Lass dich überraschen

Ich bin neulich über das hier gestolpert:

…und so cheesy der Jingle und die Show auch sind – ich habe mich sofort gewundert, ob wir uns eigentlich noch überraschen (lassen) können?

In der Show ging es um Kandidaten, deren größter Wunsch erfüllt wird. Diese Wünsche wurden von Freunden und Kollegen verraten und Rudi Carrell kam diese Kandidaten dann überraschen. Zack! Wunscherfüllung. Und die Bäckerin konnte ihre Brötchen mal mit dem Porsche ausfahren.
Heutzutage wäre die Show ja undenkbar! Intime Wünsche, die man im Gespräch verraten soll? Die vielleicht ein bisschen peinlich oder seltsam sind? Und dann noch ein beliebter aber alter Fernsehmoderator mit Migrationshintergrund, der den Wunsch erfüllt?
Wie soll das gehen?
Innerhalb von 10 Minuten hätte man auf seiner Facebook-Seite die Info, dass Herr Carrell in der Heimatstadt gespottet wurde. Verdächtigerweise haben sich die Kollegen neulich in der Whatsapp-Gruppe über Träume und Wünsche unterhalten, dann blitzt es einem, man reimt sich alles zusammen, schließlich is man ja nicht blöd!
Überraschung? Nee. Man kommt ja ins Fernsehen. Oder auf Youtube. Da müssen die Brows on Fleek sein.

Bevor wir ins Restaurants gehen, checken wir im Internet Bewertungen.
Wir sehen an der Statusmeldung, wie die Stimmungslage bei der Freundin oder beim Freund ist.
Lohnt das Tinder-Date? Erstmal alles durch stalken, bis wir diese Person treffen.
Es gibt Online-Wunschlisten und Pinterestboards, Testberichte und Blogbeiträge – alles wird geteilt, kann eingesehen und als Lesezeichen gemerkt werden.
Man wird getrackt und geortet und alles ist irgendwie immer unter Kontrolle.
Der Rest wird von einem Algorithmus ausgesucht, aber Entdeckungen machen wir selbst keine mehr, is zu anstrengend. Double Tap.

Das Ganze ist wirklich sehr praktisch. So wissen wir immer worauf wir uns einlassen und was wir zumindest grob erwarten können. Manchmal ist das wirklich sehr hilfreich, z.b. bei Bildern und Bewertungen von Ärzten. Aber vorher gings doch auch ohne diese ganzen Sternchen und Bewertungen!?
Das war so einfach.

Ich frage mich, warum wir uns nicht mehr erlauben, uns überraschen zu lassen.
Ein bisschen Nervenkitzel.
Ein bisschen Spannung.
Ein bisschen Vertrauen.
Ein bisschen die Kontrolle loslassen und gucken was passiert und was das mit einem macht.

Sich verirren.
Auf das Bauchgefühl hören.
Sich beraten lassen.
Echte Menschen um Empfehlungen bitten. Was begeistert sie? Wovon waren sie enttäuscht? Warum?
Und vor allem: Mut zum Ausprobieren.

Was hat dich zuletzt überrascht?

Wochenrückblick KW45/2018

Mein Leben hat sich diese Woche echt verbessert. Ich habe nämlich ein neues Buch angefangen über Gamification und sofort eine App geladen, mit der ich jetzt spielerisch meine Themen angehe – und es funktioniert. Bin schwer begeistert.
Klickste hier: www.superbetter.com
Der TED talk von Jane McGonigal ist auch gut. Sie hat übrigens praktischerweise eine Zwillingsschwester namens Kelly, die sich mit Willenskraft beschäftigt.

Die Zeiten sind hart, deshalb freue ich mich über alles, was mich politisch irgendwie optimistischer stimmt. Ich freue mich sehr, dass es amerikanischen Frauen gelungen ist zu gewinnen.

Hier kann man ganz viel über Musik lernen und ausprobieren

Glimpse: Utopian Fiction Could Help Us Unlock the Bright Future We Never Imagined

ein Gelähmter kann wieder stehen und übt jetzt gehen

Amber Case wirft eine interessante Fragestellung auf: Wie „laut“ sind eigentlich digitale Produkte? Und was kann man tun, damit man selbst ein digitales Produkt herstellt, dass eben nich so nervig is? Ich hab darüber noch nie nachgedacht, aber als Designer oder Programmierer sollte man sich damit schon mal befassen.

