Wochenrückblick KW47/2018

Die Woche war hart für mich, daher gibts nun mein Gedankenfutter zur Erholung:

Dieser TEDx Talk hat mich wahnsinnig geflasht! Die Brücke ausm 3D Drucker, die ich neulich schon in einem Wochenrückblick verlinkt hatte, kommt darin auch vor. Es geht letztlich darum, wie künstliche Intelligenzen und Menschen zusammenarbeiten können, um Dinge herzustellen, die wirklich Sinn machen. Vielleicht ist das auch ein Aspekt von #Minimalismus? Vielleicht müssen wir uns besser mit unseren Dingen und den daraus resultierenden Nutzungszwecken auseinandersetzen und dann im geeigneten Moment loslassen, damit eine KI übernehmen kann!? Naja blabla…guckt euch den Talk an:

Dann war ich noch am Donnerstag bei der Hamburger Konferenz „#Horizonte18“ bei einem Vortrag von Hartmut Rosa. Hier ein lesenswertes Interview mit ihm, das seine Gedanken zum Thema Resonanz gut zusammenfasst.

How to make a Zine

Hollywoodreifer Raketenstart – aus dem Weltall gefilmt!

Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Beitrag vom Mittwoch: Secondhandmarkt in Bulgarien – mit Schattenseiten. Das Geschäft mit der Mode ist und bleibt ein Drama.

Falls das Wetter mau ist und du lieber viereckige Augen haben willst -gerne! FEATVRE ist eine Streaming-Plattform für Non-Fiction-Videos im Netz und das Team dahinter kuriert fleißig Dokus zu verschiedenen Themen. AHA-Effekte gibts da garantiert.

Jeder hasst Laubbläser, oder?

Dieser Artikel hat mir besonders gut gefallen. Stell dir vor du gehst auf ein Konzert, wo kein Mensch ein Handy in der Hand hält. Das wäre toll, nicht wahr? und ganz schön traurig, dass wir da drüber nachdenken müssen. Ich mein, was macht das mit dem Künstler auf der Bühne, wenn alle in ihr Handy glotzen?
Die Firma Yondr hatte da ne ganz coole Idee. Vielleicht kann man das ja auch für Touristattraktionen, Theater- oder Kinobesuche auch machen?

Das wars schon. Ich räum jetzt mal ein bisschen auf.

Online-Shopping, Minimalismus und Umweltschutz

Okay, Zeit für ein Geständnis:

Ich bestelle fast nie was online. Ich habe auch keinen Account bei Amazon. Und ich habe vor 3 Wochen zum allerersten Mal in meinem 33-jährigen Leben etwas aus dem EU-Ausland online bestellt. Das war wirklich sehr aufregend für mich!
Es hat auch geklappt.
5 Sterne, gerne wieder.
Oder?

Ich weiß, dass das vielen lächerlich erscheint. Man hat so seine Wunschlisten und wenn man was will, dann kauft man sich es halt. Egal woher das Zeug dann kommt. Und bevor ich Samstags in das überfüllte, stickige Einkaufszentrum pilgere, bestell ich es lieber ganz bequem abends vorm Abendbrot. Schön einfach.

Aber ich frage mich – ist das wirklich so? Machen wir uns zu wenig Gedanken darum?
Was ist, wenn wir nur denken, dass es bequem ist?

Ich sehe die Berge an Kartonagen in der Straße stehen. Die muss man ja vorher da hin tragen.
Ich beobachte Menschen, die genervt sind, weil ihr Paket nicht ankam, es irgendwo abgelegt wurde, oder sie es irgendwo abholen müssen.
Ich sehe Menschen, die gernervt sind, weil sie sich wieder irgendwo anstellen und warten müssen, damit das Zeug das nicht gefällt oder passt wieder zurückgeschickt wird.

Einige bestellen Zeug nur für das Instagram-Foto, andere weil sie nirgendwo was finden (was in Dörfern und Kleinstädten echt ein Problem ist)
Die Retour-Ware, die technisch gesehen noch Neuware ist? Kommt auf den Müll. (Und ja, mir wurde richtig schlecht, als ich das gehört habe)
Fahrer kurven mit halbgefüllten Wagen durch die Straßen, ist ja schließlich Express-Versand. Da lassen sie manchmal den Motor laufen, weil sie sich ja für den mickrigen Stundenlohn auch noch beeilen müssen. Dann is da niemand, der das Paket annehmen kann, also wird es woanders hingefahren.
Wie viel CO2 kommt da eigentlich zusammen?
Und dann der ganze Verpackungsmüll!
Oh und noch geiler ist ja, wenn man sich im Fachhandel beraten lässt und dann trotzdem online kauft. Klar, kann man machen. Ist aber unfair und die lokalen Händler verkommen zu Amazon-Showrooms. Dann wird sich gewundert, warum so viele kleine Läden sterben und jede Fußgängerzone in Deutschland gleich aussieht.

