Wie du nie wieder das Klopapier vergisst – ein Einkaufslisten-Hack für Faule

Es ist Samstagabend. Du sitzt aufm Klo und verbrauchst Toilettenpapier. Die Rolle hat gerade noch so gereicht. Die Rolle ist leer, du spülst und gehst ins Bett.
Dann ist Sonntag.
Es ist Sonntag und du stellst fest, dass du kein Klopapier mehr hast. Mit deinen bisherigen Erfahrungspunkten wählst du wahlweise eine Packung Taschentücher oder du zerschneidest eine Küchenrolle, um sie aufzuhängen. Du bist gestresst weil gleich Besuch kommt…

Hand hoch, wer sowas schon mal erlebt hat!?

Okay, ich sehe hier zwar keine Hände, aber ich glaube, sowas hat jeder schon mal erlebt und du willst es nur nicht zugeben :D
Weil man es verpeilt. Und man ja einkaufen war, nur hat man das Klopapier vergessen. Oder die Milch. Arrghh!

Die Lösung?
Eine Einkaufsliste!

Ich weiß, das ist jetzt nicht soooo die Neuigkeit, aber hier kommt der eigentliche Trick:

Eine Einkaufsliste ist ein mächtiges Werkzeug

Anstatt jede Woche einen Einkaufszettel zu schreiben (wo man dann doch wieder die Hälfte vergisst), macht man sich einmal einen Vordruck und hängt ihn gut sichtbar an die Pinnwand oder an den Kühlschrank.

Mit einem Textmarker werden dann die Dinge sofort markiert – und zwar von allen Familienmitgliedern – die nachgekauft werden müssen.

Die Milchpackung ist nur noch halb voll? Markieren!
Es hängt eine Klopapierrolle und es ist nur noch eine auf Vorrat? Markieren!
Du hast bald keine Seife mehr? genau: Markieren!

Mit einer vorgefertigten Einkaufsliste muss man nicht mehr rumsitzen und überlegen, was eigentlich fehlt. Kein nerviges Herumfragen mehr, ob wer noch was bestimmtes braucht oder haben will.


Einfach anfangen:

Schreib alle Artikel auf, die du (und dein Partner, deine Familie) regelmäßig verbrauchst.
Wenn du keine Idee hast, was das sein soll, inspiziere deinen Vorratsschrank, check deine Kassenbons, überlege, was du in den letzten Wochen gekocht hast. Schreib das auf, was du immer brauchst, aber auch das, was seltener gebraucht wird und lass auch ein paar Zeilen frei für Sonderwünsche und Spezifikationen.
Wenn du schon dabei ist, kannst du auch mal überlegen, wo da bei dir der Unterschied zwischen brauchen und wollen liegt. #minimalismus

Schreib alle Artikel in der Reihenfolge auf, in der du sie im Supermarkt oder auf deiner Einkaufsroute findest.
Die meisten Supermärkte sind gleich aufgebaut, es gibt bestimmte Zonen für bestimmte Waren.
Wenn du auf dem Markt einkaufst, sortierst du die Artikel nach Route, denn meistens stehen die Händler auch immer an denselben Stellen.

Erzähl allen Familienmitgliedern davon, wie das Prinzip funktioniert.
Das, was nicht angekreuzt wird, wird nicht gekauft. Das lernen auch Kinder schnell :D
Und vielleicht fehlt ja noch was auf der Liste, das du nachtragen musst?!

Drucke oder kopiere dir die Einkaufsliste auf Schmierpapier.
Wenn du sie gleich 52 Mal machst, hast du einen lückenlosen Einkaufszettel für alle Wocheneinkäufe.
Ich drucke mir immer erstmal ca. 10 auf Vorrat, weil sich einige Vorlieben verändern oder ich merke, dass ich ein paar Produkte nicht mehr brauche. Das ist noch ein konstanter Prozess.

Hänge die Einkaufslisten gut sichtbar auf und befestige gleich einen Stift daneben.
Meine Listen hängen mit einem Magnetclip am Kühlschrank. Den Textmarker habe ich mit Magnetfolie beklebt, damit er auch am Kühlschrank haftet.

Am Einkaufstag nehm ich einfach die Liste vom Kühlschrank, schnapp mir meine Taschen und Behältnisse und kann losgehen. Ich mach nur einmal die Woche einen Großeinkauf, daher ist das auch keine Papierverschwendung sondern eher ein aktives Verbrauchen von Fehldrucken, das wir im Kopierer lagern.

Viel Spaß beim Erstellen deiner Liste und ein schnelles, einfaches, stressfreies Einkaufen!

