Gesehen im Dezember

Im Dezember hab ich mir zwar ein paar Filme angesehen, aber irgendwie war mir gar nicht sooo sehr danach.

Übrigens hier noch mal ein bisschen Werbung: Ich liebe diesen #SchleFaZ Müll. Die Filme sind so mies, das schafft man auch locker nach dem schrecklich langen Arbeitstag :D Und die Sprüchen von Rütten und Kalkofe sind sehr unterhaltsam. Die Extros gehen Freitagabend auf den Kiez, die Intros hocken mit Twitter gemeinsam vorm Fernseher und sehen sich gruseligdumme Filme an :D

San Andreas
Der Seismograph schlägt Alarm und schon bricht der Hoover-Damm. Alles deutet darauf hin, dass sich die San-Andreas-Verwerfung verschiebt und huch, welche Überraschung – genau das passiert! Die Westküste stürzt ganz schnell ins Chaos.
Fazit: crashboombang – der coolste Erdbeben-Tsnunami-Katastrophenfilm seit einem halben Jahrhundert. Ernsthaft. Das ist ganz großes Effektkino! Klar, die Schauspieler sind total austauschbar (naja bis auf Paul Giamatti als Wissenschaftler, der muss bitte bleiben), aber der Film ist wirklich unterhaltsames Popcorn-Kreisch-Kino mit genügend Logikwölkchen und Nervemokram für einen gelungenen Filmabend.

Jurassic World
Der Park ist endlich eröffnet und ne gut geölte Gelddruckmaschine. Aber wie es beim Kapitalismus halt so ist: Alles soll besser, gruseliger und größer werden, damit man noch mehr zahlungskräftige Kunden anlocken kann. Also basteln die Haus- und Hofgenetiker eine ziemlich fiese Bestie, die ein bisschen zu schlau ist….
Fazit: nix Neues, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Der Film nimmt ab und zu gängige Hollywoodfilmklischees auf die Schippe und deshalb fand ich den Film total witzig. Keine Ahnung was die Leute immer von solchen Filmen erwarten, ich habe 1. Dinosaurier-Chaos erwartet und 2. gute Unterhaltung und genau das ist eingetroffen. Wunderbar!

Im Labyrinth des Schweigens
Der junge aufstrebende Anwalt Radmann hat genug von Verkehrssündern und nimmt einen ungewöhnlichen Auftrag eines Reporters an: Ein ehemaliger KZ-Wärter ist im Schuldienst beschäftigt. Seine Kollegen nehmen ihn nicht ernst, es kommt nicht zu einer Anzeige. Doch Radmann forscht weiter und stolpert durch ein Dickicht aus Verdrängung, Verleumdung und Verklärung. Trotz der Widerstände auf Seiten der Gesellschaft bekommt er Rückendeckung von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer und der junge Anwalt bringt bald den ersten Auschwitz-Prozess ins Rollen.
Fazit: toller Film, sehenswert! Der Film ist handwerklich schön gemacht und bietet hinterher genügend Stoff zur Diskussion. Du weißt schon, diese Filme, wo man hinterher erstmal quer durch Wikipedia lesen muss, weils so spannend ist :)

ups Nachtrag!

Ich hab mir natürlich noch was im Dezember angesehen:

Star Wars VII – Das Erwachen der Macht
Die Schilderung des Inhalts wäre jetzt ein bisschen zu aufwendig und spoilern will ich auch nicht.
Fazit: Als absolut obernerdiger Star Wars Fan kann ich sagen: ein tolles Space-Abenteuer für Fans der Original-Trilogie. Es gab auch nur einen – soweit ich es überblicken konnte – Abram’schen Lichtreflex an einer Stelle, wo er sogar Sinn macht :D
Es gab viele Momente, die den Nerd nostalgisch werden ließen, aber auch so viel Neues, dass jeder Neuling Spaß daran haben kann. Also sehenswert.

Tschüss, 2015! Ein Jahresrückblick.

