Gelesen im August

„Weltensturm“ von Scott Westerfield
Die Menschheit hat die Erde hinter sich gelassen und sich auf 80 Planeten verteilt. Regiert wird die Menschheit von einem „auferstandenen Kaiser“, von einem, der den Tod besiegt hat. Natürlich gibt es Opposionelle, die glauben, ohne Tod sei kein wirklicher Fortschritt möglich. Und dann gibt es noch die Rix, die besiegen den Tod auf ihre Weise, in dem sie sich langsam in perfekte Mensch-Maschinen verwandeln. Um das „auferstandene Reich“ zu schwächen, nehmen sie die Kindkaiserin als Geisel und zetteln dadurch einen interstellaren Krieg an. Dabei stoßen sie auf ein unfassbares Geheimnis…
Fazit: dieser Episoden Sci-Fi Roman liest sich nicht, er saugt sich direkt in dein Gehirn und das mit ziemlich guten Ideen im Gepäck. Spannend geschrieben, interessante Charaktere. Mochte ich sehr gern, daher eine Leseempfehlung für alle Hard Sci-Fi Fans!

„Ansichten der Natur“ von Alexander von Humboldt
Das vorliegende Bändchen zählt zu Humboldts Hauptwerk und ist das Resultat seiner fünfjährigen Amerikareise, die ihn 1799-1804 nach Venezuela und zum Orinoco, in die Anden, nach Mexiko, Kuba und in die Vereinigten Staaten führte. Ergänzt wurde es durch Essays und Vorlesungen zu seinen Ideen der Botanik und des Vulkanismus.
Fazit: liest sich nach all der Zeit immer noch sehr modern und gut. Wer einen Einblick in Humboldts Denke haben will, liegt mit diesem Werk genau richtig. Aber Achtung: Man bekommt Fernweh und Entdeckerdrang!

„Die Maschine steht still“ von E.M. Foster
Wieso sich treffen, wenn man auch skypen kann? Lieber Knöpfe drücke und Hebel ziehen statt wirklich was tun – das ist die bequeme Zukunft, in der eine große Maschine alles regelt. Alles Körperliche ist irgendwie eklig und am besten denkt man nur über Ideen nach. Doch ein junger Mann sieht das anders…
Fazit: es ist kurz und unglaublich gut! Erstaunlich, was sich Herr Foster schon 1909 alles ausgedacht hat. Und jetzt sitzen wir hier und gruselt umso mehr. Es behandelt auf 48 Seiten die Frage, wie der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen kann, die unser Leben bestimmen. Und: Ist das überhaupt nötig? Für Fans von „Schöne neue Welt“ und expressionistischen Werken.

„Die Puppe Maggie Moneyeyes – Psychodelikatessen für Science-Fiction-Leser“ von Harlan Ellison
diverse Erzählungen aus den Genre Sci-Fi und Fantastik mit ner Portion Gothic-Horror
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Der Typ wird in der Sci-Fi Welt nach wie vor als verkanntes Genie und Geheimtipp gehandelt, aber er ist halt kein Bradbury. Die Geschichten sind zwar ansich gut und kraftvoll, aber leider wenig einfallsreich und null inspirierend. Irgendwie liest sich das alles wie von einem Typ, der nie über seine Bukowski-Vonnegut-Gothic-Emo-Phase als Mittzwanziger rausgekommen ist und das merkt man in jeder Zeile.

 

Sorry für die Verzögerung. Was hast du im August gelesen?

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