no new plastic challenge im April – das Fazit

Nun ja, wie du sicherlich aus den vorherigen Beiträgen ersehen konntest, stand ich der ganzen Aktion mit eher gemischten Gefühlen gegenüber.
Es war gut, es war schlecht. Es fühlte sich gut an, weil teilweise machbar und es fühlte sich schlecht an, weil man gegen Windmühlen kämpft.
Mein Gesamteindruck ist, dass man es unter großer Anstrengung oder mit dem richtigen Umfeld sicherlich hinbekommen könnte.

endstationmeer

So viel Anstrengung möchte ich aber nicht mehr aufbringen, denn das Thema meines Blogs ist ja auch „Einfachheit“ und die hat mir bei dem Thema leider noch viel zu oft ziemlich gefehlt.

Es war trotzdem sehr erkenntnisreich. Zum Beispiel ist uns aufgefallen, dass die meisten Menschen, die im Biosupermarkt einkaufen, sich überhaupt nicht um die Verpackungen, Papiertüten und Plastikbeutelchen kümmern, wohl aber freuen sich die Kassierinnen in großen Warenhäusern, wenn wir Verpackungen und Tüten ablehnen. Die eine Karstadtkassierin hat mich sogar ein bisschen überrascht, als sie erwähnte, wie fürchterlich sie die Bilder von verschmutzten Meeren findet und dass es doch überhaupt kein Problem sei, wenn man auch die bisher kostenlosen Tüten mit 20 Cent besteuern würde. Recht hat sie! Und die war definitiv kein Ökofritz :D
Tja, und auch wenn man aktiv Plastik vermeidet, heißt das ja noch lange nicht, dass man kein Plastik produziert – zum Beispiel beim Arzt (Spritzen, Medikamente etc.)

Unsere Plastikmüllanalyse ergab folgendes:

Insgesamt: 287 g
Davon Take-Away-Müll: 110 g (!!!)
Rest: 177 g (ohne Kabel, weil das ja kein Müll ist)

In diesem Haufen haben wir 9 verschiedene Kunststoffe entdeckt:

aprilmuell

Davon richtig übel:
PVC – Polyvinylchlorid (z.B.Kabel)
PS – Polystyrol (z.B. Take Away Behälter)
PU – Polyurethan (z.B. Geschirrreiniger, die nicht mal was taugen *grr*)

Der Rest ist im Rahmen des Kreislaufs zwar noch irgendwie okay, aber das heißt ja auch nix, wenn es nicht richtig entsorgt wird.
PP – Polypropylen (z.B. Obstschalen, Einwegspritzen)
PE-HD – Polyethylen high density (z.B. Füllmaterial Versand)
PE-LD – Polyethylen low density (z.B. Taschentücherumverpackung und wahrscheinlich auch die Toilettenpapierverpackung)
PE-LLD – Polyethylen linear low density (z.B. Plastiktüten)
CPP – Cast Polypropylen (z.B.Laminierfolie)
+ undefinierbar (z.B.Mülltüten)

Seltsamerweise steht auf den „Blaue Engel“ Produkten keine Angabe des Polymers drauf, weshalb wir beim Recyclinghof erfragen werden, was „aus recyclten Kunststoffen“ genau bedeutet und wie sich das dann als Müll verhält.

Ich freu mich sehr, dass wir kein Polycarbonat-Kunststoff gefunden haben – das bedeutet: kein BPA!!!


Wie sieht nun mein After-Challenge Schlachtplan aus?

1) weiterhin so plastikfrei bzw. müllfrei wie möglich einkaufen und wenn es nicht klappt, weil es irgendwas NUR in Plastik verpackt gibt sich nicht ärgern und es trotzdem kaufen
Nach so einer Challenge gibt es keinen Weg mehr zurück. (Oder?) Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in eine (hoffentlich) richtige Richtung. Und: Kleinvieh macht auch Mist. Das haben wir ganz deutlich erfahren, als wir zweieinhalb Wochen gebraucht haben um einen 60 L Müllsack zu füllen. Normalerweise kriegen wir so ein Ding in einer Woche voll! Wir haben in dieser Zeit viele kleine Läden entdeckt, die müllfreies Einkaufen ohne große Umstände einfach so möglich machten. Es war wunderbar einfach. Dose auf die Theke gestellt, Verkäuferin hat den Käse/Salat/Aufstrich/wasauchimmer reingetan. Deckel zu, bezahlt, fertig, glücklich. Das war so einfach, dass wir uns immer gewundert haben :D
Die Analyse unseres Müllhaufens hat gezeigt, dass wir zu oft aus Gründen der Faulheit in die Take-Away-Falle tappen. Wenn es nicht die Faulheit ist, dann ist es dieses „Ich hätte mal wieder Lust auf…“-Getue in Kombination mit „nicht nachdenken“ und sich alles doppelt und dreifach einpacken lassen. (Was wir dann immer erst zu Hause gemerkt haben!!! Ey wir sind solche Roboter…schlimm…) Zukünftig möchte ich da ein bisschen besser darauf achten.

