zu seiner Frau zurückkehrt, stellt sie fest, dass auch sie nicht gegen Liebeskummer gefeit ist.
Fazit: sehr lesenswert. Habe noch nie einen Roman gelesen, der das Gefühl des Liebeskummers so toll beschrieben hat. Da die Handlung aus der Sicht einer Frau beschrieben wird, ist es vermutlich auch eher eine Geschichte für Frauen. Für Fans von Silvia Plath, Virginia Woolf und Sartre.

2) Das Geheimnis des Loslassens von Master Han Shan
Der Titel klang interessant, der Nebentitel „Der Schlüssel zu wahrem Glück und innerem Wohlbefinden“ eher reisserisch – gelesen habe ich es trotzdem – und nach der Hälfte abgebrochen.
Klar, auf dem Markt gibts viele Ratgeber zum Thema entrümpeln und das Loslassen von Gegenständen lernt man auch irgendwann. Aber was ist mit der Seele und mit dem Verstand? Wie kann man „mental loslassen“? Zu diesem Thema gibt es nicht viel und ich war froh ein Buch entdeckt zu haben, in dem das „Geheimnis“ des Loslassens erklärt wird. Nur wurde ich ziemlich enttäuscht. Wenn man der Verlagsbeschreibung glauben schenkt, handelt es sich um einen Ratgeber. Ich habe auch Übungen erwartet, ein paar Zusammenfassungen – kurz: ein Arbeitsbuch. Leider bin ich keinen Schritt weitergekommen.
Und was ist das Buch nun? Eine Lebensbeschreibung und Essaysammlung. Master Han Shan hat jahrelang als Bettelmönch in Thailand gelebt, legte nach Jahren die Kutte wieder ab, gründete ein Retreat und hält nun Vorträge und Seminare. Im Buch berichtet er von seinen Erfahrungen und Schwierigkeiten als Mönch und streut zwischen seinen Gedankengängen ein paar Weisheiten ein.
Fazit: die 208 Seiten haben sich ewig hingezogen, ich glaube ich habe nicht mal 100 Seiten geschafft. Es ist zwar irgendwie schon unterhaltsam, aber geht meiner Meinung nach völlig am Thema vorbei. Das Geheimnis des Loslassen besteht nämlich nur darin, achtsam zu sein. Die vorgeschlagene Übung dazu: Meditation. *gähn*
Für mich war das Buch reine Zeitverschwendung und ich war irgendwann dann auch ein bisschen genervt, dass man permanent die gleichen Infos aus seinem Leben erfahren hat.
Allerdings könnte das Buch etwas für Meditationsanfänger sein, die noch Schwierigkeiten haben oder einfach etwas über andere Meditationserfahrungen lesen wollen.

3) Greg’s Tagebuch (1-6) von Jeff Kinney
Vermutlich haben sich einige von euch gefragt, warum ich nun Comic-Romane lese – die Antwort: weil die Kinder voll drauf abfahren und ich mal wissen wollte, warum. Ich hab die ersten drei Seiten des ersten Buches gelesen und mich so schlapp gelacht, dass ich richtig süchtig geworden bin.
Greg Heffley ist ein richtiger Loser. Von seinen beiden Brüdern gemobbt (Greg ist das Mittelkind), in der Schule gehänselt, stolpert er von einer peinlichen Situation in die nächste. Was ihn aber nicht davon abhält, furchtbar selbstsüchtig und ichbezogen zu sein. Wenigstens glaubt einer, dass er mal reich und berühmt wird :D Und dann ist da auch noch der Käsefluch…

Übrigens: Die ersten beiden Bücher sind bereits verfilmt worden, beide durchaus sehenswerte Familienfilme.

