Gesehen im August

Jup, kaum was gelesen, dafür viel geguckt. Und zwar das hier:

Luther, Staffel 1
„Luther“ ist eine BBC-Krimi Serie über den Chief Detective Inspector John Luther, der sowas wie eine Mischung aus Sherlock und Columbo darstellt. Er ist brilliant, hat aber ständig mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen und er versinkt so sehr in seinen Fällen, dass seine Ehe auf dem Spiel steht.
Fazit: absolut sehenswert! Ein genialer Idris Elba, ein sauber ausgeführter Spannungsbogen und viel Psychologie die uns menschliche Abgründe führt. Für Sherlock-Fans ein absolutes Muss! Ich freu mich schon auf die zweite Staffel, auch wenn ich nach den ersten paar Folgen schlecht geträumt habe…

Cranford
1842: In dem beschaulichen Dörfchen Cranford dreht sich alles um alleinstehende, verwitwete oder ältere Frauen. Im Mittelpunkt stehen dabei Matty (Judi Dench!!!) und ihre Schwester Deborah sowie deren Hausgast, die junge Mary. Das Leben verläuft nach strengen Regeln – und sehr viel Klatsch! Klatsch und Tratsch hören nicht auf, als das Dorftratschweib Octivia Pole erfährt, dass die Eisenbahn nach Cranford kommen soll. Diese Katastrophe gerät aber in den Hintergrund, als der junge und gutaussehende Arzt Frank Harrison nach Cranford kommt, um eine Praxis zu übernehmen…
Fazit: sehr unterhaltsam, daher sehenswert. Für Fans von BBC-Dramaserien im Allgemeinen und Jane Austen im Speziellen. So viel Klatschweibgetue muss man allerdings ertragen können, sonst hat man daran keinen Spaß. Aber hey, selbst Herr DingDong war irgendwann ganz angetan. ;)

Die Rückkehr nach Cranford
1844: In Cranford ging es schon immer recht beschaulich zu, aber jetzt wird es zu ruhig: Die jungen Leute wandern ab, um Arbeit zu finden, ihre Freiheiten einzufordern und um anderen Orts eine Familie zu Gründen. Für die alten Dorfbewohner wird schnell klar, das Handlungsbedarf besteht. Doch kann Matty selbst genug Mut aufbringen um ihre Freundinnen zu überzeugen?
Fazit: Klar, sehenswert.

Planet Ocean
Ein 90-minütiger Dokumentarfilm von Yann Arthus-Bertrand mit tollen Luftaufnahmen über das marine Ökosystem unseres Planeten.
Fazit: hm, kann man sehen, muss man aber nicht. Ich mag die Filme von Bertrand nicht mehr so gerne, da sie mich so deprimieren. Ich finde es zwar wichtig was er macht, aber das Verhältnis von „Hallo, sieh dir an, was für einen Mist du gebaut hast“ und „Ach, komm, wir strengen uns jetzt an dann könnte es noch klappen“ ist nicht sonderlich ausgewogen. Ich habe immer den Eindruck, dass man 80 Minuten lang deprimiert wird und dann im Abspann noch schnell ein paar Lösungsvorschläge aufgezeigt bekommt, die man am Besten sofort umsetzen soll, obwohl sie viel zu schnell an einem vorbei rattern. Schade. Für mich wirkte der Film ein bisschen zusammengeschnipselt und die deutsche Synchronstimme war echt nervig.

Unsere Ozeane – die komplette TV-Serie
Kennst du den Film „Unsere Ozeane“? Die TV-Serie ist genau das: mehr von diesen spektakulären Aufnahmen!! Jede Folge ist für sich wahnsinnig faszinierend.
Folge 1: Im Blau der Tiefe; Folge 2: In Sand und Algen; Folge 3: Leben im Riff, Folge 4: Zwischen Land und Wasser (Seeotter!!!)
Fazit: wunderschöne Bilder! Anschauen. Bitte, bitte bitte anschauen. Glaub mir, du wirst es nicht bereuen. Auch die Extras. Das winzige Snippet über den weißen Hai hat mich zutiefst erschüttert und beeindruckt.
Und wer wissen will, wer das schöne Lied im DVD-Menu singt, bitteschön.

