25 Ideen für ein persönliches Reisetagebuch

In meinem Kurzurlaub über Ostern habe ich zum ersten Mal ein Reisetagebuch geschrieben. Warum? Weil ich 1. gerne Sachen aufschreibe, damit ich mich besser daran erinnern kann und 2. meinen Lagerbestand an Notizbüchern reduzieren möchte. #minimalismus

Anstatt typische Souvenirs zu kaufen, habe ich meine Eindrücke und Erfahrungen im Büchlein sichtbar gemacht. Traditionell war es in den letzten Urlauben auch schon immer so, dass wir uns abends nach einem langen Tag voller neuer Begebenheiten unsere Fotos anschauten und so den Tag Revue passieren ließen. Das macht total viel Spaß! Aber nach ein paar Monaten verblasst die Erinnerung und man hat echt Schwierigkeiten die ganzen Ereignisse den einzelnen Tagen zuzuordnen. Vor allem muss das Gehirn joggen, wenn man mehrere Male am selben Ort war.
Da vermischt sich einfach alles!

25 Ideen für ein Reisetagebuch

Ein Reisetagebuch ist für mich ein ideales Hilfsmittel, um ganz bewusst zu reisen und den Urlaub richtig zu genießen.
Außerdem hilft es super, wenn man sich alleine im Lokal ein bisschen verloren vorkommt oder es durch Regenwetter kurzfristig zu Planänderungen kommt. Man kann drin rumkritzeln, schreiben, blättern, sich dran festhalten und sich so die Zeit vertrödeln.
Ich finde es immer ein bisschen traurig, wenn ich daran denke, dass für viele der Urlaub erst am Zielort anfängt. Dabei fängts doch schon mit Koffer packen und vor-sich-hin-träumen an, oder? Es wird zwar alles geknipst und gefilmt, aber die vielen neuen Eindrücke werden irgendwie dann doch nicht verarbeitet und die Fotos bleiben unbeachtet auf der Festplatte und schmurgeln vor sich hin. Good old Goethe meinte „Für Naturen wie die meine ist eine Reise unschätzbar: sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet.“, aber was bringt eine Reise, ein (für die eigene Geldbörse und die Natur kostspieliger) Urlaub, wenn man nix davon wirklich mitkriegt? Der Urlaub schrumpft zum Konsumgut zusammen, nur damit man ein bisschen was für seinen Instagramfeed hat. Das ist doch traurig, non?

Dinge aufschreiben ist schwierig, wenn man keine Übung drin hat. Wenn du gerne zu den Tagebuchschreibern gehören willst, es aber bisher nie durchgehalten hast: Versuchs mit einem Reisetagebuch! Der Zeitraum des Schreibens ist begrenzt, du hast ein vorgefertigtes Thema (der Urlaub) und es ist ein schönes Ritual, um den Tag anzufangen oder zu beenden.

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen


Und was soll ich da reinschreiben?
Hier ein paar Ideen:

