Gelesen im August

„Weltensturm“ von Scott Westerfield
Die Menschheit hat die Erde hinter sich gelassen und sich auf 80 Planeten verteilt. Regiert wird die Menschheit von einem „auferstandenen Kaiser“, von einem, der den Tod besiegt hat. Natürlich gibt es Opposionelle, die glauben, ohne Tod sei kein wirklicher Fortschritt möglich. Und dann gibt es noch die Rix, die besiegen den Tod auf ihre Weise, in dem sie sich langsam in perfekte Mensch-Maschinen verwandeln. Um das „auferstandene Reich“ zu schwächen, nehmen sie die Kindkaiserin als Geisel und zetteln dadurch einen interstellaren Krieg an. Dabei stoßen sie auf ein unfassbares Geheimnis…
Fazit: dieser Episoden Sci-Fi Roman liest sich nicht, er saugt sich direkt in dein Gehirn und das mit ziemlich guten Ideen im Gepäck. Spannend geschrieben, interessante Charaktere. Mochte ich sehr gern, daher eine Leseempfehlung für alle Hard Sci-Fi Fans!

„Ansichten der Natur“ von Alexander von Humboldt
Das vorliegende Bändchen zählt zu Humboldts Hauptwerk und ist das Resultat seiner fünfjährigen Amerikareise, die ihn 1799-1804 nach Venezuela und zum Orinoco, in die Anden, nach Mexiko, Kuba und in die Vereinigten Staaten führte. Ergänzt wurde es durch Essays und Vorlesungen zu seinen Ideen der Botanik und des Vulkanismus.
Fazit: liest sich nach all der Zeit immer noch sehr modern und gut. Wer einen Einblick in Humboldts Denke haben will, liegt mit diesem Werk genau richtig. Aber Achtung: Man bekommt Fernweh und Entdeckerdrang!

„Die Maschine steht still“ von E.M. Foster
Wieso sich treffen, wenn man auch skypen kann? Lieber Knöpfe drücke und Hebel ziehen statt wirklich was tun – das ist die bequeme Zukunft, in der eine große Maschine alles regelt. Alles Körperliche ist irgendwie eklig und am besten denkt man nur über Ideen nach. Doch ein junger Mann sieht das anders…
Fazit: es ist kurz und unglaublich gut! Erstaunlich, was sich Herr Foster schon 1909 alles ausgedacht hat. Und jetzt sitzen wir hier und gruselt umso mehr. Es behandelt auf 48 Seiten die Frage, wie der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen kann, die unser Leben bestimmen. Und: Ist das überhaupt nötig? Für Fans von „Schöne neue Welt“ und expressionistischen Werken.

„Die Puppe Maggie Moneyeyes – Psychodelikatessen für Science-Fiction-Leser“ von Harlan Ellison
diverse Erzählungen aus den Genre Sci-Fi und Fantastik mit ner Portion Gothic-Horror
Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht. Der Typ wird in der Sci-Fi Welt nach wie vor als verkanntes Genie und Geheimtipp gehandelt, aber er ist halt kein Bradbury. Die Geschichten sind zwar ansich gut und kraftvoll, aber leider wenig einfallsreich und null inspirierend. Irgendwie liest sich das alles wie von einem Typ, der nie über seine Bukowski-Vonnegut-Gothic-Emo-Phase als Mittzwanziger rausgekommen ist und das merkt man in jeder Zeile.

 

Sorry für die Verzögerung. Was hast du im August gelesen?

Gelesen im Juli

Okay, dieses Mal hat das lesen wieder geklappt, darüber freue ich mich sehr. Ich hab mir jetzt auch einen neuen eReader gekauft, mit dem ich direkt aus meiner Bibliothek ausleihen kann und ich liebe es. Ich fühl mich echt ein bisschen wie in Star Trek und das find ich megageil.

Aber zurück zur Lektüre!

