Aufbrüche – anders Denken

Das mit dem Bloggen soll wieder anders werden! Ich sperre mich in mein Schreibkammerl ein und tue nichts anderes!!! Isch schwöre!!

Damit ich wieder in den Fluss komme und du was zu lesen bzw. zu hören hast, kommt das hier:

Aus der Reihe „Aufbrüche – vom Reiz des Unbekannten“ gibt es nun den dritten und letzten Teil der Diskussion online.
Unter dem Motto „Anders denken“ trafen sich Jo Lendle (Autor), Tran Nguyen (FameLab Siegerin und beste Wissenschaftserklärerin) und Gunter Dueck (Mathematik Professor und Autor)

Viel Spaß beim Hören!

Gelesen im November

ups, ja das war gemein, dass ich einfach so verschwunden bin ohne etwas zu sagen. Aber der Urlaub kam so plötzlich und war soooo toll. Seine Zeit nicht vorm Bildschirm sondern mit netten Leuten und Kleinkindern verbringen zu dürfen ist einfach großartig!
Und natürlich wurde auch viel gelesen:

„Selbst denken“ von Harald Welzer
Wie können wir als Gesellschaft zukunftsfähig werden? Wie kommt es, dass Änderungen so lange dauern? Warum muss ich mich selbst ernst nehmen? Und: tue ich das etwa nicht?! Diese Fragen beantwortet Soziopsychologe Harald Welzer in persönlicher und sehr launiger Manier und zeigt uns, wie wir durch selber denken zukunftsfähig werden.
Fazit:lesenswert. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn man ab und zu mal den Faden verloren habe (wach muss man für die Lektüre schon sein). Das Buch hat für mich einiges erklärt und mich beruhigt. Für mich füllt es die Lücke zwischen Blinden Pseudonachhaltigkeits-Aktionsismus und politischer Ohnmacht. Wer mehr „Geschichten des Gelingens“ möchte, kann sie auf futurzwei.org nachlesen


„Die Welt, wie wir sie kannten“ von Susan Beth Pfeffer

Die 16-jährige Miranda, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Kleinstadt lebt, quält sich durch ihre Pubertät. Doch ab dem 18. Mai wird alles anders: Ein Asteroid schlägt auf dem Mond ein und schiebt den Mond näher an die Erde. Keine Zeit mehr für Eiskunstlauf und Abschlussbälle. Es folgen Flutkatastrophen, Wetterumschwünge und Erdbeben. Die Lebensmittel werden knapp, der Strom fällt dauernd aus, Seuchen brechen aus. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es war.
Fazit: lesenswerter Jugendroman in Tagebuchform, den nicht nur Jugendliche lesen können. Die Katastophen sind ziemlich real beschrieben, die Charaktere gut gezeichnet. Gutes Thema für weitere Diskussionen: Was würdest du beim Weltuntergang machen?

„Die Verlorenen von New York“ von Susan Beth Pfeffer
Zweiter Teil der Mondkatastrophe. Der 17-jährige Alex wohnt mit seiner Familie in New York. Seine Eltern werden vermisst und er muss sich nun um seine Schwestern kümmern. Auch hier werden die Lebensmittel rationiert und es gibt weder Strom, noch fließend Wasser. Die Leichen stapeln sich in den Straßen, die Ratten ebenso. Alex muss sich schnell etwas anderes einfallen lassen, um sich und seine Schwestern in Sicherheit zu bringen.
Fazit: lesenswert, auch wenn es nicht sooo gut war wie der erste Teil. Die Charaktere und Familiengefüge sind zwar gut gezeichnet, die Geschehnisse auch logisch und real. Was mich ein bisschen genervt hat, war, dass die Familie ziemlich katholisch war und entsprechend oft zu Gott gebetet hat, denn dabei kamen die Umstände der Katastrophe ein bisschen zu kurz und das Ganze war etwas oberflächlicher. Schade.

