Wochenrückblick KW21/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Hallihallooo! :D
Bevor ich mich wieder ans Fenster setze und versuche Zeitlupenfilmchen von Vögel zu drehen, gibts erstmal noch ein paar Internetfundstücke!

Okay, so würde ich auch wieder mal zelten gehen…

Bitterer Text, aber ja, sehr viel wahres dran und das Gefühl kann ich teilen

he enjoyment of destruction

Pleasurable Troublemakers sind tolle Beispiele dafür, wie uns Design beeinflusssen kann. Der 50-50 Kuchen ist super!

Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Hoffentlich grün.

4 Jahre Müll

„we need to challenge the myth that the rich are specially-talented wealth creators; it is time to halt the flood of unearned income that goes to the top and reassert democracy in facing the challenge of organising economies that stop rather than accelerate global warming.“

Frauen bei der NASA? Das klingt nach nem supercoolen Buch für mein Biografie-Projekt!

Prothesen – Anstarren erwünscht!

tinyhomes aus dem 3D-Drucker? Warum nicht?! Hier in Dubai am Beispiel eines Büros getestet.

Das wars schon. Ich geh wieder ans Fenster :)

Gesehen im Mai

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Dieser Filmmonat hat mich irgendwie richtig weitergebracht. Ich will immer Bücher über Filmtheorie und Interpretation lesen und welches Handwerkszeug einen guten Film ausmachen, aber eigentlich muss man nur aufmerksam gucken. Diesen Monat hatte ich von Trash bis gut gelungen alles dabei. Story beim Film ist eben nicht alles!

Last days on Mars
Die letzten 20 Stunden auf dem Mars, danach soll die Crew zusammenpacken und wieder nach Hause düsen. Doch dann entdeckt ein Wissenschaftler endlich etwas in seinen Proben und die ganze Forschung war doch nicht umsonst. Er fährt noch mal mit ner Sondergenehmigung raus und…kommt nach einem Unfall zurück…
Fazit: ganz schön eklig. Wer nen Zombiefilm mal mit nem anderen Setting braucht, soll sich das angucken. Ich mochte Romola Garai in dem Film sehr gerne, aber im Grunde genommen wenig Sci-Fi mehr Zombie. Von der Machart her hat mir „Europa Report“ besser gefallen.

Hitmen 47
Eine Videospielverfilmung. Auftragskiller Agent 47 soll in Berlin eine junge Frau namens Katia van Dees finden. Dabei kommt ihm ein Supersoldat namens John Smith in die Quere. Wem soll Katia vertrauen? Und warum ist sie so anders als die anderen?
Fazit: keine Ahnung warum der Film so verrissen wurde, ich mochte ihn. (Ich kenn aber das Videospiel nicht) Klar, man merkt dem Film schon an, dass es ein Werbefuzzi gedreht hat, aber das fand ich gut! Tolle Bilder, die Locations in Berlin und Singapur passen zu der Charakterentwicklung, das Production Design hat mir auch gut gefallen, es waren frische Gesichter dabei und schön choreographierte (und blutige) Kampfszenen, also alles für nen tollen Popcorn-Kino-Abend.

Stadt im Meer
…ist ein Sci-Fi-Streifen aus dem Jahre 1965, basierend auf der Vorlage von Edgar Allen Poes Gedicht „City in the sea“.
Am Strand eines an der Küste gelegenen Hotels wird die Leiche eines Hotelgastes angespült. Ben, ein anderer Hotelgast, findet die Leiche und informiert die Inhaberin und ihren verrückten Künstlerfreund Harold. Wenig später verschwindet Jill. Ben und Harold finden nur eine Spur aus feuchtem Seetang. Durch eine Geheimtür gelangen sie in das innere eines Felsens und schließlich in eine Stadt unter dem Meer. Dort treffen sie einen verrückten Kapitän, der sie als Geiseln nimmt. Denn er hat ein Problem: Die Stadt im Meer ist von aktiven Vulkanen umgeben und die machen das Leben in der Stadt ziemlich ungemütlich…
Fazit: etwas uninspiriert und ziemlich langatmig, aber eigentlich ne tolle Story. Wer ne spannende Unterwasser-Action in dem Stil will, muss „Der Schrecken vom Amazonas“ gucken.

