Im Flow mit Yoko Ono

…so lautete der Titel meines 30-Tage-Projektes, das ich im August gemacht habe.
Der Großteil meines Urlaubs lag im August und ich dachte daran, wie es wäre mal etwas Spaßigeres für 30 Tage zu machen. Sonst hatte ich den Fokus immer auf „weniger“ bis „kein“ Kaffee/Limo/was auch immer, aber für den Urlaub wollte ich mehr Alltagspoesie, Gedankenstürme, Blickpunkte und Erinnerungsfetzen.
Im Flow Ferienbuch lag dieses Heftchen bei, das ich gleich dazu genutzt habe. Die Papierqualität ist zwar nicht sonderlich gut, reichte aber auch um Plastik und Metall aufzukleben.

Yoko Onos „Anleitungen“
sind seltsam, poetisch und inspirierend. Ich hatte das Buch „Acorn“ nur als eBook zur Verfügung und gegen Ende des Projekts hatte es mir sogar jemand „weggeschnappt“, daher musste ich improvisieren. Ich habe geklebt, geschrieben, zerschnitten, gezeichnet und gemalt.

Die meiste Zeit war ich ziemlich ratlos. Wie soll man denn „Stell dir vor, du würdest alle Statuen der Welt in der Farbe des Himmels anmalen“ umsetzen?

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Aber diese Ratlosigkeit gefiel mir, vor allem als ich das Buch nicht mehr hatte. Die Links zu Instagram und Twitter habe ich für den Beitrag gefunden, vorher bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, danach zu suchen. Mein Gehirn hat mich in kreativer Hinsicht nicht im Stich gelassen. Heraus kamen dann so seltsame Fragestellungen wie: „Gibt es Außenseiterdinge?“ oder „Wäre es möglich, wenn man in Hamburg an zwei unterschiedlichen Orten losgeht, trotzdem aufeinander zu treffen?“ oder „Wie riecht das Weltall?“

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Weitere Ideen für ein 30 Tage Projekt:

  • Jeden Tag einen Zentangle zeichnen (das kann jeder, auch solche, die meinen nicht zeichnen zu können. Vorsicht! Suchtgefahr!)
  • Jeden Tag ein Foto eines Fundstücks machen, das dir auf den Weg zur Arbeit/Uni/Schule begegnet.
  • Jeden Tag ein Gedicht schreiben (Ein Haiku pro Tag wäre sehr minimalistisch :)

Tja, und so schnell stolpert man irgendwie ins Art Journaling rein.
Hast du schon mal ein kreatives 30-Tage-Projekt durchgeführt? Hast du ne Idee für ein neues Projekt? Erzähl mir davon!

12 Gedanken zu “Im Flow mit Yoko Ono

  1. Deine Seiten sehen ja toll aus! Auch wenn ich die Aufgabenstellungen nicht so dufte finde, hast du das beste daraus gemacht.

    Ein kreatives 30-Tage-Projekt würde ich generell sehr gern unternehmen. Doch nichts, was mit Malen oder Zeichnen zu tun hat. Auch wenn es Dinge gibt, die selbst ein total unbegabter Mensch wie ich zeichnen könnte, sieht es bei mir meistens dann doch nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Das macht dann keinen Spaß und frustriert nur. Vor einer Weile habe ich nach Schreibübungen gesucht – daraus könnte man ja ein Projekt machen. Oder etwas Richtung Fotobearbeitung. Mmh, da werde ich mal drüber nachdenken müssen…

  2. Das Buch von Yoko Ono muss ich mir mal ansehen. Das klingt sehr spannend und auch herausfordernd! Du hast da ein paar tolle Collagen erstellt!
    Auch angeregt vom flow-Ferientagebuch hab ich seit Anfang August jeden Tag ein Zen-Doodle gezeichnet. Das ergibt wirklich schnell tolle Ergebnisse, ich staune oft über die kleinen Kunstwerke die mir da gelingen! Und man kommt mit so wenigen Materialien aus. Die teuren „Tiles“ die man angeblich für ‚echte‘ Zentangles braucht spare ich mir und benutze ein einfaches kleines Notizheft.
    Dann mache ich seit ein paar Monaten noch jeden Tag ein Foto vom Himmel. Immer mit den gleichen Einstellungen (soweit möglich)! Es ist eine ganz neue Erfahrung für mich täglich an einem (kleinen) kreativen Projekt zu arbeiten, und es tut mir gut!

  3. Hej. Ich finde deine Kunstwerke auch ganz große klasse. Mir geht’s bei diesen 30Tagen-Projekten immer so, dass ich das Gefühl habe, mir läuft die Zeit davon und dieselbe vergeht noch schneller.
    Aber das mit deinem Schneckenhaus… das bringt mich immer wieder ins Nachdenken. Du wirkst irgendwie so gar nicht so, als wenn das ein Thema von dir ist.
    Zumindest nach unseren Treffen empfinde ich das jedes Mal so. War auch letztes Jahr so. Das irritiert mich.

    1. Oh sorry für die Irritation…das liegt vielleicht daran, dass ich eigentlich ein sehr neugieriger, offener Mensch bin und ich trotzdem manchmal den Arsch nicht hochkriege. Und dann lasse ich zu viele interessante Möglichkeiten verstreichen. Das stresst mich sehr :(

  4. Oh, das klingt super spannend. Ich hab mir das Buch direkt in meiner Onleihe vorgemerkt. Mal gucken, was bei mir dabei rauskommt :) Auch wenn mein Urlaub jetzt auch leider vorbei ist.

  5. ja mein letztes 1 monats projekt, was dann spontan zu einem 2 monatsprojekt wurde ist gerade seit 3 tagen vorbei…..
    hier der blog dazu: http://antikonsum-experiment.myblog.de/
    10 eur im Monat für Lebensmittel, 8 eur für haushaltsdinge. dazugesammltes pfand zählte extra, ebenso wie verhökerte Altlasten über klenanzeigen. viel containert, viele Altlasten aufgebraucht……. dennoch könnte ich noch Monate so weiter machen, und müsste kaum hunger leiden. evtl. starte ich im jan. nochmal neu, aber dann gleich für ein viertel jahr oder mehr.
    Anschaffungen für meinen Vierbeiner, sprit und laufende kosten wie miete und co. zählten nicht mit rein.

    danke für deine tolle seite!

    lg dany

    1. wow ich würd auch gern mal containern gehen. Wie hast du damit angefangen? Hast du einen Blogbeitrag den du verlinken könntest oder falls nicht: Schreib einen! :D
      Das Experiment finde ich total interessant!

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