Mein erster MOOC

Minimalismus hilft zu mehr freier Zeit. Nur was stellt man dann mit dieser neu gewonnenen Freizeit an? Ich für meinen Teil habe herausgefunden, dass es mir ums Lernen geht. (Das ist ja auch von Anfang an das Grundthema dieses Blogs gewesen) Das macht mir am meisten Spaß. Deshalb habe ich mich im Mai/Juni zu einem Experiment hinreissen lassen. Mein erster MOOC.

MOOC steht für Massive Open Online Course und sind 3-8 wöchige Online Kurse, an denen jeder teilnehmen kann. Die Kurse werden von Instituten und Universitäten ausgerichtet und es gibt unterschiedliche Level mit unterschiedlichem Zeitaufwand. Wenn man sich für einen Kurs anmeldet, erhält man Zugang zum Lernmaterial. Das sind z.B. Leselisten, Videos, Tests, Artikel und Discussion Boards. Es gab sogar in einigen Städten Meetups für die Teilnehmer.

Ich habe aufgrund eines Tweets den Kurs „Rise of Superheroes and their Impact on Pop Culture“ vom Smithsonian mitgemacht. In diesem Video bekommt man einen kleinen Eindruck.

Was mir gut gefallen hat:

– Vom Informationgsgehalt war es genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Man konnte den neuen Lernstoff mit ca. 1-2 Stunden pro Woche gut bewältigen.
– Stan Lee plauderte aus dem Nähkästchen. Er ist sooooo cool.
– Man konnte Stan Lee und Prof. Uslan Fragen stellen, die sie auch beantwortet haben
– Die Community war bunt gemischt und dabei hilfsbereit, witzig, interessiert und engagiert. Die Diskussionen waren alle sachlich und trotzdem sehr leidenschaftlich.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

– Das Niveau der Diskussionen war teilweise recht hoch, da auch viele Akademiker in dem Kurs waren. Das hat mich ein bisschen abgeschreckt und meine Diskussionsbeiträge waren daher eher kurz…
– Die letzte Woche bestand eigentlich nur aus Videos und ging hauptsächlich über die Comic-Industrie, die sich ja mehr ins Filmfranchise verlagert hat. Es war zwar interessant, weil viele Insidergespräche aufgezeichnet waren, aber ich hatte mir mehr erhofft
– Die Hausaufgaben waren anfangs leicht, wurden aber dann doch immer schwerer. Fand ich. Da hatten Talente mehr Erfolg. (Man musste einen Superhelden und einen Bösewicht erfinden, + deren Alter Ego skizzieren, den Mythologischen Ursprung deutlich machen, einen Beispieldialog schreiben und als Abschluss das Ganze zu nem Comicpanel zusammensetzen. Da hat mir die Zeit dann doch nicht gereicht)

So, und hat es mir was gebracht?
Definitiv JA.
In dem Kurs gings um Comics, es kam hin und wieder Stan Lee vor, der einen Schwank aus seiner Jugend erzählte und ich habe in diesem Zusammenhang viel über amerikanische Geschichte seit den 50ern gelernt. Die Verbindung der Themen Comics und Geschichte hatte einen großen Reiz für mich und dadurch haben sich ein paar Synapsen mehr verbunden.

Nicht alle MOOCs sind gleich, aber ich denke, wenn man es ernst nimmt, hat man definitiv einen Mehrwert davon.

Hier eine Liste mit Anbietern von MOOCs
edX
Coursera
Khan Academy (hervorragend um Schulwissen aufzufrischen!)
iversity
Mooin

Und du kannst mal auf deiner Bücherei-Website checken, ob sie eLearning anbieten.

