Bist du dir selbst ein Freund?

Bist du dir selbst eigentlich ein guter Freund? Selbstakzeptanz und Minimalismus | Frau DingDongs Leben. Obwohl mein Jahr damit anfing, „nur“ Biografien lesen zu wollen, bin ich jetzt irgendwie beim Thema Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge rausgekommen. Vor ein paar Wochen, nach dem lesen eines Buches, musste ich mir mal knallhart die Frage stellen: Bist du dir selbst eigentlich ein Freund?
Und: Wie redest du mit dir den ganzen Tag? Wie hören sich deine Selbstgespräch an?

Das hat mich erstmal ein bisschen aus der Spur geworfen, denn ich habe noch nie zuvor über diese Frage so richtig nachgedacht. So richtig negative Selbstgespräche habe ich zwar schon frühzeitig abgelegt (mit 14, als ich merkte, dass das zu viel Denkkapazität kostet und es mich langweilte und anstrengte und ich wirklich in so einer Abwärtsspirale war, lustigerweise hat mir ein Roman und ein Gummiband dabei geholfen!), aber weiter habe ich mich mit dem Thema nicht mehr beschäfitgt. Vermutlich ist das auch so eine Sache, mit der man sich erst in einem gewissen Alter beschäftigt.

Es geht nicht darum, sich selbst schön finden zu wollen, man muss sich – glaube ich – anfangs nicht mal ein „guter“ Freund sein, aber ich habe beschlossen, es mal zu versuchen. Das Wort „Selbstliebe“ oder dieses Lifestyle-Blogger-Getue mit „radical self love“, das mir auf jedem zweiten Pinterestboard entgegenspringt, is mir (noch?) ein bisschen zu viel. Mir reicht es, mich erstmal so anzunehmen, wie ich bin. Die Faulpelz-Variante wäre einfach, sich selbst auch mal „hinzunehmen“? Sozusagen als Stopp-Signal, um den ständigen Selftalk-Strom zu unterbrechen. Denn so viel ändern kann man ja eh nicht auf die Schnelle…

Da sind wir wieder beim Minimalismus. Selbstakzeptanz beginnt damit, sich von äußerer Bewertung loszulösen, in dem man anfängt, sich in seiner eigenen Werte-Welt einzurichten. Ich kann meine eigene Werte identifizieren, herausfinden, was mir wirklich wichtig ist und entsprechend handeln. Die guten Gespräche mit deinem Inneren Freund beginnen dann, wenn du dich selbst und deine Erfolge feierst. In meinem Führungskräfte-Coaching habe ich gelernt, dass man sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen kann. Keiner muss auf die Jubelschreien von anderen warten (wenn sie denn überhaupt von anderen bemerkt werden)

Was tut ein guter innerer Freund?
auch ganz einfach: er behandelt mich so, wie ich meine Freunde behandle. Und die behandle ich gut, weil ich sie mag. Mein innerer Freund hört bei Problemen zu, sagt nette Sachen, verzeiht, tröstet, nimmt mich ernst, feiert und lacht mit mir und ermutigt mich bei ein paar Herausforderungen.

Und wie geht das jetzt?
1. einfach beschließen, sich selbst ein Freund zu sein
2. ich selbst gut kennenlernen
3. freundlich mit sich reden
4. eine liebevolle Umgebung finden, gestalten und pflegen


Bist du mit Hilfe einer minimalistischen Lebensweise an die Sache mit der Selbstakzeptanz gekommen?
(Ich glaube nämlich, dass das ein bisschen zusammenhängt…?)
Ist/war das für dich überhaupt ein Problem? Was tust du, um dir selbst ein guter Freund zu sein, wie drückt sich das aus?

Und: Stell diese Frage mal jemanden, den du ein bisschen bewunderst. Das waren bisher sehr spannende Gespräche. :D

2 Gedanken zu “Bist du dir selbst ein Freund?

  1. Liebe FDD,

    mich würde interessieren, welches Buch du gelesen hast?
    „nach dem lesen eines Buches, musste ich mir mal knallhart die Frage stellen: Bist du dir selbst eigentlich ein Freund?“

    Viele Grüße

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