Also ist das wirklich bequem? Wollen wir das so?

Wenn man spezielle Sachen sucht, die man nirgends bekommt – ja.
Bei besonderen Kleidungsstücken oder Sondergrößen oder fehlender Transportmöglichkeit bei Möbeln finde ich das durchaus okay.

Wenn man wirklich Schnäppchenjäger ist und sich Teil xy unbedingt wünscht und es das ausgerechnet online günstiger zu haben ist, okay – warum nicht?

Aber wenn man neue Schuhe haben will und sich 10 Paar bestellt und schon weiß, dass man 9 Paare zurück schicken wird – warum muss das sein?

Ich finde es ja eher nervig, Pakete irgendwo abholen zu müssen, weil das mit der Lieferung nicht geklappt hat.
Ich finds auch blöd, wenn ich Sachen zurückschicken muss (bisher ist das gottseidank nur 2 x passiert)

Eine Arbeitskollegin hat gefragt, wie ich denn einkaufe, so ganz ohne Online-Handel. (Für sie wäre es eine Strafe an einem Samstagnachmittag ein Einkaufszentrum zu besuchen – für mich auch.)

Meine Art ist vielleicht auch nicht bequem, aber es macht mir Spaß, weil ich mir beweisen will, dass ich die Dinge, die ich haben will auch ohne Online-Shopping bekomme. Das kann ich deshalb so einfach, weil ich meine Einkäufe niemals wichtig oder dringend finde. Außerdem finde ich Online-Shopping ein bisschen langweilig. Ich fasse Dinge gerne an.
Als Minimalistin erlaube ich mir den Spaß:

  • Also schreibe ich manchmal Firmen an, die mir dann sagen, welche Händler in meiner Nähe ihre Ware verkaufen. Da fahr ich dann da hin.
  • Ich frage auch manchmal in Geschäften, ob sie Marke xy nicht in ihr Programm aufnehmen wollen.
  • Oder wenn eine bestimmte Größe nicht vorhanden ist, ob und wann sie wieder reinkommt oder bestellbar ist.
  • Einmal ist mir mein To Go Becher runtergefallen und der Deckel war kaputt. Also habe ich auf der Firmenseite nachgesehen, wer in meiner Nähe diese Becher verkauft. Ich rief den Händler an, schilderte mein Problem und ob sie eine Lösung hätten. Da haben sie mir einfach einen Deckel nachbestellt!

  • Ich gucke mir bei diversen Marken die aktuellen Modelle an und weiß, welche Läden ich meiden kann, weil da nur hässlicher Schlonz verkauft wird. Wenn ich was brauche, hilft mir mein Klamotten-Kalender.
  • Meistens kaufe ich ja eh second-hand, aber auch bei Neuware merke ich mir Läden und Marken, die gut passen.
  • Wenn ich dann mal Kleidung online bestellt habe, habe ich mich vorher genau ausgemessen und die Tabellen angesehen, ob da was übereinstimmt. Dann passte es auch.
  • Oh und dann bin ich noch ein großer Fan vom guten alten Warenhaus. Alles, was man glaubt zu brauchen ist dort versammelt. Dazu Verkäufer die man fragen darf und unterm Dach gibts immer Kaffee und Kuchen. :D
  • …und die Click-and-Collect-Magic! Bisher nur im Baumarkt ausprobiert, aber das ist online-shopping und echtes einkaufen gleichzeitig. Da sucht man sich online aus was man haben will und die Fachverkäufer ziehen einem das ausm Regal. Man muss dann nur noch hingehen, abholen und bezahlen.