Der letzte Eintrag in diesem Jahr – waaah!!
2015 war für mich ein sehr interesssantes Jahr, obwohl ich manchmal auch ziemlich kraftlos war. Ich musste dieses Jahr hart daran arbeiten, mir meine Laune aufgrund einer dummen beruflichen Situation nicht verderben zu lassen. Aber ich glaube, das habe ich mit meinem Jahresmotto ganz gut geschafft.
Mein diesjähriges Motto war „Wachstum & Veränderung“ (auf englisch growing & glowing, das find ich griffiger:D) und bot mir genügend Freiräume, mich in diversen Bereichen auszubreiten, abzulenken und einzutauchen. Weil 2014 nicht so gut gelaufen ist, wollte ich mehr Struktur reinbringen und habe jedem Monat auch ein Motto verpasst. Das hat Spaß gemacht, aber es gab auch Monate, wo es nicht geklappt hat. Für 2016 werde ich die monatlichen Absichten wieder bleiben lassen, da ich mir ein anderes Projekt für mehr Struktur ausgedacht habe und mich manchmal die Monatsmottos unter Druck gesetzt haben.

jahresrückblick2015

2015 habe ich quartalsweise unterteilt in Körper, Geist, Soziales und Kreatives.
Der Jahresanfang war gelungen: 8 Stunden Schlaf für mehr Energie war der Plan und obwohl das mit dem ausreichenden Schlaf nicht so wirklich funktioniert hat, habe ich mehr Energie aufgeladen. Erst nach dem Monat kam es, dass ich ausreichend geschlafen habe und es immer noch tue. Seltsam! Mit meinem 3 Min. Sport Dings wars mal so mal so. Das erste Quartal eignet sich meiner Meinung einfach nicht für körperliche Vorsätze. Immer wenn ich den Dreh raus hatte, wurde ich krank und musste von vorne anfangen. Und dann gab es wieder so viel anderes zu tun, dass ich schlicht und einfach vergessen habe, 3 Minuten herumzuhopsen. Das Problem mit der Bewegung habe ich aber im Laufe des Jahres auch noch anders gelöst. Thema gesunde Ernährung ist top! Ich esse kaum noch Fastfood, weil Herr DingDong und ich dank Chris‘ Kochtüten einträchtig nebeneinander in der Küche stehen und uns mit frischen Zutaten etwas Leckeres zu essen zaubern. Wir verursachen dadurch keine Reste, kaum Müll, müssen nicht extra einkaufen und ich gehöre nun zu den Menu-Planern, die einen wöchentlichen Speiseplan vorbereiten! Außerdem habe ich im Urlaub gelernt, dass zwei mal am Tag essen DAS Ding für mich ist und das auch wunderbar im Alltag klappt. Ich habe eine 3. Mahlzeit wegminimalisiert und esse nur noch um 10:30 und abends (gegen 20 Uhr)
Dann durfte ich dieses Jahr viel über Mode und Stil lernen. Danke an dieser Stelle an Materialfehler, für die tatkräftige Unterstützung! Ich habe einen VHS Kurs zur Stilberatung mitgemacht und das waren gut investierte 60 Euro. Das Wissen über Farben, die mir stehen, und einem Stilmotto hat mir so viel Erleichterung beim Shoppen verschafft! Ich kann das gar nicht glauben, wie einfach das geworden ist. Losgehen, wann es Zeit und sich ausschließlich schöne Dinge kaufen, die man wirklich braucht ist mir dieses Jahr gut gelungen. Ich hab jetzt schön langsam sogar den Bogen raus mit SecondHand Shopping und das finde ich klasse!

Im Bereich Kreatives und Soziales haben meine Challenges auch mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Ich habe zwar mehr Bilder gestaltet und mein Scrapbook-Postkartenalbum hat mich das ganze Jahr kreativ begleitet, aber solche Sachen wie Streetart oder jeden Tag seine Morgenseiten schreiben, ist etwas, was ich mir vornehmen muss, damit es auch passiert. Diese kleinen Challenges taten gut, weil sie mir aus meiner Komfortzone geholfen haben.

Der Bereich „Soziales“ ist immer noch total schwach. Wird es wohl immer bleiben. Ich brauche einfach genügend Zeit zum Alleinsein, damit meine Batterien wieder aufgeladen werden. Ich muss gut auf mich aufpasssen und das habe ich 2015 gelernt und endlich auch akzeptiert. Der Trick ist – auch was Neues für mich – seine Bedürfnisse den anderen mitzuteilen. Dann ist das überhaupt kein Problem. Mit der Social Media Challenge und der #Konsumauszeit habe ich aber die soziale Komponente im Internet wiederentdeckt und wie viel Spaß das macht, wenn man es denn so nutzt. Denn da steckt die wahre Power drin!
Abgesehen davon war ich auch zu diversen Minimalismus-Stammtischen. Das große Minimalismus-Treffen in Frankfurt war ein grandioser Abschluss meines Urlaubs. Aber auch so ein Konzert, das ich allein besucht habe, hat mich in sozialer Hinsicht weitergebracht.