1. Am Anfang der Reise: Wie stellst du dir den Urlaub vor? Ist es das erste Mal im Ferienhaus/Hostel/Gruppenreise/Luxusressort?
2. Was möchtest du dort unternehmen? Worauf freust du dich?
3. Gibt es etwas, was dich verunsichert?
4. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: _______ [eine Liste]
5. Angekommen! Dein erster Eindruck?
6. Beschreibe dein Hotel/-zimmer, Ferienwohnung
7. Wo und was hast du gegessen? Wie hat es dir geschmeckt? Beschreibe ortstypische Speisen und das Lokal. Hat dir das Lokal ein Einheimischer empfohlen?
8. Beschreibe dein Stadtteil/Ortschaft/Nachbarschaft in der du dich befindest. Was ist daran besonders?
9. Skizziere eine Sehenswürdigkeit, die du besucht hast
10. Wie hört sich die Stadt/das Land dort an?
11. Wie riecht es dort?
12. Wie ist das Klima und das Wetter? Kommst du gut damit zurecht? Ist es die gleiche Wärme/Kälte, wie an deinem Heimatort?
13. Beschreibe die Einheimischen. Worin unterscheiden sie sich? Was ist anders? Was habt ihr gemeinsam?
14. Was sind landestypische Souvenirs? Fertige eine Liste an oder zeichne sie.
15. Wer ist/sind dein/e Reisepartner? Welche Meinung haben sie zum Reiseort? Was gefällt ihm/ihr/ihnen? Was nicht?
16. Vergleiche den Zielort mit deiner Heimat – was ist anders? Was ist gleich?
17. Hast du ein paar Slang- Wörter (Dialekt?) aufgeschnappt? Wenn ja, welche?
18. Was hat dich – im Gegensatz zu deinen Erwartungen – am meisten überrascht?
19. Wie fühlst du dich?
20. Was hast du bei dieser Reise über dich gelernt? Hat dich die Reise verändert?
21. Hast du deine Komfortzone verlassen? Was war der Auslöser/Anlass?
22. Was hast du bei dieser Reise über die Leute und das Land gelernt?
23. Gibt es irgendetwas, was du für deinen Alltag übernehmen willst? Wenn ja, was?
24. Wovor hattest du Angst? Hast du eine Mutprobe überstanden?
25. Was wirst du am meisten vermissen, wenn du wieder zuhause bist? Was überhaupt nicht?

Reisetagebuch führen für Dummies - 25 Schreibideen

Und noch ein kleiner Organisations-Tipp:
Hinten ins Notizbuch einen Umschlag kleben für Eintrittskarten, Bierdeckel etc. die du dann zuhause einkleben kannst (dann musst du nicht Klebstoff und Schere mitschleppen), dazu Briefmarken und eine Adressliste für Leute, die eine Postkarte bekommen sollen. Denn Postkarten schreiben ist auch etwas, was man alleine im Café erledigen kann.

Ich beschäftige mich momentan in meinem Reisetagebuch mit den verschiedenen Arten der Unterkünften und der Art des „Urlaubens“ und wie das zu mir passt…

Hast du schon mal ein Reisetagebuch geführt? Klebst du oder schreibst du?
Hast du weitere Ideen für Gedanken, die man sich im Reisetagebuch notieren kann?

Wochenrückblick KW16/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Moin, servus! Die Woche war aufregend. Ich hatte Migräne. Das passiert mir extrem selten und ich vermute gleich sterbenskrank zu sein. Solidarische Grüße daher an alle Betroffenen, das ist voll übel und ich weiß das jetzt. Dann war ich auch noch bei meinem ersten Streik. Das war ziemlich cool, obwohl mir vom Pfeifen immer noch die Ohren klingeln. So und bevor es zum Minimalismus-Stammtisch geht, hier noch ein paar Linkfundstücke der letzten Woche!

Gerade frisch in meinem TL gespült: Ein Guardian Artikel über zero-waste bloggers
Was jetzt noch so exotisch ist, minimalismus-zerowaste usw. ist in 10 Jahren völlig normal. Und das rede ich mir ein, weil ich in die Vergangenheit gucke. Wer hätte jemals gedacht, dass vegan SO eine Welle schlägt? Genau. Abwarten, Tee trinken, weitermachen.

Die 10 besten Sci-Fi Comics, die man gerade lesen kann/soll – schöne Liste! Empfehlung von mir dazu: Decender, Saga und Bitch Planet sind sehr lesenswerte Space-Geschichten.

Bienenfreundlich einkaufen

Don’t find yourself – make yourself! Team Neugier für immer!

Toller Kurzfilm über Social Media (Danke Frau Momo)

So. Und jetzt raus in den Schnee!!
:D

Wie du nie wieder das Klopapier vergisst – ein Einkaufslisten-Hack für Faule

Es ist Samstagabend. Du sitzt aufm Klo und verbrauchst Toilettenpapier. Die Rolle hat gerade noch so gereicht. Die Rolle ist leer, du spülst und gehst ins Bett.
Dann ist Sonntag.
Es ist Sonntag und du stellst fest, dass du kein Klopapier mehr hast. Mit deinen bisherigen Erfahrungspunkten wählst du wahlweise eine Packung Taschentücher oder du zerschneidest eine Küchenrolle, um sie aufzuhängen. Du bist gestresst weil gleich Besuch kommt…

Hand hoch, wer sowas schon mal erlebt hat!?