Hast du schon mal einen MOOC mitgemacht? Welches Thema? Wie hat es dir gefallen? Hast du Tipps und Tricks für Online-Studenten?
Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar! Ich bin sehr interessiert, da ich Lust auf einen neuen Kurs habe…

Wochenrückblick KW39/2015

wrimg

Wer mir auf Twitter folgt, hat ja schon mitgekriegt, was ich am Freitag getan habe: Ich war zum ersten Mal in Hamburg alleine auf einem Konzert. Im Rahmen des Reeperbahnfestivals spielten in diversen Locations gefühlt 1000 Bands von denen ich noch nie was gehört habe, aber einen davon kannte ich aus dem ARTE Film, den ich hier letzte Woche verlinkt habe. Als ich nach dem Film anschauen alle Künstler durchgegoogled habe, stellte ich fest, das Cosmo Sheldrake in HH auftritt und ich habe spontan beschlossen, ein Ticket zu buchen. Die anderen Bands an diesem Abend im Knust waren übrigens auch hörenswert (The Riptide Movement und ABBY, letzere werden noch megaerfolgreich) . Nun, es war gar nicht schlimm. Denn 1. war es so laut, dass man sich eh nicht hätte unterhalten können, 2. war ich nicht die Einzige, die alleine auf einem Konzert war, 4. an Bier und Smartphone kann man sich festhaltern, 5. wenn die Musik spielt, ist eh alles völlig wurscht und 6. Cosmo Sheldrake war deshalb eine Inspiration, weil er – im Gegensatz zu den anderen Künstlern auch völlig alleine auf der Bühne war und sein Ding durchgezogen hat. Alle anderen sahen wie echte Rocker aus, und er kam im löchrigen Pullover und Jutebeutel auf die Bühne. Das hat das Publikum zuerst ein bisschen nervös gemacht, aber alle waren restlos begeistert. :D Es tat wirklich gut, sich mal wieder was alleine zu trauen. Unter normalen Umständen hätte ich es nicht gemacht. Direkt nach der Arbeit in einem müde, vergammelten und hungrigen Zustand auf ein Konzert? NIE! Was tut man nicht alles für ein Monatsmotto :D

So, genug jetzt: Hier ein Internetspaziergang mit ein paar Fundstücken:

Wie geht menstruieren im Weltall? Endlich beantwortet mal jemand diese Frage. Ich hab vor ein paar Jahren das komplette NASA Space-Shuttle Manual durchgeforstet und es stand NIX darüber drin!! Naja nun kann ich wissend sterben :D

Schöner Artikel über Dieter Rams, der ja bei Minimalimus Diskussionen nicht fehlen darf. Er hat den Ausdruck „weniger, aber besser“ geprägt und hat mit seinen 10 Thesen zum Design auch Menschen wie Steve Jobs inspiriert.

Scientists use sound waves to control brain cells – mehr muss nicht gesagt werden.

live so simply that you are a pure flame within the heart of the star – radikaler minimalismus ist in diesem Artikel sehr poetisch :D

Ein Interview über die Frage, wie die Wirtschaft in Zeiten von „low growth“ funktioniert. Dabei ist die Ansage „Adapt or Die!“ ziemlich knallhart, aber vermutlich auch wahr. Sehr interessant. Ich hab das Gefühl, dass wir uns mit dem Thema „Minimalismus“ und allem, was sich in diesem Themenfeld bewegt ganz gut auf die nächsten 20 Jahre vorbereiten..

Diesen unfassbaren Geschichten folge ich auch auf Instagram. Erschütternd, aber sehr interessant. Ein Perspektivwechsel kann so manches wieder geraderücken.

Ich verstehe nichts von Eiskunstlauf, aber zieht euch mal dieses Video rein. Jason Brown hat was, was andere nicht haben. Nennen wir es Magie, ok? Ich finde es psychologisch interessant, wann der Funke überspringt, da passiert irgendwas und es ist der Hammer.

Schönen herbstlichen Restsonntag. Ich werde heute abgammeln und Kraft sammeln für die Mondfinsternis! Clear Skies und viel Erfolg beim Beobachten!

