Gelesen 2017

So, wie immer kommt hier die ultimative Gelesen-Liste des Jahres 2017 als Zusammenfassung!
Das Lesejahr 2017 war eher durchwachsen. Insgesamt habe ich 47 Bücher gelesen, das ist schon ein bisschen mehr als 2016, da habe ich nur 39 Bücher gelesen. Wer in den Vorjahren stöbern will, kann das hier tun: 2015, 2014, 2013. Aber Zahlen sind ja langweilig. Viel interessanter ist ja, was die Geschichten und Informationen mit mir gemacht haben.
Also….mal überlegen…
Der Roman, der mich am meisten geflasht hat war wohl „Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann, weil er mich sprachlich total an einen Fritz Lang Film erinnert hat. Wobei mir „Auf dem langen Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ auch sehr gut gefallen hat. Ich mochte gerade bei letzterem die liebevoll beschriebenen Charaktere. Das beste Comic war eindeutig „Ein neues Land“ von Shaun Tan. Und das beste Sachbuch? hmm….“Homo Deus“ hat mir viele neue Ideen und Gedanken in den Kopf gepflanzt, das fand ich sehr bereichernd und inspirierend. Aber die Humboldt-Biografie hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, vor allem, wenn ich in der Gegenwart immer mal wieder seinen Namen mitkriege. Das freut mich.

Gelesen im Januar
Deadpool: Sündenfall von Duggan/Posehn/ Koblish
„Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadja Hermann
„Things to come“ von div. Autoren
„Unsterblich“ von Jens Lubbadeh

Gelesen im Februar
Silversurfer #3: – im Weltall ist die Hölle los von Dan Slott und M. Allred
Deadpool: Zenpool von Duggan/Posehn
The unbeatable Squirrel Girl 1 – aktuell Heft 6 (2nd Run) von Ryan North und Erica Henderson
„More letters of note“ von Shaun Usher
„Ready Player One“ von Ernest Cline

Gelesen im März
„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke
„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
„Wir“ von Jewgenij Samjatin

Gelesen im April
„Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks“ von Rainer Schmidt
„Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees
„Die Foundation Trilogie“ von Isaac Asimov
„Wer wir waren“ von Roger Willemsen
„Angel Catbird“, Vol. 1 von Margaret Atwood
„Ein neues Land“ von Shaun Tan
„Batman: Arkham Ayslum“ von Grant Morrisson und Dave McKean

Gelesen im Mai
„Die Gateway-Trilogie“ von Frederik Pohl
„Heute Science-Fiction, morgen Realität?“ von Gerd Ganteför
Deadpool: Einer geht noch! von Hastings/Camagni
„Letter 44“ Vol 1. von Charles Soule

Gelesen im Juni
„Suleika öffnet die Augen“ von Gusel Jachina
„Mit Platon und Marylin im Zug: Was uns die Begegnungen berühmter Persönlichkeiten über die großen Fragen des Lebens verraten“ von Helge Hesse
Deadpool Killer Kollektion Nr. 8
Saga, Band 5 und Band 6

Gelesen im Juli
„Wie lebe ich ein gutes Leben“ von Albert Kitzler
„Alexander von Humboldt oder die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf
Paper Girls, Vol 1. von Brian K. Vaughn
She-Hulk

Gelesen im August und im September
„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra
„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux

Gelesen im Oktober
Deadpool Killer-Kollektion Nr. 9
Moomin & Family Life
„Die Welt im Jahr 2050“ von Lawrence C. Smith
„Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann

Gelesen im November
„Planet Magnon“ von Leif Randt
„Die Genies der Lüfte: Die erstaunlichen Talente der Vögel“ von Jennifer Ackerman
„Technnology vs Humanity“ von Gerd Leonhard
Silver Surfer #4 von Dan Slott und Mike + Laura Allred
Deadpool vs Punisher

Gelesen im Dezember
„Feuerherz“ von Katja Kettu
„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Papergirls 2 von Brian K. Vaughn


Wie sieht deine Lesestatistik für 2017 aus? Was war dein Lieblingsbuch 2017? Welcher Roman hat dich am meisten mitgenommen? Welches Buch fandest du ganz furchtbar und warum?

