Gelesen im Oktober

Interessanterweise ist mir der Oktober diesmal länger vorgekommen, als alle bisherigen Monate bisher. War das bei dir auch so? Ich muss unbedingt mehr über Zeitwahrnehmung und Flow lesen…

Egal! Gefühlt mehr Zeit = mehr Zeit zu lesen!

Das war im Oktober dran:

„Wie viel weniger ist mehr? Lebenslust auf den Punkt gebracht“ von Ute Lauterbach
(Als E-Book auf dem iphone gelesen) Dieses 160 Seiten Büchlein habe ich aus 2 Gründen runtergeladen. 1. Stand es schon länger auf meiner Leseliste und 2. wollte ich mal die Onleihe-App und das Bücher lesen auf dem iphone testen.
Hab das Büchlein innerhalb 1 Stunde durchgelesen. Wobei…den ersten Teil habe ich gelesen, den zweiten Teil dann nicht mehr. Es geht nur um die Frage: „wie viel weniger ist mehr?“. Es geht weder ums Ausmisten noch um sonstige konkrete Tipps, es wird vielmehr versucht, den Denkprozess um diese Frage in die Gänge zu bringen.
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Ein paar wichtige Sätze waren dabei. Der erste Teil war klar und deutlich, der zweite Teil soll wohl eher die rechte Gehirnhälfte ansprechen und handelte um Fett. Ja genau. Die Kommunikationspsychologen, die sich immer bemühen, Bilder im Gehirn anderer Leute entstehen zu lassen…für mich überflüssig.

„Tiefsee: Von schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen“ von Dagmar Röhrlich
Vergesst den Mars, die Aliens leben unter uns! Genauer gesagt in der Tiefsee. Dort blinken Anglerfische ihre Beute an und Bakterienkolonien siedeln an heißen Quellen an unmöglichen Orten. Von Kraken und Röhrenwürmern, Seegurken und Seelilien, wunderschön illustriert, faszinierend wie ein Lehrbuch und spannend wie ein Krimi. Eingerahmt werden diese Beschreibungen von der nicht minder faszinierenden Challenger-Expedition.
Fazit: absolut lesenswert, aber auch ziemlich traurig. In jedem Kapitel kommt irgendwann der Satz vor: „wegen dem von Menschen gemachten Klimawandel ist diese Art bald ausgerottet“ oder „wenn wir so weitermachen, stirbt das Ökosystem“. Das kommt nicht zeigefingermäßig daher, aber ist natürlich trotzdem bitter.

„Paris in Style: Der persönliche Fashionguide“ von Isabelle Thomas und Frédéricque Veysset
Paris Fashion Week – gefühlt ist die ja immer. Und gefühlt stellt sich jedes Mal jeder Reporter (und alle anderen) die Frage: Wie machen das die französischen Frauen, dass die immer so gut und schick und elegant aussehen.
Diese Frage soll in diesem Buch beantwortet werden. Es gibt Bilder, Interviews und allerlei Ratschläge zum Thema Garderobe aufhübschen mit DIY und wie man seinen eigenen Stil findet.
Fazit:…ähm….ja. Keine Ahnung mehr warum ich mir dieses Ding überhaupt ausgeliehen habe. In diesen Bücher steht immer dasselbe nach einem bestimmten Schema: 1. In der Mode gibts keine Regeln, alles ist erlaubt. 2. Finde deinen eigenen Stil, das geht, wenn man weiß, was man mag. 3. Obwohl es keine Regeln gibt, unbedingt Kleidungsstück xy vermeiden, das geht ja gar nicht!! 4. Schon aber bitte darauf achten, wo deine Problemzonen sind, dann wird alles gut.
Gähn. Langweilig. Für den Müll. Aber ich bin ja nicht so, ich antworte jetzt hier auf die Frage, was an den Französinnen so toll ist: Sie sind hübsch und schlank und machen was mit Mode oder Journalismus oder beides. Zumindest diese Frauen in dem Buch.