„Das Leben, das uns bleibt“ von Susan Beth Pfeffer
Teil 3 der Mondkatastrophe. Der Himmel ist aufgrund von Vulkunasche auch nach einem Jahr immer noch grau, die Natur ist tot, die Lebensmittel weiterhin rationiert. Immerhin kommt der Strom für längere Phasen zurück. Während Miranda und ihre Familie versuchen, mit der Situation klar zu kommen und von Schokolade träumen, geschieht eines Tages etwas nahezu Unglaubliches: Ihr Vater samt Freundin und gesundem Baby kehrt zurück. Es gibt also zwei Lebensmitteltüten mehr! Und dann ist da noch dieser Junge und seine Schwester…
Fazit: lesenswert. Dieser Teil hat mir wieder besser gefallen, weil er wieder aus der Sicht von Miranda in Tagebuchform war.

Die Bäckereiüberfälle von Haruki Murakami
Zwei Freunde haben Hunger. Richtigen Hunger. Und kein Geld. Sie beschließen die nächste Bäckerei zu überfallen, was sie auch mit Messern bewaffnet tun. Doch der Bäcker schlägt ihnen ein Tauschgeschäft vor: Wagner hören statt Messer wetzen. Und dazu viel Brot essen.
Fazit: ähm…weiß nicht. Kurz und surreal. Schön bebildert. Sehr seltsam. Murakami eben :D

Haben oder Sein von Erich Fromm
…erst angefangen, damit bin ich aber noch gar nicht fertig!

Was hast du im November gelesen?

LORAF

Neulich habe ich ja „Selbst denken“ von Harald Welzer gelesen (Besprechung folgt). Und was ploppt mir da auf Seite 154 ins Auge?
Das hier:

Lebenskunst, zwanzig Jahre später

Wir schreiben das Jahr 2033. Schon vor zwanzig Jahren hatte sich über die rasche Verbreitung von Car-Sharing-Modellen und Giveboxen in den Städten der Paradigmenwechsel vom Besitzen zum Nutzen angekündigt, der heute im vollen Gange ist: Es gilt mittlerweile als cool, nur noch so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu haben. Es ist der Lifestyle des Loslassens (neudeutsch LORAF = Lifestyle of Relief and Fun): Was man nicht hat, braucht keinen Raum, was man nicht hat, kann nicht geklaut werden, was man nicht hat, braucht nicht umzuziehen, was man nicht hat, kostet nichts.

Interessanter Begriff, ne? Kommt uns auch irgendwie bekannt vor…
LORAF = Minimalismus
-=+

Zukunftsfähig sein. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.

Zitat entnommen aus: Welzer, Harald: „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“, S. 154, 4. Aufl., Frankfurt a. M.: S. Fischer Verl., 2013

Aufbrüche – Anders zusammen leben

Hallooooo…? Ist noch jemand da?
Letzte Woche habe ich es nicht auf die Reihe bekommen mehr zu bloggen, weil ich gerade in Büchern versinke und die Tatsache, dass ich nun eine Decke!! mit Ärmeln!!! besitze, bedeutet leider, dass ich nichts anderes mehr tun möchte als Lesen. Vor allem wenn man gerade gute Bücher erwischt hat, die man nur so weglesen kann…

Und heute ist es grau und schmuddelig, typisches Hamburger Schietwetter, da will ich am Liebsten auch nix anderes tun. Nun gut, ich bin mal nicht so, ich teile zumindest noch einen Link :D

Es ist der Link zu der zweiten Zusammenfassung aus der Reihe „Aufbrüche – vom Reiz des Unbekannten

Es geht dieses Mal um das Thema „Anders zusammenleben
Als Gäste sind dabei: Heinz Bude, Thomas Effenberger, Marion Stock

Viel Spaß beim Hören!

Stempel mit Modelliermasse

Ich glaube es war wieder mal irgendein Pin, der mich auf ein DIY neugierig gemacht hat.

Stempel liebe ich über alles! Ich könnte alles mögliche vollstempeln und ich habe auch schon einige Stempel, mit denen ich Briefe, Postkarten und Notizzettel verziere. Als Hintergrund für eine Collage sind sie auch brauchbar, deshalb wollte ich unbedingt auch mal Stempel selbst machen.

Schnitzen ist aber kompliziert, man braucht Werkzeug und ich konnte bis jetzt (offline) keine Stempelplatten finden.