Fazit: absolut lesenswert, wenn man mal was Leichtes für zwischendurch braucht. Die Comics sind sooo genial! Und ich musste sehr viel lachen, weil man die Geschichten zum Teil auch von sich selbst kennt :D Auch bestens geeignet, Jungs im Alter von 9-12 zum Lesen zu verführen, auch wenn das die Deutschlehrer entsetzt. („Ist ja gar kein richtiges Buch!!!“)

4)“Jane Eyre“ von Charlotte Bronte
Jaja, bei Klassikern der Weltliteratur braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Ich habe von den Bronte-Schwestern noch nicht viel gelesen, mir sind die Geschichten irgendwie immer viel zu düster und deshalb auch in manchen Teilen langweilig. Aber durch die neue Verfilmung von Jane Eyre habe ich mir gedacht – warum nicht auch die Vorlage dazu kennen?
Die verarmte Jane Eyre wächst bei der Familie ihres verstorbenen Onkels auf. Dort, schlecht behandelt, wird sie in ein Mädcheninternat gesteckt. Als sie ihre Ausbildung vollendet, ist sie eine junge, zurückhaltende und kluge Frau, die sich als Gouvernante auf Thornfield Hall bewirbt. Dort verliebt sie sich in den jähzornigen Hausherrn Edward Rochester. Doch ist die Liebe nur von kurzer Dauer, denn auf Thornfield Hall gehen seltsame Dinge vor sich…
Fazit: lesenswert, weil Klassiker. Jane Eyre ist ein wirklich interessanter, starker Charakter, den man in der Literaturwelt selten erlebt. Schade, dass ich es nicht schon damals gelesen habe, hätte mir meine Pubertät bestimmt ein bisschen erleichter :D. Ich war aber froh, schon einige Verfilmungen gekannt zu haben, das hat die Lektüre etwas aufgelockert, weil man Bilder schon im Kopf hatte. Hat sich leider schon ein bisschen gezogen…

So. Puh.

Was hast du die letzten Wochen gelesen? War da ein Highlight dabei?

Wochenrückblick

Endlich in Hamburg: Schnee, der liegen bleibt und alles ganz leise macht!!!!!!!!
Schnee, Ringsgwandl und die Aussicht auf Urlaub stimmen mich heute sehr glücklich!

Gesehen: „Ganz nah bei dir“ (ein putziger Film)
Getan: ein bisschen mit dem Bamboo gespielt, Ringsgwandl live erlebt (der Hammer! diese Dialektattacke sollte man erlebt haben), mich mit einer Freundin in der Mittagspause getroffen
Gehört: die Stille des Schnees
Gelesen: „Gegen die Welt“ von Jan Brandt
Geklickt: Stifttablet Tutorial
Gedacht:
Geärgert: …über eine Frau die so ungeduldig, so hektisch und sooooo nervig ist…und das alles wegen ihrem HUND!!!
Gefreut: URLAUB!!!!
Gekauft: eine Fitness-DVD und ein Billet
Gewünscht: mehr Schnee, immernoch. Eisige Kälte, rote Wangen, Chai Latte wenn man aus der Kälte kommt.
Geplant: Reihenfolge des Lesestoffs

ein schönes Wochenende!!!!

Tag 12 – Familie

Tag 12 bedeutet: der letzte Tag des Experiments, ab nächsten Montag geht es hier wieder normal zu.

Tag 12 ist der Familie gewidmet und weil ich so weit weg bin, werde ich heute mal alle anrufen und ihnen hyperkommunikativ von meinem Leben auf der Überholspur berichten. :D Hahaha…vermutlich schlafen alle am Telefon ein.
Aber mal wieder ein Telefonat mit meinen Omis ist unbedingt nötig. Wenn man mit Omas redet, kommt man wieder runter.

Ist zwar heute nichts hochtrabendes, aber ich sollte das öfter machen. Deshalb ist heute der Anfang eines monatlichen „MEHR DAVON“.

Ruf doch heute auch mal deine Omi an, die freut sich bestimmt tierisch! :D

Tag 11 – Selbstmanagement

Wer nur Fragezeichen um den Kopf hat, bitte hier klicken.

Meine ursprüngliche Idee dazu war aus der Abteilung „MEHR“, aber ganz spontan denke ich: warum nicht weniger?

