Wie man sich anständig trennt – Chrismon

In der aktuellen Novemberausgabe von Chrismon (Magazin der evangelischen Kirche) gehts im Titelthema um das allseits beliebte Thema Ausmisten.

Das Magazin kann man sich online anschauen: Chrismon 11/2012

Ganz interessant fand ich das Interview mit Birgit Medele: Wie man sich anständig trennt Mit diesem Interview kann man sich sämtliche Entrümpelungsratgeber sparen und die Fotos sind auch noch ziemlich gelungen.

Auch passend zu dem Thema war der Artikel über Geschenke, mit einer spannenden Sichtweise: „Geschenke sagen etwas über unsere Beziehungen aus.“

Und Tipps zum Thema Zeug loswerden gibts auch noch.

1 Woche ohne Weißmehl/Weizenmehl

Alternativtitel: 1 Woche im Vollkornflash.
Das war mal wieder interessant! Ich habe eigentlich erwartet mit vollem Bauch und Blähungen irgendwann abzuheben, weil einem ja immer gesagt wird dass „nicht jeder Vollkorn verträgt“ und „Vollkorn Blähungen verursacht“. Ha, war bei mir nicht so. Im Gegenteil. Mir gings richtig gut!

Ich musste auf Weizenmehl im Allgemeinen und auf Weißmehl im Besonderen achten, auch auf Süßigkeiten, die dieses Zeug enthielten. Also keine Brezeln, keine Croissants, keine (Burger-)Brötchen, keine Kekse, keinen Kuchen usw. (hmm..kommt mir so vor, als schreibe ich das jede Woche? :D Dabei esse ich gar nicht so viele Kekse und Kuchen :D)

Anfangs war das ziemlich verwirrend, weil ich mit den Begriffen nicht zurecht kam. Weißmehl = Type 405 = verzichten, Weizenmehl -> Type 550 = okay? Oder nicht? Diese Frage habe ich mit leckeren Schokobrötchen aus Weizenmehl 550 beantwortet und ich habe natürlich erstmal Anschiss von meinen Kollegen bekommen. :D Also hab ich es dann bleiben lassen. Schade, wäre ja so schön einfach gewesen. Das war Tag 1.

Bisher habe ich immer gedacht, relativ viel Vollkorn in mich reinzustopfen, aber das war ja überhaupt nicht so. Komisch. Woher dieser Eindruck nur kam? Man lässt sich ja auch schnell von den mit Malzsirup (=Zucker!!) dunkel gefärbten Brötchen beim Teiglingerwärmer (gibts eigentlich noch echte Bäcker?) einlullen, weil man ja nur schnell satt werden will…

An Tag 2 habe ich wieder einen Höhenflug erlebt, wie in meiner zuckerfreien Woche. Seitdem ich Vollkorn esse, bin ich bester Laune und quietschvergnügt. Ich war immer laaaaange satt und dieses dumme Völlegefühl, das ich sonst nach dem Frühstück hatte, war auch nicht mehr da. So war das die ganze Woche.
Kennt ihr solche Sessel wo man so reinsumpft und am Liebsten gar nicht mehr aufstehen will? So fühlt sich meine Seele in meinem Körper an. Richtig gemütlich. Ein tolles Gefühl!!! Und interessanterweise ist mein Bauch geschrumpft. Vollkorn hilft mir anscheinend beim Abnehmen. (*räusper* Würde wohl auch noch besser helfen, wenn ich mal das Naschen ganz aufhören würde…)

Deshalb meine Entscheidung: Ab jetzt greife ich zur Vollkornvariante. Außer bei Nudeln. Und bei Einladungen, weil ich da keine Umstände machen will.

