Gelesen im Dezember

ha! Überraschung! Doch noch ein paar Beiträge für 2017, weil ich vermutlich aufgrund von Telefontechnikidiotie erstmal kein Internet haben werde…

„Feuerherz“ von Katja Kettu
Lappland, 1930. Die 15-jährige Finnin Irga lässt sich von einem Kommunisten schwängern und flieht vor ihrem Vater, dem „weißen General“ über die Grenze nach Russland. Da man ihr zur Strafe die Zunge abgeschnitten hat, bleibt sie stumm und kommt als Landesverräterin und Spionin in den Gulag. Einzig vertraute wird ihre Freundin Elna, die sich um die schwangere Irga kümmert. 2015: Die Journalistin Varna kommt in ein abgelegenes Dorf in der Wolgagegend um ihren toten Vater zu beerdigen und um herauszufinden, was ihr Vater dort eigentlich wollte…
Fazit: Das Buch ist wirklich der Oberhammer. Kein Wunder, dass Frau Kettju ein Einreiseverbot nach Russland hat…sprachlich wirklich phänomenal erzählt, dazu diese Kraft aus dem Naturglauben der Mari, die starken Frauen mitsamt all ihren (schrecklichen) Geheimnissen…wirklich sehr lesenswert, aber nix für schwache Nerven.

„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Wie können Menschen Beziehungen miteinander aufnehmen, die alle Beteiligten tief gehend bereichern? Was befähigt sie, vertrauensvoll und vorwurfsfrei miteinander umzugehen? Der Schlüssel hierzu ist Selbst-Empathie, um für sich selbst genauso wie für andere Mitgefühl zu entwickeln.“ (Klappentext)
Das Buch hilft dabei, herauszufinden, was man fühlt und braucht. Dazu wird gibt es viele Fallbeispiele, Listen und Nachdenkfragen. Grundlage ist die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg.
Fazit: Jepp, der Titel ist Programm. Es ist wirklich sehr praktisch und hat mich weitergebracht.

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
In „Homo Deus“ dreht sich alles um die Frage, wie sich der Mensch mithilfe der Technologie weiterentwickeln wird.
Fazit: ein tolles, lesenswertes Buch mit vielen guten und klugen Gedanken, die zum Nachdenken anregen.

„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Unsere Kindheit hat Spuren hinterlassen, auf denen wir gehen können, aber nicht gehen müssen. Was kann man aus seiner eigenen Vergangenheit lernen, um sein Leben gut und selbstbestimmt zu leben und zu gestalten?
Fazit: Interessant, aber sehr viele Wiederholungen und der Informationsgehalt ist für meinen Geschmack etwas dünn. Ansich aber ein guter, leichter Einstieg in die Entwicklungspsychologie. Ich habe es aufgrund meines Biografie-Projektes 2016 gelesen, weil da noch einige Fragen offen waren, die mich interessiert haben. Dafür war es gut geeignet.

Comics:

Papergirls 2 von Brian K. Vaughn
Fazit: auch der zweite Teil ist genauso spannend wie der erste Band. Die Farben von Cliff Chiang machen Spaß. Wer die Goonies mochte und ein bisschen Girl Power in seinem Leben braucht, sollte sich mal dieses Comic näher anschauen.

5 Gedanken zu “Gelesen im Dezember

  1. Ich lese momentan „Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer. Ich bin ungefähr bei der Hälfte, aber ich kann jetzt schon sagen, dass es ein total geniales Buch ist. Unbedingt lesenswert!

      1. Mittlerweile bin ich auch schon länger fertig und meine Meinung hat sich nicht geändert: Ein tolles und sehr interessantes Buch.

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