Power-ups, Quests und Bösewichte – wie man sein Leben gamifiziert

Ja, ich erwähne oft superbetter, egal ob auf Arbeit, im Freundeskreis oder hier auf dem Blog. Muss man das Buch gelesen haben? Nein. Muss man die App laden? Nein. Muss man sich über die Browser-Seite anmelden? Nein.

Es geht einfach darum, seinen Ziele, die man sich ausgedacht hat, mit inneren Bildern auszustaffieren, damit sie leichter zu erreichen sind. Dabei erlernt man ganz nebenbei die Grundprinzipien der Resilienz um gesunder, glücklicher und optimistischer an Dinge ranzugehen bzw. sich eben nicht vom Leben umwerfen zu lassen. Ich bin deshalb Fan von dem Prinzip, weil es für mich sehr vieles vereinfacht hat und sich dadurch mein kompletter innerer Monolog veränderte. Du willst mehr Selbstliebe für dich empfinden? Selbstwert steigern? Nicht mehr Naschen oder Knabbern? Rauchen aufhören? Dich aus deiner Komfortzone wagen? Das geht alles. Du weißt auch schon wie es geht.  Du weißt auch, dass dein Weg ein anderer ist. Nur ist der Weg zum Ziel meistens ganz schön öde und wenn er langweilig ist, verliert man gerne mal das Ziel aus den Augen.

Da ich immer wieder Nachfragen dazu bekomme, gibt es hier nun eine  Skizzierung, sozusagen als Ideenbörse.

Es kann nie genügend Power-ups geben! Auch in Videospielen nimmt vielleicht einen kurzen Umweg in Kauf, um das eine oder andere Medi-Pack aufzuheben oder man springt zusätzlich auf verdächtig aussehende Kisten, damit fällt was Brauchbares rauskommt, was den weiteren Weg erleichtert. Was ist also ein Power-up? Ein Power-up kann im echten Leben alles sein: Ein witziges Video, ein toller Song, der dir Energie gibt, Meme-Witze, die dir dein Kumpel geschickt hat, eine Tasse Tee, Gerüche, bestimmtes Essen, Sport, eine Website, ein Kraftort, eine Entspannungstechnik, ein Buch, ein Hobbyy usw.

Was gibt dir einen Energieschub? Was hilft dir, dich in irgendeiner Art und Weise besser zu fühlen?

Aktiviere mindestens 3 Power-ups pro Tag. Schaffst du auch 5? Oder 20?

Bei mir hatte das nur daran denken schon positive Gefühle ausgelöst, da ich gleich den Gedanken hatte: „Hey, du kümmerst dich gerade gut um dich“ – das hat mir sehr viel Kraft gegeben.

Hä? Was solln dat sein?

Wikipedia definiert das sehr schön, nämlich so: „Das Wort Quest bezeichnet ursprünglich in der Artusepik die Heldenreise oder Âventiure eines Ritters oder Helden, in deren Verlauf er verschiedene Aufgaben löst, Abenteuer besteht, Feinde besiegt, Objekte findet, Schwierigkeiten überwindet und dadurch Ruhm und Erfahrung erntet oder sein angestrebtes Ziel erreicht (zum Beispiel den heiligen Gral). Sinn der Quest ist im Allgemeinen die Erfüllung ehrenvoller Pflichten, aber auch die innere Reifung und Reinigung eines Helden.“

Klingt das nicht episch? Ich mach irgendwas, was mich meinen Zielen näher bringt und ich kann mich dabei „innerlich reif“ und heldenhaft fühlen. Das kann man doch im Alltag gut gebrauchen, non?

Quests sind nichts anderes, als Unterziele. Du willst abnehmen? Eine Quest könnte sein, auf Zucker im Kaffee verzichten. Oder jeden Tag eine Haltestelle früher aussteigen. Mindestens 10000 Schritte schaffen. Du willst deinen Selbstvertrauen steigern? Eine Quest könnte sein, jeden Tag zu notieren, was alles gut geklappt hat, sich selbst zu umarmen und zu trösten oder sich ein Vorbild aussuchen, und einen Tag lang ausprobieren wie diese Person lebt.

Alles ist erlaubt, es sollte nur interessant und herausfordernd sein und dich deinem Ziel irgendwie näher bringen. Damit das klappt, gibt es nur 4 Dinge zu beherzigen:

  1. Große Ziele auf kleine Häppchen runterbrechen. Idealerweise sind diese Unterziele etwas, was man innerhalb eines Tages oder sogar einer Stunde erreichen kann. Jepp, genau: tägliche Gewohnheiten!
  2. Plan ausdenken, wie, wann und wo man diese Unterziele erreicht
  3. Handeln und flexibel auf Hürden reagieren (je vorrausschauender man die Hürden mit eingeplant hat, desto besser kann man darauf reagieren; man delegiert sozusagen seine Willenskraftanstrengung auf die Umwelt)
  4. Ziele regelmäßig prüfen und evtl. verändern

Du hast dich bestimmt schon gefragt, wann es ungemütlich wird, ne? Jetzt. Bösewichte sind in jedem Spiel die größte Bedrohung. Egal ob am Ende des Levels oder als Energieabsauger zwischendurch. Es braucht verschiedene Strategien, um sie zu besiegen. Dabei muss man aber die Bösewichte erst einmal auch erkennen! Es gibt:

Fallen – alles, was man vermeiden muss, um superbesser zu werden.