In meinem Scrapbook-Album hab ich ne Liste mit allem, was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Zum Beispiel afrikanisch und koreanisch gegessen. Leeeeecker!!! Ich war zum ersten Mal im Grenzschichtwindkanallabor und im Tropengewächshaus, ich habe einen MOOC mitgemacht und ein Kleid gefunden, ich habe zum ersten Mal Facetime ausprobiert und amerikanischen Käsekuchen gebacken. Und nun bin ich auch noch unter die Ornithologen gegangen! Naja, Vogelbeobachtung bringt schon Spaß, aber wenn Hörnchen zu Besuch kommen zerfließt man vor Niedlichkeit :D #truestory

ferdi

Und wenn ich dann die Liste oben anschau, muss ich immer lachen. Weil das eigentlich ne Wunschliste war, die ich so hingeschrieben habe und dann trotzdem so viel davon passiert ist. Ohne großartige Anstrengung! Laut lache ich beim Punkt „viele Museen (4)“ – ich habe dieses Jahr definitiv mehr als 4 Museen besucht, es waren: 15!

Hahaha, mal sehen was das neue Jahr für mich bereithält! 2015 war jedenfalls toll.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch! Hab Spaß, zünd ne Kerze an, gestalte dir dein eigenen Neujahrsritual, mach im Tagebuch einen Rückblick und schreib dir selbst ne Wunschliste für 2016.
Was steht drauf?

Gelesen im Dezember

Bevor meine Jahresliste kommt, hier noch mal das Gelesene für Dezember 2015.
gelesen

Fangen wir an mit der Buchauswahl der Buxtehuder Bookworm Bitches (immer noch Arbeitstitel für unseren Literaturkreis)für Dezember:

„Der erste fiese Typ“ von Miranda July
Cheryl Glickman ist eine Frau Mitte 40 und lebt ihr Leben mit System: Sie hat nur was sie braucht und lebt sehr effizient und ordentlich. Seit Jahren ist sie in ihren Chef Philip verliebt. Allerdings wird ihr Ordnungssinn und ihre Tagträume schnell gestört, als die ungepflegte, vollbusige Tussi-Tochter der Firmengründer bei ihr „vorübergehend“ einzieht…
Fazit: eine ziemlich chaotische, wilde Geschichte, die sich schnell wegliest. Für mich kein Lieblingsbuch, aber doch lesenswert. Ich mochte die Geschichte, würde das Buch aber nicht jedem empfehlen. Für Fans von Else Buscheuer.

Das letzte Buch meines Sci-Fi-Leseprojekts war das hier:

„Im Land der leeren Häuser“ von P.D. James
2021. Die Menschen haben ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren, die Menschheit vergreist. Die letzte Generation, die „Omegas“ genannt werden, werden verehrt, obwohl sie mitunter als Schlägertrupps durchs Land ziehen. In England herrscht der Warden of England und strukturiert die vergreisende Gesellschaft mit Sklavenarbeitern („Zeitgänger“) und Selbsttötungsritualen („Quietus“). Was an der Oberfläche wie eine Demokratie erscheint, ist in Wahrheit ein grausames Regime, das mit Hilfe der Geheimpolizei durchgedrückt wird. Alle Straffälligen werden auf die Kolonie „Isle of Man“ verbannt.
Theo Faron, ein ehemaliger Oxford-Professor für viktorianische Geschichte wird eines Tages von einer Dissidenten-Gruppe angesprochen und schließt sich der Gruppe an.
Fazit:Tolles Setting, interessantes Gedankenspiel. Trotzdem ein bisschen langatmig. Der Wechsel zwischen Tagebuch und Erzählung fand ich ein bisschen unsinnig. Die Autorin hätte mehr Spannung aufbauen können, wenn sie sich für eines der beiden Varianten entschieden hätte. Kann man lesen, muss man aber nicht. Übrigens mit Clive Owen und Julianne Moore als „Children of Men“ verfilmt.