Gelesen im Dezember

ha! Überraschung! Doch noch ein paar Beiträge für 2017, weil ich vermutlich aufgrund von Telefontechnikidiotie erstmal kein Internet haben werde…

„Feuerherz“ von Katja Kettu
Lappland, 1930. Die 15-jährige Finnin Irga lässt sich von einem Kommunisten schwängern und flieht vor ihrem Vater, dem „weißen General“ über die Grenze nach Russland. Da man ihr zur Strafe die Zunge abgeschnitten hat, bleibt sie stumm und kommt als Landesverräterin und Spionin in den Gulag. Einzig vertraute wird ihre Freundin Elna, die sich um die schwangere Irga kümmert. 2015: Die Journalistin Varna kommt in ein abgelegenes Dorf in der Wolgagegend um ihren toten Vater zu beerdigen und um herauszufinden, was ihr Vater dort eigentlich wollte…
Fazit: Das Buch ist wirklich der Oberhammer. Kein Wunder, dass Frau Kettju ein Einreiseverbot nach Russland hat…sprachlich wirklich phänomenal erzählt, dazu diese Kraft aus dem Naturglauben der Mari, die starken Frauen mitsamt all ihren (schrecklichen) Geheimnissen…wirklich sehr lesenswert, aber nix für schwache Nerven.

„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch
„Wie können Menschen Beziehungen miteinander aufnehmen, die alle Beteiligten tief gehend bereichern? Was befähigt sie, vertrauensvoll und vorwurfsfrei miteinander umzugehen? Der Schlüssel hierzu ist Selbst-Empathie, um für sich selbst genauso wie für andere Mitgefühl zu entwickeln.“ (Klappentext)
Das Buch hilft dabei, herauszufinden, was man fühlt und braucht. Dazu wird gibt es viele Fallbeispiele, Listen und Nachdenkfragen. Grundlage ist die gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg.
Fazit: Jepp, der Titel ist Programm. Es ist wirklich sehr praktisch und hat mich weitergebracht.

„Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ von Yuval Noah Harari
In „Homo Deus“ dreht sich alles um die Frage, wie sich der Mensch mithilfe der Technologie weiterentwickeln wird.
Fazit: ein tolles, lesenswertes Buch mit vielen guten und klugen Gedanken, die zum Nachdenken anregen.

„Was sagt mir meine Kindheit“ von Julia Umek
Unsere Kindheit hat Spuren hinterlassen, auf denen wir gehen können, aber nicht gehen müssen. Was kann man aus seiner eigenen Vergangenheit lernen, um sein Leben gut und selbstbestimmt zu leben und zu gestalten?
Fazit: Interessant, aber sehr viele Wiederholungen und der Informationsgehalt ist für meinen Geschmack etwas dünn. Ansich aber ein guter, leichter Einstieg in die Entwicklungspsychologie. Ich habe es aufgrund meines Biografie-Projektes 2016 gelesen, weil da noch einige Fragen offen waren, die mich interessiert haben. Dafür war es gut geeignet.

Comics:

Papergirls 2 von Brian K. Vaughn
Fazit: auch der zweite Teil ist genauso spannend wie der erste Band. Die Farben von Cliff Chiang machen Spaß. Wer die Goonies mochte und ein bisschen Girl Power in seinem Leben braucht, sollte sich mal dieses Comic näher anschauen.

Gelesen im November

ja ja, momentan krieg ich es mit termingerechten Bloggen echt nicht hin. Aber das schöne ist: da ich kein Bloggerinfluencer-Mensch bin, der dafür nicht bezahlt wird, kann ich mir alle Freiheiten rausnehmen :D auch: in der stressigen Vorweihnachtszeit rumtrödeln. :D

Trotzdem will ich euch meine Leseliste für November nicht vorenthalten.


„Planet Magnon“ von Leif Randt

Eine superintelligente KI herrscht im Planetensystem und greift per Gesetz regulierend ein. Auf den einzelnen Planeten leben die Menschen kastenähnlich organisiert. Zwei „Dolphins“ machen sich auf den Weg durch das System, um neue Mitglieder zur rekrutieren, dabei erfahren sie etwas über die Gruppe der gebrochenen Herzen, die anscheinend immer mehr Mitglieder bekommt. Was geht da vor?
Fazit: ich habs nur nach dem Cover entliehen und weil die Story interessant klang. Las sich gut, aber irgendwie kapier ich die anderen Rezensionen nicht, die ständig vom „feinen Witz“ und „brüllend komischer Ironie“ faseln. Ich fand das Buch total unlustig. Trotzdem hatte es was. Kommt aber in die Kategorie: kann man lesen, muss man aber nicht. Wer Hipster nicht mag, sollte das Buch aber unbedingt lesen.

