Wochenrückblick KW39/2019

Die Hand funktioniert prächtig, nur leider hat sich heimlich und sehr tückisch am Mittwochabend eine Erkältung angeschlichen, die mir ein Extra-Leben abgezogen hat. Mein Energiebalken ist fast leer und ich kann kaum mehr hören, weil mir der blöde Schnupfen alles dicht macht…
Es. NERVT!

Was bleibt da übrig, ausser mal wieder durchs Internet zu steigen? Genau:

Dieser Artikel über Gewohnheiten war sehr interessant! Gerade bin ich durch die global challenge dabei, das auch zu erforschen.
dazu passt die Frage, wie man eigentlich Fortschritt fühlen kann?

Musterbrecher

We’re Taking More Photos Than Ever—but Do We Still Treasure Them?

Dieser Film hat mir sehr gefallen.

In letzter Zeit höre und lese ich überall, dass wie wild Bäume gepflanzt werden oder Wälder gerettet werden sollen. Ja, schön und gut denk ich – aber warum jetzt? Is doch bekannt, dass Bäume toll sind und uns Luft für ein ganzes Leben schenken…
Naja. Jetzt hab ich die Antwort: Viele Bäume = weniger Klimakrise. Hat ne neue Studie ergeben.

Alt, aber gut: Auch wenn man für eine Halbjahresbilanz schon spät dran ist, sollte man sich mal kurz die Zeit nehmen und reflektieren, ob das mit seinen Zielen noch so hinhaut.

Soundtrack der Woche

Das wars. Ich werf jetzt ne Erkältungskapsel ein und wünsch euch beste Gesundheit!

Gesehen im August und im September

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Gesehen hab ich im August und September auch nicht viel…dafür war ich von dem wenigen sehr begeistert :D

„Shazam!“
Billy, Pflegekind und chronischer Ausreisser will seine Mutter finden. Dabei kommt ihm ein Zauberer in die Quere, der ihn als Champion aussucht. Billy erhält Kräfte wie ein Superheld und geht erstmal fleißig damit angeben. Dabei verscherzt er es sich nicht nur mit seinen Geschwistern sondern auch mit Dr. Sivana…
Fazit: launig, modern, ziemlich spaßig.

Fast & Furious: Hobbs and Shaw
Spin-off zur Fast & Furious-Reihe Zwei Jahre Fast & Furious 8 müssen sich der Bundesagent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) und der ehemalige britische Militärsoldat Deckard Shaw (Jason Statham) zusammenschließen, um dem perfekten Super-Bösewicht Brixton (Idris Elba) das Handwerk zu legen. Das gefällt ihnen nicht.
Fazit: Bäm! Der Film hat alles, was es braucht, um mich fröhlich hopsend aus dem Kino zu entlassen: Explosionen, blöde Witze, Dwayne Johnson und Jason Statham, coole Stunts, spektakuläre Verfolgungsjagden, einen genialen Idris Elba, völlig absurde Bilder und als Sahnehäubschen obendrauf auch noch Ryan Reynolds und Kevin Hart. Hoffentlich machen sie noch 5 Milliarden andere Filme.

Alita: Battle Angel
Dr. Ido findet in den Trümmern unterhalb der Himmelsstadt Zalem einen Teil eines weiblichen Cyborgs. Er bastelt sie zusammen und nennt sie „Alita“. Leider kann sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Sie freundet sich mit Hugo an und verbringt ihre Nachmittage damit, Motorball zu spielen. Doch immer wieder kehren durch Flashbacks Erinnerungen zurück und sie ahnt, dass sie ein größeres Schicksal zu erfüllen hat. Alita forscht nach und das bleibt nicht unentdeckt. Auch Nova, Herrscher auf Zalem, wird auf sie aufmerksam.
Fazit: der Anfang des Films war langweilig und wurde eigentlich nur durch die Figur der Alita getragen. Allerdings waren die Bilder ziemlich nah am Comic und ich glaub das könnte den Lesern des Comics supergut gefallen. Ansonsten: Coole Actionchoreografie und die Mischung aus Naives Teenager-Girly und knallharter Cyborg Panzerbrecher-Kämpferin war sehr interessant. Bin gespannt auf den 2. Teil.