Geschichten aus der Zukunft! Hier ist eine über unser Geldsystem

…so das wars. Einen schönen Restsonntag!

To Do – im November

Endspurt – Willkommen im November!

Gefühlt rennt jeder schon los und kauft alles für Weihnachten; ich tendiere momentan eher dazu mich zuhause aufzuhalten und abzugammeln.
Der Oktober war irgendwie schon wieder ein bisschen angestrengend, obwohl es auch viel Schönes und Gutes gab. Z.B. fing ich an, den 2. Grünen Ring Hamburgs entlang zu wandern. Die Strecken sind alle zwischen 10 und 15 km lang und man entdeckt allerhand Neues. Eine Tour führt mehr oder weniger durch Friedhöfe, die andere über Autobahnbrücken und am Flughafen entlang. Einmal gehts lang am Wassern, dann wieder durch Parks und Wälder.
Jetzt ist es November und das Grau leuchtet nirgends schöner! Das mit den 2kg abnehmen hat nicht geklappt, aber zugenommen habe ich auch nicht. Motiviert halt nur nicht so richtig und da muss ich mir was ausdenken…(Tipps, um aus dem Motivationsloch zu klettern nehme ich gerne entgegen)

Ich umarme das Grau und entscheide mich für:

  • Urlaub
  • lange Schlafen
  • Spaziergänge und moderates Schwimmen
  • lesen, ganz viel lesen
  • Spaß

Wie wirst du deinen November gestalten?

Wochenrückblick KW44/2018

Hier sind simple, brauchbare Abnehmtipps bzw. Tipps um gesünder zu essen– eigentlich ist es keine Hexerei…*hüstel*

Ambient-Sound-Spielerei für alle!

Why is it that cyberpunk still looks like it did in the 80s? Perhaps there has been no need for it to change: it continues to resonate with us because the world it depicts is the one we live in.

Der Film Earthrise erzählt die Entstehungsgeschichte des ersten Bildes der Erde aus dem Weltall.

Miyu Kojima arbeitet für eine Reinigungsfirma, die sauber macht, wenn einsame Großstädter gestorben sind und erst sehr viel später entdeckt werden. Auf japanisch heißt das „kodokushi“. Wenn sie nicht diese Wohnungen reinigt, baut sie kleine Miniaturen von diesen Wohnungen, wie sie sie vorgefunden hat…sehr interessantes Kunstprojekt.

so und weil diese Woche das Computer- und Videospielefestival PLAY war, gibts zum Abschluss noch ein paar Games, die mich sehr interessiert haben:

Kapitalismus im Weltall oder einfach Papier schneiden?

Sonntags mal ganz unmoralisch Hass und schlechte Neuigkeiten im Netz schüren, weil man es ganz einfach kann
Vor allem per Social Media

Ach und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich den Aufstand erproben. Die Perspektive des Erlebens kann man sich dabei selbst aussuchen

Das wars schon! Schönen Restsonntag noch :)

Gesehen im September und Oktober

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Und auch diese Liste hier darf nicht fehlen!

Downsizing
Klimawandel, Überbevölkerung, Geldsorgen…das Leben ist nicht immer Friede,Freude, Eierkuchen und diese Probleme drängen. Ein norwegischer Wissenschaftler hat aber die Lösung! Mit dem „downsizing Serum“ kann man sich auf ca. 12 cm Größe schrumpfen und so die Lebenshaltungskosten senken. Der gutmütige Ergotherapeut Paul wagt mit seiner Frau Audrey das Experiment. Ihr Plan: Umziehen nach Leisure Land, wo sie von ihrem Erspartem in Saus und Braus leben können. Doch nachdem Paul erfolgreich geschrumpft wurde, kommt alles anders als Paul erwartet hat..
Fazit: Der Film schwächelt zwischendurch, wirft aber interessante Fragen auf und come on – guck ihn dir wegen Christoph Waltz an, der ist in dem Film einfach supergut. Ich fand den Film sehenswert

