Bücherregal, monochrom

Gestern habe ich wieder mal meine kleine Bibliothek entrümpelt, das Regal geputzt und alles wieder eingeräumt.
Ganz auf Bücher verzichten mag ich nicht, weil ich Informationen zu speziellen Themen schneller in meinem Regal finde, als im Internet. Ich habe in meinem Regal also nur noch Literatur, die ich brauche, die mich inspiriert, die ich wiederlesen möchte und öhm…ja, noch sehr viel Ungelesenes…*räusper*. Um den Rest an Literaturversorgung kümmert sich die hiesige Leihbücherei ;D

Ich habe also meine Bücher auf ein Minimum reduziert. Beim Einräumen kam mir nun auch der Gedanke: Warum nicht auch minimalistisch in Szene setzen? Gedacht – Getan – alle Bücher umgedreht und das sieht dann so aus:

Durch die monochromatische Farbgebung wirkt das ganze Regal irgendwie interessanter, findest du nicht? Fast wie eine Installation. Perfektionisten könnten jetzt auch noch die Buchschnitte farblich und noch mal nach Größe sortieren, aber dafür war ich zu faul :D

Es ist zwar schön, aber auch ein bisschen unpraktisch. Wenn man oft auf Literatur zurückgreifen will, muss man alles durchwühlen – und das dauert.
Als visuell-orientierter Mensch weiß ich zwar, wo die Sachen stehen, weil ich weiß, dass Titel xy einen blauen Buchrücken hat. Deshalb weiß ich auch, wo es ungefähr stehen muss, wenn es verkehrt im Regal steht. Für alle anderen hat diese Aufstellung überhaupt keinen Sinn, also versucht es erst gar nicht :D

Ich habe mich aber letzten Endes doch für diese Variante entschieden:

So sehen beide Varianten gemischt aus. Ich habe alle ungelesenen Bücher wieder mit dem Buchrücken richtig herum eingestellt. Ich lass das erstmal so – zumindest bis zur nächsten Putz- und Entrümpelungsaktion.

Achso, falls du dich wunderst, was der Buchhaufen unten rechts zu suchen hat – das sind auch noch ungelesene Bücher und solche, in die ich immer mal wieder reinlese. Die wandern auch gerne mal durch die Wohnung…

So…und wie sieht dein Bücherregal aus? Hast du überhaupt eines? Noch nie eines gehabt oder oder radikal entrümpelt?

17 Gedanken zu “Bücherregal, monochrom

  1. Aktuell ist mein Regal nach Farben sortiert. DVD’s, CD’s, Bücher, Ordner… Alles. Und dennoch empfinde ich es, als zu chaotisch. Besser als damals, es ich es nach Autor_innen oder Titel geordnet habe, aber dennoch nicht ideal. Eigentlich müssten sie auch noch nach Größen sortiert werden, stimmt schon. Oder ich kaufe nur noch weiße Bücher…und streiche die Rückseiten der Bücher, die ich bereits besitze, um.

  2. Ich habe, bevor ich mich mit dem Thema überhaupt beschäftigt habe, etwa ein halbes Billy-Regal von dreien geleert. Jetzt habe ich den Anspruch, von den zwei übrigen auf ein halbes herunterzukommen. Der Anspruch ist unrealistisch, aber vielleicht schaffe ich eines. Wenn ich dann Zeit habe.

    Meine DVD-Sammlung hingegen wird zu annähernd 100% verschwinden. Bei derzeit 450 DVDs.

    1. Wieso ist der Anspruch unrealistisch? Immerhin hast du bereits ein halbes Billy-Regal geleert, das ist doch spitze!
      Wow, 450 DVDs – falls du es an die Bücherei verschenken willst – die freuen sich sicher riesig :D

  3. Ich habe heute morgen fünf Pakete mit insgesamt 105 Artikeln (hautptsächlich Bücher und eine handvoll Cds und Dvds) zur Post gebracht (verkauft!).
    Meine restlichen Bücher verteilen sich auf ein Billy-Regal und diverse unangetastete Umzugskisten (von letztem Dezember *hust*). Achja, und mein Uni-Regal enthält einen Haufen Bücher, die ich griffbereit brauche (hautptsächlich Wörterbücher und Grammatik), und steht deshalb neben meinem Schreibtisch.
    Bei den restlichen Büchern habe ich auch die Hoffnung, dass sie nach der Entrümpelung alle in das Billy passen. So gehen erstmal alle Bücher, die nicht mir gehören, zu ihren Besitzern zurück (ich schätze mal, dass 50% meinem Vater gehören).
    Unberührt bleibt mein Comic-Regalbrett! Achja und Dostojewski darf eigentlich auch immer bleiben. Alles andere wird durch die Raster…
    Brauche ich das Buch? Bzw. hab ich es letztes Jahr überhaupt in die Hand genommen?
    Mag ich das Buch?
    Hab ich es nur, weil ich es mal lesen wollte/sollte, aber eigentlich keine Lust drauf?
    Deprimiert mich das Buch?
    Habe ich das Buch, damit andere es sehen?
    Würde ich das Buch vermissen?
    Hat meine Bücherei das gleiche Buch und würde mir das genügen?
    Ist mir der freie Platz mehr wert? usw…
    …gepresst ;)
    Was übrigbleibt wird eher thematisch sortiert.