iPhoneography – Fotografieren mit dem Iphone von Stephanie Roberts
Kreativ fotografieren mit dem iPhone: knipsen, bearbeiten, hochladen und mit der Welt teilen. Wie man mit Foto-Apps arbeitet und das Beste aus den Bildern herausholt ist kurz und knackig erklärt, dazu gibt es Interviews von Leuten, die sich mit der Iphoneography schon einen Namen gemacht haben. Hauptbestandteil ist jedoch die Kreativarbeit. Es gibt – ähnlich wie die im Internet kursierenden – Photo-a-day-Challenges zahlreiche Vorschläge, die es dann fotografisch umzusetzen gilt. Keine graue Theorie – Der Spaß steht im Vordergrund!
Fazit: ein inspirierendes Buch mit vielen Ideen für Fotografie- bzw. Iphoneanfänger, damit der kreative Funke gezündet wird


Auf den Spuren der Ameisen: Die Entdeckung einer faszinierenden Welt von Bert Hölldobler und Edward O. Wilson

Alles drin, was man über Ameisen wissen will: Herkunft und Fortpflanzung, Koloniebildung, Kommunikation, Altruismus und Eusozialität, Aggression und Verteidigung. Es werden sämtliche Arten vorgestellt und es gibt viele Grafiken und Fotos in einer sehr guten Qualität. Im Anhang gibt es auch eine Anleitung wie man sich selbst eine Kolonie anlegen kann.
Fazit: Mit dem Buch bin ich in Wirklichkeit noch gar nicht fertig, aber es ist definitiv lesenswert für alle, die sich für Ameisen interessieren. Der Informationsgehalt ist sehr hoch, es gibt tolle Bilder, die genau erläutert werden und es ist für Laien, die ein bisschen Grundbildung im Fach Biologie haben, komplett verständlich. Man merkt an jeder Stelle, dass sich die Autoren Mühe geben, trotz der vielen Details alles so verständlich und übersichtlich wie möglich zu erklären. Das gelingt! Das Ganze wird aufgelockert durch sehr persönliche Anekdoten der beiden Autoren. Herrlich! So sollen Bücher sein! Leider konnte ich Herrn DingDong noch nicht davon überzeugen, dass Ameisen doch auch tolle Haustiere wären…

So und du? Was hast du im Oktober glesen?

Gesehen im Oktober

Unfassbar, ich habe es sogar 2 Mal ins Kino geschafft. Voll extrem (zwei Filme am Wochenende) aber dafür total gute Filme!

Das habe ich mir angesehen:

Den Arte Themenabend über Wirtschaftswachstum
Rezension hier.

Emma
Jane Austen Verfilmung des gleichnamigen Romans. Die junge Emma versucht sich als Ehestifterin und stürzt damit ihr Umfeld ins (Gefühls-)Chaos. Und sich selbst natürlich auch.
Fazit:Eigentlich nur angeguckt weil Johnny Lee Miller dabei ist, den ich hauptsächlich wegen seiner tollen Nase mag. Allerdings war Romola Garai richtig toll und ich war von der Verfilmung positiv überrascht. Die Ballszene war herrlich und die Kostüme haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Only lovers left alive
Jup, der neue Jim Jarmus Vampirfilm mit der fantastischen Tilda Swinton. Der Film wurde im Rahmen des Filmfests Hamburg gezeigt und kommt laut Internet im Dezember in die Kinos.
Fazit: absolut genial, schaut ihn euch an! Ihr werdet es nicht bereuen! Der Film ist wie ein guter Witz. Für Insider ;D

Gravity
Die Crew der Mission STS-157 arbeitet an einer Erweiterung des Hubble-Weltraumteleskops. Missionsleiter Kowalski erzählt bei seinem letzten Weltraumspaziergang Anekdoten aus seinem Leben, während Dr. Ryan Stone bei ihrem ersten Außeneinsatzes ziemlich nervös ist. Doch dann geschieht eine Katastrophe: Trümmerteile eines russischen Satelliten und anderer Weltraummüll trifft das Shuttle und das Teleskop.Aber am Besten guckst du es dir mal selbst an.
Fazit: Fetzt! Einer der besten 3D-Filme, die ich bisher gesehen hab. So muss Kino sein. Die realistischen Effekte machen richtig Spaß! Klar gibts auch Logikfehler, aber die fallen aufgrund der tollen Effekte und der Spannung kaum auf.