Ready Player One
Buchverfilmung nach dem Roman von Ernest Cline
In der Zukunft hocken alle in den Slums und versuchen, das Adventure-Spiel „Oasis“ zu gewinnen. Der Preis? Die völlige Kontrolle der Oasis und das Erbe des Spielentwicklers Halliday. Firmenboss Nolan Sorrento, Chef von Innovative Online Industries, will unbedingt die Kontrolle über die OASIS erhalten um maximalen Profit herauszuschlagen. Gelingt es idealistischen Gamern das Spiel schneller zu gewinnen?
Fazit: Gute-Laune-Film mit bunten Bildern und einer leider etwas vorhersehbaren Story, die eher lose an den Roman anknüpft. Macht aber nix. Gutes Popcornkino für die ganze Familie.

Solo
Han Solos Origin Geschichte!
Fazit: Nix besonderes, aber auch nix schlechtes. Kann man sich anschauen, wenn man Star Wars mag. Ich mag Star Wars :D

Pacific Rim: Uprising
Riesenmonser vs. Riesenroboter und ziemliche viel Gentechnik. Keine gute Kombi.
Fazit: ziemlich uninspiriert und langweilig, die Darsteller machen ihre Sache zwar gut, aber das hilft auch nix. Muss man nich sehen.

Hilda, Staffel 1
Hilda liebt Zeichnen, lesen und Abenteuer! Gemeinsam mit ihrem Hirschfuchs „Hörnchen“ trifft sie in der Wildnis Trolle, Elfen und andere Kreaturen. Als ihre Mutter nach Trollberg umziehen will, ist Hilda nicht begeistert.
Fazit: Wer die Hilda Comics von Luke Pearson mag, wird die Serie auch gut finden. Sehr niedlich!

Formicula
Ein traumatisiertes Kind irrt durch die Wüste, es fehlt Zucker, Menschen sterben…es können nur mutierte Ameisen sein!!!
Fazit: Klassiker! Und ja, die Effekte sind wirklich gut.

Tomb Raider
Die junge Lara Croft kümmert sich nich um ihr Erbe, sondern schlägt sich lieber als Fahrradkurier durch. Sie glaubt einfach nicht an den Tod ihres Vaters. Nachdem sie bei ner blöden Aktion verhaftet wird und ihr von Ana Miller, der Geschäftsführerin von Croft Holding, mitgeteilt wird, dass das Erbe verfällt, wenn sie es nicht annimmt, lässt sich Lara widerwillig umstimmen. Kurz vor Vertragsunterzeichnung erhält sie einen Schlüssel der zu einem geheimen Zimmer auf dem Croft Anwesen führt. Das Zimmer beherbergt Aufzeichnungen und Gegenstände von Laras Vater, u.a. einer Videobotschaft, in der er ihr mitteilt woran er zuletzt gearbeitet hat und das sie die Sachen vernichten soll, bevor sie in falsche Hände geraten. Aber Lara ist zu neugierig und macht sich mit neuer Hoffnung auf nach Asien, um ihren verschollenen Vater aufzuspüren…
Fazit:irgendwie sehr modern und daher sehr sehenswert. Ich mochte einzelnen Szenen sehr und die draufgängerische Alicia Vikander war echt ne gute Wahl. Von mir aus können sie noch mehr Teile mit ihr drehen.

The Shape of Water
Die stumme Reinigungskraft Elisa arbeitet in einem geheimen US-Labor der Regierung. Eines Tages freundet sie sich mit einem gefangenen Amphibienmann an…
Fazit: jepp, da sind sich alle einig: ein toller Film!

Jetzt hör ich auf. Im Kino war ich nich, weiß gar nich mehr was gerade so läuft?! Lohnt was?

Gelesen im September und Oktober

Ups, ich hab ja voll den September verpeilt…der wird jetzt nachgereicht!

Also das habe ich im September und im Oktober gelesen:

„Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elisabeth Tova Bailey

Als eine mysteriöse Viruserkrankung die Autorin zur Bettlägrigkeit verdonnert und sie sich langweilt, kommt ihr die kleine Schnecke gerade recht. Eine Freundin hat sie aus dem Wald mitgebracht, in einen Blumentopf gesetzt und auf den Tisch gestellt. Von da an beobachtet Elisabeth die kleine Schnecke tagtäglich und lernt nicht nur über Schnecken sondern auch von der Schnecke selbst so einiges über das eigene Leben und ihre Krankheit.
Fazit: tolle, kleine Geschichte über Schnecken! sehr lesenswert!