Gelesen: Die Leichtigkeit des Zen von A. Meutes-Wilsing und J. Bossert

Manchmal bin ich dann doch überrascht was sich in einer Bücherei so alles findet…
Ganz schön abgegrabbelt lag es da und ich hab es ausgeliehen, damit es vor Vernichtung verschont bleibt. Ich hab es natürlich nicht nur aus Mitleid ausgeliehen sondern wegen dem Wort „Leichtigkeit“. Was hat Leichtigkeit mit Zen zu tun und warum wird Zen immer mit Minimalismus verbunden? (Das ist der Hauptgrund warum ich überhaupt etwas darüber lese) Mit 200 Seiten kann man ja zwischendurch auch nicht viel falsch machen.
Das Buch ist in 4 Kapitel untergliedert:
1. Teil: Was ist Zen? Warum Zen?
2. Teil: Zen mit allen Sinnen
3. Teil: Zen im Alltag (vom Abspülen bis Zähneputzen)
4. Teil: Zenrituale
Teil 1 und 4 hätte man auch gut zusammenfassen können, aber so wie es aufgebaut ist, macht es Sinn, da man als Laie nicht von der Zen-Theorie überfahren wird.
Dazu gibt es im Anhang ein Quellenverzeichnis, weiterführende Literatur und Adressen von buddhistischen Institutionen.
Fazit: ein super Buch zum Thema Zen, auch wenn es aus bibliothekarischer Sicht schon uralt ist (von 2000). Immerhin ist das Thema zeitlos und so kommt es auch rüber. Ohne lange theoretische Erklärungen wird einfach erzählt was Zen ist. Es vermischen sich Zitate, Gedanken, Gedichte und das Aufzählen von Handlungen zu einer spürbarer Zen-Erfahrung.

Wochenrückblick

Heute ist mir aufgefallen, dass bald Weihnachten ist. Und evtl. gibt es morgen schon Schnee!!! Krass. Ich finde Schnee generell super, aber wenn er Ende Oktober schon kommt, wittere ich sofort „Klimawandel“ und werde traurig. Mal sehen. Die Kälte mag ich sehr, hoffentlich bleibt das so.

Gesehen: eine Folge Star Trek Voyager
Getan: Köln besucht, viel geredet, zu wenig geschlafen
Gehört: immer noch labrassbanda
Gelesen: „Die Bibel in 100 Minuten“
Geklickt: Tree Decoration 101 (die beste Anleitung die es im ganzen Web gibt. Wirklich.)
Gedacht: Hormone sind eine echt verrückte Angelegenheit
Geärgert: über Kollegen. Und ein klein bisschen über mich selbst, weil ich den Zug verpasst habe ;D
Gefreut: …als ich den Schlüssel meiner Arbeitskollegin wiedergefunden habe, den sie im Park verloren hat.
Gekauft: Ein „G“ und ein „D“
Gewünscht: Stille und Klarheit im Kopf
Geplant: das komplette, zusatzstofffreie Wochenmenu

Lächeln Atmen Schreiten

Schöpfe du, trage du, halte
Tausend Gewässer des Lächelns in deiner Hand!
Lächeln, selige Feuchte ist ausgespannt
All übers Anlitz.
Lächeln ist keine Falte,
Lächeln ist Wesen vom Licht.
Durch die Räume bricht Licht, doch ist es noch nicht.
Nicht die Sonne ist Licht,
Erst im Menschengesicht
Wird das Licht als Lächeln geboren.
Aus den tönenden, leicht unsterblichen Toren,
Aus den Toren der Augen wallte
Frühling zum ersten mal, Himmelsgischt,
Lächelns nieglühender Brand.
Im Regenbrand des Lächelns spülte die alte Hand,
Schöpfe du, trage du, halte!

Lausche du, horche du, höre!
In der Nacht ist der Einklang des Atems los,
Der Atem, die Eintracht des Busens groß.
Atem schwebt
Über Feindschaft finsterer Chöre.
Atem ist Wesen vom höchsten Hauch.
Nicht der Wind, der sich taucht
In Weid, Wald und Strauch,
Nicht das Wehn, vor dem die Blätter sich drehn…
Gottes Hauch wird im Atem der Menschen geboren.
Aus den Lippen, den schweren,
Verhangen, dunkel, unsterblichen Toren
Fährt Gottes hauch, die Welt zu bekehren.
Auf dem Windmehr des Atems hebt an
Die Segel zu brüsten im Rausche,
Der unendlichen Worte nächtlich beladener Kahn.
Horche du, höre du, lausche!