Okay, ich sehe hier zwar keine Hände, aber ich glaube, sowas hat jeder schon mal erlebt und du willst es nur nicht zugeben :D
Weil man es verpeilt. Und man ja einkaufen war, nur hat man das Klopapier vergessen. Oder die Milch. Arrghh!

Die Lösung?
Eine Einkaufsliste!

Ich weiß, das ist jetzt nicht soooo die Neuigkeit, aber hier kommt der eigentliche Trick:

Eine Einkaufsliste ist ein mächtiges Werkzeug

Anstatt jede Woche einen Einkaufszettel zu schreiben (wo man dann doch wieder die Hälfte vergisst), macht man sich einmal einen Vordruck und hängt ihn gut sichtbar an die Pinnwand oder an den Kühlschrank.

Mit einem Textmarker werden dann die Dinge sofort markiert – und zwar von allen Familienmitgliedern – die nachgekauft werden müssen.

Die Milchpackung ist nur noch halb voll? Markieren!
Es hängt eine Klopapierrolle und es ist nur noch eine auf Vorrat? Markieren!
Du hast bald keine Seife mehr? genau: Markieren!

Mit einer vorgefertigten Einkaufsliste muss man nicht mehr rumsitzen und überlegen, was eigentlich fehlt. Kein nerviges Herumfragen mehr, ob wer noch was bestimmtes braucht oder haben will.


Einfach anfangen:

Schreib alle Artikel auf, die du (und dein Partner, deine Familie) regelmäßig verbrauchst.
Wenn du keine Idee hast, was das sein soll, inspiziere deinen Vorratsschrank, check deine Kassenbons, überlege, was du in den letzten Wochen gekocht hast. Schreib das auf, was du immer brauchst, aber auch das, was seltener gebraucht wird und lass auch ein paar Zeilen frei für Sonderwünsche und Spezifikationen.
Wenn du schon dabei ist, kannst du auch mal überlegen, wo da bei dir der Unterschied zwischen brauchen und wollen liegt. #minimalismus

Schreib alle Artikel in der Reihenfolge auf, in der du sie im Supermarkt oder auf deiner Einkaufsroute findest.
Die meisten Supermärkte sind gleich aufgebaut, es gibt bestimmte Zonen für bestimmte Waren.
Wenn du auf dem Markt einkaufst, sortierst du die Artikel nach Route, denn meistens stehen die Händler auch immer an denselben Stellen.

Erzähl allen Familienmitgliedern davon, wie das Prinzip funktioniert.
Das, was nicht angekreuzt wird, wird nicht gekauft. Das lernen auch Kinder schnell :D
Und vielleicht fehlt ja noch was auf der Liste, das du nachtragen musst?!

Drucke oder kopiere dir die Einkaufsliste auf Schmierpapier.
Wenn du sie gleich 52 Mal machst, hast du einen lückenlosen Einkaufszettel für alle Wocheneinkäufe.
Ich drucke mir immer erstmal ca. 10 auf Vorrat, weil sich einige Vorlieben verändern oder ich merke, dass ich ein paar Produkte nicht mehr brauche. Das ist noch ein konstanter Prozess.

Hänge die Einkaufslisten gut sichtbar auf und befestige gleich einen Stift daneben.
Meine Listen hängen mit einem Magnetclip am Kühlschrank. Den Textmarker habe ich mit Magnetfolie beklebt, damit er auch am Kühlschrank haftet.

Am Einkaufstag nehm ich einfach die Liste vom Kühlschrank, schnapp mir meine Taschen und Behältnisse und kann losgehen. Ich mach nur einmal die Woche einen Großeinkauf, daher ist das auch keine Papierverschwendung sondern eher ein aktives Verbrauchen von Fehldrucken, das wir im Kopierer lagern.

Viel Spaß beim Erstellen deiner Liste und ein schnelles, einfaches, stressfreies Einkaufen!