„Die Genies der Lüfte: Die erstaunlichen Talente der Vögel“ von Jennifer Ackerman
Spatzenhirn, Ratten der Lüfte oder federbekleidete Dinosaurier? Vögel sind bunt, auf allen Erdteilen beheimatet, können sich anpassen und Werkzeug benutzen und singen, krächzen, piepen und zwitschern. So faszinierend, das ein genauer Blick ins Vogelgehirn lohnt.
Fazit: lesenswertes Buch mit vielen Informationen und schönen Anekdoten der Autorin von schlauen Rabenkrähen auf Neukalendonien bis zum Spatz vor der Haustür. Der Augenmerk des Buches liegt auf auf den Experimenten und dem Vogelgehirn aber das macht es nicht zu trocken, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich habe es gern gelesen.

„Technnology vs Humanity“ von Gerd Leonhard
Die Zukunft kommt schnellen Schrittes. Ektogenese und Nanobots, Genetische Eingriffe, Künstliche Intelligenz, Roboter und Automaten, die unsere Arbeitsplätze klauen…Die Liste der modernen Technologien, die unser Leben schneller ändern als uns lieb ist, ist lang. Sollen wir etwas wagen, einfach weil wir es können? Wer entscheidet das? Die Silicon Valley Chefs oder der Staat? Und vor allem wie? Brauchen wir Gesetze für Roboter? Wer reguliert Forschung mit Genen? Was ist mit der Ethik für ein neues Zeitalter? Das sind die Fragen und möglichen Ideen/Lösungsansätze, die in diesem Buch vom Autoren Gerd Leonhard erörtert werden.
Fazit: ein sehr wichtiges Buch! Auch wenn es sich teilweise oft wiederholt, das Buch ist defintiv ein Muss! Leseempfehlung, gerade weil es die bevorstehenden Entwicklung und die dazugehörigen Probleme gut darstellt.

Comics:
Silver Surfer #4 von Dan Slott und Mike + Laura Allred
Nach ner langen Reise und vielen Abenteuern kehren Dawn und der Silver Surfer zurück zur Erde. Doch da ist irgendwie auch nicht alles so, wie es mal war.
Fazit: lesen lesen lesen lesen lesen lesen lesen. Wirklich. Wenn du im Comicladen stehst und nich weißt, was du nehmen sollst, nimm die Silver Surfer Reihe mit. Damit machst du nix falsch. Die poppigen BIlder sind auch wunderbar

Deadpool vs Punisher
Ballern, Blut und blöde Sprüche – und ein Typ namens „die Bank“, den Frank Castle im Visier hat. Zu dumm, dass der Typ ein guter Freund von Deadpool ist. Castle und Wade geraten aneinander, aber dabei bleibts natürlich nicht, denn der Taskmaster hat da auch seine Chance gewittert.
Fazit: toller Kontrast zwischen beiden, toll gezeichnet, nette Story im klassischen 80er Actionfilm-Style – mocht ich gern!

Gelesen im Oktober

Ja, ja ich weiß…ich hab den Mittwoch wieder mal verpasst. Aber irgendwie gehen die Tage so schnell rum, sie rasen an mir vorbei. Nervt mich selber!

Immerhin kann man mit Lesen ein bisschen langsamer werden. Hier nun meine Lektüreliste für Oktober:

Comics:

Deadpool Killer-Kollektion Nr. 9
Deadpool erinnert sich an seine ersten Einsätze, wie er an sein Kostüm kam, wie er ins Baxter Building eingebrochen ist und wie er mal zu Thor-Pool wurde.
Fazit: wer nen Einstieg in Deadpool braucht, nimmt bitte die Killerkollektion. Die wird einfach nicht langweilig.

