Wochenrückblick KW8/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele E-Mails bekommen. Sie haben mich gerührt, gefreut, getröstet und mir sehr geholfen. Das bedeutet mir sehr viel. Mit voller Seele flüstere ich ein „Danke“.
Das Beste ist wohl, ich mache so weiter wie immer. Man sagt: „Das Leben geht weiter“ und das stimmt ja auch (obwohl der Spruch ganz schön abgenudelt ist…:D). Deshalb gestalte ich meinen Alltag ganz bewusst so wie ich es gewohnt bin und taste mich langsam vorwärts.

Um sich den Sonntag zu vertrödeln hier ein paar Fundstücke für dich:

#Biografie-Projekt mal anders: Ein toller Film über eine interessante Frau! Thea Rasche war DIE deutsche Flugpionierin. Und meines Erachtens aufgrund ihrer Leistungen zu Unrecht in Vergessenheit geraten. (Oh und falls jemand vom Technikmuseum in Berlin mitliest, bitte gebt Frau Rasche doch mehr Raum in eurer Luftfahrthistorischen Ausstellung, ok?)
Wer sich jetzt für Frauen in der Luftfahrt interessiert, kann gleich noch den spannenden Wiki-Artikel über Amelia Earhart lesen.
Elly Beinhorn hat auch eine seeehr interessante Geschichte.

Was passiert mit meinen Internet-Profilen wenn ich sterbe? Tipps der Bundesregierung zum Thema „Digitaler Nachlass“. Ich persönlich finde es voll übel, dass Facebook eine Erinnerungsseite macht, anstatt das Profil zu löschen…hm. Aber im Grunde sind wir durch das Internet nun unsterblich, oder?
Daija hat mir zum Thema Trauer auch einen tollen Link in meine Twitter-TL gespült: Trauer im Netz

#Minimalismus Gute Frage! „Am I buying this to feel better about myself?“

Es ist endlich ne Studie zur geplanten Obsoleszenz draussen, allerdings wird die auch kritisiert.

„Wir müssen das System ernsthaft hinterfragen“ – ein Interview von Andreas Sator mit dem Ökonom Tim Jackson
dazu passend: Über Selbstproblematisierung zur Kapitalismuskritik

Und dann auch noch hier ein Artikel: „Ein Teil der Ökologiebewegung betrachtet ökonomisches Wachstum und individuelle Bedürfnisbefriedigung als Grund allen Übels.“ (Wie passt da Minimalismus rein?)

Am 2.3. kommt auf Arte eine Doku über den Sci-Fi Autor Philip K. Dick, dem wir netterweise „Blade Runner“ (= „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ zu verdanken haben. Werd ich mir anschauen. Oh und das Buch sowieso auch noch lesen.

So, das wars schon. Einen schönen Wochenstart für dich!

Der Tod, Minimalismus und ich

Das Leben erscheint mir manchmal wie ein Theaterstück.
Wer hätte gedacht, dass der Text, der mittlerweile 3 Jahre alt ist, einmal so wichtig für mich sein würde? „Minimalismus heißt sterben lernen“ war nur ein kurzes unbequemes Stimmungsbild und ist für mich nun aktueller denn je.
Ich habe letzte Woche meine Mutter beerdigt und dadurch hat meine Geschichte in diesem Jahr eine neue Wendung erhalten.

Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.

Mein ganzes Leben wurde einmal komplett durchgeschüttelt. Ich musste meine Ordnungs- und Verwaltungstalente einsetzen, um sämtliche Formalitäten zu erledigen und tausend Unterlagen zu ordnen.
Mein Biografie-Projekt bekommt einen seltsamen Beigeschmack.
Der Tod lehrt mich das Leben und stellt ganz einfach für mich fest, was wichtig ist und was nicht.
Der Tod stimmt mich nachdenklich, weil für mich das Thema Verlust sehr stark mit Minimalismus zusammenhängt.

Ich habe mich gezwungen, kein Feigling zu sein, genau hinzusehen und alles abzuspeichern und trotzdem vermischt sich in die Trauer die Vergesslichkeit.
Alles ist surreal, alles verblasst. Vermutlich ist das eine Schutzfunktion des Körpers, damit man nicht verrückt vor Kummer wird. Die Mediziner reden von einer „Anpassungsstörung“. Ha.

Der Tod, Minimalismus und Ich

Ich lerne viel aus dieser dramatischen Lektion. So viel, dass ich es noch gar nicht in Worte fassen kann.
Nur eines habe ich herausgefunden:
Das Wesentliche am Minimalismus, das, was am Ende übrig bleibt, sind Gefühle.

To Do – im Februar

vroooooom queeeeek (das sollen Bremsgeräusche sein) – der Januar ist vorbei! Wir stoppen kurz und schauen uns um – ah! der Februar ist da!

Ich muss mich an dieser Stelle selbst beglückwünschen, ich habe es im Januar ruhig angehen lassen und das war eine richtig gute Entscheidung. Kein übertriebenes Sportprogramm, sorgsam ausgewählte soziale Zusammenkünfte, langsam zelebrierte Feierabendrituale und viel Gefühl in Form von Briefen und guten Geschichten. Viel geschlafen, gedöst, aus dem Fenster geguckt, ein paar berufliche Entscheidungen getroffen, ein bisschen ausgemistet (alte Unterlagen und Klamotten)…Mein Januar war sehr entschleunigt und das tat mir unheimlich gut. Obwohl viele Leute in meinem Umfeld erkältet waren, hat es mich nicht erwischt! Yeah! Der viele Kuchen und die guten Bücher haben also geholfen :D

Aber wir haben jetzt Februar und es ist für mich Zeit, ein bisschen Gas zu geben!

Das habe ich mir vorgenommen:

  • Active February: Jeden Tag einen 2 Mile Walk und wenn ich noch Lust habe 10 min. Kraftraining hinterher. Schwimmen will ich auch mal wieder.
  • Gucken: Deadpool. Auf diesen Film bin ich schon so sehr gespannt, Deadpool ist einer meiner absoluten Lieblingscharaktere!
  • Lesen: Für mein Leseprojekt nehme ich mir nun die Virginia Woolf Biografie mit 1000 Seiten vor. Und ein paar Comics.
  • An meinem Biografie-Projekt weiterschreiben. Auf Pinterest habe ich 52 Fragen gefunden, mit denen man an seiner Autobiografie arbeiten kann. Das mach ich schon seit Jahresbeginn und das ist hart und interessant und spannend und sehr erkenntnisreich. Ist zwar nur ein Spaßprojekt, aber dran bleiben muss ich schon.

Das sind meine (überschaubaren) Ziele für diesen Monat.

Was hast du im Februar geplant?