Gesehen im Mai

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Das hab ich mir im Mai angesehen:

„Mortal Engines“
Im sogenannten 60-Minuten-Krieg wurde die komplette Erde zerstört. Die übrig gebliebene Menschheit fing an, sich in Städten auf Rädern zusammen zu rotten und so fährt z.B. die Raubstadt London durch good ol‘ europe durch die Gegend und lässt aufgrund des größenwahnsinnigen Thaddeus Valentine nix übrig. Dieses aufdem „Städtedarwinismus“ basierende System gerät aber bald an seine Grenzen, da die riesige Stadt durch immer seltener werdende Beute kurz vor dem eigenen Ende steht. Mr. Valentine fantasiert davon, die Ressourcen der festen Städte in Asien zu plündern. Behindert wird er bei seinen Aktionen jedoch von einer mysteriösen jungen Frau, die ihn ermorden will. Und die ist nicht allein.
Fazit: Peter Jacksons neuestes Wunderwerk is wohl wegen Aquaman im Kino völlig untergegangen(<- haha)...aber der Film lohnt sich echt!! Tolle Effekte, coole Schauspieler und überhaupt diverser Cast, tolle Handlung, kein blödes Happyend und überhaupt beste Unterhaltung! Guckt den euch an. Missions, Staffel 1
Zwei reiche Schnösel wollen zum Mars. Während der eine todkrank von der Erde seine Crew steuert, landet der andere samt seiner Crew gleich aufm Mars und entdeckt das Unglaubliche: Wladimir Komarov, den ersten Menschen, der im All gestorben ist. Und alle so: hääää?
Fazit: kurze Folgen, geile Ausstattung, interessante Handlung mit spannendem Cliffhanger. Das ist ja super. Was ich aber absolut nicht verstehen kann und was es mir leider auch unmöglich macht, die Serie guten Gewissens weiter zu empfehlen ist die Tatsache, dass die Franzosen wohl kein Geld mehr für wissenschaftlichen Beirat hatten. Das ist echt grausam. Loch im Anzug? Kein Problem. Stundenlange Wanderungen im Anzug über den Mars, mit nicht sichtbaren Sauertofftank? Kein Problem! Der Typ hat sich echt ne beschissene Crew ausgesucht, die sind alle komplett All-Tagsuntauglich und flippen beim geringsten Problem völlig aus. Da will man irgendwann freiwillig die Luftschleuse öffnen.

Heut gehn wir bummeln
3 Navy Soldaten haben 1 Tag Landurlaub und machen New York unsicher.
Fazit: Klassiker mit Gene Kelly, den man immer wieder sehen kann :D Ann Miller is aber auch der Knaller.

Batman, Staffel 1
Fazit: achja, was soll ich sagen. Der Batman der 60er mit Adam West is halt einer der Besten. Der hat immer ne korrekte Attitüde und beschrifte alle seine Laborgeräte und Knöpfe. Und dabei ist alles so schön bunt!

Mehr hab ich nich geguckt, weil ich meistens abends nun Nintendo DS spiele :D

Gelesen im Mai

Nachdem ich vorgestern in einem Wahn in einer anderen Büchereizweigstelle ausgeliehen habe fiel mir ein, dass ja noch die Leseliste aussteht! Mein Leseverhalten war aufgrund der Quest ein bisschen anders: Ich hab mir nämlich Romane nur aufgrund des Covers ausgeliehen und das war eine richtig tolle Idee! :D

„Die Bullet Journal Methode“ von Ryder Carroll
Ryder Carroll, der Erfinder des Bullet Journals hat nun endlich das Geheimnis gelüftet, erklärt in seinem Buch die Bujo Methode und verrät auch den einen oder anderne Trick dazu.
Fazit: einige Dinge hab ich tatsächlich besser verstanden, abe das half auch nix. Ich kapier nicht, wie das System für mich funktionieren könnte, da ich es an einigen Stellen wahnsinnig kompliziert finde. Vermutlich hab ich doch nur irgendwas nich richtig gerallt, aber es ist mir auch egal. Das Buch selber ist eine Mischung aus Erklärung (alles, was auch in seinem 3 Minuten Video vorkommt) und Selbsthilfegeschichten. Geld ausgeben würd ich dafür nicht, das Buch selbst ist qualitativ eher mau und wenn man es gelesen hat, is man jetzt nich unbedingt schlauer.

„How to be a girl“ von Julia Korbik
Wie schwierig ist es heutzutage ein Mädchen bzw eine Frau zu sein? Muss das so sein? Warum ist das überhaupt so? In diesem Buch werden neben gängigen Begriffen wie Gender oder Fatshaming auch die Geschichte des Feminismus abgehandelt und interessante Mädchen und Frauen vorgestellt.
Fazit: leicht zu lesende Einsteigerlektüre zum Thema Feminismus, die sich auch sehr gut als Geschenk für Mädchen ab 12 Jahren und junge Frauen eignet.

Galaxy 11 – Sci-Fi Kurzgeschichtensammlung, u.a. mit Bradbury und Dick
Fazit: Hab ich in einer zu verschenken Kiste gefunden und was soll ich sagen? Ein Volltreffer! Ich wurde bestens unterhalten


„Selbstmitgefühl“ von Kristin Neff

Psychologin Neff erläutert die buddhistische Praxis des Selbstmitgefühls und warum das für uns eine ausgezeichnete Psychohygiene ist.
Fazit: absolut lesenswert. Es ist nicht esoterisch-kitschig geschrieben, sondern sachlich nüchtern mit ein paar Anekdoten der Autorin. Die Übungen darin sind einfach, sofort machbar und sehr hilfreich.