Moomin & Family Life
Nachdem Mumin seine Freundin verloren hat, ist er ganz traurig und will sogar ins Wasser gehen. Da entdeckt er im Boot Muminmama und Muminpapa und ist überglücklich, seine Familie gefunden zu haben. Doch das Familienleben ist nicht einfach. Muminmama will es sich zu Hause schön machen, während Muminpapa große Lust auf Abenteuer und Gefahr hat. Und Mumin? Der hat Angst, dass er seiner alten-neuen Familie auf die Nerven geht.
Fazit: Mumin-Fans sollten unbedingt mal einen Blick in die Comics werfen. Ganz zauberhaft!

und sonst so?

„Die Welt im Jahr 2050“ von Lawrence C. Smith
Wie sieht die Welt und unsere Zivilisation im Jahr 2050 aus? Klimaforscher Smith begibt sich auf die Suche von Nord nach Süd, von Süd nach Nord und entwirft ein Modell anhand der gesammelten Klimadaten.
Fazit: etwas trockene Faktenkost, die aber ziemlich interessant ist. Ich fands lesenswert, vor allem, wegen der gut aufgezeigten Klimazusammenhänge, aber puh. Keine leichte Kost.

„Der Tunnel“ von Bernhard Kellermann
(ein Sci-Fi Roman aus dem Jahr 1913!)
Mac Allan, Ingenieur, hat eine Vision: Ein Transatlantischer Tunnel von New York über die Bahamas zu den Azoren nach Frankreich. Er braucht Geld, Arbeitskraft und Leute, die diese Vision teilen. Als das Wunder geschieht und der Bau des Tunnels startet, wird die Welt verrückt vor Technikbegeisterung, die Wirtschaft boomt! Bis zu dem Zeitpunkt im Oktober als ein Teil des Tunnels einstürzt und mehrere tausend Menschen ihr Leben verlieren.
Fazit: expressionistisch, atemlos, dramatisch, triumphal. Wer das Knattern von alten Dieselmotoren und das Pfeifen von Dampfloks mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Stilistisch ist es ziemlich toll geschrieben: die Passagen zwischen langsamen, menschlichen Drama wechseln sich mit technischen Beschreibungen von Maschinen ab, bei deren Geschwindigkeit man ganz schwindlig wird. Ganz toll, daher: lesenswert.

Was hast du im Oktober gelesen? Ich freue mich über Roman-Empfehlungen für meinen Urlaub!

Gelesen im September

Hier erstmal der Nachtrag aus dem August:

„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
Die Wayfarer ist ein Tunnler-Schiff in der Galaktischen Union. Die Crewmitglieder bauen im Auftrag der GU Raum-Zeit-Tunnel. Da der Captain etwas Ärger hat, stellt er eine Verwaltungsangestellte namens Rosemary ein. Rosemary ist schüchtern und hat noch nie im Weltall gelebt und ist sehr darauf bedacht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Dann gibts einen neuen lukrativen Auftrag der alles andere als einfach wird und der Crew alles abverlangt.
Fazit: dieser Sci-Fi-Roman ist eine kleine, charmante Perle, die für immer in meinem Herzen bleiben wird. Obwohl sich die Handlung etwas dürftig aufbaut, wird der Lesegenuss keineswegs geschmälert. Das Buch lebt von den tollen, sympathischen Charakteren und dem intergalaktischen Miteinander auf dem Raumschiff. Ganz ganz toll.

Und das habe ich im September gelesen:

„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
Die Mars-Chroniken sind eine Kurzgeschichtensammlung rund um die Besiedlung des Mars im Jahr 2030 (und folgende).
Fazit: Keine Ahnung wie Bradbury das schafft, aber der Typ ist meiner Meinung nach ein Genie. Diese subtile Beklemmung gepaart mit teilweise wunderschön poetischen Strängen zu verweben kann nich jeder. Ich fands genauso lesenswert wie „Der illustrierte Mann“ und klingt noch lange nach.


„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra

eine spirituelle Geschichte zwischen dem 15-jährigen Deprak und dem Weisen Baba.
Fazit: wer auf solche Geschichten steht, gerne. Ich hab ein bisschen mehr erwartet und kommt deshalb in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Comics:

„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
Hausarrest ist so langweilig! Gottseidank hat sich Hilda mit den Hausgeistern angefreundet und kann in die Zwischenwelt entkommen. Doch das bleibt nicht unbemerkt und Hildas Mutter folgt ihr. Leider treffen sie dann auf gruselige Trolle. Schaffen es die beiden da gemeinsam wieder raus?
Fazit: Hilda-Comics sind immer wieder gut und vor allem toll gezeichnet. Bestens geeignet übrigens auch für Kinder die ein cooles, mutiges Vorbild brauchen und fantasievolle Welten mögen.

