Gelesen im März

Das habe ich im März gelesen:

„Zivilisierte Verachtung“ von Carlo Strenger
Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.« (Auszug Klappentext)
Fazit: ein zum Nachdenken anregender Essay der ziemlich gut alles zusammenfasst. Sehr lesenswert.

„Jemand wie du“ von Xisela Lopéz
Eine Polizistin protokolliert einen Autounfall. Um den Unfallhergang zu schildern, logt sie sich in das gefundene Handy ein und entdeckt 648 SMS und eine ungelesene. Sie kann nicht anders: Sie liest alle SMS von einer Elisa an einen Unbekannten. Schnell beginnt ein Flirt, der zwei gestresste Großstädter um die dreißig aus ihrem Trott herausreißt…
Fazit: Das Buch war eine Spontanlektüre für die Zugfahrt. sehr realitätsnah, ohne Kitsch, geht trotzdem ans Herz. Interessant ist das, was zwischen den SMS passiert. Hat mir gefallen.

Comics:


„Gleisdreieck Berlin 1981“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet

In Berlin im Jahr 1981 kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine Entführung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen…
Fazit: cool gezeichnet, sehr spannend. Hat mir gut gefallen.

„Ideal Standard“ von Aude Picoult
Claire ist Krankenschwester auf der Frühchenstation und frustrierter Single. Mit 35 träumt von einer stabilen, liebevollen Beziehung. Nach vielen Dates, One Night Stands und kurzlebigen Beziehungen nagt der soziale Druck durch schwangere Freundinnen und die Fragen der Mutter. Als sie Franck kennenlernt, hofft sie, endlich den Richtigen getroffen zu haben. Doch die eintönige Realität, die sich bald einstellt, ist auch nicht das, worauf Claire gewartet hat…
Fazit: ohne Kitsch, genauso wie es wirklich ist. Toll gezeichnet und sehr anrührend.

„Unerschrocken – 15 Portraits von außergewöhnlichen Frauen“ von Pénelope Bagieu
Genau das ist es. Ein Comic über 15 interessante Frauen, eine ungewöhnlicher als die andere.
Fazit: supersupersupergut und wahnsinnig inspirierend. Lesen. Verschenken. Kaufen und immer wieder durchblättern.

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