Wochenrückblick

Einige haben es vielleicht über Twitter mitbekommen: Ich befinde mich gerade in einem Achtsamkeits-Experiment zum Thema Ernährung. Mir fiel letztens in der Bibliothek ein Buch in die Hände und da ich am Thema Achtsamkeit interessiert bin, aber momentan keine Lust auf Bodyscans und Meditationen habe, wollte ich das ganz praktisch im Alltag umsetzen. Also habe ich Montag angefangen mit einer Woche zuckerfrei. Und das bedeutet nicht nur das Weglassen von Süßigkeiten und sämtlichen Fertigprodukten die Zucker enthalten, sondern auch Süßstoffe und Zuckeralternativen wie Agavendicksaft, Sirup, Stevia, Honig, Ahornsirup usw. Es wird demnächst einen ausführlichen Bericht darüber in einem gesonderten Beitrag geben, aber soviel kann ich schon verraten: Es ist total abgefahren! :D

Gesehen:Ondine – das Mädchen aus dem Meer
Getan: Kastanien gesammelt, einen Vortrag besucht, einer Freundin zu ihrer Abschlussfeier gratuliert, auf Zucker in allen Variationen verzichtet
Gehört: Verkehrslärm
Gelesen: „Northanger Abbey“ von Jane Austen
Geklickt:
Gedacht: „Das ist echt total abgefahren!“ (ca. 10 mal am Tag gedacht :D)
Geärgert: Etepetete-Künstler-Schnickschnack-Blabla. Fehlt nur noch Mützchen und Rollkragen, ihr Nasen!
Gefreut: Zuckerfrei!!!!
Gekauft: einen weißen Kissenbezug
Gewünscht: mein Immunsystem soll mich jetzt bitte nicht im Stich lassen!
Geplant: das Comicfestival besuchen, Laufen und mich auf die Achtsamkeitsdiät Woche 2 vorbereiten

Was hast du fürs Wochenende geplant?

Wo beginnt der Überfluss

Der Körper diene dir als Maß für den Besitz wie der Fuß dem Schuh.

Bleibst du bei diesem Maß, bist du im Gleichgewicht. Wo nicht, reißt es dich ohne Aufenthalt hinab.

Alles ist wie beim Schuh: Bist du nur einmal über das Notwendigste hinaus, kommt ein vergoldeter, ein purpurner, dann ein gestickter.

Ist das Bedürfnis einmal überschritten, findest du nie mehr eine Grenze.

-Epiktet

Ist es nicht schön, wie viel Wahres man in so wenige Worte verpacken kann?!

Erinnerung an einen Moment des Glücks

Aww…ich bin gerührt!

Puh, da fällt es mir schwer aus der Fülle an guten Momenten meine Lieblingserinnerung auszuwählen…mmh..und irgendwie haben sie alle etwas mit der Natur zu tun. Kastaniensammeln im Herbst, das Geschrei und Gequake im Freibad und der Duft nach Sonnencreme, das wilde Rodeln im Wald…ich kann mich nicht entscheiden!

Was ist dein liebster, glücklichster Moment an den du dich gerne erinnerst?

Gelesen: Der illustrierte Mann von Ray Bradbury

Spätnachmittags, auf dem Land. Ein Wanderer macht Pause. Da kommt ein nicht gerade vertrauenserweckender, tatowierter Mann über den Hügel auf ihn zu und erzählt ihm sein Leid. Arbeitslos. Rastlos. Ständig unterwegs. Der Mann zieht sein Hemd aus und zeigt dem Wanderer seine Tattoos. Von einer Hexe aus der Zukunft „illustriert“, mit Bildern verflucht. Seitdem reist der illustrierte Mann durch die Welt um die Hexe zu finden und um sie zu töten. Denn es sind keine normalen Tattoos, keine starren Bilder – nachts fangen sie an, sich zu bewegen und erzählen Geschichten aus der Zukunft.
Und aus diesen bewegten Bildern entstehen die Geschichten, die das Buch füllen.

Fazit: sehr gute Sci-Fi Literatur, die auch männliche Nichtleser zum Lesen bringt. :D Ich lese normalerweise nicht viel aus dem Genre Science-Fiction, aber mit solchen Geschichten komme ich sehr gut zurecht. Es ist nicht alles vollgestopft mit Weltraummonstern und High-Tec Robotern, da geht es um Mensch und Moral, um die Sehnsucht nach den Sternen, die Einsamkeit, Melancholie, Rassismus, Seuchen, Gewalt, Wahnsinn, Atomkriege und Betrügereien. Ich mochte die Geschichten sehr, auch wenn mir zwischendurch ein bisschen die Rahmenhandlung mit dem illustrierten Mann gefehlt hat.