Jessica Jones – Staffel 1
Die abgehalftere alkoholsüchtige Jessica Jones war zwar früher als Superheldin unterwegs, arbeitet aber jetzt nur noch als Privatdetektivin und deckt Ehebruch oder Versicherungsbetrug auf. Nebenbei versucht sie mit ihren Seelendämonen klar zu kommen, denn ein verrückter Gedankenkontrolleur namens Killgrave hat sie missbraucht, um einen Mord zu begehen. Da es damals zu einem Unfall kam und Killgrave dadurch getötet wurde, kam Jessica frei. Doch dann erhält sie einen Fall, der viele Parallelen zu ihrer eigenen Geschichte hat und sie merkt, dass Killgrave überlebt hat…
Fazit: großartige Darsteller, allen voran David Tennant als Killgrave. Es ist wirklich erfrischend so eine düstere Serie aus einer Frauenperspektive zu sehen. Und so viele hammermäßige Cliffhanger! Da war ich manches mal ganz schön schockiert! Aber ganz famose Frauenaction, vor allem die Prügeleien. Mädels: Pflichtprogramm!

Mondbasis Alpha 1 – Staffel 2
Ja, die Alphaner dümpeln immer noch aufm Mond herum und erleben Abenteuer…
Fazit:ultra-Trash, aber ein bisschen actionreicher als die 1. Staffel. Vieles kotzt mich allerdings total an. 1. wurden Hauptdarsteller ohne Erklärung einfach so ausgetauscht, 2. fängt jeder Film mit nackter Haut oder dumpfbratzigen Grinsen von dümmlich-stilisierten Frauen an und 3. endet jedes Abenteuer mit einem „höhöhö, ham wa wieda was erlebt“-Friede-Freude-Eierkuchen-Gedöns. Das nervt! Die Dialoge sind total Banane. Naja…gut. Geguckt hab ich es trotzdem. Aber lass es einfach.

Zero Theorem
Computergenie Quohen soll sich als fähigster Entitätenknacker für „Management“ schneller und besser arbeiten. Doch die Arbeit im Büro macht ihn verrückt, er will lieber im Homeoffice arbeiten, damit er nicht „den Anruf“ verpasst, der ihm seine Berufung und den Sinn des Lebens mitteilt. Nach langer Verhandlung willigt Management ein und Quohen darf sich um ein Spezialproblem kümmern…
Fazit: der Film ist voll verrückt, aber die Ausstattung und ein supercooler Christoph Waltz sind es Wert, ihn sich anzugucken!

Captain America Civl War
Nach der Sache in Rumänien (wir erinnern uns, Age of Ultron) will die Regierung die Superhelden unter Kontrolle bringen. Tony Stark ist dafür, Cap sieht das allerdings als Angriff auf Freiheit und Selbstbestimmung und ist somit dagegen. Dun-dun-duuuhhn!
Fazit: der Film war okay, aber reicht auch als DVD.

So, fertig. Die Filmliste für Juni ist schon bereit! Was hast du geguckt?

Gelesen im Mai

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.

Mein Biografieprojekt lag diesen Monat etwas brach…aber irgendwie war schon wieder alles andere interessanter. Mal sehen, wie das Projekt weiterläuft. Ich hatte neulich in der Bibliothek einen Lauf und alles mögliche zur Trend- und Zukunftsforschung, Cyborgs und so Zeug ausgeliehen…

Das war bisher dran:

Zuerst Comics!

„Alex and Ada“ (Vol 1-3) von Jonathan Luna & Sarah Vaughn
Alex ist einsam, er kommt nicht aus seinem Liebeskummer raus. Dann schenkt ihm seine Oma einen Androiden – er nennt sie Ada. Aber leider reicht ihm das nicht, weil Ada nur auf Befehle reagiert. Eines Abends wühlt er sich durchs Web und stößt auf einen Hacker, der Ada so umprogrammiert, dass sie ein Bewusstsein bekommt. Nur leider ist das von seiten der Regierung verboten…
Fazit: tolle Story, interessantes Thema, spannend erzählt. Leider ultralangweilige Bilder. Alles so Beige. Viele Wiederholungen, starre, lineare Panels, Botox-Lippen, sperrig gezeichnete Mimik…das ist so schade! Ich brauch nicht ständig Splashpages oder knallbunte Farben, aber das hier hätte ein Feuerwerk sein können (müssen!).