Wochenrückblick KW15/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Draussen scheint noch die Sonne, die Krähe pickt sich Erdnüsse im Garten und die Wolken tanzen Kreisel – Zeit für ein paar Linkperlen!

Ein querschnittsgelähmter junger Mann ist fähig Guitar Hero zu spielen und Kreditkarten durchzuziehen.

Ich glaube, ich möchte doch Kanadierin werden.

Ich frage mich ja oft, wie wir in diesen Schlamassel reingeraten sind – und dieser Artikel ist ne gute Ausgangsbasis für ne Antwort.

Achtsamkeit, Zeitwohlstand, Offline sein – statt Häuser, Autos und Yachten!? – mehr im Fokusthema neue Statussymbole.

From Siri to sexbots: Female AI reinforces a toxic desire for passive, agreeable and easily dominated women

Und noch mehr Technologie – ein Russischer Millionär arbeitet mit Stephen Hawking an einem neuen Projekt. Anscheinend ist ja jetzt so ein neues Ding, dass sich Millionäre in Weltraumprojekte einkaufen. Die brauchen ja auch Hobbies, immerhin ist die Welt für mehrere Großyachten dann doch zu klein. Aber was soll daraus werden? Sind das dann die ersten die Ansprüche auf ein Stückchen Sonnensystem haben?

Hijab Stylingtipps guck ich mir gerne an. Seit sich einmal ein Inder in der Sendung mit der Maus einen Turban gewickelt hat, interessiere ich mich für Kopfbedeckungen.
Wobei ich jetzt keine Idee hätte, wo ich jetzt spontan Hijab Nadeln kaufen könnte. Hm.

Das wars schon. Einen schönen Restsonntag dir!

Nichts tun – ein Bericht

Lange habe ich mich gefragt, was das „nichts tun“ eigentlich ist. Wann tut man „nichts“? Frag den Kollegen nebenan doch mal, wann er zuletzt „nichts“ gemacht hat? Gibts da ne Antwort? Oder du fragst konkret: „Was hast du am Wochenende gemacht?“ Antwort: „Nichts“ – und bei genauerem Nachfragen kommt dann doch heraus: ausgeschlafen, gelesen, eine Folge der akutellen Lieblingsserie geguckt, ein bisschen geputzt usw. – aber das ist doch nicht „nichts“!?!
Selbst bei einer Meditation tut man doch was – nämlich versuchen an „Nichts“ zu denken – haha
Echt, das Thema ist doch verrückt, oder nicht?

nichts tun - wie geht das? warum soll das gut sein?  Ein Experiment | Frau DingDongs Leben.

Naja, jedenfalls habe ich beschlossen, es aktiv(!) zu erforschen und was eignet sich dafür am Besten als ein Kurzurlaub im Ferienhaus mitten in der Mecklenburg-Vorpommerschen Pampa? Genau.
Also sind wir da hingeöddelt. Ohne Plan, aber mit seeeehr viel Gepäck. (Was hauptsächlich die Astro-Ausrüstung war…)
Wir wollten ein paar Tage raus und ein bisschen Vögel und Sterne gucken. Es gab ein paar lose geplante Events und Aktivitäten, wovon wir nur eine gemacht haben: Eine Adler-Safari, die nach 3 Stunden vorbei war. Der Rest zur freien Verfügung.

Also, wie macht man eigentlich „nichts“?
Es geht nicht ums rumsitzen oder rumliegen und die Wand anstarren. Das kann zwar Teil vom Nichts-tun sein, aber ich glaube es geht viel mehr darum, einfach mal den Tag bzw. die Tage ungeplant verlaufen zu lassen. Sowas fällt mir sehr schwer, weil ich natürlich drauf gepolt bin, möglichst viel mit meiner begrenzten Zeit anzufangen. Ich bekomm leichtes Herzrasen, wenn ich merke, wie interessant die Welt ist und wenig Zeit ich dafür habe. Und dann auch noch die vielen Projekte und Dinge, die erledigt werden müssen. Daher plane ich gerade im Urlaub immer für alles Mögliche. Ich hatte Bücher, Comics, Schreibzeug, Fernglas und eine Artenliste im Gepäck. Gelesen: NULL. Im TV herumgezappt: ein bisschen. Draussen in der Gegend rumgehockt und mit dem Fernglas Vögel angeguckt: Viel. Geschlafen: megamäßig viel.

nichts tun - wie geht das? warum soll das gut sein?  Ein Experiment | Frau DingDongs Leben.

