8 Tipps für einen gelungenen Gratis-Comic-Tag

Es ist Mai und das bedeutet: Gratis-Comic-Tag!
Und was passiert da? Genau – es gibt Comics für umme!!!!

Okay, stopp, auch wenn dich Comics gerade (noch) nicht interessieren – lauf nich weg! Denn du verpasst was. Comics sind klasse. Es sind nicht nur coole Zeichnungen, das Medium selbst transporiert mehr als man denkt. Und das Spannende passiert zwischen den Bildern – ist es nicht faszinierend, eine Bildergeschichte zu erfassen, die mit wenigen (oder sogar keinen) Wörtern auskommt und in denen zwischen den Zeichnungen Lücken herrschen? Wie kann unser Gehirn sowas? Das ist doch unglaublich, non?

Nun ja, jedenfalls kann ich dir als Einsteiger empfehlen, mal einen Gratis Comic Tag mitzumachen. Da ist in den Comicläden immer viel los und es sind so viele Neulinge da, dass man als Normalo zwischen den Nerds gar nicht auffällt. Und: Es gibt Comics. Kostenlos. Man kann aus ca. 30 Heften wählen. Es gibt Mangas, Superheldencomics aus dem Hause Marvel und DC, meistens auch Disney und so Zeug aber auch kleine, feine Comicperlen, die man sonst übersehen würde. Meist handelt es sich um gekürzte Ausgaben oder extra für den Gratis Comic Tag zusammengestellte Geschichten. Wenn du sie gelesen hast, kannst du sie weiterschenken und es ist auch ein super Zeitvertreib mit Kindern im Gepäck. Darüber hinaus werden auch Workshops oder Signierstunden veranstaltet.

Klingt gut, oder?

Um die Hemmschwelle zu senken, gibts also jetzt meine gesammelten Tipps der letzten Jahre. Also – los geht’s!


1. Finde raus, wer überhaupt mit macht.

Du lebst in einer Kleinstadt und es gibt gar keinen Comicladen? Kein Problem. Es machen auch Bahnhofsbuchhandlungen mit oder große Buchhändler in Kaufhäusern. Guck einfach auf der Seite nach.
Oder du planst einfach gleich nen Ausflug in die nächst größere Stadt und guckst dich da mal um.

2. Finde raus, was es überhaupt an Comics gibt und triff ne Vorauswahl
die meisten Händler reglementieren die Abgabe der Hefte, weil der Andrang so groß ist. Bei dem einen kann man sich nur 2 aussuchen, beim nächsten 3 und beim letzten 5. Wähle weise!

3. Checke, ob es auch amerikanische Comics des freecomicbookday gibt und triff dann noch ne Auswahl
Comichändler, die auch amerikanische Comics verkaufen, haben oft auch Exemplare des free comic book day parat.

4. Plane einen gemütlichen Samstag mit viiiiiel Zeit ein – aber fang früh an!
Comicläden sind ziemlich winzig und platzen schnell aus den Nähten, deshalb muss man auch mal anstehen um an die gewünschten Hefte zu kommen. Ideal ist, wenn du schon früh los startest, weil es dann noch die größte Auswahl hat.

5. Deshalb: Nimm dir Snacks und was zum Trinken mit – und ne große Tasche
Snacks schaden nie! Und wenn es warm ist, darf die Sonnenbrille und Sonnencreme auch nicht fehlen

6. Pack dir Freunde ein.
Dann machts noch mehr Spaß und man ist nicht so unsicher in einem fremden Territorium

7. Sei offen für interessante Begegnungen
Die Atmosphäre ist meistens gut gelaut und entspannt. Comicleser sind durch und durch entspannte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann. Also ruhig mal lächeln und neugierig sein :)

8. „Beute“ begutachten
Okay das ist ein Muss und für mich eigentlich der schönste Teil. Gemeinsam kann man hinterher bei nem schönen Mittagessen oder Kaffee & Kuchen die Heftauswahl begutachten und evtl. noch mal tauschen. :D

Naaaa? Bock auf Comics? Ja oder Ja?!

Gelesen im April


Okay, ich weiß, dass mein Zeitplan was den Blog angeht komplett im Chaos versunken ist, aber Chaos heißt in dem Fall: Kurzurlaub an der Ostsee und dafür schlampe ich wirklich gerne :D
Aber da ich ja so gerne über Bücher schreibe, hier meine Gelesen-Liste aus dem April, die gaaaaaanz kurz ist!