2) mehr über Kunststoffe lernen
Wenn schon Plastik, dann das geringste Übel wählen. Dazu muss man genau Bescheid wissen. Die Müllanalyse hat Herr DingDong durchgeführt und ich habe meistens nur Bahnhof verstanden. Mit Hilfe von Wiki und den Handouts der Endstation Meer – Ausstellung, die wir im März besucht haben, wird mir das gelingen.

3) meine bisherigen plastikfreien Gewohnheiten beibehalten
Das ist für mich selbstverständlich und betrifft z.B. solche Sachen wie Leitungswasser trinken, Stoffbeutel dabeihaben und ohne Shampoo und Zahnpasta leben. Mehr Inspiration gibt es hier.

4) weiterhin Firmen anschreiben und sie auf Verpackungsverbesserungen hinweisen
Ich liebe es anderen Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, warum nicht also die Firmen direkt anschreiben? Das ist nur eine kurze E-Mail – die vielleicht alles ändern könnte!

5) so viel Müll wie möglich im Laden lassen
Wenn die Läden vor Ort merken, dass sie selbst so viel Müll verursachen, denken sie vielleicht um. Das bedeutet, ich packe so gut es geht die Sachen aus oder um und nutze die Recycling-Station vor Ort, weil wir hier im Haus nicht recyclen können. Der nächste Recyclinghof ist weit weg und ich habe auch keine Lust mit meinem Müll per U-Bahn durch die halbe Stadt zu kurven, deshalb versuche ich es mal so.

6) Müll sammeln
Ich werde das ändern, was mich am Traurigsten macht: Ich werde Müll aufsammeln. Ich kann den Anblick nicht mehr ertragen. Die Büsche an meiner Laufstrecke sind voll Bonbonpapierchen, McDoof-Tütchen und Starbucksbechern. Man sieht überall übervolle Mülleimer, Reste von spontanen Grillparties im Park und Mini-Müllhalden an vielbefahrenen Straßen. Anstatt rumzuheulen und die „Macht des Verbrauchers“ zu nutzen, möchte ich mindestens einmal pro Monat Müll aufsammeln gehen. Das erscheint mir bis jetzt am Sinnvollsten und am Wirkungsvollsten gegen dieses Ohnmachtsgefühl zu sein.

fup

Falls du auch ein Plastik-Vermeidungs-Experiment hinter dir hast, was hast du daraus gelernt? Wie ist es jetzt? Hast du noch weitere Tipps? Versuchst du überhaupt drauf zu achten oder kommt dir das alles unsinnig vor?

Alles-anders-April: das Fazit

Was für ein turbulenter Monat!
Mir ist immer noch ganz schwindelig.