Der Klamotten-Kalender

Es ist Ende Juli und du brauchst einen neuen Badeanzug. Du gehst bei 30 Grad Außentemperatur in den Laden deiner Wahl und denkst: „WTF?!“ – in Braun und Grau: Wintermäntel, Tweedhosen, Fleecejacken. Du siehst dich schwitzend um und entdeckst in der hintersten Ecke 3 Langweiler-Badeanzüge. In Geschäft Nr. 2 und Boutique 3 ist es der gleiche Anblick. Nichts gefällt, die Auswahl ist mies, du ziehst frustriert von dannen.
Ging es dir schon mal genauso?

Von Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben wir uns in der Mode leider schon längst verabschiedet. „Fast-Fashion“ heißt die Devise. Und dann diese ominöse „Übergangssaison“ mit Kleidungsstücken, die in Wirklichkeit keinen Sinn machen (kurzärmelige Jacken, ungefütterte Jacken, Pullover in Kombi mit Daunenwesten…die Liste ist endlos). Ich sehe überall nur diese roten Schaufensteraufkleber die kurz nach einem Sale sofort den Mid-season-Sale ankündigen.

Ich habs hier ja schon oft genug erwähnt: Ich hasse einkaufen. Das war schon immer so und das wird vermutlich auch für immer so bleiben. Aber noch viel mehr hasse ich es, wenn ich tatsächlich mal was brauche, ich mich also in die Läden bequeme und es dort exakt nichts gibt, das mir gefällt und meinen Ansprüchen genügt.

Das macht mich völlig fertig. Und deshalb bin ich mal in mich gegangen und habe meine Beobachtungen aufgeschrieben, das Ganze mal ein bisschen recherchiert, erfragt und in Kladde gegossen. Ich will hier nicht zum sinnlosen Shoppen aufrufen sondern Frustration vermeiden. Deshalb gibt es nun – trommelwirbel – den Klamotten-Kalender!

klamottenkalender

Januar
Die erste Frühjahrsmode taucht auf, die bisher nicht vekaufte Winterware landet in der Sale-Ecke

Februar/März
Noch mehr Frühjahrsmode, in den von den Designern formulierten Trendfarben des Jahres (Dauertrendfarben sind türkis, hellgrün, koralle und erdbeerrot, seeeehr viel Pastell…) Die Stoffe sind auch für den Übergang abgestimmt (Baumwolle, Seide, Polyester). Wer sich vorgenommen hat, im Sommer eine luftige Leinenbluse zu kaufen, sollte es jetzt tun. (Oder hast du im August schon mal ne Leinenbluse in den Läden gesehen?)

April/Mai
Anfang April herrscht Hochsommerlaune in den Läden. Jetzt gibts alles, was kurzärmelig ist inkl. große Auswahl bei der Bademode. Sommerkleider, leichte Stoffe und ja – schon die ersten Schnäppchen bei der Frühjahrsmode.

Juni/Juli
Die letzte Lieferung von Sommermode kommt rein, bevor alles auf im Sommerschlussverkauf landet (Der SSV wird eigentlich immer in der letzten Juli-Woche angekündigt). Die Geschäfte räumen ihre Lager für die ankommende Herbstmode. Die Stoffe werden schon ein bisschen dicker und die Farben dunkler.

August
Die ersten Sticksachen kommen in die Läden, ebenso wie Kleidung aus robusteren Stoffen (Lederjacken!)

September
Dieser Monat bietet die wohl breiteste Auswahl an Herbstmode. Zumindest kommts mir immer so vor. Verrückterweise gibts ja auch ab September schon Stollen und Schokonikoläuse…

Oktober
Hurra, die Wintermode ist da. Jogginganzüge, dicke Pullover, Skisportklamotten. Bester Zeitpunkt um seine Wintergarderobe aufzustocken. Oh und was auch noch rüberschwappt ist dieses komische Black-Friday-Shopping, also meidet Ende Oktober ganz besonders die EKZ.

November/Dezember
Noch mehr Winterklamotten, diesmal mit einem Hauch Luxus. Klar – Weihnachten steht vor der Tür. Samt, Cashmere und viel Blingbling für Silvester. Nach Weihnachten fallen die Preise.


