Gelesen im Februar

„Gegen Trump: Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“ von Naomi Klein
Naomi Klein beschreibt, wie es Trump gelingen konnte, Präsident zu werden. Dabei kam Trump weder aus dem Nichts noch ist er ein politischer Unfall. Im Gegenteil: Seine Wahl ist die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die schon vor Jahren begann.
Fazit: leicht zu lesen, noch leichter zu verstehen. Aus meiner Sicht sehr gut analysiert. Für alle die sich seit der Wahl Trumps nur noch „WTF???“ fragen, könnte das Buch sehr hilfreich sein.

„Autorität“ (Band 2 der Southern Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Nach der letzten Expedition in Area X müssen einfach ein paar Dinge anders geregelt werden. Daher wird von Central der junge Agent John Rodriguez alias „Control“ nach Southern Reach verfrachtet und soll aufräumen. Er entdeckt mehr, als ihm lieb ist und hat noch mehr Fragen als zuvor.
Fazit: las sich sehr zäh und war irgendwie verwirrend, trotzdem spannend.

„Akzeptanz“ (Band 3 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Eine weitere Expedition macht sich auf, um Area X zu durchqueren. Während die Expedition Kurs auf die Insel nimmt, weitet sich Area X immer weiter aus…
Fazit:die Aufteilung der Geschichte in die einzelnen Charakter Episoden hat mir sehr gut gefallen, trotzdem fand ich es verwirrend und spannend und krass und ich hab keine Ahnung was ich davon genau halten soll. Ich fand es gut, weil der Autor seinen Figuren eine Tiefe gibt, die notwendig ist, um das psychologische Zusammenspiel zu „koordinieren“, dazu die Bilder, die er beschreibt…alles sehr metaphysisch. Muss noch ein bisschen drauf rumkauen und vielleicht hat ja einer von euch ne Idee dazu. Letztlich macht das Buch aber die Trilogie rund und obwohl ich es als den schwächsten Teil der drei Bände betrachte, war die ganze Reihe wunderbar zu lesen.

Comics:
Saga, Band 7 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples
Die Familie bekommt Zuwachs und gleich noch mehr Probleme von außerhalb…
Fazit: ja es hört und hört nich auf, gefällt mir immer noch :D

Und, was hast du im Februar gelesen?

Gesehen im Februar

Filme und Serien, die ich gesehen habe

wow, okay, ich hab einiges gesehen!!

Altered Carbon, Staffel 1
Die Zukunft im 24. Jahrhundert ist geil: Deine „Seele“ kann mit deinen Erinnerungen auf einen „Stack“ gespeichert werden, Körper sind Ware. Wenn du tot bist, steckst du deinen Stack einfach in einen neuen Körper, den sogenannten „Sleeves“. In der Serie geht es um den ehemalige Elitesoldat und Terrorist Takeshi Kovacs, der 250 Jahre nach seinem Tod von einem reichen Schnösel in den Körper eines Polizisten transferiert wird. Er erhält von ihm den Auftrag, seinen Mord aufzuklären.
Fazit: toller Look, tolle Ideen. Die ersten paar Folgen waren etwas zäh, aber insgesamt hat mir die Serie dann doch ganz gut gefallen.

Star Trek, Staffel 1
The Original! Spock, Kirk, Pille, Scotty – Weltallabenteuer.
Fazit: okay…der Sexismus is wirklich unerträglich. Alles, was man auf Twitter über Feminismus lernt aber nich so ganz kapiert, wie z.B. Victim Blaming oder Slut Shaming kann man in so alten Serien wirklich gut lernen.
Aber ich guck halt gerne Leonhard Nimoy als Spock.

Atomic Blonde
1989: Spionin Lorraine vom MI6 soll nach Berlin um mit dem dort ansässigen britischen Kollegen Percival einen Mord durch einen KGB Agenten aufzuklären. Eine Liste mit den Geheimidentitäten aller westlichen Spione ist im Umlauf und darf auf keinen Fall in die Sowjetunion. Oh, und es gibt einen Doppelagenten, den sie ausfindig machen muss und das ist in Berlin, der „Stadt der Spione“ nicht ganz so leicht.
Fazit: eine prügelnde Frau auf der Kinoleinwand ist wirklich sehr erfrischend, das reicht für mich auch aus die etwas dünne Handlung zu übertünchen. Dazu ein 80er Jahre Soundtrack und eine wahnsinnig tolle Lichtsetzung. Also ja, wirklich toller Film.