Anfangs war das ungewohnt. Aufstehen, frühstücken, gemeinsam überlegen, was wir machen, keine Antwort wissen. Zeit verstreichen lassen, doch los fahren. Rumsitzen oder rumstehen und Vogelstimmen lauschen. Nachmittags Kafee trinken, spazieren gehen, einpennen, aufwachen, sich im Ferienhäuschen umsehen, dann irgendwann richtig zu Bett gehen.

Aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell ans nichts tun. Die 3 Tage, die wir dort waren, fühlten sich an wie 3 Wochen. Zeit wurde unwichtiger, der Drang „etwas“ zu tun, löste sich auf.

Ich frage mich, woher das kommt, dass wir uns immer so zu stopfen mit Terminen, Verpflichtungen, Ideen und Aktivitäten. Woher kommt dieser Zeitdruck? Da machen wir doch gerne mit, weil Zeit „kostbar“ ist. Aber wie findet man da das richtige Maß? Ich habe das so phasenweise, da kommt dann immer alles zusammen. Und dann passiert mal 2 Monate lang absolut gar nichts und ich düdel selbst vor mich hin mit meinen Projekten. Hm.

Nichts tun.
Nichts sagen.
Nichts planen.

Wann hast du das zum letzten Mal gemacht? Wie gehts du mit „Leerlauf“ im Kalender um? Was ist „Nichts“?

To Do – im April

Tschüss März, Hallo April!
Der März war gut. Ich konnte viel lesen und gucken und mich endlich mal wieder ein bisschen entspannen. Wir haben ein Ferienhaus in Meck-Pomm gemietet und waren auf Vogelexkursion. Naja gut. Wollen wir mal bei der Wahrheit bleiben: Wir gammelten rum, aßen viel zu viel Kuchen und guckten ab und zu Vögel an, die wir dann fleißig bestimmt haben. Wir haben eine Adler-Safari im Nationalpark mitgemacht und das Vogel bestimmen ist schon zu einem Reflex geworden. Das macht Spaß und ist ein als Hobby deutlich tauglicher als Astronomie. (Anscheinend klappt das mit mir und normale Hobbies nicht…es muss anscheinend immer was nerdiges sein :/) Lustig ist, dass ich mich ursprünglich mehr mit Meeresbiologie auseinandersetzen wollte und jetzt doch bei den Vögeln gelandet bin. Aber wenn es irgendwo ein tolles Aquarium gibt, bin ich auch dabei. (Das Müritzeum haben wir nicht geschafft)

Was wir auch nicht geschafft haben: gemeinsam ausmisten. Dafür war der Monat dann doch irgendwie zu kurz.

Der Frühling motiviert mich sehr, deshalb gebe ich dem April doch ein Motto. Es wird ein Aktiv-April und ein Abschluss-April.
Aktiv werden in Sachen Sportlichkeit und besser auf den Körper achten. Das ist irgendwie durch äußere Stressfaktoren komplett untergegangen. Und abschließen will ich endlich sämtliche Projekte, die hier noch so halbfertig herumfliegen. Das nervt mich. Ich geh voll motiviert Stoff kaufen und näh dann doch nix. Toll. Ich könnte nie ein Haus bauen, weil ich nie über die Grundmauern hinaus käme. Keine Ahnung. Ich bin ein Beginner und kein Beender. Das will ich ändern. Nur wie? Momentan fällt mir da nur ne Challenge ein.