„Prinzessin Leia“ von Mark Waid & Terry Dodson
Die Story spielt nach Star Wars Episode 4. Prinzessin Leia macht sich mit einer erfahrenen Kampfpilotin auf, die in der gesamten Galaxie verstreuten Alderanern zu versammeln und in eine neue Zukunft zu führen. Das ist nicht ungefährlich. Das Imperium hat ein Kopfgeld auf Leia ausgesetzt und ist ihr dicht auf den Fersen…
Fazit:die Story ist sehr charaktertreu, daher lesenswert! Sehr viele weibliche Badass-Charaktere, das ist zur Abwechslung echt mal erfrischend. Die Zeichnungen fand ich eher naja…

„Old man Logan“ von Mark Millar
Nachdem beim Civil War alles dermaßen in die Grütze gegangen ist, setzt sich Wolverine alias Logan ab und gründet eine Familie. Seine Krallen fährt er nicht mehr aus und das ist nicht leicht, denn die Superschurken beherrschen die Welt. Er versucht sich als Farmer, um die Pacht bei der Hulk-Gang abzudrücken. Aber die finanziellen Probleme werden immer schlimmer und er lässt sich auf eine irre Kurierfahrt mit einem blinden Hawkeye ein…
Fazit: eines der besten Comics, die ich je gelesen habe. Diese Story hat noch so viel Potential für Nebenschauplätze, da könnte Marvel echt was Frisches draus machen! Geil gezeichnet, dynamisch erzählt – absolute Empfehlung! Aber Achtung: Ziemlich brutal.

aber ich hab auch Zeug ohne Bilder gelesen:


„Talking Points – die Macht der Sprache“ von Dhugan Wegner

Was muss ein Politiker sagen, damit wir ihn gut finden und ihm folgen? Welche Wörtchen zünden? Wo sind da fallen? Und wie kann man das ganze Spiel der PR-Agenten durchschauen? All diese Fragen werden in diesem Buch beantwortet.
Fazit: faszinierender und sehr launischer Einblick in die Arbeit eines PR-Texters. Toll waren die vielen aktuellen Beispiele aus der Politik inkl. Quellen zum Nachschauen. Daher sehr lesenswert!

„Überdruss im Überfluss“ – von Peter Marwitz
Wir kennen es ja: Arbeiten – Kaufen – Arbeiten – Kaufen. Und dann ist das Leben plötzlich vorbei. Das Hamsterrad wird schön vom Marketing angetrieben und wie das geht und warum es so schlecht ist (Ressourcenverschwendung, Umweltzerstörung und Müll) erklärt Autor und Blogger (konsumpf.de) sachlich und kurz in diesem kleinen Büchlein. Es wird außerdem beschrieben, welche Alternativen es gibt und zum Abschluss gibt es noch 12 Regeln für besseren Konsum.
Fazit: gelungene, kurze und sehr informative Einstiegslektüre zum Thema Konsumismus und die Folgen. Wenn man sich natürlich in der Materie schon auskennt, ist da nicht viel neues dabei, aber es ist trotzdem Gold wert. Haufenweise Vorschläge und Quellen zu weiteren Hausaufgaben, die man dann bitte auch machen soll. Absolut lesenswert und wer Probleme hat seine Ansichten in Freundes- und Bekanntenkreis zu argmuntieren, sollte mal einen Blick in dieses Büchlein werfen oder es einfach gleich verschenken. Schön fand ich auch, dass das oft in solchen Büchern kritisierte „Na und, was sollen WIR denn tun!? Der Autor hat auch keine Lösung“ mit einer 12-Punkte Vorschlagsliste souverän gekontert wird. Schön fand ich, dass das Buch auch „Minimalismus“ anreisst und zwar auf eine völlig normale Art und Weise ohne Schwachsinn, plakativer Übertreibung oder kritischen Untertönen. Das war zur Abwechslung echt mal erfrischend.

Grundkurs Vogelbestimmung von Monin/Griesohn-Pflieger/Horn
Neben den Grundlagen der Vogelbestimmung und einer Einführung, was Vogelbeobachtern in der Praxis hilft kommt im 13. Kapitel eine Einführung in die mitteleuropäischen Vogelfamilien und ihre Vertreter und das ist total brauchbar! Im hinteren Teil befindet sich zudem ein Stichwortverzeichnis, erklärte Fachbegriffe, ein Artenverzeichnis und das Buch selbst ist in einem handlichen Format, damit man es überhall mitnehmen kann.
Fazit: tolle, lockere Einführung für Vogelfreunde mit Anspruch. Sehr praxisnah und hilfreich, ich habe viel gelernt! Das Format des Buches beweist: Das haben Leute aus der Praxis geschrieben. Für dieses Mitdenken gibts ein Sternchen mehr.