Logans Run – Flucht ins 23. Jahrhundert
Geil, ein Sci-Fi Streifen aus dem Jahr 1976!
Die Menschen im 23. Jahrhundet sind alle jung und schön und haben keine Sorgen. Sie leben in einer Wohlstandsgesellschaft unter Glaskuppeln, kennen kein Draussen und werden höchstens 30 Jahre alt. Dann läuft die Zeit auf ihrer Lebensuhr ab und sie „dürfen“ sich „erneuern“. Das System zu hinterfragen ist verboten.
Alle, die das nicht wollen, („Läufer“) hauen ab und verstecken sich im Untergrund, wo sie von Zeit zu Zeit von Sandmännern aufgespürt und eliminiert werden. Logan 5 ist Sandmann und sehr erfolgreich bei der Erledigung seiner Aufgabe. Doch eines Tages erhält er den Befehl, die Zufluchtsstätte der Läufer aufzuspüren – und wird dadurch selbst zum Gejagten.
Fazit: ähm ja. ein bisschen bekloppt. Teilweise überhaupt nicht schlüssig, macht aber nix :D

Der menschliche Körper
Eine BBC-Doku über das Wunderwerk menschlicher Körper mit herausragenden Animationen und interessanten Persönlichkeiten!
Fazit: Wer hätte gedacht, dass die Kreisläufe unseres Körpers so dramatisch ablaufen? Wow! Ich bin beeindruckt. Und ein bisschen angewidert. Jede Folge beginnt mit einer Geburt.

…und ein Paris Reisevideo (das so fürchterlich war, darauf möchte ich hier nicht näher eingehen)

Ins Kino habe ich es wieder mal nicht geschafft und mittlerweile ist es mir auch schon egal. Dann warte ich eben auf die DVD und lese in der Zwischenzeit ein Buch. :/

Bloggeburtstag!

Hallo lieber Leser!
– waaas – schon wieder??? Ja! Frau DingDong feiert Bloggeburtstag! Dieser kleine, feine Blog wird dieses Jahr 3, ist das zu glauben?!

bg3

An dieser Stelle ein herzliches „Hallöchen“ an alle neuen Leser und ein oberknuffiges Dankeschön an alle, die hier schon länger (still) mitlesen oder sogar von Anfang an mit dabei sind. (<- das sind die Derbsten!) DANKE. Das bedeutet mir wirklich sehr viel. Und auch ein großes DANKE an die vielen lieben E-Mail-Schreiber, die mir Elektropost schicken mit tollen Links, Fragen und Ideen. Ein dickes DANKE und eine virtuelle Umarmung für jeden einzelnen, der hier Kommentare hinterlässt. Das zeigt, dass der Blog wirklich lebt und etwas bewirkt, das freut mich sehr und hinterlässt ein warmes Glühen ganz tief unten in meiner Seele. DANKE! So, Party on! *flöt* edit: zu ner Party gehört Musik!
1. put a light on it
2. needle
3. pretty boy

Gelesen im August

Trotz Urlaub habe ich nur wenig gelesen. Warum? keine Ahnung. Dieses Jahr ist irgendwie kein Lesejahr (sagt zumindest die Statistik). Neben ein paar Paris Reiseführern habe ich das hier gelesen:


Am Tag und in der Nacht von Camilla Macpherson

Die Ehe von Claire und Rob erfährt eine Krise, als Claire das noch ungeborene Kind verliert. Sie macht Rob dafür verantwortlich, weil er nicht da war als sie ihn brauchte. Claire zieht sich immer mehr zurück. Eines Tages bekommt Rob ein Päckchen mit Briefen von Daisy, der Cousine und besten Freundin seiner verstorbenen Großmutter. Daisy hat sich in London während der Kriegsjahre jeden Monat die ausgestellten Bilder in der National Gallery angesehen und beschreibt die Bilder und was ihr sonst noch wiederfährt ihrer Freundin. Claire lernt durch die Briefe eine wagemutige und hoffnungsfrohe junge Frau kennen und lernt dabei, Schritt für Schritt ein neues Leben zu wagen.
Fazit: Das Buch war ein Tombola-Gewinn, ich habe es wegen dem Cover ausgesucht und weil sich der Klappentext gut las. Die Story ist ok, plätschert stellenweise ein bisschen dahin und ich habe mich nicht sonderlich in die Charaktere hineinversetzen können. Am meisten gefallen hat mir Daisys Grundidee, sich jeden Monat ein Bild anzuschauen.