Mentale Blockaden – Ausreden, Selbstzweifel, Faulheit…

Symptome – alles, was dir Schmerzen oder Unbequemes verursacht und dich dazu zwingt, mit einer neuen Gewohnheit aufzuhören.

Trigger – die sind ganz gemein!Trigger = Auslöser; d.h. es könnten Dinge sein, die du zwar gern hast, mit denen du aber vorsichtig umgehen musst, damit du nicht in schlechtes Verhalten abrutscht. Z.b. genügend Schlaf vs. Kaffee nach 15 Uhr oder

Kurz: Bösewichte sind all das, was den eigenen Fortschritt behindert oder Angst, Schmerz oder Verzweiflung auslöst. Dabei sind die alle miteinander verzahnt und man braucht verschiedene Strategien, um sie zu bekämpfen:

  • Vermeiden
  • Standhalten
  • Anpassen
  • Herausfordern
  • Umwandeln in ein Power-up

Es hilft auch, den Bösewichten einen kreativen Namen zu geben und sie sich wie Bösewichte vorzustellen. Ich hab diverse Bösewichte, einer davon ist z.B. „Die Giftmülldeponie“ und ist ne Falle bzw. ein Trigger. Es ist dieser Süßkram und Knabberkram der überall herumfliegt: Im Aufenthaltsraum, bei Besprechungen oder Parties, bei Freunden auf dem Couchtisch – und ja, noch vor einem halben Jahr hatte ich auch immer noch kleine Mengen Naschzeug im Schrank. Für Besuch (<- LOL).

Also wie kämpfe ich gegen die Giftmülldeponie? 1. Vermeiden, in dem ich nichts kaufe und einlagere; mich zur Mittagspause woanders hinsetze oder die Süßigkeiten wegpacke, mich bei Besprechungen am Ende des Tisches aufhalte und wenn die Keksschachtel rumgeht, einfach kommentarlos weitergeben. 2. Standhalten: Der Stress ist groß, die Seele braucht ein Trösterchen – zack! Schokolade. Das geht aber auch anders, in dem ich mir seit einiger Zeit einfach selber zuhöre, meinen Bedürfnissen nachspüre und mir gut zurede. Selbstumarmung, Peptalk – Fertig. 3. Anpassen: Süßkram ist okay, aber nur unverpackt und  nur am Wochenende essen und dann aber Wert legen auf die richtig guten Sachen wie Torten oder Eis. 4. Ich genehmige mir ein Stück Schokolade und genieße es in Ruhe mit größtmöglicher Achtsamkeit und spüre dem Genuß nach. (= BAM! Power-up!)

Das ist die Basis. Natürlich könnte ich jetzt lang und breit darüber erzählen, was es braucht Verbündete zu finden bzw. selber ein guter Verbündeter zu sein, aber das führt an dieser Stelle zu weit und kommt ganz von selbst.

Vielleicht kannst du dir anhand dieser Ideen selbst ein Spiel für deine Gewohnheiten ausdenken. Was ist dein epischer Sieg, den du erreichen willst? Wie belohnst du dich dafür? Wie könnten deine Bösewichte heißen? Was ist der Endgegner? Wie viele Power-ups kannst du sammeln und aktivieren? Was ist mit deinem Inventar? Gibt es hilfreiche, magische Gegenstände, die dich auf deiner Heldenreise unterstützen könnten?

Gelesen 2018

Okay, hier kommt wieder der Streber-Blogbeitrag auf den so viele von euch gewartet haben!! (Danke für die Erinnerungsmails)

Das Lesejahr 2018 war für meine Verhältnisse eher mau. Vermutlich weil ich mich nich so gut konzentrieren konnte. Diese nicht vorhandene Konzentration hat sich auch in meinem Lesetagebuch geäußert :D Da hab ich mich oft verzählt oder einen Eintrag geschrieben und das Buch dann doch nich gelesen. Ich hab das auch mit den Leihfristen nich so gut hingekriegt und musste Bücher mehrmals ausleihen.  Dazu kommt, dass ich sehr viele verworrene Geschichten gelesen habe, die man nich so einfach weglesen kann…mmh. Also irgendwie komme ich  insgesamt auf 40 Bücher und Comics.

Und zwar diese:

Gelesen im Januar:

„Auslöschung“ (Band 1 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer

„Gregs Tagebuch 12 – Und Tschüss!“ von Jeff Kinney

Gelesen im Februar:

„Gegen Trump: Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“ von Naomi Klein

„Autorität“ (Band 2 der Southern Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer

„Akzeptanz“ (Band 3 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer

Saga, Band 7

Gelesen im März: 

„Zivilisierte Verachtung“ von Carlo Strenger

„Jemand wie du“ von Xisela Lopéz

„Gleisdreieck Berlin 1981“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet

„Ideal Standard“ von Aude Picoult

„Unerschrocken – 15 Portraits von außergewöhnlichen Frauen“ von Pénelope Bagieu

Gelesen im April:

„Die Verteidigung des Paradises“ von Thomas von Steinaecker

„Die Ermordung des Commendatore I – eine Idee erscheint“ von Haruki Murakami

Gelesen im Mai:

„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery

„Hochsensibel durch den Tag“ von Sabine Dinkel

„Die Ermordung des Commendatore II – Eine Metapher wandelt sich“ von Haruki Murakami