„Achtsam reisen: Kabellos glücklich oder Wie dein Urlaub zur echten Auszeit wird“ von Sara Clemence
Reisehandbuch für Slow Travel bzw. Achtsames Reisen. Jede Idee wird illustriert vorgestellt und beinhaltet Tipps wie wenig Gepäck, Reisetagebuch führen oder eben Karten zu nutzen statt ne App zu öffnen.
Fazit: schön illustriert und tolle Ideen. Ich mochte das Buch sehr gerne. Selbst beim Lesen fühlte ich schon eine Entspannung. Viel Neues habe ich zwar nicht gelernt, aber toll wars trotzdem. Vor allem als Geschenk geeignet.

„S is for Space“ von Ray Bradbury
Sci-Fi-Kurzgeschichtensammlung.
Fazit: Lesenswert. Für mich ist Bradbury der König der Science-Fiction, also lesen, lesen, lesen!

Silver Surfer Requiem /J. Michael Straczynski
Der Surfer tritt in dieser abgeschlossenen Mini-Serie seine letzte Reise an. Aber erstmal verabschiedet er sich von seinen Freunden auf der Erde, bevor er sich seinem Schicksal stellt…
Fazit: puh. Die Geschichte hat mich ein bisschen fertig gemacht. Aber wahnsinnig toll gezeichnet.

„Die dritte industrielle Revolution“ von Jermey Rifkin
Jeremy Rifkin, Soziologe und Ökonom stellt in dem Buch die dritte industrielle Revolution vor, in der wir uns gerade befinden.
Fazit: sehr lesenswert, stellenweise ein bisschen zäh, weil sich viel wiederholt. Aber deshalb auch selektiv zu lesen. Das Buch ist schon älter (2012) aber gibt immer noch einen guten Überblick über das was kommt bzw. was jetzt gerade ist und wohin die Reise hingehen sollte, wenn wir es nicht verkacken.

„Die Hochhausspringerin“ von Julia von Lucadou
Die Welt der Zukunft ist perfekt organisiert, alles und jeder hat eine Funktion. Wer keine Funktion hat und somit der Gesellschaft nicht nützlich ist, lebt in den Peripherien – Slums der Vorstadt. Jeder dort träumt davon per Casting in die Stadtwelt gewählt zu werden. Idealerweise als Hochhausspringer, dann hat man es geschafft. Zumindest sagt man das so. Leider ist Hochhausspringerin Riva gerade alles andere als perfekt. Sie weigert sich ihr Training wieder aufzunehmen und verkriecht sich schweigend in der Wohnung, keiner weiß was los ist. Ihr Freund findet keine Zugang und die Social-Media Online Welt macht sich Sorgen um die berühmte Sportlerin. Als die Sponsoren unruhig werden, wird Wirtschaftspsychologin Hitomi darauf angesetzt, Riva wieder zu motivieren…
Fazit: verstörend. Und sehr, sehr lesenswert.

„Ein Führer durch das lasterhafte Berlin“ von Curt Moreck
Ein Reiseführer durch das Berlin Nachtleben des Jahres 1931
Fazit: bunt schillernd wie Reklametafeln ist auch dieses Buch. Sprachlich blumig, die Sätze tanzen wie Revuebeine durch den Kopf, dazu Bilder, ein Glossar und jede Menge frivole Bemerkungen des Autors. Für Fans von Babylon Berlin.

„Eine Schwester“ von Bastien Vivès
Antoine ist für seine 13 Jahre immer noch sehr still und verträumt. Das ändert sich, als er die Sommerferien mit seiner Familie am Meer verbringt und Besuch auftaucht: Eine Freundin seiner Mutter sowie deren 16-jährigen Tochter Hélène, die ein bisschen Spannung in Antoines Leben bringt. Sie ist für Antoine nich nur schön und geheimnisvoll, sondern gleichsam wie eine Schwester.
Fazit: sehr berührende Geschichte über das Erwachsenwerden.