Es ist nicht ganz einfach, sich das alles zu merken und klar, manchmal funken die Trends auch dazwischen, aber generell kommt das wohl hin. Da ich mir ja sehr gut überlege, was ich als Ergänzung für meine Garderobe brauche, kann ich anhand der Liste gezielter danach gucken und mich für den Rest der Zeit entspannt zurücklehnen.

Was fehlt in der Liste? Was ist dir in den Läden aufgefallen?

Wochenrückblick KW38/2015

wrimg

Falls ich jemals in China zu Fuß unterwegs sein werde…äh..nee, nach diesem grausigen Artikel dann lieber doch nicht. Einen Menschen totfahren ist billiger als ein Menschenleben retten. Was stimmt denn mit den Menschen nicht????

Was Schauspielerinnen über Sexismus in Hollywood erzählen ist ganz schön interessant.

Guter Materialismus?

Berliner und Reisende, Save the Date! Joachim Klöckner und Bo van Menzel sind in der Minimalismus-Szene ja keine Unbekannten mehr. Und beide sind gemeinsam mit anderen Impulsgeber bei der Open Energy Talk Veranstaltung.

Man kann sich anhören, wie Wikipedia editiert wird. Bei der Sprachauswahl die Tages- bzw. Nachtzeit der einzelnen Länder beachten, entsprechend ist dann mal mehr, mal weniger los.

Das Sci-Fi Magazin „Omni“ kann man auch online lesen.

Gestern habe ich mal wieder den Fernseher eingeschaltet und habe auf Arte eine ziemlich coole Doku über „Soundhunters“ gesehen. Danach kam ein Film über Islands vielfältige Musikszene und als Abschluss um 2 Uhr morgens gabs noch einen Konzertmitschnitt von Derrick May and Friends. Einer seiner Freunde ist Francesco Tristano, den ich ja sehr schätze. Meine Güte, war das ein musikalischer Abend. Wenn du also heute nichts zu tun hast, lass dich inspirieren. Ich habe jedenfalls für mich viel neue Musik entdeckt.

Schönen Sonntag noch!

Weimar für Geeks

weimarguideEigentlich ist es doof, einen Geek-Guide über Weimar zu schreiben. Denn das ist völlig unnötig. Man sucht sich ein Hotel in der Nähe der südlichen Altstadt aus und guckt sich einfach alles an. Es ist wirklich alles nahe beieinander, so das man von Museum zu Museum hopsen kann. Strategisch günstig dazwischen sind tolle Restaurants, Eisdielen und Cafés. Es kann also nix schiefgehen. Die WeimarCard lohnt sich, wenn man mind. 2 Tage dort ist. Obwohl die Stadt im Sommer vor Touristen wimmelt, geht man sich seltsamerweise nicht auf die Nerven.

Vor allem kommen in Weimar die Literatur-Geeks und Geschichtsnerds auf ihre Kosten. Meine Highlights:

1. Die Treppe im Goethe-Wohnhaus hoch- und runterschreiten und im Goethe Nationalmuseum über alte Dinge staunen.
goew
Wenn man in Weimar ist MUSS man dort hin. Sonst war man nicht in Weimar. Und das ist kein Witz. Weimar = Goethe. Goethe hat sich – inspiriert von seiner Italienreise – das Häuschen am Frauenplan nach seinen Vorstellungen umgebaut und dabei kam etwas ganz Hübsches raus. Die Zimmerfluchten, die schönen Wandfarben (Feng Shui? nee – er hat seine Farbenlehre selbst angewandt) und die absolut supertolle Treppe, bei der man sich ganz Erhaben und groß fühlt, wenn man hoch- und runterschreitet – ganz ganz toll! Sein Wohnhaus hat mich daran erinnert, dass Inneneinrichtung auch Inspiration sein kann oder auch muss. Aus konservatorischen Gründen ist die Besucheranzahl reglementiert, aber es war überhaupt kein Problem für uns da rein zu kommen. Plant aber trotzdem evtl. eine Wartezeit und eine Alternative ein.