„Die Mindhack-Methode“ von Ronja Schultz

Gelesen im Juli:

„Ich so Du so – Alles super normal“ von Labor Ateliergemeinschaft

„Andere Wege gehen – Lebensmuster verstehen und verändern“ von Gitta Jacob und Hannie van Genderen

„Minimalismus“ von Ryan Nicodemus und Joshua Fields Millburn

„So wirst du ein Astronaut! – Das Handbuch“ von Louie Stowell

Gelesen im August:

„Weltensturm“ von Scott Westerfield

„Ansichten der Natur“ von Alexander von Humboldt

„Die Maschine steht still“ von E.M. Foster

„Die Puppe Maggie Moneyeyes – Psychodelikatessen für Science-Fiction-Leser“ von Harlan Ellison

Gelesen im September und im Oktober:

„Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elisabeth Tova Bailey

„Achtsam reisen: Kabellos glücklich oder Wie dein Urlaub zur echten Auszeit wird“ von Sara Clemence

„S is for Space“ von Ray Bradbury

Silver Surfer Requiem /J. Michael Straczynski

„Die dritte industrielle Revolution“ von Jermey Rifkin

„Die Hochhausspringerin“ von Julia von Lucadou

„Ein Führer durch das lasterhafte Berlin“ von Curt Moreck

„Eine Schwester“ von Bastien Vivès

„Exo I: Auf nach Darwin II“ von Jerry Frissen

Gelesen im November:

„Unerschrocken“ Band 2 von Pénélope Bagieu

„Was im Leben wichtig ist“ von Richard Reed

Harry Potter and the Philosophers‘ Stone

„Gamify your life: Durch Gamification glücklicher, gesünder und resilienter leben“ von Jane McGonigal

Gelesen im Dezember:

„Reale Utopien – Wege aus dem Kapitalismus“ von Erik Olin Wright

„Mord für Mord, Band 1: Gila Monster“ von Roger Seitner (Autor) und Pascal Regnauld (Zeichnungen)

„Sehnsucht Utopie – eine Reise durch fünf Jahrhunderte“ von Alberto Manguel

Wenn ich meine Top 3 für 2018 nennen müsste wären das im Bereich Romane:

  1.  Die Maschine steht still
  2.  S is for Space
  3.  Die Hochhausspringerin

Meine Top 3 Sachbücher sind:

  1.  Rendezvous mit einem Oktopus
  2. Gamify your Life
  3. Achtsam reisen

Meine Top 3 der Comics sind:

  1. Unerschrocken Band 1 und 2
  2. Eine Schwester
  3. Silver Surfer Requiem

Mir fällt bei diesen Auflistungen auf, dass ich kaum Romane gelesen habe und wenn dann waren es so dicke Wälzer mit ganz schön verrückten Geschichten oder Charakteren. Dazu noch diese Sachbuch-Klopper….lol…ich sollte meine Bücher-Diät für 2019 mal überdenken.

Lass uns über Bücher reden!! Was hast du auf deiner Leseliste für 2019? Willst du mehr lesen? oder weniger? was anderes?
Was war dein Lese-Highlight 2018? Und was der absolute Reinfall? ich mein echt, das allerschlechteste Buch, das dir in die Hände gefallen is? :D

Gelesen im Dezember

Die Lesekost im Dezember war sehr gehaltvoll, deshalb habe ich sehr wenig gelesen:

„Reale Utopien – Wege aus dem Kapitalismus“ von Erik Olin Wright

Der amerikanische Soziologe Erik Olin Wright analysiert die Grundlagen, die es braucht, um die Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus anzuleiten. Seine Idee ist es, die Macht des Kapitalismus dadurch zu brechen, dass innerhalb des bestehenden Systems konkrete Alternativen aufgebaut werden. Er zeigt die Wege durch Bruch, Metamorphose und Symbiose aus und kombiniert alle 3 für eine gesellschaftliche Transformation.

Fazit: lesenswert, wenn auch sehr schwere Koste. Wright hat sich zwar bemüht, es für den normalen nicht akademischen Leser zu schreiben und es ist auch so leserlich wie möglich, aber es ist halt kein Buch, was man morgens gut in der Bahn lesen kann. Außer man hat schon 2 Tassen Kaffee in sich und ist fit im Hirn. Aber wirklich. Wer ein sehr gutes Buch zum Thema Grundlagen der Transformation braucht, MUSS es lesen.

„Mord für Mord, Band 1: Gila Monster“ von Roger Seitner (Autor) und Pascal Regnauld (Zeichnungen)

Ein Mann wacht auf einem Pier auf. Sein Kopf blutet, er kann sich an nichts erinnern. Neben ihm liegt eine Waffe. Er sieht Blutspuren auf dem Boden, folgt ihnen – und findet eine Frauenleiche. Tod durch Schüsse. Er wirft die Pistole ins Wasser, klaut ein frisches Hemd von der Leine und lässt sich in einem Hotel absetzen, wo ihn alle kennen. Was ist ihm passiert? Wer ist er? Und kann er es schneller herausfinden als die Polizei?

Fazit: superspannender Comic mit herausragenden Zeichnungen. Sehr lesenswert!

„Sehnsucht Utopie – eine Reise durch fünf Jahrhunderte“ von Alberto Manguel

Gedanken an die Zukunft, das Leben in einer utopischen Gesellschaft. Seit dem 16. Jahrhundert haben sich Menschen mit dem besseren Leben beschäftigt. Manguel nimmt uns in diesem Buch mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte und stellt uns interessante Ideen vor.

