Gelesen: Ein Regenschirm für diesen Tag von Wilhelm Genazino

Wie ich darauf gekommen bin? Ich glaube, es war ein Buchtipp in irgendeiner Zeitschrift, die ich mal durchgeblättert habe, als ich einen Artikel über Wahrnehmung gelesen habe.
Als es mir neulich in die Hände fiel, habe ich es ausgeliehen.
Worum geht es im Buch „Ein Regenschirm für diesen Tag“? Der namenlose Roman“held“ ist Mitte 40 und flaniert als Tester für Luxusschuhe durch eine nicht näher bezeichnete Stadt. Dabei trifft er Ex-Freundinnen und alte Bekannte, sammelt Blätter um seiner Verflossenen nachzutrauern, guckt sich alles genau an und macht sich Gedanken. Viele Gedanken. Er sucht und findet Worte für die Merkwürdigkeiten des Lebens: Gestrüpp, Geröll, Geschluppe, Geschlappe.
Fazit: Mehr passiert nicht in dem Buch, aber das ist ganz schön viel. Also ich war sehr begeistert von dem Büchlein, die Geschichte ist selbst wie ein Spaziergang. Ich mochte die fein beobachteten Details und den subtilen Humor. Die Geschichte ist aber nur was für Leute, die die leisen Töne des Alltags bevorzugen, alle anderen werden sich vermutlich zu Tode langweilen.

Wochenrückblick

Och ja, ich bin im Großen und ganzen mit der Woche zufrieden. Bin zum 1. Mal mit Musik im Ohr gelaufen und das war wirklich klasse und seeeeeeehr motivierend. Hoffentlich hält die Motivation länger an, damit das mit dem Training endlich mal besser wird. Momentan ist es schon ein Erfolg wenn ich einmal pro Woche Laufen war… :(
Dafür klappts mit dem Stricken ziemlich gut. Ich habe letztes Wochenende endlich den Strickfehler behoben, der über mehrere Reihen ging und seit dem flutscht es wieder. Leider muss ich wegen meinem Arm immer mal wieder Pausen einlegen, aber immerhin ist ein Ende absehbar. Übrigens habe ich in meinem Gehirn auch wieder die Ansätze des Häkelns entdeckt. Ist zwar noch ausbaufähig, aber gut zu wissen, dass da noch brauchbare Handarbeitskenntnisse aus der Grundschule in mir sind :D

Gesehen: Howl (für alle Ginsberg-Fans ein Muss! James Franco macht seine Sache gut), Captain America (zur Vorbereitung auf The Avengers) und Tarantula!
Getan: endlich den Strickfehler behoben vor dem ich solche Angst hatte und weitergestrickt, 25 Minuten am Stück gelaufen, meinen Kleiderschrank entrümpelt
Gehört: „Grüne Hölle“ – ein Hörbuch!!! (klappte super beim Stricken, nur war die Geschichte etwas lahm…)
Gelesen: angefangen mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson
Geklickt: Monstrula
Gedacht: Bitte keine Allergie!?
Geärgert: über Leute, die immer einen mega Aufstand anzetteln und sich nicht mal trauen, die Sache persönlich zu klären…Leudde, wenn man das nicht kann, dann lasst mal eure Drohungen stecken!
Gefreut: Urlaub gebucht und ein Rezept für Dinkel-Laugenbrezen entdeckt – oh und am Wochenende soll es hier in HH schönes Wetter geben!!!?
Gekauft: nix
Gewünscht: freie Nase und schönes Wetter
Geplant: Treffen mit einem ehemaligen Azubikollegen, meine aussortierten Sachen wegbringen und evtl. Laugenbrezen backen, beim Hamburg-Marathon mal zuschauen und wenn ich es noch irgendwie dazwischen quetschen kann würde ich gerne The Avengers im Kino gucken.

Was machst du?

Kleiderschrank entrümpelt

Gestern habe ich in einem halbgeplanten Spontananfall mal wieder meinen Kleiderschrank entrümpelt. Normalerweise habe ich immer einen Sack für die Altkleider neben dem Kleiderschrank stehen, wo dann immer mal wieder was rein kommt, aber diesmal wollte ich es ein bisschen radikaler und gleichzeitig systematischer angehen.

