Tag 6 – Heim und Herd

Hier nochmal die Spielregeln.

Tag 6 wird für mich ziemlich unbequem.

Denn diesmal will ich Altes loslassen – und zwar Bastelzeug *iiiiiiiiek*
Das muss endlich mal entrümpelt werden, denn das geht so nicht weiter…
Alles andere kann ich ganz einfach weggeben, in den Müll werfen usw. aber bei Bastelzeug komme ich immer ins Schwitzen. Also vorher schon. Und wenn dann erstmal buntes Chaos vor mir liegt, sprudelt es wieder so an Kreativität, dass ich dann wirklich anfange zu basteln. Oder ich starre die verschiedenen Papiere und Objekte solange an, bis mir was einfällt.
Und nach drei Tagen räume ich das Chaos wieder weg und da wartet es dann auf den nächsten Versuch entrümpelt zu werden.
Hat bisher noch nie geklappt. Den letzten Chaoshaufen hat sogar Herr Dingdong weggeräumt, weil ich das 3 Jahre lang versucht habe.
Minimalismus hin oder her, das Bastelmaterial ist mein wunder Punkt.
Eigentlich merkwürdig, denn wenn meine Wohnung abbrennen würde, wäre es mir auch egal.

Mal sehen wie das heute wird.

Falls du mitmachst: Was hast du dir heute vorgenommen?

Bei welchen Sachen hast du Schwierigkeiten zu entrümpeln? Ich höre ganz oft den Satz: „Entrümpeln und Ausmisten fällt mir sehr leicht, nur bei Büchern ist das so eine Sache…“ – ist das bei dir auch so?
Ich kann Bücher ohne mit der Wimper zu zucken in die Papiertonne werfen, aber Bastelmaterial…hmm…

11 Gedanken zu “Tag 6 – Heim und Herd

  1. Bücher aussortieren ist ganz leicht. Aber ich will sie nicht wegwerfen. Daher verschenke ich sie lieber oder stifte sie der Bücherei.
    Bastelmaterial habe ich auch aussortiert, aber nicht ganz so viel wie ich vor hatte. Mein Problem ist eher die Zeit alles zu verbasteln. Die Ideen sind ja da. Auch mein Wolllager wird nicht kleiner, sondern eher größer. Da hab ich grad heute Morgen noch drüber gebloggt.
    Aber das sind zwei Bereiche in denen ich mir ein wenig Überfluss erlaube, denn es wird ja nach und nach verbastet um mir und auch anderen eine Freude zu machen. Deshalb seh ich das jetzt nicht so dramatisch. An Hobbies die Freude machen wird bei mir nicht rumminimalisiert. Das sind ja eben die Dinge für die ich mehr Raum und Zeit haben möchte. Und den schaffe ich mir durch Minimalismus in anderen Bereichen.

    LG
    Ferun

    1. Gut, vielleicht hätte ich mich beim Bastelzeug etwas genauer ausdrücken sollen :D Das meiste davon ist nämlich purer Müll, von der Straße gesammelt. Und wenn ich „basteln“ sage, meine ich „Kunst. :D
      Das Zeug hab ich früher für viele Assemblagen gebraucht, aber das ist immer weniger geworden…deshalb liegt es einfach nur herum…

  2. Na ja das ist :

    a) Papierkram, den sortiere ich noch zu wenig aus – das ist für mich ein furchtbar trockenes Thema ( ich wäre in einem Büro sehr schlecht aufgehoben ;-) )

    b) schöne Dinge z.B. in der Küche die ich aber wenig bis gar nicht nutze

    Ich nehme mir heute vor damit zu beginnen und hoffe auf Erfolg (ist leider nicht mein erster Versuch).

    Wenn´s wenigstens teilweise geklappt hat werde ich davon kurz berichten ;-).

    Bin gespannt ;-)

  3. Aussortieren. Furchtbar und furchtbar einfach.
    Das Schlimmste liegt hinter mir: Viele, viele Bücher mussten weg. Ich dachte schon Tage vorher dran und kam auch ins Schwitzen ;-) bevor ich auch nur ein Buch angerührt hatte.
    Die waren mir irgendwie ‚heilig‘. Aber es ging. Buch für Buch.
    Ich hoffe, Du gönnst Dir hier und dort einen Kompromiss.

    Du schreibst doch, wie es ausging?
    Grüßle
    Toffel

  4. Danke Dir!

    Das war eine super Motivation!
    Aus der Küche wurden nur 3 Dinge entsorgt, allerdings sitze ich jetzt seit 2 Stunden in einem Papierwust und kämpfe mich tapfer ;-) durch.

    Endlich fülle und sortiere ich meine Ordner und miste aus ;-)))))) !
    Und die blöden Plastikbriefablagen Dinger wandern auch gleich in den Müll – denn die verführen mich nur zum reinschmeissen und Unordnung halten und vergessen(ich hatte 4 Stück in voll davon …seufz).