Mehr Infos:
Amerika, das Land der Hoarder
Video: Retouren für den Müll
Und diese Dame hat eine interessanten Lösungsansatz für dieses Problem
Die Schattenseiten des Online-Handels
Mit gutem Gewissen online einkaufen: E-Commerce schadet der Umwelt nicht
So umweltschädlich ist Onlineshopping

Tja, also keine Ahnung ob Online Shopping gut oder schlecht ist oder das normale Einkaufen besser oder bequemer. Ich glaube, das kann man so auch nicht sagen. Vielleicht ist es auch egal.
Vielleicht muss man sich hierbei auch wieder minimalistisch besinnen und sagen: Brauch ich beides nicht. Wenig geht auch.

Wochenrückblick KW46/2018

Okay, hier kommen die Fundstücke der Woche:

Im Dezember gibts Kometenalarm!

Wie ungerecht sind Algorithmen?

Influencer werden mit möglichst vielen Followern? Nein, brauchste gar nicht. Kannst ja jetzt auch NANOINFLUENCER werden, da reichen schon ein paar Hundert Follower. Ich frage mich, wie das weitergeht…Irgendwann verkaufen wir uns alles immer gegenseitig und die Firmen werden trotzdem reicher?! Sind das dann noch normale Gespräche oder kriegt man dann pro gesagtem Markennamen einen Cent auf ein Konto gebucht? Warum? Warum? Warum???

We predicted cell phones, but not women in the workplace. – laaaanger Text auf Englisch, aber dafür auch sehr interessant.

Warum nette Menschen im Internet böse werden

etwas Cooles über Ameisen!!

What Really Happens After the Apocalypse

Und anscheinend ist die Ära Facebook nun auch vorbei – oder?

Guten Start in die Woche!

Lass dich überraschen

Ich bin neulich über das hier gestolpert:

…und so cheesy der Jingle und die Show auch sind – ich habe mich sofort gewundert, ob wir uns eigentlich noch überraschen (lassen) können?

In der Show ging es um Kandidaten, deren größter Wunsch erfüllt wird. Diese Wünsche wurden von Freunden und Kollegen verraten und Rudi Carrell kam diese Kandidaten dann überraschen. Zack! Wunscherfüllung. Und die Bäckerin konnte ihre Brötchen mal mit dem Porsche ausfahren.
Heutzutage wäre die Show ja undenkbar! Intime Wünsche, die man im Gespräch verraten soll? Die vielleicht ein bisschen peinlich oder seltsam sind? Und dann noch ein beliebter aber alter Fernsehmoderator mit Migrationshintergrund, der den Wunsch erfüllt?
Wie soll das gehen?
Innerhalb von 10 Minuten hätte man auf seiner Facebook-Seite die Info, dass Herr Carrell in der Heimatstadt gespottet wurde. Verdächtigerweise haben sich die Kollegen neulich in der Whatsapp-Gruppe über Träume und Wünsche unterhalten, dann blitzt es einem, man reimt sich alles zusammen, schließlich is man ja nicht blöd!
Überraschung? Nee. Man kommt ja ins Fernsehen. Oder auf Youtube. Da müssen die Brows on Fleek sein.

Bevor wir ins Restaurants gehen, checken wir im Internet Bewertungen.
Wir sehen an der Statusmeldung, wie die Stimmungslage bei der Freundin oder beim Freund ist.
Lohnt das Tinder-Date? Erstmal alles durch stalken, bis wir diese Person treffen.
Es gibt Online-Wunschlisten und Pinterestboards, Testberichte und Blogbeiträge – alles wird geteilt, kann eingesehen und als Lesezeichen gemerkt werden.
Man wird getrackt und geortet und alles ist irgendwie immer unter Kontrolle.
Der Rest wird von einem Algorithmus ausgesucht, aber Entdeckungen machen wir selbst keine mehr, is zu anstrengend. Double Tap.

Das Ganze ist wirklich sehr praktisch. So wissen wir immer worauf wir uns einlassen und was wir zumindest grob erwarten können. Manchmal ist das wirklich sehr hilfreich, z.b. bei Bildern und Bewertungen von Ärzten. Aber vorher gings doch auch ohne diese ganzen Sternchen und Bewertungen!?
Das war so einfach.

Ich frage mich, warum wir uns nicht mehr erlauben, uns überraschen zu lassen.
Ein bisschen Nervenkitzel.
Ein bisschen Spannung.
Ein bisschen Vertrauen.
Ein bisschen die Kontrolle loslassen und gucken was passiert und was das mit einem macht.

Sich verirren.
Auf das Bauchgefühl hören.
Sich beraten lassen.
Echte Menschen um Empfehlungen bitten. Was begeistert sie? Wovon waren sie enttäuscht? Warum?
Und vor allem: Mut zum Ausprobieren.