Die Evolution von Walter Kleesattel
Weil das Kapitel in meinem Biologie-Schulbuch zu kurz kam, wollte ich es nochmal vertiefen. Evolution geht da los, wo es soll: Ganz am Anfang!
Fazit:Hut ab, das Buch ist grandios vollgepackt mit nützlichen Informationen, die sauber und verständlich in 200 Seiten für den Laien aufbereitet sind. Neben ausführlichen Texten gibt es immer wieder Exkurse sowie Abbildungen, ein Register und ein Glossar. Das Schönste ist aber, dass der Verlag für sämtliche andere Themen ebenfalls solche Büchlein im Angebot hat!

Gebrauchsanweisung für Paris von Stephen Clarke
Wer kennt die Reihe „Gebrauchsanweisung für…“ nicht? Die perfekte Urlaubslektüre für jedes Land und jede Stadt. Ich habe zum ersten Mal ein Buch dieser Reihe gelesen und mich aufgrund der bevorstehenden Reise für Paris entschieden. Stephen Clarke ist Engländer und lebt seit mehreren Jahren in Paris, er hat also genug wichtige Informationen für Zugezogene und Touristen im Gepäck.
Fazit: lesenswert! Es liest sich leicht und flüssig, ist gespickt mit kleinen Witzchen und ist im Großen und Ganzen sehr unterhaltsam, auch wenn es manchmal sinnlose Fußnoten gibt. Die einzelnen Kapitel sind allerdings recht unterschiedlich: einige wirken sehr leidenschaftlich, andere eher zusammengeschustert um Seiten vollzukriegen. Aber das stört eigentlich nicht so sehr. Wir haben den Test gemacht und mussten immer wieder Grinsen, als wir die von Clarke beschriebenen Situationen im echten Pariser Stadtdschungel wiederentdeckt haben :)

So, das wars schon. Was hast du gelesen?

Minimalistisch Reisen – mein erster richtiger Versuch

…und er hat geklappt!

Im Netz sind diverse Anleitungen und Tipps, wie man mit möglichst wenig weit reisen kann. Ich habe mich daran orientiert und mir gedacht: Nimm das mit was du brauchst und davon noch die Hälfte. Im Endeffekt hat minimalistisch reisen einfach nur etwas damit zu tun seine Ängste und Unsicherheiten über Bord zu werfen. Und genau das habe ich getan.

Insgesamt war ich 10 Tage weg, davon 5 Tage im Saarland und 5 Tage in Paris. Herr DingDong und ich wollten beide mit so wenig Gepäck wie möglich reisen und waren beide bereit zu waschen. Glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass die Finca, wo wir im Saarland übernachtet haben, eine Waschmaschine hat!! Es war also überhaupt kein Problem mit so wenig Sachen auszukommen. Das Problem war eher meine Gedanken abzustellen: „Mist, hättest du doch festere Schuhe mitgenommen“ oder „Mh, ne Regenjacke wäre vielleicht doch besser gewesen, oder?“ – Da ich weder Regenjacke noch festere Schuhe dabei hatte, musste ich eben mit dem auskommen was ich dabei hatte. Und siehe da, ich habs überlebt :D
Im Nachhinein wäre beides nur überflüssig gewesen.

Meine Klamotten passten in diesen Standard-Bundeswehrrucksack, es gab sogar noch Luft nach oben:

Socken und Unterwäsche habe ich zusammengefasst und einen Netzbeutel gepackt, die Sandalen haben in einem extra Beutel Platz gefunden, der später für die Schmutzwäsche herhalten musste.

