Gesehen im November

hm. Geguckt hab ich auch irgendwie nix. Das Fenster ist mein Fernseher, die Eichhörnchen mein Programm. Oder schlafen. :D
hörnchen
Wer mehr sehen will, guckt auf Twitter, da spamme ich alle mit #eichhörnchentweet voll. :D

Aber gut, zu den Filmen:
Das habe ich mir im November angesehen!

Brügge sehen…und sterben?
Die Auftragskiller Ray und Ken (ganz groß: Colin Farell und Brendan Gleeson) versauen einen Job und werden von ihrem Boss Harry nach Brügge geschickt, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Dort angekommen warten sie in einer kleinen Pension auf den Anruf mit weiteren Instruktionen. Zum Zeitvertreib gucken sie sich die Stadt an. Ray ist gelangweilt und genervt, während Ken die mittelalterliche Kulisse total genießt. Die Stimmung bessert sich erst, als Ray die junge Schauspielerin Chloe kennenlernt. Während er bei einem Date sitzt, bekommt Ken den Anruf von Harry mit dem neuen Auftrag…
Fazit: einer der besten Gangsterfilme, die ich je gesehen habe! Gut, die Wahrheit ist: Ich guck eigentlich gar nicht sooo oft Gangsterfilme. Ich mag eigentlich auch Collin Farell nicht so gerne, aber in diesem Film war er genial. Der Film hat genau den richtigen Mix aus Action, Tragik und Witz und eine Spur traumwandlerischen Wahnsinn. Das funktioniert und ich finds doof, dass ich diesen tollen Film erst jetzt gesehen habe :D Also guckt ihn euch ruhig an :)

Fräulein Julie
Dreiecksgeschichte zum gleichnamigen Buch von August Strindberg.
Fazit: sehenswert. Wer das Buch mochte, macht auch mit dem Film nix falsch. Anfangs ist es etwas irritierend, dass das Setting in Irland ist und nicht in Schweden, aber das kann man ausblenden. Jessica Chastain ist mit ihrem Spiel endgültig in meinem Herzen angekommen und hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Vor allem bei der Sache mit ihrem Vögelchen…

Chuck, Staffel 4
Chuck, Spion wider Willen und eigentlich jetzt doch willens baut seine Beziehung zu Sarah weiter aus und sucht nach seiner Mutter. Und dann passieren noch andere Katastrophen.
Fazit: keine Ahnung wie das funktionieren kann, aber es klappt: Das Thema Nerd + Spion ist immer noch frisch genug um eine actionreiche und sehr witzige Serie zu füllen. Habs gern geguckt.

Was hast du dir angesehen?

Wochenrückblick KW48/2015

wrimg

#Konsumauszeit Woche 3. Mit #Buynothingday und dem Blackfriday-Wahnsinn. Am Freitag musste ich mit meiner Chefin übrig gebliebene Gelder ausgeben, sonst wären sie zum Jahresende irgendwo verpufft. Wir haben Kleinkram bei Ikea gekauft, Dekomaterial und Bastelzeug. Wir waren effizient und ja, es war Arbeit. Es war nach diesen bisherigen Wochen ein richtiger Schock. Anders kann ich es nicht beschreiben. Was ich nicht verstanden habe: Die Leute kaufen Zeug, als hätten sie nichts zu Hause. Gerade im Dekoladen, der voll ist mit Kerzenständern, Kerzen und künstlichen Tannenzweigen und Moos, das in Plastiktüten verpackt ist. Deko, die man kaufen kann, habe ich sowieso noch nie verstanden und ich finde es ja auch nicht schlimm, wenn sich jemand mal ein bisschen Krimskrams kauft aber SO VIEL?! Die Schlange an der Kasse reichte quer durch den Laden, ich mittendrin (für Dekozwecke haben wir einen kleinen Christbaum gekauft, der nicht nach Christbaum aussieht). Und die Wege, diese unendlichen Wege, die man in den Läden ablaufen muss um an ein Teil zu kommen. Dieses Schlangenlinien laufen ist ja ganz bewusst so eingesetzt, aber ich glaube ich bin in diesen 2 Stunden ca. 5 km gegangen und das OBWOHL ich eine Einkaufsliste hatte und nur von A nach B wollte. Vielleicht sind das ja Weihnachtsgeschenke. Aber ganz ehrlich: Die Beschenkten tun mir jetzt schon ein bisschen Leid. Und auch die Schenker, die sich diesem ganzen Stress aussetzen. Denn ich habe den Eindruck, als hätte in der Adventszeit überhaupt niemand Spaß.
Das war der komplette Kontrast zu Montag, als ich mir Stoff gekauft habe für ein schon länger geplantes Nähprojekt (diese Art Stoff, die ich suchte, gibts immer nur zur Faschingszeit, allerdings hab ich sie damals im Februar nicht mehr gefunden) und ich feststellte wie bitter Armut ist. Das ist keine neue Erkenntnis, viel mehr war es eine Erinnerung an ein altes Leben, die mich traf wie ein Blitz. Dieses Kaufimpulse-unterdrücken-müssen bzw. extrem auf Ausgaben achten müssen hatte ich damals viel zu oft und ich bin froh und dankbar, dass ich mir Dinge leisten kann, wenn ich will. Es war sehr seltsam und traurig und dankbar und wütend.