  4. Hallo,

    Ja, mein Bücherregal vereilt sich auf 2 Räume. Das Schlaf- und das Wohnzimmer mit grob geschätzt so um die 800 Büchern. Das meiste muss Ich zu meiner Schande gestehen ungelesen.

    Dieses ganze Lesewerk verteilt sich in diversen unterschiedlichen Regalen, was aufgrund von Platzmangel leider nicht anderster geht.

    Der Rest ist einfach in einer Nische übereinandergestapelt vom Boden bis an die Decke. Was mir auch nicht sonderlich gefällt.

    Wenn das klappt dass Ich nächstes Jahr umziehe habe Ich schon beschlossen, dass Ich außer meinen Klamotten, den Büchern und meinen Papieren nichts aus der alten Wohnung mitnehmen werden.

    Zum aufbewahren hab Ich dann an sowas gedacht :http://anotherhero.files.wordpress.com/2008/09/regal1.jpg

    Das hatte Ich unlängst entdeckt. Weiss gestrichen und über die Ganze Wand sicher ein Hingucker. Und der Vorteil: Man kriegt alles unter und kann siech die Böden so anpassen wie man es braucht. So hätte man an einer Wand alle Bücher und Papiere zusammen und hat den Rest des Raumes frei für Nichts! ;-)

    Gruß

    Philipp

  5. Derzeit besitz ich 29 Bücher. Geordnet sind sie nach Autor, Reihe und Thema. Nach Farben wäre hübsch, aber bei so wenig Büchern irgendwie umsonst.
    Diese Buchanzahl ist keine Kunst, ich hab immer schon lieber in der Bibliothek ausgeliehen und ich lese privat wenig, weil ich für die Uni immer so viel lesen muss.
    Sachen nachschauen tu ich auf der Bibliothek oder im Internet.

    Dein Bücherregal gefällt mir ehrlich gesagt besser nach Farben geordnet. Wieso soll das denn unminimalistisch sein? Ersparst du dir die Deko. Außerdem ist das doch total unpraktisch und das Gilb der Buchseiten find ich auch nicht so sexy.
    Ist nur meine persönliche Meinung :)

    1. Du hast Recht, mittlerweile gefällt mir das monochrome nicht mehr so sehr (bunt ist nich so fad :D), vermutlich weil ich doch eher dazu tendiere auch die vergilbten Rücken nach Farbnuancen zu sortieren ;D
      Minimalistisch ist es für mich insofern, dass da weniger Infos auf mich reinströmen, weil ich ständige lese. Es macht mich verrückt, aber wenn mir Buchstaben ins Auge fallen – was ja bei den Buchrücken der Fall ist – MUSS ich sie wahrnehmen. Manchmal ist das gut, manchmal einfach nur blödsinnig. Keine Ahnung warum das so ist, aber es hilft mir schon, wenn ich da nur eine relative kleine, einheitliche Fläche sehen kann…

  6. Ich habe momentan 0 Bücher, allerdings habe ich mir nun wieder ein Buch bestellt. Generell handhabe ich es so das ich das eine Buch das ich habe lese und es anschliessend verschenke. Mit einem E-book reader hab ich es auch schon versucht, allerdings passt mir das geschlossene System von Amazon & Apple nicht, da man dort die Inhalte nicht legal weitergeben kann.

  7. Nachtrag: die 29 Bücher sind „private“ Bücher. Unibücher (ca. 20-30) hab ich unromantisch in einem Schrank verstaut (muss man ja nicht täglich ansehen müssen das Pack…) und da ist es schwer zu zählen, weil ich auch viele gebundene Skripten und kopierte Bücher/Buchteile und Artikelsammlungen habe – zählen die auch als Bücher?
    Skripten, Artikel und Kopien lagere ich übrigens in Ikea-Schachteln, die genau A4-plus-Größe haben (plus heißt: 4cm breiter, damit man mit den Fingern gut auch an den untersten Stapel kann), unterteilt mit Post-its – sehr praktisch und platzsparend im Gegensatz zu diesen sperrigen Lochordnern…
    Ausmisten kann ich bei den Unisachen noch nix, solang ich noch studiere. Hab schon öfters was aus früheren Semestern gebraucht.

  8. Ich muss auch sagen, dass bunt schöner ist.

    Und wenn Du einfach mal die Farbreihenfolge änderst in total untypisch? Das fand‘ ich bei meinem Regal hübsch nach dem Umräumen.

    Und Ulysses sollte einem nicht den Rücken zukehren.

  9. Hallo
    Interessanter Ansatz. Vor vielen Jahren hab ich mal einen Beitrag gelesen von einem Puristen, der seine sämtlichen (viele Hundert) Bücher in Pack(Kraft)-Papier eingebunden hat. Den Rücken mit Tusche beschriftet. Das sah sehr schön aus – und sehr minimalisch.

    1. Ich glaube, über dieses Bild bin ich schon mal im Internet gestolpert. Eine andere Bloggerin hat alles in weißes Papier eingeschlagen, sah auch gut aus. Allerdings schreckt es mich vor so viel Arbeit! Es könnte ja doch sein, dass die Bücher mal komplett rausfliegen ;D

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