„Kognitive Verhaltenstherapie für Dummies“
Jepp, genau das: Es wird die Kognitive Verhaltenstherapie babyleicht erklärt
Fazit: wer sich über diese Therapieform informieren möchte, macht mit diesem Buch nichts falsch. Ich habe es allerdings aus einem anderen Grund gelesen und wurde ebenfalls nicht enttäuscht. Ich wollte Tricks finden, wie man sein Verhalten besser ändern kann und yeah – in dem Buch sind jede Menge Tricks! Also wer etwas braucht aus der Abteilung: „Warum ist das immer so und wie kapiere ich endlich, dass ich anders reagieren muss verdammt!?“ und dazu noch ein paar Formulare braucht, liegt damit goldrichtig.

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl
Fazit: Das Buch ist ein Rundumschlag. Hinterher weiß man glaub ich alles, was man über Menschen wissen muss?! Es ist erstaunlich viel Informationsgehalt in diesem schmalen Büchlein und zurecht ein Bestseller. Die Übungen sind leicht zu verstehen (nicht unbedingt einfach zu ertragen, aber okay) und das Buch ansich ist leicht zu lesen. Wer sich für die Transaktionsanaylse interessiert und wissen will, warum sich immer wieder dieselben Muster abspielen (bei sich und anderen), sollte mal einen Blick in dieses Buch werfen.


„Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata

Keiko Furukura eckte mit ihrem Verhalten schon immer an. Also beschloss sie eines Tages, sich nur noch richtig zu verhalten, damit ihre Familie keinen Kummer mehr haben muss. Sie bleibt für sich und jobbt mit 36 immer noch als Ladenaushilfe in einem kleinen Supermarkt. Die Regeln des Supermarkts verwachsen mit ihr, sie atmet den Konbini, ist ist der Konbini. Diese kleine Lebenswelt mit ihren eigenen Regeln ist genau richtig für sie. Doch dann fängt eines Tages der etwas abgehalftere Shiraha dort an, der nicht viel mit Regeln anfangen kann und alles durcheinander bringt.
Fazit: kurz, klug und wahnsinnig witzig. Gleichzeitig ein interessanter Einblick in die japanische Gesellschaft, in der Status und Beziehungen so extrem wichtig sind. Lesenswert!


„Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstandes“ von Salvatore Basile

Der dreißigjährige Michele lebt von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Er hat sich abgekapselt, seit ihn seine Mutter als Kind verlassen hat. Den Job samt Wohnung im Bahnhof hat er von seinem Vater geerbt und seit 10 Jahren kontrolliert er abends den Pendlerzug und räumt ihn auf. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Eines Tages wirbelt Elena durch sein Leben, auf der Suche nach einer kleinen Puppe, die sie im Zug vergessen hat. Plötzlich bricht seine Hülle und er bekommt die ultimative Verwirrung als Geschenk. Die wird sogar noch größer, als er sein altes Tagebuch im Zug findet. Da hat Elena eine Idee: Er solle sich doch mit dem Zug auf die Reise machen und herausfinden, wo seine Mutter ist…
Fazit: nettes, und ja, auch ein bisschen seichtes, italienisches Kopfkino voller Gefühl und kleiner Wunder. Man merkt, dass der Autor sonst Drehbücher schreibt, aber meine Güte…ich wollte ja nur den Geschmack von Espresso auf der Zunge und den bekam ich. Für Fans von „Die fabelhafte Welt der Amelie“.

„Die Strichmännchen-Technik“ von Lucie Bernier und Robert Lenghan
Die Methode ist ganz babyleicht: Man zeichnet sich, man zeichnet die andere Person, man macht um sich, um die andere Person und um beide zusammen jeweils einen „lichtkreis“, wünscht allen das Beste. Dann zieht man Linien von den jeweiligen Chakren zu den Chakren des anderen und zerschneidet diese Linien dann und sagt: Danke, es ist erledigt.
Fazit: ähm ja. Also ich hab das spontan aus der Bücherei mitgenommen, weil ich dachte, ich kritzel ein bisschen was aufs Papier und hab dann die Megaerkenntnis, aber irgendwie is das Buch voll mit esoterischen „Wahrheiten“ und Chakren und dann soll man das Papier durchschneiden und dann läuft alles. HÄÄÄÄ? Vielleicht ist das was für Leute, die auf pinterest auch immer dieses MoneyManifesting machen, aber ich hab jetzt nicht kapiert, wie die Technik helfen soll. Angeblich wirken die Zeichnungen ja unterbewusst und man erkennt das schon. An den Zeichen, die auftauchen, weil das Universum das alles schon lenken wird….puh.

Comics:
Die Androiden Comics sind insgesamt alle eingebunden in ein Konzept: 1 Thema, 3 unterschiedliche Writer/Artists Teams, die sich auf verschiedene Arten an das Thema künstliche Menschen und Roboter annähern.
Mal sind sie Bedrohung, mal Retter der Menschheit, manchmal einfach nur Roboter

„Androiden, Band 1 – Wiederauferstehung“ von Jean-Luc Istin und Jesús Hervás Millán
Eine Geschichte um Polizistin Liz, die als einfacher Kriminalfall beginnt und in der Aufdeckung einer grossen Verschwörung endet.
Fazit: tolles Setting, schöner, spannender Aufbau – hat mir gut gefallen, daher lesenwert, auch wenn die Textblasen ziemlich anstrengend waren zu lesen.