Mein kleines Highlight war

„Ich so Du so – Alles super normal“ von Labor Ateliergemeinschaft
Ein Kinderbuch über die Frage, was eigentlich normal ist. Erklärt ganz nebenbei Feminismus und Inklusion. Mit Steckbriefen von Kindern aus aller Welt und Steckbriefen von Erwachsenen, die erzählen, wie (un-)normal es so als Kind war.
Fazit: absolute (Kinder-)Buchperle, die unbedingt jeder lesen muss. Ein Buch für alle, das für Verständnis eintritt. Und das sollte normal sein. Also auch große Kinder. Superschön illustriert dazu Geschichten aus dem echten Leben. Manchmal peinliche, schmerzhafte, nervige und schamvolle Geschichten von Erwachsenen, die den Kindern zeigen: Hey, die waren als Kind auch so wie ich. Und Steckbriefe von Kindern aus der ganzen Welt, die alle ihre eigene Auffassung von Normalität haben. Ganz toll!! Also wenn ihr das nächste Mal durch die Buchhandlung oder Bibliothek streift, werft da mal einen Blick rein, ja?

„Andere Wege gehen – Lebensmuster verstehen und verändern“ von Gitta Jacob und Hannie van Genderen
Rageber zum Thema Transaktionsanalyse mit Online-Zusatzmaterial in Form von Arbeitsblättern und vielen Fallbeispielen.
Fazit: Absolut hilfreiches Buch. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken oder dir immer wieder die gleichen Situationen passieren und du dich fragst, warum das so ist, dann ist dieses Buch eine Schatzkammer voller Möglichkeiten. Es ist oft nicht ganz einfach, sich da durchzuwühlen, aber es lohnt sich. Die vielen Fallbeispiele machen die kurz gehaltenen Erklärabschnitte sehr anschaulich und man kann ganz konkret damit arbeiten.

„Minimalismus“ von Ryan Nicodemus und Joshua Fields Millburn
Ratgeber zum Thema Minimalismus von „the Minimalists“ – den wohl Bekanntesten aller amerikanischen Minimalismusblogs.
Fazit: kann man sich sparen, leider. Mir war das Buch zu klinisch und es las sich eher wie eine Werbung für den Blog theminimalists. Aber wenn du den Blog von denen eh schon kennst, musst du das Buch nicht lesen. Ich beschäftige mich ja schon 8 Jahre mit dem Thema und habe es bewusst mit dem „Anfängergeist“ gelesen, aber da war der Inhalt wirklich sehr dünn.

„So wirst du ein Astronaut! – Das Handbuch“ von Louie Stowell
Wie wird man eigentlich AstronautIn? Dieses Handbuch für Kinder erklärt alles, was man wissen muss und noch viel mehr.
Fazit: Sehr lesenswert, sehr witzig, toll illustriert und es steckt wirklich ALLES drin, was man wissen muss. Von Bewerberauswahl bis zur berühmten Pinkelpause an der Rakete – es wurde wirklich an alles gedacht und beschrieben. Dazu die witzigen Illustrationen! Herrlich. Verschenkt das Buch an alle Interessierten und lest es vorher selbst, ok?

Was hast du gelesen?

Gelesen im Mai

Das hab ich im Mai gelesen (es war nicht viel)

„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery
Sy Montgomery freundet sich im Aquarium mit Tintenfischen an und blickt in deren Seele. Nebenbei lernt sie ganz außergewöhnliche, liebenswerte Menschen kennen.
Fazit: Das Buch ist ein Goldschatz. Man lernt nicht nur viel und ganz einfach was über Tintenfische, sondern freundet sich mit all den Aquariumsmitarbeitern und Tauchlehrern an, die die Autorin trifft. Wenn doch alle Sachbücher nur so aus dem Herzen geschrieben werden würden. Ganz ganz toll und daher klare Leseempfehlung.

„Hochsensibel durch den Tag“ von Sabine Dinkel
bunt, grell, hektisch, laut – ein Alptraum für hochsensible Personen. Wer hochsensibel ist, dem wird es schnell zu viel und man braucht Maßnahmen, um sich beruflich wie privat zu „ent-reizen“. Dieser Ratgeber hilft mit einfachen Tipps von morgens bis abends und für die Notfallhilfe zwischendurch.
Fazit: Die Bibel für Hochsensible Personen. Wirklich tolle, brauchbare und leicht umsetzbare Tipps. Klar kennt man bestimmt schon einiges, aber man bekommt trotzdem gute Ideen und vor allem ist es auch für andere eine tolle Gebrauchsanleitung.