Was hast du gelesen?
Welches Thema interessiert dich zurzeit?

Wochenrückblick KW20/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Sonntag!! Ich gleich zu ner Ausstellung, abe davor gibts noch ein paar Linkperlen. Diese Woche war schon wieder ordentlich Futter für mein Gehirn im Internet:

Eine moderne Version von Edward Hoppers Bildern gibts bei Arne Svenson in seinem Fotoprojekt „The Neighbors“

Schon mal was vom Tokoloshe gehört? Das ist die südafrikanische Version eines Vampir-Bigfoot-Verschnitts. Die Antwoord (bekannt nicht nur wegen schrägen Klamotten, speziellen Frisuren und deren Musik sondern auch aus dem Film Chappie) machen sich in diesem Film auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wesen.

Grundeinkommen und Automation – ja, diese Themen gehören zusammen! Dazu muss unbedingt auch die Frage gestellt werden, was wir tun werden, wenn Roboter unsere Arbeit machen. John Danaher hat ein paar interessante Ideen und Gedankengänge.
woah und dann auch noch total faszinierend: Trifft eine potentielle Arbeitslosigkeit durch Automation und Robotik hauptsächlich Männer? Da wird die Diskussion um „typische Frauenberufe“ und „typische Männerberufe“ nochmal aus einem neuen Blickwinkel betrachtet.

Ach, 3D Drucker… so viele tolle Möglichkeiten…
Hier druckt ein Soldat für verwundete Kameraden Prothesen aus und es gibt jetzt ganz neu ein Elektro-Motorrad aus dem 3D Drucker, was nur 35 kg wiegt!

Das Spiel „This War of Mine: The Little Ones“ holt den Krieg in unser Zimmer. Es ist kein Ballerspiel, sondern man schlüpft in die Rolle eines Zivilisten…

8 Dinge, die wir von Prince lernen können – toller Artikel, passt gut zu meinem Biografie-Projekt.

Make the heart light up

Das wars schon! Schönen Restsonntag wünsch ich dir!

Apokalypse light oder: ein Leben aus Eimern

apokalypse light - mein leben aus dem eimer

Mein Pfingstwochenende war gesegnet mit einer – für hiesige Verhältnisse und mit weichgespülten Charakteren – Katastrophe.
Im Nachbarhaus, mit dem wir zusammen an der Wasserversorgung hängen, gab es eine geplatzte Leitung. Das Treppenhaus stand unter Wasser, ebenso die Erdgeschosswohnungen. Ein Nachbar ist im Urlaub, der weiß noch nix von seinen schwer durchnässten Polstermöbeln…
Das bedeutete für mich und andere: Von Sonntagvormittag bis Dienstagnachmittag gabs kein Wasser aus der Leitung. Hamburgwasser hat netterweise einen Tank in die Straße gestellt (leider nicht direkt vor das betroffene Haus, sondern in die Nebenstraße) und wir konnten uns dort mit Eimern und Wasserbeuteln unseren Wasservorrat abzapfen. Dort traf man auch hin und wieder nette Leute, mit denen man sofort ins Gespräch kam.

Auch wenn es nervig war, war die ganze Erfahrung interessant.

Wie viel Wasser braucht man eigentlich täglich?
Welche Gefäße im Haushalt lassen sich gut befüllen und tragen?
Wann drücke ich tatsächlich mal die Klospülung und wann gönne ich mir einen Tee oder Kaffee?
Was mache ich, wenn ich nicht mal mehr Strom habe?

Hahn auf. Hahn zu.
So einfach. Jeden Tag.
Ein Reflex.