„Androiden, Band 2 – Glücklich wie Odysseus“ von Olivier Peru und GeyseR
Als das Raumschiff ISS Oxygen in einen Meteoritenschwarm gerät und schwer beschädigt wird, überleben einzig der 10-jährige Odysseus und sein Babysitter-Android AC7+ die Katastrophe. Damit Odysseus die lange Rückreise zur Erde überlebt, versetzt AC7+ ihn in einen Kälteschlaf. Aber als sie die Erde schließlich erreichen, muss der Android feststellen, dass sich dort einiges geändert hat…
Fazit: coole Idee, die Umsetzung ist auch gelungen, auch wenn mir die Zeichnungen nich sooo zugesagt haben. Der Konflikt zwischen Odysseus und AC7+ hätte noch mehr in die Tiefe gehen können.

„Androiden, Band 3 – Invasion“ von Sylvain Cordurié und Emmanuel Nhieu
Jerrod wird von einem kleinen Team von Spezialisten mit Mutantenfähigkeiten aufgeweckt und kapiert erstmal gar nix: Die Erde ist ein Trümmerfeld und die Mutanten müssen mit ihren Fähigkeiten fremde Fieslinge in Schach halten.
Fazit: den Zeichenstil mochte ich absolut gar nix, der hatte was von diesen 90er Jahren pseudo-Mangafiguren…naja..die Story ist ein bisschen verwirrend, aber ansich war ich durch die Spannung gut unterhalten. Man hätte allerdings auch mehr aus der Story und den Figuren machen können.

Wochenrückblick KW21/2019

Heute ist Sonntag, DER Sonntag. Meine Fresse bin ich auf das Wahlergebnis heut gespannt. Ich bin gespannt, ob das Video von Youtuber Rezo da tatsächlich was bewirkt hat und sich das in der Wahlbeteiligung der Zielgruppe niederschlägt. Mir is das Video zwar zu schnell und zu viel Gestik, aber ich bin ja auch schon uralt (und Musikuntermalung, Gerede und Einblenden von Quellen is auch nich gerade HSP konform :D). Wer das Video nicht gucken kann oder will, findet hier und hier Kommentare dazu

Passend dazu: Auf dem Weg zur ökologischen Bürgerrevolution? und ach ja, es gibt auch Unternehmer, die das Klima retten wollen

Zukunftsvisionen 2020 im Check

Can decluttering your house really spark joy?

Da bist du „nur“ ein Postbote und kriegst am letzten Arbeitstag vor der Rente die Überraschung deines Lebens.

The Dark Forest Theory of the Internet

Keine Überstunden machen ist wirklich top. Muss man üben, aber man lernt es schnell.

Diese Idee ist toll. Kann man bestimmt abgewandelt auch im Büro machen.

Digitaler Minimalismus

So, Ende. Ich guck jetzt noch ein paar Folgen Batman!

Woran uns Minimalismus erinnert

Dieses Zitat ist von François de La Rochefoucauld und ich habe es in dem Buch von Kristin Neff über „Selbstmitgefühl“ gefunden.

Sich selbst Mitgefühl für schwierige Situationen zu schenken kann sehr hilfreich und tröstend sein. Ein Teil einer selbstmitfühlenden Haltung ist auch die Selbstwertschätzung, wenn man Dankbarkeit und Genuss empfindet. Glücklicherweise sind das beides Sachen, die man kultivieren kann. Dankbarkeit und Genuss zu empfinden bereitet Freude und Freude feiert Stärken, während das Selbstmitgefühl Schwächen akzeptiert und man sich so sein Leiden erleichtern kann.
Was passiert da? Man nimmt sich selbst die Schwere.
Ganz einfach. Es ist Magie!

Ich brauche mich nicht mit materiellen Dingen zu trösten.
Ich muss blöde Gefühle und schwierige Situationen nicht mit einer Shoppingtour ersticken. Keine Teller an die Wand werfen. Kein Verstecken hinter verstaubten „Sammlungen“, die mir nichts mehr bedeuten.

Ich kann mich einfach nur hinsetzen, mir über den Arm oder die Wange streichen, mir sagen „Das ist gerade blöd, wie du dich fühlst“;
mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige auf der Welt bin, die so empfindet.
…mich achtsam fragen: Was brauche ich jetzt wirklich im Moment, damit ich glücklicher werde?
Ich erkenne das Gefühl an – und lasse los.

Innehalten.
Staunen, wundern, weitermachen.

Wochenrückblick KW20/2019

Mahlzeit, ihr Schnuckis! Haben wir uns alle von dem Madonna-Desaster und dem restlichen Gruselgetöse erholt, ja?
Der ESC war wie immer ein Festival an musikalischer Langeweile, dargeboten von nett anzusehenden Menschen, die man spätestens morgen alle wieder vergessen hat. Das Schlimmste in Kürze: Das Kleid der Griechin. Keine Ahnung wer die angezogen hat, aber das tat in den Augen weh. Der Song? Keine Erinnerung. Am Besten fand ich Azerbaijan (Roboter und Laser, is doch klar), dicht gefolgt von den poppigbunten Tschechen (80s Farben) und Island (Höchstbewunderung für den Dark-Wave-Bondage Typen der normal in diesen Schuhen gehen konnte).
Wenn euch das gar nicht interessiert, könntet ihr einfach nur die spektakulär absurde Show der Australierin angucken. Die kreiselt auf Schwingstelzen durchs Weltall und besingt die Gravitation.