Dishonored – Entehrt
Offizierswitwe Marie (Marlene Dietrich) verdient sich nach dem Tod ihres Mannes als Prostituierte. Weil sie den Tod nicht fürchtet, wird sie als Spionin X-27 engagiert und soll – neben anderen Aufträgen – den gefährlichen Spion H-14 stellen. Doch das wäre natürlich einfacher, wenn man sich nicht in den Spion der Gegenseite verlieben würde. Es beginnt ein gefährliches Spiel, das mit dem Tod endet.
Fazit: sehr sehr sehenswert!

Dredd
Mega City One – eine Beton-Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten eines kaputten Amerikas. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson, nimmt er den Kampf gegen Drogenbaronin MaMa auf, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht.
Fazit: „Dredd“ oder „sich einmal durch ein Hochhaus ballern“. Mehr isses auch irgendwie nicht. Karl Urban als Dredd is ziemlich cool, aber sie hätten sich ein bisschen mehr Mühe beim Sounddesign und beim Production Design geben können. Ach egal. Domhnall Gleeson spielt auch mit, also guckt mal.

Opera(1987)
Eine verunfallte Opernsängerin wird von der blutjungen Sopranistin Betty ersetzt, die ihren ersten großen Erfolg als Lady Macbeth feiert. Doch es gehen merkwürdige Dinge vor und hinter der Bühne vor sich: Ein unbekannter Verehrer Bettys entpuppt sich als mörderischer Psychopath, der seine blutigen Morde so arrangiert, dass Betty immer dabei zu sehen muss.
Fazit: Vögel, Psychopathen, kreischende und naive Frauen und viel Kunstblut. Dazu tolle Bilder. Lohnt sich. :D

So. Natürlich hab ich immer noch nich Black Panther oder Shape of Water geguckt, aber das kommt schon noch! Welches Highlight hast du im Februar geguckt?

Wochenrückblick KW8/2017

Ja, ups, es ist schon spät, ich weiß, aber war den ganzen Tag mit Faulenzen beschäftigt.
Dafür aber jetzt:

Gerade habe ich wieder nach schönen Coffee-to-go Bechern gesucht und der hier is mir ins Auge gefallen. Für Fans von William Morris gibts da noch mehr Motive.

Achja, mein Bildungsurlaub war übrigens toll. Ich verweise daher noch mal auf meinen Blogbeitrag vom letzten Jahr.

Künstliche Intelligenz und Social Media fördern Ungleichheit? Hm. Darüber muss ich nachdenken.

Gestern war ich auf dem Konzert von Francesco Tristano und was soll ich sagen, der Typ ist ein Genie.

Undercover beim AfD Nachwuchs…puh.

AI is helping seismologists detect earthquakes they’d otherwise miss

China, das Technologie Wunderland.

Die Artikel von James Clear mag ich ja sehr gerne. Das ist mein neuer Favorit: The Mistake Smart People Make: Being In Motion vs. Taking Action

Die Nominierungsliste für den Nebula Award ist draußen und erinnert mich wieder mal, dass ich ja eigentlich „the Shape of Water“ gucken wollte.

Wer sich mal selbst ein bisschen fordern möchte, kann sich hier eine Challenge zu den Themen Minimalismus und Slow Living raussuchen.

Das wars auch schon. Ich wünsch dir einen schönen Wochenstart!