2. Die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek
aabAls Buchnerd muss man da rein. Keine Diskussion! Der Rokkoko-Saal ist trotz trauriger Lücken in den Bücherregalen eine Augenweide. Und mit der Info-Ohrenkeule erfährt man ne ganze Menge über die bedeutenden Gäste von Anna Amalia. Überhaupt finde ich Anna-Amalia ziemlich cool. Was mir ganz besonderen Spaß gebracht hat: In den schweren Filz-Pantoffeln über den knackenden Holzboden schlurfen. :D

3. Das Weimar-Haus
Okay, das kommt vielleicht ein bisschen cheesy rüber, aber ich steh total auf so komische Event-Museen, denn sie sind kurzweilig und echt spaßig. Gebt ihnen mal ne Chance. Im Weimarhaus erfährt man ganz leicht etwas über die Geschichte der Stadt und ist somit ein idealer, lockerer Einstieg von der Urzeit bis zur Weimarer Klassik. Das Museum endet bewusst dort, damit man dann gleich hinterher auf Entdeckungsreise gehen kann. Für kleinere Kinder vielleicht ein bisschen gruselig, aber für maulige Teenager bestimmt super. Jeder Raum ist ausgestattet mit Geräusch- und Beleuchtungseffekten und Wachsfiguren, die ich ziemlich gelungen fand.

4. Das Schiller-Haus und das Schiller-Museum
schiwo
Auch ein Muss: Durch Schillers gute Stube schlendern und erkennen, dass er ganz anders als Goethe war und sie trotz ihrer Unterschiede ne richtig gute Freundschaft hatten.

5. Das Glockenspiel am Rathausplatz anhören
glsp
…weils so schön klingt und aus Meissner Porzellan ist. Bei schönem Wetter kann man auch ganz nett draussen frühstücken, Leute beobachten und einen Plan für weitere Erkundungen machen.

Wir waren noch im Stadtmuseum, im Gingko-Museum und im Bauhaus-Museum, was auch toll war.
Mehr haben wir leider trotz der räumlichen Nähe nicht geschafft. Macht aber nix. Weimar ist wieder ne Reise wert darauf freue ich mich schon jetzt.

Warst du schon mal in Weimar? Was muss man noch gesehen haben? Was hat dich beeindruckt?

Wochenrückblick KW37/2015

wrimg

Ich glaube, ich brauche wirklich mal eine Nachrichtendiät, das war diese Woche schon fast wieder zu viel des Guten Schlechten. Lieber selbst Nachrichten und Infos auswählen:

Zum Beispiel diese: es wurde in einer afrikanischen Höhle eine „neue“ Menschenart entdeckt und die erste 3D gedruckte Titan-Brustkorbprothese wurde einem 54 Jahre alten Spanier eingebaut. Schon wieder ein Cyborg.

Warum Kleidung für Frauen schneller auseinanderfällt. Interessanter Artikel. Ich teile den Eindruck, dass Klamotten aus der Damenabteilung sofort in seine Bestandteile zerfällt, wenn man sie ein paar Mal gewaschen hat. Das weiß ich aber nur, weil ich manchmal einfache T-Shirts oder Schuhe in der Männerabteilung kaufe. Die Nähte halten länger, die Sohlen sind besser verklebt, die Farben verblassen nicht so schnell. Echt ätzend.
Frau Vinken hat diesbezüglich auch interessante Ansichten zum Thema Mode als gesellschaftlicher Seismograph und passend dazu ein Interview einer Vollzeitbloggerin über ökokorrekte Mode und die Tatsache, dass auf Instagram kein bewusster Konsum zu sehen ist.

14 Komplimente, die jeder mal hören sollte.

80er Filme als Hörbücherwie geil ist das denn?!

Sterne fressen

Das Buch klingt interessant, kommt mal auf meine Leseliste.

Diese Woche ist ein neuer Teaser für die kommende Marvel-Serie „Jessica Jones“ rausgekommen. Wunderschön.