Aber ich habe auch noch das gelesen:

„Das Licht der letzten Tage“ von Emily St. John Mandel
Eine Mution der Vogelgrippe, die sogenannten Georgische Grippe, rafft die Menschheit darnieder. Die wenigen Menschen, die zurückbleiben, müssen ihr Leben neu ausrichten. Allen voran eine Shakespeare-Theatergruppe, die als „Fahrende Symphonie“ erklärt, dass „Überleben allein nicht ausreicht“.
Fazit: eigentlich kann man den Inhalt des Buches schwer beschreiben, weil es so vielschichtig ist. Es kommt ein Comic darin vor, es gibt mehrere Charaktere und durch die vielen Rückblenden hat man mehreren Ebenen. Klingt verwirrend, ist aber lesenswert, da alles elegant miteinander verwoben wurde und eine grandiose Stimmung heraufbeschwört. Es ist traurig, schön und hoffnungsvoll und dadurch eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Hat mir seeeehr gefallen.

und

„Gregs Tagebuch, Band 10: So ein Mist“ von Jeff Kinney
Greg hat wieder allerhand Probleme. Weil seine Mutter denkt, die Jugend von heute ist „Elektronik-Süchtig“, setzt sie in der Stadt ein „Offline“-Wochenende durch, was als Teenager natürlich die Hölle bedeutet. Als er dann auch noch kompletten Mist baut, entschließt sich Greg doch noch an der Klassenfahrt zur „Fleiß und Schweiß-Farm“ teilzunehmen. Aber ob das so eine gute Idee war?
Fazit: genauso lesenswert wie die anderen Teile. Ich finde das alles sehr amüsant

„Edition.Film – Filmanalyse“ von Martin Ganguly
Das kleine Themenheft enthält alles, was man in der Oberstufe zum Thema Filmanaylse wissen muss: Geschichte des Films, Filmgenres, Bild & Ton, Filmerzählung, Filmemacher und Filmkontext.
Fazit: Leicht zu lesen, toller in sich logischer Aufbau, daher lesenswert.

Weihnachten Unplugged

weihnachten2015

Um die Feiertage richtig zu genießen, habe ich eine Offline-Pause eingeplant. Ich werde vom 24.12. bis zum 29.12. nicht online sein, keine Nachrichten auf Twitter versenden, keine bunten Bilder auf Pinterest oder Instagram anklicken, keine Mails beantworten, keine Blogbeiträge schreiben und erforschen, was das mit mir macht.
Ich bin ein bisschen nervös, weil ich sowas schon lange nicht mehr gemacht habe und ich es vermutlich schlecht durchhalten kann. Ich bin gespannt!


Ich wünsche dir ein fröhliches Fest und entspannte Feiertage!

Hier gehts am 30.12. wieder weiter.

Wochenrückblick KW51/2015

wrimg

Diese frühlingshaft milden Temperaturen machen mich total verrückt! Ich will Schnee! Kälte! Vögel bei Schnee beobachten. Vermutlich dann im Januar so wie letztes Jahr auch. Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige! Und wer glaubt, dass eine Konsumauszeit im November schwierig und nervig ist, der soll das bitte schön nochmal im Dezember versuchen. DAS ist extrem neeeervig. Ich lass das jetzt auch ein bisschen schleifen, weils mich schon so nervt…egal!
Diese Woche war zwar stressig, aber doch auch gut. Denn 1. Star Wars, 2. Star Wars und 3. Star Wars.
Haha ;)

Naja, ich hab mich auch für was anderes interessiert:

Zum Beispiel tauchen jetzt überall wieder Jahresrückblicke auf und Sabrina hat reflektiert, wie nachhaltig ihr 2015
war. Außerdem gabs von ihr noch einen megapraktischen Link: SecondHand-Shopping Wegweiser für Hamburg! Vielen Dank!

Interessantes Interview über die Geschlechtertrennung und Transgender im Leistungssport

Apropos Sport. Dieses Foto kennt ja vermutlich jeder. Aber die Geschichte dazu ist auch spannend.

Ein Octopus in ner Kokosnuss!

Minimalismus und Luxusgüter

Die Liste für Anglouême ist draussen. Yeah! Ms Marvel ist dabei!

Megatrend Achtsamkeit und ein paar kritische Gedanken dazu

Interessanter Kommentar: „Viel wäre schon erreicht, wenn Konsumenten das kaufen, was sie laut Umfragen eigentlich wollen“

Das wars schon. Jetzt mach ich erstmal einen Tee.