Der ESC ist übrigens eine wunderbare Übung zu den im letzten Beitrag erwähnten Signalen der Zukunft. Signale die ich wahrnehme: 80er (Tschechien, Belarus, Azerbaijan, Island) Transparenz (Schweiz, Nordmazedonien, Malta, Deutschland), Plastik (Zypern), Vaporwave und Reggae (Madonna und Netta)
Wenn ich mich auf Pinterest oder auf der Straße umsehe, bemerke ich Tendenzen. Diese Vaporwave Grafiken und dieser Memphisstyle kommt auch schon auf Plattencovern und in Editorials vor. Anhand dieser Signale kann ich vielfach heruminterpretieren. Warum die 80er? Weil es da mit dem Turbokapitalismus so richtig losging? Die Verklärung des Internets? Ein Rückbesinnen auf die „gute alte Zeit“ als das Internet noch eine Schachtel voller Neugier und Liebe war? Ein Abgesang auf das Ende des Kapitalismus so wie wir ihn kennen und ein Sprungbrett für die Transformation? Wie passt da Madonnas Kreuzug-Mittelalter-Dystopie rein? Das Mittelalter als Symbol für die erste globale Umwälzung mit Seuchen und neuen Machtstrukturen? (Künstler helfen uns immer sehr gut dabei uns diese Dinge begreifbar zu machen, damit wir sie verstehen)

Naja blabla. Im Grunde ist es müßig darüber nachzudenken, aber es macht mir Spaß. Wie denkst du darüber?

Was gibts noch in diesem Internet? Achja:
„Here’s an unpopular opinion in some circles: We are going to have to use technology to adapt to the worst effects of climate change.“

Tansania verbannt Plastiktüten – auch Handgepäck-Beutel, Taiwan erlaubt die Homo-Ehe und das zweite Leben der Cuvierralle

Chile hat auch schon seine Klimaziele erreicht. 6 Jahre früher als geplant. Schön langsam wirds peinlich für Deutschland.

An der Uni von Pretoria haben Sie es geschafft, einen 3D gedruckten Mittelohrknochen zu transplantieren!

Eine 15-jährige wurde mit Hilfe eines gebastelten Virus gerettet.

Auf dieser Seite findet man haufenweise merkwürdige Avantgarde Filme

Introvertierte können anscheinend etwas von „Der Zauberer von Oz“ lernen, wie in diesem Interview vorgestellt wird.

Diese Fotoreihe ist wirklich sehenswert! A dystopian vision of the future

das wars schön. Schönen Restsonntag noch!

Wie man zum Zukunftsdenker wird

Warum geht so vieles schief? Warum werden die einen reicher, dicker, klüger, die anderen verarmen kulturell und materiell? Ist das ein Gesetz? Muss das so sein? Warum ist die Welt so im Eimer? (Und ist sie das wirklich?)
Wir befinden uns mitten in einer großen Transformation. Der Wandel kommt in riesigen Schritten daher, Technologie entwickelt sich schneller und wird (vermeintlich) besser; es ist, als müsste man nur lange genug durchhalten, um dann ewig zu leben. Naja und die meisten Menschen sind völlig unvorbereitet, um mit dieser Schnelllebigkeit umzugehen. Bitcoin, CRISPR, Transformation, Disruption – hä? Bitte was? Genau. Dann lieber zurück zu dem was man kennt, hat man ja schon immer so gemacht, auch wenn es ein bisschen menschenverachtend ist, Kopf in den Sand. Egal. Bisschen durch social media scrollen und warten bis die Zeit rum ist. Das es dazwischen Leid gibt, wird ignoriert. Das aufgrund der Klimakrise noch mehr Leid geschehen wird, auch.

Das wäre ein Weg. Und wenn ich schlecht drauf bin, habe ich das Gefühl, dass wir genau diesen Weg einschlagen. Dann denke ich aber wieder: wir könnten es auch schöner haben. Und mit „wir“ meine ich „alle Erdbewohner“. Ich glaube, eines der Probleme ist, dass wir nie gelernt haben, über die Zukunft allumfassend nachzudenken. Herrgott, ich kann mir ja nich mal die nächsten 5 Jahre vorstellen! Klar, Geschichtsunterricht ist auch ganz nett, da kann man aus Fehlern lernen und so – aber was wäre, wenn man einen Zukunftsunterricht hätte, der uns befähigt, über die Zukunft nachzudenken? Und zwar so, dass ICH mich verwandeln kann und ich verstehe, was die Gesellschaft braucht, um sich gleich mit zu verwandeln?

Wie wird man jemand, der langfristig denken kann? Wie wird man jemand, der nicht in eine Zukunftsschockstarre fällt?

Ich will das Entscheiden über die Zukunft nicht irgendwelchen Busisnessberatern oder Sillicon Valley Typen überlassen, ich will auch bei der großen Transformation mitmachen. Ich glaube, es ist gut für uns, wenn wir alle über die Zukunft nachdenken. Nachdenken über die Zukunft hilft uns, uns besser auf sie vorzubereiten. Wir befähigen uns so also, für uns selbst, aber auch für die Gesellschaft Veränderungen herbei zu denken und -idealerweise, wenn die Idee richtig gut ist – herbei zu führen. Wenn wir das nicht tun, so erleben wir laut Futurist Alvin Toffler einen Zukunftsschock, der uns orientierungslos und handlungsunfähig zurücklässt. Wir können nicht klar denken und moralisch handeln.
Wenn ich mit anderen über Science-Fiction oder neue Technologien spreche, stelle ich immer wieder fest, wie schön das Reden darüber ist. „Die Zukunft“ ist so schön schwammig, ein Spiel der Möglichkeiten, gerade auch für kontroverse Themen. Sie gibt nur einen undefinierten Rahmen vor, in dem alles möglich ist, nichts muss und alles darf. Man kann dabei wunderbar alle Ideen auf verschiedene zugrunde liegenden Werte sowie Realismus abklopfen oder es einfach bleiben lassen. Visionen entwickeln macht Spaß und ich glaube, sie helfen uns, empathischer und verständnisvoller zu sein bzw. zu werden. Ein Perspektivenwechsel schadet sowieso nie!

