Scrapbooking für faule Minimalisten + 10 Ideen für den Start

In den Untiefen von Youtube findet man ja soooo viele Scrapbooking-Videos, eines schöner als das andere. Ist immer ne tolle Sache, wenn man sich sowas bastelt und die vielen Fotos, die man tagtäglich so knipst nicht auf einer Festplatte verschmurgeln. Ich mag Basteln und Gestalten und obwohl ich Tickets und Eintrittskarten meistens sofort wegwerfe, wenn das Event vorbei ist, fand ich es mal reizvoll, was damit zu machen. Scrapbooks sind toll. Aber mich scheut es vor dem ganzen Zubehör. (Ich hab eh schon mehr als genug…)
Deshalb habe ich mir eine ganz einfache Lösung ausgedacht, zu der man nur relativ wenige Sachen braucht:

  • Buchringe, in der Größe deiner Wahl
  • Locher
  • Stifte
  • Karten, Fotos, Flyer und anderes Papier im Format A6
  • optional: Klebstoff, Stempel, Washi-Tape, Stoffbänder und alles andere was man lochen kann

So gehts:

Buchringe öffnen, Karten lochen, einheften, fertig!

Ich hefte Eintrittskarten und Flyer dazu und kritzel ein paar kurze Sätze auf die Rückseite. Oder ich bastel als Mini-Moodboard kleine Collagen. Fotos, die auf dem Handy sind, drucke in in der Drogerie auf den Fotostationen aus, gelocht, fertig. Alles was mir so einfällt und was ich auf meinem unordentlichen Schreibtisch so finde. Zwischendurch hefte ich auch die Postkarten von Freunden ab und am Jahresende habe ich dann ein wunderbares Album, völlig unkompliziert!
Es macht Spaß darin zu blättern und noch mehr Spaß macht es, das Album zu füllen:

Zum Beispiel mit dem ersten grauen Haar. Gut, zugegeben. Es war weiß und ich war 20 Minuten völlig erstarrt und dachte nur „Shit, es geht also los“ – so als würde die Zombie-Apokalypse losgehen…LOL

Das Tolle daran ist, dass man alles reinheften kann, was man auch lochen kann. Der Material- und Formatmix ist sehr reizvoll. Letztes Jahr habe ich kein Album gemacht und prompt hat was gefehlt.

Für mich ist diese Art von Scrapbooking ein guter Kompromiss aus Minimalismus und Sammeln. Ich notiere Erinnerungen und kann Tickets und Krimskrams dazukleben, muss aber nicht. Dadurch, dass das Album einen festen Rahmen hat (gewählter Zeitraum oder den Durchmesser der Buchringe), wird der Inhalt kuratiert und nimmt nicht überhand. Ich kann so also Erinnerungsstücke unkompliziert aufbewahren ohne dass ständig Papiere, Tickets und Postkarten lose auf Pinnwänden oder in Kisten vergammeln.

Aber bevor ich länger herumlaber, hier 10 Ideen für den Start. Falls du nämlich auch Postkarten hortest wie ich, die Superminimalistin, kannst du dir davon gleich ein paar schnappen und vorbereiten:

1. Meine Monats-Highlights (als Wunschliste, Review oder To-Do Variante)
2. Zum ersten Mal gemacht
3. Meine Glücksmomente
4. Wochenrückblick
5. Was ich gelernt habe
6. Dafür bin ich dankbar
7. Aktuelle Stimmung
8. Das wünsch ich mir
9. Meine Werte und Ziele
10. Darin bin ich richtig gut

Die „Zum ersten Mal gemacht“-Liste ist übrigens am Jahresende die wertvollste Karte. Es hilft ungemein beim achtsam sein und es ist echt erstaunlich, was man alles so zum ersten Mal macht.

Also, bist du der Doodler, der Scrapbooker, der Bastler? Wäre das eine einfache Lösung für dich? Wirfst du Tickets sofort weg oder nutzt du sie als Erinnerungshilfe an besondere Momente?

5 Gedanken zu “Scrapbooking für faule Minimalisten + 10 Ideen für den Start

  1. Eine sehr schöne Idee! Wir haben eine große Magnet-Pinnwand, an der wir gemeinsame Erinnerungen, Postkarten, Schnipsel etc. sammeln, doch die ist schon langsam recht voll.
    Hier wollen wir jetzt einmal im Jahr aussortieren und die schönsten Stücke in dieser Scrapbook-Variante aufbewahren. Danke für die Inspiration!

  2. Ich habe ein extra Notizbuch für schöne Erlebnisse. Habe nie darüber nachgedacht, es Scrapbook zu nennen, auch wenn es in die gleiche Richtung geht. Im Prinzip notiere ich mir alles Schöne das ganze Jahr über in den Kalender und sammle Eintrittskarten im Umschlag hinten. Am Ende des Jahres setze ich mich für ein paar Stunden hin und übertrage die wichtigsten Erinnerungen vom Kalender in dieses Notizbuch und klebe alle Tickets ein. Manchmal drucke ich auch noch ein paar Fotos aus, die ebenfalls mit hinein kommen. Ich hatte mal probiert, das immer gleich zu machen, doch das funktionierte gar nicht. Also fülle ich pro Jahr zwar immer nur um die sieben Seiten auf einen Schlag, aber es bereitet trotzdem Freude, darauf zurückzublicken, deshalb halte ich irgendwie daran fest.
    Und übrigens: letztes Jahr habe ich auch mein erstes weißes, richtig schlohweißes, Haar auf meinem Kopf entdeckt und es ebenfalls eingeklebt. So konnte ich den Schock mit allen teilen! :D

  3. Sehr schöne Idee! Ich kenne das Problem und schwanke zwischen der Pinnwand, verschiedenen Notizbüchern und gut sortierten Kisten. Alles nicht so das Wahre. Also werd ich es gerne mal ausprobieren. Danke für den Tipp :)

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