Once upon a time in Venice Beach
Steve Ford, ein Ex-Cop, verdient seinen Lebensunterhalt in Venice Beach als Privatdetektiv. Aber eigentlich will er nur ein entspanntes Leben, weshalb sein Assistent die meiste Arbeit macht. Steve geht surfen und skateboarden, versucht Kinder von Drogen abzuhalten,trifft sich mit Kumpel Dave oder geht mit seinem Hund spazieren. All das ändert sich jedoch schlagartig, als sein Hund Buddy von einer bekannten Gang entführt wird. Steve beschließt, sich auf seine Fähigkeiten zu besinnen und sich ins Gangster- und Drogenmilieu zu stürzen. Das bleibt nicht ohne Folgen. Und eigentlich muss er sich noch um andere Aufträge kümmern..
Fazit: Der Film ist so schräg und absurd, dass er schon wieder Spaß macht. Ich wurde sehr gut unterhalten, könnt jetzt aber nich sagen, was da genau los war :D

Gelesen im August und im September

Ja, es ist nicht Mittwoch. Die Hand ist zwar heil, aber jetzt bin ich erkältet und nur am Abschlaffen…ich tipp das schnell hier hin und verkriech mich gleich wieder ins Bett.

Der August war ja mein Urlaubsmonat und davon bin ich die meiste Zeit draußen gewesen. Abends war ich durch das Wandern so müde, dass ich dann auch nicht so viel lesen konnte und von diesem Zustand bin ich in eine richtige Leseflaute gerutscht. Mal sehen wann ich da wieder rauskomme. Die Liste sieht entsprechend aus.

„Die letzte Crew des Wandersterns“ von Hans-Arthur Marsiske
2028, Alltag auf der ISS: Die dort lebende Crew macht alles zur endgültigen Stilllegung fertig. Daher gilt es aufzuräumen. Beim Beenden der Testreihen und Experimente machen die Wissenschaftler bei einem Experiment mit Marsproteinen eine unerwartete Entdeckung. Parallel dazu beobachtet Jaija, Mitglied und „Seherin“ eines Naturvolks auf einer einsamen Insel, fern von jeglicher Zivilisation den ständig vorbeiziehenden „Wanderstern“. Ob das ein Zeichen ist? und wenn ja, welches?
Fazit: ich mochte es, aber ich kann es nicht so richtig weiterempfehlen, da es viel zu speziell ist. Für Fans von Kubriks 2001 oder der ISS ist es bestimmt sehr lesenswert. Stellenweise musste ich oft auch an die Bilder aus „Gravity“ denken. Ich mochte die Ideen die darin steckten, die nicht nur das Fachwissen des Autors sondern auch philosophische Betrachtungsweisen zulassen. Insgesamt war es mir aber dann doch zu wenig emotional und ich hätte dann doch mehr Drama erwartet, aber andererseits passiert das bei Astronauten, die ja bekanntlich Nerven aus Stahl haben, wohl nicht.

„Der Würfel“ von Bijan Moini
Der Würfel, eine alles durchdringende KI, bestimmt das Leben der Menschen in Deutschland. Für das Grundeinkommen ist gesorgt, es steigt, wenn man einen hohen Pred-Score hat. Je höher der Score, desto mehr kann der Würfel das Verhalten vorausahnen und entsprechend Vorschläge zu einem guten und gesunden Leben unterbreiten. Dann bekommt man auch noch mehr Geld und kann sich schöne virtuelle Tapeten „smalen“ oder mit seinen „smeyes“ und „smears“ die Obdachlosen aus den Straßen oder Schimpfwörter ausblenden.
Taso macht da nicht mit. Er ist Offliner und Gaukler. Seine Entscheidungen trifft er zufällig um seinen Predscore möglichst niedrig zu halten. Das klappt gut, aber viele Freunde hat er nicht und es gibt deshalb auch regelmäßig Differenzen mit seinem Bruder Peter, der „drin“ ist. Er lebt mehr schlecht als recht. Dann kommt allerdings unerwarteter Besuch: Jugendfreundin Dalia ist aus einer Offline-Sekte geflohen und will nun ein schönes Leben in Freiheit. Taso hilft ihr beim Eintritt in die Würfelwelt und das stellt sein Leben so ziemlich auf den Kopf…
Fazit: also es liest sich spannend wie ein Film. Ich hoffe, dass das Buch verfilmt wird. Es hat mich an eine Mischung aus „Blade Runner“ und „Minority Report“ erinnert und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Tolle Charaktere, gute Ideen und jede Menge grausliches „ah omg“ Gefühl. Ich fand das alles sehr realistisch, gut durchdacht und kann es daher nur empfehlen.


„Die Harz-Reise“ von Heinrich Heine

Student Heine kehrt Göttingen den Rücken und wandert in den Harz. Dort macht er nicht nur Bekanntschaft mit der Natur, sondern trifft auch nette Mädchen. :D
Fazit: wer mal in den Harz fährt sollte Heines Harz-Reise unbedingt lesen. Es ist kurz und ganz schön sarkastisch gewürzt, ich hab gut gelacht und wusste gar nicht, dass Heine so bösartig sein kann. Toll!

