Wochenrückblick KW 48/2014

Lalala, die Woche ist um!
Und schon ist auch der 1. Advent. Waaah. Wieder ergreift mich die jährliche Jahresendzeitpanik und ich weiß nicht wieso. Aber puh, ich halte inne und verkünde: Ab dem 1. Dezember gibts hier tääääglich einen Adventskalender.
Im Grunde gehts darum, eine Introspektion zum Thema Minimalimus zu wagen. Alle möglichen Bereich werden auf „Minimalismus“ hin abgeklopft.
Ihr könnt mitmachen. Geht morgen los.

So, aber ein paar Links hab ich noch für euch:

Gestern war ja BuyNothingDay.
Tipps für ein Wochenende ohne Geld.
Im Vorwege gab es von einigen Aktivisten den „No-Ad-Day„. Das Video auf der Website kann man sich ohne Passwort leider nicht anschauen, aber man erfährt auch trotzdem wie es geht: Aktivisten kratzen Werbung ab oder verfremden sie bis zur Unkenntlichkeit. Auf Twitter unter dem Hashtag waren einige Aktionen zu sehen.
Klar, ein Tag bringt ansich nicht viel, aber man kann ja auch noch Bürgermeister werden.

Comics für jedes Alter. Adventure Time kann ich sehr empfehlen! Guckt auch mal im Beschreibungskasten des Clips, da sind noch mehr Links!

ein cool gemachter Sci-Fi-Kurzfilm mit dem Titel Phoenix 9 via mindsdelight

Lesenswertes: 20-Year-Old Hunter S. Thompson’s Superb Advice on How to Find Your Purpose and Live a Meaningful Life

Ich mag Virginia Woolf.


how to be the main character of your life

Soviel du brauchst

Und zum Abschluss noch mehr Lesenswertes: THE BOOK OF LIFE (Alain Botton und Kollegen) Ein Kapitel besser als das andere…

Na, auch was gefunden? Her damit!
Schönen 1. Advent!

Adventskalender 2014

MmadventskalLiebe alle,
bestimmt wisst ihr schon Bescheid, aber ich wollte es hier auch noch mal schreiben.
Vom 1.12 bis 24.12. gibt hier einen kleinen Adventskalender. Konzipiert ist das ganze als eine kleine Rückschau, weil ich das Gefühl habe, beim Thema „Minimalismus“ ein bisschen festzusitzen. Es gibt noch viel zu tun, aber einige Bereiche sind schon soweit reduziert, dass ich damit zufrieden bin. Ich möchte mich im neuen Jahr mehr darum kümmern, dass einige Bereiche weniger werden :D
Und um da mal Klarheit zu schaffen, habe ich mir den Adventskalender ausgedacht. Daniel und Michael machen auch mit. Wer noch?
Ich freu mich schon!

Gelesen im November

Neben einem Haufen Comics (Deadpool, Thunderbolts, Punisher, Avengers und Spawn falls das jemanden interessiert) habe ich auch mal wieder echte Bücher gelesen. So ohne ganz ohne Bilder. :D

Vorab:

Die Liebe von Bastien Vivès
hehe, Vivès hat das Büchlein allen Frauen gewidmet, deren „armseeliges Leben“ – nach dem sie ihn verlassen haben – „auf Facebook ansehen kann“. Tolle Widmung. Der Rest ist auch hart. Wer ein zuckersüßes und romantisches Comic erwartet, liegt total daneben. Love is a Battlefield und genau das hat er gezeichnet.
Fazit: aufmerksame Leser wissen, dass ich ein Fan von Bastien Vivès bin. Das ändert sich auch jetzt nicht. Auch wenn sich einige Zeichnungen wiederholen, die Szenerie wird durch die witzigen, tragischen und verrückten Dialoge erfolgreich ausgeglichen. Guckt es euch an, es wird euch bestimmt ein Schmunzeln entlocken.