Die Verteidigung des Paradises von Thomas von Steinaecker

Deutschland, in der Zukunft. Nach einem Gau explodieren mehrere Schutzschilde und die Strahlung zerstört die Infrastruktur, setzt Menschen üblen Krankheiten aus – kurzum – Europa existiert nicht mehr. Nur auf einer kleinen Alm nahe Traunstein funktioniert alles noch. Die letzten Überlebenen? Heinz, der 15-jährige Erzähler bekommt den Auftrag, eine Chronik zu schreiben und diese Aufgabe nimmt er sehr ernst. Doch dann fällt auch der letzte Schild aus und die Alm wird unsicher, da auch das Wasser verdunstet und immer öfter Einzelpersonen gesichtet wurden. Es bleibt der kleinen Truppe also nichts weiter übrig, den Gerüchten zu trauen und über die große Ebene zu einem Flüchtlingslager in der Hoffnung auf Rettung zu marschieren.
Fazit: anfangs kam ich schwer rein, was wohl auch an den komischen Wörtern lag, die der Protagonist benutzt. Auch ist es ein Buch, dass man besser mal ein paar Stunden am Stück liest, statt morgens in der Bahn. Denn dann hat es eine tolle Sogwirkung und die Überlebensgeschichte zieht einen so richtig in den Bann. Hat mir letztlich doch gut gefallen.

Die Ermordung des Commendatore I – eine Idee erscheint von Haruki Murakami
Ein Portraitmaler wird nach 6 Jahren Ehe von seiner Frau verlassen, fährt ziellos durch die Gegend und findet Unterschlupf in einem Haus auf einem Berg. Eines Tages kommt ein Auftrag rein: Ein reicher Typ möchte ein Portrait malen lassen – und das für sehr viel Geld. Anders als sonst will er unbedingt Modell sitzen. Soweit so gut. Wenn da nur nicht diese Glöckchen nachts um halb 2 wären, die aus der Nähe eines kleinen Wäldchens klingen…ob es da einen Zusammenhang gibt?
Fazit:ja was soll ich sagen…für langjährige Blogleser ist es keine Überraschung, dass ich das Buch mag :D Ich liiiiiebe Murakami. Und dann schreibt er auch noch über einen Maler. Ich mochte das Buch gerne lesen und bin sehr auf Teil II gespannt.

Das wars schon. Sehr dürftig für meine Verhältnisse, aber die Geschichten waren doch sehr verworren :D Was hast du gelesen?

Gelesen im März

Das habe ich im März gelesen:

„Zivilisierte Verachtung“ von Carlo Strenger
Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.« (Auszug Klappentext)
Fazit: ein zum Nachdenken anregender Essay der ziemlich gut alles zusammenfasst. Sehr lesenswert.

„Jemand wie du“ von Xisela Lopéz
Eine Polizistin protokolliert einen Autounfall. Um den Unfallhergang zu schildern, logt sie sich in das gefundene Handy ein und entdeckt 648 SMS und eine ungelesene. Sie kann nicht anders: Sie liest alle SMS von einer Elisa an einen Unbekannten. Schnell beginnt ein Flirt, der zwei gestresste Großstädter um die dreißig aus ihrem Trott herausreißt…
Fazit: Das Buch war eine Spontanlektüre für die Zugfahrt. sehr realitätsnah, ohne Kitsch, geht trotzdem ans Herz. Interessant ist das, was zwischen den SMS passiert. Hat mir gefallen.

Comics:


„Gleisdreieck Berlin 1981“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet

In Berlin im Jahr 1981 kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine Entführung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen…
Fazit: cool gezeichnet, sehr spannend. Hat mir gut gefallen.

„Ideal Standard“ von Aude Picoult
Claire ist Krankenschwester auf der Frühchenstation und frustrierter Single. Mit 35 träumt von einer stabilen, liebevollen Beziehung. Nach vielen Dates, One Night Stands und kurzlebigen Beziehungen nagt der soziale Druck durch schwangere Freundinnen und die Fragen der Mutter. Als sie Franck kennenlernt, hofft sie, endlich den Richtigen getroffen zu haben. Doch die eintönige Realität, die sich bald einstellt, ist auch nicht das, worauf Claire gewartet hat…
Fazit: ohne Kitsch, genauso wie es wirklich ist. Toll gezeichnet und sehr anrührend.