Im Vergleich zu anderen mag ich überorganisisert erscheinen, was ich aber gar nicht bin. Auch ich komme mal nicht pünktlich, vergesse etwas oder suche stundenlang nach irgendeinem Ding. Kommt zwar nicht oft vor, aber es kommt vor.
Und wenn es vorkommt, nervt es mich so unendlich, macht mir einen Wirrkopf, dass ich mich gestresst fühle. Also organisiere ich mich ein bisschen und genieße meine Faulenzerei.
(Denn Bequemlichkeit ist der einzige Grund, warum ich nach einer optimalen Organisation strebe)

Dass ich in den Augen anderer dabei manchmal übertreibe, erscheint logisch. Mir fällt sowas ja nicht mehr auf, deshalb habe ich ursprünglich auf meinem Zettel ein „MEHR“ stehen gehabt.
Jetzt habe ich aber entschieden, es soll weniger werden oder ganz aufhören:

– Weniger bis gar keine To-Do Listen mehr schreiben (klappt schon recht gut, Zen to Done sei Dank)
– Kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich zu spät komme (völlig unnötig, denn wenn ich mal zu spät bin, bin ich meistens trotzdem die erste… LOL…) oder mal doch einen Geburtstag vergesse (puh, obwohl ich finde, dass das unverzeihlich ist)
– Auch mal Aufgaben im Haushalt delegieren oder einfach mal nix machen
– Mal das Wochenende herumfaulenzen ohne irgendwas abhaken zu müssen

Und bei dir? solltest du weniger oder mehr organisiert sein? :D

Tag 10 – Beziehung(en)

Puh, Finanzen – ein nerviges Thema. Aber irgendwie ging es dann doch. Werde mich aber wohl am Wochenende nochmal damit beschäftigen müssen…Als Budget hab ich monatlich jetzt mal 25 Euro veranschlagt. Mal sehen wie das ab Februar wird.

Das heutige Thema liegt mir da viel mehr! Beziehung(en) – zum Partner, zu den Arbeitskollegen, zu Freunden.
Manche Beziehungen flutschen so leicht dahin, dass man dazu neigt, alles für selbstverständlich zu halten.
Bei manchen könnte man ein bisschen frischen Wind reinbringen, bei anderen Beziehungen mal seine Vorurteile abbauen und neue Erkenntnisse gewinnen.
Ich bin und war immer vorsichtig mit der Aussage „ich kenne ihn/sie so gut wie mich selbst“ – denn ich glaube, das stimmt nicht (Außer man beherrscht die Kunst des Gedankenlesens). Ich glaube, man kann jemanden SEHR GUT kennen, aber vieles nicht genau wissen. Deshalb ruhe ich mich nie auf irgendwelchen Aussagen oder ersten Eindrücken aus.
Und dann ist es so herrlich, wenn man etwas mit Leuten macht, die man mag und mit denen einfach alles gut ist und man abends vor Lachen Muskelkater im Bauch hat.

Deshalb möchte ich heute in diesem Bereich MEHR machen.

– Heute ein kleines Date mit Herrn DingDong, und das dann zu einer kleinen, neuen Tradition ausweiten. (Obwohl wir diesen Monat die Messlatte ganz schön hoch gelegt haben mit Klassikkonzert, Rock the Ballet und Torte futtern…:D)

– meine Freunde zu einem Kaffeekränzchen einladen (praktischerweise auch ein herrlicher Grund sich mit Kuchen vollzustopfen :D) und ein paar E-mails schreiben/beantworten

– meine Arbeitskollegen besser kennenlernen und mal mehr nachfragen und mir die Handy-Nummern abspeichern, damit ich ihnen zum Geburtstag gratulieren kann, wenn ich nicht da bin oder Wochenende ist.

…und dann ist ja auch bald wieder Valentinstag *hyperventilier*

Wie verbesserst du deine Beziehungen?

Tag 9 – Geld und Finanzen

Bah, Tag 9 langweilt mich jetzt schon fürchterlich, aber ein Grund, warum ich mich einen ganzen Tag lang mit diesem Thema befasse, ist die Notwendigkeit das mal zu tun. Ich schiebe das nämlich immer weit, ganz weit von mir. Es ging bisher immer nur um Geld haben oder nicht haben. Und nun habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein regelmäßiges Einkommen. Durch Minimalismus gebe ich so wenig davon aus, das mir pro Monat recht viel übrig bleibt. Damit lässt sich was Sinnvolles anstellen, nur was?