Und dann noch:

Die Flutwelle von Mikael Niemi
Im Norden Schwedens regnet es schon den ganzen Herbst. Es hört gar nicht mehr auf! Doch dann zeigen sich am obersten Staudamm des Lule älv die ersten Risse und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Die Ereignisse um die Flutwelle werden dabei von mehreren Personen erzählt. Da ist der lebensmüde Hubschrauberpilot, die Künstlerin, die mit ihrer Malgruppe im Wald rumläuft. Eine Verkäuferin, die ihre depressive Tochter finden will, eine schwangere Frau, die auf einem Hausdacht durch die Flut reitet.
Fazit: lesenswert, ein echter Pageturner! Dabei aber nix für schwache Nerven. Es ist alles so real und vor allem auch brutal, da kann einem schon übel werden…

Entdecke die Kraft der Superhelden in dir von Deepak Chopra
Klingt voll schnulzig, is aber eigentlich ganz einfach: Sohn Gotham(!) mag Comics, Vater Deepak lehrt spirituelle Geschichten. Superhelden basieren auf Legenden der Mythologie. Nur halt moderner. Und ZACKBOOMBANG! Vater und Sohn unterhalten sich und heraus kommt dieses Buch.
Deepak Chopra stellt anhand von modernen Superhelden (Batman, X-men, Captain Marvel etc.) 7 sprituelle Gesetze vor, die unsere persönliche Evolution und die der Welt voranbringen. Zu jedem Gesetz gibt es praktische und einfache Übungen.
Fazit: lesenswert! Ja, nicht auslachen. Das hab ich schon hinter mir. Vielleicht wunderst du dich über diese esoterische Literaturauswahl. Ich lese gerne Superheldengeschichten und wollte ein bisschen mehr über das Thema „Held“ erfahren. Das ist durch das Buch gelungen. Es liest sich leicht, die Prinzipien kann man verstehen und im Anhang befindet sich eine schöne Liste mit Comictiteln, die man als Ergänzung oder als Einstieger lesen kann. Abgesehen davon hat mir das Buch auch gefallen, weil es mich irgendwie beruhigt hat. Manchmal tut es schon gut, sowas zu lesen.

Von Männern, die keine Frauen haben von Haruki Murakami
7 neue Erzählungen von Haruki Murakami über einsame, verlassene oder ledige Männer. Klingt langweilig, ist es aber ganz und gar nicht. Die Geschichten bitte auch schön brav in der Reihenfolge lesen, damit es wirkt.
Fazit: Lesenswert. Hilft, bis zum nächsten großen Roman Zeit zu überbrücken.

Was hast du im November gelesen?

Gesehen im November

Wer jetzt voll die megalange Liste an geglotzen Filmen und Serien erwartet, hat Pech. Ich hab mich mal gezwungen nicht jeden Film oder jede Serie aus der Bücherei mitzunehmen…*hust*. Ich hab diesen Monat meinen Fokus aufs Lesen verlegt.
Das habe ich mir angesehen:

Interstellar
Irgendwann in der Zukunft: Die Erde ist voll mit Menschen und die Nahrung wird knapp. Der Farmer und Ex-Pilot Cooper erfährt von einem geheimen Nasa-Projekt. Eine Handvoll mutiger Astronauten suchen in unserer Nachbargalaxie bewohnbare Planeten, um die Menschheit übersiedeln zu können. Da man schon ein paar Jahre nix mehr von den Astronauten gehört hat, machen sich Cooper und seine Crew durch ein Wurmloch auf, mal nachzusehen. Dabei erleben sie einige Überraschungen.
Und jedes Crewmitglied schleppt sein Päckchen mit: Cooper hinterlässt seine beiden Kinder, die mit Opa auf der verhunzten Erde zurückbleiben und irgendwie weitermachen und voll enttäuscht sind und irgendwie ist alles für die anderen auch blöd.
Fazit: ein 3-Stunden-Heul-Drama mit einem beigefarbenen Matthew McConaughey, das versucht auf Arthouse-Film zu machen und sich dabei aber nur auf P.M-Magazin Niveau bewegt. Ultraschlecht wars jetzt auch irgendwie nicht, aber naja. Kann man sehen, muss man aber nicht. Die Roboter waren am Coolsten. Am meisten hat mich wohl die Filmmusik enttäuscht. Orgelmusik? Ja, das ist mutig. Aber auch so dermaßen unpassend, wie ein aufgetauter Matt Damon.