    Dank deines Beitrages habe ich das endlich in Angriff genommen (stolz bin) und ich schiebe das schon seit langem vor mir her.

    Bin auch gespannt wie´s bei dir lief und hoffe das Beste!

    Lieben Dank, Angi die jetzt das zu Ende durchzieht

  5. Sehr interessant, Dein Problem mit dem Bastelzeug. Hast Du schonmal überlegt, daß Deine Kreativität in dem Bereich vielleicht gerade das Chaos braucht?
    Kreativität ist für mich irgendwie etwas das fließen muss, das man nicht steuern und kategorisieren kann – und damit auch irgendwie das Gegenteil von Minimalismus.
    Ich kenne das aus der Zeit in der ich noch mein Fotostudio hatte. Wenn ich total geplant und aufgeräumt geshootet habe, sind die Fotos auch genauso geworden. Geplant, glatt, kalt.
    Sobald ich das Chaos habe einziehen lassen, ist wirklich Kunst entstanden.

    Hast Du nicht mal überlegt, eine kleine Ecke zu schaffen, in der Du Raum für Deine Bastelsachen lässt? Ich finde die Idee irgendwie verlockend, kein mensch kann so perfekt sein wie eine 100%ig durchminimalisierte Wohnung. Und irgendwo würde es mir die Sicherheit geben, daß mein Minimalismus kein Psychozwang ist, sondern eine Leidenschaft :-)

    1. Ja, ich habe da schon mal darüber nachgedacht. Ist ja wirklich immer so, wenn ich in meinen Papierkisten wühle dann kommen die besten Ideen. Das ist ja was ich so mag: Da guckt man zwei völlig unterschiedliche Motive an, denkt sich ein drittes dazu aus und booom! schon hat man etwas zu lachen. Wenn man es dann noch schafft festzukleben, dann können auch die anderen lachen.
      Problem dabei ist: Generell zu wenig Platz um das Bastelzeug permanent draussen liegen zu lassen, auch zu wenig Zeit dafür (bloggen und lesen und und und gibts ja auch noch) und das Bastelzeug was mir wirklich Probleme macht ist schlicht und einfach Müll, der nur herumsteht.

  6. Wenn du es wirklich schon als Müll abgetan hast, dann weg damit. So geht es mir grad mit einer Tüte voll Wolle. Ich mag Poly- und Acryltierchen Wolle nicht so gern. Ich besitze sie trotzdem, weil sie günstig ist und ich nicht die megateure Wolle für die Amigurumis verbraten will. Alles was auf der Haut getragen wird muss mindestens 50% Naturfaser beinhalten.
    Eine kleinere Tüte beinhaltet eine Menge Wollreste. Einfach was so übrig bleibt, wenn man vor sich hin häkelt. Aber wirklich was draus machen lässt sich nicht. Vielleicht hier und da noch ein Blümchen, aber das war es.

    1. „echtes“ Bastelzeug kann man doch bestimmt auch prima an KiTas oder Kindergärten verschenken? Aus den Wollresten lassen sich vielleicht noch Bommel basteln? Das können die vielleicht noch gebrauchen?!

  7. Ich konnte mich früher nicht von Tonträgern trennen. Woche für Woche kamen neue hinzu. 2005 hatten sich mehr als 4.000 CDs und Schallplatten angesammelt. Als ich dann für anderthalb Jahre auf Weltreise ging und der Umzug bzw. das Einlagern des Haushalts mich fast zur Verzweiflung brachten, entschied ich nach Rückkehr auch da auszumisten. Heute besitze ich noch rund 1.200 Tonträger und bin dabei die Sammlung weiter zu reduzieren…

  8. Noch vor einem Jahr habe ich gedacht, dass ich mich von meinen Büchern nie trennen könnte, aber dann habe ich irgendwo gelesen, dass ja nicht die Anzahl der Bücher im Regal darüber bestimmt, wie belesen und klug man ist. Entscheidend ist doch, was man aus den Büchern für die eigene Person und als Erinnerung mitnimmt. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf habe ich über 200 Bücher verkauft und verschenkt (Freunde, Bücherschränke, Bücherei).

    Jetzt besitze ich zwar immer noch jede Menge Bücher, allerdings fällt es mir viel leichter, von Zeit zu Zeit einzelne in die Feiheit zu entlassen und ich erfreue ich mich täglich an jedem einzelnen Buch, das ich noch in der Wohnung habe.

    Außerdem habe ich durch das bewusste Abgeben Bibliotheken als nie versiegende Quelle entdeckt. Wo kann man besser (auch für’s Portemonnaie) stöbern als in der örtlichen Bücherei?

    „Richtige“ Bastelsachen und auch Wolle kann sicherlich die örtliche Grundschule gut gebrauchen, gerade in den unteren Klassen wird viel gebastelt!

    — Das Apfelmädchen

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