Sinke hin, kniee hin, weine!
Sieh der Geliebten erdenlos schwindenden Schritt!
Schwinge dich hin, schwinde ins Schreiten mit!
Schreiten entführt
Alles ins Reine, alles ins Allgemeine.
Schreiten ist mehr als Lauf und Gang,
Der sternenden Sphäre Hinauf und Entlang,
Mehr als des Raumes tanzender Überschwang.
Im Schreiten der Menschen tritt
Gottes Anmut und Wandel aus allen Herzen und Toren.
Lächeln, Atmen und Schritt
Sind mehr als des Lichtes, des Windes, der Sterne Bahn.
Die Welt fängt im Menschen an.
Im Lächeln, im Atem, im Schritt der Geliebten ertrinke!
Weine hin, kniee hin, sinke!

Franz Werfel

Ich habe den Hinweis auf das Gedicht im Buch „Die Leichtigkeit des Zen“ gefunden, als die Gehmeditation beschrieben wurde. Ich finde, das passt ganz gut.
„Die Welt fängt im Menschen an“ ist ein wirklich toller Satz!

In Köln…

…war es:
herrlich! vertraut. interessant. heiß. kühl. kölsch. laut. leise. luftig. schattig. sonnig. gesprächig. lustig. seltsam. spannend.

Ich fand das soooo toll!!! Als ob es noch nie anders gewesen wäre.
Gottseidank war das alles zeitlich begrenzt sonst würden wir da immer noch sitzen und quatschen :D Ganz besonders hat mich gefreut, dass auch Mädels da waren!!!! Danke I., für die lange Reise, die du unternommen hast und danke K. für diese ganz besondere Stadtführung!

Und weil mir zenmonkey gesagt hat, ich soll nich mehr so lange Texte schreiben, bleibt das jetzt so. Könnt ihr ja auch noch mal bei finn und Michael nachlesen.
Nächstes Mal kommst du auch, okay? :)

1 Woche ohne Milchprodukte

Die Woche ohne Milchprodukte ist um, ich bin gerade in der Woche ohne Weißmehl.
Wobei…“Woche ohne Milchprodukte“ ist gelogen. Ich hab das Experiment nach 5 Tagen abgebrochen.

Ich war nie der Milchtrinker, finde den Geschmack jetzt auch nich so toll. Aber ein Joghurt, oder eine kühle Buttermilch, gemixt mit frischen Früchten? Lecker. Kuchen backen. Zwiebeln in Butter glasig dünsten. mmmh….(merkt man das ich gerade Hunger habe? :D)

Nun gut, auf das musste ich letzte Woche verzichten.

Es fiel mir ziemlich leicht.
Nur war das Leben plötzlich so langweilig. Ich wollte eigentlich auch mal so einen veganen Käseersatz probieren, hab das Zeug aber nirgendwo gefunden. 4 Tage lang habe ich exakt keinen Unterschied zu vorher gemerkt. Ich war weder besser oder noch schlechter gelaunt, fühlte mich nicht gesünder als sonst – es war einfach NULL Unterschied.
Tag 4 habe ich diese „nicht-Erkenntnis“ auch unter „Erkenntnis“ verbucht.
Und dann plötzlich, Tag 5. Morgens aufgewacht – Bad Hair Day deluxe. Struppiges, fettiges Jahr, das nach dem Spülen auch nicht gerade besser wurde. Ich sah aus wie ne Vogelscheuche.
Hautunreinheiten, Trockenheit und Juckreiz (…wobei der Juckreiz vielleicht auch durch die Mandelmilch ausgelöst wurde?!)
und vormittags dann auch noch Magen- und Darmprobleme, die ich hier lieber nicht erläutern will. So dann auch auf Arbeit. Meine Laune war entsprechend.

Also habe ich das Experiment abgebrochen und mein Körper brauchte 2 Tage, um sich wieder zu fangen.

Verwirrend. Vielleicht war das eine zu krasse Umstellung, die nach den anderen Phasen einfach zu viel war. Oder man hätte es länger als eine Woche machen müssen, weil sich der Stoffwechsel nicht so schnell anpasst wie bei den anderen Wochen. Hmm…ich hätte vermutlich viel stärker auf das andere Zeug achten müssen, also das was ich noch gegessen habe und nicht auf das, was ich weglassen musste. Dann hätte ich diesen Problemen rechtzeitig entgegen wirken können. Naja…hinterher ist man immer schlauer, ne?