Als Berufsanfänger hat man es in einer neoliberalen Gesellschaft heute echt nicht mehr leicht. Über Berufsanfang und Zukunftsangst.

Das wars schon. Ich räum jetzt mal mein Zimmer auf.

Fazit Social-Media-Challenge

Für dieses Quartal habe ich ja Beziehungen/Soziales als Motto. Und im August habe ich damit angefangen, das Wort „Social“ wieder in „Social Media“ hineinzutun. Denn eigentlich ist es schon so, dass ich zwar einerseits Artikel produziere, Tweets raushaue oder Bilder pinne, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass ich doch eher Social-Media-Konsument bin. Das konsumieren von Inhalten ist eben auch leichter – oder?
Naja jedenfalls wollte ich ordentlich kommentieren und mitmischen in diesem Zirkus was ich für meine Verhältnisse auch getan habe.

Hier eine kleine (total unwissenschaftliche) Vorher-Nachher-Liste:
smc

Das habe ich gelernt:

  • Kommentieren und „mitmachen“ kann man wie einen Muskel trainieren. Man muss nur anfangen. Und dann wirds eigentlich auch schnell ein Automatismus
  • Ja, manchmal ist es anstrengend. Wenn man nicht mehr richtig gucken kann, weil man zu müde ist und dann durch diese Challenge den Zwang hat, etwas kommentieren zu müssen. Da hat es nur für ein paar Emojis gereicht. Aber ich habe gezeigt: Ich bin da.
  • Ich glaube, das ist schon eine Form von Dankbarkeit, die man auch im digitalen Raum weitergeben kann. Viele Instagrammer haben sich bei mir bedankt, als ich ihnen einen Kommentar auf dem Posting hinterlassen habe. Das hat mich auch gefreut.
  • Man wird sichtbar im digitalen Raum.
  • In diesem Zusammenhang auch interessant: Diese ganzen Guides „How to be a pro-blogger“, „ultimate guide to gain more followers“ – sind wirklich nur blabla. Wenn die Leute merken, dass du da bist und teilnimmst und es ernst nimmst, bemerken sie dich auch. In Zeiten von käuflichen Followern und Bots ist Authentizität die neue Währung. Das ist alles.
  • Deshalb auch: Social Media ist ein Fulltime-Job, wenn man es auf dieser Ebene machen will.
  • Mein eingerostetes Schrift-Englisch hat mich ein bisschen daran gehindert, längere Kommentare zu verfassen. Vor der Challenge wusste ich gar nicht, dass es so eingerostet ist. Zeit für ein bisschen Nachhilfe.
  • Bei Pinterest kommentieren ist irgendwie total unspassig und sinnlos, außer man hat mit Leuten die man kennt ein gemeinsames Board.
  • Am einfachsten geht Kommentieren über Twitter und Instagram, dann bei Blogs. Wobei ich anfangs totale Schwierigkeiten bei .blogspot Blogs hatte – ich musste meinem Browser erstmal sagen, dass er Cookies zu lassen soll, dann gings. Interessanterweise habe ich bemerkt, dass ich gar nicht mehr sooo viele Blogs lese wie früher und ich deshalb so wenig auf Blogs kommentiert habe.
  • ein bisschen FOMO hat sich entwickelt, wenn ich wieder mal festgestellt habe, dass alles mögliche über Facebook läuft. Das nervt mich total. Ich will mich da nicht mal unter einem Fake-Namen anmelden, ich will mir nicht schon was Neues anbinden, aber gerade für kuratierte Gruppen ist das schon irgendwie cool. Grr…Ich lass es trotzdem. Mein Stolz lässt es einfach nicht zu.

Weil der Muskel schon ein bisschen trainiert ist, werde ich das Kommentieren für die nächsten zwei Monate beibehalten.