Und so bin ich vorgegangen:

  1. Alle Klamotten ausgeräumt und auf das Bett geworfen, da hat man schön viel Fläche zum Sortieren und Entscheiden
  2. Eine Inventurliste ausgedruckt und einen Stift bereit gelegt
  3. Bah, der schlimmste Teil: Anprobieren und entscheiden! Ich habe mich von allem getrennt, was mir wegen der Farbe oder dem Schnitt nicht mehr gefällt und auch alles weggetan, was nicht mehr passt (*schnief*) oder ich sowieso nicht mehr anziehe. Gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich eine Hose behalten, weil ich doch hoffe, da wieder reinzupassen. Mal sehen, ob ich mich in einem halben Jahr über meine Naivität ärgere :D
    Letzlich habe ich mich um 3 Kategorien gekümmert: Aufheben, Reparieren/Reinigen lassen und Weggeben/Verschenken
  4. Nach jedem Stapel/jeder Kategorie habe ich notiert, wie viel ich davon habe. Auf der Rückseite habe ich aufgeschrieben, was vielleicht zukünftig abgeschossen wird, welche Erkenntnisse ich gewonnen habe und gleich eine To Do Liste angefangen, mit den Sachen die gereinigt oder geflickt werden müssen.
  5. Zu guter Letzt habe ich die Fächer im Kleiderschrank ausgewischt, getrocknet und alles wieder eingeräumt.

Yeah, einen 60 Liter Müllbeutel voll Altkleider – nicht schlecht, oder?

Meine Erkenntnisse:
– Ich weiß jetzt, wo alle meine Stofftaschentücher sind. Hurra!
– Grün und Weinrot stehen mir wirklich nicht, ich weiß gar nicht, warum ich das behalten habe…?!
– Mein Kleiderschrank füllt sich nicht aufgrund von Impulseinkäufen sondern weil mir andere ihre aussortierten Klamotten anbieten. Dies war und ist für mich die bequemste Methode mich „neu“ einzukleiden. Aber gelernt: Öfter mal „Nein, danke!“ sagen…
– Zuviele T-Shirts, zu wenig davon sind schön. Und kein einziges Schwarzes dabei. Das hat mich schon sehr überrascht.
– Ich besitze immer noch keinen Gürtel und brauche auch keinen.
– Ein eleganter, schwarzer Blazer wäre äußerst hilfreich.
– So eine Entrümpelungsaktion wie diese befördert unendlich viele einzelne Socken zu Tage.
– hmm…mein Kleiderschrank ist mir immer noch zu voll.

Für die Zukunft hänge ich mir die Inventarliste gut sichtbar an die Schranktür, damit ich nicht auf dumme Ideen komme. So sehe ich immer was ich brauche bzw. nicht brauche.

Außerdem habe ich auch endlich einen allseits beliebten Kleiderstangen-Trick umgesetzt:
Alle Bügel verkehrt herum einhängen. Wenn man ein Kleidungsstück angezogen hat, den Bügel richtig herum einhängen. Am Ende des Jahres sieht man dann, was man angezogen hat und was nicht. Da fällt das Entrümpeln dann ziemlich leicht.

Übrigens sortiere ich auch manchmal meine Klamotten nach Farbe, das erleichtert die Kombinationsmöglichkeiten.
Und noch ein kleiner Trick: Ich trage ausschließlich schwarze Socken. Natürlich bemühe ich mich, passende Paare zu finden, aber wenn nicht, auch egal. Das Leben ist kurz! :D

Ich werde nach dieser Aktion noch ein bisschen grübeln, denn ich habe große Lust so ein 333-Projekt nachzumachen…

So! wer noch Nachhilfe, Inspiration und weitere Infos benötigt, guckt sich hier um:

minimalist fashion project 333
edit-your-life-part-4: your wardrobe
Buchtipp: Die Kleiderdiät (ein nettes Buch zwischen Entrümpelungswahnsinn und Stilfindung; kein Werbelink)

Wie minimalistisch ist dein Kleiderschrank? Entrümpelst du regelmäßig? Kaufst du eigentlich online oder im Laden?

gemeinsam Los(e) ziehen!

Neulich habe ich mal in einem hiesigen Szene-Magazin geschmökert. Darin wurden einige tolle neue Restaurants, Cafés und Bars vorgestellt, wo man sofort denkt „wow, wie cool, müssen wir mal ausprobieren!“ – Da man ja sowas dann aber doch gerne vergisst, habe ich mir überlegt, das alles zu notieren. Anstatt aber eine Liste anzufertigen, habe ich bunte Schnipsel geschnitten und sie in Kategorien eingeteilt:

Gelb = Frühstück
Rot= Mittagessen
Blau= Abendessen
Grün= Bar/Kneipe

Auf die jeweiligen Zettel habe ich Name des Lokals/Adresse/Öffnungszeiten/ggf. www-Adresse notiert und gefaltet.

Dann habe ich alles in ein Glas geworfen und das Glas noch mit einem Aufkleber verziert.