Fazit: das Buch ist sehr schön aufgemacht und man liest es an einem Wochenende. Leider werden die vorgestellten Bücher unterschiedlich zusammengefasst, so dass man irgendwie keinen Mehrwert davon hat. Es ist ganz okay, aber es reicht, wenn man es sich mal in der Bibliothek oder Buchhandlung anguckt.

Gelesen im November

„Unerschrocken“ Band 2 von Pénélope Bagieu
Verschiedene Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei trotzdem etwas gemeinsames haben: Sie haben Ideen, verändern Perspektiven und sind ganz schön mutig.
Fazit: genauso inspirierend wie der erste Band. Unbedingt lesen! Und beten, dass da noch 50.000 andere Bände davon rauskommen

„Was im Leben wichtig ist“ von Richard Reed
Man nehme: kurze Biografie-Schnipsel, nette Illustrationen, einen Haufen berühmter und nicht-berühmter Leute und stellt ihnen immer die gleiche Frage: Was ist das wichtigste im Leben?
Fazit: Heraus kommt ein Schmökerbuch mit interessanten Antworten! lesenswert als Betthupferl oder Morgen-Inspiration. Auch bestimmt toll als Geschenk für Menschen, die Biografien oder Inspirationsbüchlein mögen. Das hier ist eine wirklich tolle zutiefst menschliche Mischung.

oh ja und dann noch 20 Jahre zu spät, aber ich dachte ich versuchs mal:

Harry Potter and the Philosophers‘ Stone
ein kleiner bebrillter, ungeliebter Waisenjunge kommt in ein Zauberer-Internat, lernt zaubern und findet Freunde.
Fazit: also verzaubert wurde ich jetzt nich, aber immerhin war ich 2 Tagen damit durch. Ich werde trotzdem noch den 2. Teil lesen, vielleicht klappts dann mit der Zauberei.

und jetzt kommt das vermutlich beste Buch des Jahres:

„Gamify your life: Durch Gamification glücklicher, gesünder und resilienter leben“ von Jane McGonigal
Als sich die Autorin und Spieledesignerin von einer Gehirnerschütterung erholen musste, wurde ihr Leben von Tag zu Tag grauer. Sie wurde depressiv und hatte Suizidgedanken, weil sie einfach nichts machen konnte (sich von einer Seite auf die andere Seite zu drehen, war schon ausreichend um ihr Übelkeit zu verursachen. Arbeiten? Fehlanzeige? Hobbys? Null. Länger stehen oder spazieren? unmöglich). Irgendwann lernte sie, dass diese Depression aufgrund einer veränderten Gehirnchemie aufgrund des Unfalls herrührten und beschloss, ihr gesundes ich zu erforschen. Als Spieledesignerin ging sie die Sache spielerisch an und fragte ihre Schwester, ob sie ihr eine Aufgabe stellen könnte, die sie schaffen konnte. Tja, sie schaffte diese Aufgabe (Aus dem Fenster sehen, etwas Interessantes beobachten und davon erzählen) und es ging ihr sofort besser. Sie erfand dann Bösewichte, Power-ups und Quests, die ihr halfen, mit der Erkrankung umzugehen. Dadurch geriet sie in eine Aufwärtsspirale und als es ihr soweit wieder gut ging, dass sie arbeiten konnte, erforschte sie die Theorie dahinter: Warum klappte das alles?
Fazit: empfehle ich uneingeschränkt. Hätte ich dieses Buch doch nur schon vor 15 Jahren gelesen, ich glaube mein Leben wäre an manchen Stellen deutlich einfacher gewesen. Seit ich „superbetter“ spiele, geht es mir tatsächlich viiiiiel viel besser und irgendwie klappt alles, was ich mir vornehme. Schöner Perspektivwechsel, auch – oder gerade für Nicht-gamer. Das Buch ist eine tolle Mischung aus spaßigen Mini-Aufgaben, die man sofort beim Lesen umsetzen kann und sehr persönlichen Erfahrungsberichten nicht nur von der Autorin, sondern auch von anderen Spielern. Ich fands schön, dass es nicht so allgemeines Zeugs war wie „abnehmen“ oder „mit dem Rauchen aufhören“ sondern eher sowas wie „ich will superbesser darin werden mit meiner Depression umzugehen“ oder „ich will ein besserer Vater sein und nicht so oft mit meinen Kindern schimpfen“. Außerdem ist das Buch voll von interessanten wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen aus denen ich mir sehr viel rausziehen konnte. Wer also keinen Bock auf diese üblichen Lebenshilferatgeber-Bücher hat, sollte in dieses Buch mal einen Blick werfen. Denn eigentlich wissen wir immer was zu tun ist, nicht wahr?


Was ist deine Leseempfehlung für den Weihnachtsurlaub?

Gelesen im September und Oktober

Ups, ich hab ja voll den September verpeilt…der wird jetzt nachgereicht!

Also das habe ich im September und im Oktober gelesen:

„Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elisabeth Tova Bailey

Als eine mysteriöse Viruserkrankung die Autorin zur Bettlägrigkeit verdonnert und sie sich langweilt, kommt ihr die kleine Schnecke gerade recht. Eine Freundin hat sie aus dem Wald mitgebracht, in einen Blumentopf gesetzt und auf den Tisch gestellt. Von da an beobachtet Elisabeth die kleine Schnecke tagtäglich und lernt nicht nur über Schnecken sondern auch von der Schnecke selbst so einiges über das eigene Leben und ihre Krankheit.
Fazit: tolle, kleine Geschichte über Schnecken! sehr lesenswert!

