Gelesen im November

„Unerschrocken“ Band 2 von Pénélope Bagieu
Verschiedene Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei trotzdem etwas gemeinsames haben: Sie haben Ideen, verändern Perspektiven und sind ganz schön mutig.
Fazit: genauso inspirierend wie der erste Band. Unbedingt lesen! Und beten, dass da noch 50.000 andere Bände davon rauskommen

„Was im Leben wichtig ist“ von Richard Reed
Man nehme: kurze Biografie-Schnipsel, nette Illustrationen, einen Haufen berühmter und nicht-berühmter Leute und stellt ihnen immer die gleiche Frage: Was ist das wichtigste im Leben?
Fazit: Heraus kommt ein Schmökerbuch mit interessanten Antworten! lesenswert als Betthupferl oder Morgen-Inspiration. Auch bestimmt toll als Geschenk für Menschen, die Biografien oder Inspirationsbüchlein mögen. Das hier ist eine wirklich tolle zutiefst menschliche Mischung.

oh ja und dann noch 20 Jahre zu spät, aber ich dachte ich versuchs mal:

Harry Potter and the Philosophers‘ Stone
ein kleiner bebrillter, ungeliebter Waisenjunge kommt in ein Zauberer-Internat, lernt zaubern und findet Freunde.
Fazit: also verzaubert wurde ich jetzt nich, aber immerhin war ich 2 Tagen damit durch. Ich werde trotzdem noch den 2. Teil lesen, vielleicht klappts dann mit der Zauberei.

und jetzt kommt das vermutlich beste Buch des Jahres:

„Gamify your life: Durch Gamification glücklicher, gesünder und resilienter leben“ von Jane McGonigal
Als sich die Autorin und Spieledesignerin von einer Gehirnerschütterung erholen musste, wurde ihr Leben von Tag zu Tag grauer. Sie wurde depressiv und hatte Suizidgedanken, weil sie einfach nichts machen konnte (sich von einer Seite auf die andere Seite zu drehen, war schon ausreichend um ihr Übelkeit zu verursachen. Arbeiten? Fehlanzeige? Hobbys? Null. Länger stehen oder spazieren? unmöglich). Irgendwann lernte sie, dass diese Depression aufgrund einer veränderten Gehirnchemie aufgrund des Unfalls herrührten und beschloss, ihr gesundes ich zu erforschen. Als Spieledesignerin ging sie die Sache spielerisch an und fragte ihre Schwester, ob sie ihr eine Aufgabe stellen könnte, die sie schaffen konnte. Tja, sie schaffte diese Aufgabe (Aus dem Fenster sehen, etwas Interessantes beobachten und davon erzählen) und es ging ihr sofort besser. Sie erfand dann Bösewichte, Power-ups und Quests, die ihr halfen, mit der Erkrankung umzugehen. Dadurch geriet sie in eine Aufwärtsspirale und als es ihr soweit wieder gut ging, dass sie arbeiten konnte, erforschte sie die Theorie dahinter: Warum klappte das alles?
Fazit: empfehle ich uneingeschränkt. Hätte ich dieses Buch doch nur schon vor 15 Jahren gelesen, ich glaube mein Leben wäre an manchen Stellen deutlich einfacher gewesen. Seit ich „superbetter“ spiele, geht es mir tatsächlich viiiiiel viel besser und irgendwie klappt alles, was ich mir vornehme. Schöner Perspektivwechsel, auch – oder gerade für Nicht-gamer. Das Buch ist eine tolle Mischung aus spaßigen Mini-Aufgaben, die man sofort beim Lesen umsetzen kann und sehr persönlichen Erfahrungsberichten nicht nur von der Autorin, sondern auch von anderen Spielern. Ich fands schön, dass es nicht so allgemeines Zeugs war wie „abnehmen“ oder „mit dem Rauchen aufhören“ sondern eher sowas wie „ich will superbesser darin werden mit meiner Depression umzugehen“ oder „ich will ein besserer Vater sein und nicht so oft mit meinen Kindern schimpfen“. Außerdem ist das Buch voll von interessanten wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen aus denen ich mir sehr viel rausziehen konnte. Wer also keinen Bock auf diese üblichen Lebenshilferatgeber-Bücher hat, sollte in dieses Buch mal einen Blick werfen. Denn eigentlich wissen wir immer was zu tun ist, nicht wahr?


Was ist deine Leseempfehlung für den Weihnachtsurlaub?

4 Gedanken zu “Gelesen im November

  1. Hallöchen,

    „Harry Potter“ fand/finde ich immer noch toll, aber ich habe halt auch das Glück damit aufgewachsen zu sein und halt mit Harry gemeinsam älter zu werden.
    „Gamify your life“ habe ich auch schon gelesen. Bin damals dann auch voller Elan daran gegangen mein leben superbetter zu machen. Irgendwie ist das dann aber im Alltag wieder eingeschlafen. Jetzt habe ich mir dank deinem Beitrag einfach nochmal spontan die App heruntergeladen. Mal sehen wie lange ich dieses Mal dran bleibe.

    Viele Grüße
    Abigail

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