„Unerschrocken – 15 Portraits von außergewöhnlichen Frauen“ von Pénelope Bagieu
Genau das ist es. Ein Comic über 15 interessante Frauen, eine ungewöhnlicher als die andere.
Fazit: supersupersupergut und wahnsinnig inspirierend. Lesen. Verschenken. Kaufen und immer wieder durchblättern.

Welchen aktuellen Bestseller hast du gerade gelesen?

Gelesen im Februar

„Gegen Trump: Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“ von Naomi Klein
Naomi Klein beschreibt, wie es Trump gelingen konnte, Präsident zu werden. Dabei kam Trump weder aus dem Nichts noch ist er ein politischer Unfall. Im Gegenteil: Seine Wahl ist die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die schon vor Jahren begann.
Fazit: leicht zu lesen, noch leichter zu verstehen. Aus meiner Sicht sehr gut analysiert. Für alle die sich seit der Wahl Trumps nur noch „WTF???“ fragen, könnte das Buch sehr hilfreich sein.

„Autorität“ (Band 2 der Southern Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Nach der letzten Expedition in Area X müssen einfach ein paar Dinge anders geregelt werden. Daher wird von Central der junge Agent John Rodriguez alias „Control“ nach Southern Reach verfrachtet und soll aufräumen. Er entdeckt mehr, als ihm lieb ist und hat noch mehr Fragen als zuvor.
Fazit: las sich sehr zäh und war irgendwie verwirrend, trotzdem spannend.

„Akzeptanz“ (Band 3 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Eine weitere Expedition macht sich auf, um Area X zu durchqueren. Während die Expedition Kurs auf die Insel nimmt, weitet sich Area X immer weiter aus…
Fazit:die Aufteilung der Geschichte in die einzelnen Charakter Episoden hat mir sehr gut gefallen, trotzdem fand ich es verwirrend und spannend und krass und ich hab keine Ahnung was ich davon genau halten soll. Ich fand es gut, weil der Autor seinen Figuren eine Tiefe gibt, die notwendig ist, um das psychologische Zusammenspiel zu „koordinieren“, dazu die Bilder, die er beschreibt…alles sehr metaphysisch. Muss noch ein bisschen drauf rumkauen und vielleicht hat ja einer von euch ne Idee dazu. Letztlich macht das Buch aber die Trilogie rund und obwohl ich es als den schwächsten Teil der drei Bände betrachte, war die ganze Reihe wunderbar zu lesen.

Comics:
Saga, Band 7 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples
Die Familie bekommt Zuwachs und gleich noch mehr Probleme von außerhalb…
Fazit: ja es hört und hört nich auf, gefällt mir immer noch :D

Und, was hast du im Februar gelesen?

Gelesen im Januar

Und auch hier noch meine Leseliste für Januar. Die ist nicht gerade lang. Momentan hab ich einfach keinen Kopf dafür.

„Auslöschung“ (Band 1 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
4 Wissenschaftlerinnen, darunter eine Biologin, eine Psychologin, eine Landvermesserin und eine Anthropologin, machen sich als Teilnehmerinnen einer 12. Expedition auf in ein unbekanntes Grenzgebiet, das man nur „Area X“ nennt. Gemeinsam sollen sie herausfinden, was da vor sich geht und alles dokumentieren. Hauptaugenmerk dabei sind subjektive Schilderungen im persönlichen Tagebuch. Das Buch ist der Bericht der Biologin.
Fazit: spannender und sehr kurzweiliger Sci-Fi-Grusel, der richtig Bock auf die Verfilmung (Start wohl im März auf Netflix) macht. Ich habs an einem Wochenende durchgelesen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch.

„Gregs Tagebuch 12 – Und Tschüss!“ von Jeff Kinney
Greg freut sich schon auf Weihnachten zu Hause – doch seine Eltern haben andere Pläne: Sie wollen einen Familienurlaub ins Ferienparadies machen…
Fazit: nicht ganz so witzig wie die anderen, aber gelacht hab ich doch :D

Das wars.
Was hast du gelesen?