Scrapbooking für faule Minimalisten + 10 Ideen für den Start

In den Untiefen von Youtube findet man ja soooo viele Scrapbooking-Videos, eines schöner als das andere. Ist immer ne tolle Sache, wenn man sich sowas bastelt und die vielen Fotos, die man tagtäglich so knipst nicht auf einer Festplatte verschmurgeln. Ich mag Basteln und Gestalten und obwohl ich Tickets und Eintrittskarten meistens sofort wegwerfe, wenn das Event vorbei ist, fand ich es mal reizvoll, was damit zu machen. Scrapbooks sind toll. Aber mich scheut es vor dem ganzen Zubehör. (Ich hab eh schon mehr als genug…)
Deshalb habe ich mir eine ganz einfache Lösung ausgedacht, zu der man nur relativ wenige Sachen braucht:

  • Buchringe, in der Größe deiner Wahl
  • Locher
  • Stifte
  • Karten, Fotos, Flyer und anderes Papier im Format A6
  • optional: Klebstoff, Stempel, Washi-Tape, Stoffbänder und alles andere was man lochen kann

So gehts:

Buchringe öffnen, Karten lochen, einheften, fertig!

Ich hefte Eintrittskarten und Flyer dazu und kritzel ein paar kurze Sätze auf die Rückseite. Oder ich bastel als Mini-Moodboard kleine Collagen. Fotos, die auf dem Handy sind, drucke in in der Drogerie auf den Fotostationen aus, gelocht, fertig. Alles was mir so einfällt und was ich auf meinem unordentlichen Schreibtisch so finde. Zwischendurch hefte ich auch die Postkarten von Freunden ab und am Jahresende habe ich dann ein wunderbares Album, völlig unkompliziert!
Es macht Spaß darin zu blättern und noch mehr Spaß macht es, das Album zu füllen:

Zum Beispiel mit dem ersten grauen Haar. Gut, zugegeben. Es war weiß und ich war 20 Minuten völlig erstarrt und dachte nur „Shit, es geht also los“ – so als würde die Zombie-Apokalypse losgehen…LOL

Das Tolle daran ist, dass man alles reinheften kann, was man auch lochen kann. Der Material- und Formatmix ist sehr reizvoll. Letztes Jahr habe ich kein Album gemacht und prompt hat was gefehlt.

Für mich ist diese Art von Scrapbooking ein guter Kompromiss aus Minimalismus und Sammeln. Ich notiere Erinnerungen und kann Tickets und Krimskrams dazukleben, muss aber nicht. Dadurch, dass das Album einen festen Rahmen hat (gewählter Zeitraum oder den Durchmesser der Buchringe), wird der Inhalt kuratiert und nimmt nicht überhand. Ich kann so also Erinnerungsstücke unkompliziert aufbewahren ohne dass ständig Papiere, Tickets und Postkarten lose auf Pinnwänden oder in Kisten vergammeln.

Aber bevor ich länger herumlaber, hier 10 Ideen für den Start. Falls du nämlich auch Postkarten hortest wie ich, die Superminimalistin, kannst du dir davon gleich ein paar schnappen und vorbereiten:

1. Meine Monats-Highlights (als Wunschliste, Review oder To-Do Variante)
2. Zum ersten Mal gemacht
3. Meine Glücksmomente
4. Wochenrückblick
5. Was ich gelernt habe
6. Dafür bin ich dankbar
7. Aktuelle Stimmung
8. Das wünsch ich mir
9. Meine Werte und Ziele
10. Darin bin ich richtig gut

Die „Zum ersten Mal gemacht“-Liste ist übrigens am Jahresende die wertvollste Karte. Es hilft ungemein beim achtsam sein und es ist echt erstaunlich, was man alles so zum ersten Mal macht.

Also, bist du der Doodler, der Scrapbooker, der Bastler? Wäre das eine einfache Lösung für dich? Wirfst du Tickets sofort weg oder nutzt du sie als Erinnerungshilfe an besondere Momente?

Wochenrückblick KW6/2018

Beinahe hätt ich schon wieder meinen Wochenrückblick verschwitzt, weil ich so viel geschreddert und sortiert habe!