„Exo I: Auf nach Darwin II“ von Jerry Frissen
Nahe Zukunft: Die NASA ist sich sicher, dass sie einen erdähnlichen Planeten in erreichbarer Nähe gefunden hat. Sie tauft ihn Darwin II und wie bei jeder neuen Entdeckung werden jede Menge neuer Fragen aufgeworfen. Um Antworten zu finden, wird eine Mission vorbereitet. Aber dann gibt es einen Vorfall: Eine Station im Orbit der Erde wird von etwas aus Richtung Mond getroffen und mehrere Astronauten sterben. War das Zufall oder gibt es intelligentes Leben da draußen, das sich verteidigt? Wer beobachtet wen im All?
Fazit: Die Bilder sind jetzt nichts Besonderes, aber die Story is sehr spannend und macht Lust auf die anderen beiden Teile.

Das wars! Was hast du gelesen?

Wochenrückblick KW43/2018

Ja, bin spät, ich weiß. Musste heute wieder wandern und nach der ungewohnten Sauerstoffzufuhr bin ich eingepennt. Dafür aber das jetzt:

Dieser Beitrag über das Bloggen in seiner heutigen Form von Holly Becker (decor8) ist zwar schon älter, spricht mir aber aus dem Herzen. Die Kommentare darunter sind auch lesenswert. Ich denk immer noch über „Bloggen 4.0“ nach.

Wie wunderschön so ein müllfreier Kühlschrank aussehen kann. Ohne Werbung und Logos die einen Ankreischen. Himmlisch.

Oh und dann war da noch die Sache mit der Mikroplastikkacke. Ein Leben im Wegwerfmodus.

Eine 10 Minuten Übung für mehr Glück

„Fake America Great Again: Wie Facebook und Co. die Demokratie gefährden“ Dieser Film ist sicherlich interessant. (58 Min. Verfügbar bis 6.1.2019)

Google weiß bald schon vorher, was du wissen willst. Super.

Ja, Frauen können Sci-Fi! The Remarkable Rise of the Feminist Dystopia

und zum Abschluss noch ein sehr langer, sehr lesenswerter Artikel über Sinn und Unsinn der Automatisierung.

Komm gut in die Woche!

Eine perfekte Woche

Seit 4 Wochen übe ich eine neue Ernährung (die Diät heißt: weniger & besser) und es klappt eigentlich ganz gut. Jetzt hab ich meinen ersten Durchhänger, weil es so ein seltsamer Zustand zwischen Routine und Überforderung ist und ich gerade ein bisschen Motivation brauche. Und weil ich in solchen Zeiten immer gerne aufschreibe, habe ich Bilanz gezogen und mich gefragt, warum das bisher so gut lief und es das früher nie tat – und genau das will ich mit dir teilen, weil ich glaube, dass das für jeden nützlich ist und ich es bisher nirgendwo in meiner Blogblase gelesen habe.

Ich halte nichts von Perfektionismus. Es merkt ja eh keiner, ob man sich jetzt zu 150 % oder zu 60 % anstrengt, man wird immer – je nach Fähigkeit und Qualifikation – über- oder unterboten. Nur bei neuen Gewohnheiten und Vorhaben mache ich aktuell eine Ausnahme. Ich habe gemerkt, dass ich mich nämlich prima austricksen kann und das geht so:

1. Sich ein Ziel setzen
2. Überlegen, wie man da hin kommt
3. Es für eine einzige Woche ausprobieren
4. In dieser Woche das Bestmögliche geben und es so perfekt wie möglich machen.

In meinem Fall ist das: 1. Abnehmen, 2. weniger und gesünder essen, viel trinken und Hilfsmittel nutzen (App zum Kalorienzählen, Menüplan, Vorratsschrank sichten und ausmisten), 3.+ 4. ausprobieren und genau prüfen, obs geklappt hat

Es ist nämlich so, dass ich mich immer gerne in Plänen und Ideen verheddere und dann nicht ins Tun komme. Und wenn die Pläne, Ideen und Hilfsmittel gut waren, klappte es nicht, weil ich den Zeitraum von einem Monat zu überwältigend fand. Mir sind auch Deadlines irgendwie zu abstrakt?! (keine Ahnung ob du verstehst was ich meine, aber diese SMART Zielsetzung geht mir irgendwie auf den Keks)
Mit dem Fokus auf eine perfekte Woche gehts.