Gelesen 2017

So, wie immer kommt hier die ultimative Gelesen-Liste des Jahres 2017 als Zusammenfassung!
Das Lesejahr 2017 war eher durchwachsen. Insgesamt habe ich 47 Bücher gelesen, das ist schon ein bisschen mehr als 2016, da habe ich nur 39 Bücher gelesen. Wer in den Vorjahren stöbern will, kann das hier tun: 2015, 2014, 2013. Aber Zahlen sind ja langweilig. Viel interessanter ist ja, was die Geschichten und Informationen mit mir gemacht haben.
Also….mal überlegen…
Der Roman, der mich am meisten geflasht hat war wohl „Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann, weil er mich sprachlich total an einen Fritz Lang Film erinnert hat. Wobei mir „Auf dem langen Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ auch sehr gut gefallen hat. Ich mochte gerade bei letzterem die liebevoll beschriebenen Charaktere. Das beste Comic war eindeutig „Ein neues Land“ von Shaun Tan. Und das beste Sachbuch? hmm….“Homo Deus“ hat mir viele neue Ideen und Gedanken in den Kopf gepflanzt, das fand ich sehr bereichernd und inspirierend. Aber die Humboldt-Biografie hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, vor allem, wenn ich in der Gegenwart immer mal wieder seinen Namen mitkriege. Das freut mich.

Gelesen im Januar
Deadpool: Sündenfall von Duggan/Posehn/ Koblish
„Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann
„Things to come“ von div. Autoren
„Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Gelesen im Februar
Silversurfer #3: – im Weltall ist die Hölle los von Dan Slott und M. Allred
Deadpool: Zenpool von Duggan/Posehn
The unbeatable Squirrel Girl 1 – aktuell Heft 6 (2nd Run) von Ryan North und Erica Henderson
„More letters of note“ von Shaun Usher
„Ready Player One“ von Ernest Cline

Gelesen im März
„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke
„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
„Wir“ von Jewgenij Samjatin

Gelesen im April
„Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks“ von Rainer Schmidt
„Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees
„Die Foundation Trilogie“ von Isaac Asimov
„Wer wir waren“ von Roger Willemsen
„Angel Catbird“, Vol. 1 von Margaret Atwood
„Ein neues Land“ von Shaun Tan
„Batman: Arkham Ayslum“ von Grant Morrisson und Dave McKean

Gelesen im Mai
„Die Gateway-Trilogie“ von Frederik Pohl
„Heute Science-Fiction, morgen Realität?“ von Gerd Ganteför
Deadpool: Einer geht noch! von Hastings/Camagni
„Letter 44“ Vol 1. von Charles Soule

Gelesen im Juni
„Suleika öffnet die Augen“ von Gusel Jachina
„Mit Platon und Marylin im Zug: Was uns die Begegnungen berühmter Persönlichkeiten über die großen Fragen des Lebens verraten“ von Helge Hesse
Deadpool Killer Kollektion Nr. 8
Saga, Band 5 und Band 6

Gelesen im Juli
„Wie lebe ich ein gutes Leben“ von Albert Kitzler
„Alexander von Humboldt oder die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf
Paper Girls, Vol 1. von Brian K. Vaughn
She-Hulk

Gelesen im August und im September
„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra
„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux

Gelesen im Oktober
Deadpool Killer-Kollektion Nr. 9
Moomin & Family Life
„Die Welt im Jahr 2050“ von Lawrence C. Smith
„Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann

Gelesen im November
„Planet Magnon“ von Leif Randt
„Die Genies der Lüfte: Die erstaunlichen Talente der Vögel“ von Jennifer Ackerman
„Technnology vs Humanity“ von Gerd Leonhard
Silver Surfer #4 von Dan Slott und Mike + Laura Allred
Deadpool vs Punisher

Gelesen im Dezember
„Feuerherz“ von Katja Kettu
„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Papergirls 2 von Brian K. Vaughn


Wie sieht deine Lesestatistik für 2017 aus? Was war dein Lieblingsbuch 2017? Welcher Roman hat dich am meisten mitgenommen? Welches Buch fandest du ganz furchtbar und warum?