Und das war der Inhalt meines Kulturbeutels:

(Deomischung, Natron, Kokosöl, Waschlappen, Schlafmaske, Zahnbürste und ein paar Krimskramssachen, die ich in letzer Zeit gesammelt habe)

Meine Vorgehensweise:
– das Wetter am Urlaubsort checken (so konnte z.B. die Regenjacke zuhause bleiben)
– ein möglichst praktisches (und kleines) Gepäckstück aussuchen, in meinem Fall der Rucksack
– überlegen, was ich machen will bzw. welche Aktivitäten anstehen
– eine Liste anlegen, mit allem was ich mitnehmen will (geht z.B. wunderbar hiermit)
– alles zusammensuchen, einpacken und nach 30 Min. fertig sein :D

Minimalistisch reisen ist herrlich und sollte sich jeder mal trauen! :D
Üben kann man immer, bei Kurztrips, auf Geschäftsreise oder bei der Fahrt zu den Eltern (dort steht zumindest immer ne Waschmaschine ;D)

Weitere interessante Links:

extreme light travel von miss minimalist
How Traveling Lightly Changed My Life, auch von miss minimalist
No Baggage Challenge von Rolf Potts
The Tao of Travel von Leo Babauta/zenhabits
The Beginners guide of minimalist travel von Karol Gajda

Bist du schon mal minimalistisch gereist? Was ist dein wichtigster Tipp?

List-o-Manie: 9 Dinge, die ich im Urlaub gelernt habe

Hurra, wieder zurück! Zwar mit ner fetten Bronchitis als Souvenir, dafür aber gut gelaunt! Keine Sorge, die Bronchitis, die ich mir dank diverser Klimawechsel eingefangen habe, ist schon wieder am Verschwinden.
Trotzdem ist noch ein bisschen Bettruhe angesagt. Und als Bettlägrige hat man ja viel Zeit nachzudenken…das Ergebnis? Diese Liste!

9 Dinge, die ich im Urlaub gelernt habe:

  1. Leben wie Gott – im Saarland! Dort ist es wunderschön und die Portionen auf dem Teller sind immer seeeehr gut gemeint!
  2. Wenn man viel zu tun hat und/oder fix und fertig ist, reicht auch 1x am Tag Essen. Bei den Portionsgrößen im Saarland sowieso.
  3. Zeitreisen machen Spaß! (Auch wenn sie wissenschaftlich nicht korrekt sind)
  4. zera

  5. Minimalistisch reisen besteht in der Hauptsache darin, seine Ängste zu überwinden. Wie Recht er hat!
  6. Klimaanlagen sind wirklich wirklich fiese Dinger!!!!
  7. Je weicher das Wasser, desto schöner das Haar
  8. Kamm vergessen, Finger genommen. Und zu Hause meinen halbkaputten zerschraddelten Plastikkamm entsorgt
  9. Toleranz lernt man am Besten gemeinsam mit anderen Touristen. Wenn man sich mit diversen Nationalitäten in einer Wolke aus fremdländischen Mundgerüchen vor der Mona Lisa herumdrückt, kann man sich gar nicht mehr aufregen, weil man selbst ein Teil davon ist. (Das war sowas von bekloppt!)
  10. mlil

  11. Paris stinkt fürchterlich nach Pisse und kann einen trotzdem bezaubern.
  12. HDRtist Pro Rendering - http://www.ohanaware.com/hdrtistpro/

Hach, schön wars. Und das Beste: Der Urlaub ist noch NICHT vorbei!!!! :)

Welche neue Erkenntnis hattest du in letzter Zeit?

Blogpause vom 12.8. bis 20.8.2013

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Ihr Lieben!
Nachdem die letzten Blogbeiträge ja eher nach dem Lustprinzip auftauchten wird es jetzt amtlich: Ich verabschiede mich in eine Blogpause. Grund: Urlaub, Reisen, neue Eindrücke, falsches Französisch sprechen und andere Leute nerven und hoffentlich viiiiel offline sein und sich die Welt angucken.

Das bedeutet: Vom Montag, den 12.8. bis 20.8. wird es hier keine Einträge geben.
Ab dem 21.8. wird dann wieder regelmäßiger gebloggt, versprochen!