„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux
Ein fantastisches Abenteuer mit eingen biografischen Details über die Freundschaft zwischen Humboldt und Aimé Bonpland und ihre erste Reise durch Südamerika.
Fazit: toll gezeichnet, sehr fantastisch – von mir gibts ne Empfehlung, weil es eine ideale Ergänzung zu der Biografie war, die ich neulich gelesen habe. Kann man auch lesen, wenn man keine Ahnung von Humboldt hat, aber wenn man schon mal was über ihn gelesen hat, fallen einem viele kleine Details auf.

Gelesen im Juli

Ein bisschen Lesestoff gibts auch, obwohl ich nicht sonderlich zu viel gekommen bin:

„Wie lebe ich ein gutes Leben“ von Albert Kitzler
Das Buch behandelt die Frage, was wir von alten Philosophen wie Platon, Aristoteles, Seneca, Epikur oder Konfuzius für das heutige Leben lernen können. In jedem Kapitel gibt es Merksätze, Zitate und Fragen zum Weiterdenken.
Fazit: gelungene Verknüpfung von klassischer Philosophie und modernem Ratgeber. Das Buch kann man nicht so schnell durchlesen, weil man schon viel zum Nachdenken kriegt. Bestimmt auch ein tolles Geschenk.

„Alexander von Humboldt oder die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf
Diese Biografie beschäftigt sich eher mit dem Naturverständnis Humboldts statt detailliert über über bestimmte Lebensereignisse zu berichten.
Fazit: Was war das für eine tolle, leicht zu lesende Biografie! Jeder, der sich mit Ökologie und Umweltthemen beschäftigt, sollte da mal rein schauen.

Comics:

Paper Girls, Vol 1. von Brian K. Vaughn
Fazit: keine Ahnung wie Vaughn das macht, aber seine Comics sind immer spannend und authentisch. Auch wenn es um Zeitreisen in die 80er Jahre geht. :D Lesenswert!

She-Hulk
dieses Comic is total untypisch, es wird eine Jennifer Walters gezeigt, die nach dem zweiten Civil War mühsam ihr altes Leben als Anwältin wieder aufnimmt und mit Verlust und ein posttraumatischen Belastungsstörungen umgehen muss. Ihre erste Klientin hat Probleme mit dem Vermieter, aber da steckt eigentlich was anderes dahinter.
Fazit: so viel Tiefe hat man selten in Superhelden Comics. Die Zeichnungen unterstützen die emotionalen Verstrickungen ziemlich gut. Daher: Lesenswert!

Was hast du im Juli gelesen?

Gelesen im Juni

Der Juni ist fast vorbei, aber viel kommt eh nich mehr hinzu, weil ich mit dem einen Buch noch gar nich wirklich fertig bin, aber das ist jetzt erstmal egal.

Das war dran:

„Suleika öffnet die Augen“ von Gusel Jachina
Suleika lebt mit ihrem deutlich älteren Mann und ihrer Schwiegermutter in einem kleinen Dorf. Die Arbeit ist hart, die Schwiegermutter gemein und sämtliche Kinder, die Suleika zur Welt gebracht hat, waren Mädchen und starben. Und obwohl das Schicksal von Suleika schon schlimm erscheint, kommt es noch schlimmer, als sie Anfang 1930 nach Sibirien ins Exil verschleppt wird.
Fazit: Das Buch wurde mir empfohlen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen ein Buch über eine tatarische Bäuerin zu lesen, aber es war super. Sprachlich großartig erzählt, starke Bilder, ziemlich eindrucksvoll. Kann ich gleich weiter empfehlen.