Gelesen im Dezember

ha! Überraschung! Doch noch ein paar Beiträge für 2017, weil ich vermutlich aufgrund von Telefontechnikidiotie erstmal kein Internet haben werde…

„Feuerherz“ von Katja Kettu
Lappland, 1930. Die 15-jährige Finnin Irga lässt sich von einem Kommunisten schwängern und flieht vor ihrem Vater, dem „weißen General“ über die Grenze nach Russland. Da man ihr zur Strafe die Zunge abgeschnitten hat, bleibt sie stumm und kommt als Landesverräterin und Spionin in den Gulag. Einzig vertraute wird ihre Freundin Elna, die sich um die schwangere Irga kümmert. 2015: Die Journalistin Varna kommt in ein abgelegenes Dorf in der Wolgagegend um ihren toten Vater zu beerdigen und um herauszufinden, was ihr Vater dort eigentlich wollte…
Fazit: Das Buch ist wirklich der Oberhammer. Kein Wunder, dass Frau Kettju ein Einreiseverbot nach Russland hat…sprachlich wirklich phänomenal erzählt, dazu diese Kraft aus dem Naturglauben der Mari, die starken Frauen mitsamt all ihren (schrecklichen) Geheimnissen…wirklich sehr lesenswert, aber nix für schwache Nerven.

„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Wie können Menschen Beziehungen miteinander aufnehmen, die alle Beteiligten tief gehend bereichern? Was befähigt sie, vertrauensvoll und vorwurfsfrei miteinander umzugehen? Der Schlüssel hierzu ist Selbst-Empathie, um für sich selbst genauso wie für andere Mitgefühl zu entwickeln.“ (Klappentext)
Das Buch hilft dabei, herauszufinden, was man fühlt und braucht. Dazu wird gibt es viele Fallbeispiele, Listen und Nachdenkfragen. Grundlage ist die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg.
Fazit: Jepp, der Titel ist Programm. Es ist wirklich sehr praktisch und hat mich weitergebracht.

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
In „Homo Deus“ dreht sich alles um die Frage, wie sich der Mensch mithilfe der Technologie weiterentwickeln wird.
Fazit: ein tolles, lesenswertes Buch mit vielen guten und klugen Gedanken, die zum Nachdenken anregen.

„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Unsere Kindheit hat Spuren hinterlassen, auf denen wir gehen können, aber nicht gehen müssen. Was kann man aus seiner eigenen Vergangenheit lernen, um sein Leben gut und selbstbestimmt zu leben und zu gestalten?
Fazit: Interessant, aber sehr viele Wiederholungen und der Informationsgehalt ist für meinen Geschmack etwas dünn. Ansich aber ein guter, leichter Einstieg in die Entwicklungspsychologie. Ich habe es aufgrund meines Biografie-Projektes 2016 gelesen, weil da noch einige Fragen offen waren, die mich interessiert haben. Dafür war es gut geeignet.

Comics:

Papergirls 2 von Brian K. Vaughn
Fazit: auch der zweite Teil ist genauso spannend wie der erste Band. Die Farben von Cliff Chiang machen Spaß. Wer die Goonies mochte und ein bisschen Girl Power in seinem Leben braucht, sollte sich mal dieses Comic näher anschauen.

Gelesen im November

ja ja, momentan krieg ich es mit termingerechten Bloggen echt nicht hin. Aber das schöne ist: da ich kein Bloggerinfluencer-Mensch bin, der dafür nicht bezahlt wird, kann ich mir alle Freiheiten rausnehmen :D auch: in der stressigen Vorweihnachtszeit rumtrödeln. :D

Trotzdem will ich euch meine Leseliste für November nicht vorenthalten.


„Planet Magnon“ von Leif Randt

Eine superintelligente KI herrscht im Planetensystem und greift per Gesetz regulierend ein. Auf den einzelnen Planeten leben die Menschen kastenähnlich organisiert. Zwei „Dolphins“ machen sich auf den Weg durch das System, um neue Mitglieder zur rekrutieren, dabei erfahren sie etwas über die Gruppe der gebrochenen Herzen, die anscheinend immer mehr Mitglieder bekommt. Was geht da vor?
Fazit: ich habs nur nach dem Cover entliehen und weil die Story interessant klang. Las sich gut, aber irgendwie kapier ich die anderen Rezensionen nicht, die ständig vom „feinen Witz“ und „brüllend komischer Ironie“ faseln. Ich fand das Buch total unlustig. Trotzdem hatte es was. Kommt aber in die Kategorie: kann man lesen, muss man aber nicht. Wer Hipster nicht mag, sollte das Buch aber unbedingt lesen.