Viele Grüße,
F Punkt Doppel-D

Dinge die mich freuen…

Im Juli war ich ziemlich gut gelaunt! Das lag unter anderem daran:

Ich hab mich endlich getraut mich zur Blutspende anzumelden und habe mittlerweile auch meine erste Spende hinter mir!!!!
Das Schlimmste daran ist wirklich das Gefühl wie sich die Nadel in die Haut und in die Vene bohrt und es ist ansich ziemlich langweilig, weil man mit fremden Leuten in einem großen Zimmer herumliegt, aber das lässt sich auch aushalten! Mir gings danach echt super.
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Hurra, hurra! Das Bloggertreffen war ja wohl der Hammer. Ich war echt überrascht wieviele tatsächlich da waren. Leider konnte ich nicht mit allen reden, aber ich hoffe, wir können es das nächste Mal nachholen! Danke jedenfalls. Ich hatte eine tolle Zeit. Und das Essen in Essen war auch gut. (Sorry, der MUSSTE jetzt noch sein. LOL:D)
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DOM! Mehr muss ich dazu nicht sagen. Die Wildwasser-Achterbahn ist schlimmer als sie aussieht, aber bei dem Wetter echt ein Segen. Nächstes Mal fahr ich wohl mit dem Höllenblitz.
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Funkgeräte nutzen macht sooo einen Spaß!! Wir hatten sie neulich zur Hand, weil wir einen Fernauslöser für die Kamera getestet haben und das fand ich wahnsinnig komisch. Zwei Fritzen vorm Supermarkt mit Funkgeräten! :D Da kommt man sich echt wahnsinnig wichtig vor. Und ja, der Kiosk an der Ecke ist noch im Funkbereich!!! :D
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Mein wunderschön dekoriertes Biologieheftchen. #hach. Das gesammte Schulwissen der Sekundarstufe II ist darin enthalten, fein säuberlich in schwarz und türkis hineingeschrieben, ein Destillat aus… gut ich hör schon auf. Die Aufkleber sind eigentlich das Beste daran. Ich habe mittlerweile so viele Dokumentationen über das Meer gesehen, dass ich schon ziemlich viele Tiere wiedererkenne. Eigentlich wollte ich ja Vogelarten lernen, aber irgendwie finde ich Meerresbewohner interessanter.
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..und ein Flohmarktfund!
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Soooo. Und was hat dir im letzten Monat gut gefallen? Was freut dich zurzeit?

Gelesen im Juli

Jaaa..wir haben schon August, aber in letzter Zeit fällt es mir bei dem guten Wetter so schwer vorm Computer zu sitzen. Obwohl ich im Juli nicht sonderlich viel gelesen habe, bzw. nur „Depri-Literatur“, muss der Beitrag trotzdem sein.

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer
In dem Buch geht es genau um das: Tiere essen. Warum essen wir Rinder und Schweine aber nicht unsere Hunde und Katzen?
Wer kennt das Buch nicht? Ich wollte das Buch nur lesen, weil ich wissen wollte, warum danach alle zum Veganer oder Vegetarier mutieren. Die Antwort darauf geht ab S. 150 los, wo schön detailliert das Leben eines Schlachtviehs erzählt wird.
Fazit: Das Thema des Buches ist richtig und wichtig und jeder der Fleisch ist, sollte sich mal die Frage stellen, warum er das überhaupt macht. (…und nicht immer Vegetarier und Veganer ausfragen, um ihnen dann mit der Gesundheitskeule eins über zu braten…das langweilt) Das wars leider schon mit den Pluspunkten. Ich fand diese Erweckungsgeschichte eines Jungvaters ein bisschen zu pathetisch, das Blabla um das Essen seiner Oma langweilig und sein Schreibtstil für ein Sachbuch ziemlich ungeeignet. Es gab auch zu viele Wiederholungen, dafür wurde auf einige Sachverhalte fast gar nicht eingegangen. „Wir“ essen ja nicht nur Rinder und Schweine und Hühnchen, sondern auch Frösche, zumindest deren Schenkel, Muscheln, Schnecken, Ameisen, Strauss, Haifisch etc. Das nur der vollständig halber. Das Quellenverzeichnis ist mehr als verwirrend, man muss echt Arbeit reinstecken, um Textpassagen nachvollziehen zu können. Dem Buch hätte es gut getan, wenn im Fließtext Fußnoten gewesen wären. Wer sich mit der Thematik auseinander setzen will, aber kein Buch lesen möchte, sei der Film „We feed the world“ empfohlen.