Wenn Herr DingDong und ich nun Lust haben, Sonntags mal woanders zu frühstücken oder uns irgendwo zum Essen verabreden wollen, ziehen wir einfach ein Los der entsprechenden Kategorie und lassen uns überraschen!

Inspiration findet man z.b. online auf Tourismusseiten oder den Webauftritten der Szenemagazine, in Reiseführern, Empfehlungen von Freunden, beim Vorbeilaufen wenn man die Augen offenhält.

Das Schönste am Minimalismus ist…

Vor ein paar Tagen erreichte mich per Kontaktformular die Frage (danke Sinan!), was für mich das Schönste am Minimalismus sei.
Ich hatte schon den Antwortknopf gedrückt, musste allerdings dann feststellen, dass ich so spontan gar nicht antworten kann, deshalb wollte ich noch mal drüber nachdenken. Was ich auch getan habe.

Ich glaube, das Schönste am Minimalismus ist für mich die Klarheit, die dadurch entsteht. Es ist zum einen eine visuelle Klarheit, weil alles immer (naja, fast immer…*räusper*) aufgeräumt und ordentlich ist und das in unserer reizüberfluteten Welt ein echter Segen ist.
Es ist aber auch Klarheit im Geist und in der Seele. Seit ich versuche, mein Leben bewusst einfacher zu gestalten, kann ich logischer denken, ich bin nicht mehr nachtragend, kann zwar immer noch herrlich dramatisch und emotional sein, aber ich finde leichter zu meiner Mitte zurück. Ich lasse „Fünfe g’rade sein“ und habe keine Angst mehr vor Kontrollverlust. Ich habe dadurch gelernt, was ich brauche um klar im Kopf zu bleiben. Und ich habe dadurch gelernt, was mir gefällt. Wenn man 5 Mal im Jahr den Bücherschrank ausmistet und immer wieder die gleichen Schriftsteller im Regal bleiben, weiß man irgendwann, wer sein Lieblingsautor ist. Wenn man die CD-Sammlung weggibt und sich anschaut, was übrig bleibt, weiß man, auf welche Musikrichtung man abfährt. Wenn man sieht, was im Kleiderschrank übrig bleibt, stellt man fest, was einem wirklich gefällt. Und man erfährt auch umgekehrt, was man nicht mehr will. So schält man Stück für Stück seine antrainierten Hüllen von sich ab und lernt sich wirklich kennen.

Und dann wird alles leicht, weil man in den Kategorien „Brauche ich/Brauche ich nicht“ denkt und sich entspannt und mit einem Grinsen zurücklehnen kann, wenn man festgestellt, was man alles nicht braucht.

Was ist für dich das Schönste am Minimalismus?

Gelesen: Sanfte Selbstbehauptung von Barbara Berckhan

…ups..ist ja schon ein bisschen länger her…aber durch die Blogpause ist mir dieses Buch doch glatt entfallen. Hiermit hole ich das nach!
Oh oh, manchmal sind Kunden wirklich schwierig. Weil sie denken, sie haben grundsätzlich immer Recht und sie sind selbstverständlich schlauer als alle Angestellten des Unternehmens zusammen. Und wenn sie sowieso schon einen schlechten Tag hatten, wollen sie dann auch noch gerne ihren Frust abladen. Ich habe bisher wenig mit solchen Leuten zu tun gehabt, aber ich dachte, es ist mal sinnvoll und an der Zeit sich mit Selbstbehauptungsstrategien zu beschäftigen. Erst nach dem Ausleihen habe ich festgestellt, dass ich die Autorin Barbara Berckhan bereits von dem Buch „Schluss mit der Anstrengung“ kenne.
In dem Buch „Sanfte Selbstbehauptung“ werden auf rund 200 Seiten fünf einfache Strategien vorgestellt, wie man sich in schwierigen Kommunikationsfällen souverän durchsetzt. Dabei geht es als erstes um eine selbstsichere Körperhaltung, gefolgt von Techniken, wie man seine Wünsche und seine Ablehnung freundlich aber bestimmt rüberbringt. Dann wird die Sache schon etwas schwieriger: Hartnäckig bleiben und Selbstvertrauen im Allgemeinen trainieren.
Alle Kapitel beginnen mit einer kurzen Einführung, warum die Technik wichtig ist und was sie bewirkt, dann folgen ein paar Beispielgeschichten aus der langjährigen Seminarpraxis der Autorin und die vorgestellte Selbstbehauptungsstrategie nochmal kurz und knackig und deutlich hervorgehoben.
Fazit: ich finde das Buch sehr gelungen und motivierend! Vor allem für Leute, die wie ich keinen Schimmer von Selbstbehauptung und Kommunikationsstrategien haben und die auch nichts mit vorgefertigten Schlagerfertigkeitsfloskeln anfangen können. Die Kapitel sind nicht zu lang und man hat direkt Lust das eben Gelesene sofort auszuprobieren. Die „königliche Muthaltung“ habe ich z.B. nach dem Lesen sofort im Arbeitsalltag umgesetzt und es hat direkt Wirkung gezeigt.

