Gelesen im März

Der März war ein guter Lesemonat!

„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
Ein Briefroman zwischen zwei Freunden. Beide sind Kunsthändler, deine ist Jude, der andere Deutsche. Der Deutsche geht irgendwann zurück nach Deutschland und Hitler kommt an die Macht…
Fazit: Das ein Buch auf so wenigen Seiten so eine Wucht entfalten kann, habe ich noch nie erlebt. Es ist sehr kurz, sehr lesenswert. Pflichtlektüre.

„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
Der 17-jährige Weigand fliegt vom Gymnasium und wird von seinen Eltern unter Druck gesetzt. Aus ihm muss was werden. Also wird er Lehrling in einer Spedition, obwohl er den Kopf voll mit Literatur hat. In seiner Freizeit schickt er Manuskripte an Zeitungen bis er eines Tages einen Job beim Tagesanzeiger erhält. Fortan führt er ein Doppelleben.
Fazit: Bin ein großer Genazino-Fan, daher fand ich das Buch auch lesenswert. Ich mag seinen trockenen Schreibstil und die skurillen, etwas hilflosen Protagonisten :D

„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
Evelyn Shriner macht Schluss, Godefry Burkes verlobt sich. Beide müssen zu Dr. Chin, um mit Hilfe eines Liebescomputers in ihre jeweilige Zukunft zu sehen. Doch die zufällige Begegnung der beiden in dieser vergammelten Praxis wird das Leben der beiden verändern.
Fazit: Obwohl ich das Buch eigentlich eher nach Cover ausgesucht habe, wurde ich nicht enttäuscht. Es ist romantisch, hat nette, liebenswerte Hauptfiguren und skurille Nebenfiguren, alles ist realistisch und witzig. Ich fands daher lesenswert und wenn du Filme von Nora Ephron magst, könnte dir das Buch auch gefallen.

„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke

Roman nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films.
Fazit: lieber noch mal den Film schauen. Mir war nicht klar, dass man das Buch NACH dem Film geschrieben hat. Ich fands irgendwie ein bisschen öde. Fällt in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
Wer hat Schuld, wenn eine Ehe kaputt geht? Wie kann man in schwierigen Situationen wieder zueinander finden? Tolstois Frau Sofia ergründet diese Fragen in ihrem autobiografisch gefärbten Roman als Gegenentwurf zur Kreuzersonate.
Fazit: ich liebe russische Literatur des 19. Jhds. Wirklich. Es war ganz toll, weil es so vielschichtig war. Da steckt sehr viel Wahnsinn drin, Eifersucht, Bitterkeit, Zärtlichkeit, Nähe, Verlangen, Melancholie.

„Wir“ von Jewgenij Samjatin
In der Zukunft wurden die Menschen nach dem 200-jährigen Krieg von ihrem Unglück befreit. Es gibt streng getaktete Regeln für alles, von Essen, spazieren gehen bis Beischlaf. Die Menschen tragen keine Namen, sondern Nummern. Der Wohltäter des einzigen Staates kümmert sich um die Stadt aus Glas und deren Bewohner, die von einer Mauer von der Wildnis geschützt werden. Konstrukteur D-503 baut ein Raumschiff und genießt die Fürsorge seines Wohltäters – bis er die Frau I-330 kennenlernt. Von seinen Erlebnissen berichtet er in seinem Tagebuch.
Fazit: Wer „1984“ und „Schöne neue Welt“ gelesen hat, muss auch dieses Buch lesen. Pflichtlektüre!

Was hast du im März gelesen?

Gesehen im März

Naaa, macht euch der Verlust von Fernsehen was aus? Mir überhaupt nicht. Ich habe die letzten Tage mal ein bisschen gezappt und gemerkt, dass ich das null vermisse. Ich hab schon ewig nix mehr im Fernsehen angesehen, nich mal Nachrichten. Und ich krieg dank Twitter eh alles mit, was ich wissen muss.
Also Zeit für Filme! Das habe ich mir im März angesehen:

„Logan“
Wolverine is ein alter Sack, genau wie alle anderen Männer in dem Film. Dann kommt ein Mutantenkind und sie fahren los.
Fazit: öde. Keine Ahnung woher der Hype kam. Ich wollte, dass er gut wird, aber ich bin sehr enttäuscht aus dem Kino gegangen. Männer lieben diesen Film anscheinend. Ich fand ihn gerade zum Ende ein bisschen peinlich.