Ich kann kritisch über die Zukunft denken und so viel trans- und interdisziplinär herumdenken wie mein Hirn es gerade kann:

  • Welche Beweise habe ich, um das zu unterstützen, was ich beobachte? Sind das zuverlässige Quellen? Wo könnte ich Beweise dafür finden?
  • Wie hängt diese Änderung mit anderen Änderungen zusammen, die ich beobachte?
  • Wie weitreichend ist diese Veränderung? Wie schnell wird es geschehen? Wen betrifft es?
  • Was habe ich bei meinen Beobachtungen vergessen?

Ich kann neugierig sein und mich begeistern lassen:

  • Was ist erforderlich, damit diese Veränderung eintreten kann? Warum sollte diese Veränderung nicht stattfinden?
  • Was bedeutet diese Änderung für mich, meine Familie, meine Gemeinde, für die Gesellschaft, in der ich lebe?
  • Wie wirkt sich diese Veränderung auf andere aus und was ich kann ich daraus lernen?

Und ich kann natürlich meine Fantasie spielen lassen und mir alles ausdenken, was ich mag. Dystopie oder Utopie oder irgendwas dazwischen:

  • Welche Möglichkeiten bietet mir dieser Wandel für meinen Lebensstil/für das Unternehmen, für das ich arbeite/ für die Gesellschaft im Allgemeinen/für die Welt?
  • Wie können wir die Zukunft so gestalten, dass sie gerechter wird?
  • Was kann ich morgen tun, was ich heute nicht tun konnte?
  • Was kann ich heute tun, was ich morgen nicht mehr tun kann?
  • Welche alternativen Szenarien sind noch möglich?

Seinen Zukunftsdenk-Muskel kann man ganz einfach trainieren, wenn man sich und andere ständig fragt: „Was wäre wenn…?“ Diese Frage ist so mächtig und bietet Möglichkeiten und man kann sie sogar stellen, wenn man angetrunken ist!! :D

Sobald man anfängt, über die Zukunft nachzudenken, erkennt man Signale – und daraus lassen sich wunderbar Muster ableiten. Signale sind laut dem IFTF kleine Innovationen oder Brüche, die das Potenzial haben, sich größtmöglich auszuwachsen. Das kann ein Modetrend sein, ein Meme, ein Hashtag, eine Nachricht, ein Ereignis, eine Veranstaltung, ein neues Produkt, ein Problem, ein Sachverhalt, den man so noch nicht bedacht hat. Es ist etwas, bei dem man denkt „Hä, warum ist das jetzt DAS Ding? Was ist da los?“
Ich nutz dafür gerne Pinterest und meine Alltagsbeobachtungen. Anhand von Filmthemen und Modetrends kann man mit viel Fantasie auch ein bisschen die Gesellschaft deuten. (Darüber können wir gerne streiten :D – Hallo Soziologen, was meint ihr dazu??) Auf Trend folgt Gegentrend, bei Lifestyle-Themen wird ja auch immer gestritten. Deshalb ist es beim Zukunftsdenken auch wichtig, zurück in die Vergangenheit zu reisen. Welche Probleme gab es damals? Wie wurden diese gelöst? Zu Gutenbergs Zeiten kämpfte man auch schon mit Fake-News und Propaganda, die Distributionswege sind nur anders geworden, aber im Grunde wiederholen wir Menschen ständig Muster. Wenn man diese Muster im größeren Zusammenhang mit Signalen denkt, lassen sich wunderbar Vorhersagen treffen. Das lässt sich auf vieles übertragen, wenn man sich mal die Zeit nimmt, darüber nachzudenken. Nun, diese Muster sind interessant. Denn wenn ich sie erkenne, kann ich auch was anders machen. Beim Zukunftsdenken gehts also darum, diese Kluft zwischen dem, was war, was ist und was sein wird, zu überwinden, in dem man Möglichkeitsspielräume ausnutzt und füllt.
Es geht nicht darum die Zukunft mit ner Kristallkugel vorherzusagen (wobei das schon Spaß macht, wenn man seinen „Ich habs doch gewusst“-Moment hat), sondern darum, alle Menschen dazu zu bringen, über komplexe Themen nachzudenken und um heute bessere Entscheidungen zu treffen. Für alle.

Weiterlesen:
Der zweite Zukunftsschock: Die Welt in vierzig Jahren
Krank durch Veränderung
Our Puny Human Brains Are Terrible at Thinking About the Future
Non Obvious – Magazine
How to Think Like a Futurist (Die vorgestellten Übungen sind toll!)
und, wenns ein bisschen persönlicher sein soll: how to think like a futurist

Also, was sagt dir deine Glaskugel? Welche Zukunft hättest du gerne? Woran erkennst du das?

Wochenrückblick KW19/2019

Um selber wieder zurück auf Start zu gelangen, habe ich diese Woche jeden Tag eine geführte Meditation gemacht, die mir sehr gut getan haben. Nächste Woche werde ich mehr Bewegung einbauen und damit rumprobieren, wie ich das in meinen Alltag integrieren kann. Vor der schlimmen Erkältung hat es ja auch geklappt.
Das Intervallfasten klappt erstaunlich gut und ich fühle mich ziemlich gut, aber am Wochenende haut es irgendwie nicht hin…
Egal, ich mach das jetzt erstmal weiter so gut ich kann.