Diese Dinge (in kursiv) habe ich gemacht:
1) Einen anderen Weg zur Arbeit nehmen
2) Abends noch ins Kino gehen
3) Nach der Arbeit noch zum Sport gehen
4) Die Mittagspause woanders verbringen oder zumindest mal woanders sitzen
5) Vollkornbrötchen backen
6) Jeden Tag Gymnastik machen
7) Eine 5 Minuten Collage machen
8) alle Lieblingsfilme angucken
9) ein Brettspiel spielen
10) Jeden Abend einen Spaziergang machen
11) Ein neues Restaurant testen
12) Sich schick machen
13) Im Rock zur Arbeit (OMG!!!) (Röcke SIND umbequem)
14) In der Mittagspause kochen
15) einen Krimi lesen
16) einen historischen Roman lesen
17) Bei Starbucks abhängen und cool tun (das mit dem „cool tun“ hat noch nicht so wirklich geklappt)
18) Woanders sitzen (im Bus, im Aufenthaltsraum etc.)
19) etwas essen, was ich normalerweise nicht mag
20) einen Horrorfilm gucken
21) einen anderen Sportkurs besuchen, den ich normalerweise nie besuchen würde
22) mit dem Kopf am Fußende schlafen
23) mal pünktlich ins Bett gehen und zwar ein paar Tage/Wochen am Stück
24) keine To-Do-Listen schreiben (sehr seltsam, aber auch ziemlich leicht)
25) ohne Tasche zur Arbeit fahren (ich glaube das war das Beste)
26) Tourist in der eigenen Stadt spielen
27) Abends noch ins Schwimmbad gehen
28) Eine Vorlesungsreihe komplett besuchen
29) Abends offline sein
30) morgens keinen Tee trinken
31) etwas nähen
32) Blumen kaufen (Ginster!)
33) Blut spenden
34) dekorieren
35) ein Bild fertig stellen
36) in einen H&M gehen und sich umschauen (*schwitz*)
37) Nägel in einer Farbe lackieren, die ich normalerweise nicht trage (sie waren feuerwehrrot!)
38) ein Kleid anziehen
39) abends noch mit Freunden um die Häuser ziehen
40) Streetartist spielen
41) rückwärts zur Bushaltestelle gehen
42) ohne Uhr aus dem Haus gehen
43) einen fremden Stadtteil erkunden
44) Schmuck tragen
45) etwas Kaltes zum Frühstück essen/trinken (bekommt mir nicht)
46) ein 3-Gänge Menu kochen
47) kalt duschen
48) Fremde ansprechen und Small talken (*inohnmachfall*)
49) etwas kaufen, auch wenn es sinnlos ist (dazu zähle ich jetzt mal den grauen Rollkragenpullover den ich im secondhand laden gefunden habe. Der ist von einer traumhaften Qualität, aber ich hätte ihn nicht gebraucht…)
50) ein Bild fertig stellen, das schon seit 2008 wartet…
51) einen Fantasyroman lesen
52) einen Psychothriller lesen

53) mit dem rechten Bein zuerst in die Jeans gestiegen
54) Pizza in einer anderen größe und mit anderen Zutaten belegt
55) morgens mal wieder Make-up aufgetragen
56) total improvisiert gekocht (und es hat geschmeckt!!)
57) Joghurt aus dem Glas gegessen, unterwegs (ab wann gilt man eigentlich als Stadtteilverrückte?)
58) ich war zum ersten Mal im tiefen Inneren der Fressmeile im Hbf, seltsames Völkchen dort
60) absichtlich eine Behindertentoilette benutzt (hat mich das nervös gemacht!! das war die einzige Toilette, die nicht vollkommen verschmutzt und klopapierlos war)
61) gleiche Frisur, andere Frisörin (hat sie auch gut gemacht!)
62) einen neuen Secondhand-Laden besucht (leider nix gefunden)
63) plastikfrei eingekauft (beim 1.Mal kommt man sich wie Captain Planet vor)
64) andere Musik als sonst gehört
65) absichtlich verloren gehen und bei einer mir völlig fremden S-Bahn Station rauskommen
66) einen VHS-Kurs im Bogenschießen besucht, 5 Stunden lang. (das war toll!)

Insgesamt betrachtet war der Alles-Anders-April eine wunderbare Erfahrung. Ich habe sehr bewusst Entscheidungen getroffen, auch wenn sie ziemlich unbequem waren. Ich habe permanent meine Bequemlichkeitszone verlassen und kam mir plötzlich ziemlich hilflos und unsicher und gleichzeitig auch recht mutig vor. Keine Ahnung woran das liegt, aber man kann sich in seinen Gewohnheiten doch recht wohl und „heimisch“ fühlen. Ha, deshalb sind es wohl Gewohnheiten! :D
Zwischendurch hatte ich sogar mal wirklich „Heimweh“ nach meinem Rhythmus, meiner Routine. Selbst die subtilsten Änderungen machen einen schon nervös, weil man es nicht gewöhnt ist!