Damit will ich mich heute mal befassen. Ich werde auch in die Bücherei gehen und mir mal dieses Buch bestellen/ausleihen, damit ich mich mal richtig erwachsen fühle :D (naja, und weil ich davon überhaupt gar keine Ahnung habe…)

Und damit das Ganze auch was Praktisches kommt, werde ich heute auch was neues machen!
Für meine „to go“ – Ausgaben (hier mal Kakao trinken, da mal ein Mandelhörnchen usw.) werde ich mir ein monatliches Budget setzen. Wenn das Budget aufgebraucht ist, hab ich halt dann Pech gehabt. Das ist nämlich der einzige Bereich, wo ich wirklich viel Geld ausgebe, weil ich einfach morgens zu faul/zu müde bin, um mir Brötchen einzupacken. Oder wenn ich mir was einpacke, ist es zu wenig. Ich krieg das nicht hin und das Buget soll mich dazu animieren, das mal anders zu machen. Mal sehen, wie das wird :D Wenn es in einem hübschen Geldbeutel ist, dann wirkt es vielleicht diesmal ;D

Falls du mitmachst: Was machst du heute?
Hast du ein Budget? Wenn ja, für was?
Führst du Haushaltsbuch? Ich kenne außer mir niemanden, der ein Haushaltsbuch führt, deshalb habe ich manchmal das Gefühl, dass ich der totale Freak bin…:/

Wochenrückblick

Diese Woche war schon erfolgreicher, was mein Projekt anging. Das Einzige, was mich ein bisschen enttäuscht hat, war die Tatsache, dass mein Mikroskop mit meinem Mac nicht läuft. Da muss ich noch nach einer Lösung suchen. Aber hier trotzdem schon mal ein Bild. Highlight war natürlich „Rock the Ballet“. Da konnten wir zu einem Spottpreis von 15 Euro pro Karte hin und haben es richtig genossen! Die Jungs haben es wirklich drauf und ich habe beschlossen, dass ich auch solche Beine brauche, wie die Tänzerin in ihrem Glitzerkleidchen. Das motiviert :D

Gesehen: Gregs Tagebuch 2 (total witzig!!!) und „Rock the Ballet“ (geht da hin, wenn ihr könnt!)
Getan: ein bisschen Fitnessgymnastik, auf meine Haltung geachtet, viel zu viel Süßigkeiten gegessen, doch noch mehr Bastelzeug aussortiert, einen Gutschein gebastelt
Gehört: From The Mouth of The Sun – Like Shadows In An Empty Cathedral
Gelesen: „Weniger kann mehr“ von Uflias Meyer, Greg’s Tagebuch 4,5 und 6 (jetzt hab ich alle durch, sie sind klasse!)
Geklickt: Einhornkacka
Gedacht: Es wäre toll, wenn sich Knoblauchfahnen leichter lösen würden…
Geärgert: über Firmen, die meine Inbox überfluten. Ich will nichts über euch schreiben, verlinken will ich euch auch nicht und eure Geschenke finde ich doof!
Gefreut: Babyfotos von einen neuen Erdenbürger. (Also ich glaube nicht, dass Deutschland ausstirbt)
Gekauft: Mottenschutz, Briefmarken und Parfüm (hahahaha, klingt nach dem Einkaufszettel einer 80jährigen :D)
Gewünscht: eine Schneewehe, die alles dicht macht.
Geplant: meinen Urlaub!!!!! Wohooo bald ist es soweit!

Wie war deine Woche? Was machst du am Wochenende?

Tag 8 – Glück/Zufriedenheit

Hier nochmal die Spielregeln.

Oh man, mir das fluchen abzugewöhnen fällt mir ziemlich schwer…aber dafür hat die Spiegel-sache geklappt. Nur was ich da gesehen habe…puh. Nach 0 Stunden Schlaf sollte man sich lieber nicht angucken ;D

Heute ist die Abteilung Glück dran.
Bin ich glücklich und zufrieden? Ich würde sagen: Ja, sehr. Danke der Nachfrage.

