(M)ein grüner Mantel

Der Tag ist gekommen. Der grüne Mantel kommt nun in den Altkleidersack.

Als ich damals Liebesbriefe und Andenken von Ex-Freunden in den Müll warf, war das einen halben Tag lang ziemlich heftig, dann hat es mich aber nicht mehr interessiert.
Aber das mit dem Mantel ist ne Nummer größer. Der grüne Lodenmantel hat mich mehr als 15 Jahre lang durch die kalte Jahreszeit begleitet. Er war ein Geschenk meiner Oma, die ihn mir nach meinem Gejammer ob der Kälte mit den Worten „Der ist noch Pfennig-Gut“ überreichte. Ich trug ihn jeden Winter und war damit für einige ein lustiger Anblick, weil ich aussah wie ein Waldwichtel.
Sowas ist mir ja egal, er war warm und als sich das Innenfutter zersetzte, habe ich ihm ein neues machen lassen.

Warum also aufgeben? Der Loden ist an einigen Stellen ziemlich abgewetzt und das gute Teil hat auch schon das eine oder andere Mottenloch. Und ehrlich gesagt habe ich mich auch an der Farbe satt gesehen. Ich habe mich verändert und das Grün passt da nicht mehr dazu. Außerdem ist der Mantel aus den 50ern und darf nun endlich in Rente gehen.
Ja, ich hätte ihn upcyclen können. Aber die Verbindung dazu ist mir abhanden gekommen. Der Mantel hat sich vom Herzensstück in ein „Ding“ verwandelt und es ist Zeit sich zu lösen.
Und weil es doch nicht so leicht ist, wie das mit den Liebesbriefen (was ich wirklich sehr seltsam finde), setze ich dem Mantel hiermit zumindest ein virtuelles Denkmal.

Was ist dir beim Entrümpeln bisher am Schwersten gefallen? Welchen verlorenen oder weggebenen Dingen würdest du gerne ein virtuelles Denkmal setzen? Vermisst du es?

Wochenrückblick KW20/2017

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich wurde über zwei Studien informiert, die einen Blick wert sind.
Die erste Studie geht um das Thema Achtsamkeit und Handynutzung. Das Tolle daran ist, dass man hinterher eine kleine, sehr interessante Auswertung zur eigenen Handynutzung bekommt, also unterstützt Sara mal und macht mit.

Die zweite Studie ist schon spezieller und richtet sich an Brustkrebspatientinnen. Es wurde eine Informationsbroschüre entwickelt und mit der Umfrage soll geklärt werden, ob die Informationen verständlich sind. Also wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt, ihr wisst schon.

Geld ausgeben ja, aber für Erlebnisse. Damit kauft man sich Erinnerungen. Oder?

Apropos Geld ausgeben, ich krieg ein Problem :D

Wie sehr ich diese Comics liebe. Da geht mir immer das Herz auf. Immer.

Wenn man sich diesen Clip ansieht, fragt man sich echt, was noch Science-Fiction ist und was Science Fact ist…

Wie Männer den Feminismus unterstützen können

Slowness – Fortschritt im Zeitalter der Achtsamkeit – interessanter Artikel (btw, aus einem interessanten Magazin!)

5 Dinge die wir als Smartphone-Generation verlernen – tun wir das wirklich? Und wenn ja: Ist das wirklich so schlimm oder eine Form von Anpassung?

Das Beste was man meiner Meinung nach zurzeit machen kann, ist das Finale von Cassini zu verfolgen. Megaspannend.

So, das wars jetzt. Schönen Wochenstart morgen!

Mein erster Bildungsurlaub

Da bin ich wieder – erholt und gebildet!
Vom 8.5. bis zum 12.5.2017 habe ich in Berlin einen Bildungsurlaub zum Thema „Meinung, Macht und Medien – Medienstadt Berlin“ mitgemacht und weil schon im Vorwege so viele Nachfragen kamen, schreibe ich hier mal einen kurzen Bericht auf.