Durch diese Anders-Aktionen lernt man sich nicht nur selbst besser kennen, sondern auch sein Umfeld. Eigentlich würde ich mich schon als neugierigen, offenen Menschen beschreiben, aber als ich einige Sachen durchgezogen habe, habe ich bemerkt wie sehr ich doch von Vorurteilen und Meinungen eingeengt werde.
Ich glaube, am Besten hat mir aber das Zwischenmenschliche gefallen. Als ich mich im Aufenthaltsraum zur Besprechung mal woanders als sonst hingesetzt habe, fühlten sich auch meine Kollegen etwas „unbequem“. Einige haben daraufhin im Laufe der Zeit auch mal den Platz gewechselt und stellten fest, dass so ein Sitzplatzwechsel auch eine neue Perspektive bietet.
Was auch noch toll war: seine Mitmenschen um Ratschläge für Anders-Aktionen zu bitten. Ich habe mir Literatur empfehlen lassen und habe die Begeisterung der anderen in den Augen leuchten sehen, wofür ich sonst nur endgültiges Urteil übrig hatte.
Durch die Kommentare und Ratschläge der anderen habe ich mich selbst anders kennenlernen dürfen. Man denkt man macht was anders und dann kommt einer daher und sagt: „Moment mal, so viel anders ist das jetzt nicht, weil…!“

Ein verrückter Monat, der ziemlich anstrengend und wunderschön war. Zukünftig werde es wohl häppchenweise angehen, wenn mir der Alltag wieder zu grau wird. Eine Woche bunt wird dann wohl genügen. Steht ja noch genügend auf der Liste. :)

oh und noch ein #funfact: Ich habe erfahren, dass ich eigentlich eine verkappte Linkshänderin bin!!! Ist das nicht faszinierend?!

Gesehen im April

Oh, auch der April war ziemlich lahm, was die „gesehen“-Kategorie angeht. Eigentlich wollte ich all meine Lieblingsfilme ansehen, aber irgendwie hat das nicht geklappt.

Das habe ich mir angesehen:

Der Lorax
ein wunderbarer Animationsfilm, basierend auf dem Bilderbuch von Dr. Seuss. Das Thema des Films ist Gier und Umweltschutz. Sehr konsumkritisch und witzig gemacht – wenn ihr könnt, seht ihn euch an! Kinder finden ihn auch klasse.

Kings of Rock (Tenacious D)
Der Film war ne Empfehlung eines Kollegen und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bin ja schon lange ein Fan von Jack Black aber nach diesem Film muss man ihn einfach lieben. Herrlich schräg und mit cooler Rockmusik. Allerdings wird auch ziemlich viel geflucht, das muss man aushalten können :D :D

Geheimnisse des Mittelmeers
Eine National Geographic Doku (45 Min.) über den Lebensraum Mittelmeer. Der Meeresbiologe Enric Sala untersucht zusammen mit Pierre-Yves Cousteau die Unterwasserwelt rund um Frankreich, Spanien und Italien und wie sie sich in den letzten 40 Jahren verändert hat. Dabei werden aktuelle Szenen mit den Szenen von damals verglichen, die Jaques-Yves Cousteau gefilmt hat. Die Ergebnisse sind erschreckend, aber auch ermutigend.

Thor
Yeah, ich liebe Comicverfilmungen und ich habe Thor auch schon einige Male gesehen, aber erst jetzt ist mir aufgefallen wie saublöd Natalie Portman eigentlich darin ist. Eigentlich finde ich sie gut, aber in dem Film war das zu oft Fremdschämen…

Prometheus – Dunkle Zeichen
Forscherpaar Elisabeth Shaw und Charlie Halloway finden an mehreren Orten der Welt steinzeitliche Malereien, die alle auf dieselbe Sternkonstellation hindeuten. Sie reisen mit dem von Konzernmulti Weyland finanzierten Raumschiff „Prometheus“ auf den fremden Mond LV-223, um der Sache weiter nachzugehen und um ihre These der „Konstrukteure“ zu beweisen. Und dann geht alles schief.
Oi, ein Alien-Film ab 16 – ich dachte, im Alles-Anders-April kann ich mir das mal antun. Und ja, ein bisschen habe ich mich gefürchtet, aber eigentlich war der Film jetzt gar nicht soooo toll.
Die Effekte waren toll, der Spannungsbogen hält auch durch und die schauspielerische Leistungen von Noomi Rapace und Michael Fassbender haben den Film gerettet. Note 6 gibts für die dämlichen Dialoge, die nichts als klischeehafte Worthülsen waren. Schade.

Soooo ich erwarte eure Filmtipps! Hat jemand schon „Oblivion“ gesehen? War der gut?