„Achtsam reisen: Kabellos glücklich oder Wie dein Urlaub zur echten Auszeit wird“ von Sara Clemence
Reisehandbuch für Slow Travel bzw. Achtsames Reisen. Jede Idee wird illustriert vorgestellt und beinhaltet Tipps wie wenig Gepäck, Reisetagebuch führen oder eben Karten zu nutzen statt ne App zu öffnen.
Fazit: schön illustriert und tolle Ideen. Ich mochte das Buch sehr gerne. Selbst beim Lesen fühlte ich schon eine Entspannung. Viel Neues habe ich zwar nicht gelernt, aber toll wars trotzdem. Vor allem als Geschenk geeignet.

„S is for Space“ von Ray Bradbury
Sci-Fi-Kurzgeschichtensammlung.
Fazit: Lesenswert. Für mich ist Bradbury der König der Science-Fiction, also lesen, lesen, lesen!

Silver Surfer Requiem /J. Michael Straczynski
Der Surfer tritt in dieser abgeschlossenen Mini-Serie seine letzte Reise an. Aber erstmal verabschiedet er sich von seinen Freunden auf der Erde, bevor er sich seinem Schicksal stellt…
Fazit: puh. Die Geschichte hat mich ein bisschen fertig gemacht. Aber wahnsinnig toll gezeichnet.

„Die dritte industrielle Revolution“ von Jermey Rifkin
Jeremy Rifkin, Soziologe und Ökonom stellt in dem Buch die dritte industrielle Revolution vor, in der wir uns gerade befinden.
Fazit: sehr lesenswert, stellenweise ein bisschen zäh, weil sich viel wiederholt. Aber deshalb auch selektiv zu lesen. Das Buch ist schon älter (2012) aber gibt immer noch einen guten Überblick über das was kommt bzw. was jetzt gerade ist und wohin die Reise hingehen sollte, wenn wir es nicht verkacken.

„Die Hochhausspringerin“ von Julia von Lucadou
Die Welt der Zukunft ist perfekt organisiert, alles und jeder hat eine Funktion. Wer keine Funktion hat und somit der Gesellschaft nicht nützlich ist, lebt in den Peripherien – Slums der Vorstadt. Jeder dort träumt davon per Casting in die Stadtwelt gewählt zu werden. Idealerweise als Hochhausspringer, dann hat man es geschafft. Zumindest sagt man das so. Leider ist Hochhausspringerin Riva gerade alles andere als perfekt. Sie weigert sich ihr Training wieder aufzunehmen und verkriecht sich schweigend in der Wohnung, keiner weiß was los ist. Ihr Freund findet keine Zugang und die Social-Media Online Welt macht sich Sorgen um die berühmte Sportlerin. Als die Sponsoren unruhig werden, wird Wirtschaftspsychologin Hitomi darauf angesetzt, Riva wieder zu motivieren…
Fazit: verstörend. Und sehr, sehr lesenswert.

„Ein Führer durch das lasterhafte Berlin“ von Curt Moreck
Ein Reiseführer durch das Berlin Nachtleben des Jahres 1931
Fazit: bunt schillernd wie Reklametafeln ist auch dieses Buch. Sprachlich blumig, die Sätze tanzen wie Revuebeine durch den Kopf, dazu Bilder, ein Glossar und jede Menge frivole Bemerkungen des Autors. Für Fans von Babylon Berlin.

„Eine Schwester“ von Bastien Vivès
Antoine ist für seine 13 Jahre immer noch sehr still und verträumt. Das ändert sich, als er die Sommerferien mit seiner Familie am Meer verbringt und Besuch auftaucht: Eine Freundin seiner Mutter sowie deren 16-jährigen Tochter Hélène, die ein bisschen Spannung in Antoines Leben bringt. Sie ist für Antoine nich nur schön und geheimnisvoll, sondern gleichsam wie eine Schwester.
Fazit: sehr berührende Geschichte über das Erwachsenwerden.

„Exo I: Auf nach Darwin II“ von Jerry Frissen
Nahe Zukunft: Die NASA ist sich sicher, dass sie einen erdähnlichen Planeten in erreichbarer Nähe gefunden hat. Sie tauft ihn Darwin II und wie bei jeder neuen Entdeckung werden jede Menge neuer Fragen aufgeworfen. Um Antworten zu finden, wird eine Mission vorbereitet. Aber dann gibt es einen Vorfall: Eine Station im Orbit der Erde wird von etwas aus Richtung Mond getroffen und mehrere Astronauten sterben. War das Zufall oder gibt es intelligentes Leben da draußen, das sich verteidigt? Wer beobachtet wen im All?
Fazit: Die Bilder sind jetzt nichts Besonderes, aber die Story is sehr spannend und macht Lust auf die anderen beiden Teile.

Das wars! Was hast du gelesen?

