Salat im Glas – geschüttelt, nicht gerührt.

Letzte Woche hat mir das Internet wieder eine tolle Sache entgegen geworfen – Salat im Glas!

Ich bin sofort losgelaufen, um mir ein großes Einmachglas zu kaufen, weil ich mir schon lange ein auslaufsicheres Gefäß gewünscht habe. (Man kann natürlich auch jedes normale Schraubglas nehmen, aber ich hatte keines in einer passenden Größe da)
Morgens schnippel ich nun schnell Gurken, Paprika, Tomaten, Fetakäse usw. und kann das alles auslaufsicher mit zur Arbeit nehmen. Der Trick dabei ist, dass man die Zutaten ordnet: Zuerst das Dressing und dann die „schweren“ Sachen wie Käse oder Tomaten, das „Leichte“, wie Blattsalate nach oben. Und wenn man den Salat futtern will, dreht man einfach das Glas um, das Dressing läuft durch alle Schichten, ein bisschen schütteln und BAM! man hat ein gesundes, leckeres Mittagessen.

Und das schmeckt! (…auch wenn es bei mir nicht so aussieht ;D)

Gelesen: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Von oben genannten Titel fiel mir vor einigen Monaten eine Leseprobe mit 30 Seiten in die Hände, die ich mal eben so durchlas, weil es nix anderes hatte. Es wurde ja auch ordentlich Werbung dafür gemacht…Und letztes Wochenende habe ich es mir spontan ausgeliehen.
Harold Fry, seit 6 Monaten pensioniert, erhält einen Brief von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy, die im 1000 km entfernten Berwick upon Tweed in einem Hospiz im Sterben liegt. Er schreibt ihr eine Antwort und will sie zum Briefkasten bringen. Doch er wirft den Brief nicht ein, er bringt ihn auch nicht zum Postamt. Er geht aus der Stadt hinaus und immer weiter. Er ruft im Hospiz an und erklärt, dass Queenie auf ihn warten soll, er komme zu Fuß. Er will den Weg laufen, damit sie leben kann. Dabei lässt er nicht nur seinen Alltag hinter sich, sondern auch seine Frau Maureen, die die Welt nicht mehr versteht. Harold marschiert los, ohne Gepäck und in Hemd und Segelschuhen, angewiesen auf die Güte der anderen Menschen, die ihm begegnen. Vor ihm liegt eine endlose Strecke und er begreift, dass er diese Reise nicht nur für Queenie macht, sondern für alles, was in seinem Leben schief lief.
Fazit: eine unterhaltsame, kurzweilige und berührende Geschichte. (ja, heulen musste ich auch wieder…) Klar, es ist kein Tolstoi, aber wenn man einen netten Roman „fürs Hirn und Herz auslüften“ braucht, ist man damit gut beraten. Ich habe mich gut in die Charaktere einfühlen können und mir war die Handlungen schlüssig, aber ich habe auch nicht allzuviel hinterfragt. Die Geschichte liest sich gut und flüssig weg, deshalb hatte ich sie nach 2 Tagen durch.

Müllvermeidungsstrategie Teil 2

Schön, wenn man im Internet so viel Inspiration findet! Das hab ich mir von Bea Johnson abgeschaut.

Statt dieser Fitzlplastiktütchen beim Obst- und Gemüsekauf im Supermarkt kann man ganz wunderbar Wäschenetze nutzen. Ware abwiegen, Ettikett ausdrucken, auf das Wäschesackerl kleben – und die Kassiererin strahlt. Naja, zumindest die im Biosupermarkt. Sie hat dann auch noch gefragt, ob sie die Klebis abmachen soll…ist das nicht herzallerliebst?

Wäschenetze gibt es in verschiedenen Größen in jeder Drogerie. Ich habe für zwei kleine Wäschenetze jweils 99 Cent bezahlt. Ihr könnt auch rumfragen, irgendwo liegen diese Dinger bestimmt noch rum…

Zeit und Geld, das bleibt übrig

Zum gestrigen Thema „Shopping und Spiritualität“ kam ein Kommentar von Edie, den ich gerne mal hier herausstellen möchte, weil ich ihn ganz interessant fand.

Was ich mich aber wirklich frage: Die Zeit und das Geld, die man durch die Achtsamkeit, den Minimalismus einspart, was macht man mit der? Wofür gebt ihr dann euer Geld aus? Womit verbringt ihr dann eure Zeit? Irgendwie mündet doch alles in den Konsum, oder?