Was ich aus meinem Sci-Fi und Dystopien Leseprojekt gelernt habe

Für das Jahr 2015 habe ich mir vorgenommen, die „Klassiker“ der Science-Fiction Literatur zu lesen. Dystopien durften auch vorkommen und wenn mir ein Sci-Fi Bestseller untergekommen ist, hab ich den auch gelesen.
Jetzt wo ich darüber schreibe, kann ich mich gar nicht mehr wirklich daran erinnern, was diesen Wunsch in mir ausgelöst hat. Vermutlich weil mir aufgefallen ist, dass ich zwar gern Sci-Fi-Filme anschaue, aber ich mich nie an das Genre in Buchform herangetraut habe. Vielleicht kommt das aber auch durch die ganzen Comics.

Es war total interessant, sich gezielt auf ein bestimmtes Genre einzulassen. Auch wenn ich nicht genau sagen kann, was es ist – es hat was mit mir gemacht. Es hat sogar mein neues Leseprojekt für 2016 inspiriert.
Interessant fand ich, dass so viele Autoren gleiche/ähnliche Themen auf so unterschiedliche Art und Weise beackert haben. Es wird in diesem Genre also nicht langweilig.

Mir fällt es schwer, meine Gedanken in Worte zu fassen.
Ich war auf fernen Planeten und hier auf der Erde; ich war beim Militär und bei der NASA, ich war als Diplomat und Alien unterwegs. Ich war ein Klon, eine Gebärmaschine, ein Roboter, ein Faschist. Ich war ein einsamer Mensch, der sich in einer zerstörten Umwelt orientieren und neu erfinden musste.

Egal welches Szenario, die Geschichten sind immer eine Einladung, die Zukunft anders oder neu zu denken und Bekanntes anders zu sehen. Es hat mich sehr inspiriert, diese „Was wäre wenn…“-Fragen auf unsere jetztige Gesellschaft zu übertragen und siehe da – so weit sind wir gar nicht davon weg. Und genau da wird es für mich sehr reizvoll. Ein anderes Setting, etwas, was ich nicht kenne, zwingt mich dazu, mich selbst zu hinterfragen und das passiert in den Geschichten mal mehr oder weniger stark gleichzeitig mit der Entwicklung der Protagonisten. Was bleibt übrig, wenn die Welt untergeht? Wie konstruiere ich mir ein neues Selbst, wie passe ich mich an? Sichwort: Angst/Vertrauen und Resilienz.
Wann beginnt die Verrohung oder anders: Wie kann ich Mensch sein und bleiben? Und dann die fortschrittlichen Technologien: Was macht das mit mir? Mit uns als Gesellschaft? Diesen komplexen Fragestellungen im Roman zu begegnen eröffnete mir einen neuen Zugang zu diesen Themen und deshalb finde ich es so schwierig, meine Gedanken in Worte zu fassen. Es ist zu viel :D Ich habe gelernt, dass ich aus diesen Romanen Fragestellungen mitnehmen kann in die „echte Welt“ und darin steckt die eigentliche Kraft einer Geschichte.
Mir fällt gerade kein anderes Genre ein, wo so viele Fragen aufgeworfen werden. Oder liegt es nur daran, dass ich dieses Jahr so viel aus diesem Genre gelesen habe?
Ich glaube im Übrigen auch, dass das Subgenre „Dystopien“ (vorallem im YoungAdult Novel Bereich) deshalb so beliebt ist, weil wir uns insgeheim den totalen Zusammenbruch wünschen. Damit wir endlich aufhören mit diesem Rumwurschteln und einen echten Neuanfang hinkriegen. Vielleicht braucht die Menschheit das. Gibt ja keine natürlichen Fressfeinde und wir machen uns selbst mit unserem Kamikaze-Kapitalismus total verrückt. Einmal entrümpeln und dann neustarten. Hm. Gut, ich hör schon auf.

Jedenfalls kann ich es sehr empfehlen, ein Genre – egal welches – mal ein bisschen fokussierter zu lesen und mal nachzuspüren, was das mit einem macht. Viel Spaß beim Lesen!

Hast du einen Lieblings-Sci-Fi-Roman? Hast du das Genre erst jetzt für dich entdeckt? Liest du sowieso immer nur ein bestimmtes Genre? Warum?

Wochenrückblick KW50/2015

wrimg

Wir stiefeln ja ganz schön auf das Jahresende zu! Diese Woche hab ich mir endlich einen Begriff gefunden, der mir mein Jahresmotto gut umreisst. Jetzt bastel ich an einem neuen Dashboard für meinen Filofax um mich einzustimmen und ich werde mich mal an eine erste Innenschau wagen.

Aber erstmal ein bisschen Internettrüffel verteilen:

Verflucht, warum passiert mir das nie?!?!?!?!