Wochenrückblick

Ohja, lieber spät als nie. Sorry! Ich kam einfach nicht dazu, den Wochenrückblick schon am Freitag zu posten, aber wenn er nicht da ist, ist es irgendwie unvollständig, deshalb so. Die Woche war ganz cool. Letztes Wochenende waren wir an der Ostsee und haben Softeis in Timmendorf geschleckt, dabei Feuerquallen und Silbermöwen beobachtet, sind dann weiter gefahren nach Niendorf und haben uns einen riesigen Haufen Miesmuscheln angesehen und dann sind wir noch durch Travemünde gebummelt. Ein schönes Städtchen, ich wills unbedingt nochmal besuchen! Und nun ist offiziell Herbst. Wie schön!!!

Gesehen: „Extrem laut und unglaublich nah“ (ein gaaanz ganz toller Film!!!)
Getan: eine Tour an die Ostsee gemacht, eine Vernissage besucht, Geburtstagslieder gesungen, mir beim Sport irgendwie das Knie verdreht :(, Kastanien gesammelt
Gehört: Küstengeräusche (auf CD und in echt)
Gelesen: Die Minus-1-Diät
Geklickt:
Gedacht: lieber spät als nie
Geärgert: über Zeitverschwendungsblabla bei Betriebsversammlungen
Gefreut: Herbstanfang!
Gekauft: einen türkisfarbenen Edding
Gewünscht:
Geplant: wieder mehr Laufen

Ohne Werbung – wie geht das?

Schon lange mache ich mir Gedanken darüber, was dieser Blödsinn mit Werbung soll und ob man sie nicht irgendwie – um seiner geistigen Gesundheit willen – vermeiden kann.
Als Möchtegern-Minimalist reduziert man nicht nur seinen Besitz, sondern wirft auch sein ganzes Konsumdenken um. Damit geht auch eine veränderte Informationswahrnehmung einher. Ich will nicht alles wissen, ich will mich auf Wichtiges konzentrieren, ich will meinen Geist aufnahmefähig halten.
Und dann sieht man sich um und wird von Werbung beschallt, eingewickelt, angebrüllt. Information Overload. Und was passiert da mit uns? An schlechten Tagen fühlen wir uns hässlich, dumm und ungeliebt. Weil uns andere etwas einreden wollen.

Banksy hat es auf den Punkt gebracht:

People are taking the piss out of you everyday. They butt into your life, take a cheap shot at you and then disappear. They leer at you from tall buildings and make you feel small. They make flippant comments from buses that imply you’re not sexy enough and that all the fun is happening somewhere else. They are on TV making your girlfriend feel inadequate. They have access to the most sophisticated technology the world has ever seen and they bully you with it. They are The Advertisers and they are laughing at you.

You, however, are forbidden to touch them. Trademarks, intellectual property rights and copyright law mean advertisers can say what they like wherever they like with total impunity.

Fuck that. Any advert in a public space that gives you no choice whether you see it or not is yours. It’s yours to take, re-arrange and re-use. You can do whatever you like with it. Asking for permission is like asking to keep a rock someone just threw at your head.

You owe the companies nothing. Less than nothing, you especially don’t owe them any courtesy. They owe you. They have re-arranged the world to put themselves in front of you. They never asked for your permission, don’t even start asking for theirs.
-Banksy

(hier gefunden)

Hat er nicht Recht? Werbung ist überall und wir wurden nicht gefragt, ob wir das so wollen. Klar, Werbung kann ansich auch nett gemacht und lustig sein, aber mir ist das trotzdem alles zu viel. Und dann ist da auch noch dieses Problemchen mit dem „Habenwollen“ obwohl man weiß, dass man das Zeug nicht braucht…

Werbung abschaffen geht wohl kaum und ähm, ich möchte hier auch nicht zum Adbusting/Vandalismus aufrufen. (Wobei kann ja auch Spaß machen…) Weil es strafbar ist. Also muss es andere Wege geben, mit der Werbung klar zu kommen – Aber welche?