„Die Ermordung des Commendatore II – Eine Metapher wandelt sich“ von Haruki Murakami
Der Maler malt. Es verschwinden die Glöcken, ein Messer, ein Kind. Realistische Träume, Ideen und Gestalten tauchen auf. Die Grube bleibt leer. Und alles ist merkwürdig und ein bisschen gruselig, aber niemanden verwundert es.
Fazit: noch seltsamer als der erste Band, aber ich find ihn sogar besser. Die Figuren kennt man, die geisterhafte Welt in der sich alles bewegt, auch. Ein purer Murakami-Lesegenuß aus dem man nicht mehr rauskommen mag.

„Die Mindhack-Methode“ von Ronja Schultz
Das Buch ist quasi ein „How to“ zur Selbstoptimierung aller Art. Organisation, Zeitmanagement, Glücklich werden, Ernährung, Schlaf…alles was zwar klappt, aber eben noch besser sein könnte.
Fazit: tolle Tipps, allerdings war für mich absolut nix Neues dabei und ich glaube, ich bin auch nicht die Zielgruppe. Eher für 14-25-jährige geeignet. Dafür aber auch ein super Geschenk.

Was hast du gelesen?

8 Tipps für einen gelungenen Gratis-Comic-Tag

Es ist Mai und das bedeutet: Gratis-Comic-Tag!
Und was passiert da? Genau – es gibt Comics für umme!!!!

Okay, stopp, auch wenn dich Comics gerade (noch) nicht interessieren – lauf nich weg! Denn du verpasst was. Comics sind klasse. Es sind nicht nur coole Zeichnungen, das Medium selbst transporiert mehr als man denkt. Und das Spannende passiert zwischen den Bildern – ist es nicht faszinierend, eine Bildergeschichte zu erfassen, die mit wenigen (oder sogar keinen) Wörtern auskommt und in denen zwischen den Zeichnungen Lücken herrschen? Wie kann unser Gehirn sowas? Das ist doch unglaublich, non?

Nun ja, jedenfalls kann ich dir als Einsteiger empfehlen, mal einen Gratis Comic Tag mitzumachen. Da ist in den Comicläden immer viel los und es sind so viele Neulinge da, dass man als Normalo zwischen den Nerds gar nicht auffällt. Und: Es gibt Comics. Kostenlos. Man kann aus ca. 30 Heften wählen. Es gibt Mangas, Superheldencomics aus dem Hause Marvel und DC, meistens auch Disney und so Zeug aber auch kleine, feine Comicperlen, die man sonst übersehen würde. Meist handelt es sich um gekürzte Ausgaben oder extra für den Gratis Comic Tag zusammengestellte Geschichten. Wenn du sie gelesen hast, kannst du sie weiterschenken und es ist auch ein super Zeitvertreib mit Kindern im Gepäck. Darüber hinaus werden auch Workshops oder Signierstunden veranstaltet.

Klingt gut, oder?

Um die Hemmschwelle zu senken, gibts also jetzt meine gesammelten Tipps der letzten Jahre. Also – los geht’s!


1. Finde raus, wer überhaupt mit macht.

Du lebst in einer Kleinstadt und es gibt gar keinen Comicladen? Kein Problem. Es machen auch Bahnhofsbuchhandlungen mit oder große Buchhändler in Kaufhäusern. Guck einfach auf der Seite nach.
Oder du planst einfach gleich nen Ausflug in die nächst größere Stadt und guckst dich da mal um.

2. Finde raus, was es überhaupt an Comics gibt und triff ne Vorauswahl
die meisten Händler reglementieren die Abgabe der Hefte, weil der Andrang so groß ist. Bei dem einen kann man sich nur 2 aussuchen, beim nächsten 3 und beim letzten 5. Wähle weise!

3. Checke, ob es auch amerikanische Comics des freecomicbookday gibt und triff dann noch ne Auswahl
Comichändler, die auch amerikanische Comics verkaufen, haben oft auch Exemplare des free comic book day parat.

4. Plane einen gemütlichen Samstag mit viiiiiel Zeit ein – aber fang früh an!
Comicläden sind ziemlich winzig und platzen schnell aus den Nähten, deshalb muss man auch mal anstehen um an die gewünschten Hefte zu kommen. Ideal ist, wenn du schon früh los startest, weil es dann noch die größte Auswahl hat.