Die „Morgen darf ich essen, was ich will – Diät“ von Bernhard Ludwig
Hier bereits besprochen


Ende der Märchenstunde: Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt von Kathrin Hartmann

Ja, die LOHAS: ein bisschen Bionade schlürfen, auf Utopia.de die neuesten grünen Konsumtipps lesen, dabei fröhlich sein und trotz vollem Genuss die Welt retten. Es ist ja ganz einfach! Oder?
In 5 Kapiteln erläutert die Autorin, dass es damit nicht getan ist. In Kapitel 1 geht es um die Zielgruppe LOHAS, wer sie sind und was sie wollen. Es wird ein sehr zynisches aber auch leider wahres Bild gezeichnet. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Thema „Weltrettung 2.0“, also den Organisationen der Lifestyle-Ökos. Utopia.de und Karmakonsum kommen denkbar schlecht dabei weg. Die Unternehmen mit ihrem Lobbyismus und ihrem Green Washing bilden ein deprimierendes Kapitel 3. Beispiele von geläuterten Unternehme(r)n wie Bionade oder American Apparell werden in Kapitel 4 auseinandergenommen. Zu guter Letzt geht es im 5. Kapitel um die Politik und die Gesellschaft, der Einfluss von NGOs usw.
Fazit: puh, durch das Buch muss man sich durchquälen, weil es fürchterlich schlechte Laune verbreitet. Trotzdem lesenswert, weil die Thematik extrem wichtig ist.
Ich habe mich hilflos, verzweifelt und wütend gefühlt und am Schluss wusste ich nicht mehr was ich eigentlich tue. Eigentlich weiß ich es jetzt immer noch nicht genau…Mein Weltbild ist zerstört und ich sammle immer noch die Scherben auf.

Stolpersteine in der Mitarbeiterführung von Hans-Jürgen Kratz
In dem Buch werden 50 Stolpersteine aus Sicht der Führungskraft und aus der Sicht der Mitarbeiter beschrieben und mit Hintergrundwissen, Denkanstößen und Verhaltenstipps ergänzt. Aus beruflichen Gründen gelesen.
Fazit: häppchenweise Infos, je nachdem was man braucht. Kann man wunderbar selektiv lesen. Daher für jeden lesenswert, der etwas zu dem Thema braucht.

Eine Handvoll Leben von Marlen Haushofer
Als Vater Pfluger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, sehen sich seine Frau Käthe und deren Sohn gezwungen, das Haus zu verkaufen. Eine reiche, ältere Amerikanerin namens Betty interessiert sich für das Haus. Doch in Wahrheit ist es Elisabeth, die nach 20 Jahren unerkannt in ihr Haus zurückkehrt und ihrem ahnungslosen Sohn gegenüber steht.
Sie bittet um eine Übernachtung, die ihr aus Gastfreundschaft gewährt wird. Doch an Schlaf ist nicht zu denken, als sie in der Kommode in ihrem Zimmer einen Stapel Postkarten von damals findet und sie an ihr früheres Leben erinnert wird.
Fazit: sachlich und ruhig erzählt, sehr beklemmend und höchst interessant.

Und, was hast du in letzter Zeit gelesen? Irgendwelche Tipps für den Urlaub?

Gesehen im Juli

So, ich melde mich erstmal mit meiner üblichen Monatsende-Kategorie zurück und ja doch ich würde sagen: Klarer Fall von – Filmsüchtig :D Das hat ja vielleicht Spaß gebracht sich quer durch sämtliche Genres zu gucken. Ganz vorne dabei war die Mutprobe mit dem Titel „28 Days later“. Ich gucke normalerweise nie Zombiefilme, ich guck ja nicht mal Kriegsfilme oder Horrorfilme, weil ich mich so fürchte und dann mind. 3 Tage ganz schlimmen Alpdruck habe. Aber ich habs überlebt, weil „is ja nur ein Film“. Zur Beruhigung habe ich mir Spielfilme und Dokumentationen angesehen. Was mir aufgefallen ist: Die neuen Dokus haben alle bombastische Bilder aber weniger Informationsgehalt. Ist nicht unbedingt schlimm, aber manchmal möchte man es dann doch genauer wissen :D

Das war meine Juli-Filme:

Archipelago
Ein Familien-Urlaub auf Tresco (Isle of Scilly). Sohn Edward weiß mit seinem Leben nichts anzufangen und beschließt, als Freiwilliger nach Afrika zu gehen um dort bei der AIDS-Aufklärung mitzuwirken. Aufgrund seines bevorstehenden Abschieds beschließen Mutter und Schwester noch einmal ein paar Tage mit ihm Ferien zu machen. Zuerst freuen sich alle, aber es brodelt unter der Oberflächen und bald liegen die Nerven blank.
Fazit: wow, der beste Film, den ich seit langem gesehen habe. Toll geschauspielert, wunderschöne Landschaft, ruhig erzählt, fast wie in einem Dokumentarfilm. So echt, dass es schon gruselig ist.