Wochenrückblick

Jaaa, was für eine ereignisreiche Woche! Berlin war grandios, obwohl dadurch meine Budget-Challenge durcheinandergebracht wurde und ich an einem Tag mehr als 10 Euro ausgegeben habe. Aber mei, das waren ja auch „aussergewöhnliche Belastungen“ :D Unter der Woche selbst war ich aber wieder relativ brav. Wie es wohl die letzte Woche wird?
Ansonsten habe ich es geschafft ein paar Mal vorm Weckerklingeln aufzustehen, was mich sehr überrascht hat. (Gut, ich gebs zu, ich bin dann ganz faulig wieder für 10 Minuten eingepennt und danach war ich im Eimer…) Auch beruflich gehts voran, ich werde Chef und darf mich um die Betriebsorganisation kümmern. Mal überlegen, ob sich da was im Sinne des Minimalismus machen lässt :)

Gesehen: „Larry Crowne“ (fand den Film wirklich erfrischend!) und alles Mögliche in Berlin. 8 Stunden lang. Es muss bestimmt toll sein, in so einer wahnsinnig geschichtsträchtigen Stadt zu leben und Tag für Tag Zeitgeschichte zu erfahren.
Getan: Berlin besucht, ein bisschen gesportelt, wieder mal Neues gelernt, über skurille Namen gelacht („Frauenarzt Dr. Storch“ :D)
Gehört: eure Sommerlieder, danke!
Gelesen:Was Hochsensible glücklich macht“ von Renate Göckel
Geklickt: www.berlin.de
Gedacht: was hab ich für ein Glück!
Geärgert: unkommunikative Dienstleister
Gefreut: Besuch von einer ehem. Ausbilderin und zeitgleich ein Überraschungsbesuch von einer Freundin!
Gekauft:
Gewünscht: eine Kugel salziges Karamelleis
Geplant: laufen, evtl. auf den DOM gehen, meinen Eisdealer um die Ecke von salzigen Karamelleis überzeugen, meinen Kleiderschrank mal soooo richtig entrümpeln und Briefe beantworten.

Wie war deine Woche? Irgendwelche megacoolen Highlights, die dich vor Glück platzen lassen? Was machst du am Wochenende?

I look to you

…weil die Musik gut ist
…weil das Kleid ein Traum ist
…weil das Make-Up stimmt
…weil man ja auch gerne im Wald spazieren geht
…weil Kaleidoskop-Effekte super sind
…weil das Lied Lust auf Sommerparty im Park macht.

Bitte sehr:

Das Kommentarformular dient als Sammelstelle für Lust-auf-Sommer-Lieder. Bitte sich daran zu beteiligen! :)

Dinge, die mich freuen…

Was für interessantes Aprilwetter, nicht? Eben noch geschwitzt, gleich wieder gefroren, dazwischen Regen, Hagel, starker Wind und wieder Sonne. Mal sehen, wie lange das noch anhält. Aber gottseidank trübt das Wetter meine Freude nicht!

Ich freue mich gerade sehr über…

…mein supercoolmodischmeerjungfraublauen Schalkragendingsbums. In dieser Knallfarbe sehr auffällig und passt auch zu meinen knalligtürkisbunten Schuhen! Dieses Ding trage ich seit der Fertigstellung stolz wie eine Krone!! (und ist ganz einfach zu machen)

…einen Ausflug mit Herrn DingDong nach Berlin!

In Berlin haben wir auch zum 1. Mal Bubble Tea getrunken (Schwarztee mit Milch, Karamellgeschmack und Tapiokaperlen) – nicht gaaaanz soo mein Fall, aber es hat Spaß gemacht sich mal was zu trauen :D Vielleicht schmecken die mit Frucht besser?!

…Frühling in Hamburg! Ich mag die Blüten, die milde Sonne, die Knospen…herrlich! (hätte aber auch nix gegen ein paar Grad mehr!)

…Osterbrunch mit Freunden (wir hatten so viel gutes Essen, man könnte glatt denken, wir hätten wirklich gefastet…)

…apropos Frühling = Brutzeit. Die kleinen Entchen haben ihre Winterklamotten abgelegt, sich hübsch gemacht und Freunde/Partner gefunden. Öhm…und auch schon Eier gelegt…(wo das noch hinführen soll!!?)

Herrlich! Was freut dich im April ganz besonders?