5. Deshalb: Nimm dir Snacks und was zum Trinken mit – und ne große Tasche
Snacks schaden nie! Und wenn es warm ist, darf die Sonnenbrille und Sonnencreme auch nicht fehlen

6. Pack dir Freunde ein.
Dann machts noch mehr Spaß und man ist nicht so unsicher in einem fremden Territorium

7. Sei offen für interessante Begegnungen
Die Atmosphäre ist meistens gut gelaut und entspannt. Comicleser sind durch und durch entspannte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann. Also ruhig mal lächeln und neugierig sein :)

8. „Beute“ begutachten
Okay das ist ein Muss und für mich eigentlich der schönste Teil. Gemeinsam kann man hinterher bei nem schönen Mittagessen oder Kaffee & Kuchen die Heftauswahl begutachten und evtl. noch mal tauschen. :D

Naaaa? Bock auf Comics? Ja oder Ja?!

Gelesen im April


Okay, ich weiß, dass mein Zeitplan was den Blog angeht komplett im Chaos versunken ist, aber Chaos heißt in dem Fall: Kurzurlaub an der Ostsee und dafür schlampe ich wirklich gerne :D
Aber da ich ja so gerne über Bücher schreibe, hier meine Gelesen-Liste aus dem April, die gaaaaaanz kurz ist!


Die Verteidigung des Paradises von Thomas von Steinaecker

Deutschland, in der Zukunft. Nach einem Gau explodieren mehrere Schutzschilde und die Strahlung zerstört die Infrastruktur, setzt Menschen üblen Krankheiten aus – kurzum – Europa existiert nicht mehr. Nur auf einer kleinen Alm nahe Traunstein funktioniert alles noch. Die letzten Überlebenen? Heinz, der 15-jährige Erzähler bekommt den Auftrag, eine Chronik zu schreiben und diese Aufgabe nimmt er sehr ernst. Doch dann fällt auch der letzte Schild aus und die Alm wird unsicher, da auch das Wasser verdunstet und immer öfter Einzelpersonen gesichtet wurden. Es bleibt der kleinen Truppe also nichts weiter übrig, den Gerüchten zu trauen und über die große Ebene zu einem Flüchtlingslager in der Hoffnung auf Rettung zu marschieren.
Fazit: anfangs kam ich schwer rein, was wohl auch an den komischen Wörtern lag, die der Protagonist benutzt. Auch ist es ein Buch, dass man besser mal ein paar Stunden am Stück liest, statt morgens in der Bahn. Denn dann hat es eine tolle Sogwirkung und die Überlebensgeschichte zieht einen so richtig in den Bann. Hat mir letztlich doch gut gefallen.

Die Ermordung des Commendatore I – eine Idee erscheint von Haruki Murakami
Ein Portraitmaler wird nach 6 Jahren Ehe von seiner Frau verlassen, fährt ziellos durch die Gegend und findet Unterschlupf in einem Haus auf einem Berg. Eines Tages kommt ein Auftrag rein: Ein reicher Typ möchte ein Portrait malen lassen – und das für sehr viel Geld. Anders als sonst will er unbedingt Modell sitzen. Soweit so gut. Wenn da nur nicht diese Glöckchen nachts um halb 2 wären, die aus der Nähe eines kleinen Wäldchens klingen…ob es da einen Zusammenhang gibt?
Fazit:ja was soll ich sagen…für langjährige Blogleser ist es keine Überraschung, dass ich das Buch mag :D Ich liiiiiebe Murakami. Und dann schreibt er auch noch über einen Maler. Ich mochte das Buch gerne lesen und bin sehr auf Teil II gespannt.

Das wars schon. Sehr dürftig für meine Verhältnisse, aber die Geschichten waren doch sehr verworren :D Was hast du gelesen?

Gelesen im März

Das habe ich im März gelesen:

„Zivilisierte Verachtung“ von Carlo Strenger
Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.« (Auszug Klappentext)
Fazit: ein zum Nachdenken anregender Essay der ziemlich gut alles zusammenfasst. Sehr lesenswert.