„Mit Platon und Marylin im Zug: Was uns die Begegnungen berühmter Persönlichkeiten über die großen Fragen des Lebens verraten“ von Helge Hesse
In 15 Begegnungen durch die Weltgeschichte – von Platon und Aristoteles über van Gogh und Gaugin bis zu Wilem de Kler und Nelson Mandela. Dabei werden Fragen und Gedanken erörtert wie „Wie besiegt man das böse?“ und „Darf es Freiheit ohne Verantwortung geben?“ oder „Kann ich die Welt retten?“
Fazit: Wer eine nette aber auch geistig anregende Sommerlektüre sucht und Biografien mag, kann das hier ruhig lesen. Ich fands total spannend und die vorgestellten Ideen und Fragen waren passend ausgewählt. Einziger Wermutstropfen: Es waren fast nur Begegnungen zwischen Männern bis auf Monroe und Miller und Yoko Ono und Lennon. Das fand ich etwas einseitg. Aber vielleicht plant ja der Autor noch ein Buch…

Comics:
Deadpool Killer Kollektion Nr. 8 – krass gute Fortsetzung, auch wenn ich den Zeichenstil kaum mehr ertragen kann :D

Saga, Band 5 und Band 6 – keine Ahnung, warum die Comics immer noch so gut sind. Die Stories haben alles: Gewalt, Liebe, Freundschaft, Trauer, Rache, Krankheit, Sehnsucht, Verlust, Sex, es geht um Jugend und Alter, ums verlieben und ent-lieben, um Drogen und Knast und Kindergarten und ich weiß gar nicht, wie das möglich ist, das alles in so ein gelungenes Comic zu verpacken.

Was hast du gelesen? Irgendeinen Tipp für ne unterhaltsame Strandlektüre?

Gelesen im Mai

Der Lesemonat Mai war auch eher lahm, das lag aber daran, dass ich einen dicken Sci-Fi Wälzer hatte, der manchmal echt unhandlich für die Tasche war. Aber gut. Eigentlich ist es ja auch egal :D


„Die Gateway-Trilogie“ von Frederik Pohl

Gateway ist ein Asteroid auf der die Menschen alte Alienraumschiffe entdeckt haben. Also steigen sie ein und fliegen los ins Unbekannte. Zurückkommen? Glückssache! Die, die es schaffen und auch noch Fundstücke mitbringen werden stinkreich, also versucht Taugenichts Robinette Broadhead sein Glück.
Fazit: Das zweite Buch „Jenseits des blauen Horizonts“ hat mir am Besten gefallen. Insgesamt aber eine gelungene, lesenswerte Story, obwohl es für meinen Geschmack ziemlich viele Arschloch-Charaktere hat.


„Heute Science-Fiction, morgen Realität?“ von Gerd Ganteför

Was ist eigentlich der aktuelle und bald zukünftige Stand von Naturwissenschaft und Technik? Welche Themen werden in diesen Bereichen erforscht? Auf diese Fragen versucht das Buch Antworten zu geben. Behandelt werden die Themen Astronomie, Biologie und Physik.
Fazit: Tolle Themen, interessant und kompakt für Laien aufbereitet und durch die kurzen Abschnitte gut in Bus & Bahn zu lesen. Die Quellen am Ende eines jeden Kapitels sind auch ne nette Ergänzung, falls man mal was genauer nachlesen will.

Comics:

Deadpool: Einer geht noch! von Hastings/Camagni
ach naja..Deadpool. Was soll man dazu noch sagen? Eben.
Fazit: Oh man, war das gut. Der Teil mit der Brute Force war soooo geil :D


„Letter 44“ Vol 1. von Charles Soule und Alberto Jiménez Alburquerque

Der frisch gewählte 44. Präsident der USA, Stephen Blade, erhält am Tag seiner Vereidigung einen Brief von seinem Vorgänger. Darin steht etwas ganz Geheimes, um das er sich jetzt kümmern muss: Im Kuiper Gürtel hamse ein Raumschiff entdeckt und zwar von Aliens und sie haben keine Ahnung, was das da macht…also wurde 7 Jahre vorher eine Mission zu diesem Ding geplant.
Fazit: Wenn wer schreiben kann, dann Soule, der ja auch mit She-Hulk ordentlich abgeliefert hat. Ziemlich spannend geschrieben, ich mochte, wie sich die zwei Storylines parallel entfalten. Bin gespannt wie es weiter geht. Die Zeichnungen waren okay, weil sie die Story unterstützen (der Übergang von der Sexszene in der Schwerelosigkeit zum Sport war super!) aber haben mich jetzt nich sooo vom Hocker gehauen.

Das wars schon. Was hast du gelesen?