Trotzdem gibt es manchmal ein paar Tiefdruckgebiete, wo man sich selbst ein bisschen pflegen muss. Für heute habe ich mir deshalb ausgedacht, dass ich mir mal überlege, wie ich mich in solchen Zeiten ein bisschen pampern kann.
(Denn das vernachlässige ich oft, wenns soweit ist…)

Hier meine Liste:

  • Abwarten und Tee trinken
  • „Stolz und Vorurteil“ gucken
  • „Singing in the Rain“ gucken
  • irgendwas von Murakami lesen
  • ein neues Backrezept ausprobieren
  • etwas entrümpeln und/oder putzen (das hilft wirklich gut :D)
  • spazieren gehen
  • laufen
  • Tagebuch schreiben
  • eine Ausstellung besuchen

Was hast du auf deiner Liste? ;)

P.S.: Heute mache ich mich selbst seeehr glücklich weil ich da hin gehe. Bin schon seeehr gespannt :D

Tag 7 – Persönliche Darstellung

Tja, das Ausmisten gestern war so „naja“.
Vielleicht noch mal zur Erklärung (hab ich auch schon in den Kommentaren zu gestern geschrieben): Mit „Bastelzeug“ meine ich eigentlich „Müll, den ich auf der Straße gefunden habe. Oder altes Spielzeug, dass ich Kindern abgejuckst habe. Ich brauchte das Zeug mal für Assemblagen, aber das ist immer weniger geworden im Laufe der Zeit…
Deshalb liegt es nur herum und gammelt vor sich hin. Und da es nur Müll ist und mich auch nicht stören würde, wenn es bei einem Brand kaputt gehen würde, dachte ich daran es wegzuwerfen.

Soweit die Theorie. Ich habe kaum was davon weggeworfen. Weil ich dann doch wieder so viele Ideen hatte.
Also habe ich mir selbst ein Ultimatum gesetzt: Deckel der Kiste beschriftet mit 31.12.2012 – und wenn ich es bis dahin nicht geschafft habe, diese Kiste nochmal zu öffnen und etwas daraus zu benutzen, dann schmeiss ich das Ding einfach so in den Müll. Jawohl!!!

Aber nun zu heute – hier noch mal die Spielregeln.

„Persönliche Darstellung“ – klingt ein bisschen blöde, nicht wahr? Mir ist aber nichts Besseres eingefallen. Es geht um den persönlichen Auftritt, Charisma und Ausdrucksfähigkeit, ein gewinnendes Lächeln, ein gepflegtes Äußeres – solche Sachen eben.

Aber ich will und MUSS kleiner anfangen. Deshalb heute ganz einfache Dinge aus der Kategorie „mehr“:

– mehr auf meine Haltung achten
– mehr in den Spiegel schauen

…und aus der Kategorie „weniger“:
– weniger herumfluchen. Das wird schwierig. Ich fluche wie ein Bauarbeiter und wenn ich erstmal sauer werde, puh. Ist nur leider gar nicht schick.
Deshalb versuche ich mich von nun an etwas zusammenzureissen.

Lieber Rücken, tut mir leid, dass du durch mich immer so krumm sein musst. Das soll sich ab heute ändern. Ich werde mir ein kleines Symbol auf die Hand malen oder stempeln und immer wenn ich da drauf gucke, korrigiere ich meine Haltung. Heute gehe ich auch zur Gymnastik, versprochen!

Und das mit dem Spiegel ist eine komische Geschichte. (Gleich wirst du denken: „Maaaan, die Frau hat vielleicht Probleme!!!“ *augenverdreh*) :D
Eigentlich ist es ja eher ungewöhnlich dass jemand MEHR in den Spiegel gucken will, weil Eitelkeit ja nichts Feines ist, aber bei mir ist das anders. Seit dem Mai-Experiment benutze ich so gut wie gar keine Pflegeprodukte und Make-up mehr, weswegen auch die Zeit vorm Spiegel deutlich abgenommen hat. Das geht soweit, dass ich abends von der Arbeit heimkomme und ich erst bei uns im Flur feststelle, dass ich mich den ganzen Tag über kein einziges mal angeguckt habe. Das führt mitunter zu peinlichen Situationen, vor allem wenn man Nudeln mit Pesto zu Mittag hatte…

Also versuche ich heute mich daran zu erinnern, öfter in den Spiegel zu schauen. Morgens, mittags, abends. Vielleicht auch mal in einem Schaufenster.

Falls du mitmachst: Was wirst du heute machen?
Was würdest du machen wollen?