Die erste Woche war perfekt, die zweite auch, obwohl da schon wieder zu viel Alltag war, die 3. und 4. Woche litt schon wieder sehr unter Konzentrationsverlust – aber das ist auch nicht mehr so schlimm, denn die Gewohnheiten sind ja trotzdem schon da und jetzt kann ich einfach wieder auf den Resetknopf drücken und mich wieder auf eine perfekte Woche konzentrieren. Und dann gehts immer so weiter und so fort und das meinen die Changecoachgurus aus diesem Internet wenn sie sagen: Kleine Schritte führen zum Ziel.

Geschnallt habe ich das erst während des Fastens. In der Fastenzeit habe ich nämlich genau das getan: Mich auf eine perfekte Woche ohne Fehler konzentriert. Ich musste aufpassen genügend zu trinken, mich zu entspannen, auf meinen Körper zu hören, ihn an die frische Luft bewegen und dann langsam wieder Schritt für Schritt kauen und essen lernen. Eine Woche lang. Und 4 Wochen später habe ich immer noch nicht zugenommen, habe meinen Zuckerkonsum reduziert, nasche keine verpackten Süßigkeiten mehr und esse mit Spaß und Genuß seltsame Dinge aus dem Bioladen. (Hefeflocken sind Zauberflocken, btw)

Wichtig ist dabei die wöchentliche Rückschau:

  • Wie ist es diese Woche insgesamt gelaufen?
  • Was hat gut funktioniert?
  • Was hat nicht funktioniert?
  • Was kann ich in der nächsten Woche verändern?
  • Welche Herausforderungen tauchten auf und welchen Plan B gibt es dazu?

Also erzähl mal: Was motiviert dich, um bei deinen Vorhaben dran zu bleiben? Klappt das bei dir mit diesen SMART Goals? Wenn ja, wie? :D Wie gehst du Veränderungen an?

Wochenrückblick KW42/2018


Okay, diese Woche kämpfte ich gegen eine Erkältung (sie hat gewonnen) und ich war nich sooo gut drauf, was sich vielleicht in diesen Links spiegelt. Allerdings is ja nich immer alles Friede-Freude-Eierkuchen und man kann auch aus Negativem immer was lernen.

Am meisten schockiert hat mich diese Woche dieser Artikel. Dieser amerikanische Konsum is soooo krank. Keine Ahnung ob das bei uns auch so is, aber ich glaub nich?? Aber noch abgefuckter is das hier.

Was wäre wenn…es auf Twitter, Facebook und Co. nicht um Zahlen ginge? Was, wenn die Anzahl deiner Likes völlig egal wären? Wären wir ohne Zahlen in den Sozialen Medien glücklicher?

Herbst ist Kalenderzeit – hier eine tolle Liste mit fertigen Kalendern. Teilweise mit kostenlosem Probeseiten-Download. Auch wenn sich jeder nur noch für Bullet Journals interessiert, kriegt man davon eine gute Anregung. Und warum nich auch die Bujos vereinfachen? wenn man eh jede Woche diesselbe Kalenderansicht zeichnet, kann man ja vielleicht doch wieder einen vorgedruckten Kalender kaufen.

Ich liebe solche Erkenntnis-Listen. Wirklich. 10 Unexpected Benefits I Gained From Giving Up Shopping For A Year At Age 30

Auch so ein Ding: Seit ca. 2015, als Minimalismus echt der Megahype war, wurde Minimalismus immer „weicher“. Es gab kein individuelles, stimmiges Ausprobieren mehr sondern ein nachmachen und anpassen (oder eben aufgeben und kritisieren) Zu viel Information ist einfach auch nicht gut.
Why You Should Stop Trying to Conform to the Molds of other Minimalists

Wirklich gute Small-Talk-Fragen für Smalltalk-Hasser :D

The impact of climate change on mental health is impossible to ignore

Hit the reset button

Das wars schon. Lass mir ein Musikvideo im Kommentarbereich da!