#heimkommen

Minimalist Gift-Giving Tipps von den Minimalists. Kann ich so unterschreiben. Und auch immer an http://www.zeit-statt-zeug.de/de/ denken!

Was Großstädte gegen die Blechlawine machen

Einmal Faschingsprinzessin sein!

Empathie lernen

Die Deutschen unter der Lupe, vielen Dank an dieser Stelle an Gabi, die immer so viele tolle Links ausgräbt.

Mode, bewusst! „Wegwerfware Kleidung: Die Deutschen kaufen lieber neue Klamotten als kaputte reparieren zu lassen – obwohl sie einen Großteil ihrer Sachen nicht einmal anziehen.“ Dieser Satz hat mich umgehauen!

Und weils so schön ist, jemanden zu beobachten der Spaß hat und etwas gut kann:

Das wars schon. Wir treffen uns gleich beim Stammtisch, oder? :D

Gelesen im November

gelesen

Diesen Monat war ich ganz schön lesefaul! Das liegt daran, dass ich lieber aus dem Fenster geguckt und Eichhörnchen angelockt habe. Dieses „sinnlose“ am Fenster sitzen, mit Tee und Keksen, ist total gut. Ein klitzeklein bisschen was steht aber trotzdem auf der Liste.
Apropos Literatur – ich war bei der Miranda July Lesung und das war toll, obwohl eigentlich gar nicht so viel vorgelesen wurde. Es wurde mehr über ihre Arbeit und über das Buch geredet, aber man bekam einen guten Eindruck von ihr als Person. Ich mag sie :D „Der erste fiese Typ“ ist in meinem „Lesezirkel“ das Buch für Dezember.

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte von Peter Heller
Eine Pandemie bricht aus, die Welt stürzt ins Chaos. 7 Jahre später: „Big Hig“ und sein schießwütiger und grummeliger Nachbar „Bangley“ bewohnen einen Flugzeughangar und schlagen sich so durch. Hig und sein Hund Jasper fliegen mit ner alten Cessna Kundschafterflüge und empfangen eines Tages einen Funkspruch und Hig macht sich auf die Reise…
Fazit:lesenswert. Ich fand die experimentell eingesetzte Interpunktion ziemlich gelungen, es lässt alles sehr lebendig werden. Wie immer bei diesem Genre gehts ja um die Menschlichkeit bzw. was davon nach solchen Katastrophen davon übrig bleibt und das ist gut und warmherzig portraitiert.

Fräulein Julie von August Strindberg
Mittsommernacht. Der Graf ist nicht zuhausse und seine Tochter, Fräulein Julie tanzt mit dem Gesinde und feiert. Sie kommt in die Küche und befiehlt dem Diener Jean mit ihr zu tanzen und flirtet offensiv mit ihm und provoziert. Jean, der mit der Köchin verlobt ist, weist sie ab, lässt sich aber im Laufe der Zeit doch mit ihr ein. Die Machtverhältnisse drehen sich und als der neue Tag anbricht, hat sich alles geändert…
Fazit: wow, es hat mich wirklich beeindruckt! Daher empfehle ich es weiter. Denn obwohl es sich um ein „naturalistisches Trauerspiel“ handelt, sollte man es gelesen haben, denn ich finds erstaunlich auf wie wenigen Seiten sich diese dramatische Dreiecksgeschichte entfaltet.