Gefährten / War Horse
Ein temperamentvolles Halbblut wird durch Liebe und Freundschaft zunächst zum Ackergaul, dann zum Kriegshelden. Ein Pferdefilm von Steven Spielberg.
Fazit: Ähm, ja. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Solche Filme macht heutzutage keiner mehr. Zuviel kitschige Musik, zuviel Sonnenuntergänge, zu viel Pferde. Einige Szenen waren großartig. Und wieso reden die Deutschen im OT nicht auch Deutsch untereinander sondern Englisch?! Für Pferdefans ein Muss, auch ein toller Familienfilm. Alle anderen werden sich langweilen. (Ich habe ihn nur geguckt, weil Benedict Cumberbatch mitspielt)

Miss Austen Regrets
Miss Austen regrets ist eine Filmbiografie über die späteren Jahre von Jane Austen, basierend auf ihren Briefen und Tagebüchern.
Fazit: ganz nett gemacht, toll geschauspielert. Wenn man den Film aber nicht gesehen hat, hat man auch nix
verpasst.

Skyfall
Ups – James Bond und seine Kollegin versauen einen Fall: Als sie den Auftragsmörder verfolgen, der eine Festplatte mit brisanten Daten geklaut hat, wird Bond erschossen und für tot erklärt. Drei Monate später explodiert das MI6 Hauptgebäude in London, was der wiederauferstandene Bond mitbekommen hat und sich bei M zum Dienst meldet. Aber: Kann er es noch? Und wer steckt hinter dem Attentat? Während sich Bond auf erneut auf die Suche nach der Festplatte macht, muss sich „M“ vor einem Ausschuss verantworten.
Fazit:bff…is ja wohl klar: sehenswert. kurzweilig. Tolle Unterhaltung mit viel Action und tollen Bildern. Ich muss gestehen: Mein erster James Bond mit Daniel Craig. Ich find den ansich ja nicht so toll, aber James Bond kann er. So richtig. Und wie toll ist denn die Idee, Jarvier Bardem als Bösewicht einzusetzen?! Großartige Leistung! Natürlich auch von Judi Dench alias „M“. Also angucken!

Anna Karenina
Über Anna Karenina muss man ja wohl nicht viel erzählen. Das ist ja wohl der berühmteste Ehebruch der Literaturgeschichte. Nun eben neu inszeniert.
Fazit:mmh..weiß nicht. Sehr experimentiell. Man muss sich darauf einlassen und selbst dann kommt man irgendwie nicht so „rein“. Die Bilder und die Ausstattung mitsamt aller raschelnder Kleider ist großartig, die Erzählweise sehr originell, aber irgendwie übertüncht das alles die eigentliche Geschichte. Der Film spielt quasi nur in einem Raum, der immer wieder umgebaut wird und durch aufwendige Kamerafahrten verbunden wird. Da gehen die Leute hinter die Bühne und sind aber eigentlich auf der Straße. Verwirrend, ja – funktioniert aber. Leider zu Lasten der großen Gefühle.

Die fantastische Reise der Vögel
Eine BBC-Dokumentation über Zugvögel. Für diesen Film wurden extra Vögel aufgezogen und trainiert, damit sie eine Kamera auf den Rücken tragen können. Ergebnis: Aussergewöhnliche Bilder, die man so noch nie gesehen hat! 4 Jahre lang wurden die Vögel von Afrika bis Europa, von Patagonien bis zur Arktis, in Asien und Australien begleitet, beobachtet und gefilmt.
Fazit: ein Film mit wunderschönen Bildern und Gänsehaut-omenten. War auch nicht zu sehr mit Infos beladen, was zwar einerseits sehr schade ist, andererseits aber auch perfekte Feierabendunterhaltung ist. Ich war seeehr begeistert.