Gelesen im August

„Weltensturm“ von Scott Westerfield
Die Menschheit hat die Erde hinter sich gelassen und sich auf 80 Planeten verteilt. Regiert wird die Menschheit von einem „auferstandenen Kaiser“, von einem, der den Tod besiegt hat. Natürlich gibt es Opposionelle, die glauben, ohne Tod sei kein wirklicher Fortschritt möglich. Und dann gibt es noch die Rix, die besiegen den Tod auf ihre Weise, in dem sie sich langsam in perfekte Mensch-Maschinen verwandeln. Um das „auferstandene Reich“ zu schwächen, nehmen sie die Kindkaiserin als Geisel und zetteln dadurch einen interstellaren Krieg an. Dabei stoßen sie auf ein unfassbares Geheimnis…
Fazit: dieser Episoden Sci-Fi Roman liest sich nicht, er saugt sich direkt in dein Gehirn und das mit ziemlich guten Ideen im Gepäck. Spannend geschrieben, interessante Charaktere. Mochte ich sehr gern, daher eine Leseempfehlung für alle Hard Sci-Fi Fans!

„Ansichten der Natur“ von Alexander von Humboldt
Das vorliegende Bändchen zählt zu Humboldts Hauptwerk und ist das Resultat seiner fünfjährigen Amerikareise, die ihn 1799-1804 nach Venezuela und zum Orinoco, in die Anden, nach Mexiko, Kuba und in die Vereinigten Staaten führte. Ergänzt wurde es durch Essays und Vorlesungen zu seinen Ideen der Botanik und des Vulkanismus.
Fazit: liest sich nach all der Zeit immer noch sehr modern und gut. Wer einen Einblick in Humboldts Denke haben will, liegt mit diesem Werk genau richtig. Aber Achtung: Man bekommt Fernweh und Entdeckerdrang!

„Die Maschine steht still“ von E.M. Foster
Wieso sich treffen, wenn man auch skypen kann? Lieber Knöpfe drücke und Hebel ziehen statt wirklich was tun – das ist die bequeme Zukunft, in der eine große Maschine alles regelt. Alles Körperliche ist irgendwie eklig und am besten denkt man nur über Ideen nach. Doch ein junger Mann sieht das anders…
Fazit: es ist kurz und unglaublich gut! Erstaunlich, was sich Herr Foster schon 1909 alles ausgedacht hat. Und jetzt sitzen wir hier und gruselt umso mehr. Es behandelt auf 48 Seiten die Frage, wie der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen kann, die unser Leben bestimmen. Und: Ist das überhaupt nötig? Für Fans von „Schöne neue Welt“ und expressionistischen Werken.

„Die Puppe Maggie Moneyeyes – Psychodelikatessen für Science-Fiction-Leser“ von Harlan Ellison
diverse Erzählungen aus den Genre Sci-Fi und Fantastik mit ner Portion Gothic-Horror
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Der Typ wird in der Sci-Fi Welt nach wie vor als verkanntes Genie und Geheimtipp gehandelt, aber er ist halt kein Bradbury. Die Geschichten sind zwar ansich gut und kraftvoll, aber leider wenig einfallsreich und null inspirierend. Irgendwie liest sich das alles wie von einem Typ, der nie über seine Bukowski-Vonnegut-Gothic-Emo-Phase als Mittzwanziger rausgekommen ist und das merkt man in jeder Zeile.

 

Sorry für die Verzögerung. Was hast du im August gelesen?

Gelesen im Juli

Okay, dieses Mal hat das lesen wieder geklappt, darüber freue ich mich sehr. Ich hab mir jetzt auch einen neuen eReader gekauft, mit dem ich direkt aus meiner Bibliothek ausleihen kann und ich liebe es. Ich fühl mich echt ein bisschen wie in Star Trek und das find ich megageil.

Aber zurück zur Lektüre!

Mein kleines Highlight war

„Ich so Du so – Alles super normal“ von Labor Ateliergemeinschaft
Ein Kinderbuch über die Frage, was eigentlich normal ist. Erklärt ganz nebenbei Feminismus und Inklusion. Mit Steckbriefen von Kindern aus aller Welt und Steckbriefen von Erwachsenen, die erzählen, wie (un-)normal es so als Kind war.
Fazit: absolute (Kinder-)Buchperle, die unbedingt jeder lesen muss. Ein Buch für alle, das für Verständnis eintritt. Und das sollte normal sein. Also auch große Kinder. Superschön illustriert dazu Geschichten aus dem echten Leben. Manchmal peinliche, schmerzhafte, nervige und schamvolle Geschichten von Erwachsenen, die den Kindern zeigen: Hey, die waren als Kind auch so wie ich. Und Steckbriefe von Kindern aus der ganzen Welt, die alle ihre eigene Auffassung von Normalität haben. Ganz toll!! Also wenn ihr das nächste Mal durch die Buchhandlung oder Bibliothek streift, werft da mal einen Blick rein, ja?

„Andere Wege gehen – Lebensmuster verstehen und verändern“ von Gitta Jacob und Hannie van Genderen
Rageber zum Thema Transaktionsanalyse mit Online-Zusatzmaterial in Form von Arbeitsblättern und vielen Fallbeispielen.
Fazit: Absolut hilfreiches Buch. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken oder dir immer wieder die gleichen Situationen passieren und du dich fragst, warum das so ist, dann ist dieses Buch eine Schatzkammer voller Möglichkeiten. Es ist oft nicht ganz einfach, sich da durchzuwühlen, aber es lohnt sich. Die vielen Fallbeispiele machen die kurz gehaltenen Erklärabschnitte sehr anschaulich und man kann ganz konkret damit arbeiten.