Iron Man 2
Weil neulich der 1. Teil im Fernsehen kam, hab ich mir Iron Man 2 ausgeliehen und angesehen.
Physiker Anton Vanko liegt im Sterben. Er erzählt seinem Sohn Ivan, der ebenfalls Physiker ist, dass Tony Starks Ruhm ihm hätte gebühren sollen. Denn Anton Vanko hat damals mit Howard Stark zusammen den Arc-Reaktor entwickelt. Ivan entdeckt die Pläne und bastelt sich zwei Plasmapeitschen mit denen er Iron Man angreift.
Fazit: rasant, sympathisch und eine megacoole Scarlett Johannson als Black Widow. Rourke als Bösewicht Vanko ist auch super. Sehenswert!

Iron Man 3
Hier besprochen. Ich hab ihn nochmal geguckt, weil ich mal das MCU ansatzweise in der Reihe gucken wollte.

Trashed – Weggeworfen
Hier kann man sich einen Trailer ansehen. Mit Jeremy Irons.
Fazit: Wer sich mit dem Thema Müll schon mal genauer beschäftigt hat, erfährt durch den Film überhaupt nichts Neues. Der Film enthält auch nicht allzu viele Fakten, ist eher als Einstieg gedacht (finde ich.) Und anders als bei den Depri-Bertrand-Filmen gibts hier auch ein paar positive Beispiele, z.B. der „unverpackt“ Laden in UK oder eine zerowaste-Familie.

Der unglaubliche Hulk
Bruce Banner/Hulk lebt versteckt in Südamerika. Er verdient sein Geld in einer Limofabrik und versucht sein Gemüt mit Meditation unter Kontrolle zu bringen. Ansonsten verbringt er seine Zeit, in dem er an sich selbst experimentiert und verschlüsselt mit einem Mr. Blue über mögliche Therapien und eine Heilung kommuniziert. Doch er wird von S.H.I.E.L.D. und General Ross aufgespürt und muss erneut flüchten. Hilfe bekommt er von seiner Exfreundin Betty, doch dann entartet der ganze Heilungsprozess und der ehrgeizige Elite-Soldat Emil Blonsky pumpt sich ebenfalls mit Gamma-Strahlung auf.
Fazit: sehenswert. Edward Norton ist klasse als Hulk. Auch wenn der Film immer mal wieder beim MCU vergessen wird, sollte man ihn sich mal wieder anschauen. Die Effekte sind super.

Äh tja, das wars schon.
Was hast du dir angesehen? Irgendeinen Filmtipp?

Dinge, die mich freuen…

RiiingDiiiingDoooongPüüüüng (<- das müsst ihr euch als Glockengeläut vorstellen, etwa so) – die Blogpause ist vorbei!!

Der Monat sollte bunt werden und das wurde er! Gut, er ist noch nicht ganz vorbei, aber eigentlich hatten wir mit dem Wetter doch wirklich Glück, oder?
Es war manchmal grau, manchmal nebelig, aber doch auch ziemlich bunt. Zumindest habe ich mich bemüht nach viel Buntem Ausschau zu halten und das hat sehr viel Spaß gemacht:

lichtkubus

indieserichtung

LaubHH

blwe

herbstwunder

Ich freu mich auch über meinen neuenalten Freund, der mich immer vergisst, aber mir beim Lesen trotzdem ein bisschen Gesellschaft leistet:
lesefreund

Der Urlaub hat gut getan. Ich wurde durch die Kleinstadt zu Langsamkeit und Entschleunigung gezwungen. Das war wie immer ein echter Kulturschock, aber auch total erholsam.
pa

War/Ist dein November auch bunt?