„Jemand wie du“ von Xisela Lopéz
Eine Polizistin protokolliert einen Autounfall. Um den Unfallhergang zu schildern, logt sie sich in das gefundene Handy ein und entdeckt 648 SMS und eine ungelesene. Sie kann nicht anders: Sie liest alle SMS von einer Elisa an einen Unbekannten. Schnell beginnt ein Flirt, der zwei gestresste Großstädter um die dreißig aus ihrem Trott herausreißt…
Fazit: Das Buch war eine Spontanlektüre für die Zugfahrt. sehr realitätsnah, ohne Kitsch, geht trotzdem ans Herz. Interessant ist das, was zwischen den SMS passiert. Hat mir gefallen.

Comics:


„Gleisdreieck Berlin 1981“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet

In Berlin im Jahr 1981 kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine Entführung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen…
Fazit: cool gezeichnet, sehr spannend. Hat mir gut gefallen.

„Ideal Standard“ von Aude Picoult
Claire ist Krankenschwester auf der Frühchenstation und frustrierter Single. Mit 35 träumt von einer stabilen, liebevollen Beziehung. Nach vielen Dates, One Night Stands und kurzlebigen Beziehungen nagt der soziale Druck durch schwangere Freundinnen und die Fragen der Mutter. Als sie Franck kennenlernt, hofft sie, endlich den Richtigen getroffen zu haben. Doch die eintönige Realität, die sich bald einstellt, ist auch nicht das, worauf Claire gewartet hat…
Fazit: ohne Kitsch, genauso wie es wirklich ist. Toll gezeichnet und sehr anrührend.

„Unerschrocken – 15 Portraits von außergewöhnlichen Frauen“ von Pénelope Bagieu
Genau das ist es. Ein Comic über 15 interessante Frauen, eine ungewöhnlicher als die andere.
Fazit: supersupersupergut und wahnsinnig inspirierend. Lesen. Verschenken. Kaufen und immer wieder durchblättern.

Welchen aktuellen Bestseller hast du gerade gelesen?

Gelesen im Februar

„Gegen Trump: Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“ von Naomi Klein
Naomi Klein beschreibt, wie es Trump gelingen konnte, Präsident zu werden. Dabei kam Trump weder aus dem Nichts noch ist er ein politischer Unfall. Im Gegenteil: Seine Wahl ist die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die schon vor Jahren begann.
Fazit: leicht zu lesen, noch leichter zu verstehen. Aus meiner Sicht sehr gut analysiert. Für alle die sich seit der Wahl Trumps nur noch „WTF???“ fragen, könnte das Buch sehr hilfreich sein.

„Autorität“ (Band 2 der Southern Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Nach der letzten Expedition in Area X müssen einfach ein paar Dinge anders geregelt werden. Daher wird von Central der junge Agent John Rodriguez alias „Control“ nach Southern Reach verfrachtet und soll aufräumen. Er entdeckt mehr, als ihm lieb ist und hat noch mehr Fragen als zuvor.
Fazit: las sich sehr zäh und war irgendwie verwirrend, trotzdem spannend.

„Akzeptanz“ (Band 3 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Eine weitere Expedition macht sich auf, um Area X zu durchqueren. Während die Expedition Kurs auf die Insel nimmt, weitet sich Area X immer weiter aus…
Fazit:die Aufteilung der Geschichte in die einzelnen Charakter Episoden hat mir sehr gut gefallen, trotzdem fand ich es verwirrend und spannend und krass und ich hab keine Ahnung was ich davon genau halten soll. Ich fand es gut, weil der Autor seinen Figuren eine Tiefe gibt, die notwendig ist, um das psychologische Zusammenspiel zu „koordinieren“, dazu die Bilder, die er beschreibt…alles sehr metaphysisch. Muss noch ein bisschen drauf rumkauen und vielleicht hat ja einer von euch ne Idee dazu. Letztlich macht das Buch aber die Trilogie rund und obwohl ich es als den schwächsten Teil der drei Bände betrachte, war die ganze Reihe wunderbar zu lesen.

Comics:
Saga, Band 7 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples
Die Familie bekommt Zuwachs und gleich noch mehr Probleme von außerhalb…
Fazit: ja es hört und hört nich auf, gefällt mir immer noch :D

Und, was hast du im Februar gelesen?

Gelesen im Januar

Und auch hier noch meine Leseliste für Januar. Die ist nicht gerade lang. Momentan hab ich einfach keinen Kopf dafür.