Das habe ich diese Woche im Internet gefunden:

Also ich hab diese Woche auch das Buch von Ryder Carroll über sein Bullet Journal ausgelesen, und naja…ich hab zwar ein paar Dinge neu verstanden, aber ich kapier das System trotzdem irgendwie nicht. Keinen blassen Schimmer, was daran einfach sein soll. Selbst wenn man es nur nach der üblichen Methode macht. Trotzdem sieht ein Bujo-Filo-Hybrid wie ihn Marianna vorstellt, ziemlich brauchbar aus und vielleicht versuch ich es nächstes Jahr mal damit.

Dieses Gespräch fand ich sehr interessant. Fühlen wir anders bzw. bestimmte Gefühle mehr oder weniger stark, seit wir Smartphones nutzen? „Our emotions today are radically different from what 19th-century Americans felt. That’s partly due to technology.“

10 Ways to Care for a Highly Sensitive Person

Amazon Alexa: Illegally Recording Kids, Privacy Advocates Allege – ich weiß nicht, überrascht uns das? mich nicht.

Oh, das ist ja spannend: Österreichweite Blackout-Übung startet am Montag – passend dazu auch ein Digest, wie man sich auf einen Blackout vorbereiten

Sibylle Berg über die Ödnis in der Kleinstadt

ich interessiere mich eigentlich nicht für Promis und Mode, aber die Met Gala is immer spannend. Das Motto dieses Jahr war zwar ein bisschen mega lame, aber zum Gucken reichts ja. Am besten gefällt mir Ezra Miller, der von Mimi Choi geschminkt wurde. (Überhaupt fallen mir die Männer mit ihrer classy Kreativität eher ins Auge)

Dieses Radio läuft bei mir übrigens ziemlich oft.

Es gibt eine Dino-Mumie und ihr sagt mir nix davon????

So. Jetzt putz ich das Bad und ich wünsch dir einen guten Montag!

Back on track – zurück auf Start!

Okay, Zeit für ne Bilanz, oder? Das 1. Quartal is schon lange rum, die Fitnessstudios, Schwimmbäder und Laufstrecken sind deutlich weniger überfüllt, die Hanteln verstauben in der Ecke, im Vorratsschrank sind wieder Kekse (falls Besuch kommt natürlich) und auf der einen Party hast du dann doch mal eine geraucht, weils so gut zum Bier passte.
Es ist ja doch immer dasselbe: Voller Motivation startet man am Jahresanfang, am Monatsanfang, weil Montag ist – mit guten Vorsätzen in den Tag und zack! Dann kommt eine Erkältung, ein stressiges Projekt oder Urlaub. Schon schleift sich der Alltag wieder ein und die guten Gewohnheiten bleiben auf der Strecke.

So schnell gebe ich aber dieses Mal nicht auf, dafür bin ich schon zu weit gekommen. Und ich las und lese gerade sehr viel über Verhaltensmuster und Gewohnheiten, daher probiere ich fleissig aus und lasse dich an meinen losen Erkenntnissen teilhaben. Denn #funfact – es ist so, wie alle Gewohnheitsfreaks im Internet schreiben: Gewohnheiten ändern ist wie Socken wechseln, wenn man mal geschnallt hat wie das geht und wie man dabei funktioniert.
Also – *trommelwirbel* – wie kommt man wieder zurück zum Anfängergeist, der voller Motivation und Disziplin an die Sache mit den Gewohnheitsänderungen rangeht? Was tue ich, wenn meine guten Gewohnheiten und Ziele abhanden gekommen sind?

Keine Panik, ich werde das Rad nicht neu erfinden. Diese Freaks haben das schon aufgeschrieben. Zum Beispiel Leo Babauta von zenhabits. Der schreibt nämlich in seinem Blogbeitrag: „getting off track and getting back on track is all about mood.“

Und das ist eigentlich schon alles, was man wissen muss. Es ist einfach und schwierig, sich selbst in die Stimmung zu bringen wieder zu starten, aber man kann sich ganz gut selber betrügen.
Da „Selbstbetrug“ mein zweiter Vorname ist, habe ich herumprobiert:

1. Selbstakzeptanz und Selbstmitgefühl

Ändere deinen inneren Monolog: Verzeihe dir, dass du dich so hast hängen lassen und sehe die positiven Aspekte daran (du hast die Pause gebraucht, weil was anderes vielleicht sogar noch wichtiger war?). Rede dir gut zu, umarme dich selbst. Tröste dich, dass es halt nich so geklappt hat, wie du es wolltest. Motiviere dich und rede dir gut zu, so, wie du einen guten Freund unterstützen würdest.

2. Motivation überprüfen
Ich habe mir immer wieder vor Augen gehalten, warum ich eigentlich abnehmen will. Interessanterweise ist das Ziel gar keine bestimmte Anzahl an kg mehr sondern das Gefühl, mich leicht und vital und voller Energie zu fühlen. Das könnte ich auch durch mehr Schlaf und Spaß bekommen und das wiederrum schlägt sich auf die Laune nieder, die mich wiederrum motiviert, mich besser zu ernähren. Also: Warum willst du Gewohnheit x ändern oder das Ziel, das du dir gesetzt hast, erreichen? Falls du dein ursprüngliches Ziel nich mehr so herausfordernd findest: Was hat sich verändert? Oder kannst du das ursprüngliche Ziel auch noch anders erreichen? Und: Erinnere dich daran, was du alles schon geschafft hast. Feiere deine bisherigen Erfolge, auch wenn sie noch so klein sind und lobe dich, bis du glühst.