„Minimalismus“ von Ryan Nicodemus und Joshua Fields Millburn
Ratgeber zum Thema Minimalismus von „the Minimalists“ – den wohl Bekanntesten aller amerikanischen Minimalismusblogs.
Fazit: kann man sich sparen, leider. Mir war das Buch zu klinisch und es las sich eher wie eine Werbung für den Blog theminimalists. Aber wenn du den Blog von denen eh schon kennst, musst du das Buch nicht lesen. Ich beschäftige mich ja schon 8 Jahre mit dem Thema und habe es bewusst mit dem „Anfängergeist“ gelesen, aber da war der Inhalt wirklich sehr dünn.

„So wirst du ein Astronaut! – Das Handbuch“ von Louie Stowell
Wie wird man eigentlich AstronautIn? Dieses Handbuch für Kinder erklärt alles, was man wissen muss und noch viel mehr.
Fazit: Sehr lesenswert, sehr witzig, toll illustriert und es steckt wirklich ALLES drin, was man wissen muss. Von Bewerberauswahl bis zur berühmten Pinkelpause an der Rakete – es wurde wirklich an alles gedacht und beschrieben. Dazu die witzigen Illustrationen! Herrlich. Verschenkt das Buch an alle Interessierten und lest es vorher selbst, ok?

Was hast du gelesen?

Gelesen im Mai

Das hab ich im Mai gelesen (es war nicht viel)

„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery
Sy Montgomery freundet sich im Aquarium mit Tintenfischen an und blickt in deren Seele. Nebenbei lernt sie ganz außergewöhnliche, liebenswerte Menschen kennen.
Fazit: Das Buch ist ein Goldschatz. Man lernt nicht nur viel und ganz einfach was über Tintenfische, sondern freundet sich mit all den Aquariumsmitarbeitern und Tauchlehrern an, die die Autorin trifft. Wenn doch alle Sachbücher nur so aus dem Herzen geschrieben werden würden. Ganz ganz toll und daher klare Leseempfehlung.

„Hochsensibel durch den Tag“ von Sabine Dinkel
bunt, grell, hektisch, laut – ein Alptraum für hochsensible Personen. Wer hochsensibel ist, dem wird es schnell zu viel und man braucht Maßnahmen, um sich beruflich wie privat zu „ent-reizen“. Dieser Ratgeber hilft mit einfachen Tipps von morgens bis abends und für die Notfallhilfe zwischendurch.
Fazit: Die Bibel für Hochsensible Personen. Wirklich tolle, brauchbare und leicht umsetzbare Tipps. Klar kennt man bestimmt schon einiges, aber man bekommt trotzdem gute Ideen und vor allem ist es auch für andere eine tolle Gebrauchsanleitung.

„Die Ermordung des Commendatore II – Eine Metapher wandelt sich“ von Haruki Murakami
Der Maler malt. Es verschwinden die Glöcken, ein Messer, ein Kind. Realistische Träume, Ideen und Gestalten tauchen auf. Die Grube bleibt leer. Und alles ist merkwürdig und ein bisschen gruselig, aber niemanden verwundert es.
Fazit: noch seltsamer als der erste Band, aber ich find ihn sogar besser. Die Figuren kennt man, die geisterhafte Welt in der sich alles bewegt, auch. Ein purer Murakami-Lesegenuß aus dem man nicht mehr rauskommen mag.

„Die Mindhack-Methode“ von Ronja Schultz
Das Buch ist quasi ein „How to“ zur Selbstoptimierung aller Art. Organisation, Zeitmanagement, Glücklich werden, Ernährung, Schlaf…alles was zwar klappt, aber eben noch besser sein könnte.
Fazit: tolle Tipps, allerdings war für mich absolut nix Neues dabei und ich glaube, ich bin auch nicht die Zielgruppe. Eher für 14-25-jährige geeignet. Dafür aber auch ein super Geschenk.

Was hast du gelesen?

8 Tipps für einen gelungenen Gratis-Comic-Tag

Es ist Mai und das bedeutet: Gratis-Comic-Tag!
Und was passiert da? Genau – es gibt Comics für umme!!!!

Okay, stopp, auch wenn dich Comics gerade (noch) nicht interessieren – lauf nich weg! Denn du verpasst was. Comics sind klasse. Es sind nicht nur coole Zeichnungen, das Medium selbst transporiert mehr als man denkt. Und das Spannende passiert zwischen den Bildern – ist es nicht faszinierend, eine Bildergeschichte zu erfassen, die mit wenigen (oder sogar keinen) Wörtern auskommt und in denen zwischen den Zeichnungen Lücken herrschen? Wie kann unser Gehirn sowas? Das ist doch unglaublich, non?

Nun ja, jedenfalls kann ich dir als Einsteiger empfehlen, mal einen Gratis Comic Tag mitzumachen. Da ist in den Comicläden immer viel los und es sind so viele Neulinge da, dass man als Normalo zwischen den Nerds gar nicht auffällt. Und: Es gibt Comics. Kostenlos. Man kann aus ca. 30 Heften wählen. Es gibt Mangas, Superheldencomics aus dem Hause Marvel und DC, meistens auch Disney und so Zeug aber auch kleine, feine Comicperlen, die man sonst übersehen würde. Meist handelt es sich um gekürzte Ausgaben oder extra für den Gratis Comic Tag zusammengestellte Geschichten. Wenn du sie gelesen hast, kannst du sie weiterschenken und es ist auch ein super Zeitvertreib mit Kindern im Gepäck. Darüber hinaus werden auch Workshops oder Signierstunden veranstaltet.