Gelesen im April

Diesen Beitrag kann ich getrost veröffentlichen, da ich gerade einen 900 Seiten Schinken lese und da nicht mehr viel kommen kann.
Im Alles-Anders-April habe ich 2 Dinge anders gemacht:
1. Wollte ich gar nicht so viel lesen, weil ich eigentlich immer viel lese
2. Ein Genre lesen, was ich normalerweise nicht lese

Bitte sehr:

Doktor Proktors Pupspulver von Jo Nesbø
Herrn Nesbø kennt man ja eigentlich nur aus dem Krimiregal, aber wusstet ihr, dass er auch Kinderbücher schreibt? Die Geschichten um Doktor Proktor sind in unserer Bücherei ziemlich beliebt und ich wollte wissen, warum.
Naja, eigentlich habe ich es nur ausgeliehen und gelesen, weil ich die Illustrationen so hammermäßig genial finde! Sie sind von Per Dybvig und wirken wie mühelos dahingekritzelt. (Gut, vielleicht sind sie das auch)
Egal, es geht ja jetzt um die Geschichte! Aaalso: Doktor Proktor ist der verrückt-geniale Professor aus der Kanonenstraße, der immer ein bisschen herumexperimentiert. Die Kinder Lise und Bulle, erstere eher introvertiere Aussenseiterin, zweiterer ziemlich frech und schlagfertig, probieren das neue gemischte Pülverchen und stellen fest: Man kann sich damit ins Weltall furzen! Die Kinder fangen an das Zeug nach der Schule zu verticken und wollen mit dem Doktor die Erfindung als Patent anmelden. Nur leider haben das auch die Schlägerzwillinge Truls und Trym mitbekommen…
Fazit: Kein Wunder, dass die Kinder das so genial finden: Es geht nur ums Furzen! Und das ist ziemlich lustig. Lesen auch Jungs gerne. Bei Gelegenheit werde ich die anderen 2 Geschichten auch noch lesen.

Erbarmen von Jussi Adler-Olsen
Ähm, hat ja eh schon jeder auf dem Planeten gelesen, oder? Carl Moerks erster Fall des Sonderdezanats Q, das alte, ungeklärte Fälle neu aufrollt. Diesmal geht es um eine verschwundene Politikern.
Fazit: Jup, bin spät dran. Aber ich lese ja niiiie Krimis. Hat mir eine Kollegin empfohlen und ich wurde nicht enttäuscht, weil ich nichts erwartet habe: Spannender Krimi, der ziemlich kurzweilig ist und die ideale Urlaubs-/Zuglektüre. War in 3 Tagen damit durch. Klar, einige Sachen sind evtl. etwas fragwürdig, aber mei…Allerdings extrem nervig und unnötig: Carl Moerks Exfrau.


Die Elfen von Bernhard Hennen

Das ist jetzt ein bisschen gemogelt, weil ich noch nicht damit durch bin. Vor diesem Fantasy-Roman hatte ich die meiste Angst, weil ich mit diesem Genre bisher kein Glück hatte. Ich fand bisher alle Geschichten irgendwie holprig und langatmig. Und dann ein 900-Seiten Schinken. Puh. Bisher ist es aber glücklicherweise okay, der Plot hat überraschende Wendungen und wenn man von ein paar stilistischen Körperverletzungen absieht, wird man gut unterhalten. Hoffe, das bleibt so. Bin erst auf Seite 200.

Was hast du im April gelesen? Hast du noch einen Tipp für einen historischen Roman a la Wanderhure? :D

Statusupdate II

Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare zu meinem letzten Beitrag!!!!
Darüber habe ich mich seeehr gefreut und es hat gut getan, sich mal seinen Frust von der Seele zu schreiben, obwohl ich im Blog eigentlich nicht jammern möchte.

Am nächsten Tag habe ich zum ersten Mal seit fast 2 Wochen mal wieder eine Drogerie betreten (seltsames Gefühl) und hab die Stadtteilverrückte gegeben, als ich durch Knistern und Drücken der Schokoladenverpackung ein plastikfreies Geräusch entlockt habe. Mit meinem Babygehör habe ich doch tatsächlich eine Schoki erwischt, die in Alu eingewickelt war! Und ja, endlich mal wieder ein Stück Schoki und das Ganze auch noch ohne Plastikmüll – das hat mich natürlich wieder seeeehr motiviert!!