Department S, Staffel 1 (Serie, GB, 1970)
Wenn die Polizei nicht mehr weiter weiß, fragen sie die Spezialeinheit von Interpol – Department S – die löst gerne mysteriöse und knifflige Fälle und das mit Erfolg.
Fazit: mocht ich sehr gern :D Jason King ist einfach super! :D

„Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Pornohill“
Handlung: Egal. Gibt hässliche Menschen in nackt zu sehen und irgendwas mit einer Mine.
Fazit: :D ja, genau. :D ich habe sehr gelacht!

Star Crash
ein italenischer Abklatsch von Star Wars würd ich sagen. Nur in schlecht.
Fazit: die Ausstattung war top! David Hasselhoff auch :D

Shirley – Visionen der Realität
Wir begleiten Shirley über Jahre hinweg. Dabei nimmt sie stumm Stellung zu den Ereignissen der jeweiligen Jahre, die in Bildern von Edward Hopper filmisch umgesetzt werden.
Fazit: Das ist kein Film, sondern eine Mediation, ein Ereignis. Unbedingt im wachen Zustand ansehen und am besten die Originalbilder anschauen. Es ist wirklich fabelhaft, aber auch sehr langsam. Kann man daher nicht einfach so weggucken.

Ghostbusters – answer the call
Erin ist Teilchenphysikerin und hat gerade wegen eines Buches, das sie damals mit ihrer Freundin Abby über das Paranormale verfasst hat, gefeuert worden. Weil ihr nix besseres einfällt untersucht sie gemeinsam mit der Ingeneurin Jillian eine Geistersichtung im Museum. Das ist erst der Anfang…denn U-Bahnarbeiterin Patty hat auch einen Geist auf den Schienen gesehen. Für die vier Frauen ist klar: Da stimmt was nicht! Also werden sie zu Geisterjägern.
Fazit: ich mochte den Film sehr und habe viel gelacht. Keine Ahnung, warum da alle so Anti waren. Klar, Kate McKinnon stiehlt allen ein bisschen die Show, aber na und? Es war ein schönes Update, mit tollen Geistereffekten und einem wirklich ziemlich lustigen Chris Hemsworth :D die kleinen Seitenhiebe und Cameos waren auch super. Wer Unterhaltung für die ganze Familie sucht, ist mit dem Film bestens beraten.

So, und was hast du dir angesehen?

Wochenrückblick KW11/2017

Seit ich diesen Hund gesehen habe, gehts mir irgendwie besser. Aber ich freue mich über diesen Goldfisch, der aufgrund einer defekten Schwimmblase eine Art Rollstuhl bekommen hat.

Was? Heterosexualität ist eine Erfindung?

8 Umarmungen pro Tag sollen glücklich machen. Sagt die Wissenschaft.

Aleksei Leonov’s First Spacewalk

9 Frauen in der Welt der Robotik. Es ist sehr cool, mit was die sich beschäftigen.
Nich so cool: How Did Tech Become So Male Dominated?
Und warum sind diese digitalen Assistenten eigentlich immer Frauen???

Na gut, bis diese Fragen geklärt sind, kann man sich ja zeitweise erstmal in nen Cyborg verwandeln.
Allerdings sollten wir es langsam angehen, denn das „Internet of Things“ macht ziemlich viel unnützen Kram.

Terence Hill hat einen experimentellen Science-Fiction Film gedreht und ich will ihn unbedingt sehen!

Zum Schluss Musik: Die tolle Band Tycho hat euch Sonntag-Morgen-Musik ausgesucht. Kann man sich echt anhören. Auch am Nachmittag :)

Wochenrückblick KW10/2017

Lieber spät als nie! Ich hatte ein bisschen Mini-Urlaub und war stinkend faul :D Ich nenne es Frühjahrsmüdigkeit.
Erstmal was anklicken. Is für nen Montag ja auch mal ganz schön, oder?

You Can’t Talk About Robots Without Talking About Basic Income – find ich auch! Nur: Wird darüber überhaupt diskutiert? Ich krieg hier in Deutschland von den Diskussionen irgendwie nie was mit.

Trotzdem tut sich ja einiges. Die Zukunft ist da.

Asimov und Clarke haben darüber auch schon spekuliert.

Tim Berners-Lee: I invented the web. Here are three things we need to change to save it

Beethovens Neunte mit Theremin und Matroyshka Puppen :D sehr strange!