Meine Ideen/Brainstorming bisher:

– Den eigenen Medienkonsum komplett runterfahren: Kein TV, keine Zeitschriften, kein Radio, keine Blogs, keine sozialen Netzwerke = keine Werbung
– Den Medienkonsum reduzieren und Werbung aktiv ausblenden: Fernsehwerbung: Stummtaste drücken und das Zimmer verlassen, Radio bei Werbung leiser stellen usw.
– Pop-Up Blocker nutzen
– sich über Werbewirkung und Werbepsychologie informieren und sich bewusst machen, worum es eigentlich geht. Was wollen die Werbenden von mir? Was soll das Produkt nützen? Gibt es sowas schon? Meistens wird sowieso nur für das geworben, was schon jeder hat und/oder man nicht braucht. Die Werbetreibenden wollen positive Gefühle beim Konsumenten hervorzuzaubern, weil man sich dadurch besser den Werbeinhalt merken kann. Und wenn man den Werbeinhalt schön abgespeichert hat und im Supermarkt steht, greift man eben zu Produkt xy – denn „man könnte das ja mal probieren“. Tada – ein Erfolg für die Marketingexperten!
Wie machen die das? Sie stellen in Parfümwerbungen grundsätzlich gut aussehende Männer und Frauen in schicken Klamotten hin, am besten noch umgarnt von anderen gutaussehenden Menschen, (Partnerschema) weil wir natürlich erst dann geliebt werden und erfolgreich im Luxus schwelgen, wenn wir mit diesem Duft rumlaufen. Da sitzt die glückliche Durchschnittsfamilie am Frühstückstisch und schaufelt genüßlich ungesundes Zeug in sich rein. Ungesund? egal! Sieh doch, wenn du dieses Produkt isst, klappts auch mit der Familie.
Durch die Analyse von Werbung kann ein reaktantes Verhalten entstehen, das wiederrum hilft, ein souverän denkender Konsument sein zu können.
– sich so oft wie möglich in der Natur aufhalten. Im Wald steht keine Werbetafel, auf dem Gipfel gibt es nur den Himmel.
– Sich jeden Tag Ruhe gönnen um runter zu kommen. Still sein, schweigen, die weißetürkisfarbene Wand anstarren.
– ein Schild „Bitte keine Werbung“ an den Briefkasten anbringen, um Werbung zu vermeiden und falls doch Werbepost kommt – ungesehen in den Müll
– keine Kataloge durchblättern
– keine Produktblogs lesen
– Artikel im Netz z.B. über Pocket lesen
– beim Einkaufen keine Kundenkarten benutzen (generiert nur noch mehr Werbung)
– keine Werbegeschenke annehmen oder wenn doch: Die Schriftzüge abmachen
– Nahrungsmittel in neutrale Container umpacken (sieht super aus!) oder die Ettiketten abziehen

So, mehr ist mir bis jetzt noch nicht eingefallen. Hast du noch eine Idee? Oder findest du das alles unsinnig? Macht dich Werbung wahnsinnig oder nimmst du das gar nicht wahr? -> Ab ins Kommentarfach

Übrigens – Wer sich für Supermarktmanipulationen und Werbung im Allgemeinen interessiert sei auf diese Seite verwiesen: Einkaufen -Wie wir uns manipulieren lassen – Quarks & Co.

Bücherregal, monochrom

Gestern habe ich wieder mal meine kleine Bibliothek entrümpelt, das Regal geputzt und alles wieder eingeräumt.
Ganz auf Bücher verzichten mag ich nicht, weil ich Informationen zu speziellen Themen schneller in meinem Regal finde, als im Internet. Ich habe in meinem Regal also nur noch Literatur, die ich brauche, die mich inspiriert, die ich wiederlesen möchte und öhm…ja, noch sehr viel Ungelesenes…*räusper*. Um den Rest an Literaturversorgung kümmert sich die hiesige Leihbücherei ;D

Ich habe also meine Bücher auf ein Minimum reduziert. Beim Einräumen kam mir nun auch der Gedanke: Warum nicht auch minimalistisch in Szene setzen? Gedacht – Getan – alle Bücher umgedreht und das sieht dann so aus:

Durch die monochromatische Farbgebung wirkt das ganze Regal irgendwie interessanter, findest du nicht? Fast wie eine Installation. Perfektionisten könnten jetzt auch noch die Buchschnitte farblich und noch mal nach Größe sortieren, aber dafür war ich zu faul :D

Es ist zwar schön, aber auch ein bisschen unpraktisch. Wenn man oft auf Literatur zurückgreifen will, muss man alles durchwühlen – und das dauert.
Als visuell-orientierter Mensch weiß ich zwar, wo die Sachen stehen, weil ich weiß, dass Titel xy einen blauen Buchrücken hat. Deshalb weiß ich auch, wo es ungefähr stehen muss, wenn es verkehrt im Regal steht. Für alle anderen hat diese Aufstellung überhaupt keinen Sinn, also versucht es erst gar nicht :D

Ich habe mich aber letzten Endes doch für diese Variante entschieden:

So sehen beide Varianten gemischt aus. Ich habe alle ungelesenen Bücher wieder mit dem Buchrücken richtig herum eingestellt. Ich lass das erstmal so – zumindest bis zur nächsten Putz- und Entrümpelungsaktion.