Gerade noch geschafft! Also hier die Links der Woche, die du dir aufs Abendbrot schmieren kannst:

Kopenhagen verrät uns das Geheimnis einer gesunden Stadt

Das wäre z.B. eine Idee: Ein Einkaufszentrum für reparierte Dinge. Gebrauchte Dinge. Selbstgemachte Dinge. Könnte man auch in den ganzen leer stehenden Einkaufspassagen machen…

Online Polls sind auch irgendwie für die Tonne

Stephen Fry erzählt was über Sartre – passend zu meinem Jahresmotto

Guckst du eigentlich auch Altered Carbon? Der Cast ist ziemlich divers und man darf gespannt sein, wie es weitergeht mit dem Unsterblichkeitsprogramm

achso und weil wir gerade bei Cyberpunk sind: Die chinesische Polizei testet Brillen mit Gesichtserkennung

Es gibt mehr und vielfältigere plastikfressende Bakterien als bisher angenommen. Das sind doch mal gute Nachrichten!

17 Date Ideen für Introvertierte – weil bald Valentinstag ist!

Das war schon. Schönen Restsonntag!

To Do – im Februar

Der erste Monat des Jahres 2018 ist um – und er war durchwachsen. Die typische Neujahrsmotivation hat sich nicht eingestellt, es war meistens stressig, ich habe den Start meines MOOCs verpasst, dafür hatte ich als Herbergsmutter aber sehr viel Spaß. Nur das mit dem Sport wollte überhaupt nicht klappen, keine Ahnung was da los war.
Das werde ich mir im Februar mal genauer anschauen, denn ich habe mir gedacht, dass ich mich mal mehr pampern könnte. Also besser auf die Ernährung achten, Sport treiben und hoffentlich endlich mal Platz für eine Fastenwoche finden. Aber vermutlich sind das eh nur wieder Illusionen :D

Denn…*trommelwirbel* seit dem 1.2. bin ich keine Führungskraft mehr und das ist wunderschön! #freiheit :D Ich habe nun neue Aufgabengebiete und muss mir sowieso komplett neue Routinen und Arbeitsweisen ausdenken. Dazu gehört auch zu prüfen, ob und wie ich mich wirklich als Kollegin und nicht als Chef ins Team einfügen kann.

  • ich mache wieder Bildungsurlaub!
  • meine Mitgliedschaft in Sportcenter kündigen. Ich glaub ich mag einfach keinen Sport mit und unter Menschen machen. Schwimmen geht, aber da tauche ich ja ab :D
  • Black Panther im Kino anschauen. Ich kanns echt kaum mehr erwarten!!!
  • konsequenter überlegen, wie es mit meinem Blog hier weitergeht und was aus Twitter, Instagram und Co. wird
  • lesen, lesen, lesen

Was hast du im Februar vor?

Wochenrückblick KW5/2018

So, kommen wir zu den Fundstücken der letzten Woche:

Weil man in Puerto Rico noch viel wiederaufbauen muss, kommen jetzt Crypto-Utopisten und wollen mit virutellen Geld und öffentlichen Verträgen helfen.
Sie nennen es Puertopia.

Was ist eigentlich das soziale an Social Media Plattformen, wenn mir ein Algorithmus aussucht, was ich sehe? Futurist Gerd Leonhard hat dazu seine Gedanken aufgeschrieben. Mir persönlich bringen soziale Netzwerke echt nicht mehr so viel Spaß wie früher. Ich bin genervt von dieser Bevormundung durch Werbung und Vorschläge. Es grenzt alles immer mehr an Spam. Dabei will ich mich doch nur mit echten Menschen unterhalten und mich inspirieren lassen. Es ist aber gerade eine echte digitale Ödnis. Und ja, da gehört auch das Bloggen dazu.

Wie man richtig streitet

Weniger ist mehr – bewiesen von echten Menschen und Unternehmen.

Apropos weniger: Hier gehts um Unternehmen, die sich vom 8 Stunden Arbeitstag verabschiedet haben.

Buch Nummer 1 auf der Liste habe ich schon gelesen, die anderen wandern sofort auf meine To Read Liste – 5 Sci-Fi Romane zu den Themen Sex, Gender und Gesellschaft.

Technik ist dazu da, das Leben der Menschen zu vereinfachen – oder?

Es ist wohl sinnvoll ein „growth mindset“ zu entwickeln. Klingt jedenfalls für mich logisch, um sich gut auf die Zukunft vorzubereiten.

Das wars schon. Guten Start in die Woche! Und verlink mir auch mal was cooles, was dich gerade so beschäftigt