20 Gedanken zu “Wie du nie wieder das Klopapier vergisst – ein Einkaufslisten-Hack für Faule

  1. Haha, Cloudy im Optimierungswahn. :P

    Ich gehe immer alles durch, bevor ich einkaufen gehe. Damit sich keine Vorräte ansammeln, die ich dann nie alle bekomme, kommt nur auf die Liste, was ich bereits aufgebraucht habe. Und das funktioniert prima.

    Aber ich kaufe auch mehrmals in der Woche für die nächsten zwei bis drei Tage ein und besitze keinen Drucker. ;)

    Lieber Gruß,
    Philipp :)

    1. hahaha „Optimierungswahn“ – tatsächlich mache ich das mit diesem Jahren schon ne halbe Ewigkeit, bestimmt schon 8 Jahre, bin aber bis jetzt nie auf die Idee gekommen, das mal zu verbloggen :D

  2. Oh super. Immer dieses elendige in den Schränken rumkramen und nachsehen, was gekauft werden muss – oder „ach ja, muss ich mal aufschreiben“ um genau das dann zu vergessen. Ein kleiner Strich mit einem Marker – fertig. Ok, ich habe keinen Marker, aber dafür lässt sich ja dann auch noch eine Lösung finden.

    1. kannst ja auch nen Buntstift nehmen oder du umkringelst den entsprechenden Artikel einfach mit Kuli oder Bleistift.
      Aber ein bisschen Vorbereitung und ein „sofort“ erledigen und schon ist es aus dem Kopf! :)

  3. Das ist schlau!

    Ich persönlich habe in meiner Küche eine Kreidetafel und ein Stück Kreide und das klappt ganz wunderbar. Eigentlich ist es ein mittelgroßes Stück Tafelfolie auf der Seitenwand des Küchenschranks. Nimmt keinen Platz weg, produziert keinen Müll. Ich liebe sie.
    Ich merke, mir geht Milch aus, also schreib ich das fix auf die Tafel. Meistens merk ich mir das durch das selbst schreiben auch besser und benötige nicht mal mehr einen Einkaufszettel. Ich fahre an einem Supermarkt vorbei, überlege, was steht auf der Tafel und spring schnell rein.
    Tendenziell bevorzuge ich eh mehrmals die Woche klein einzukaufen – das finde ich angenehmer als einmal die Woche einen nervigen Schleppeinkauf zu machen.

    Ähnlich wie du eine Einkaufsliste baust, hatte meine Familie vorgefertigte Packlisten für den jeweiligen Urlaub. Da gabs eine Liste für den Sommerurlaub und eine für den Winter. Meine Eltern hatten noch eine Extra-Liste für Haus und Auto.
    Ich persönlich habe mein Gepäck über die Jahre so minimiert, dass ich eh nie was vergesse… Aber sobald Kinder im Spiel sind, ändert sich das wahrscheinlich…

    1. Das mit der Tafelfolie hatte ich auch schon mal überlegt, habs aber dann wieder verworfen, weil es so schmierig ist und ich eh keinen Platz dafür hatte. Aber ansich kann das gut klappen – notieren, Foto knipsen – Einkaufsliste dabei – fertig. Das ist schon ne Idee, die ich weitersagen werde :)

  4. Was für eine tolle Idee! Ich liebe es, wenn so an sich eigentlich simple Einfälle, Alltagsabläufe so sehr optimieren können.
    Spontan muss ich an meinen Besuch in einer viktorianischen Küche eines Herrenhauses in England denken. Dort gab es nämlich auch eine Tafel mit einer Liste von Verbrauchsartikeln, wo man mit einem kleinen Riegel den Bestand zwischen „vorrätig“ oder „Nachschub kaufen“ angeben konnte. Das Prinzip mochte ich damals schon. Und ich musste darüber schmunzeln, was man im viktorianischen Haushalt so kaufte. Ich sage nur Rindertalg, Ammoniak und Schnupftabak.

    Liebe Grüße,

    Apfelkern

  5. Ich bin heute zufällig auf deinen Blog gestoßen und bin begeistert! Deine Hacks wirken so erfrischend einfach und trotzdem lebensnah und nicht aufgesetzt. Ich werde den Tipp mit der Einkaufsliste auf jeden Fall mal ausprobieren und noch einige andere Ideen.

  6. Hallo Frau DingDong,

    ehrlich gesagt finde ich die Idee auf der einen Seite super und auf der anderen Seite sehr schlecht.
    Super, weil die Liste das ständige Vergessen von immer den gleichen Dingen angeht,
    Schlecht, weil so viel Papier verbraucht wird.