Gelesen im April

Zack, der April ist morgen vorbei und am Mittwoch hab ich es schon wieder versäumt einen Blogbeitrag hier hinzutun. Dafür also jetzt:

Das Teebuch für Anfänger, Profis und Freaks von Rainer Schmidt
Das Buch war ein Spontangriff in der Bücherei, weil ich für die Bahnfahrt nix mehr hatte.
In dem Buch erfährt man alles von Anbaugebieten, Herstellung, richtige Lagerung, Teeverkostung bis zur Qualitätsbeurteilung. Ein Glossar rundet das Buch ab.
Fazit: ein schnell zu lesendes, total informatives Sachbuch für alle, die schon immer etwas über Tee wissen wollten. Hat mich sehr begeistert und ich weiß jetzt, worauf ich achten muss und was ich bisher falsch gemacht habe :)

„Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees
Das Buch ist sozusagen ein Destillat aus den Blogbeiträgen des bekannten into-mind.com Blogs, der ja unter Minimalistinnen bekannt sein dürfte. Es behandelt die Themen Stilfindung, Ausmisten, Outfit-Formeln und Styling, stressfreies Shopping und wie man Qualität bei Kleidung erkennt.
Fazit: einige Teile kamen mir etwas zu langatmig vor, aber ich hatte ja schon vorwissen, da ich den Blog lange Zeit gelesen habe. Trotzdem war es sehr hilfreich und man kann es bestimmt auch sehr gut an Leute verschenken, die der Fast-Fashion-Shopping-Sucht zum Opfer gefallen sind, die dann vielleicht die eine oder andere gute Idee daraus mitnehmen werden :D

„Die Foundation Trilogie“ von Isaac Asimov
Die Menschheit lebt im Weltall. Mit Hilfe der „Psychohistorik“ gelingt es Hari Seldon, einem genialen Wissenschaftler, die Zukunft der Menschheit für Jahrtausende und den Fall des kaiserlichen Imperiums vorauszuberechnen. Dadurch ist er natürlich ein Feind des Imperiums und zieht sich mit seinen Forschungen auf einen Planeten ohne nennenswerte Metalle zurück und gründet sein Institut, die „Foundation“. Dort arbeiten Wissenschaftler nach seinen geheimen Plänen ohne diese zu kennen.
Fazit: Das Buch hatte ich 2015 während meines Sci-Fi-Projekts schon mal zur Hand, habe aber nicht mal richtig Buch 1 davon geschafft. Irgendwie war es mir damals zu schwer und jetzt weiß ich auch woran es lag: Man muss echt wach dafür sein. Halbverschlafen morgens in der Bahn lesen klappte bei mir einfach nicht. Also hab ich es nach gutem Zureden noch mal versucht und es war BOMBE!!! Wirklich. Eines der besten Hard-Sci-Fi Bücher, die ich je gelesen habe :D

„Wer wir waren“ von Roger Willemsen
Essay von Willemsen über unsere Zukunft, der aus Fragmenten zusammengestellt wurde und nun posthum veröffentlicht wurde.
Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Comics:

„Angel Catbird“, Vol. 1 von Margaret Atwood
Strig Feeledus arbeitet an einem geheimen Serum. Als er die Formel endlich entdeckt hat, wird er überfahren und bekleckert sich damit. Er verwandelt sich in Halb-Katze-Halb-Eule und ist nun Angel-Catbird. Er kommt sich natürlich seltsam vor, aber noch seltsamer ist, dass er seit neuestem auf seine katzenhafte Kollegin steht…
Fazit: tolle, irre Story über Menschen, die sich in Tiere verwandeln können und einem bösen Rattengangster, der die Erde unterjochen will. Miau! Fand ich cool, man lernt auch viel über Katzen und Vögel :D

„Ein neues Land“ von Shaun Tan
Eine „typische“ Auswanderergeschichte: Das Land wird bedroht, ein namenloser Mann steigt mit einer Fahrkarte auf einem Dampfer und lässt Frau und Kind zurück. Er spricht die Sprache des neuen Landes nicht, muss Arbeit finden und schlägt sich so durch, damit er seiner Familie Geld schicken kann.
Fazit: Wunder-wunder-schön. So rührend, ich musste weinen. Unbedingt „lesen“. Die Zeichnungen sind fantastisch, es gibt interessante Lebewesen und keine einzige Sprechblase oder überhaupt Worte. Wirklich, ganz toll!!