Diese Plastikchallenge ist stellenweise ziemlich frustrierend und das obwohl wir nur die lahme Vorgabe haben, nichts NEUES aus/mit Plastik zu kaufen.
Normalerweise kriegen wir zu zweit pro Woche ungefähr einen 60 L Müllbeutel voll. Nun dümpeln wir mit dem gleichen Müllbeutel schon seit Monatsanfang herum. In diesen Beutel kommen alle Vor-Challenge-Plastikverpackungen, weil wir diese Sachen aufgrund unserer Vorratshaltung schon vor dem 1. April hatten. Ich war von dem Thema ein bisschen überfordert und wusste nich wo anfangen, wo die Grenze ziehen – deshalb trennen wir das so.

Das ist unser bisherige Challenge-Müllhaufen, wobei der nicht ganz vollständig ist…

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nicht abgebildet: 2 Plastikbecher, in dem mein Mittags-Nudelsalat war; 3 Verpackungen von Washi-Tape *räusper* die ich ohne nachzudenken in der Arbeit entsorgt habe, eine leere Gummibärchentüte, die ich ohne Nachzudenken gekauft habe; + dazu muss nochmal so ne Take-Away Schale, die auch noch in den grünen Tüten eingewickelt waren. Da hat die Faulheit wieder mal gesiegt. Und wir haben uns geärgert.

Mal sehen, was morgen aus unserem Wochenendeinkauf wird.

Ins plastiklose Motivationsloch gefallen

Im Alles-Anders-April habe ich mir mal die Freiheit genommen, am Montag nix zu bloggen – ohne Ankündigung. Wow, das hat sich echt unfassbar falsch angefühlt. Durch diese „anders“-Aktionen komme ich mir mittlerweile total verloren vor, weil ich mich doch seehr in meinen Gewohnheiten zu Hause fühle und ich es kaum erwarten kann, wieder das zu tun was ich immer mache. (Nur, wird es dieses „Immer“ nach diesem Monat noch geben?)

Als ich am Samstag ein Frucht-Frust-Eis nach dem Sport geschleckt habe, das in Folie eingewickelt war und ich heute aus einer seltsamen Gefühlsneigung, die zwischen Rebellion und Untreue angesiedelt ist, einen Nudelsalat im Plastikbecher gekauft habe, ist mir klar geworden, dass meine „no-new-plastic“-Challenge gerade richtig hinkt. Es gibt zwar viel Positives, aber auch sehr viel Negatives, weil der freiwillige Verzicht zu oft zu einem Gefühl des Mangels wird.

Positiv: Ich esse so gut wie keine Süßigkeiten mehr
Negativ: laaaaangweilig – und manchmal hat man einfach Süßhunger, den man nicht mit einem Stück Obst wegkriegt!
(Wobei Inkas veganer Blitzbrownie aus dem Becher dann doch ganz gut geholfen hat!)

Positiv: Ich gebe sehr viel weniger Geld für Essen unterwegs (z.B. Mittagspause) aus
Negativ: Ich esse immer das Gleiche, was mir mittlerweile auch langweilig wird.
Salat im Glas? Fehlanzeige! Muss mich wohl mehr anstrengen.

Positiv: Ich nehme mein Einkaufsverhalten seeehr genau wahr und treffe ziemlich bewusste Entscheidungen.
Negativ: Es ist anstrengend, weil unbequem.

Und überhaupt: Ich finde Plastik blöd. Es verschmutzt unsere Umwelt und ist giftig. Und trotzdem mag ich Plastik. Es ist bunt und leicht und praktisch und ohne Plastik könnte ich nicht mal mehr meinem Hobby nachgehen. (Acrylfarben, Klebstoff – alles Kunststoffe!!!) Uff.

Ach ich weiß auch nicht. Es ist ein Jammern auf ziemlich hohem Niveau und das kommt nur daher, weil es gerade so unbequem ist. Aber was sich für mich jetzt schon herauskristallisiert, dass ein plastikfreies Leben nicht das Gelbe vom Ei ist. (Zumindest, solange wir noch nicht in Bulk-Shops einkaufen). Als normaler Arbeitnehmer hat man kaum eine Chance unter der Woche plastikfrei einzukaufen, weil die kleinen Spezialläden – wo man das problemlos mit mitgebrachten Behältnissen tun könnte – schon längst geschlossen haben. In dem Stadtteil wo ich arbeite, gibt es zwar mittwochs einen Ökomarkt, aber ein Einkauf dort ist bisher daran gescheitert, dass ich Kühlware nicht kühlen konnte, weil unser Kühlschrank im Büro kaputt ist. Und den Rucksack voll mit Gläsern und Boxen und Netzen usw. herumzutragen finde ich jetzt auch nicht sooo toll, weil das Zeug doch ganz schön was wiegt.
Und dann sitzt man dann eben ohne Käse da und isst seit 5 Tagen den gleichen Veggie-Aufstrich ausm Glas oder greift – wie Herr DingDong zu Butterbroten und Kräutern.