Der Pin hat mich auf eine neue Idee gebracht – lufttrocknende Modelliermasse!
Im Bastelladen habe ich mich für Superfluffy entschieden, weil ich für ein Experiment nicht 250 g kaufen wollte.

stempeldiy

Der Rest ist ganz einfach:

Ein Stück Modelliermasse abzupfen, zur Kugel rollen, ggf. flach drücken und ein Muster eindrücken oder einritzen. Trocknen lassen, losstempeln.

Zu Testzwecken habe ich erstmal drei Stempel gebastelt, bei Bedarf klebt man sie an Korken oder Holzklötzchen oder formt einen Griff.
diystempelmuster
Die ersten beiden Muster habe ich einfach mit einem Lineal gedrückt, der untere Stempel besteht eigentlich nur aus einer langen Wurst, die ich aufgerollt habe.

Die abstrakten Muster eignen sich sehr gut für Hintergründe, z.B. Collagen, Mixed-Media, Scrapbooking usw. oder um Geschenkpapier ein bisschen aufzupeppen.

Aufbruch – vom Reiz des Unbekannten

Auch wenn die Beiträge etwas aus der Reihe tanzen, soll für den Start ins Wochenende noch ein letzter Post rein.
Diesmal etwas zu hören!

NDR Info und die ZEIT Stiftung haben sich zusammen getan und tolle Gäste zu einer Diskussion unter dem Motto „Aufbrüche“ eingeladen. Von der Mittwochabend-Diskussion werden Donnerstags die Zusammenfassungen gesendet.

Die erste Folge heißt „Anders leben“, mit:
Meike Winnemuth, Niko Paech und Andreas Altmann

Viel Spaß beim Hören und ein schönes Wochenende!

Lektüreliste Minimalismus

In einem Kommentar wurde ich gefragt, ob ich nicht mal eine Leseliste aus dem Bereich Minimalismus/Downshifting/Vereinfachung/anders Leben machen könnte – dieser Aufforderung komme ich gerne nach!
(Sowas ähnliches habe ich übrigens in diesem Beitrag schon mal versucht)

Ich liebe lesen. Lesen ist Fernsehen im Kopf und die Bilder, die entstehen, helfen mir beim Weiterdenken. Sie inspirieren mich über meinen JETZT-Zustand nachzudenken und ggf. etwas zu ändern. Hier also eine Auswahl an Büchern, die mich erschüttert und begeistert haben. Bücher, die mich persönlich weitergebracht haben. Mit Dingen, die ich nicht in der Schule gelernt habe.
Diese Liste ist also rein subjektiv und überhaupt nicht vollständig. Die Einordnung ist als grobe Orientierung zu betrachten. Natürlich überschneiden sich die Themen, aber ich habe versucht, jeweils Schwerpunkte zu setzen.

Entrümpeln lernen:
Karen Kingston – Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags (mit diesem Buch hat eigentlich alles angefangen)
Die Wohnungdiät von Richard Witthüser
Simplify your life von Werner Tikki Küstenmacher (ein allumfassender Klassiker, der auch bei den Themen Zeit und Beziehungen hilft)
Alle möglichen Schweinehund-Bücher


Minimalismus:

John Naish – Genug
Catherine Aanderud – Weniger ist mehr
Michael Simperl -Lessness
John Maeda – Simplicity

Organisation:
Zeitmanagement für Faule von Shirley Seul
Zen to Done von Leo Babauta
Information Overload von Alexander Greisle
Nie wieder Chaos von Cynthia Townley Ewer

Wirtschaft, Politik, Umwelt:
Wie man die Welt verändert: Kleine Philosophie der Lebenskunst von John-Paul Flinthoff und Alain de Botton
Barfuß in Manhattan von Colin Beavan
Die Essensfälscher von Thilo Bode
Protest! von Kirste Brodde
Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen von Albrecht Müller
Ende der Märchenstunde: Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt von Kathrin Hartmann

Spirituelles/Zum Nachdenken:
Alles von Seneca, Epiktet, Epikur und Thoreau
Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin
Zen rund um die Uhr von Philip Toshio Sudo
Verrückt bleiben von Else Buschheuer