„Auslöschung“ (Band 1 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
4 Wissenschaftlerinnen, darunter eine Biologin, eine Psychologin, eine Landvermesserin und eine Anthropologin, machen sich als Teilnehmerinnen einer 12. Expedition auf in ein unbekanntes Grenzgebiet, das man nur „Area X“ nennt. Gemeinsam sollen sie herausfinden, was da vor sich geht und alles dokumentieren. Hauptaugenmerk dabei sind subjektive Schilderungen im persönlichen Tagebuch. Das Buch ist der Bericht der Biologin.
Fazit: spannender und sehr kurzweiliger Sci-Fi-Grusel, der richtig Bock auf die Verfilmung (Start wohl im März auf Netflix) macht. Ich habs an einem Wochenende durchgelesen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch.

„Gregs Tagebuch 12 – Und Tschüss!“ von Jeff Kinney
Greg freut sich schon auf Weihnachten zu Hause – doch seine Eltern haben andere Pläne: Sie wollen einen Familienurlaub ins Ferienparadies machen…
Fazit: nicht ganz so witzig wie die anderen, aber gelacht hab ich doch :D

Das wars.
Was hast du gelesen?

Gelesen 2017

So, wie immer kommt hier die ultimative Gelesen-Liste des Jahres 2017 als Zusammenfassung!
Das Lesejahr 2017 war eher durchwachsen. Insgesamt habe ich 47 Bücher gelesen, das ist schon ein bisschen mehr als 2016, da habe ich nur 39 Bücher gelesen. Wer in den Vorjahren stöbern will, kann das hier tun: 2015, 2014, 2013. Aber Zahlen sind ja langweilig. Viel interessanter ist ja, was die Geschichten und Informationen mit mir gemacht haben.
Also….mal überlegen…
Der Roman, der mich am meisten geflasht hat war wohl „Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann, weil er mich sprachlich total an einen Fritz Lang Film erinnert hat. Wobei mir „Auf dem langen Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ auch sehr gut gefallen hat. Ich mochte gerade bei letzterem die liebevoll beschriebenen Charaktere. Das beste Comic war eindeutig „Ein neues Land“ von Shaun Tan. Und das beste Sachbuch? hmm….“Homo Deus“ hat mir viele neue Ideen und Gedanken in den Kopf gepflanzt, das fand ich sehr bereichernd und inspirierend. Aber die Humboldt-Biografie hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, vor allem, wenn ich in der Gegenwart immer mal wieder seinen Namen mitkriege. Das freut mich.

Gelesen im Januar
Deadpool: Sündenfall von Duggan/Posehn/ Koblish
„Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann
„Things to come“ von div. Autoren
„Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Gelesen im Februar
Silversurfer #3: – im Weltall ist die Hölle los von Dan Slott und M. Allred
Deadpool: Zenpool von Duggan/Posehn
The unbeatable Squirrel Girl 1 – aktuell Heft 6 (2nd Run) von Ryan North und Erica Henderson
„More letters of note“ von Shaun Usher
„Ready Player One“ von Ernest Cline

Gelesen im März
„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke
„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
„Wir“ von Jewgenij Samjatin

Gelesen im April
„Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks“ von Rainer Schmidt
„Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees
„Die Foundation Trilogie“ von Isaac Asimov
„Wer wir waren“ von Roger Willemsen
„Angel Catbird“, Vol. 1 von Margaret Atwood
„Ein neues Land“ von Shaun Tan
„Batman: Arkham Ayslum“ von Grant Morrisson und Dave McKean

Gelesen im Mai
„Die Gateway-Trilogie“ von Frederik Pohl
„Heute Science-Fiction, morgen Realität?“ von Gerd Ganteför
Deadpool: Einer geht noch! von Hastings/Camagni
„Letter 44“ Vol 1. von Charles Soule

Gelesen im Juni
„Suleika öffnet die Augen“ von Gusel Jachina
„Mit Platon und Marylin im Zug: Was uns die Begegnungen berühmter Persönlichkeiten über die großen Fragen des Lebens verraten“ von Helge Hesse
Deadpool Killer Kollektion Nr. 8
Saga, Band 5 und Band 6

Gelesen im Juli
„Wie lebe ich ein gutes Leben“ von Albert Kitzler
„Alexander von Humboldt oder die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf
Paper Girls, Vol 1. von Brian K. Vaughn
She-Hulk