Wochenrückblick KW46/2014

Das Highlight dieser Woche war ja wohl die Rosetta-Mission mit Philae, die auf dem Komet gelandet ist. Das war so super!!!! Obwohl das mit der Verankerung ja nicht so gut geklappt hat und Philae schon bald der Saft ausging, konnten noch einige Experimente und Fotos gemacht werden und die Daten kamen auf der Erde an. Ich finde das ganze Unternehmen bemerkenswert und man kann so viel davon lernen! Zum Beispiel, dass man sich nicht unterkriegen lassen darf: Die NASA hatte das Experiment abgelehnt. Dann braucht man ordentlich (Selbst-)vertrauen in Technik, Berechnungen und Glück (gutes Wetter bei Raketenstart). Und dann braucht man auch noch eine Portion Positives Denken und Optimismus, denn man könnte die Mission auch als „gescheitert“ betrachten, weil es eben nicht perfekt gelaufen ist.
Ich sage: NA UND? und freue mich über jeden Infoschnipsel dazu.

Weiter gehts mit einer bunten Mischung:

Am 28.11. ist wieder BuyNothingDay, bzw. der Kaufnixtag am 29.11. nach Thanksgiving und statt Black-Friday-Shopping. Den Toolkit finde ich interessant, vor allem den Gutschein für Nicht-Geschenke-Schenken :) Neulich habe ich gehört, dass auch hier in einem Einkaufszentrum ein „Black-Friday“-Sale stattfindet. Diese Entwicklung finde ich gruselig. Ich hoffe nicht, dass sich das hier durchsetzt. Davon ausgehend hat sich übrigens auch ein BuyNothingChristmas entwickelt.

Apropos Kaufen: Diese Uhr finde ich wirklich schön. Wenn meine 60er Jahre Uhr vom Flohmarkt mal kaputt geht, dann kauf ich mir eine Uhr in so nem Design. Vielleicht. :D

Tainted Love ist und bleibt ein cooler Song. Vor allem in dieser Version!

Ich liebe sie.

Interessante Make-up und Hairstyles mit einem Nutzen: Sie können von Gesichtserkennungssoftware nicht erkannt werden.

Lesenswertes: Online-Dating und Kapitalismus: Das Geschäft mit der Romantik.

Ein Gespräch mit Harald Welzer u.a. zu den Themen Konsum und gesellschaftlicher Wandel

Unser Planet braucht Hilfe. Diese Leute kümmern sich. Sehr inspirierend.

Das neue Heft der Psychologie Heute hat als Titelthema „Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken“. Reinschnuppern kann man hier.

Zum Thema Information Overload gibts von Rolf Dobelli einen interessanten Artikel mit dem Titel „Vergessen Sie die News!“ (Danke Pia)


Welche Perlen hast du gefunden? Wo hast du dich festgelesen?

Mentales Gerümpel, Teil 2

Teil 1 über eine Eingrenzung von mentalem Gerümpel gibts hier zum Nachlesen.

Hinweis: Ich bin keine Psychologin und auch nicht pädagogisch ausgebildet. Das was ich hier zu diesem Thema schreibe, habe ich mir selbst ausgedacht und ausprobiert. Es handelt sich hierbei um eine Art Ideensammlung, die im besten Fall eine Anregung geben soll. Wenn du das Gefühl hast, dass da mehr in deinem Kopf steckt, und du mit eigenen Mitteln da nicht rauskommst, dann solltest du dir Unterstützung holen. Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten.

Also ja, ich bin keine Psychologin. Ich interesse mich für Psychologie, aber ich fand das Vier-Ohren-Modell damals in der Schule schon so kompliziert, dass ich lieber die übrig gebliebenen Papierkrümel aus meinem Schulblock gezupft habe. Das Nachdenken über die Psyche finde ich anstrengend. AAAABER! – Vielleicht liegt das am Alter oder so – ich habe endlich mal ein paar einfache Methoden gefunden, wie ich mit mentalem Gerümpel umgehen kann.

