Baguette backen

(Wenn du nichts lesen willst, dann scroll ganz nach unten für die Zusammenfassung.)

Wie angekündigt habe ich letzten Samstag versucht, „Baguette für jeden Tag“ zu machen. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Baguette und Bagel“ von Gontran Cherrier. Auf den ersten Blick war das Brotbackbuch sehr gelungen, aber erst wenn man mit Teig verklebten Händen immer wieder nachsehen muss, stellt man fest, dass das Buch für einen Anfänger gänzlich ungeeignet ist. Es wirkt fast so, als hätte der Bäckerjunge in 3. Generation mal kurz alle seine Backstubengeheimnisse in eine Kladde gekritzelt, die der Lektor dann abgetippt und mit schicken Fotos aufgehübscht hat. Es fehlen oftmals Kleinigkeiten: In dem Rezept gibt es keine Ansage ob Umluft oder Ober-/Unterhitze, keine Hinweise, wenn irgendwas anders ist (wohl aber der geheimnisvolle Satz dass man darauf achten muss, dass man genügend Hefe hat, wenn die Zimmertemperatur niedriger ist…toll.) Naja. Und wann das Salz in das Mehl kommt steht da auch nicht. Schlecht, Herr Cherrier.



Trotzdem hat das alles mit viel Gefluche geklappt. Und ganz ehrlich: Die besten Brötchen die ich seit Ewigkeiten gegessen habe. Als die Brötchen nach 3 Stunden fertig waren, wurden sie genüsslich von Herrn DingDong und mir innerhalb von 20 Minuten vertilgt, was den Aufwand nicht wirklich lohnte.

Aber mal sehen.
Zu besonderen Gelegenheiten kann man das ja mal machen. Hast du zufälligerweise ein besseres und einfacheres Rezept für mich?
Dieses Erlebnis wird mich nicht davon abhalten, mich mit Sauerteig zu beschäftigen.

Zusammenfassung:

Baguette from Ding Dong on Vimeo.

6 Gedanken zu “Baguette backen

  1. Ohh – probierst Du das mit den Bagel auch mal aus und berichtest darüber?
    Ist ja wohl noch aufwändiger, befürchte ich.
    Leider bekommt man in D-Land selten „richtige“ Bagel, drum überlege ich, ob es Sinn macht, die selber zu backen. Mit Einfrieren und so …

    1. puh, ob ich aus diesem Buch nochmal was mache? :D Ich war ja so frustiert, da hab ich das Buch am nächsten Tag wieder in der Bücherei abgegeben. Aber wenn ich mich recht entsinne, war das der gleiche Teig wie bei den Baguette…ich guck nochmal für dich nach!

  2. Ich habe von einem Bäcker folgenden Tip bekommen: nur 10% der Hefe nehmen, dafür statt 2 Std. gehen lassen 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Klappt hervorragend bei mir, und erspart einem die 2 Stunden Wartezeit zwischendurch. Der Aufwand ist dann 2x eine halbe Stunde :-)

    1. interessanter Tipp. Herr Cherrier wies in seinem Buch immer nur darauf hin, dass die Hefemenge mit der Zimmertemperatur zusammenpassen muss, da sonst der Teig nicht richtig aufgeht…mal sehen. Als nächstes Experiment wage ich mich an Jamie Oliver’s Sauerteigrezept. Der macht da gar keine Hefe rein!!!

  3. wirklich ein sehr schöner blog!
    ich beschäftige mich auch zur zeit gerade mit minimalismus und versuche mein zimmer und mein leben auszumisten :D
    auch habe ich mein ernährung geändert.ich bin vor 9 tagen zur rohksot umgestiegen :) und ich kann sagen,dass war eine meiner besten entscheidungen,da ich dadurch meinen konsum sehr minimalisiere und das einfach in meinen neuen lebensstil passt.
    es ist das beste für meine gesundheit,für die umwelt und es macht mich glücklich.
    natürlich habe ich auch rückfälle zur kochkost wie gestern abend und heute, da denke ich einfach ich brauch süßes und das ganze ungesunde zeug,aber dadurch merke ich,wie gut,lecker und einfach rohkost ist..
    …is mir grad so eingefallen,viell ist das ja auch was für dich und deinen minimalismus.
    werde auf jeden fall deinen blog verfolgen :)
    mich noch ein wenig einlesen und mich inspirieren lassen….
    <3 laura

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