Das wars schon an Lesestoff. Mit einem Buch bin ich noch nicht fertig, das werde ich erst nächsten Monat vorstellen. Und ansonsten habe ich noch Comics, ein Vogelbuch und etwas über Filmanalyse gelesen.
Eine besondere Erwähnung findet hier übrigens das Transform Magazin. Ich habe es von vorne bis hinten durchgelesen, das Format ist klasse, es ist keine Werbung drin und zum Thema „Arbeit“ gabs viel Inspiration, die mich zum Nachdenken brachten.
Wer im Comicladen steht und nicht weiß was er nehmen soll, sucht sich bitte „Bitch Planet“ aus. Toll gezeichnet, sehr dynamisch erzählt mit ner interessanten Story, coole Aufmachung.

Hattest du einen guten Lesemonat? Was hast du gelesen?

Wochenrückblick KW47/2015

wrimg

SCHNEEEEEEE!!!! SCHNEEE!!!! Sooooo toll!!
Okay, aber erstmal zur #Konsumauszeit. Ich hänge ja ein bisschen hinterher, deshalb ist bei mir erst die zweite Woche vorbei. Diesmal ist es gut gelaufen! Ich hab nur einmal morgens beim Bäcker was geholt, weil ich derbe verschlafen habe und es schnell gehen musste. Ansonsten frage ich mich genau wie das Apfelmädchen, was „brauchen“ in diesem Sinne eigentlich für mich bedeutet. Insgesamt habe ich diese Woche für Essen unterwegs 6,50 Euro ausgegeben und das ist für meine Verhältnisse ganz schön wenig. Hm.

So, aber jetzt zu den Internetfundstücken der Woche:

Interessante Artikel The Price of Fear und How Friendships change in Adulthood

Ein ziemlich cooles Pinboard ganz nach meinem Geschmack

Minimalismus in Japan

Kennt vermutlich schon jeder, aber ich hab „First Kiss“ erst gestern entdeckt und finde das Projekt faszinierend :D

Dieses „Ironic“-Update fand ich sehr amüsant :D vor allem auch weil mich der Typ in der Band an das Tier von den Muppets erinnert :D :D

Interessantes Projekt über Arbeit und die Leute, die sie machen.

Idee für Streetart!

Mehlwürmer, die Plastik fressen?!

So, jetzt gibts Kuchen!
Das muss nach dem Schneespaziergang sein!
Guten Wochenstart!

Literaturliste Umdenken – Anders leben

Dieser Beitrag ist für das Apfelmädchen und natürlich auch für alle anderen, die sich mit anderen Lebensstilen und Wertesystemen auseinandersetzen möchten. Ich habe mir neulich eine Menge Bücher in meine Bibliotheksmerkliste gepfeffert, die ich hier einfach teile, daher habe ich auch noch keine Meinung dazu. Ich hab natürlich selbst nicht vor, alles zu lesen. Es soll mir nur Anregungen geben, falls mir mal wieder nix einfällt. (hahhahaha)
Die Themenblase reicht von Bruttosozialglück, Generation Y, Ökodörfer, digitaler Wandel bis zum Zeitwohlstand, Transformationsdesign, Postwachstumsökonomie usw.
Ich habe absichtlich auf eine Verlinkung verzichtet, aber du kannst ja einfach per copy/paste in deinem Bibliothekskatalog, Lieblingssuchmaschine, social reading circle wasauchimmer danach suchen. Und ich habe versucht, die Liste grob zu sortieren, was nicht leicht war, da sich viele Themen überschneiden…

Politik
Jetzt reicht’s! : 50 Anleitungen zum Bürgerprotest – was jeder gegen Missstände tun kann / Harro Honolka
Revolution – Anleitung für eine neue Weltordnung / Russell Brand (<- ja genau der!!! das find ich oberspannend) Höllensturz und Hoffnung – warum unsere Welt zusammenbricht und wie sie sich erneuern kann / Hans-Joachim Hahn
Europa nach dem Fall / Walter Laquer
Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus – es gibt Alternativen zum herrschenden System / David Graeber
An die Empörten dieser Erde – vom Protest zum Handeln / Stephane Hessel
Land unter – ein Pamphlet zur Lage der Nation / Wolfram Weimer

Zukunftsforschung
Das Megatrend-Prinzip / Matthias Horx
Wie wir morgen leben werden – 15 Lebensstiltrends, die unsere Zukunft prägen / Elke Wenzel et al
Die Zukunft – eine Einführung / Sascha Mamczak

