11 Gedanken zu “Neo-Minimalisten – Weniger ist mehr

  1. Minimalisten = wunderliche Freaks
    Jaja …
    Gähn!

    Wünschte mir andere Medienaufmerksamkeit, die Leute wirklich dazu bringt, ihr Konsumverhalten zu überdenken – der Film da oben geht so in Richtung Kuriositätenkabinet. Schade, von Arte hätte ich mehr erwartet. Bist Du sicher, dass das nicht auf RTL oder so lief? ;-)

  2. hi cloudy (agn.)

    da hatte arte doch seinerzeit bei mir angerufen – aber als ausgesprochener nicht-minimalist habe ich das (zum glück, wenn ich das jetzt so sehe) abgesagt.

    @finn: diese oberflächliche tv berichterstattung regt mich aber auch immer auf. zum glück habe ich ja die tube, wo ich mir mein programm selbst zusammmenstellen kann: http://feralflow.tumblr.com/post/25853852674/surplus-terrorized-into-being-consumers-2003

    @cloudy: weißte ja sicher schon: bogue und bell pleite in berlin…

  3. wobei mir beim bericht anschauen mal wieder bewusst geworden ist, dass ich trotz dem versuch ein reduziertes leben zu führen, noch sehr weit davon entfernt bin, genügend zeit in den blick fürs wesentliche zu investieren. ich ärger mich bspw. regelmäßig darüber, dass mir die zeit zur blogpflege fehlt. aber das kann ja noch werden… ;-)

    unterm strich kann ich eure leichte kritik verstehen, aber ich denke es gibt schlimmere darstellungen der extrem-minimalisten. auch wenn ich diesen krassen minimalismus nicht anstrebe, hat es arte an der stelle geschafft, meine motivation wieder ein wenig anzufachen.

    danke für den film-tipp!
    vg, manuel

  4. Oh, stimmt – die haben mich damals auch angefragt. Ich habe dann mal mit der Redaktorin telefoniert und ihr erklärt, dass ich mit meinen -365 Dingelchen hier nicht in einer leeren Wohnung sitze und das auch nicht mein Ziel war. Wie erwartet war das dann nicht, was sie suchten.

    Rausgekommen ist in etwa das, was ich mir damals schon gedacht hatte. Finde ich aber nicht so schlimm. Das sind halt Geschichten, die sich gut erzählen und illustrieren lassen. Für jemanden, der sich auch sonst Gedanken über (Nicht-)Notwendigkeiten macht, ein bisschen anstrengend – aber fürs breite Publikum vielleicht ein Gedankenanstoss. Ich denke, wir gehören da einfach nicht zur Zielgruppe. ;-)

  5. Interessante Darstellung…aber wieso sind das nun „Neo-Minimalisten“?

    Wenn ich mir diesen Extrem-Minimalismus anschaue, dann muss ich voller Schrecken feststellen, dass vieles in meiner Wohnung einfach trotz allem nicht wesentlich ist. Als Anreiz sich weiter zu reduzieren ist der Beitrag also sicherlich zu gebrauchen!

  6. Ich finde den Minimalismus erstrebenswert, man darf es aber auch nicht übertreiben.

    Und ich finde es widersprüchlich, wenn man sich seine 200 CDs auf den Laptop lädt und sich als Minimalist bezeichnet. Die Plastikteile sind weg, aber der Ballast ist jetzt auf dem PC. Konsequent ist das nicht.

    Aber trotzdem, man muss ja auch vom ständigen Zwang zum Perfektionismus loslassen. Das befreit.

    Liebe Grüße
    FA

    1. jup, sehe ich genauso. Digitales Gerümpel ist eben auch nur Gerümpel. Natürlich ist es auf den ersten Blick eine Erleichterung, wenn man alles zusammenfasst, aber das kostet wahnsinnig viel Zeit und Geld.

  7. Ich finde die Einstellung zu seinen Besitztümern ist wichtiger als die Menge der Dinge die man hat. Man sollte sich folgende Fragen stellen:
    Definiere ich mich über meinen Besitz?
    Könnte ich mich sofort von allem schmerzfrei für immer trennen?
    Wie sehr absorbiert mich die Verwaltung von meinem Besitz?
    Wie viel wertvolle Lebenszeit bringe ich auf um durch Arbeit neuen Besitz anzuhäufen?

    Wie heißt es so schön:
    Wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen,
    mit Geld, das wir nicht haben
    um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.

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