Am Montagmorgen trafen wir uns alle im Gewerkschaftshaus der DGB für eine Kennenlernrunde (die ohne peinliche Spielchen statt fand!!). Die anderen Teilnehmer waren alle schon älter und hatten mehr Bildungsurlauberfahrung, es war sogar eine Gruppe dabei, die sich immer zum „Bildungsurlauben“ trifft. Obwohl alle aus unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Bundesländern kamen, war die Stimmung sofort sehr entspannt und neugierig. Das Gruppengefüge war im Laufe der Woche aber dann doch so, dass sich ein paar Cliquen gebildet haben. Das fand ich sehr lustig. Einiges ändert sich wohl wirklich nie :D
Gleich am Anfang stellte sich jedoch heraus, dass sich das Programm ein bisschen veränderte, da einige Institutionen absagen mussten. Aber es wurde für Ersatz gesorgt und gestört hat es uns nicht großartig.
Als Bildungsurlaub-Neuling hatte ich ja ohnehin keine Vergleichsmöglichkeiten.

Also, was haben wir gemacht?
Es gab ein Gespräch mit einem freien Journalisten, der damals auch schon für Willy Brandt gearbeitet hat, wir besuchten das ARD-Hauptstadtstudio, machten einen Rundgang mit Lobbycontrol (unabhängig vom Bildungsurlaub sehr zu empfehlen), saßen in Redaktionssitzungen beim Tagesspiegel und bei der TAZ, waren beim rbb inforadio zu Besuch, huschten durch den Newsroom der dpa und ließen uns erklären, was Reporter ohne Grenzen so macht. Achja! Einen Vortag über die Berliner Journalistenschule gabs auch noch. Wir waren dann auch außerhalb dieser Veranstaltungen noch in der Bundeszentrale für politische Bildung und einer der Seminarleiter hat uns auf einen Rundgang durch das alte Zeitungsviertel rund um Checkpoint-Charlie mitgenommen. Das war auch cool.

Alles in allem sehr vielfältig, jeweils als Programmpunkt am Morgen und am Nachmittag. Meistens ging es von 9 bis 17 Uhr, manchmal fing es früher an, manchmal später und entsprechend war dann auch mal früher Schluss.
Es soll ja auch Urlaub sein :D Für mich war gut, dass es nur am Montag und am Freitag ein gemeinsames Essen gab. Das hat die Seminarleitung auch bewusst so gesagt, weil ja einige auch alleine sein wollen. Ich konnte zwischendurch sogar mal zurück ins Hotel, das war ganz entspannt.

Nun, was habe ich für mich mitgenommen? So einiges.
Es war sehr viel Input, den ich auch nochmal durchdenken muss.
Aber ich weiß jetzt, dass man den Journalisten und den Redakteuren doch einiges zutrauen kann, weil ich gesehen habe, dass sie sich bemühen und gegenseitig kontrollieren. Da sitzen wirklich schlaue Leute, die den ganzen Tag miteinander und mit anderen reden (müssen). So ein Job würde mich fertig machen. Da ist überhaupt nix mit Freizeit und ich weiß gar nicht, wie man so exisitieren kann. Die Welt würde sich verlangsamen, wenn Journalisten das Tempo rausnehmen würden…
Ich weiß jetzt auch, dass Radio- und Fernsehbeiträge die 1:30 nicht überschreiten sollten und dass man von jeder Nachricht immer etwas weglassen muss, um einen anderen Aspekt mehr Gewicht geben zu können. Kurzum: Da sitzen Menschen, die aus der Informationsflut das Interesssanteste herausfischen wollen. Da passieren natürlich auch Fehler und meine Aufgabe als Leser, Zuschauer oder Informationskonsument ist es, der Berichterstattung generell kritisch gegenüber zu stehen.
„Lügenpresse!“ zu schreien wäre zu einfach und ist ganz schön undankbar. Lieber wäre mir da eine ehrliche, gesamtgesellschaftliche Fehlerkultur, die uns immer wieder daran erinnert, dass wir Menschen sind. Überhaupt, dieses Kritisieren. Das hat mich von den Redaktionssitzungen am meisten beeindruckt. Beim Tagesspiegel war das sehr intellektuell untermauert, bei der taz eher auf Augenhöhe – aber immer mit Respekt. Das war sehr konstruktiv und fruchtbar. Loben gehörte da übrigens auch dazu und das kann man sich absschauen für eigene Meetings.
Bei allen Gesprächen mit den Redakteuren kam das Thema irgendwann auf die Zukunft der Medien und das die Demokratie auf dem Spiel steht.
Wie schnell das mit dem Entzug bzw. Einschränkung der Pressefreiheit gehen kann, zeigen ja die Beispiele Türkei und USA, deshalb bin ich sehr froh und glücklich, dass es bei uns noch so harmlos ist, obwohl man natürlich auch hier einiges verbessern muss.
Ich glaube, dass die Tageszeitung, so wie wir sie jetzt noch kennen (raschelndes Papier, dass einem beim Lesen dreckig macht) in 10 Jahren weg vom Fenster ist. Twitter ist vor allem für die dpa eine heftige Konkurrenz und warum soll man einen Tag auf ein Printprodukt warten, wenn es online schon innerhalb weniger Minuten zu lesen ist? Als ich das in der Gruppe mit hauptsächlich 50+ Menschen geäußert habe, war natürlich wieder dieses „aber ich mag es Papier anzufassen“-Argument. Das ist zwar schön aber zu kurz gedacht. Eine gedruckte Zeitung kann nicht von einem Menschen mit einer Sehschwäche gelesen werden, eine e-Ink-Paper, bei der man sich die Buchstaben vergrößern kann schon. Die Zukunft ist – unter anderem – barrierefrei, liebe Verleger. Wer soll die Dinger überhaupt ausliefern? Selbstfahrende LKWs? Drohnen? Oder einfach Geld in einen Schlitz stecken und die jeweiligen Ressorts am Kiosk der Zukunft ausdrucken lassen?
Von den Ressourcen und der Müllentsorgung fange ich besser gar nicht erst an. Oder den Stapel ungelesener Zeitung im Korb neben dem Sofa…(gibts den eigentlich noch?) Liest du noch Zeitung?