Selbstversuche
Apokalypse jetzt! – wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite / Greta Taubert
Der Mann ohne Geld – meine Erfahrungen aus einem Jahr Konsumverweigerung / Mark Boyle

Wirtschaft/Postwachstumsgesellschaft
Gut leben – eine Gesellschaft jenseits des Wachstums / Barbara Muraca
Wege aus der Wachstumsgesellschaft / Hrsg. von Harald Welzer und Klaus Wiegandt
Buen Vivir – Das Recht auf ein gutes Leben / Alberto Acosta
Transformationsdesign – Wege in eine zukunftsfähige Moderne / Bernd Sommer, Harald Welzer
Völlig utopisch – 17 Beispiele einer besseren Welt / Marc Engelhardt
Wohlstand ohne Wachstum – Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt / Tim Jackson

Arbeitswelt
Die heimlichen Revolutionäre – wie die Generation Y unsere Welt verändert / Klaus Hurrelmann

Zeit
Warten – Erkundungen eines ungeliebten Zustands / Friederike Gräff
Anleitung zum Müßiggang / Tom Hodgkinson
Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine – Wege in eine neue Zeitkultur / Karlheinz A. Geißler
Zeitwohlstand – wie wir anders arbeiten, nachhaltig wirtschaften und besser leben / Hartmut Rosa, Niko Paech et al

Bildung/Digitalität
Digitale Renaissance – Manifest für eine neue Welt / Burckhardt, Martin
Besser als die Wirklichkeit! – warum wir von Computerspielen profitieren und wie sie die Welt verändern / Jane McGonigal
Wem gehört die Zukunft? : du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne, du bist ihr Produkt / Jaron Lanier

Was hast du davon gelesen? Hast du weitere Tipps?

Wochenrückblick KW46/2015

wrimg

Puh…schon wieder was Schlimmes passiert, direkt vor der Haustür. Da komm ich mir mit meiner pseudo #konsumauszeit ein bisschen nichtig vor. Diese Woche sind mir ein paar Knüppel zwischen die Beine geworfen worden und ich hab auch meinen ersten Joker eingesetzt, weil Seemannskirchenbasare waren und wir dort, in Ermangelung anderer Ideen, zu Abend gegessen haben (Piroggen! Kaffeekäse! Kardamon-Schnecken! Ein Traum.)
Probleme diese Woche? Weil in der Nähe des Secondhandladens eine Sitzung stattfand, war ich danach bummeln und habe was gekauft. Bisher habe ich NIE etwas in Secondhandläden gefunden und diesmal gleich zwei neue alte Pullover, die mir passen und die ich mag – großartig und spottbillig. Ich hab schon neue Sachen gebraucht, wollte aber die Konsumauszeit ohne Kauf verbringen. Alternative wäre gewesen im Dezember etwas neu zu kaufen und das ist auch doof, weil ich bestimmt in Secondhand-Läden wieder nix gefunden hätte… Das andere Problem war: Verschimmeltes Brot. Ich kaufe ja keine Frühstückssnacks unterwegs und darf selbst schmieren. Das hat zu anfangs der Woche geklappt, dann nicht mehr. Wir essen doch weniger Brot als wir glaubten. Und dann hab ich vor lauter #konsumauszeit den normalen Lebensmitteleinkauf verpeilt :D Also ess ich heute Reste oder gar nichts.

Ich hoffe Woche 2 wird besser.
Hier erstmal ein paar interessante Links:

Welches Land wollen wir sein? Das ist ne gute Frage und wird hier diskutiert.

Anti-Trend Achtsamkeit

Is minimalism the new materialism?

Schön aufbereitete Nachlese über Bewegungen, die durch social media entstanden sind. Rise up Revolutions

Bei diesem Film mochte ich die Geräusche sehr.

Neues aus der Ameisenforschung

Ich mag Lichtschwertkämpfe, vor allem wenn sie von Fans sind.

Nach 30 Jahren ist eine einst überflutete Stadt wieder aufgetaucht. Das könnte ein Filmsetting sein, oder?!

So und jetzt kugelt euch bei dem Schietwetter mit Tee und Decken aufs Sofa und genießt den Sonntag.