Organisation ist eben doch alles. Zumindest in diesem Fall. :) Mal sehen, was aus dem Rest des Monats wird.

Statusupdate

Okay, mir ist kein besserer Titel eingefallen. Denn momentan schüttelt es mich ganz schön durch. Nein, ich erlebe keine Krisen, oder naja, vielleicht doch kleine Mini-Erdbeben, die gerade meine Gewohnheiten durcheinander schütteln.
Einige haben das ja hier im Blog und/oder auf Twitter mitbekommen, was ich gerade veranstalte:
Einen „ALLES-ANDERS“-Monat, damit ich meinen Alltag ein bisschen bunter mache. Gleichzeitig hat aber Herr DingDong (!!!) spontan (!!!) über Nacht beschlossen, dass wir im April ein Experiment zum Thema „Ohne Plastik auskommen“ starten.

Zuerst war ich (!!!) dagegen, weil ich dachte, es wird mir zuviel, aber dann dachte ich: „Oh moment, das ist doch auch ANDERS als sonst, das passt ja!“

Und so ist es jetzt.

Während ich jeden Tag darüber nachdenke, was ich wie anders machen kann – z.B. abends bloggen :D
versuche ich parallel dazu auf neues Plastik zu verzichten. Bisher gelingt uns das gut, unser erster Plastikfreier Einkauf war erfolgreich. Leider habe ich dann gleich am Montag aus reiner Gewohnheit eine Packung Fruchtsaftbärchen gekauft. Hm.

plaein

Wie ich das Ganze blogtechnisch verwurste, weiß ich noch nicht. Es gibt ja jetzt schon so viel darüber zu erzählen, ich hoffe ich komme einigermaßen hinterher…

Immerhin habe ich es schon geschafft meine bisherigen Plastik/Müllvermeidungsstrategien einzuordnen. Ihr findet alles, was ich bisher dazu geschrieben habe hier.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin nicht allein und das Apfelmädchen und der traurige Fisch machen das viel ausführlicher und besser als ich das jemals könnte! Guckt mal vorbei! Und lest auch fleißig die Kommentare durch, da gibts gute Tipps!

Und sonst noch? Momentan läuft gerade auf 3sat die Themenwoche „Hauptsache Konsum?“ mit vielen interessanten Beiträgen.

So…soweit dazu. Ich fühl mich wie der fliegende Robert und schwebe jetzt davon!

fantastische Frühblüher aus Papier

Der Frühling lässt sich dieses Jahr seeehr bitten. Da aber meine norddeutschen Kollegen hier mehr Probleme damit haben als ich, habe ich ihnen einen fantastischen Papierblumenregen für’s Fenster geschenkt!

Nach ein paar Testschnipseleien kam das hier raus:

frühblüherauspapier

Ich habe sie im Endeffekt genauso gemacht wie Papierschneeflocken. Da ich nur quadratisches Origamipapier habe, musste ich zwar einiges wegschneiden, aber das war auch okay. Man kann natürlich auch rundes Papier nehmen.
Guckt einfach mal via Suchmaschine nach der Schneeflockenbasis. Ich habe eine ganz einfache genutzt, in dem ich das Papier zu erst zur Hälfte, dann gedrittelt habe.
An der Spitze habe ich ein kleines Loch geschnitten und oben einfache, blütenähnliche Formen. Einige sind sehr „organisch“ geworden, andere nicht so sehr, abe das macht nix – denn hauptsache bunt! Die zweifarbigen Blüten sind aus großen und kleinen Blumen zusammengesetzt und leuchten schön am Fenster!
Gut auch für Kinderhände!

Viel Spaß!!!

Blog des Monats: the improvised life

Im alles-anders-Monat April ist mir jetzt leider auch unabsichtlich der Blogging-Termin durcheinandergekommen. Aber besser spät als nie!

Mein Blog des Monats für den improvisierten April ist:

the improvised life!

improvisedlife

Der Blog war ein Lesertipp (danke!!!) und ich finde ihn einfach nur toll! Der Untertitel: „Change your view“ – die Perspektive ändern, passt sehr gut zum April.

Also mal klicken und gucken und sich freuen!