Wallander, Staffel 1
Der verschlossene, depressive Kurt Wallander wird von Kenneth Brannagh dargestellt.
In Staffel 1 sind folgende Episoden zu sehen:
Sidetracked (Die falsche Fährte)
Firewall (Die Brandmauer, was für ein Kacktitel, das sollte schon Firewall heißen…)
One Step behind (Mittsommermord)
Fazit: Ich habe bisher keinen einzigen Wallander-Roman gelesen, daher kann ich nicht beurteilen, ob die Filme der literarischen Vorlage nahe kommen oder nicht. Ich fand sie sehenswert, Kenneth Brannagh macht seine Sache verdammt gut und die Fälle sind allesamt spannend. Toll ist die Kombi aus Landschaftsaufnahmen, Sounddesign und Wallanders Seele(nlandschaft). BBC machts richtig.


Verführung/Persuasion

Jane Austen Verfilmung nach dem gleichnamigen Roman mit Amanda Root.
Fazit: wuah. Hat mir überhaupt nicht gefallen. Viel zu altbacken und langweilig.

Ohne Limit
Eine synthetische Wunderdroge hilft dem erfolglosen Schriftsteller Eddie Morra zu einem ungeahnten Kreativitätsausbruch. Er schreibt sein Buch in 4 Tagen fertig. Aber nicht nur das: Er kann sich an alles erinnern, was er jemals gesehen oder gehört hat, er lernt schneller und kann besser denken. Plötzlich ist er schlau, beliebt und bald stinkreich, ja wow, er gewinnt sogar seine Ex-Freundin zurück, weil er endlich sein Leben im Griff hat!
Wären da nur nicht die Nebenwirkungen. Und die Typen, die diese Droge auch haben wollen…
Fazit: visuell sehr ansprechend, daher sehenswertes Popkornkino. Auch gut, dass Bradley Cooper in dem Film die meiste Zeit ziemlich hässlich ist, das macht ihn sympathisch und glaubwürdiger :D

The Amazing Spiderman
Ach, die Story kennt ihr doch alle! Peter Parker, der Loser, wird von einer Spinne gebissen und kann dann an Wänden hochkrabbeln und jagt böse Buben in New York.
Fazit: kann man sich angucken, muss man aber nicht. Das Thema Spiderman ist schon ziemlich ausgenudelt, auch ist der Film schwülstig und stellenweise recht langatmig. Allerdings war ich von den beiden jungen Hauptdarstellern schwer begeistert. Von Andrew Garfield wird man sicherlich noch einiges hören, seine schauspielerische Leistung war top! Überhaupt, die Chemie zwischen Emma Stone und ihm stimmt, das merkt man in jeder Szene und das macht – finde ich – den eigentlich Reiz des Films aus.

Deine Filmtipps für November bitte ins Kommentarfach!

Dinge, die mich freuen…

Im Oktober freue ich mich nicht nur das grandiose Herbstwetter und die bunten Farben, sondern auch über:

…meine neuen Kastanienfreunde! :D
kasges
kasges2

…der Besuch der Tortenshow, wo es leider wenig zu probieren gab, dafür aber sehr viel zu staunen (Die Blumen sind komplett aus Zucker, ist das zu fassen?!)
tos13

…Muminlutscher! In Herzform. (von der gleichen Kollegin, die mir den Muminteller geschenkt hat…)
mulu

…die bevorstehende Nacht des Wissens! Liebe Hamburger: IHR MÜSST DA HIN!

…achja, und danke für’s Mitmachen beim Lieblingsdinge sammeln. Das hat mich auch sehr gefreut!

Was freut dich zurzeit?

Zero City – die Nullwachstumsstadt

Ich habe noch gar nicht berichtet, wie es beim #.vernetzt Fortschrittscamp im September war!
Ich war aus Zeitgründen leider nur von 10:30 bis 14 h dort, aber – um es kurz zu machen – es war super! Der Keynote Vortrag von Lord Robert Skidelsky war informativ und er hat die richtigen Fragestellungen ins Gehirn geholt. Zwar ein bisschen heftig, gleich morgens einem im feinsten British-English erzählten Wirtschaftsvortrag zu lauschen, aber es war völlig ok und die Diskussion hinterher war sehr bereichernd.
Danach sind wir (Herr DingDong war auch dabei) in die ZeroCity-Ausstellung gegangen, von der ich hier berichten möchte, weil das Konzept ziemlich spannend ist.

Es geht um die Stadt in der Postwachstumsära, die „Nullwachstumsstadt“ und um die zentrale Fragen: Wie sieht die Zukunft der Stadt aus? Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?