„Die Genies der Lüfte: Die erstaunlichen Talente der Vögel“ von Jennifer Ackerman
Spatzenhirn, Ratten der Lüfte oder federbekleidete Dinosaurier? Vögel sind bunt, auf allen Erdteilen beheimatet, können sich anpassen und Werkzeug benutzen und singen, krächzen, piepen und zwitschern. So faszinierend, das ein genauer Blick ins Vogelgehirn lohnt.
Fazit: lesenswertes Buch mit vielen Informationen und schönen Anekdoten der Autorin von schlauen Rabenkrähen auf Neukalendonien bis zum Spatz vor der Haustür. Der Augenmerk des Buches liegt auf auf den Experimenten und dem Vogelgehirn aber das macht es nicht zu trocken, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich habe es gern gelesen.

„Technnology vs Humanity“ von Gerd Leonhard
Die Zukunft kommt schnellen Schrittes. Ektogenese und Nanobots, Genetische Eingriffe, Künstliche Intelligenz, Roboter und Automaten, die unsere Arbeitsplätze klauen…Die Liste der modernen Technologien, die unser Leben schneller ändern als uns lieb ist, ist lang. Sollen wir etwas wagen, einfach weil wir es können? Wer entscheidet das? Die Silicon Valley Chefs oder der Staat? Und vor allem wie? Brauchen wir Gesetze für Roboter? Wer reguliert Forschung mit Genen? Was ist mit der Ethik für ein neues Zeitalter? Das sind die Fragen und möglichen Ideen/Lösungsansätze, die in diesem Buch vom Autoren Gerd Leonhard erörtert werden.
Fazit: ein sehr wichtiges Buch! Auch wenn es sich teilweise oft wiederholt, das Buch ist defintiv ein Muss! Leseempfehlung, gerade weil es die bevorstehenden Entwicklung und die dazugehörigen Probleme gut darstellt.

Comics:
Silver Surfer #4 von Dan Slott und Mike + Laura Allred
Nach ner langen Reise und vielen Abenteuern kehren Dawn und der Silver Surfer zurück zur Erde. Doch da ist irgendwie auch nicht alles so, wie es mal war.
Fazit: lesen lesen lesen lesen lesen lesen lesen. Wirklich. Wenn du im Comicladen stehst und nich weißt, was du nehmen sollst, nimm die Silver Surfer Reihe mit. Damit machst du nix falsch. Die poppigen BIlder sind auch wunderbar

Deadpool vs Punisher
Ballern, Blut und blöde Sprüche – und ein Typ namens „die Bank“, den Frank Castle im Visier hat. Zu dumm, dass der Typ ein guter Freund von Deadpool ist. Castle und Wade geraten aneinander, aber dabei bleibts natürlich nicht, denn der Taskmaster hat da auch seine Chance gewittert.
Fazit: toller Kontrast zwischen beiden, toll gezeichnet, nette Story im klassischen 80er Actionfilm-Style – mocht ich gern!

Gelesen im Oktober

Ja, ja ich weiß…ich hab den Mittwoch wieder mal verpasst. Aber irgendwie gehen die Tage so schnell rum, sie rasen an mir vorbei. Nervt mich selber!

Immerhin kann man mit Lesen ein bisschen langsamer werden. Hier nun meine Lektüreliste für Oktober:

Comics:

Deadpool Killer-Kollektion Nr. 9
Deadpool erinnert sich an seine ersten Einsätze, wie er an sein Kostüm kam, wie er ins Baxter Building eingebrochen ist und wie er mal zu Thor-Pool wurde.
Fazit: wer nen Einstieg in Deadpool braucht, nimmt bitte die Killerkollektion. Die wird einfach nicht langweilig.

Moomin & Family Life
Nachdem Mumin seine Freundin verloren hat, ist er ganz traurig und will sogar ins Wasser gehen. Da entdeckt er im Boot Muminmama und Muminpapa und ist überglücklich, seine Familie gefunden zu haben. Doch das Familienleben ist nicht einfach. Muminmama will es sich zu Hause schön machen, während Muminpapa große Lust auf Abenteuer und Gefahr hat. Und Mumin? Der hat Angst, dass er seiner alten-neuen Familie auf die Nerven geht.
Fazit: Mumin-Fans sollten unbedingt mal einen Blick in die Comics werfen. Ganz zauberhaft!

und sonst so?