3. Sammle Hinweise über dich
Sammle so viele Informationen über dich wie du nur kannst. Was ist genau schief gegangen? Gab es einen Trigger? Was genau hat dazu geführt, eine bestimmte Verhaltensweise wieder fallen zu lassen und wie hast du reagiert? Ich war drei Wochen schlimm erkältet, ich konnte weder was schmecken noch Sport treiben. Dann kam Bildungsurlaub und dann war ich von dieser Pause sofort auf 100% in der Arbeit. Durch den Stress hat sich mein Wunsch nach Bewegung immer weiter nach hinten verschoben, weil ich abends müde war.

4. Informationen auswerten
Wenn du die unter Punkt 3 gesammelten Informationen auswertest, erkennst du vielleicht, dass es einige Hindernisse oder Neuerungen gab, die du nicht vorhersehen konntest. Vielleicht wurde die Bushaltestelle verlegt und sie führt dich nun an der Bäckerei vorbei, die immer so gute Teilchen macht. Zack! Schon in die Falle geraten. Manchmal ist es echt nur eine winzige Kleinigkeit. Falls ich das nächste Mal erkältungsbedingt den Sport ausfallen lassen muss, habe ich mir vorgenommen, wenigstens abends eine Runde um den Block zu gehen. Bei superbetter habe ich übrigens gelernt, dass man am leichtesten Dinge aufgibt, in dem man überlegt, wann man Gewohnheit x zum ersten Mal am Tag macht und diese Handlung dann durch was neues ersetzen. Nach 2 Tagen war es morgens überhaupt kein Problem mehr, auf Kaffee zu verzichten. Das hat mich schon sehr überrascht und ich werde auf die ganzen Kleinigkeiten besser achten!

5. Zeit für einen neuen Plan
Wenn du die Informationen ausgewertet hast, ploppt dir vermutlich gleich eine Idee in deinem Hirn auf, was du anders machen könntest. Plane das ein und denke dabei möglichst unkonventionell. Weil ich gerade arge Schwierigkeiten habe, an dem Süßkram im Aufenthaltsraum vorbeizugehen, hab ich die Schale in einen kleinen Schrank gestellt, mache die Schranktür zu und schließe die Tür zu dem Raum. Ich muss also jetzt schon ein bisschen mehr Aufwand betreiben, um tatsächlich an die Schale zu gehen und weil ich stinkfaul bin lass ich es. Es ist bekloppt, funktioniert aber.

6. Egal, was du planst, mach es in den nächsten 3 Tagen
Also erstmal klitzeklein anfangen. Wenn man sich nich aufraffen kann, 1 Stunde zu joggen, dann eben nur ne Runde um den Block. Egal was du dir aussuchst: Mach es innerhalb von 3 Tagen. Idealerweise kannst du es noch früher umsetzen. Und dann noch mal. Und dann noch mal. Bis du eine perfekte Woche hinkriegst. Und dann noch eine. …

7. Mini-Detox
Das war das Beste, was ich gemacht habe. Dabei hat mir das Konzept Minimalismus geholfen. Ich hab mich hingesetzt und mir für mein Vitalitätsziel überlegt: Von all meinen guten Gewohnheiten und Zielvorstellungen, was wäre jeweils der kleinste Mini-Start, den ich machen kann, um mich sofort (innerhalb von 3 Tagen) besser zu fühlen? Mein Ergebnis: 15 Min. Walking, etwas mit Vollkornbrot und Salat oder Suppe essen und mindestens 1,5 Liter trinken. Dazu lobe und preise ich mich morgens vorm Spiegel und klopfe mir auf die Schulter, ein thumbs-up und schon ist die Stimmung da. Diese eingedampfte Version meiner Wunschgewohnheiten, die ich jeden Tag umsetzen kann, hilft mir wieder auf Spur zu kommen und ist gar nicht schwer. Denn das ist es, was zählt: Ich tue was für mich und zwar etwas, das mir gut tut bzw. sich gut anfühlen soll. #selfcare

8. Triff eine bessere Entscheidung
Diese Alles-oder-nichts Einstellung ist bei Gewohnheitsänderungen fatal. James Clear hat das hier schon mal besser aufgeschrieben. Also: Beruhigen, die Tafel Schokolade geil finden und bei der nächsten Mahlzeit eine bessere Entscheidung treffen. Kein Grund, sich fertig zu machen.

9. Never miss twice
Der Gute James Clear hat in seinem Buch Atomic Habits übrigens noch viel mehr aufgeschrieben und es lohnt sich, das Buch zu lesen. Am Besten hat mir der Rat „Never miss twice“ gefallen. Im Urlaub und an Feiertagen gehen gute Gewohnheiten ja schnell mal unter. Aber mit diesem eingängigen „Never miss twice“ klappt es besser. Auch wenn es am nächsten Tag nur ein Mini-Detox ist.

10. Fortschritte aufzeichen und feiern
Gewohnheiten (wieder) zu tracken ist wirklich richtig gut. Es motiviert mich und gibt mir nützliche Informationen (s. Punkt 4). Zum Beispiel habe ich gelernt, wie sich Schlaf auf meine Essgewohnheiten auswirkt. Bei Schlafmangel ist quasi NULL Willenskraft vorhanden. :D

Okay, ich hör jetzt auf.
Ich hoffe, das war irgendwie nützlich und hat dich motiviert, deine Gewohnheiten und Ziele zu überdenken. (Das Aufschreiben von all dem Zeug hat mich jedenfalls wieder sehr motiviert!!)

Jeder Tag ist ein neuer Anfang, eigentlich jede Stunde.
Jede Minute.
Jede Sekunde.
Du musst dich nur entschließen.