Was hat dich zuletzt überrascht?

Wochenrückblick KW45/2018

Mein Leben hat sich diese Woche echt verbessert. Ich habe nämlich ein neues Buch angefangen über Gamification und sofort eine App geladen, mit der ich jetzt spielerisch meine Themen angehe – und es funktioniert. Bin schwer begeistert.
Klickste hier: www.superbetter.com
Der TED talk von Jane McGonigal ist auch gut. Sie hat übrigens praktischerweise eine Zwillingsschwester namens Kelly, die sich mit Willenskraft beschäftigt.

Die Zeiten sind hart, deshalb freue ich mich über alles, was mich politisch irgendwie optimistischer stimmt. Ich freue mich sehr, dass es amerikanischen Frauen gelungen ist zu gewinnen.

Hier kann man ganz viel über Musik lernen und ausprobieren

Glimpse: Utopian Fiction Could Help Us Unlock the Bright Future We Never Imagined

ein Gelähmter kann wieder stehen und übt jetzt gehen

Amber Case wirft eine interessante Fragestellung auf: Wie „laut“ sind eigentlich digitale Produkte? Und was kann man tun, damit man selbst ein digitales Produkt herstellt, dass eben nich so nervig is? Ich hab darüber noch nie nachgedacht, aber als Designer oder Programmierer sollte man sich damit schon mal befassen.

Geschichten aus der Zukunft! Hier ist eine über unser Geldsystem

…so das wars. Einen schönen Restsonntag!

To Do – im November

Endspurt – Willkommen im November!

Gefühlt rennt jeder schon los und kauft alles für Weihnachten; ich tendiere momentan eher dazu mich zuhause aufzuhalten und abzugammeln.
Der Oktober war irgendwie schon wieder ein bisschen angestrengend, obwohl es auch viel Schönes und Gutes gab. Z.B. fing ich an, den 2. Grünen Ring Hamburgs entlang zu wandern. Die Strecken sind alle zwischen 10 und 15 km lang und man entdeckt allerhand Neues. Eine Tour führt mehr oder weniger durch Friedhöfe, die andere über Autobahnbrücken und am Flughafen entlang. Einmal gehts lang am Wassern, dann wieder durch Parks und Wälder.
Jetzt ist es November und das Grau leuchtet nirgends schöner! Das mit den 2kg abnehmen hat nicht geklappt, aber zugenommen habe ich auch nicht. Motiviert halt nur nicht so richtig und da muss ich mir was ausdenken…(Tipps, um aus dem Motivationsloch zu klettern nehme ich gerne entgegen)

Ich umarme das Grau und entscheide mich für:

  • Urlaub
  • lange Schlafen
  • Spaziergänge und moderates Schwimmen
  • lesen, ganz viel lesen
  • Spaß

Wie wirst du deinen November gestalten?

Wochenrückblick KW44/2018

Hier sind simple, brauchbare Abnehmtipps bzw. Tipps um gesünder zu essen– eigentlich ist es keine Hexerei…*hüstel*

Ambient-Sound-Spielerei für alle!

Why is it that cyberpunk still looks like it did in the 80s? Perhaps there has been no need for it to change: it continues to resonate with us because the world it depicts is the one we live in.

Der Film Earthrise erzählt die Entstehungsgeschichte des ersten Bildes der Erde aus dem Weltall.

Miyu Kojima arbeitet für eine Reinigungsfirma, die sauber macht, wenn einsame Großstädter gestorben sind und erst sehr viel später entdeckt werden. Auf japanisch heißt das „kodokushi“. Wenn sie nicht diese Wohnungen reinigt, baut sie kleine Miniaturen von diesen Wohnungen, wie sie sie vorgefunden hat…sehr interessantes Kunstprojekt.

so und weil diese Woche das Computer- und Videospielefestival PLAY war, gibts zum Abschluss noch ein paar Games, die mich sehr interessiert haben:

Kapitalismus im Weltall oder einfach Papier schneiden?

Sonntags mal ganz unmoralisch Hass und schlechte Neuigkeiten im Netz schüren, weil man es ganz einfach kann
Vor allem per Social Media

Ach und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich den Aufstand erproben. Die Perspektive des Erlebens kann man sich dabei selbst aussuchen

Das wars schon! Schönen Restsonntag noch :)