Cover girl / Es tanzt die Göttin
Ein Filmusical-Klassiker aus dem Jahre 1944 mit Gene Kelly und Rita Hayworth
Fazit: ähm. Guckt eigentlich noch irgendwer außer mir solche Filme? Echt, seht ihn euch an. Schöne Frauenbeine, tolle Klamotten, witzige Typen und schöne Tanzeinlagen. Und dann seid ihr auch in Gene Kelly verknallt! :D

Burn after Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?
Der in die Jahre gekommene CIA-Anaylst Osbourne Cox soll in eine unbedeutendere Abteilung zwangsversetzt werden. Da ihm das nicht passt, kündigt er und schreibt seine Memoiren. Noch-Ehefrau Katie, die ihn mit dem ehemaligen Personenschützer Harry Pfarrer betrügt, ist zunehmend genervt und will die Scheidung. Um belastendes Material für ihren Anwalt zu finden, kopiert sie sämtliche Daten aus Osbournes Rechner, darunter auch seine Memoiren. Dummerweise lässt die Anwaltsgehilfin diese CD in dem Fitnessstudio „Hardbodies“ liegen, wo sie der nicht ganz so clevere Chad findet und mit seiner Kollegin Linda einen Coup plant. Linda braucht Geld für diverse Schönheits-OPs, die ihr von der Krankenkasse verweigert werden, also versuchen beide, Osbourne Cox zu erpressen…und das geht gründlich schief.
Fazit: anschauen. schnell. Der Film ist so bekloppt, den muss man einfach mögen.


Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Florian Optiz treibt die Frage um, warum wir immer weniger Zeit haben, obwohl wir so viel Technik haben, die uns eigentlich das Gegenteil ermöglichen sollte. Wer dreht denn an der Uhr? Und wie kann man aus dem Hamsterrad aussteigen?
Fazit: Gut gemacht, sympathischer Filmemacher. Sehenswert. Eine längere Filmbesprechung gibt es hier.

Unser Wald – das grüne Wunder
600 Drehtage, 70 Drehorte, 250 Stunden Rohmaterial, Luftaufnahmen per Heißluftballon und tagelang ausharren im Tarnzelt. Herausgekommen sind schöne Bilder vom Wald. Wildschweine, Ameisen, Füchse, Hirschkäfer, Vogelgezwitscher. Drama zwischen Groß und Klein.
Fazit: Schöne Bilder, toll von Benno Fürmann erzählt, daher sehenswert. Vor allem die Ameisen kommen gut weg, was mir persönlich seeehr gefallen hat. Ich liebe Ameisen!

The great Barrier Reef
Ja, noch eine BBC-Doku! Diesmal über das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens.
Fazit: Diese Doku war wie verreisen! Ich habe sehr viel gelernt, obwohl die Infos sehr dürftig waren. Es gab sehr viele Wiederholungen und teilweise wurde auch gar nichts Wichtiges erzählt. Schade. Die tollen Bilder hätten es verdient.

Miranda (Series 1 & 2)
Ähm, ja schon 2 Mal gesehen, aber ich dachte: Schadet ja nicht :D Zum Schlapplachen.

28 Days later
Typ wacht auf dem Koma auf und stellt fest: London ist ausgestorben. Nach und nach dämmert ihm, dass hier irgendwas nicht stimmt. Die übrigen Menschen verhalten sich sehr aggressiv und wollen ihn töten, doch er findet Hilfe von ein paar nicht infizierten Menschen. Gemeinsam schlagen sie sich durch zu einem Militärstützpunkt, doch da geht der Alptraum erst los…
Fazit: Von den Kollegen als „krassen“ Zombiefilm empfohlen und tja…was soll ich sagen…ich hab mich schon lange nicht mehr bei einem Film sooo gelangweilt. Vielleicht war meine Erwartungshaltung einfach zu hoch. Gefürchtet habe ich mich kein Stück, ich fands eher trashig. Pluspunkte gibts allerdings für den Soundtrack, aber das konnte Danny Boyle schon immer gut.

Und was hast du dir angeguckt?