Ich gebe die Fragen direkt an euch weiter. Wie ist das bei euch? Inwiefern hat sich euer Leben in dieser Hinsicht geändert?

Was ich mit meinem Geld mache? Hmm…sehr gute Frage! Nicht viel, nehme ich an. Ich bezahle eine Wohnung, Lebensmittel, meine Fahrkarte und den Sportverein. Ich mache anderen gerne Geschenke oder lade sie zum Essen ein. Und dann kaufe ich ab und zu neue Farben, Pinsel, Klebstoffe, was mir eben gerade ausgegangen ist. Oder ich reise spontan durch die Republik. Joah. Das klingt jetzt total langweilig, aber das wars leider auch schon :D Ich schleppe schon relativ viel Geld mit durch die Monate, die ich auch prima anlegen könnte, wenn mich dieses Zeug nur interessieren würde. Ich fühle mich sehr reich und bin dankbar nach langer Zeit der Armut (denn als Azubi ist man arm und davor hatte ich auch nix) endlich mal ein kleines finanzielles Polster zu haben.

Und die Zeit? Oh die Zeit!!! Die verbringe ich mit Basteln, Bloggen, Lesen, DVDs gucken (<- aus der Bücherei), Freunde treffen, Herumspazieren, Laufen, Telefonieren, Rumknutschen :D, Mikroskopieren, Backen, Briefe schreiben, Nachdenken, Schlafen, Tiere beobachten und Kunstwerke anstarren.

Shopping und Spiritualität

Es kommt zwar nicht oft vor, aber doch mindestens einmal im Quartal. Da habe ich das dringende, seltsame Bedürfnis durch Shoppingmalls und Fußgängerzonen zu bummeln. Ich gehe in Läden, gucke mir Dinge an, frage mich, ob ich sie brauche, beantworte diese Frage mit einem entschiedenen „Nein!“, lege die Sachen zurück und gehe wieder. Und bin hinterher total gestresst und genervt und ärgere mich über mich selbst, weil ich doch eigentlich weiß, dass mir das gar nicht gefällt.
An manchen dieser Tage kaufe ich dann doch eine Kleinigkeit. Eine neue Teesorte, einen Nagellack oder Bastelkram. Brauch ich alles nicht, denn ich habe genug, aber das ignoriere ich und daheim bin ich gestresst, genervt und ärgere mich über mich selbst.

Ich habe mich gefragt woher dieses Bedürfnis zu dieser Bummelei kommt.

Und nachdem ich im Laden sämtliche Fragen wie:
– „Brauche ich es wirklich, oder will ich es nur haben?“
– „Gefällt mir dieses Ding oder gefällt mir nur die Marketingstrategie?“
– „Bin ich bereit, das Ding zu reparieren, auszutauschen, abzuwischen, zu pflegen?“
– usw.

beantwortet habe, ist mir aufgefallen, dass es darum in diesem Fall gar nicht geht. Es geht um meine Spiritualität. Es geht um das Gefühl, mit allem verwoben zu sein, Urvertrauen ins Leben zu entwickeln und eine Orientierung zu gewinnen, die mir Klarheit und Kraft schenkt, um Krisen zu meistern. Ich renne nur draussen herum, weil mir langweilig ist oder weil ich gerade nichts mit mir anzufangen weiß. Weil ich in den Dingen meine Identität finden will.

Die Fragen müssten also nicht nur „Brauche ich das Ding wirklich?“ usw. lauten, sondern auch:
– „Was brauche ich stattdessen?“
– „Wie fühle ich mich gerade?“
– „Geben mir die Dinge halt?“ Was bedeuten sie für mich?“
– „Ist das Ding, das ich kaufen möchte, nur ein Symbol?“
– „Wie kann ich mich wieder besinnen, wie mich selbst entdecken?“

Seit ich herausgefunden habe, was dahinter steckt, hat sich dieses Bedürfnis gelegt.