Ich glaube auch, dass Minimalismus so ein Generation Y-Ding ist.

50 Jahre Avengers – in bunt! Danke, sadfsh!

„Du bist schön.“

Das Instagram-Husband Video habt ihr bestimmt schon alle gesehen, oder? Aber es ist sooooo witzig. Und sitmmt :D LOL

Das wars schon. Ich muss jetzt wieder aus dem Fenster gucken :D

WENIGER | MEHR

Langjährige Leser wissen, dass ich nicht viel von Neujahrsvorsätzen halte. Mir genügt ein Jahresmotto, das in irgendeiner Weise meine Absichten umreisst.

Wovon will ich 2016 weniger? Was brauche ich dagegen mehr?

wemehr

Auch wenn ich keine Neujahrsvorsätze mache, hilft mir diese Liste beim brainstormen für ein Jahresmotto und um ganz allgmein meine Absichten ein bisschen zu konkretisieren. Mir tun solche „Erinnerungszettel“ gut, wenn ich sie sehe. Ich kann innehalte und mich neu ausrichten.

wemehr2

Was steht auf deiner Weniger | Mehr – Liste für 2016 drauf?

Wochenrückblick KW49/2015

wrimg

Naaa? Habt ihr was im Stiefel gefunden? Einen schönen 2. Advent wünsch ich dir und ich hoffe, dir gehts gut!
Ich bin im Zeitvertrödelungsmodus und will eigentlich gar nicht sooo viel online sein. Wir wissen ja alle, dass das Internet eine Zeitsaugemaschine ist und man dann weniger davon hat. Deshalb schnell schnell ein paar Links und dann wieder ans Fenster zur Vogelbeobachtung!

Miranda July interviewt Rihanna und das war irgendwie gut zu lesen.

Beschleunigt in den Untergang – ein Interview mit Hartmut Rosa

Neue Bilder von Pluto!

Peanut Butter Jelly Bars *sabber* Das sieht verboten gut aus und ist mit nur 8 Zutaten machbar.

Save the date! Im Januar ist wieder die Stunde der Wintervögel eine Zählhilfe gibts hier

Falling in Love is the ultimate act of revolution

Postwachstum: Meine Fresse schon lang keine so gute Übersicht mehr gesehen! Ich bin begeistert!!!

Das wars schon. Ran ans Fenster! :)

To Do – im Dezember

Zack, der letzte und wohl trubeligste Monat des Jahres ist wieder da. Seid ihr alle fröhlich? Kauft Geschenke für eure Lieben? Habt ihrs nett dekoriert? Ja? Gut so. Nein? Auch gut.
Die Konsumauszeit hat mir nochmal aufgezeigt, wie blöd ich das mit dem Konsumieren finde. Und die, die anfangs rumgetönt haben, dass sei „arm spielen“, denen kann ich zurufen: Nein ist es definitiv nicht, es ist „arm sein“. Arm an Möglichkeiten, weil man sich alles, was Spaß macht und den Alltag in irgendeiner Form aufwertet, verkneifen muss. Und das ist bitter. Vor allem, wenn ich es am eigenen Leib erfahre. Das hat ne völlig andere Qualität, als sich nur theoretisch mit Armut zu befassen.
Jetzt an Weihnachten wird ja ganz extrem wieder für Spenden geworben. Da musste ich auch überlegen: Kann man ein „gutes Gewissen“ konsumieren? Ich spende, tue Gutes (vielleicht, vielleicht auch nicht) und werte damit meine Persönlichkeit auf. Hm hm. Das Thema Konsum ist noch lange nicht vorbei…

Hier meine To Do Liste für den Dezember:

  • entspannen, entschleunigen und Star Wars gucken
  • Das Jahr 2015 reflektieren und mein Motto für 2016 festlegen
  • Das Buch „Die Gestirne“ für meinen „Lesezirkel“ (höhö) lesen
  • Die letzten Fotos für mein Scrapbookalbum ausdrucken und zusammenbasteln
  • Vermutlich die #Konsumauszeit verlängern, weil Herr DingDong bisher nur so halbherzig mitgemacht hat…hmm…mal sehen…
  • lesen, lesen, lesen
  • endlich mal einen Glühwein trinken und Lebkuchen essen
  • über Weihnachten offline sein #digitaldetox

Ne ziemlich langweilige Liste, aber ich habe genug damit zu tun in diesem Weihnachtswahnsinn einen kühlen Kopf zu bewahren.