Gelesen im August und im September
„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra
„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux

Gelesen im Oktober
Deadpool Killer-Kollektion Nr. 9
Moomin & Family Life
„Die Welt im Jahr 2050“ von Lawrence C. Smith
„Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann

Gelesen im November
„Planet Magnon“ von Leif Randt
„Die Genies der Lüfte: Die erstaunlichen Talente der Vögel“ von Jennifer Ackerman
„Technnology vs Humanity“ von Gerd Leonhard
Silver Surfer #4 von Dan Slott und Mike + Laura Allred
Deadpool vs Punisher

Gelesen im Dezember
„Feuerherz“ von Katja Kettu
„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Papergirls 2 von Brian K. Vaughn


Wie sieht deine Lesestatistik für 2017 aus? Was war dein Lieblingsbuch 2017? Welcher Roman hat dich am meisten mitgenommen? Welches Buch fandest du ganz furchtbar und warum?

Gelesen im Dezember

ha! Überraschung! Doch noch ein paar Beiträge für 2017, weil ich vermutlich aufgrund von Telefontechnikidiotie erstmal kein Internet haben werde…

„Feuerherz“ von Katja Kettu
Lappland, 1930. Die 15-jährige Finnin Irga lässt sich von einem Kommunisten schwängern und flieht vor ihrem Vater, dem „weißen General“ über die Grenze nach Russland. Da man ihr zur Strafe die Zunge abgeschnitten hat, bleibt sie stumm und kommt als Landesverräterin und Spionin in den Gulag. Einzig vertraute wird ihre Freundin Elna, die sich um die schwangere Irga kümmert. 2015: Die Journalistin Varna kommt in ein abgelegenes Dorf in der Wolgagegend um ihren toten Vater zu beerdigen und um herauszufinden, was ihr Vater dort eigentlich wollte…
Fazit: Das Buch ist wirklich der Oberhammer. Kein Wunder, dass Frau Kettju ein Einreiseverbot nach Russland hat…sprachlich wirklich phänomenal erzählt, dazu diese Kraft aus dem Naturglauben der Mari, die starken Frauen mitsamt all ihren (schrecklichen) Geheimnissen…wirklich sehr lesenswert, aber nix für schwache Nerven.

„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Wie können Menschen Beziehungen miteinander aufnehmen, die alle Beteiligten tief gehend bereichern? Was befähigt sie, vertrauensvoll und vorwurfsfrei miteinander umzugehen? Der Schlüssel hierzu ist Selbst-Empathie, um für sich selbst genauso wie für andere Mitgefühl zu entwickeln.“ (Klappentext)
Das Buch hilft dabei, herauszufinden, was man fühlt und braucht. Dazu wird gibt es viele Fallbeispiele, Listen und Nachdenkfragen. Grundlage ist die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg.
Fazit: Jepp, der Titel ist Programm. Es ist wirklich sehr praktisch und hat mich weitergebracht.

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
In „Homo Deus“ dreht sich alles um die Frage, wie sich der Mensch mithilfe der Technologie weiterentwickeln wird.
Fazit: ein tolles, lesenswertes Buch mit vielen guten und klugen Gedanken, die zum Nachdenken anregen.

„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Unsere Kindheit hat Spuren hinterlassen, auf denen wir gehen können, aber nicht gehen müssen. Was kann man aus seiner eigenen Vergangenheit lernen, um sein Leben gut und selbstbestimmt zu leben und zu gestalten?
Fazit: Interessant, aber sehr viele Wiederholungen und der Informationsgehalt ist für meinen Geschmack etwas dünn. Ansich aber ein guter, leichter Einstieg in die Entwicklungspsychologie. Ich habe es aufgrund meines Biografie-Projektes 2016 gelesen, weil da noch einige Fragen offen waren, die mich interessiert haben. Dafür war es gut geeignet.

Comics:

Papergirls 2 von Brian K. Vaughn
Fazit: auch der zweite Teil ist genauso spannend wie der erste Band. Die Farben von Cliff Chiang machen Spaß. Wer die Goonies mochte und ein bisschen Girl Power in seinem Leben braucht, sollte sich mal dieses Comic näher anschauen.