Klingt gut, oder?

Um die Hemmschwelle zu senken, gibts also jetzt meine gesammelten Tipps der letzten Jahre. Also – los geht’s!


1. Finde raus, wer überhaupt mit macht.

Du lebst in einer Kleinstadt und es gibt gar keinen Comicladen? Kein Problem. Es machen auch Bahnhofsbuchhandlungen mit oder große Buchhändler in Kaufhäusern. Guck einfach auf der Seite nach.
Oder du planst einfach gleich nen Ausflug in die nächst größere Stadt und guckst dich da mal um.

2. Finde raus, was es überhaupt an Comics gibt und triff ne Vorauswahl
die meisten Händler reglementieren die Abgabe der Hefte, weil der Andrang so groß ist. Bei dem einen kann man sich nur 2 aussuchen, beim nächsten 3 und beim letzten 5. Wähle weise!

3. Checke, ob es auch amerikanische Comics des freecomicbookday gibt und triff dann noch ne Auswahl
Comichändler, die auch amerikanische Comics verkaufen, haben oft auch Exemplare des free comic book day parat.

4. Plane einen gemütlichen Samstag mit viiiiiel Zeit ein – aber fang früh an!
Comicläden sind ziemlich winzig und platzen schnell aus den Nähten, deshalb muss man auch mal anstehen um an die gewünschten Hefte zu kommen. Ideal ist, wenn du schon früh los startest, weil es dann noch die größte Auswahl hat.

5. Deshalb: Nimm dir Snacks und was zum Trinken mit – und ne große Tasche
Snacks schaden nie! Und wenn es warm ist, darf die Sonnenbrille und Sonnencreme auch nicht fehlen

6. Pack dir Freunde ein.
Dann machts noch mehr Spaß und man ist nicht so unsicher in einem fremden Territorium

7. Sei offen für interessante Begegnungen
Die Atmosphäre ist meistens gut gelaut und entspannt. Comicleser sind durch und durch entspannte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann. Also ruhig mal lächeln und neugierig sein :)

8. „Beute“ begutachten
Okay das ist ein Muss und für mich eigentlich der schönste Teil. Gemeinsam kann man hinterher bei nem schönen Mittagessen oder Kaffee & Kuchen die Heftauswahl begutachten und evtl. noch mal tauschen. :D

Naaaa? Bock auf Comics? Ja oder Ja?!

Gelesen im April


Okay, ich weiß, dass mein Zeitplan was den Blog angeht komplett im Chaos versunken ist, aber Chaos heißt in dem Fall: Kurzurlaub an der Ostsee und dafür schlampe ich wirklich gerne :D
Aber da ich ja so gerne über Bücher schreibe, hier meine Gelesen-Liste aus dem April, die gaaaaaanz kurz ist!


Die Verteidigung des Paradises von Thomas von Steinaecker

Deutschland, in der Zukunft. Nach einem Gau explodieren mehrere Schutzschilde und die Strahlung zerstört die Infrastruktur, setzt Menschen üblen Krankheiten aus – kurzum – Europa existiert nicht mehr. Nur auf einer kleinen Alm nahe Traunstein funktioniert alles noch. Die letzten Überlebenen? Heinz, der 15-jährige Erzähler bekommt den Auftrag, eine Chronik zu schreiben und diese Aufgabe nimmt er sehr ernst. Doch dann fällt auch der letzte Schild aus und die Alm wird unsicher, da auch das Wasser verdunstet und immer öfter Einzelpersonen gesichtet wurden. Es bleibt der kleinen Truppe also nichts weiter übrig, den Gerüchten zu trauen und über die große Ebene zu einem Flüchtlingslager in der Hoffnung auf Rettung zu marschieren.
Fazit: anfangs kam ich schwer rein, was wohl auch an den komischen Wörtern lag, die der Protagonist benutzt. Auch ist es ein Buch, dass man besser mal ein paar Stunden am Stück liest, statt morgens in der Bahn. Denn dann hat es eine tolle Sogwirkung und die Überlebensgeschichte zieht einen so richtig in den Bann. Hat mir letztlich doch gut gefallen.

Die Ermordung des Commendatore I – eine Idee erscheint von Haruki Murakami
Ein Portraitmaler wird nach 6 Jahren Ehe von seiner Frau verlassen, fährt ziellos durch die Gegend und findet Unterschlupf in einem Haus auf einem Berg. Eines Tages kommt ein Auftrag rein: Ein reicher Typ möchte ein Portrait malen lassen – und das für sehr viel Geld. Anders als sonst will er unbedingt Modell sitzen. Soweit so gut. Wenn da nur nicht diese Glöckchen nachts um halb 2 wären, die aus der Nähe eines kleinen Wäldchens klingen…ob es da einen Zusammenhang gibt?
Fazit:ja was soll ich sagen…für langjährige Blogleser ist es keine Überraschung, dass ich das Buch mag :D Ich liiiiiebe Murakami. Und dann schreibt er auch noch über einen Maler. Ich mochte das Buch gerne lesen und bin sehr auf Teil II gespannt.

Das wars schon. Sehr dürftig für meine Verhältnisse, aber die Geschichten waren doch sehr verworren :D Was hast du gelesen?