Alles, was ich habe: Organisation 2013

Nachdem ich letztens Jahr über meine Organisationswerkzeuge geschrieben habe, wurde mir eines immer klarer: Je mehr Systeme, desto unübersichtlicher wird alles. Die „Unfälle“ die ich aus Spaß benutzt habe, wurden ein Klotz am Bein, waren aber trotzdem irgendwie praktisch (weil einzeln für sich betrachtet, jeder Kalender seinen Vorteil hat).
Ich wusste, für dieses Jahr muss ich ein System finden, was zu meiner Organisation und zu meinem Jahresmotto passt.

Ich wollte eine Jahresübersicht, aber nichts Neues für den Filofax kaufen. Ich wollte alles in meinem Filo haben, damit ich es immer parat habe. Und ja, das Problem mit der Technikfaulheit gibt es immer noch. Anfangs dachte ich daran, iCal zu benutzen, weil es im Büro mit Outlook so gut klappt, aber da ich kein Smartphone habe, hab ich mir die Idee wieder aus dem Kopf geschlagen.
Und ich wollte eine Übersicht, damit ich meine Ziele loggen kann (oh wow, komme mir gerade total zwanghaft vor. Bitte sagt mir, dass ihr sowas auch macht :D) Ich habe letztes Jahr damit angefangen und irgendwie hat mir das immer wieder einen Motivationsschub gegeben, wenn ich gesehen habe, dass ich „mal wieder Sport machen sollte“ oder ich entdeckt habe, dass ich „gerade so gut dabei bin“
Oh und was man alles loggen könnte! Ich logge, ob ich im Sportverein war, ob ich mit der DVD rumgehopst bin, ob ich laufen war, wann ich wie lange krank war – die Möglichkeiten sind ja endlos! (Mir fallen jetzt spontan auch noch Ausflüge oder Reisen ein, oder Dates mit dem Partner)

Zuerst habe ich mir also Gedanken gemacht, WAS ich alles notiere. Dann habe ich mich darum gekümmert WIE ich es notieren möchte. Zusammen mit der Prämisse, dass ich nur das nutzen will, was vorhanden ist – kam ich zu folgenden Mitteln:

– Mein Pocket-Filofax (mit neuem Cover, damit mir das Jahresmotto täglich ins Auge springt), der sich bewährt hat (wobei ich mittlerweile von einem Größeren fantasiere, da ich alles hineinquetsche…)
filocover2013

– Ein selbstgebastelter Jahresplan, den ich vom letzten Wochenkalender herausgetrennt und eingeheftet habe
diyjahreskalenderfilofax

– Und ein ausgedruckter Jahreskalender von der Seite schulferien.org
Man kann eingeben, ob und wie man die Ferien für ein jeweiliges Bundesland eingezeichnet haben möchte und ob Kalenderwochen und Mondphasen auftauchen sollen. Ziemlich praktisch und schnell erstellt und ausgedruckt.
LOGKalender

Der Trick beim Loggen ist, sich einfache Kürzel auszudenken. Feiertage sind Lila, Urlaub und freie Tage sind türkis. Wenn ich Sport gemacht habe, mal ich ein Herz und ein Kürzel z.b. SS = Sportverein, L für Laufen und D für DVD-Herumgehopse, wenn ich krank war, male ich ein schwarzes K an den Rand
usw.
Am Jahresende hat man so einen schönen Überblick über alles, was man 2013 gemacht hat. So kann man dranbleiben!

Wie läufts mit deinen Vorsätzen/deinem Jahresmotto? Hast du irgendwas an deiner Organisation geändert?

9 Gedanken zu “Alles, was ich habe: Organisation 2013

  1. Komisch, ich scheine die einzige auf weiter Flur zu sein, die einfach LEBT, ohne Organisation, ohne grossartige Struktur. :p Brauche ich einfach nicht.

    1. hehe, du bist garantiert nicht die einzige, die ohne organisation auskommt. Natürlich geht das auch. Nur kenne ich den Zustand OHNE Organisation und nun mit und habe daher den Vergleich. Und mit Organisation lebe ich einfach, weil ich nicht so viel denken muss. Obwohl das durch dieses ganze Organisieren natürlich nicht so wirkt :D Komisches Zeugs, dieses Menschsein, ne? :D

  2. Meinen Google-Kalender habe ich mit neuen ical-Daten gefüttert in Form von Schulferien, und Last.FM-Empfehlungen für Konzerte in meiner Stadt.

    Langweilig im Vergleich zu deinem DIY-Kalender, aber für mich optimal da Smartphone immer dabei.

  3. Für mich geht einfach nichts über den gut alten Famlienplaner in der Küche. Alle können draufschauen und sich informieren. Einziger Nachteil ist, dass ich unterwegs nicht immer alle zukünftigen Termine bei mir habe. Am Ende des Jahres habe ich so auch immer eine gute Übersicht. Termine in meinem Smartphone zu verwalten reizt mich nicht, obwohl das bestimmt auch Vorteile hat.

  4. Ich finde deinen Filo echt toll. Finchley, oder?!
    So eine ausklappbare Jahresübersicht nutze ich seit diesem Jahr auch. Wirklich praktisch, da man da eigentlich sehr deutlich sieht, dass ein Jahr eigentlich gar nicht so lang ist wie man immer meint und man sich dann für jegliche Aufschieberitis noch schlechter fühlt. Hilft mir sehr bei meinen Projekten am Ball zu bleiben. Die sind nämlich seit diesem Jahr auch neu. Ich habe jetzt „MIT“s eingeführt. Most Important Things. Und zwar immer 3 Stück pro Tag, pro Woche und pro Monat. Und hey, das funktioniert!!!
    Das neue Jahr ist zwar noch nicht sehr alt, und man soll ja den Tag nicht … usw. aber bislang schaut´s echt gut aus :)

  5. Ich würde mal sagen, dass ich teilorganisiert bin. Es gibt einen Taschenkalender in den ich Termine und Urlaub eintrage. Aber ich würde nicht darauf kommen einzutragen ob ich jeden Mittwoch regelmäßig gewalkt bin oder wann ich krank war. Das interessiert mich am Ende des Jahres eher weniger. Ich schaue auch am Ende des Jahres nicht mehr in den Kalender und denke mir „Ahhh da war ich also krank!“ oder „Wann war ich noch mal beim Zahnarzt?“
    Es geht mir rein um die Organisation von von wichtigen Terminen und ein paar Ideen für Projekte oder den Blog. Da ich nun endlich einen Kalender gefunden hab, der Klein ist aber ausreichend Platz für Notizen hat, funktioniert das ganz gut.

    1. Dadurch, dass ich logge, wann ich krank war, habe ich erkannt, dass es mich meistens 2 mal im Jahr krank werde: März und November. Dieses Jahr werde ich mein Immunsysem darauf vorbereiten! Mal sehen obs hilft! :D

  6. Obwohl die haptischen Dinge natürlich einen unerreichbaren Charme haben, bin ich ein Fan von DayOne (für Mac). Ein großartiges Daily Journal, das mich ganz brav erinnert, mein Leben ein wenig zu loggen. Mache das seit knapp 2 Jahren und weiß nun ziemlich genau Bescheid, was ich wann wo getan habe. Sehr nett zum Schmökern an kalten Winterabenden (in Begleitung eines Whiskys)

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