Aber der Reihe nach:

#Aktiv-April:

  • Zu einem Klassentreffen gehen. Das hätte ich eigentlich niiie und nimmer vor gehabt, aber ich dachte, das passt 1. zu „Raus aus dem Schneckenhaus“ und 2. zu meinem Biografie-Projekt.
  • Montags mal zum Sport und Angebote durchtesten
  • keine verpackten Süßigkeiten kaufen bzw. essen
  • wenn ich es trotz Allergie hinkriege: mal wieder die Laufschuhe anziehen

#Abschluss-April:

  • ein T-Shirt nähen
  • gemeinsam einen großen Teil ausmisten (da gehts hauptsächlich um Herrn DingDongs Sachen, die auch Geld bringen könnten)
  • einen Wende- Kapuzenschal nähen
  • den Schal von vor 200 Jahren fertig stricken
  • Ausbesserungsarbeiten in der Wohnung erledigen
  • geliehen Bücher und Comics auslesen und zurückgeben
  • eine angefangene Serie zu Ende schauen

Ich merk bei meiner Abschluss-Liste sofort worans hakt: Die einen Sachen sind mir nicht soooo wichtig, dass ich genügend Motivation aufbringen kann und bei den Näh- und Strickprojekte fürchte ich mich total davor es zu versauen. Dabei WEISS ich, dass ein Versagen ja gar nicht schlimm ist. Dann trenn ich halt wieder ein Stück auf und machs nochmal. Und einen Plan B gibts auch immer noch (z.B. Kollegen fragen oder den Schneider um die Ecke um Rat bitten)
Also mal sehen was wird.

Hast du im April noch unvollendete Projekte, die du endlich fertig stellen willst?
Bist du ein Beginner oder ein Beender? Was sind deine Tricks?

Wochenrückblick KW13/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - LinkloveDie Woche war dank Kurzurlaub sehr kurz. Könnte eigentlich immer so sein. Und in Wirklichkeit denk ich da auch schon länger drüber nach…

Naja, jetzt erstmal ein bisschen beim morgendlichen Kaffee Zeit vertrödeln – mit diesen Links:

Miranda July über uns und unser Zeug

Gabi ist Zug gefahren und hat überlegt „Womit geht es mir wirklich gut?“

Im zero waste network findet man jede Menge Blogs zum Thema müllfrei leben!

Am 31.3. war „Trans Day of Visibility“, also ein Awareness Tag zum Aufmerksam machen auf die Transgender äh…Problematik?! Das ich das nicht mal genau beurteilen kann, bedeutet: ich habe absolut_keine_Erfahrungen mit Trans-Menschen und bin mir jetzt nicht mal sicher ob ich das alles korrekt aufgeschrieben habe. Das Thema Gender finde ich zwar spannend, aber ich habe da sofort einen Knoten im Kopf und weiß überhaupt nicht, was ich denken soll bzw. wie man damit umgehen soll. Ich kann mir da keine Abkürzungen merken, weiß nicht mehr, wie man Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft oder Handicaps politisch korrekt bezeichnet und diese ganzen * und _ die in irgendwelchen Texten meinen Lesefluss behindern und mich verwirren, versteh ich schon drei mal nicht.
Jedenfalls kam über Twitter auch noch der Begriff „nicht binäre Geschlechtsidentität“ rein und gottseidank auch gleich ein Link dazu hinterher. Den Blog kann man auch als Einstieg von vorne bis hinten durchlesen.

Ganz bestürzt war ich diese Woche über den Tod meiner Lieblingsarchitektin Zaha Hadid. Das war ne ziemlich coole Socke! Als erste Frau (und Muslimin) hat sie den renommierten Pritzker Preis abgeräumt und es allen gezeigt wie’s geht! BAM! Ihr Büro hat übrigens auch die Neugestaltung der Hamburger Landungsbrücken übernommen.

Der Philosoph Richard David Precht über die Zukunft der Arbeit. Eigentlich lese ich nie Kommentare auf youtube und wenn, dann bitte sehr dosiert, aber unter dem Video findet man die üblichen Argumentationen, Ängste und Befürchtungen. Interessanterweise auch kein Kommentar von einer weiblichen Person… :D

Das wars schon. Falls bei dir Sonne ist, geh raus und hol dir ein Eis. Ich putz hier mal die komplette Wohnung. Und hol mir dann ein Eis :D