Hallo 2012!!

Ein frohes neues Jahr euch allen! Seid ihr gut rübergerutscht?
Ich stelle mir an Silvester immer eine magische, unsichtbare Schwelle vor, die man mit einem Schritt überquert und puff! – ist man im neuen Jahr :D Mein Silvester war klein, aber fein.

Und wieder die berühmte Frage von allen Seiten: „Was sind deine Vorsätze?“ – Vorsätze sind doof, ich habe auch dieses Jahr wieder ein Motto, das da lautet:

„Sich mit der Welt verbinden“

Und damit meine ich nicht, dass ich das ganze Jahr über Tag und Nacht im Internet abhänge. Es geht viel mehr darum, sich Wissen anzueignen, damit man Orientierung in dieser Welt, auf diesem Planeten gewinnt.
Ich möchte mich wieder verstärkt mit Astronomie beschäftigen, ich will wissen, warum wir Geschichte schreiben und wie die ganzen Bäume, Kräuter und Blumen auf der Sommerwiese heißen. Ich will versuchen, den unsichtbaren Fäden des Weltgeschehens nachzuspüren, damit ich mich später darin auflösen kann.

Damit das nicht zu abstrakt bleibt, habe ich folgende Hilfsmittel:
– ein USB-Mikroskop
– ein Teleksop
– Bücher und DVDs aus der Bücherei mit Dokumentationen zu bestimmten Themen und Allgemeinwissen
– ein Stethoskop
– Bestimmbücher
– eine Kamera
– ein Notizbuch

Liest sich bestimmt wahnsinnig exzentrisch, aber ich glaube, dass das Spaß machen wird. Und wie immer ist das Tolle an einem Jahresmotto, dass alles dazu zählt, was dazu passt. Also Ausflüge in die Natur, Planeten und Galaxien betrachten, Blut und Schimmel sammeln und angucken, tote Tiere knipsen, die Ritzen im Asphalt zählen, Müll aufsammeln, Experimente durchführen, Schwimmen, zündeln, ausser Atem kommen und vom Baum springen (und vorher anhören wie er wächst). Und Meditation passt auch dazu.

Natürlich habe ich auch normale „Ziele“:
Allgemeinbildung auffrischen
an einem 5km Wettkampf teilnehmen
Nähen und Stricken lernen
… und ein Kochbuch komplett alleine durchkochen

Diese „No Goal“ – Sache von Babauta und Co. verstehe ich übrigens überhaupt nicht, eigentlich verwirrt sie mich eher.

„And in practice, this is a wonderful thing: you wake up and do what you’re passionate about. For me, that’s usually blogging, but it can be writing a novel or an ebook or my next book or creating a course to help others or connecting with incredible people or spending time with my wife or playing with my kids. There’s no limit, because I’m free.

In the end, I usually end up achieving more than if I had goals, because I’m always doing something I’m excited about. But whether I achieve or not isn’t the point at all: all that matters is that I’m doing what I love, always.“

Ich checks nicht. Ich habe mir „Ziele“ ausgesucht WEIL ich Spaß dran habe, mich selbst herauszufordern und das alles zu erforschen. Ich wache morgens auf und denke „Hurra, mit was fang ich heute an“ – Sind diese Ziele nun Ziele oder nicht?!

Naja, ist ja erstmal egal. Da der funkelnagelneue Januar wegen seiner „Frische“ einlädt, habe ich mir ausgedacht, dass auch ich im Januar ganz frisch ins Jahr starten werde. Ich werde ein Mini-Happiness-Projekt beginnen: 12 Tage – 12 Lebensbereiche.

11 Gedanken zu “Hallo 2012!!

  1. Huhu Frau Dingdong!

    Tolles Blog hast du hier, ich schaue seit kurzem hier immer mal wieder rein und lese begeistert und inspiriert mit. Minimalismus und Büchereiabhängigkeit gehören auch zu meinen Lastern. ;)

    Seine Forscherperspektive auf die Welt zu richten find ich nen sehr schönes Vorhaben, ist ja auch was, das sich durch den gesamten Alltag ziehen kann und einem unglaublich viel Stoff zum Entdecken gibt, von A nach B nach C und dann über Umwege noch ganz woanders hin.

    Vielleicht meinen die „No Goal“ Verteter eigentlich auch das Gleiche, was du jetzt vorhast, also nem Motto zu folgen statt Vorsätzen? Sich nicht unter Druck zu setzen mit äußeren Zielen (was schaffen müssen, Leistungsgesellschaftsziele, Selbstverbesserungspläne), sondern die Möglichkeit haben (bzw. sich selbige schaffen), frei zu wählen, um die Sachen zu tun, die man gerne tut. Vielleicht meint es auch einfach, sich überraschen zu lassen oder die Dinge laufen zu lassen, weil, wie eine Kalenderspruchweisheit sagt, die Reise ja schon das Ziel darstellt. ;)

    Viele Grüße,
    Liv

  2. Jaja! Die diesjährige To-Do-List enthält Dinge, die ich letztes Jahr schon machen wollte. Leider :( Aber ich hoffe trotzdem zumindest einiges beginnen zu können. Die Kunstprojekte sind schließlich alle auf längere Zeit als ein Jahr angelegt. Und manche Dinge lassen sich an einem Nachmittag in Angriff nehmen oder sind schon fest eingeplant.