Reden wir über Weihnachten

Ja ja, ich weiß schon! Du denkst: „Was will die denn jetzt schon mit Weihnachten?! Das is ja noch ein bisschen hin!“ – stimmt. Aber nachdem der Supermarkt schon seit Ende August alles mit Lebkuchen ausstaffiert hat, dachte ich, dass das gar nicht mal so dumm ist, sich jetzt schon über Weihnachten aufzuregen Gedanken zu machen.
Denn jetzt kann man sich schön viel und in Ruhe überlegen, um dann eben NICHT in diesen (Vor-) weihnachtlichen Stress zu geraten.
Ein bisschen Vorbereitung und man hat einen entspannten Advent. Das klingt doch traumhaft, oder?

Also – was kann man jetzt erledigen, damit man einen stressfreien Dezember hat?
Hier ein paar Ideen:

1. Überlege dir, ob und wie du beschenkt werden willst und fang an, mit allen darüber zu reden.
Mittlerweile krieg ich nur noch brauchbare Geschenke in Form von: „gar nichts“, Nahrungsmittel oder Sachen, die sich selbst verbrauchen. Erlebnisse sind auch toll, aber Gutscheine haben sich immer noch nicht durchgesetzt :D
Worauf ich hinaus will: Menschen lieben es Geschenke zu machen, aber wenn du Angst davor hast, wieder mit sinnlosen Plunder vollgemüllt zu werden, solltest du rechtzeitig mit allen potentiellen Schenkern darüber sprechen, dass du nichts bzw. anders handhaben willst. Schenkt euch gegenseitig ein Loslassen, ein Nichts-schenken-müssen.

2. „Was wünscht du dir?“ – „nichts“.
Der Klassiker: Eigentlich hatte man vereinbart, sich nichts zu schenken, aber dann kam der andere plötzlich an etwas vorbei, das er einfach kaufen und dir schenken MUSSTE.
Um das zu vermeiden gibt es nur zwei Auswege: Konsequent nichts verschenken und an Heiligabend den Zustand aushalten. (Schwierigkeitsstufe: hoch, für sensible Personen: seeeehr hoch)
Und: Für sich definieren, was dem „nichts“ nahe kommt und trotzdem funktioniert. Also sag etwas Spezifisches, wie z.B. 1 Flasche Craft Beer der Marke xy oder 1 Glas deiner selbstgemachten Himbeermarmelade oder: einen Gutschein im Wert von 10 Euro, damit ich mir Musik runterladen kann oder „ich wünsche mir, dass du am (Datum xyz) um (Uhrzeit xyz) zu mir kommst und wir bei Kaffee und Kuchen uns einen schönen Nachmittag machen“ oder sowas. Bedenke bei deinem Wunsch das finanzielle und zeitliche Budget des Schenkers.
Wichtig ist, deutlich zu machen, dass es völlig okay ist, so kleine Geschenke zu machen und man damit völlig zufrieden ist. Aufmerksamkeit ist in unserer heutigen Zeit auch ein Geschenk.

3. Eine Geschenkeliste anlegen: Wer wird mit was beschenkt?
Idealerweise führt man diese Liste das ganze Jahr. Ich notier mir immer schnell, wenn eine Freundin oder ein Freund mal im Nebensatz erwähnt, was er gut findet. Ich versuche dabei, den materiellen Wunsch in ein Erlebnis zu verwandeln.
Wer sparen muss, legt eine Budgetgrenze fest; Wer basteln will, sollte sich auch schon mal eine Zeitplanung überlegen und sich ein freies Zeitfenster im Terminplaner auspicken.

4. Geschenke einkaufen oder basteln
Mit der Liste in der Hand kann man in der Mittagspause oder nach Feierabend bequem schon ein paar Dinge (also Geschenke oder Bastelmaterial) einkaufen. Eine Freundin von mir hat im Flur einen Schrank und darin ist ein Fach nur für Geschenke reserviert. Also immer wenn sie wo ist und sie etwas sieht, was Person xy gefallen könnte, kauft sie es und packt es in dieses Fach und hat das ganze Jahr über Geschenke parat. Darin sind auch Kleinigkeiten, wie eine Packung Buntstifte, ein lustig bedrucktes Paar Socken, eine gute Flasche Wein. Sachen, die auch als Gastgeschenke oder Mitbringsel funktionieren.