Gedankenkreisel zur #konsumauszeit

…und allgemein zur „minimalistischen Lebensweise“. Dieser Beitrag soll für mich mal einen Strich unter all dem Minimalismus-Zeug ziehen, weil ich mich mal neu orientieren muss. Ich finds momentan ein bisschen schwer über Minimalismus zu schreiben, weil so viele neue Blogger bzw. auch Vlogger aufgetaucht sind und es so unterschiedlichen Wissensstand gibt und viele auch den Begriff ablehnen und mich damit zum Nachdenken bringen, ob ich das Gesamtkonzept doch nicht verstanden habe?! Das vernebelt mein Hirn. Und ja, ich bin es auch müde immer dasselbe zu lesen oder zu gucken. Ich will nix mehr übers Ausmisten lesen, ich will wissen, was das mit euch macht.

Disclaimer: Das ist hier nur Kladde! Schriftlich denken.
Denn: Neulich habe ich wieder irgendwo den Satz gelesen nach dem Motto: „ich bin mit dem Minimalismus durch, ich kann jetzt meine Träume verwirklichen“ und ich bin verwirrt, vielleicht auch ein bisschen neidisch, weil ich keine Ahnung davon habe, was das eigentlich soll mit dem „sich selbst oder Träume verwirklichen“, aber hauptsächlich bin ich verwirrt. Denn ich habe Minimalismus nie als einen Sprint verstanden, sondern als eine lange Wanderung. Ich habe nicht mal darüber nachgedacht, ob diese Wanderung irgendwann mal endet. Und es fühlt sich auch so an, als ob Minimalismus zu oft mit „Entrümpeln“ gleich gesetzt wird und das finde ich viel zu kurz gedacht. Daran sind die vielen Medienberichte nicht ganz unschuldig, die Minimalsmus immer mit ner leeren Wohnung gleichsetzen, obwohls eigentlich um ein „Mehr“ geht…

allesodernichts

Ich verstehe Minimalismus als 1. Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit (Stichwort Degrowth, Suffizenz, Postwachstumsökonomie, naja und mein persönliches Lieblingsszenario: Die Zombieapokalypse) und dazu braucht man zuallerst die richtige Einstellung, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Keine Angst, ich will hier keine neue Religion ausrufen, aber im Laufe der Zeit haben sich schon viele Ideen und Gedanken gesammelt, wie so eine „richtige“ Einstellung aussehen könnte. Denn ich glaube, die viel zitierte Freiheit, die mit dem Minimalismus daherkommt, und die ich lieber Richtung „Müßiggang“ schieben will, ist genau das, um weiter voran zu kommen.

Also gut, wo stehe ich? (Wo stehen wir?)
Neben der eigenen Definition von einem „Genug“, das sehr von den persönlichen Bedürfnissen abhängt und von der Frage: „Was ist mir wichtig? Wo liegen meine Prioritäten?“ geht es auch um das Loslösen von den Dingen, die dich und mich umgeben. Und damit meine ich nicht nur das Entrümpeln, das auf der physischen Ebene stattfindet, sondern vor allen Dingen die emotionale Komponente dabei. Durch die #konsumauszeit Challenge ist mir wieder bewusst geworden, wie identitätsbildend unser Konsum eigentlich ist. Ich kaufe, also bin ich. Ich bastel mir aus kaufbaren Einzelteilen und konsumierbaren Erlebnissen eine Persönlichkeit zusammen. Was bleibt vom „Ich“ übrig, wenn wir nichts mehr kaufen oder nur noch einen Bruchteil konsumieren? Was macht das mit mir? Mit der Gesellschaft?
Durch Entrümpeln und Ausmisten kann man sich Stück für Stück abschälen und gucken, wie es innen drin aussieht. Und diese Verwandlung kann ganz schön heftig sein, deshalb muss man sich auch eine „I don’t give a fuck“ Attitüde aneignen, mit der man den Erwartungen im gesellschaftlichen und sozialen Umfeld begegnen kann.
Jeder der schon mal ne Diskussion zu der Frage „Warum willst du das denn jetzt nicht kaufen, ist doch ein Sonderangebot?!“ geführt hat, weiß wovon ich rede. Und wer noch nicht weiß wovon ich rede, stellt sich bitte mal beim nächsten Familienbrunch hin und verkündet, dass er ab sofort weder Weihnachtsgeschenke verschenken noch bekommen will, gerne auch einen ideologisch motivierten Grund anführen und der Brunch ist gelaufen. (Die Mutigen drehen bitte darüber mal einen Clip ;D)
Verhaltensänderungen sind anfangs für alle unbequem, aber Sorgen machen muss man sich nicht. Das Leben findet immer noch im „Jetzt“ statt und am Schluss ist es egal. Glaub ich.