Gelesen: Die Bibel in 100 Minuten von Michael Hinton

Nein, ich habe nicht 100 Minuten gebraucht, um die Bibel komplett durchzulesen – das wäre toll. Ich habe eine Zusammenfassung der Bibel mit diesem Titel gelesen. Warum? Weil es für „Einsteiger, Interessierte, Neugierige und Eilige“ ist und es in der Bibliothek herumflog. Kann ja nicht schaden – es kann ja in einer Großstadt immer mal passieren, dass man von einem schlechtgelaunten Fernsehredakteur gefragt wird, was eigentlich an Pfingsten war – und dann steht man mit seinen zwickenden Augenbrauenpiercings und seinem haargelverklebten Gehirn in einer peinlichen Shoppingmall herum und stottert sich einen ab. DAS kann mir nunnicht mehr passieren :D
Auf 112 Seiten wird im Eiltempo erzählt, was in der Bibel vorkommt. Und zwar so, dass man es sich auch merken kann.
Fazit: Lesenswert. Und ansich auch eine gute Geschenkidee zur Firmung oder Konfirmation.

Wochenrückblick

Ach, diese Woche war so seltsam, ich muss meine Gedanken sortieren und noch immer bin ich leicht erkältet…

Gesehen: „Stolz und Vorurteil“ (wie immer wenn ich krank bin), „Take Shelter“, „Eine ganz heiße Nummer“ und „Melancholia“ („Tante Stahlbrecher“ ist ein super Kosename)
Getan: gelesen, gelernt, gebastelt und gemalt
Gehört: die drei ??? und die drei !!!
Gelesen: Nachricht von dir von Guillaume Musso und angefangen mit iBuddhismus von Joachim Wetzky
Geklickt: magnoliaelectric
Gedacht: arbeiten die Leute nur um Urlaub zu haben?!
Geärgert: über zuviel
Gefreut: über die Tatsache, dass ein paar geliehene Handschuhe meinen Glauben an die Menschheit wieder entzünden kann
Gekauft:
Gewünscht: vollständige Genesung (für alle)
Geplant: Sport

Dir ein schönes Wochenende!!!

P.S.: Die liebe Jessy hat mich per Mail auf die 3sat Sendung „Scobel“ aufmerksam gemacht. In der letzten Folge ging es um das Thema „einfaches Leben“ – klick.
Danke Jessy!!!

Dinge, die mich freuen…

Obwohl der November oft nass, grau und kalt ist, bin ich dieses Jahr mit ihm seeeeehr zufrieden. Oh, und weil im Oktober keinen Glückstourismus-Post geschafft habe, kommen die paar Sachen auch noch mit dazu.

Also, mal sehen…ich freue mich über…

…die Tatsache, dass Hamburg Herbst kann. Und zwar so richtig gut!

…Dia de los Muertos im Völkerkundemuseum. Statt Grabschmuck und Kerze – Lieder, Weihrauch und Tequila!

…Window Color! (für die Aussenwelt)

…das Schönste „D“ der Welt!

…Herbstzeit ist Kürbiszeit – auch wenn diese Tatsache den Kürbissen überhaupt nicht gut gefällt…

…alte Frisur, mit ein bisschen weniger Haaren :D

…Katzenglanzbilder, in denen man sich selbst wieder erkennt :D (ja ich stehe immer so vor dem Spiegel LOL)

…im Konfettiregen stehen!!!

…das Bloggertreffen in Köln darf nicht fehlen! (die letzten wirklich heißen Tage des Jahres 2012)

…und zu guter Letzt: die lieben E-Mails meiner Leser, die immer mal wieder so reinkommen. Das ist sooo schön zu wissen, dass euch der Blog was gibt, das freut mich sowas von!!! Danke Danke DANKE!

Statt Papier: Brot und Brötchen Tasche

Ja, doch ich suche immer mal wieder nach müllfreien Alternativen. Und als ich neulich im Bastelladen diese Beutel entdeckt habe, wusste ich was zu tun ist: Aufmotzen und zum Brot-und-Brötchen-Kauf mitnehmen, damit ich nicht immer diese lästigen Papiertüten benutzen muss, die nach 30 Sekunden im Müll landen.

Natürlich lassen sich solche Beutel auch aus schönem Stoff selbst nähen oder bedrucken. Das Bedrucken könnte auch was für eine Aktivität mit Kindern sein, ne?
Da ich weder Kinder habe, noch Nähkünste besitze, hab ich diese Variante gewählt.

Es ist ganz einfach:
1) Beutel waschen und bügeln
2) Schöne Schriftart aussuchen und in gewünschter Größe ausdrucken
3) Auf den Beutel mit Textilmaler übertragen
4) …mit dem Bügeleisen fixieren.

Fertig! So, und jetzt darf mir Herr Dingdong Croissants holen :D