Bibliotheken und Minimalismus, Teil 3

Nun stellt sich aber vielleicht einigen doch noch die Frage: Macht es überhaupt Sinn Buch X oder Film Y auszuleihen?
Manchmal WILL man seinen Lieblingsfilm eben besitzen, weil man ihn sich tausendmal ansehen wird. Ich finde das bei Lieblingsfilmen und Lieblingsautoren total in Ordnung, diese zu besitzen. Wenn ich Murakami ständig ausleihen müsste, wenn ich ihn wiederlesen wollen würde (und das tue ich), müsste ich ewig warten oder Geld für eine Vormerkung hinblättern, weil ich ja nicht die Einzige bin, die ihn liest. Das halte ich für wenig sinnvoll. Also kauf ich mir seine Bücher und freu mich :)

Trotzdem gibt es Dinge, die man nicht im Schrank stehen haben muss. Deshalb gibt es hier nun ein kleines Brainstorming, das gerne weiter per Kommentar ergänzt werden darf!

Leihen oder Kaufen?

Leihen:

(Papp-)Bilderbücher und Kinderbücher.
Es macht keinen Sinn, Bilderbücher oder Kinderbücher zu kaufen. Wie oft blättert man sowas gemeinsam durch? 2-3 Mal. Dann wirds uninteressant. Da wachsen die Kinder genauso schnell raus wie aus ihren Klamotten. Wenn man sich Bücher ausleiht und das Kind öfter danach verlangt, weil es die Geschichte so toll findet, kann man das Buch immer noch (gebraucht) kaufen.

Fitness- oder Gesundheits-DVDs.
Die Aufmachung: flott! Inhalt: oft schrott! Deshalb ist man froh, wenn man das Zeug wieder abgeben kann.

Bastel- und Handarbeitsbücher, die zwar voll sind mit guten Anleitungen, aber so dünn sind, dass man sie innerhalb kürzester Zeit durch hat. Muss das im Schrank stehen? Nein. Deshalb leihen.

Der Krimi/Liebesroman/Thriller von dem alle reden und den du lesen willst, damit du auch mal mitreden kannst.
Klar, manchmal muss man in Büchereien etwas länger warten, bis das Exemplar verfügbar ist, aber mal ehrlich: Nur weil einige „Bestseller“ schreien, bedeutet das noch lange nicht, dass du ihn auch für einen Bestseller hältst, oder?

Reiseliteratur und Reiseführer.
Einige machen sich vielleicht Notizen oder sammeln darin Fahrscheine vom Urlaubsort, aber braucht man das um sich daran zu erinnern, dass man dort war? Ich denke nicht.

Kochbücher.
Gerade wenn man mal ein paar neue Rezepte probieren will, lohnt es sich, Kochbücher zu leihen. Gerade bei etwas exotischeren Speisen ist das durchaus angebracht.

Filme, die man im Kino sehen wollte und dann doch verpasst hat.
Die Chance gibts nun auf DVD. Erst mal leihen, nach ein paar Monaten kommt der Film sowieso im Fernsehen.

CD’s.
Kauft eigentlich irgendwer noch CD’s?

Lebenshilfe-/Ratgeberliteratur.
Puh, mein Lieblingsgenre :D Traurig, diese himmelweiten Unterschiede. In den meisten steht absolut furchtbarer Müll, die anderen nimmt man so oft zu Hand, weil sie wirklich praktisch sind und so viel Information und Inspiration enthalten, dass man sie wieder und wieder durchblättern und lesen will. Da aber die Chance ziemlich hoch ist, zu Müll zu greifen, lieber erstmal leihen.

PC- und Konsolenspiele
(Playstation, Wii, Nintendo DS usw.) die man noch nicht kennt aber gerne ausprobieren möchte. Da gibts ja auch so unendlich viel Schrott. Wenn sich wider Erwarten herausstellt, dass man innerhalb der Leihfrist immer noch nicht damit durch ist, kann man ja mal überlegen, ob sich ein Kauf doch lohnt.

Kaufen:
Bücher, mit denen man richtig arbeiten will und muss.
z.B. Sprachbücher, Lehrbücher und Arbeitshilfen bzw. Arbeitsbücher

Handarbeitsbücher oder Bastelbücher, die zu komplexe Anleitungen enthalten und die Leihfrist dafür nicht ausreicht. Versteht irgendwer Strickmuster?! Da werde ich mehr als die 3-Wochen-Frist brauchen um das zu checken…

Lieblingsfilm(e) und Lieblingsbücher, bei denen man tief im Herzen weiß, dass man sie immer wieder guckt und lesen wird.

Im Netz angucken oder als CD-ROM ausleihen:

Wir merken uns: Erst leihen, dann 3 Mal überlegen, ob man nicht doch Geld (und Platz bei physischen Objekten) dafür ausgeben will.

Nochmal nachlesen?
Teil 1 und Teil 2

2 Gedanken zu “Bibliotheken und Minimalismus, Teil 3

  1. Sehr schöne Serie! Und dann noch Murakami als Lieblingsautor, das unterschreibe ich ebenso wie Deine finale Zusammenfassung. Auch Murakami habe ich bisher nicht gekauft – bis auf „Wovon ich rede, … “ –
    den kann man ebenso ausleihen.

  2. Hallo,

    Ich kaufe mir gerne Reiseliteratur, weil ich es liebe immer wieder rein zu gucken, besonders bei manchen Städten, wo ich so viele Emotionen und Erinnerungen damit verbinde.

    Gruß Martin

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