5. Feiertagsplanung
Wer kommt zu wem und wann? Wie soll Heiligabend aussehen? Wie die Feiertage? Sind die Tickets für die Reise gebucht? Evtl. Hotelzimmer?
Und: Plan etwas mit ein, was gegen das Durchdrehen hilft. Das ganze gemeinsame Rumsitzen und reden wird schnell zu viel, bei schlechtem Wetter sinkt die Laune, die Kinder werden unruhig und Opa fängt an darüber zu diskutieren, dass früher alles besser war. Also check rechtzeitig die Möglichkeiten. Gibt es ein Museum, das geöffnet hat? Ein Kino? kann man in der Umgebung einen langen Spaziergang machen?

6. Essen! Einkaufen!
Eigentlich Wahnsinn, dass da jedes Jahr immer so ein Aufwand getrieben wird und hinterher jammern alle wieder, dass sie zugenommen haben…und dann diese Einkaufsorgien, als ob die Zombieapokalypse ausbricht. Man versteht es nicht.
Daher: Stöber dich rechtzeitig durch die Rezepte, schreib schon mal eine Einkaufsliste oder halte dich an das traditionelle Weihnachtsgericht deiner Familie. Wenn du keines hast, erfinde eines. Das entstresst, ebenso wie Vorkochen oder Tiefkühlware. Und denk mal über Aufgabenverteilung nach. Es muss ja nich immer einer alles machen. Was das Plätzchen backen angeht – auch das kann man rechtzeitig planen. Und mit einer Teigsorte kann man viele verschiedene Plätzchen backen.
Und lagerfähige Dinge wie Toilettenpapier, Seife oder Waschmittel muss man auch nicht am 24.12. kaufen.

7. Adventskalender basteln
Wer keinen Gekauften mag und selber befüllen will, sollte sich daher auch schon rechtzeitig Gedanken um die Adventskalenderfüllung machen. Ideen en masse gibts auf Pinterest

8. Dekoration
Ich bin ja überhaupt keine Dekofee, aber ein bisschen gemütlich darfs schon sein. Minimaler Aufwand, maximale Wirkung. Und mein Augenmerk liegt auf Deko, die die ganze Wintersaison über sinnvoll ist. Lichterketten, Schneeflocken aus Papier oder mit Fenstermarker – zack hat man Deko von November bis Februar und kann sich genügend Zeit fürs Abbauen lassen.

9. Weihnachtspost verschicken
Ich verschicke so gerne Post! Allerdings definiere ich vorher, wem ich was schreibe und ob es ein Brief oder eine Karte wird. Das klappt mal gut, mal weniger gut, aber wenn man sich rechtzeitig ausdenkt, wer und in welcher Weise Post bekommen soll, gehts eigentlich. In Amerika ist das ja eher so ein Jahresabschlussbrief, wo immer ausführlich die Erfolge der Kinder beschrieben werden, aber warum auch nicht? Is doch nett, wenn man sich wenigstens einmal im Jahr per Brief ein Update gibt.

10. entstresste Terminplanung + Selfcare
Dezember is Zeit für Weihnachtsfeiern, Nikolaus, Gottesdienste usw. Aber es ist auch schön leer: Im Kino, im Museum, in der Bibliothek….herrlich! Meinen 30. Geburtstag damals habe ich gefeiert, in dem ich mir einen Ausflug nach Kiel gewünscht habe und wir waren die einzigen im Naturkundeuseum. Danach gabs Torte. Das war supergut. Weihnachten soll ja besinnlich sein, das vergisst man in dieser Konsumhektik nur leider immer. Dabei ist Dezember als Jahresabschluss-Monat doch total magisch! Also könnte man sich doch auch jetzt schon mal hinsetzen und sich ein paar Dates mit sich selbst ausmachen, damit aus dem hektischen Dezember ein langsamer Monat der Introspektion und Seeligkeit wird. Nachdenken über das vergangene Jahr, sich vorbereiten auf das Nächste…einfach einen Gang runterschalten und sich erlauben, bei der Hektik da nich mitzumachen.


Was sind deine Tipps für eine beSINNliche Adventszeit? Wie und wann bereitest du dich auf Weihnachten vor? Hast du den ultimativen Tipp, der vor Weihnachtsstress bewahrt?