Alles, was ich habe – Minimalismus mal anders

Eigentlich weiß ich gar nicht mehr genau, woher plötzlich dieses neue Jahresmotto kam. Es ist irgendwann mittem im Jahr aufgetaucht, nach einem überraschenden Moment wieder verschwunden und Mitte November kam es dann transformiert wieder und ich wusste: Ja, das ist es! Das muss es sein!

Das Motto „Alles, was ich habe“ (und auch „Alles, was ich brauche“) soll den Minimalismus mal von der anderen Seite her beleuchten. Bei dem Stichwort „Minimalismus“ denkt man mittlerweile ja fast schon reflexartig ans Ausmisten und Loslassen – aber was ist mit den Sachen, Gewohnheiten, Beziehungen die übrig bleiben?
Das, was man nicht hergegeben hat, bedeutet doch etwas. Und diesen Dingen möchte ich dieses Jahr ein bisschen näher kommen.

Wie das genau aussehen soll?

  • Mehr tauschen, leihen, gebraucht kaufen oder sich schenken lassen (wenn die anderen Zeug loswerden wollen, das ich zufällig gebrauchen kann; –> Ressourcen nutzen, die bereits vorhanden sind, dabei auch mutig sein, z.B. auch mal die Nachbarn oder Arbeitskollegen fragen)
  • Stichworte: DIY und Upcycling
  • Meine bestehende Mitgliedschaft im Sportverein besser ausnutzen und fitter werden (*räusper* hat letztens Jahr nämlich gar nicht geklappt…)
  • Meine Ausdauer, die ich mir durch das Laufen antrainiert habe, weiter ausbauen
  • Meine noch ungelesenen Bücher im Regal lesen, anstatt immer etwas Neues aus der Bücherei auszuleihen
  • Meine gesamte Organisation vereinheitlichen und zwar mit den Dingen, die ich habe
  • Vorhandene, eingelagerte Lebensmittel und Haushaltsartikel immer so gut es geht aufbrauchen, statt ständig was nachzukaufen
  • Meine Lieblingsfilme, die ich auf DVD habe, anschauen
  • Mein Bastelzeug nutzen, statt Neues zu kaufen
  • Fähigkeiten oder gute Gewohnheiten, die in Ansätzen vorhanden sind, weiter entwickeln, statt was Neues auszuprobieren (das klingt auf dem 1. Blick etwas fad, aber ich will immer so viel auf einmal und dabei verzettel ich mich dann oft. Projekte beenden ist auch eine Form von Loslassen)
  • mich mehr auf mein Inneres konzentrieren, Spiritualität entdecken usw.

Das sind so grobe Umrisse a la: „Alles kann, nichts muss“ – mal sehen, was daraus wird :D

5 Gedanken zu “Alles, was ich habe – Minimalismus mal anders

  1. Hi!
    Das klingt wieder einmal sehr interessant. Ich plane momentan einen Umzug und bin deswegen selbst dabei, zu überlegen, was ich so alles habe und auf was ich verzichten kann. Hauptsächlich geht es bei mir um so Dinge wie: Soll ich mir das Buch jetzt wirklich noch kaufen, ich muss die ja alle in die neue Wohnung schleppen. Seit Weihnachten habe ich mir auch viele Gedanken gemacht über die Dinge, die ich haben will und beschlossen, dass es Quatsch ist, mir einen neuen Laptop zu kaufen. Mein alter ist sehr langsam, stürzt regelmäßig ab und funktioniert manchmal gar nicht aber ich richte mich jetzt einfach danach. Wenn er eben mal nicht läuft, dann lass ich ihn aus, so muss das einfach sein. Wenn man etwas Wichtiges nachschauen muss, hab ich ja auch noch ein Smartphone… Fernseher ist ein ähnliches Thema. Meiner ist 12 (!) Jahre alt und ich hätte gerne mal einen neuen. Aber ich brauche definitiv keinen neuen sondern werde den benutzen, so lange er noch funktioniert…
    Ich bin übrigens gerade am überlegen, ob ich so etwas starten soll, wie dein Achtsamkeits-Experiment, das fand ich sehr interessant. Vielleicht mache ich das auch mal!

  2. Mmmhhh Dinge zu Ende bringen. Das kenne ich leider nur zu gut, wenn man sich immer neue Beschäftigungen sucht und nichts zu Ende bringt. ich würde dazu ja mal vielseitig interessiert sagen :D

    Wie wärs mit Erlernen eines Musikinstruments? So kommst du quasi nie ans Ziel (man kann nämlich immernoch besser werden) und wenn du gut wirst, kannst du auf der Straße ein wenig Geld verdienen. Vorausgesetzt du entscheidest dich für ein Instrument, welches man gut transportieren kann :D. Darüber hinaus kannst du deinen Bastelkrams benutzen um das Instrument zu verzieren…, du kannst Freunden zum Geburtstag oder der Familie zu Weihnachten ein „Ständchen“ bringen…hast also was kreatives gemacht ohne Geld auszugeben. Manchmal hat man Glück und man bekommt ausrangierte Instrumente zum günstigen Preis. Dann bei youtube ein paar Tutorials und in der Bibliothek Anleitungen suchen und schon kanns losgehen ;)

    Die Vereinbarkeit von Minimalismus und Spiritualität ist aber etwas schwieriger. Aber vielleicht haben wir auch nur verschiedene Ansätze. Ich kann dir dazu gerne ein paar Bücher ausleihen oder dir auch ein paar gute nennen. (In Bibliotheken findet man meist aber nicht die guten Bücher zu dem Thema, zumindest nicht in unserer ;) )

    lg Sabrina

  3. Du sprichst mir aus der Seele :-) Für mich steht das Jahr 2013 unter dem Motto „Sanierungsjahr“. Die Dinge die ich habe, will ich nutzen oder ausmisten, nicht immer ständig verzetteln und irgendwie einfach mal das Leben in eine Ordnung und auf die Reihe bekommen, dass es läuft und ich nicht ständig aufgrund der permanenten Unordnung und den viel zu vielen Aufgaben, die mir einfallen, frustriert und unglücklich bin.
    Dazu sollte auch gehören, dass ich mir möglichst keine neuen Bücher, die Anregungen und ähnliches verschaffen, zulege, sondern einfach erstmal das nutze, was vorhanden ist. Denn theoretisch würde dies wahrscheinlich schon für ein ganzes Leben reichen können – bis auf Verbrauchsgüter.

    In diesem Sinne viel Erfolg bei deinen Plänen und ich bin gespannt, deine Fortschritte hier zu verfolgen. Vielleicht erinnern sie mich auch immer wieder an meine Pläne und daran sie fort- und umzusetzen.

    Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr,

    Melanie

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