Vorweg haben sich ein paar Jungs und Mädels getroffen um darüber zu grübeln. Herausgekommen sind ein paar Kriterien, die auch in der Ausstellung in Form von Plakaten vorgestellt wurden. Als Basis zum miteinander-weiterdenken. Zentraler Bestandteil war auch die Diskussion. Die in gelben Schutzanzügen verkleideten „Zukunftsstadtführer“ schrieben eifrig Stichwörter und Notizen in ihre Notizbüchlein.
Grundsatz der ZeroCity ist, maximal sparsam und selbstversorgend zu sein. Es soll aber keine Kommune sein, sondern eine tatsächliche Stadt. Für alle. So wie man sie kennt.

Fablabs, Repair-Cafés, Urban Gardening, Industriegolf, Fahrradwege usw. alles drin:

Die im Issuu hinten aufgeführen Stadtformen (Monolith, Tree oder Cell) wurden als Stadtmodelle gezeigt. Auch darüber wurde eifrig diskutiert, alles hat seine Vor- und Nachteile.
Spontan würde ich zum „Tree“-Modell tendieren, der Monolith wäre mir zu abgekapselt, die „Zelle“ zu dörflich.

Auf der Ausstellung konnte man in Kritzelheftchen zu diversen Themen wie Urlaub, Kultur, Arbeit etc. seine eigenen Gedanken niederschreiben. Ich bin gespannt was daraus wird.

Trotzdem hat auch der Stadtplaner und Initiator des Projekts die richtigen Fragen gestellt: „Was wollen wir erreichen? Und was sind wir bereit, dafür aufzugeben?“ und „Wo hört der freiwillige Verzicht auf, wo fängt der Zwang an?“

Sowas ist ja nicht für jeden was. Introvertierte haben vielleicht ziemliche Probleme damit, sich einen Gemeinschaftsraum mit anderen zu teilen. Will man eine 20 Stunden Woche haben, nur um den Rest der Zeit mit Arbeit für die Gemeinschaft zu füllen? Muss das flexibler gestaltet werden oder strenger? Sonst machen einige alles für die Gemeinschaft, andere gar nix? Wie regelt man Konflikte?

Diese und andere Fragen, die aus dem ZeroCity-Konzept entstehen finde ich ziemlich spannend.
Wie siehst du das? Was würde dich stören? Womit hättest du keine Probleme? Wie bekommt man es hin, dass alle auf dem gleichen „genug“ – Level sind?

Mehr:
zerocity auf Facebook
zerocityvision.net
Interview mit Julian Petrin auf taz.de
Gemeinsam die Stadt verändern auf nexthamburg.de
und etwas allgemeiner zum Hintergrund der zukünftigen Stadtplanung

Filofax Lineal-Lesezeichen DIY

Der Herbst ist da und mein Filofax braucht etwas Frisches! Inspririert von diversen Instagram Bildern habe ich ein bisschen mit Laminierfolienresten und Washitape gespielt. Heraus kam dieses superschnelle DIY:

fftrennerdiy

1. Ein Stück Plastikfolie auf Filo-Lineal zuschneiden.
2. Mit Washitape bekleben. Übergangslose Muster wirken am Besten
3. Bei Bedarf mit wasserfester Tinte stempeln (Ich nutze StazOn in schwarz)
4. Lochen, einheften und sich freuen.

Tres chic, non? Wie pimpst du deinen Filofax?

Das Montagspostkartenprojekt oder: auf die eigenen Bedürfnisse hören

Wie oft vergisst man im Alltag, sich um sich selbst zu kümmern? Ich bin Führungskraft und habe einen Partner, bin Schwester und Freundin, Ratgeber und Zuhörerin. Wenn man nicht lernt, sich rechtzeitig abzugrenzen, um sich um sich selbst zu kümmern, hat man früher oder später ein Problem.
Wenn man sich mit Minimalismus beschäftigt, muss man sich mit der Frage auseinandersetzen „Was will ich eigentlich?“ – nur geht das viel zu leicht wieder im Alltag unter!
Es muss heißen: „Was will ICH eigentlich?!“ und: „Wie setze ich das um?“
Ich definiere meine Prioritäten, schaue, was mir persönlich am Wichtigsten ist und sehe zu, dass ich das auch hinbekomme. Wo gibt es ein passendes Zeitfenster? Kann/will ich meine Fortschritte messen?

Ich kenne meine Prioritäten, an passenden Zeitfenstern mangelt es mir eigentlich auch nicht, aber wenn der Schweinehund mit dem hirnlosen Alltag wieder kommt, stellt man sich und seine Bedürfnisse dann doch wieder hinten an. Und ärgert sich.