Ach, sieh mal einer an: Der Unterschied zwischen Introvertierten und Extravertierten liegt im Dopamin-Ausschuss.
Ich geb Sybille Berg zwar Recht, dass die Leisen auch mal Laut werden sollten, aber ich frage mich immer, wie man das schaffen kann, ohne durchzudrehen? Selbst ne Demo oder ein Streik ist für mich schon schwierig. Da muss ich noch weiter denken.

Für alle, die in der Herrschaft Trumps eher nen Krimi als ne normale Regierung sehen, empfehle ich diese Timeline mit allen Infos zu seinen russischen Verbindungen. Diesen Diktator-Schick fand ich auch noch ganz spannend.

42 Stunden Ambient Musik aus Blade Runner, Star Trek, Doctor Who und Alien.

Das wars.

Wochenrückblick KW9/2017

Die erste Woche der #Fastenzeit ist rum. Da ich am Dienstag gleich beim Frühstück feststellen musste, dass mein veganer Gemüseaufstrich ne ordentliche Portion Zucker enthält war ich sofort total demotiviert. Ich hab das Projekt „Zuckerfrei“ jetzt bleiben lassen und es ist jetzt nur noch Süßigkeitenfrei. Und das ist schon schwer genug. :D Hab ich nämlich auch nicht geschafft. Am Freitag musste es ein Schokocroissant sein, am Samstag ein Stück Marmorkuchen. Wenn ich mir das nicht so vorgenommen hätte, wäre der Verzicht wohl überhaupt kein Problem geworden. Sehr seltsam.
Also gut, morgen alles auf Anfang: Keine Schokolade, kein Eis, keine Kuchen und Torten, kein Gebäck, keine Limonaden, Kein Kakao, kein zusätzlicher Zucker in meinem entkoffinierten Kaffee.

Und jetzt ein paar Sachen zum Anklicken:

Fasten und Konsumverzicht und ein Artikel aus dem Juli letzten Jahres, der mir wieder in meine Timeline gespült wurde. Ganz aktuell dagegen Frau Berg in ihrer Kolumne zum Thema gekaufter Individualismus.

The Normal Person’s Guide to 45’s First 45 Fucking Days – diese Seite und der dazugehörige Twitteraccount ist übrigens Gold wert, wenn man mal wieder ne Dosis Trump braucht oder den Faden verloren hat und sich mal informieren will

Shy pride – ist ein schöner Ausdruck.

Hoffentlich werd ich auch mal Model für nen Androiden.

Comics tun gut! Vor allem, wenn sie sich positiv mit Politik beschäftigen.

Einsichten in Stasi-Akten. Wer da rein guckt und was das mit einem macht.

Schönen Sonntagabend und eine gute Woche!

To Do – im März

Der März ist da! Und damit auch die Fastenzeit. Dieses Mal mach ich mit und ich versuche, bis Ostern auf Zucker zu verzichten. Das erscheint dir vermutlich total wahnsinnig, aber da ich in den letzten Wochen eh so wenig Zucker gegessen habe, bin ich zuversichtlich und wenn es beim Abnehmen hilft – umso besser.

Der Februar war sehr ereignisreich. Der Besuch der Elbphilharmonie war sehr schön, das Gebäude hat mich sehr beeindruckt. Ich hab mich mit den Programmiergrundlagen auseinander gesetzt und bin schon ein bisschen schlauer geworden, auch wenn das für mich trotzdem noch wahnsinnig kompliziert ist, aber es macht mir Spaß mich da einzufuchsen. Ein Buch vom SUB hab ich nicht gelesen, dafür aber nen Haufen Comics, die schon ewig rumlagen. Das zählt also irgendwie auch, oder? :D
Oh und dann war ich ganz spontan noch bei TAO – die Kunst des Trommelns, weil ich vergünstigte Karten bekommen habe. Das war total gut! Im Prinzip sind das schreiende, halbnackte Ninjaritter, die völlig bekloppt auf riesige japanische Trommeln einschlagen. Das hat echt Spaß gemacht :D

Das sind meine Pläne im März:

  • auf Zucker verzichten und ein bisschen Digital Detox, auch wenn das als Blogger irgendwie nicht geht. Naja. Und weil ich Twitter liebe.
  • Konzert: Tycho – darauf freu ich mich schon sehr!
  • lesen, lesen, lesen! Comics und Bücher
  • Schwimmen und auch maml ein neues Schwimmbad ausprobieren
  • Kleiderschrank frühjahrsfit machen und Sachen aussortieren
  • so oft wie möglich raus in die Natur und Vögel beobachten

Beruflich steht gerade viel an, bleibt die Liste kurz.
Wie sehen deine Pläne aus?