Wie man erkennt, dass dein Kopf „vollgemüllt“ ist? Schau dich um. Chaotische Zustände in Haus und Wohnung sind ein erstes Indiz für einen chaotischen Gedankenhaufen. Zumindest bemerke ich das so immer wieder bei mir.

Ich bin zu faul und ungeduldig und alles ausführlich und tief zu analysieren. Ich brauche im Alltag Lösungen mit denen ich weiterkomme. Und beim Entrümpeln von Büchern, Klamotten und Co. habe ich viel gelernt.
Und die Basis sieht so aus: Aus dem Gedankenkarussell aussteigen, einen Schritt zurück treten und sich alles erstmal in Ruhe anzuschauen. Wenn ich ein bisschen Distanz dazu gefunden habe, kann ich Lösungswege finden, die Sache abschließen, loslassen und auch zukünftig hoffentlich vermeiden.

  1. Bestandsaufnahme: Was ist eigentlich gerade los? Was behindert meine Lebensfreude?
  2. Mit ein paar kleinen Tricks erstmal Ordnung ins Gedankenchaos reinbringen
  3. Lösungen finden und angehen
  4. Erkennen, dass ein Prozess abgeschlossen ist und nicht wieder auf denselben Problemen rumkauen
  5. Zukünftig vermeiden

Bestandsaufnahme:

Immer wenn ich das Gefühl habe, mein Gehirn ist zu voll mit blöden Gedanken, frage ich mich: „Was brauche ich?“
Und diese Frage finde ich auch in dieser Hinsicht unfassbar kraftvoll und interessant.

Auf die Frage „Was brauche ich“? kann ich ganz spontan ausm Bauch heraus antworten:
Ich fühl mich irgendwie blöd, dann brauche ich Trost und Aufmunterung.
Ich fühl mich verwirrt, dann brauch ich Klarheit.
Ich ärgere mich gerade sehr, dann brauch ich Gelassenheit und Coolness.

Und dann kann ich mich weiter damit beschäftigen: Wie bekomme ich das? Wer oder was tröstet mich? Was gibt mir Struktur? Was kann ich tun, um gelassen zu werden?
Anstatt mich immer im Kreis zu drehen und das Problem zu zerkauen, ist das sehr lösungsorientiert und bringt mich einen Schritt weiter.

Ein paar Ideen für weniger Chaos:

Gedankenmülltonne
Einfach alles mal aufschreiben, so wie es gerade rauskommt. Auch für Unerledigtes: To-Do-Listen helfen mir, mich zu strukturieren.

Stopp! sagen
Klappt nicht immer, aber es hilfts trotzdem.

Sachen zu Ende bringen, auch wenns keinen Spaß macht.
Was abgeschlossen ist, ist abgeschlossen.

Atmen & Achtsamkeit
Mein Hirn rattert, obwohl ich gleichzeitig merke, dass mein Körper jetzt bereit wäre für den Schlafmodus. Da konzentriere ich mich ein paar Minuten auf meinen Atem und Schwupp – auf dem Weg ins Traumland. Und auch sonst: Einfach mal ne kurze Pause einlegen, tief durchatmen und bemerken: „Ja, es ist gerade etwas viel“ ist schon mal die halbe Miete.

Routine und Autopilot
Wenn ich immer dasselbe tue, ist das zwar nicht sonderlich aufregend, aber ich muss dafür auch weniger nachdenken. Was mir in stressigen Zeiten ganz gelegen kommt.

Singletasking
Mag ich nicht. Kann ich nicht wirklich. Aber ich versuchs.

Sport und Bewegung
Bei Wut das beste Mittel. Auch klasse: Ins Kissen schreien oder boxen.