Achso, falls du dich wunderst, was der Buchhaufen unten rechts zu suchen hat – das sind auch noch ungelesene Bücher und solche, in die ich immer mal wieder reinlese. Die wandern auch gerne mal durch die Wohnung…

So…und wie sieht dein Bücherregal aus? Hast du überhaupt eines? Noch nie eines gehabt oder oder radikal entrümpelt?

Gelesen: Voll auf Zucker! Wie Sie die Sucht nach Süßem überwinden von Martina Fontana

Schon lange will ich mir meine „Zuckersucht“ abgewöhnen, deshalb kam mir dieses Buch aus der Bibliothek gerade Recht.
In den Kapiteln 1 bis 3 finden sich allgemeine Infos zum Thema Zucker, wie er im Gehirn wirkt, wie er unsere Gesundheit beeinflusst und wie geschickt es die Industrie anstellt, Zucker in allen möglichen Lebensmitteln zu verstecken. Erst in Kapitel 4 geht es los dem eigentlichen Ausstieg aus der Zuckerfalle. Dabei wird nicht von Diätregeln geredet sondern von Gewohnheitsänderungen in kleinen Schritten. Und da muss man wirklich arbeiten mit Stift und Papier. Es gibt viele Denkfragen, um sich selbst umprogrammieren zu können, Ekelübungen und Atemtechniken. Natürlich geht es dabei auch um Entspannung, Bewegung und Motivation.
Fazit: hmmm..schwierig einzuschätzen. Der Schreibstil in den ersten drei Kapiteln ist arg gewöhnungsbedürftig. Ich kam damit nicht so gut klar und wollte das Buch wieder weglegen. Ich habe nix dagegen, wenn man mal etwas in Klammern setzt, aber diese Klammer-Sätze wurden so dermaßen oft eingesetzt, dass es meinen Lesefluss ziemlich störte. Der Test „Bin ich ein Zuckerjunkie?“ ist meiner Meinung nach völlig überflüssig. Vor allem kommt er erst im 3. Kapitel vor?!
Wer sich mit den Tricks der Lebensmittelindustrie auskennt, kann sich gleich die ersten beiden Kapitel sparen und sofort loslegen. Die Tipps und Arbeitstechniken in Kapitel 4 sind allesamt brauchbar, auch wenn ich es besser gefunden hätte, wenn es eher ein Erfahrungsbericht geworden wäre, als eine bloße Aufzählung von Tipps. Die Zwischenberichte von „Betroffenen“ fand ich nicht besonders interessant. Insgesamt wirkt das Buch wie eine schnell zusammengebastelte Frauenzeitschrift in Buchform, was ziemlich schade ist, weil a) das Thema stark im Kommen ist und b) die darin vorgestellten Techniken super sind aber dadurch völlig untergehen…

Wer einen Erfahrungsbericht aus erster Hand lesen will, sollte mal bei querfeldrein nachschauen.

Wochenrückblick

Yeah, diese Woche war voll die Versagerwoche, was Ernährung und Sport angeht. Und dabei habe ich nicht mal meinen Schweinehund gebraucht. An zwei Tagen taten mir die Beine so unendlich weh, dass ich mich kaum mehr bewegen konnte, an den anderen Tagen war ich so müde, dass ich umgefallen bin und nicht mehr aufgewacht bin und dann gab es noch ein ganz langweiliges Zeitproblem. Und wenn einem die Kollegen permanent Süßkram vor die Nase stellen, ist das auch nicht gerade hilfreich…*grrr* Aber genug mit dem Gejammer – morgen ist ein neuer Tag!!!

Gesehen: Best Exotic Marigold Hotel (ein Schmuckstück, dieser Film!)
Getan: virtuell gegen die Arktis demonstriert
Gehört: Küstengeräusche
Gelesen: einen Kölnreiseführer
Geklickt: nix, keine Zeit
Gedacht: „Welcher Tag ist heute?“
Geärgert: über mich selbst und über andere
Gefreut: über Besuch :)
Gekauft: Frustrations-M&Ms
Gewünscht: Schlaaaaaf.
Geplant: einen Andronaco-Besuch *räusper* und einen Trip an die Ostsee (oder so, mal sehen)