Abgesehen davon würde mich mal dein Kommentier-Verhalten interessieren. Gehörst du auch zur Lurker-Gruppe? Oder kommentierst du fleißig? Bei bestimmten Plattformen/Blogs häufiger?
Ach übrigens, hier auf diesem Blog funktioniert die Kommentarfunktion wieder ganz gut. Du kannst es gerne mal testen ;D

Wochenrückblick KW36/2015

wrimg

In Hamburg vermisse ich manchmal richtiges Gewitter. Das hilft aber ein bisschen.

Der Kofferinhalt von Leuten, die zwischen 1910 und 1960 in eine Irrenanstalt eingeliefert worden sind. Überhaupt ist die ganze Website voll interessant. Es geht um Sammlungen. Als Möchtegern-Minimalistin finde ich Dinge sammeln blöde, aber diese Seiten helfen mir mit solchen digitalen Fundstücke sehr :D

Oh wie schön. Ich liebe solche Aufnahmen! Wobei man natürlich auch die Lichtverschmutzung Berlins erkennt :(

Obdachlose haben unter dem Motto „My London“ Fotos mit Wegwerfkameras gemacht.

1 Tag lang Großstadt ohne Autoverkehr – wie geil wär das bitte in anderen Städten??? Wie sich die Stadt wohl „anfühlt“, wenn mal keine Autos vorbeibrummen würden? Paris macht es vor.

Wir haben eine Verbindung zu unseren Sachen, das merken wir spätestens beim Entrümpeln, nicht wahr?

Interessant! Twitter and News – how people use the social network to learn about the world

Hirne zusammenschalten? Gemacht!
Und weil wir schon beim Thema Science-Fiction sind: 6 Things that back to the future II predicted for 2015

Auf http://bulletjournal.com/ gibts ein neues Update zum BulletJournal. Der Erfinder hat es sich wohl selbst vereinfachen müssen. ;)
Mir ist das zwar immer noch zu viel Schreiberei, aber im Filofax in Kombi mit dem Kalender ist es für mich ziemlich minimalistisch und einfach. Trotzdem: ne super Sache um seinen Notizbuchvorrat aufzubrauchen *hüstel*


Wie war deine Woche? Was hat dich diese Woche beschäftigt? Schönen Restsonntag und einen guten Wochenstart!

To Do – im September

Die Social Media Challenge war gut, aber auch ein bisschen anstrengend. Ein ausführlicher Beitrag darüber folgt. Ich werde die Challenge für die kommenden Monate weiterlaufen lassen, da ich ja jetzt „aufgewärmt“ bin.
Was Soziales und Beziehungen im September angeht, habe ich ehrlich gesagt noch überhaupt keine konkreten Ideen. Der Monat wird aufgrund meiner Arbeit zu einer Herausforderung, da ich das Thema „Abgrenzung“ näher beleuchten muss und es nicht zur Ausgrenzung werden soll. Ich muss mich um die Frage kümmern, warum ich IMMER den Schweinehund überwinden muss, wenn es um Soziales geht oder ob ich es einfach mal dabei belassen soll. Ich erhoffe mir dadurch einen Schritt nach vorn.
Vielleicht hilft mir dabei dieses Übungsheft.

übungsheft

Wenn ich mich mit Hilfe des Minimalismus von ungesunden Beziehungen verabschiede (oder sie zumindest stärker einschränke), habe ich dadurch natürlich mehr Zeit für Menschen, die mir wirklich wichtig sind. Aber Beziehungen muss eben man auch gestalten und irgendwie gelingt mir das nicht so gut. Früher war das leichter, vermutlich weil alle mehr Zeit hatten und das „draussen rumhängen“ eine völlig legitime Beschäftigung war. Dafür brauchte man nicht mal (viel) Geld.

Gut, ich versuche es erstmal mit dem Monatsmotto „unter die Leute gehen“

  • Den Denkmaltag besuchen
  • Diese Ausstellung besuchen
  • Mich mit Ornithologie beschäftigen
  • den neuen Murakami lesen
  • eine Weiterbildungsmesse besuchen
  • endlich mal ein paar DIY Projekte fertig machen, die hier schon wieder rumliegen…

Was planst du im September? Was ist für dich eine „soziale Herausforderung“?