Einstellung ändern
Ich sehe mir die Sache genau an, mit der ich ein Problem habe. Kann ich an dem Problem überhaupt was ändern? Vielleicht kann ich an dem Problem nicht viel ändern, aber ich kann meine Einstellung dazu ändern.

Abschließen, loslassen und künftig vermeiden.
Das ist die schwierigste Phase. Woran erkennt man einen Abschluss? Wie lässt man los?
Wenn man von jemanden verletzt wurde und man sich entschliesst, demjenigen zu verzeihen, dann sollte man das auch selbst begreifen und sich immer wieder daran erinnern. Das ist überhaupt nicht leicht. Das muss man üben.

Um künftig mentales Gerümpel zu vermeiden, kann man sich selbst ein Trickkiste zusammenstellen. Bestimmt hat jeder sowas, aber vielleicht ist es einem noch gar nicht wirklich bewusst?
Eine Freundin bespricht z. B. bei Kummer und Sorgen immer einen Stein und wirft ihn dann ganz weit weg. Diese Idee finde ich klasse!
Eine andere Freundin schreibt alles auf und verbrennt den Brief anschliessend. In unserer heutigen Zeit sind solche Rituale völlig verloren gegangen und erscheinen kindisch. Aber wenn es hilft, spricht doch nix dagegen, oder?

Was brauchst du, um dein Gedankenkarussell abzustellen? Was ist dein Mittel um mentales Gerümpel zu entsorgen?

Mentales Gerümpel, Teil 1

Momentan geht mir viel, seeeeehr viel im Kopf rum.
Eigentlich geht mir immer viel im Kopf rum, weswegen ich wahrscheinlich auch blogge :D Aber ich habe gemerkt, dass ich mal mein Hirn ausmisten muss. In den letzten Wochen war ganz schön viel los.
Resultat? Schlafstörungen, ne Erkältung, viel geheult, viel diskutiert und gestritten, Kopfschmerzen, Verspannungen usw.

Und seit letzten Freitag ist das nicht mehr so. Die Zeit ist also reif, mal über Gerümpel und Überflüssiges im Kopf nachzudenken: Mentales Gerümpel – was ist das eigentlich?

Weil es zu dem Thema viel zu sagen gibt, teile ich das Thema auf. Teil 2 erscheint am Freitag.

Als ich neulich Nachts nicht schlafen konnte, habe ich erstmal überlegt, was eigentlich mentales Gerümpel ist.

Hier meine spontane, unvollständige Liste von mentalem Krempel:

  • Sorgen und Ängste
  • Wut, Groll, Verbitterung
  • Scham und Schuldgefühle
  • Erwartungen und Enttäuschung
  • Unzufriedenheit
  • Ärger
  • Erinnerungen, die wir nicht loslassen können
  • (falsche) Träume, Vorstellungen und Glaubenssätze, die uns behindern
  • zu viele Infos
  • Markennamen und Werbeslogans
  • Vorurteile
  • Stress
  • Unsicherheit und Selbstwertprobleme

edit 18:01:

  • noch nicht abgeschlossene Vorhaben
  • Unerledigtes

Das sind nur Begriffe, die erstmal ne große Orientierung geben sollten. Im Endeffekt dreht es sich bei diesem Thema doch eigentlich um die Frage: „Was beeinträchtigt meine Lebensfreude?“ Denn alles, was mein Herz schwer macht, ist für mich überflüssig. Mein Leben ist endlich und habe keine Lust, dass ich es in einer Kapsel aus negativen Gefühlen verbringe. Ich will lachen, lieben und entdecken. Ohne Zeug das in meinem Zimmer rumsteht, ohne Zeug, das meine Seele zusammenschrumpfen lässt.

Puh, das ist ein schwieriges Feld…

Was gehört für dich noch in die Kategorie „mentales Gerümpel“? Was fehlt in der Liste? Was gehört deiner Meinung nach nicht rein? Und warum?

Am Freitag erzähl ich, was ich dafür tue um mein Herz wieder leicht zu machen.