Am meisten überrascht hat mich die Erkenntnis, dass als einziges klassisches Medium das Radio die besten Zukunftsaussichten hat. (Und das lass ich jetzt bewusst so stehen.)
Das Fernsehen schafft sich ja gerade selbst ab.

Gut, genug von der Zukunft. Ist auch wie gesagt nicht fertig gedacht, sondern soll nur mal kurz Einblick in meine Gedankengänge bieten. Es ist ziemlich komplex. Und da hab ich noch nicht mal den Komplex Meinungsmache eingebastelt. Da haben sich die Gesprächspartner nämlich auch ein bisschen zurückgehalten…

Bildungsurlaub ist jedenfalls sehr sinnvoll und wenn du die Chance hast, einen zu machen, dann tu das bitte.

Noch ein paar Tipps, Hinweise und Links:
Informiere dich im Bildungsurlaubsgesetz deines Bundeslandes über die Formalien oder frag bei deinem Chef oder direkt im Personalbüro nach. Seminare der Anbieter sind immer entsprechend „als Bildungsurlaub anerkannt“ gekennzeichnet.
Es gibt übrigens auch eintägige Seminare, Radfahrer-Bildungsurlaube usw. Meistens sind die Bildungsurlaube aber mit Exkursionen verbunden.
Es muss ja nicht mal was direkt mit deinem Job zu tun haben, es reicht völlig aus, wenn der Chef einen „Mindestnutzen“ erkennt. Aber bei „politischer Grundbildung“ als Ziel des Seminars ist das ja schon gegeben.
Schau dich mal bei der VHS um, oder guck mal in Weiterbildungsdatenbanken nach Anbietern. Wichtig ist, dass du dich frühzeitig anmeldest, da alle Seminare eine begrenzte Teilnehmerzahl haben. Die neuen Programme der Anbieter erscheinen im Herbst, deshalb solltest du schnellstmöglich mit deinem Chef klären, ob es nächstes Jahr möglich ist, Bildungsurlaub zu machen.

http://www.bildungsurlaub-machen.de/
https://www.arbeitundleben.de/
Bundeszentrale für politische Bildung
Nachrichtentisch bietet nen schnellen Überblick, worüber was berichtet wird
die dpa nutzt Twitterlisten, die jeder abonnieren kann. Sehr nützlich
auf newstral kann man vergleichen, was die Presse schreibt
Der übermedien Blog berichtet -genau- über Medien und guckt den Journalisten auf die Finger
Lobbycontrol – es lohnt sich, sich mit dem Thema Lobbyismus genauer zu beschäftigen.