„Die Welt im Jahr 2050“ von Lawrence C. Smith
Wie sieht die Welt und unsere Zivilisation im Jahr 2050 aus? Klimaforscher Smith begibt sich auf die Suche von Nord nach Süd, von Süd nach Nord und entwirft ein Modell anhand der gesammelten Klimadaten.
Fazit: etwas trockene Faktenkost, die aber ziemlich interessant ist. Ich fands lesenswert, vor allem, wegen der gut aufgezeigten Klimazusammenhänge, aber puh. Keine leichte Kost.

„Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann
(ein Sci-Fi Roman aus dem Jahr 1913!)
Mac Allan, Ingenieur, hat eine Vision: Ein Transatlantischer Tunnel von New York über die Bahamas zu den Azoren nach Frankreich. Er braucht Geld, Arbeitskraft und Leute, die diese Vision teilen. Als das Wunder geschieht und der Bau des Tunnels startet, wird die Welt verrückt vor Technikbegeisterung, die Wirtschaft boomt! Bis zu dem Zeitpunkt im Oktober als ein Teil des Tunnels einstürzt und mehrere tausend Menschen ihr Leben verlieren.
Fazit: expressionistisch, atemlos, dramatisch, triumphal. Wer das Knattern von alten Dieselmotoren und das Pfeifen von Dampfloks mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Stilistisch ist es ziemlich toll geschrieben: die Passagen zwischen langsamen, menschlichen Drama wechseln sich mit technischen Beschreibungen von Maschinen ab, bei deren Geschwindigkeit man ganz schwindlig wird. Ganz toll, daher: lesenswert.

Was hast du im Oktober gelesen? Ich freue mich über Roman-Empfehlungen für meinen Urlaub!

Gelesen im September

Hier erstmal der Nachtrag aus dem August:

„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
Die Wayfarer ist ein Tunnler-Schiff in der Galaktischen Union. Die Crewmitglieder bauen im Auftrag der GU Raum-Zeit-Tunnel. Da der Captain etwas Ärger hat, stellt er eine Verwaltungsangestellte namens Rosemary ein. Rosemary ist schüchtern und hat noch nie im Weltall gelebt und ist sehr darauf bedacht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Dann gibts einen neuen lukrativen Auftrag der alles andere als einfach wird und der Crew alles abverlangt.
Fazit: dieser Sci-Fi-Roman ist eine kleine, charmante Perle, die für immer in meinem Herzen bleiben wird. Obwohl sich die Handlung etwas dürftig aufbaut, wird der Lesegenuss keineswegs geschmälert. Das Buch lebt von den tollen, sympathischen Charakteren und dem intergalaktischen Miteinander auf dem Raumschiff. Ganz ganz toll.

Und das habe ich im September gelesen:

„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
Die Mars-Chroniken sind eine Kurzgeschichtensammlung rund um die Besiedlung des Mars im Jahr 2030 (und folgende).
Fazit: Keine Ahnung wie Bradbury das schafft, aber der Typ ist meiner Meinung nach ein Genie. Diese subtile Beklemmung gepaart mit teilweise wunderschön poetischen Strängen zu verweben kann nich jeder. Ich fands genauso lesenswert wie „Der illustrierte Mann“ und klingt noch lange nach.


„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra

eine spirituelle Geschichte zwischen dem 15-jährigen Deprak und dem Weisen Baba.
Fazit: wer auf solche Geschichten steht, gerne. Ich hab ein bisschen mehr erwartet und kommt deshalb in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Comics:

„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
Hausarrest ist so langweilig! Gottseidank hat sich Hilda mit den Hausgeistern angefreundet und kann in die Zwischenwelt entkommen. Doch das bleibt nicht unbemerkt und Hildas Mutter folgt ihr. Leider treffen sie dann auf gruselige Trolle. Schaffen es die beiden da gemeinsam wieder raus?
Fazit: Hilda-Comics sind immer wieder gut und vor allem toll gezeichnet. Bestens geeignet übrigens auch für Kinder die ein cooles, mutiges Vorbild brauchen und fantasievolle Welten mögen.

„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux
Ein fantastisches Abenteuer mit eingen biografischen Details über die Freundschaft zwischen Humboldt und Aimé Bonpland und ihre erste Reise durch Südamerika.
Fazit: toll gezeichnet, sehr fantastisch – von mir gibts ne Empfehlung, weil es eine ideale Ergänzung zu der Biografie war, die ich neulich gelesen habe. Kann man auch lesen, wenn man keine Ahnung von Humboldt hat, aber wenn man schon mal was über ihn gelesen hat, fallen einem viele kleine Details auf.