„Die Kunst, einfach gut zu sein“ von Robert Twigger
Robert Twigger ist Philosoph und kann das perfekte Omelett machen. Naja. Für seine Verhältnisse. Er nennt das „Mikromeisterschaft“ und davon gibt es viele. Die Idee hinter dem Buch ist, kleine Erfolge zu haben statt ständig große Anstrengungen zu machen. Wie das genau geht und warum das Vorteile bringt erklärt Twigger mit netten Illustrationen (zeichnen ist auch eine Mikromeisterschaft, btw) in seinem Buch.
Fazit: Sehr inspirierend und motivierend. Hab ich sehr gerne gelesen!

„Duell im ewigen Eis: Scott und Amundsen oder die Eroberung des Südpols“ von Rainer-K. Langner
Bekanntlich weiß man ja, dass die Norweger unter Amundsen die ersten am Südpol waren. Scott kam mit seiner Crew enttäuscht an und schaffte kaum mehr den Rückweg, während es für Amundsen eher ein Skiausflug war. Was da genau schiefgelaufen ist bzw. was die Expedition zum Erfolg führte, erfährt man in diesem (kurzen) Buch
Fazit: selten hat mich ein Buch so mitgenommen wie dieses! Ich musste darüber so viel reden und nachdenken…tu dir den Gefallen und lies es auch. Es sind nur 224 Seiten aber diese sind voller Drama, Arroganz, falschen Einschätzungen, Mitgefühl und Zorn.


„Space Girls“ von Maiken Nielsen

Juni wächst in den 50ern in New Orleans auf. Wenn sie nicht gerade irgendwo hin rennt, will sie fliegen, also macht sie unter den Fittichen von Stiefvater Ben mit 17 ihren Pilotenschein. Sie fliegt mit anderen Frauen Rennen und hat als Vorbild Jerry Cobb, die wiederrum von Dr. Lovelace gefragt wird, ob sie am Mercury Programm zur Astronauten Ausbildung teilnehmen will. Jerry zögert nicht lange und sagt zu. Wie gut das Dr. Lovelace noch andere Frauen für sein Testprogramm sucht.
Derweil überschattet ein dunkles Geheimnis Junis Familie…
Fazit: sehr lesenswert. Über das Mercury Programm weiß man ja einiges, von den Frauen, die als Mercury 13 Team getestet wurden fast gar nichts. Dieser Roman bietet einen idealen Einstieg und vermischt empathisch und spannend eine Flucht- und Familiengeschichte aus dem zweiten Weltkrieg mit dem amerikansichen Space-Race Gefühl der 60er unter Wernher von Braun und den Apollo Missionen. Hat mir sehr gut gefallen.

Welchen spannenden Roman hast du zuletzt gelesen?

Wochenrückblick KW38/2019

N’abend! ich hab mir vorhin das Pflaster abgezogen, die Klammerpflaster halten noch, aber ich lass da erstmal ein bisschen Luft ran, dann klappt das mit dem Tippen besser.

Ich war nich so viel im Internet unterwegs, aber ein paar gute Sachen sind mir doch begegnet:

Saudi Arabia lifts travel restrictions on women, grants them greater control

und noch ne gute Nachricht für Frauen in Indonesien. Es geht langsam voran. Langsam. Aber voran!

Es gibt jetzt noch schwärzer als das schwärzeste Schwarz (bitte 3x schnell hintereinander sagen) und ich hoffe, irgendwer kann daraus mal Klamotten nähen.

Ich liebe alles, was die Mikrobiom-Forschung zu tage fördert! Diesmal die Idee, das Parkinson im Darm beginnt!

Wie erkennt ein Computer eigentlich das Geschlecht einer Person? Hier kann man sich mal einlesen und sich selber testen.

Mit dem Wassertaxi über die Elbe? Würd ich mal probieren. Und du?

Ich habe so einen Automaten noch nich gesehen, aber klingt eigentlich nach ner guten Motivation mal sein Elektrolager auszumisten, ne? Wenn die Handys eh nur in der Schublade liegen, können die auch weg.

Das wars schon. Ich glaub, ich kann jetzt wieder normal weiterbloggen. :)

To Do – die Hände in den Schoß legen

Hallo! Bestimmt hat sich vielleicht der eine oder die andere gewundert wo ich bleibe. (Vielleicht auch nicht lol) :D

Also es ist so: Ich habe mir die linke Hand verletzt und das Tippen fällt mir etwas schwer, daher muss ich die Woche noch abwarten, wie sich das entwickelt. Am Freitag werden die Fäden gezogen, deshalb gehe ich davon aus, dass es erst wieder nächsten Sonntag einen Wochenrückblick gibt. Mal sehen. Ich kann nix versprechen, bin aber guter Dinge. Bis dahin genieße ich das herbstliche Wetter und geh viel spazieren, weil ich Schritte für mein Team sammeln muss. Was das genau bedeutet erkläre ich ein anderes mal.

Bis dahin!