„Batman: Arkham Ayslum“ von Grant Morrisson und Dave McKean

Der Joker hat das Arkham Ayslum übernommen und lockt Batman in die Höhle des Wahnsinns. Dort muss sich der dunkle Ritter nicht nur seiner Vergangenheit stellen, sondern auch den Wahnsinn seines Erzfeindes ertragen…
Fazit: supergeile Zeichnungen, also nein, es sind eigentlich schon Mixed-Media-Collagen. Die Story is aber echt für die Tonne.

Gelesen im März

Der März war ein guter Lesemonat!

„Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor
Ein Briefroman zwischen zwei Freunden. Beide sind Kunsthändler, deine ist Jude, der andere Deutsche. Der Deutsche geht irgendwann zurück nach Deutschland und Hitler kommt an die Macht…
Fazit: Das ein Buch auf so wenigen Seiten so eine Wucht entfalten kann, habe ich noch nie erlebt. Es ist sehr kurz, sehr lesenswert. Pflichtlektüre.

„Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ von Wilhelm Genazino
Der 17-jährige Weigand fliegt vom Gymnasium und wird von seinen Eltern unter Druck gesetzt. Aus ihm muss was werden. Also wird er Lehrling in einer Spedition, obwohl er den Kopf voll mit Literatur hat. In seiner Freizeit schickt er Manuskripte an Zeitungen bis er eines Tages einen Job beim Tagesanzeiger erhält. Fortan führt er ein Doppelleben.
Fazit: Bin ein großer Genazino-Fan, daher fand ich das Buch auch lesenswert. Ich mag seinen trockenen Schreibstil und die skurillen, etwas hilflosen Protagonisten :D

„Ab morgen ein Leben lang“ von Gregory Sherl
Evelyn Shriner macht Schluss, Godefry Burkes verlobt sich. Beide müssen zu Dr. Chin, um mit Hilfe eines Liebescomputers in ihre jeweilige Zukunft zu sehen. Doch die zufällige Begegnung der beiden in dieser vergammelten Praxis wird das Leben der beiden verändern.
Fazit: Obwohl ich das Buch eigentlich eher nach Cover ausgesucht habe, wurde ich nicht enttäuscht. Es ist romantisch, hat nette, liebenswerte Hauptfiguren und skurille Nebenfiguren, alles ist realistisch und witzig. Ich fands daher lesenswert und wenn du Filme von Nora Ephron magst, könnte dir das Buch auch gefallen.

„2001 – Odysee im Weltraum“ von Arthur C. Clarke

Roman nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films.
Fazit: lieber noch mal den Film schauen. Mir war nicht klar, dass man das Buch NACH dem Film geschrieben hat. Ich fands irgendwie ein bisschen öde. Fällt in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

„Eine Frage der Schuld“ von Sofia Tolstoia
Wer hat Schuld, wenn eine Ehe kaputt geht? Wie kann man in schwierigen Situationen wieder zueinander finden? Tolstois Frau Sofia ergründet diese Fragen in ihrem autobiografisch gefärbten Roman als Gegenentwurf zur Kreuzersonate.
Fazit: ich liebe russische Literatur des 19. Jhds. Wirklich. Es war ganz toll, weil es so vielschichtig war. Da steckt sehr viel Wahnsinn drin, Eifersucht, Bitterkeit, Zärtlichkeit, Nähe, Verlangen, Melancholie.

„Wir“ von Jewgenij Samjatin
In der Zukunft wurden die Menschen nach dem 200-jährigen Krieg von ihrem Unglück befreit. Es gibt streng getaktete Regeln für alles, von Essen, spazieren gehen bis Beischlaf. Die Menschen tragen keine Namen, sondern Nummern. Der Wohltäter des einzigen Staates kümmert sich um die Stadt aus Glas und deren Bewohner, die von einer Mauer von der Wildnis geschützt werden. Konstrukteur D-503 baut ein Raumschiff und genießt die Fürsorge seines Wohltäters – bis er die Frau I-330 kennenlernt. Von seinen Erlebnissen berichtet er in seinem Tagebuch.
Fazit: Wer „1984“ und „Schöne neue Welt“ gelesen hat, muss auch dieses Buch lesen. Pflichtlektüre!

Was hast du im März gelesen?