Was denkst du? Hast du die Nase voll vom Minimalismus? Was fehlt dir dabei? Wohin soll die Reise gehen? Hast du Fragen und Themen, die im Hinblick auf eine minimalistische Lebensweise noch nie jemand beackert hat? Was fehlt? Fehlt überhaupt was?!

Wochenrückblick KW 45/2015

wrimg

Die erste Novemberwoche ist rum und damit ist auch schon mein Urlaub vorbei. Und diese Woche war der absolute Hammer! Ich war in Berlin und habe mir eigentlich für diese Woche von der #konsumauszeit frei genommen, aber irgendwie hab ich es dann doch ein bisschen befolgt. (Wobei laut offiziellen Regeln ja Eintritte und Ausflüge ja erlaubt sind) Ich habe ein Berlin-Souvenir erhalten, das mir der Drucker vom deutschen Technikmuseum mit einer originalen Linotype gegossen hat – geschenkt! Und dabei habe ich noch viel über Schriftsetzung und Druckverfahren gelernt. Und dann war ich in „Europas größten Secondhandladen“ und habe genau ein einziges Teil gekauft, weil ich in alles andere nicht reingepasst habe oder mir nicht gefiel. Das Shirt hat 3 Euro gekostet. Ich muss seeeehr viel darüber lachen :D Dann haben wir es geschafft, eines der – ich glaube mittlerweile drei – Eichhörnchen anzulocken und zu füttern. Es saß auf meiner Fensterbank und war sogar mal ganz kurz in meinem Zimmer!!! Heute morgen hat Herr DingDong auf dem Weg zum Bäcker einen Turmfalken gesehen, der sich ne Taube geholt hat. Die Federn liegen immer noch im Innenhof.
Und gestern war auch noch die großartige Nacht des Wissens! Wir waren „nur“ beim Deutschen Wetterdienst und im Biozentrum Klein Flottbek bei den Botanikern und das war grandios! Ich bin so aufgeregt!! Gestern hab ich auch zum ersten Mal afrikanische Küche probiert und ich muss sagen: genau mein Ding. Wusste gar nicht, dass Kochbananen soooo gut sind. In der Küche stapelt sich seit Tagen der Abwasch, weil wir so beschäftigt sind mit Nichts tun :D Tom Hodgkinson wäre total stolz auf uns.

Also, erstmal Kaffee trinken, Links klicken und dann wieder ans Fenster!

Das Thema „Sucht“ kann – wie so vieles andere – auch anders gedacht werden. Und eigentlich ist es logisch. Find ich.

Wissenschaftler, fotografiert in ihrer natürlichen Forschungsumgebung

Der Musiker Lars Leonhard hat mit der NASA zusammengearbeitet und unterlegt hammermäßige Aufnahmen der Sonne mit seiner Musik. Lautstärke raufdrehen und Vollbildmodus an!

hihi ich liebe alten Kram – aber ich mag ihn nicht unbedingt besitzen. Da schafft dieser Blog Abhilfe

Ich könnte den ganzen Tag nichts anderes tun, als Interviews von „berühmten“ Leuten zu lesen!

Kleine Motivation für Zwischendurch: Start small, feel your power, and make change happen.

Der Artikel The Evolution of Simplicity ist lesenswert

So, morgen gehts riiiichtig los mit der #konsumauszeit im Arbeitsalltag! Mal sehen was das wird!

To Do – im November

Die Kreativsonntage waren schon mal ein guter Einstieg. Ich habs nach dem letzten Mal doch tatsächlich geschafft, meinen kreativen Fluss anzuzapfen und es flutscht wieder. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass viiiiiel Zeit damit ins Land geht, meine Werke anzustarren und herauszufinden, ob sie denn schon fertig sind. Das ist ein sehr fragiler Zeitpunkt, denn man könnt es auch noch versauen…:D
Auch schön: Mein bester Freund und ich haben jetzt einen Literaturzirkel. Ursprünglich waren wir zu dritt, aber Person C hat leider doch keine Zeit, also sind wir nur zu zweit. Aber das macht nichts, naja außer dass zwei Leute keinen Zirkel bilden sondern äh…einen „Buchdialog“. Denn das gemeinsame Lesen eines Buches und das anschließende darüber diskutieren macht richtig viel Spaß und hilft auch, sich kreativ mit Literatur und Sprache zu beschäftigen.