Wenn du noch Fragen hast, gerne. Auch bin ich daran interessiert, wie du Nachrichten eigentlich konsumierst (ich z.B. nur noch über Twitterlinks auf Nachrichtenseiten) und wie du die Zukunft der Medienlandschaft so siehst.

Wochenrückblick KW18/2017

So, gleich steig ich in den Zug und dann gehts nach Berlin! 5 Tage lang was über Fernsehen, Radio und Zeitung lernen – das wird spannend!

Auch spannend sind diese Links:

Ich habe mich vor einiger Zeit als Zukunftsbotschafter der Initiative D2030 angemeldet und nun startet der zweite Online-Dialog, bei dem man sich verschiedene Szenarien anschaut und überlegt, wie nah die Szenarien an der Gegenwart liegen und wie sie wünschenswert sind. Letztlich steuert alles auf die Frage, wie Deutschland 2030 sein soll. Dazu wird für die Bundestagswahl ein Memorandum aus allen Ideen gestaltet.

Das erste Kraftwerk Konzert in Soest.

Zwischen Struktur und Freiheit – wann ist Organisation sinnvoll, wann zu viel? Interessanter Artikel. Passt auch zu meinem Alltagsroutinen-Problem.

Ein Leben ganz ohne Müll – mit Lauren Singer, die jetzt auch einen unverpackt-Laden in New York hat

Deshalb liebe ich Sci-Fi: einfach mal was aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Das hält die grauen Zellen fit. An diesem Beispiel besonders interessant: 12 Jahre Donald Trump

Bloggen im Wandel der Zeit

Coole Theorie!!! Cindel ist Captain Phasma?!?!

First and Final Frames ist ein supercooler Supercut!

Tschüss, ne?
Habt ne schöne Woche!

To Do – im Mai

Ups, heut schon Donnerstag…aber irgendwie vergeht die Zeit so schnell und der Monat is schneller rum, als mir lieb war.
Gut, also Zeit für einen kurzen Rückblick in den April!

Irgendwas mit Python programmiert? Fehlanzeige. Ich hatte einfach nicht die Ruhe dafür.
neues Schwimmbad ausgesucht? Fehlanzeige.
Wandern auf dem grünen Ring? Nope. Da war mir das Wetter echt zu schlecht.
Alltag routinieren? Joah. Klappt soweit. Wobei es echt immer noch sehr viele Ausnahmen gibt und das noch besser laufen könnte. Das mit dem Kalender muss ich mir echt noch überlegen.

Kleiderschrank ausmisten? Jepp. Und nicht nur das: Ich habe haufenweise Bücher, Spiele und Bastelkram aussortiert. Das tat gut. Aber da geht noch einiges.
Ich hab ansonsten viel gelesen und Zeug geguckt, das hat Spaß gemacht und hat meine Batterien aufgeladen.

Frische Batterien kann ich im Mai gut gebrauchen, denn das will ich machen:

1 Woche Bildungsurlaub in Berlin
– darauf freue ich mich schon sehr und hoffe, dass ich neue Einblicke bekomme. Thema ist „Medienstadt Berlin“
Python programmieren lernen.
Ja, jetzt aber wirklich
Schwimmbad suchen und schwimmen
… kommt auch wieder auf die Liste. Gestern habe ich versucht zu laufen und ich hake das Thema Laufen jetzt endgültig ab. Es ist nicht mein Sport.
Ein Sommerkleid finden.
Laut Klamottenkalender ist jetzt was zu finden. Mal sehen. Noch glaube ich nicht daran.
Wieder besser auf die Ernährung achten und weiter abnehmen
Kurzurlaub und Birding am Fleesensee
lesen, lesen, lesen– vor allem Comics! also. Hoffentlich.
ein paar Ideen sammeln, damit mein Jahresmotto ein bisschen aufgefrischt werden kann.
Ich merk schon wieder, wie ich ins Schneckenhaus krieche…das is nicht gut.

Naja…mal sehen was der Monat bringt. Gefühlt ist er mir jetzt schon wieder so kurz. Eigentlich will ich ja nur ein bisschen Sonne :D

Was hast du vor?