Ich will den Ärger loslassen und vorankommen.

montagspostkartenprojekt

Deshalb habe ich mir mit meiner Freundin Jenny ein Projekt ausgedacht, das mich jede Woche wieder freut! Ich nenne es das „Montagspostkartenprojekt“ weil ich montags immer Zeit habe, mich um meine Belange zu kümmern. Damit ich das nicht vergesse, schreibe ich ihr Abends eine Postkarte mit ein paar Sätzen oder Stichwörtern. Ich zähle auf was ich für MICH gemacht habe. Und ja, das Postkarten schreiben gehört da auch dazu :) (am Besten mit einer Tasse Tee, dem Lieblingsstift und Musik)
Ich bekomme von ihr gegen Ende der Woche eine Postkarte, weil ihr Lieblingstag der Donnerstag ist. So halten wir uns mit Neugigkeiten bei der Stange und vergessen nicht, dass wir uns um uns selbst kümmern müssen.

Kümmerst du dich ausreichend um deine Bedürfnisse?

Meine Lieblingsdinge

Letzte Woche hatte ich mal wieder einen Ausmist-Flash. Kennt ihr das? Das Gefühl schleicht sich einfach so heran und dann packt man sich plötzlich eine Schublade und legt los. Während des Ausmistens und Aufräumens versuche ich nicht viel nachzudenken, da das nur behindert. Allerdings ist mir dieses Mal etwas durch den Kopf gegangen…

Beim Entrümpeln lässt man Dinge los. Man vergisst sogar irgendwann, dass man sie mal hatte. (Oder geht das nur mir so?)
In den meisten Minimalismusblogs werden Dinge verteufelt, als schlecht und als Ballast bezeichnet. Sind sie im Grunde auch,wenn man sie nicht gebraucht. Trotzdem gibt es Dinge, die man für immer und ewig behalten will, weil sie soooo toll, praktisch, schön usw. sind und sie sooooo viel Freude machen, wenn man sie benutzt. Das, was man behält wird irgendwie…wertvoller?!
Eigentlich bekloppt. Sind ja nur Dinge. Aber trotzdem!

Zeit, diese Dinge für einen kurzen Moment zu würdigen!

Meine Lieblingsdinge sind:

1. Mein Filofax. Mein Außenhirn. Mein Ideenbunker. Mein Nachschlagewerk. Meine Wundertüte! (Apfelmädchen, ich pflege ihn gut!)
ffld

2. Meine Trinkflasche. Hat zwar schon einige Macken, aber sie ist schön und türkis und praktisch und begleitet mich seit dem ersten Einsatztag überall hin!
kkfl

3. Wie nennt man das eigentlich richtig? Zungenschaber? Mundraummistgabel? Bakterienpeitsche? Dieses banale Plastikdings war ein Geschenk einer Kollegin. Sie war so begeistert, dass sie mir auch einen gekauft hat. Und ich kann die Begeisterung verstehen! Seit ich dieses Teil benutze, gehören Mandelentzündungen der Vergangenheit an und mein Mund fühlt sich sauberer an als nach ner Tube Zahnpasta :D
zsca

4. Der Muminteller. Auch ein Geschenk von einer anderen Kollegin. Für sie war es nichts besonderes…eher etwas, was man im Vorbeigehen kauft, weil es gerade passt. Aber ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn ich mein Brötchen oder Kuchenstück von diesem Teller essen kann.
muminteller

Liebe Dinge,
danke, dass ihr mir so gute Dienste leistet :D

Was sind deine Lieblingsdinge?

Ist weniger wirklich mehr? – Review Arte Themenabend

Hast du den ARTE-Themenabend neulich geguckt?

Der Film „Ist weniger wirklich mehr?“ war gut gemacht und ich fands schön auch mal zu sehen, was sich in anderen Ländern tut.
Die Lebensgemeinschaft in Spanien mit der Erdtoilette und der Pflanzenkläranlage fand ich zwar ein bisschen krass, die Transition Town Totnes in England dagegen ziemlich beeindruckend. Mir gefiel vor allem, dass gezeigt wurde, dass es eigentlich gar nicht so schwierig ist, etwas zu ändern, wenn nur alle mitmachen. (Also ja, vorallem auch die Behörden und die Politik!)
Oder, wie Niko Paech im Film sagt: „Man muss üben, auf Fleisch zu verzichten; man muss üben, aufs Auto zu verzichten“ – und das müssen wir alle!
Auch großartig: Der „Clan du Neon“, der überall das Licht ausknipst. Ich wusste gar nicht, dass man das auch von außen machen kann. Hm….:D