Wochenrückblick KW18/2019

Ja, okay, das muss ich noch besser üben. Ich weiß, das heute Montag ist, aber gestern war ich einfach nicht fähig, den Computer anzuschmeissen. Momentan vergrabe ich mich lieber offline.

Aber okay, ich will ja wieder Blogroutine, also fangen wir an

mit Musik.

Wer Tagebuch schreibt, findet hier schöne Vorschläge (auf Englisch) – kennt eigentlich wer einen deutschen Blog, der sich mit Tagebuch schreiben beschäftigt?

Wenn man wieder mal auf die S-Bahn wartet, kann man ja mal sein Gehirn um diese Gedankenexperimente wickeln

Nichts tun will gelernt sein. „Niksen“ heißt das auf Niederländisch und reiht sich damit in die Modewörterfabrik der nordischen Länder ein.

Maine verbietet Styropor und Konstanz ruft den Klimanotstand aus. Es tut sich also was. Lieber spät als nie, ne?

Oh, dieser Guide zum Thema Ziele erreichen is tatsächlich brauchbar. Leider wird wieder mal NICHT auf Hindernisse und was zu tun ist eingegangen und das nervt mich mittlerweile tierisch.

Keine Ahnung wer auf diese Idee gekommen ist, aber sie ist genial: Moon footage sped up

Okay, das ist brauchbar. 1-2 go-to Phrasen aussuchen und sie mal ausprobieren

Es gibt eine nagelneue Sportart, die von einer KI erfunden wurde – sie heißt: Speedgate

Das wars schon. Ich bewege mich jetzt auch mal. Komm gut in die Woche!

Gelesen im April

So. Weniger Online = mehr Offline und das wiederrum bedeutet: mehr Zeit zum Lesen!

Das habe ich im April gelesen:

„Lady Buddha“ von Mo Marlitt
eine ziemlich rational denkende Frau fährt in eine spirituelle Kommune, weil sie hofft, auf Lady Buddha zu treffen. Sie will von ihr Weisheit erfahren und von ihrem Arbeitsstress wegkommen. Als sie ankommt, findet sie alles blöd und unbequem. Aber sie gewöhnt sich schnell dran, weil sich alle ein bisschen merkwürdig verhalten.
Fazit: vorhersehbare, nette, kleine Geschichte.

„Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze“ von Wilhelm Genazino
Der alternde Flaneur fällt jedes Mal innerlich zusammen: Mal vor Langeweile, mal vor Unsicherheit, mal vor Scham und Schuld und weil er auf jede Menge Exfrauen trifft. Um mit der Vergangenheit abzuschließen, lässt er sich wieder mit seinen Exfrauen ein und geht zwischendurch spazieren. Mal draußen, mal nur in Gedanken. Bis ihm schwindelig wird und er sein Alter merkt.
Fazit: langjährige Leserinnen wissen, dass ich Fan von Genazino bin, das is bei diesem Buch nich anders. Ich mag Romane, in denen sich die Protagonisten langweilen :D

„Afrotopia“ von Felwine Sarr
Der Autor wurde 1972 im Senegal geboren und ist Professor für Wirtschaftswissenschaften. Er fordert eine Entkolonialisierung Afrikas und fordert die Rückbesinnung der afrikanischen Bevölkerung auf ihre geistigen und kulturellen Werte im Kontext der Modernisierung.
Fazit: Pflichtlektüre! Der andere Blickwinkel hat mir supergut gefallen und war sehr erfrischend. So eine richtig wohltuende Ohrfeige.

„Am Rand“ von Hans Platzgumer
Ein Mann packt seine Sachen und nimmt mit: Rucksack, Papier, Stift. Er steigt früh morgens unbemerkt auf einen Berg und fängt an, seine Geschichte aufzuschreiben. Er hat 2 Menschen umgebracht, aber ist er wirklich ein Mörder? Der Leser des Manuskripts soll entscheiden.
Fazit: spannende, tragische Geschichte, toll erzählt. Daher: Lesenswert!

„Agathe“ von Catherine Anne Boman
Ein Psychologe kurz vor der Pensionierung, zählt die letzten Patientengespräche und blickt auf sein Leben zurück. Er lebt in seiner Routine und wartet auf…ja auf was eigentlich? Das weiß er selbst nicht so genau. Wenn die Leere ihn erschlägt, gerät er in Panik, fängt an zu schwitzen, verliert die Orientierung. Wie es ihm geht? Das weiß er selber nicht. Dann erscheint eine letzte, neue Patientin, die sich nicht abservieren lässt und trotzdem Gespräche will, obwohl sie weiß, dass er sie nich heilen kann. Agathe ist anders. Irgendwie. Und deshalb ändert sich alles.
Fazit: nette Geschichte, in der es sehr menschelt. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe erwartet, aber vielleicht war es auch gut so. Hm. Ich weiß noch nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich das Buch nur aufgrund des Covers ausgeliehen.

„The gifts of imperfection“ von Brené Brown
Scham- und Angstforscherin Brené Brown überlegte sich nach ihrem Zusammenbruch, wie es sein kann, dass einige Menschen irgendwie cooler und glücklicher sind, ohne sich anstrengen zu müssen. Wie kriegt man dieses ganzheitlich lebenswerte Leben denn eigentlich hin? Was macht diese Menschen aus? Und: Kann man sich davon was abschauen und sogar antrainieren?
Fazit: Das Buch tat einfach nur saugut. Von amerikanischer Ratgeberliteratur darf man sich – glaub ich – eh nich sooo viel erhoffen, aber wenn man sich darauf einlässt, kriegt man viele Ideen. Daher: Lesenswert.

Das wars. Was hast du gelesen?