Hahn auf. Hahn zu.
Duschen mit warmen Wasser.
Hände waschen.
Wäsche waschen.
Ein Glas Leitungswasser trinken.
Plötzlich ein Luxus.

apokalypse light - mein leben aus dem eimer

Interessant an dieser Lightversion der Apokalypse fand ich, dass das ganz eng mit den Fragestellungen „Was brauche ich?“ und „Was ist wirklich nötig?“ zusammenhängt. Und auch über meine Sachen mache ich mir wieder Gedanken. Herr DingDong hat wundersame Dinge aus seinem Globetrotter-Sortiment gezogen! Einen Wasserbeutel zum Aufhängen, damit konnte man prima duschen und Haare waschen. Vor allem, wenn der Sack über Nacht auf der Heizung lag und man WARWMES Wasser hatte. Oder das Faltwaschbecken. Das hat das Hände waschen enorm erleichtert, weil man es endlich wieder alleine tun konnte und man niemanden brauchte, der einem Wasser über die eingeseiften Hände schütten musste. Alles Dinge, die man zwar nicht unbedingt als Großstadtminimalist braucht, die aber plötzlich ein Mehr an Komfort boten in diesem Szenario und das wiederum ist gut, um die Laune oben zu halten.
Wäsche haben wir gottseidank am Freitag schon gewaschen, daher war das kein Problem. Aber was wäre, wenn ich nur eine Mini-Garderobe hätte, wo ich jeden spätestens jeden zweiten Tag hätte waschen müssen? Klar – Waschsalon. Aber was wäre das in einem wirklichen Notfall geworden, wenn es nirgends Wasser gäbe?

Das sind für mich furchtbar interessante Gedankenspiele. Und es geht auch viel ums Aushalten können.

apokalypse light - mein leben aus dem eimer


Was ich gelernt habe und über was ich noch nachdenken muss:

  • In Krisenzeiten (auch wenn sie so lahm auf Level 0 sind wie gerade beschrieben) halten die Menschen zusammen. Ich glaube fest daran, dass das irgendwie in uns drin steckt
  • Pragmatisch denken und nicht jammern ist ein Key Skill. Immer.
  • Bei guter Laune bleiben hilft auch immer
  • Smalltalk mit Fremden ist in solchen Situationen überhaupt kein Problem mehr. Anlassbezogen kann man sofort gut ins Gespräch kommen. Das lässt sich sicherlich auf den Alltag übertragen. Irgendwie.
  • Keine Scheu vor Reden über Fäkalien. Wenn die Klospülung nicht funktioniert, ist alles anders.
  • besondere Lebensstile (z.B. Ernährungsformen, Diäten, müllfrei u.ä.) können unter katastrophalen Umständen nicht unbedingt berücksichtigt werden. Wie flexibel ist der eigene Lebensstil? Wie komm ich damit klar?
  • man kann anderen besser helfen, wenn man selbst weiß, was zu tun ist

Hier in Schland gibts weder große Tornados, Mega-Erdbeben oder Tsunamis, aber wir kennen starke Herbststürme und Hochwasser und den dazugehörigen stinki-Schlamm. Interessant sind Katastrophenszenarien trotzdem. Oder warum sonst schauen wir uns die Hollywood-CGI-gemachten Krisenfilme an?

Deshalb gibts für Interessierte noch ein paar Links:
Ratgeber für die Notfallversorgung
Eine persönliche Checkliste für eine Notfallausrüstung
Ein Buch, das schon länger auf meiner To-Read-Liste steht: Apokalypse jetzt – ein Selbstversuch von Greta Taubert
Und hurra – eine Liste mit apokalyptischen Katastrophen zu jedem Thema und wer Bücher mit dem Thema „Endzeit“ lesen will, kann ja mal in meine Liste gucken.


Welche Erfahrungen hast du ohne Strom oder Wasser gemacht? Wie lang war der längste Zeitraum, den du ohne fließend Wasser oder Strom verbringen musstest? Warst du mal von einem Hochwasser direkt betroffen?

Wochenrückblick KW19/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Lieber spät als nie – heute ist Ausnahmesituation. Im Nachbarhaus mit dem wir hier zusammenhängen ist ne Rohrleitung geplatzt, das Wasser wurde abgestellt und wir sitzen auf dem Trockenen. (Hm. Kommt der Spruch vom Sitzen auf Klo ohne Spülung???)
Soll angeblich Dienstag repariert sein. Und dann haben wir tatsächlich gestern verpeilt einzukaufen. Es hing keine Einkaufsliste am Kühlschrank, der ESC kam wieder schneller als erwartet, ein bisschen erkältet bin ich auch – Hirn aus und nur noch eine Rolle Klopapier :D
Ich simuliere hier also ein bisschen die Apokalypse, aber da wir noch Strom haben, kann ich dir noch ein paar Links notieren.