    Hattest du nicht vor einiger Zeit (1-2 Jahren) die Idee einer abwischbaren Karte?
    Also einfach die Liste ausdrucken, laminieren und dann mit einem OH Stift die Sachen zum Einkaufen markieren.

    LG
    Ms. Maxi

    1. Ja, das hat sich aber nicht als Einkaufsliste bewährt. (Als daily Minimalprogramm To Do Liste und Foodjournal aber schon) Es war zu umständlich das Ding mitzunehmen und es ist immer alles verschmiert. Die Papierverschwendung in dem Sinne hält sich aber meines Erachtens in Grenzen, weil wir ja immer die Rückseite von bereits bedruckten Papier verwenden oder aber auch die Liste manchmal doppelseitig drucken und nur einmal pro Woche einen Großeinkauf machen. Wenn Papierverschwendung aber wirklich ein Thema sein sollte/wird, favorisiere ich die Lösung mit der Tafelfolie und dem Foto.

      1. Das stimmt natürlich, daran habe ich nicht gedacht.
        Ich nehme meistens eine App, aber am liebsten mag ich eigentlich Papier… Du auch, oder?

      2. Ich hab bisher noch keine App gefunden, die mir mein Leben erleichtert hat, alles war immer zu nervig. Aber bei diesem speziellen Fall bin ich ja nicht alleine und so geht das mit Papier einfach schneller. Weil eben keiner ständig rumfragen muss, wer was haben will oder was verbraucht wurde. Und das geht tatsächlich mit Papier am Besten

  7. Wir nutzen dafür eine Einkaufslisten-App, die uns gemeinsamen Zugriff auf die Einkaufslisten gewährt. Wem etwas einfällt, der schreibt es auf. In der Küche liegt noch ein kleiner Schmierzettel für „zwischennotizen“, die dann aber zeitnah übertragen werden.
    Vorteil für uns: auch wenn wir spontan Zeit zum einkaufen finden, haben wie die Liste dabei.
    Davor standen wir oft ohne Liste im Laden. Und dann hilft die tollste Liste nichts.

  8. Wir benutzen die App „Bring!“ als Paar. Erst war ich skeptisch, weil ich nicht alles über das Handy machen möchte. Aber es funktioniert sehr gut. Wenn mein Freund zuhause sieht, Klopapier ist alle, trägt er es ein und ich sehe auf dem Nachhauseweg die aktuelle Liste. Nett sind die Nachrichten, die man sich schicken kann: „Ich geh einkaufen! – Letzte Chance für Anpassungen“, „Liste geändert – Guck mal drüber“ oder „Einkauf erledigt – Kannst dich entspannen“.

    Liebe Grüße
    Anna

  9. 1x die Woche Grunas kaufen (Grundnahrungsmittel = Milch, Eier, Brot, Joghurt)
    1x Monatsende Drogeriemarkt mit Topapier, Küchenrolle, Seife
    dafür brauchen wir keine Zettel, eh klar

    das andere: ist doch schön, wenn man mal wieder miteinander spricht ;-)
    jeder kauft mal ein und dann vor allem die Sachen, die er selbst gern mag – und fragt den anderen, ob er was braucht
    und schon allein, weil man vorher nicht sehen kann, was frisch und verlockend ist …

    wenn es bisschen mehr wird mit merken, dann doch mal zettel. das sind dann aber die dinge, die eh nie auf standardlisten stehen.

    dolle vorratshaltung wird uns zwar plötzlich wieder eingeredet, aber unsere erfahrung ist, dass das vor allem zu viel wegwerfen von Abgelaufenem führt, haben wir also aufgegeben.
    Nichtmal die Notration für „1 Woche beide krank“ wird mehr gepflegt – man kann sich in der Stadt doch nun echt alles liefern lassen.
    Und seit Deliveroo und Co. hat das zwanghafte Einkaufen zur präventiven Hungervermeidung auch komplett nachgelassen. Sehr entspannend.

    Geht Papiersparen vor Stromsparen im Wertesystem der neuen Generation? Ich spar immer noch lieber Phonestrom und verschwende Küchenrolle. An mir wird wohl die Welt zugrunde gehen.

    Danke für das Thema, liebe Frau DingDong – bin grad wieder megadankbar, in der Stadt mit kompletter Infrastruktur ums Eck zu leben.
    Mich nervt mehr die schlechte Qualität von Obst und Gemüse, als vergessenes Topapier. Und dagegen helfen die schönsten Listentipps nix.

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