Meine Entscheidung ist also: wieder moderat weiter Milchprodukte konsumieren. Und trotzdem mal veganen Käse probieren, wenn ich ihn finde.

Gelesen: Ihre Nacht von Banana Yoshimoto

Huch, bei der Durchsicht meiner im Jahr 2011 gelesenen Bücher habe ich festgestellt, dass ich noch nie ein Buch von Banana Yoshimoto vorgestellt habe. Komisch. Nun gut, dann ändere ich das mal.
In „Ihre Nacht“ wird eine Familiengeschichte aufgelöst, in deren Zentrum ein dunkles Geheimnis steht. Der junge Shoichi ist bodenständig und behütet in einem schönen Zuhause aufgewachsen, während seine Cousine Yumiko sich als Großstadtsingle so durchschlagen musste. Ihr Leben ist von Panikattacken und Einsamkeit geprägt, weil sie glaubt, einen Fluch mit sich herumzuschleppen. Sie kann sich nicht erinnern, was damals mit ihr geschah und was zum Bruch zwischen ihren Müttern und zwischen ihrer Entfremdung führte.
Eines Tages taucht Shoichi bei Yumiko auf und motiviert sie, sich der Vergangenheit zu stellen. Beide erforschen das Leben ihrer verstorbenen Mütter an den Stätten ihrer Kindheit. Und dann erfährt auch Yumiko, was damals geschehen ist…
Fazit: Ein netter Roman für Zwischendurch mit einer tollen Wendung. Fans von surrealer japanischer Literatur haben daran bestimmt ihre Freude. Yoshimotos Romane lesen sich manchmal etwas holprig, aber sie strahlen eine seltsame Magie aus. Mein erster Eindruck ist immer, dass sie nie irgendwas Besonderes sind. Aber ich kann nicht aufhören, ihre Sachen zu lesen, weil ich diese interessante Stimmung und dem Hang zum geisterhaft-mysteriösen so toll finde. Schwer zu sagen, wird bestimmt nicht jeder mögen.

Wochenrückblick

Joah, die Woche ohne Milchprodukte ist jetzt schon zu Ende. Ich habe auch diese Woche nach 5 Tagen abgebrochen, weil es mir richtig schlecht ging. Ich sah aus…meine Güte! Wie ne Vogelscheuche! Aber nun gut, den ausführlichen Bericht gibt es nächsten Dienstag.
Ansonsten habe ich ein wichtiges Gespräch hinter mich gebracht und: ich hab die neue Stelle! Juhu!

Gesehen:
Getan: gelaufen, gestrickt, ein Gespräch über meine berufliche Zukunft überlebt, den Rucksack gepackt
Gehört: LaBrassBanda Live Olympiahalle München, Die drei ??? und der Karpatenhund
Gelesen: „Ihre Nacht“ von Banana Yoshimoto und „Protest!“ von Kirsten Brodde
Geklickt: raw vegan cosmetics diy
Gedacht: hilfe, wie viel Blödsinn kann man eigentlich reden?!
Geärgert: über mich selbst und meine Unfähigkeit mich ordentlich auszudrücken…
Gefreut: juhu, ich hab die neue Stelle (trotz des blöden Blablas)
Gekauft: ne neue Frisur. :D
Gewünscht:
Geplant: Köln!

Sehen wir uns?

Ich, Du & die Anderen in Köln!

…natürlich nur, wenn du magst :D

Am kommenden Sonntag, den 21.10.12 treffe ich mich mit Michael, finnsland, Daniel von „Entdeckung der Schlichtheit“ und ZenMonkey (wenn er nicht gerade verschollen ist) in Köln. Ab 11 h wird im Café Feynsinn über Minimalismus und Co. gequatscht. So in Echt. :D

…UND DU KANNST AUCH DABEI SEIN, denn du bist herzlich eingeladen! Ich würd mich sehr über dein Kommen freuen. SEEEEHR!! Vor allem gilt diese Einladung ausdrücklich auch nochmal in die Mädels!

Also, bist du dabei?
[] ja
[] nein
[] vielleicht?
(Bitte ankreuzen)

(Erkennungszeichen sind ausgefallene Kopfbedeckungen :D)

wAAAHH ich bin so aufgeregt!!!ich war noch nie in Köln…irgendwelche Tipps?