  3. ein frohes neues jahr, frau dingdong!

    ich find deinen vorsatz richtig richtig toll!

    oh, und ich hab meinen vorsatz für 2012 doch schon im dezember erledigt: nämlich auch stricken zu lernen. mithilfe von http://www.nadelspiel.com ist das recht flott gegangen (hätte ich nur schon früher gewusst, wie einfach stricken ist!) und nach zwei tagen hab ich gleich begonnen, einen pulli zu stricken :D (mit wolle nadelstärke 12, weil ich bin ja nicht wahnsinnig! ich bin ein zwergi und trage größe 34/36 und somit war der pulli in den weihnachtsferien noch fertig :) )

    ich freu mich schon auf viele neue postings von dir, und vor allem auch fotos von deinen ersten stricksachen!

    1. Frohes neues!!!!

      Mensch, das ist ja ein toller Linktipp, da muss ich mich mal umsehen. Also eigentlich kann ich ja noch stricken, seltsamerweise habe ich innerhalb von 5 Minuten alles was ich damals in der 4. Klasse gelernt habe wieder reaktiveren können. Nur haperts an der Umsetzung. Meine Maschen werden viel zu eng, dann mal wieder viel zu locker, sieht ganz ulkig aus, aber eine Socke oder ein Schal kann daraus wohl nie werden.
      Ich habe auch mal diese EASY STYLE (+DVD) mit Magdalena Neuner *gg* geguckt, da stricken sie auch mit Stärke 12 und sehr dickem Garn. Vielleicht ist das für die Anfänger wirklich einfacher…

  4. Moin Frau DingDong,

    ich hatte mich kurz gewundert, was das Stethoskop auf der Liste macht, aber als der Baum dran kam war natürlich alles klar ;-) Ich freue mich schon besonders auf die Berichte in Sachen Sommerblumenwiese. Das nehm ich mir immer mal wieder vor und vergesse es prompt. Bin gespannt!

    Zum Babauta: ich glaub der kleine aber feine Unterschied liegt darin, dass du eine Liste hast mit Dingen, die dir Spaß machen, und er nicht. Du hast eine Menge Ziele, die du über das Jahr erreichen willst. Er hat offenbar eher sowas wie Tagesziele. Und wenn man sich jeden Tag nur eine Aufgabe vornimmt, fällt es vielen Leuten sicher leichter, die zu erfüllen. Parallel kann man sich nicht von einer Zielliste erschlagen fühlen, à la: „Oh Gott, das habe ich alles noch *dieses* Jahr vor?“ Wie ich das sehe habt ihr beide Ziele, nur anders verteilt.

    1. Hi Kim,
      hast du denn schon mal einen Baum wachsen hören? Ich bin schon so gespannt…und ja…Sommerwiese…da müsste erstmal der Sommer kommen :D
      Aber ich werde berichten!

      Das, was du zu Babauta geschrieben hast, habe ich mir auch schon mal gedacht. Zu dumm nur, dass es ein und dasselbe Wort dafür ist: Ziele. Klingt so doof.
      Vielleicht geht es nur um den kleinen feinen Unterschied: Ziele, sind keine Ziele, wenn man den Weg zum Ziel ganz bewusst wahrnimmt. Denn dann wird der Weg dahin wertvoller als das Ziel ansich. Es ist ja schön dass ich es z.B. geschafft habe 30 Minuten am Stück zu laufen, aber der Lernprozess dahin, nämlich der Anfang mit 1 Minute Laufen war die wichtigste Erkenntnis. (gelernt: Klein anfangen ist oftmals der einzige Weg)

      Naja..blabla, ich hör lieber auf hier herumzuphilosophieren, bin ja noch nicht mal richtig wach :D

      Danke für deinen Kommentar!

  5. hi cloudy!

    ich habe mir für 2012 nur eine einzige sache vorgenommen: mehr schlafen.

    das bleibt natürlich nicht die einzige sache, nur ist das nicht so abstrakt wie der „rest“.

    für dieses jahr werde ich für mich persönlich und auch „intellektuell“ dem begriff „wandel/ change“ auf den grund gehen…

    viel erfolg bei deinen experimenten – und die fotos von den tieren interessieren mich sehr, da ich immer dachte, ich sei mit dieser neigung alleine…

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