Diese Woche habe ich mich mit dem Thema „leichte Sprache“ beschäftigt. Fürs Schreiben von leichter Sprache gibts klare Regeln, aber fürs Sprechen? Als ich neulich mal eine Führung für geflüchtete Kinder machen musste, war das ganz schön schwer, weil man sich so konzentrieren muss. Hat dein Arbeitgeber eigentlich ne Website in leichter Sprache? Falls nicht, kannst du das ja mal anregen.
Fragt sich jetzt nur wie dieses Gendersprech mit * _ in dieses Regelwerk passt. Denn so richtig barrierefrei stell ich mir das jetzt nicht vor?!??!

Joah, würd ich sehen wollen. :D

Something Extraordinary Is Happening in the World, And Most People Haven’t Noticed

Diese Geschichte zum Thema Ohrlöcher stechen ist nicht nur interessant, nein, sie beweist auch noch, dass JEDES Thema interessant aufbereitet werden kann.

Und zum Abschluss gibts noch eine schöne Geschichte, die mich sehr berührt hat.

Ein Rezept von Goethes Mutter

Ich weiß leider nicht mehr genau, wie ich darauf gestoßen bin und ich weiß auch nicht, ob es WIRKLICH von Goethes Mutter stammt. Aber alles, was ich bisher in seiner Biografie über ihn und seine Mutter gelesen habe, gibt mir das Gefühl, dass das hinkommt. Anscheinend war Catherina Elisabeth Goethe eine sehr kluge, selbstbewusste und warmherzige Philanthropin, eine gute Gastgeberin, Gesprächspartnerin und ja, auch manchmal eine genervte Mutter, weil ihr Sohn sie nicht oft genug besuchen kam. (Was er nach ihrem Tod – wenn ich mich recht erinnere – auch bereut hat…)

Jedenfalls wird ihr dieses Rezept zugeschrieben und weil ich es witzig finde, möchte ich es mit dir teilen:

rezept von goethes mutter

Ich stelle mir das fertige „Gericht“ sehr gut vor und frage mich, wo ich persönlich eine mehr als eine Prise Takt nötig habe oder ob es ab und an mal ein Esslöffel mehr Optimismus sein sollte. Vielleicht sollte man seinen Alltag mehr in diesem Hinblick betrachten und sich die Zutaten vorher genau bereitlegen. Gibt es Allergien? Wie Zeitaufwändig ist das Gericht? Hilfreiche Werkzeuge, wie scharfe Messer oder Töpfe in einer guten Größe sind auch wichtig. Ich muss unbedingt mal ein Rezept mit mehr Geduld und weniger Angst probieren und vielleicht auch mal ein anderes Messer benutzen um den Tag zu zerteilen :D

Also, wie kochst du dir deinen Tag?

Wochenrückblick KW18/2016

wochenrueckblick / digitale Fundstücke - Linklove

Ja ich gebs zu, den Wochenrückblick der KW 17 hab ich völlig unterschlagen, aber ich war faul und kaum online und da dachte ich, euch macht es auch nix aus. So ist es doch, oder? :D

Naja, dafür aber jetzt!

Relationship Salve – the practice of intentional dialogues von zenhabits und ebenfalls von Leo: ein lesenswerter Artikel über Orientierung in fremden Städten. Ich kann mich innerhalb kürzester Zeit sehr gut an fremden Orten orientieren und er hat sich die Mühe gemacht, das mal aufzuschreiben was da genau bei IHM im Gehirn passiert. Und das kann ich voll und ganz unterschreiben, ich mach das genauso. Vielleicht können das visuell-orientierte Menschen ein bisschen besser, aber trainieren kann das trotzdem jeder.

Klimawandel und Armut in Europa

Ein Haus aus Plastik und den Mars entdecken.

Tolle Erklärung zum Thema Motivation

Wieder was gelernt: Yonic ist anscheinend das Gegenteil von Phallic

Plastik – Erfolgsgeschichte oder Zeitbombe?

Männer lesen fiese Tweets vor. Die Frau, die es betrifft, sitzt vor ihnen.