Da mich das Thema Kreativität bis Jahresende begleiten wird, habe ich auch im November eine Challenge geplant und zwar – trommelwirbel – will ich mich als Guerilla Artist versuchen. Das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht und ich glaube, das ist spaßig und bringt mich weiter.
Inspiration von Miranda July und Keri Smith habe ich genug. Mal gucken was passiert.

Und weil das ja noch nicht reicht, habe ich mich spontan hinreissen lassen, bei der vom apfelmädchen ausgerufenen #konsumauszeit mitzumachen. Die Läden sind jetzt schon wieder voll mit Zeug, das eigentlich niemand braucht und auch voll mit Leuten, die panisch schon Weihnachtskäufe hamstern. Da ich eh nix mehr zu Weihnachten verschenke, fall ich da komplett raus. Und weil ich eher selten was kaufe und ich mir ja bei diversen Kleinigkeiten schon ein Kaufverbot auferlegt habe, muss ich mich besonders anstrengen und kreativ (<-ha!) sein, damit ich von der #Konsumauszeit auch was habe. Da ich in dieser Konsumauszeit nach Berlin fahre und ich vorhabe, mir Secondhandläden mit Kaufabsicht anzuschauen, lasse ich die erste Woche aus und bastel das dann hinten dran. Die Regeln sind:

  1. 30 Tage lang nichts Neues kaufen
  2. ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten
  3. Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  4. Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Konkret bedeutet das für mich: keine Genussmittel kaufen (Süßkram, auch kein Kaffee, vor allem nicht to-go), kein Fastfood, nicht auswärts essen, keine Comics, keine Malutensilien, so viel wie möglich aufbrauchen und selber machen. Außerdem will ich endlich meine unfertigen DIY-Projekte beenden. Wenn was kaputt geht und ich es selbst nicht reparieren kann, lass ich es für den November liegen und überlege, ob ich es überhaupt reparieren lassen will. Ich überlege außerdem mir ein wöchentliches Budget aufzuerlegen, mit dem ich meine Wocheneinkäufe finanziere. Und ein bisschen Unplug ist auch nicht sooo verkehrt :D

Unplug ist eh leicht, wenn man noch andere Pläne hat:

  • Nacht des Wissens mitmachen!!!! (komplett kostenlos)
  • Die nordischen Seemanskirchenbasare besuchen und mich durch Skandinavien futtern (das macht den grauen November extrem lebenswert, okay, da bastel ich dann nen Joker :D)
  • Berlin besuchen
  • Miranda July Lesung!!! (die Karte hab ich schon Anfang Oktober gekauft)
  • Laterne laufen
  • „Jessica Jones“ gucken (das Netflix-Abo ist mittels Geschenkgutschein bereits aktiviert)

Und, was hast du im November vor? wie machst du es dir beim Novembergrau gemütlich? Machst du mit bei der #konsumauszeit?

Wochenrückblick KW 44/2015

wrimg

Kinder, ich hab Uuuuurlaub!!! :D Ich freu mich total! Und es ist #konsumauszeit – was die Sache ein bisschen schwierig macht, aber ich hänge das hinten dran.
Bevor ich nach Berlin düse, erstmal ein paar Internetperlen:

Lernen im Schlaf ist und bleibt ein Traum :D

Leben im Grünen als Selbstbetrug.

Was man im Leben wirklich braucht ist ein schöner (und trauriger) Bericht, der mir wieder mal zeigt, wie gut es mir geht.

Rick Baker, wohl Hollywoods bester Maskenbildner (Gremlins 2, Men in Black, Planet der Affen usw.) hat seine Tochter Veronika für Halloween geschminkt!

Dieser Roman könnte ne neue Challenge inspirieren…hat bei einigen zumindest schon mal funktioniert :D

Viele Tipps zum Ausmisten und kostenloses Arbeitsbuch mit Checklisten von the blissful mind

Minimalismus und die Folgen für die Wirtschaft – Joshua von becoming minimalist macht sich Gedanken

Das wars schon. Schönen Sonntag und geh früh schlafen!