Und wenn ich aus jeder Rubrik das wichtigste Buch nennen müsste, käme folgende Reihenfolge raus:
1. Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags von Karen Kingston. Weils eigentlich nicht wirklich um Feng Shui geht, sondern um die Idee, die dahintersteht: Zeug blockiert unsere Energie und unser Denken. Als ich das geschnallt habe, gings mit dem Minimalismus los.
2. Genug von John Naish. Ich kenne bisher kein anderes Buch das unsere momentan vorhandene Situation besser zusammenfasst.
3. Nie wieder Chaos! von Cynthia Tower Ever ist die Bibel für eine gute Haushaltsorganisation. Es steht alles drin. ALLES. Und die Aufmachung des Buches gefällt mir so gut, dass ich immer mal wieder reinlese, wenn ich das Gefühl habe, dass irgendwas nicht rund läuft.
4.Hmm…ohje. Aus der Politik-Wirtschaft-Abteilung kann ich jetzt doch kein einziges vorschlagen. „Meinungsmache“ und „Ende der Märchenstunde“ waren für meine persönliche Entwicklung sehr wichtig. Und ich bleibe dabei, dass „Protest!“ Pflichtlektüre sein sollte. Momentan lese ich „Selbst denken“ von Harald Welzer und ich erkenne auch da: An diesem Buch führt eigentlich kein Weg vorbei, wenn man sich mit unserer Gesellschaft und unserer Zukunftsfähigkeit beschäftigen möchte.
5. Verrückt bleiben! von Else Buschheuer hat einfach nur gut getan. Aber auch bei dieser Kategorienwolke fällt es mir schwer einen Favoriten herauszupicken. Ich mag die Stoiker auch sehr gerne, weil sie immer passende Ratschläge für alltägliche Probleme parat haben.

Deine Buchtipps?

Blog des Monats: Dein Lieblingsblog

Es ist kaum zu fassen, aber dieses Mal habe ich tatsächlich keinen Blog des Monats. Hmm, wie kann das sein?!
In letzter Zeit habe ich immer nur das Nötigste am Rechner gemacht und konnte so keinerlei Neuentdeckungen machen. Da für heute eigentlich ein Beitrag für die „Blog des Monats“ Kategorie angesetzt war, stehe ich nun dumm da :D

ABER! Ich mache aus der Not eine Tugend und frage dich deshalb:

Welche/n Blog/s liest du zurzeit gerne? Hast du einen absoluten Megasuperduperlieblingsblog, den du unbedingt vorstellen willst? Oder hast du gar selbst einen Blog für den du ein bisschen Werbung machen willst? – Dann ist JETZT die Gelegenheit!

Ich freue mich immer, wenn ich auf digitale Wanderschaft gehen und so manche Entdeckung machen kann. Blogthema ist egal, ich gucke gerne über den Tellerrand! Also: Mitmachen!

To Do – im November

Auch die Oktober-Liste hat gut geklappt, wobei ich den Schal nicht ein einziges Mal angesehen habe. Irgendwie blockiere ich mich da selbst. Schlimmer noch: Ich habe totale Angst davor, wieder Fehler reinzustricken. Das würde ich nicht verkraften.
Immerhin verlagert sich die Motivation zu anderen Sachen, die ich schon das ganze Jahr über organisieren und in Ordnung bringen wollte. Diese Sachen, die wichtig, aber nicht soooo dringend sind. Nervige Kleinigkeiten – dafür ist jetzt eine gute Zeit.

Das steht im November an:

  • die restlichen Bücher aus der Bücherei lesen
  • weiterlaufen, endlich eine Routine aufbauen, trotz Dunkelheit und schlechtem Wetter
  • Geschenke ausdenken & basteln
  • ein Konzert von LaBrassBanda besuchen
  • einen neuen Erdenbürger angucken
  • Vorträge über Archäologie und Astronomie besuchen
  • einer Buchvorstellung beiwohnen
  • auch diesen Monat esse ich noch keine Weihnachtssüßigkeiten und eigentlich will ich diesen Monat überhaupt keine Süßigkeiten essen
  • ähm. vielleicht doch mal den Schal anfassen? :D

Was machst du im November?