Gesehen im April

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Code 46
Die Erde ist ökologisch verwüstet und es gibt zu viele Menschen. Einige davon leben „drinnen“ und es gibt welche, die „draussen“ leben müsssen. Zugang zu den Städten ist nur möglich mit Papieren („Papeles“) und Fortpflanzung ist nur möglich, wenn ein Gentest erfolgt ist und kein inzestiöser Fall vorliegt. Dies ist im Code 46 geregt. Versicherungsermittler William reist nach Shanghai um einem Betrug auf die Spur zu kommen. Er hat sich einene Empathie-Virus spritzen lassen, mit dem er bisher sehr erfolgreich Lügner enttarnt hat. In der Firma, in der die papeles hergestellt wird, kommt er schnell dahinter, dass diese von einer jungen Frau namens Maria geschmuggelt werden. Doch er zeigt sie nicht an, weil er sich in sie verliebt hat…
Fazit: um ehrlich zu sein habe ich den Film nicht wirklich verstanden. Klar, schöne Bilder, tolles Setting, auch der Sprachmischmasch war super durchdacht. Schauspielerisch mit Tim Robbins und Samantha Morton gut ausgestattet – aber irgendwie wusste ich hinterher nichts mit dem Film anzufangen. Der Film ist sehr kühl und schafft es leider nicht – anders als bei Gattaca – das zwischenmenschliche Drama in dem Setting auszubreiten.

Tinkerbell and the pirate fairy
Fee Zarina wird nach einem fehlgeschlagenen Experiment aus dem Feendorf verbannt. Ein Jahr später kommt sie zurück und klaut eine besondere Art Feenstaub. Ihre sechs Freundinnen, darunter Tinkerbell, verfolgen sie und wollen sie zurückholen. Doch dann gibts ein Unglück und die Talente der jeweiligen Feen vertauschen sich. Das führt zu diversen Missverständniss und dann kommen sie auch noch dahinter, warum Zarina den Staub geklaut hat – Piraten!!!
Fazit: bunt, glitzernder Elfenfilm, den man sich schon anschauen kann. Die Ideen in der Elfenstaubfabrik fand ich sehr witzig und die Stimmen von Christina Hendriks, Tom Hiddleston und Jim Carter (u.a.) machen aus dem Filmchen ne schöne Sache. Ich wollte eigentlich nur kurz reinschauen und bin dann voll drauf hängengeblieben :D

Mondbasis Alpha 1 /Space 1999
Im Jahr 1999 existiert auf dem Mond eine Basis mit mehreren hundert Menschen, die dort leben und arbeiten. Zwischen Erde und Mond gibt es regen Verkehr, denn der Mond dient auch als Atommülldeponie. Aber am 13.September 1999 gibts ein Problem und irgendwas explodiert. Der Mond driftet von der Erde weg durchs All ins Unbekannte. Eine Zeit voller Gefahren, Merkwürdigkeiten und Abenteuer beginnt.
Fazit: megatrashig natürlich, aber damals war das sicherlich der Kracher! Mein Durchhaltevermögen bei alten Serien ist deutlich höher als bei gegenwärtigen Sendungen. Die erste Staffel hat übrigens auch Peter Cushin (General Oromoff aus Star Wars) und Christopher Lee als Aliens parat! Für Trekkies mit Trash-Anspruch ein Muss. Ab Folge 15 merkt man aber, dass wohl ein bisschen mehr Geld geflossen ist. Die Ausstattung ist besser, die Dialoge nicht ganz so hohl und die Effekte sind auch nett. Die waren übrigens noch vor Star Wars dran! Und überhaupt möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, dass die Produzentin eine Frau war. Nämlich die tolle Sylvia Anderson, der wir auch die Thunderbirds zu verdanken haben.

Mission Impossible – Rogue Nation
Ethan Hunt findet nach einer Mission heraus, dass das IMF von einer Gruppe namens „Syndikat“ unterwandert wurde. Er versucht gemeinsam mit seinen Kollegen herauszufinden, was da los ist, aber die CIA sitzt dem IMF im Nacken…
Fazit: Kann man sich sparen, der Stern ist verglüht. Das einzig sehenswerte daran ist der tolle Simon Pegg. Der bringt ein paar Ecken in die glattgebügelte Hollywoodkost. Der Film ist so belanglos, ich musste den Inhalt nochmal nachgooglen. Ansonsten lieber zehnmal den ersten MI Film angucken.

Außerdem hab ich jetzt endlich mit „Jessica Jones“ angefangen und obwohl ich erst bei Folge 5 bin, muss ich sagen, dass mir die Serie doch ganz gut gefällt.

Was hast du dir angesehen?

Gelesen im April

Buchrezensionen - Leseliste des Monats | Frau DingDongs Leben.