„Zero Waste – null Müll“ war leider etwas reißerisch. Ist das nicht krass, wie voll es dort mit Müll ist?! Ich wusste zwar, dass Neapel vermüllt ist, aber diese Ausmaße sind mir nicht bewusst gewesen. Mülldeponie im Nationalpark? – geht auch! Traurig…
Das Herumgeheule um die „Zwischenlösung“ war ein bisschen nervig und zwischendurch war mir nicht mehr klar, um was es jetzt genau geht: Mafia oder Müll? Oder beides? Was findet er denn jetzt gut? Und was kritisiert der Autor eigentlich? Ist er jetzt froh, dass der Müll weg ist oder nicht? Das Ende klang wieder versöhnlich, aber irgendwie habe ich es nicht kapiert.

Ich habe noch ein bisschen recherchiert:
Eine Präsentation von dem im Film erwähnten Paul Connett / Zero Waste and how to achieve it
der zero waste europe blog
Durch den Blogbeitrag von Finn wurde ich noch auf Materialien zum Thema Wachstumswachstum aufmerksam.

Wie fandest du den Themenabend? War etwas neu für dich?

Hilfe, was soll ich lesen?

Als ich mich neulich wieder mal mit Leuten über Bücher unterhalten habe, dachte ich: ich bastel einen Blogpost daraus und beantworte damit auch gleich die Frage, die mir seit jeher am Häufigsten gestellt wird:

„Was soll ich lesen?“

Lustigerweise habe ich darauf fast nie ne Antwort. Geschmäcker sind verschieden, Lebenssituationen auch. Bücher findet man nur deshalb gut, wenn sie in der jeweiligen Situation zum aktuellen Gemütszustand passen. Finde ich. Es gibt auch Autoren, die passen immer.
Damit mir (und dir) also niemals der Lesestoff ausgeht, zeige ich mal wie ich mich da organisiere.

Meine Sammelstellen:

Haushaltsordner
ss1ho

Merkliste im Online-Büchereikonto
mls

Leseliste im Filofax
ffll


Und wie komme ich nun dazu, diverse Papierchen mit meinen Ideen zu füllen?

Im Filofax finden sich alle möglichen Einträge, die mir permanent unterkommen. Titel aus dem Buchladen, die sich interessant anhören; Buchempfehlungen von Freunden, Stichwörter, die mir unterwegs einfallen. Zeug, das mir gezwitschert wird.

Im Haushaltsordner habe ich vor Urzeiten mal einen Ausdruck der Merkliste angelegt, da es online immer etwas nervig war, die Liste durchzusehen. Dazu hefte ich manchmal Schnipsel aus Buchzeitschriften, Verlagsprospekten oder Zeitungen und Zeitschriften ab.
Ich ergänze die Liste auch handschriftlich, wenn ich in einem gelesenen Buch die Literaturangaben durchsehe und ich mehr über ein Thema wissen will. Außerdem befindet sich darin auch eine Liste mit den Titeln meiner noch nicht gelesenen Büchern (*räusper*), die ich so schnell wie möglich abbauen will. Wenn ich etwas davon gelesen habe, markiere ich es.

Die Online-Merkliste wird dann gefüllt, wenn mir ein Thema einfällt und ich im Katalog meiner Bücherei wühle. Alles was mir unterkommt und potentiell passen könnte, kommt per Klick da rein. (Ich nutze die Schlagwort oder Stichwortsuche) Ganz praktisch: von überall abrufbar und immer gleich die Signatur und die Zweigstelle parat. (Achso, Tipps für den Büchereibesuch gibts übrigenshier)

Damit das System funktioniert, sehe ich alle Stellen halbjährlich durch und streiche das ab, was sich erledigt hat (entweder gelesen oder nicht mehr von Interesse).Es kann also auch passieren, dass da ein großer Batzen wegfliegt. Zu lesen gibts ja (leider? gottseidank?) genug!

Zack, das wars!

Und, wie kommst du auf deinen Lesestoff? Liest du nur aktuelle Bestseller, nutzt du Bücherblogs oder vertraust du auf die Empfehlungen deiner Freunde?