Die Leseliste im April ist kurz, weil ich einen Ratgeber mit vielen Aufgaben gelesen habe und einen langen Roman. Dazu ein paar Comics, die ich auch kurz vorstellen möchte. Und auch wenn jetzt schon Mai ist – nachreichen will ich sie trotzdem:

„Wo stehe ich und wo gehts jetzt hin?“ von Susanne Hofmeister
Die Idee der Biografie-Arbeit ist, mit Hilfe seiner Vergangenheit seinen jetztigen Standpunk auszumachen, um herauszufinden, warum man so tickt und wie es weitergeht. Am Anfang wird erklärt, was Biografie-Arbeit ist und wie sie mit Rudolf Steiners Idee der Jahrsiebte zusammenhängt. Die Ideen und Erlärungen zu den jeweiligen Jahrsiebten folgt dann und werden jeweils abgerundet durch einen Fragenkatalog, den man für sich beantworten kann. Zwischendurch gibt es auch „Stärkungsjoker“, damit man sich jetzt aktiv was Gutes tun kann. Am Ende des Buches findet sich noch eine Literaturliste.
Fazit: lesenswert, auch wenn ich nur die ersten 6-7 Kapitel durchmachen konnte. Diese waren aber hilfreich und es ist ein gutes Arbeitsbuch, was man immer wieder zur Hand nehmen kann. Auch bestimmt ein gutes Geschenk für Oma und Opa.

„Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr
Das blinde Mädchen Marie-Laure LeBlanc wohnt mit ihrem Vater in Paris und begleitet ihn täglich mit zur Arbeit ins Naturkundemuseum. Dort erfährt sie auf einer Führung etwas von einem ganz besonderem Edelstein namens „Das Meer in Flammen“. Mit der Lektüre von Jule Verne, den verschiedenen Geschichten und Fantasien und einem kleinen Holzmodell des 5. Arrondissment, das ihr Vater gebaut hat, erklärt sie sich die Welt. Doch dann bricht der Krieg aus und sie fliehen zu ihrem Onkel nach Saint-Marlo in der Bretagne, nichtsahnend, dass ihr Vater einen besonderen Auftrag hat…
Parallel dazu wächst der Waisenjunge Werner Hausner mit seiner kleinen Schwester Jutta auf dem Gelände der Zeche Zollverein auf, lernt französisch und bastelt aus Müll und Fundstücken Radios. Eines Abends empfängt er eine französische Stimme, die in einem wohligen Klang etwas über das Universum erzählt. Dann muss Werner nach Schulpforta und beginnt seine Ausbildung. Im Krieg verschlägt es ihn als Funker von der Ukraine, über Österreich in die Bretagne…
Fazit: schnell gelesen (leider zu schnell…), sehr melancholisch, aber eine ganz besondere Geschichte. Hat mich sehr berührt, daher lesenswert! Ein bisschen vom Feeling her wie die Filme von Jean-Pierre Jeunet, falls das hilft :)

und jetzt zu den Comics:

Wonder Woman Vol 1 „Blood“ und Wonder Woman Vol 2 „Guts“ von Azzarello/Chiang/Akins
Hippolyta, die Königin der Amazonen und Mutter von Diana aka Wonder Woman, hat jahrelang vor ihrer Tochter ein Geheimnis verborgen – und als Wonder Woman endlich erfährt, worum es sich handelt, bricht ihr Leben auseinander. Doch sie wäre nicht Wonder Woman, wenn sie sich da nicht auch durchbeissen würde.
Fazit: Coole Story, allerdings fand ich die Zeichnungen ein bisschen lahm. Trotzdem ein guter Einstieg für Neulinge.

Wicked + Divine Vol 1 „The Faust Act“ und Wicked + Divine Vol 2 „Fandemonium“von Gillen/McKelvie
Alle 90 Jahre manifestieren sich 12 Götter als Menschen auf der Erde. Sie werden geliebt, sie werden gehasst. Und nach zwei Jahren sterben sie.
Fazit: anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Story reinzukommen und mit den Namen aller Götter kam ich auch durcheinander, aber insgesamt eine spannende Story, mit tollen Farben und supercoolen Variants, die das who-is-who der Comiczeichner-Szene versammeln. Die Idee, das Leben-und-Tod Thema mit dem Popstarkult zu vereinen find ich ziemlich genial, also lesen!

Das wars schon. Was hast du gelesen?